Das Wichtigste in Kürze
- Die TBM ist ein einmotoriger Turboprop mit Druckkabine für bis zu sechs Personen – gebaut für schnelles Reisen, nicht für Fracht.
- Schnellster Erkennungsweg: ein Propeller vorn, tief angesetztes Höhenleitwerk, kompakter Tiefdecker.
- Winglets und Fünfblattpropeller trennen die TBM-900-Serie (900 bis 960) von den älteren TBM 700 und 850.
- Mit 330 Knoten Reisegeschwindigkeit zählen TBM 900 und TBM 960 zu den schnellsten einmotorigen Turboprops im Serienbau.
- In Tracking-Apps erscheinen die Versionen unter TBM7, TBM8 und TBM9 – die letzte Ziffer verrät dir die Generation.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Daher TBM?
- 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 3.Die Generationen: von der TBM 700 bis zur TBM 960
- 4.TBM, PC-12, Piper oder Kodiak?
- 5.Wo du die TBM antriffst
- 6.Militärische TBM in Frankreich
- 7.Spotting-Praxis: klein, schnell, oft überraschend
- 8.Fototipps speziell für die TBM
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Daher (bis 2015 unter dem Namen Socata), Tarbes (Frankreich) |
|---|---|
| ICAO-Typcodes | TBM7 (TBM 700), TBM8 (TBM 850), TBM9 (TBM-900-Serie) |
| Erstflug | 14. Juli 1988 (TBM 700) |
| Zulassung | Januar 1990 in Frankreich, August 1990 durch die US-Luftfahrtbehörde FAA |
| Versionen | TBM 700, TBM 850, TBM 900, 930, 910, 940, 960 und seit 2026 TBM 980 |
| Triebwerk | 1 × Pratt & Whitney Canada PT6 (TBM 700: PT6A-64, TBM 850 bis 940: PT6A-66D, TBM 960: PT6E-66XT mit digitaler Triebwerksregelung) |
| Propeller | Fünfblättrig bei der TBM-900-Serie, bei der TBM 960 ein Hartzell Raptor aus Verbundwerkstoff |
| Länge | 10,72 m (TBM 900) |
| Spannweite | 12,83 m (TBM 900) |
| Höhe | 4,36 m (TBM 900) |
| Max. Startgewicht | rund 3.454 kg (TBM 960), rund 2.984 kg bei frühen TBM 700 |
| Sitzplätze | bis zu 6 inklusive Pilot |
| Max. Reisegeschwindigkeit | 330 Knoten (rund 611 km/h) in 28.000 Fuß (TBM 900 und TBM 960) |
| Max. Reichweite (TBM 960) | 1.730 nautische Meilen, rund 3.200 km |
| Ausgeliefert | 1.294 TBM aller Versionen bis Ende 2025 (Herstellerangabe) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Ein einziger Turboprop in einer langen, schlanken Nase – keine Triebwerke an den Flügeln
- Klassisches Leitwerk: das Höhenleitwerk sitzt tief am Rumpfende, nicht oben auf der Seitenflosse
- Tiefdecker mit einziehbarem Fahrwerk und kompaktem, rundem Rumpf
- Ab der TBM 900: kleine, nach oben gebogene Winglets und ein Fünfblattpropeller
- Passagiertür hinten links, bei vielen Maschinen zusätzlich eine kleine Pilotentür vorn links
- Deutlich kleiner als eine Pilatus PC-12 – rund 10,7 statt 14,4 m lang
Aktualisiert: Oktober 2026 – Auf dem Vorfeld der Allgemeinen Luftfahrt rollt ein kleiner, glänzend lackierter Tiefdecker heran, vorn ein einzelner Propeller mit fünf Blättern, an den Flügelspitzen kleine Winglets. Beim Start zieht er so zügig weg, dass man kurz an einen Jet denkt: Das ist sehr wahrscheinlich eine Daher TBM. Die Reihe aus dem südfranzösischen Tarbes läuft seit über 35 Jahren vom Band und hat sich von der TBM 700 bis zur TBM 960 Schritt für Schritt weiterentwickelt. Auf dieser Seite erfährst du, woran du die TBM erkennst, wie du die Generationen auseinanderhältst und wo du sie am ehesten vor die Linse bekommst.
TBM9 im Hangar abhaken
Mit Planetrack hältst du jede TBM-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Flughafen und Spot fest und sammelst die Generationen von der 700 bis zur 960 in deinem Hangar. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Daher TBM?
Die TBM ist ein einmotoriger Turboprop mit Druckkabine für bis zu sechs Personen, den Pilot eingerechnet. Ihr Konzept ist schnell erklärt: Ein Triebwerk aus der bewährten PT6-Familie von Pratt & Whitney Canada zieht einen kompakten, aerodynamisch sauberen Rumpf auf Reiseflughöhen um 28.000 Fuß und auf Geschwindigkeiten, die sonst kleinen Jets vorbehalten sind. Die meisten Maschinen fliegen ihre Besitzer selbst, dazu kommen Firmen und Charterbetriebe.
Die Geschichte beginnt in den 1980er-Jahren mit einer ungewöhnlichen Partnerschaft. Der französische Hersteller Socata aus Tarbes und der US-Hersteller Mooney entwickelten aus Mooneys Kolbenmotor-Prototyp Mooney 301 eine Turboprop-Variante. Der Name verrät die Herkunft: „TB“ für Tarbes, „M“ für Mooney. 1987 gründeten Mooney und Socatas damalige Muttergesellschaft Aérospatiale ein Gemeinschaftsunternehmen, der Erstflug der TBM 700 folgte am 14. Juli 1988. Im Januar 1990 erhielt der Typ die französische, im August 1990 die amerikanische Zulassung. Mooney zog sich 1991 zurück, Socata machte allein weiter.
Der heutige Name des Herstellers ist das Ergebnis mehrerer Eigentümerwechsel. Socata gehörte lange zum Airbus-Vorgänger EADS. Der französische Familienkonzern Daher übernahm Anfang 2009 zunächst 70 Prozent, 2014 auch den Rest. Seit 2015 tritt der Flugzeugbau nur noch unter dem Namen Daher auf. Gebaut wird die TBM weiterhin in Tarbes, nahe den Pyrenäen. Bis Ende 2025 hat Daher nach eigenen Angaben 1.294 TBM aller Versionen ausgeliefert.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Kleine einmotorige Turboprops sehen sich auf den ersten Blick ähnlich. Mit drei Beobachtungen grenzt du die TBM trotzdem sicher ein.
Propeller und Nase prüfen
Ein Propeller vorn, eine lange, schlank zulaufende Triebwerksverkleidung dahinter, keine Triebwerke an den Flügeln. Damit sind King Air, ATR und alle anderen Zweimotorigen raus.
Auf das Leitwerk schauen
Das Höhenleitwerk sitzt tief am Rumpfende, die Seitenflosse ragt frei darüber. Das trennt die TBM sofort von der Pilatus PC-12 mit ihrem T-Leitwerk.
Größe und Flügel einordnen
Ein Tiefdecker mit einziehbarem Fahrwerk und rund 10,7 Metern Länge, ohne Flügelstrebe. Hochdecker wie Kodiak oder Caravan scheiden damit aus.
Wer die Kombination aus einem Propeller, tiefem Höhenleitwerk und kompaktem Tiefdecker sieht, landet meist bei der TBM oder bei den einmotorigen Turboprops von Piper. Die letzte Sicherheit liefert das Kennzeichen: Damit schlägst du die Maschine in Registern und Datenbanken nach. Wie du Kennzeichen liest und welches Land dahintersteckt, erklären die Guides zu Flugzeug-Kennzeichen und Länderkennungen.
Praxis-Tipp: Türen zählen
Viele TBM haben vorn links zusätzlich eine kleine Pilotentür, durch die der Pilot direkt ins Cockpit steigt, ohne durch die Kabine zu klettern. Die Passagiere steigen hinten links ein. Zwei Türen auf der linken Seite eines so kleinen Turboprops sind ein starker Hinweis auf die TBM.
Die Generationen: von der TBM 700 bis zur TBM 960
Über mehr als drei Jahrzehnte hat der Hersteller die TBM immer wieder aufgewertet, ohne die Grundform aufzugeben. Für Spotter ist das Wichtigste: Den größten sichtbaren Sprung gab es 2014 mit der TBM 900. Seitdem unterscheiden sich die Versionen vor allem im Cockpit und am Triebwerk.
| Version | Vorgestellt | Triebwerk | Wichtigste Neuerung |
|---|---|---|---|
| TBM 700 (A, B, C) | 1990 in Dienst | PT6A-64 | Erste Serienversion; die B brachte eine breitere Kabinentür |
| TBM 850 | ab 2006 | PT6A-66D | Mehr Leistung im Reiseflug, später mit Garmin-G1000-Cockpit |
| TBM 900 | März 2014 | PT6A-66D | Winglets, Fünfblattpropeller, größerer Lufteinlass, Einhebel-Leistungssteuerung |
| TBM 930 | April 2016 | PT6A-66D | Garmin-G3000-Cockpit mit Touchscreens |
| TBM 910 | April 2017 | PT6A-66D | Günstigere Ausführung mit Garmin G1000 NXi |
| TBM 940 | März 2019 | PT6A-66D | Autothrottle und automatische Enteisung |
| TBM 960 | April 2022 | PT6E-66XT | Digitale Triebwerks- und Propellerregelung, Hartzell-Raptor-Propeller, optionale Prestige-Kabine |
Die TBM 700 gab es in mehreren Unterversionen: Die 700B bekam eine breitere Kabinentür, die 700C einen Gepäckraum ohne Druckkabine im Heck und ein höheres Startgewicht. Die TBM 850 sieht der 700 äußerlich sehr ähnlich. Ihr PT6A-66D ist beim Start auf 700 Wellen-PS begrenzt, darf im Reiseflug aber 850 liefern, was sie in großer Höhe schneller macht.
Mit der TBM 900 kam 2014 die bislang größte äußere Überarbeitung. Socata spendierte ihr eigens entwickelte Winglets, einen um rund 40 Prozent größeren Lufteinlass, umgeformte Abgasstutzen, zusätzliche innere Fahrwerksklappen sowie eine kleine, scharfkantige Leiste vor und unter der linken Flügelvorderkante, die das Überziehverhalten verbessert. Dazu wurde der Fünfblattpropeller von Hartzell Standard. Im Cockpit fasst ein einziger Leistungshebel die Funktionen zusammen, für die früher mehrere Hebel nötig waren.
Die TBM 960 ersetzte 2022 die TBM 940. Ihr PT6E-66XT ist das erste Triebwerk der Reihe mit zweikanaliger digitaler Triebwerks- und Propellerregelung; der Start läuft nach einem einzigen Schalterdruck automatisch ab. Der neue Raptor-Propeller aus Verbundwerkstoff senkt laut Hersteller Gewicht, Lärm und Vibrationen. Das maximale Startgewicht stieg auf rund 3.454 Kilogramm. Die TBM 910 blieb als günstigere Variante zunächst parallel im Programm.
Und die TBM 980?
Im Januar 2026 hat Daher in Tarbes die TBM 980 präsentiert. Sie übernimmt Triebwerk und Propeller der TBM 960, bekommt aber das Garmin-Cockpit G3000 PRIME mit drei großen Touchscreens und neue Kabinen-Extras. Laut Daher ist sie das sechste Modell der TBM-900-Reihe seit 2014. Von außen ist sie von der 960 praktisch nicht zu unterscheiden; ihre europäische Messepremiere feierte sie auf der AERO in Friedrichshafen.
Ein Detail macht die TBM 960 auch für Nicht-Piloten interessant: HomeSafe. Die automatische Notlandefunktion im Garmin-Cockpit kann ein Passagier auslösen, wenn der Pilot ausfällt. Das System wählt dann selbst einen geeigneten Flughafen, fliegt ihn an und landet.
Nie wieder eine TBM verpassen
Richte Sichtungs-Alarme für die Typen TBM9, TBM8 oder TBM7 oder für einzelne Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
TBM, PC-12, Piper oder Kodiak?
Der Finder hilft dir, einen kleinen einmotorigen Turboprop mit drei Beobachtungen einzuordnen.
Schnellbestimmung: einmotoriger Turboprop
Daher TBM 900 bis 960
Kompakter Tiefdecker, tiefes Höhenleitwerk und Winglets: das typische Bild der TBM-900-Serie. Ohne Winglets kann es auch eine ältere TBM 700 oder 850 sein.
TBM 700/850 oder Piper M-Klasse
Ohne Winglets bleiben die älteren TBM-Generationen und die einmotorigen Turboprops von Piper. Prüf das Kennzeichen oder den Typcode im Tracking-Dienst.
Pilatus PC-12
T-Leitwerk, langer Rumpf und die große Frachttür hinten links sprechen klar für die PC-12 aus der Schweiz.
Daher Kodiak oder Cessna Caravan
Hochdecker mit Strebe und starrem Fahrwerk sind Utility-Turboprops. Die Kodiak kommt sogar vom selben Hersteller wie die TBM.
Am häufigsten wird die TBM mit der Pilatus PC-12 verwechselt, beide fliegen schließlich mit einem PT6 an denselben Flugplätzen. Leitwerk und Größe trennen sie aber zuverlässig. Näher dran ist die Piper PA-46 in ihren Turboprop-Versionen: ebenfalls ein Tiefdecker mit Druckkabine und tiefem Höhenleitwerk. Hier hilft im Zweifel nur der Typcode im Tracking-Dienst oder das Kennzeichen. Die Daher Kodiak und die Cessna 208 Caravan sind dagegen kantige Hochdecker mit festem Fahrwerk und spielen in einer ganz anderen Liga. Einen Überblick über weitere Propellermaschinen gibt der Guide Turboprops unterscheiden.
Wo du die TBM antriffst
Die TBM ist ein Flugzeug der Allgemeinen Luftfahrt und der Business Aviation. Linienflüge mit festen Zeiten gibt es praktisch nicht; Eigner, Firmen und Charterbetriebe bestimmen, wann und wohin sie fliegt. Laut verfügbaren Angaben werden rund 90 Prozent aller TBM von ihren Besitzern selbst geflogen. Du findest sie deshalb dort, wo Privat- und Geschäftsreiseverkehr abgefertigt wird.
Am Flughafen Zürich und am Flughafen Genf mischt sich die TBM regelmäßig unter die Businessjets. In Zürich hast du von der Zuschauerterrasse B einen guten Blick aufs Vorfeld, in Genf von der Aussichtsterrasse auf die Hauptpiste. Noch bessere Chancen haben kleinere Verkehrs- und Regionalflugplätze, die viel Allgemeine Luftfahrt sehen – dort fällt eine TBM zwischen Kolbenmotor-Maschinen sofort auf.
Ein Termin gehört fest in den Kalender: die AERO in Friedrichshafen, Europas große Messe für Allgemeine Luftfahrt. Daher stellt dort regelmäßig aus, 2026 hatte hier die TBM 980 ihre europäische Messepremiere. Rund um die Messe landen am Flughafen Friedrichshafen zahlreiche Privatmaschinen, darunter oft mehrere TBM. Mehr dazu im Beitrag zur AERO Friedrichshafen.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Raum Tarbes (Südwestfrankreich) | hoch | Herstellerstandort mit Test- und Auslieferungsflügen |
| AERO Friedrichshafen | hoch, aber nur zur Messe | Hersteller-Präsentation und viele anreisende Eigner |
| Genf und Zürich | mittel | Starker Business-Aviation-Verkehr |
| Regionalflugplätze mit viel Allgemeiner Luftfahrt | mittel | Privat-, Firmen- und Charterflüge |
| Große Drehkreuze wie Frankfurt | niedrig | Wenig Allgemeine Luftfahrt, hohe Gebühren |
Ohne Flugplan unterwegs
TBM-Flüge stehen in keiner Ankunftstafel. Verlass dich auf Live-Tracking und filtere nach TBM9, TBM8 oder TBM7 – und rechne damit, dass manche Privatmaschinen in Tracking-Diensten eingeschränkt oder gar nicht angezeigt werden.
Wie du solche Flüge live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Allgemeine Tipps zum Privat- und Geschäftsreiseverkehr findest du unter General Aviation spotten und Businessjets spotten. Warum Typcodes wie TBM9 so praktisch sind, steht in IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Militärische TBM in Frankreich
Die TBM ist nicht nur ein Privatflugzeug. In Frankreich nutzen sowohl die Luft- und Raumfahrtstreitkräfte als auch die Heeresflieger (ALAT) die TBM 700; 2016 waren es zusammen gut 20 Maschinen. Sie tragen militärische Lackierungen und Kennungen und sind vor allem in Frankreich zu sehen. Wer an Militärflugplätzen fotografieren möchte, sollte vorher den Guide Militärflugplätze fotografieren lesen.
Spotting-Praxis: klein, schnell, oft überraschend
Die TBM stellt dich vor ähnliche Aufgaben wie andere Flugzeuge der Allgemeinen Luftfahrt: Sie ist klein, nutzt manchmal Nebenbahnen, rollt zu abgelegenen Vorfeldern und taucht ohne Vorankündigung auf. Mit etwas Vorbereitung bekommst du trotzdem gute Bilder.
Bereit für deine TBM-Session?
- Ich habe im Tracking-Dienst Filter auf TBM7, TBM8 und TBM9 gesetzt.
- Ich weiß, wo die Allgemeine Luftfahrt am Flughafen abgefertigt wird.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe eine Verschlusszeit für sichtbare Propellerbewegung eingeplant.
Aus welcher Richtung die TBM landet, verrät dir die Betriebsrichtung; wie du sie vorab einschätzt, steht in Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Ob dein Standort rechtlich in Ordnung ist, klärt Ist Planespotting erlaubt?.
Fototipps speziell für die TBM
Die TBM ist mit ihrer langen Nase, dem schlanken Rumpf und den Winglets ein elegantes Motiv. Ein paar Punkte heben dein Bild deutlich an.
Propeller drehen lassen
Ein eingefrorener Fünfblattpropeller sieht aus, als stünde das Triebwerk. Mit Verschlusszeiten im Bereich von 1/125 bis 1/250 Sekunde bekommst du Bewegung in die Blätter. Mehr dazu im Guide Propeller fotografieren.
Mehr Brennweite einplanen
Mit knapp elf Metern Länge ist die TBM noch kleiner als eine PC-12. Was bei Airlinern am Zaun reicht, lässt sie verloren wirken. Welche Optik passt, erklärt der Beitrag zur Brennweite beim Planespotting.
Linke Seite wählen
Von links zeigt die TBM Passagiertür und, falls vorhanden, Pilotentür. Bei geöffneten Türen auf dem Vorfeld entsteht schnell ein Bild mit Geschichte.
Licht im Rücken
Viele TBM tragen helle Lackierungen mit dunklen Akzenten. Flaches Licht von hinten bringt Zeichnung in beide; wann es an deinem Spot passt, berechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen.
Wer gezielt nach weiteren Exoten der Allgemeinen Luftfahrt sucht, findet Anregungen unter seltene Flugzeuge spotten. Auf denselben Vorfeldern stehen oft auch kleine Jets wie die Cirrus Vision Jet oder die Pilatus PC-24 und zweimotorige Turboprops wie die Beechcraft King Air 200.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die TBM, wenn …
- ein einziger Propeller vorn in einer langen, schlanken Nase sitzt
- das Höhenleitwerk tief am Rumpfende ansetzt
- die Maschine ein kompakter Tiefdecker mit einziehbarem Fahrwerk ist
- im Tracking-Dienst TBM7, TBM8 oder TBM9 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- keine Winglets zu sehen sind – dann kann es eine ältere TBM oder eine Piper sein
- du die Maschine nur frontal siehst und die Größe schwer einschätzen kannst
- der Rumpf auffällig lang wirkt – dann prüf, ob es eine PC-12 ist
Es ist keine TBM, wenn …
- das Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse sitzt – das spricht für eine PC-12
- der Flügel oben am Rumpf sitzt und das Fahrwerk starr ist – etwa bei Kodiak oder Caravan
- zwei Propeller an den Flügeln hängen – etwa bei einer King Air
- statt eines Propellers ein Strahltriebwerk arbeitet
Fazit
Die TBM zeigt, wie weit man ein Grundkonzept aus den 1980er-Jahren tragen kann. Ein Propeller, ein tief sitzendes Höhenleitwerk und die kompakte Form verraten dir den Typ; Winglets und Fünfblattpropeller trennen die moderne 900er-Serie von TBM 700 und 850. Bis zur einzelnen Version – 910, 940, 960 oder 980 – kommst du meist nur übers Kennzeichen. Weil die TBM keine Linienflüge hat, wird jede Sichtung zur kleinen Jagd: Live-Tracking und ein Standort nah an der Allgemeinen Luftfahrt machen daraus einen Plan.
Kurzfazit
Ein Turboprop in der Nase, ein tief angesetztes Höhenleitwerk und ab der TBM 900 kleine Winglets: Das ist die Daher TBM. Wer sie gezielt sucht, filtert nach TBM9, TBM8 und TBM7 und schaut dort, wo Business Aviation und Allgemeine Luftfahrt zu Hause sind – in Genf, Zürich oder zur AERO in Friedrichshafen.
Deine TBM auf der Spot-Karte
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Zusammenfassung
- Die TBM entstand ab Mitte der 1980er-Jahre als Gemeinschaftsprojekt von Socata aus Tarbes und dem US-Hersteller Mooney; daher stammt auch der Name.
- Die TBM 700 flog 1988 zum ersten Mal und ist seit 1990 zugelassen; seit der Übernahme von Socata baut der französische Daher-Konzern die Reihe.
- Von der TBM 850 bis zur TBM 960 wuchs vor allem die Technik im Cockpit und am Triebwerk, die Grundform blieb gleich.
- Spotten kannst du die TBM vor allem in den Bereichen der Allgemeinen Luftfahrt und Business Aviation, etwa in Zürich, Genf oder an Regionalflugplätzen.
Häufige Fragen
Wofür steht der Name TBM?
„TB“ steht für Tarbes, den Standort von Socata in Südwestfrankreich, „M“ für Mooney, den US-Hersteller, mit dem Socata die Maschine ursprünglich entwickelte. Mooney stieg 1991 aus dem Projekt aus, der Name blieb.
Welche ICAO-Typcodes hat die TBM?
Die TBM 700 läuft unter TBM7, die TBM 850 unter TBM8 und alle Versionen der 900er-Serie – also TBM 900, 910, 930, 940, 960 und die neue 980 – gemeinsam unter TBM9. Welche Version genau vor dir steht, verrät erst das Kennzeichen.
Wie schnell ist eine TBM 960?
Daher nennt für die TBM 960 eine maximale Reisegeschwindigkeit von 330 Knoten in 28.000 Fuß, also rund 611 km/h. Die maximale Reichweite liegt laut Hersteller bei 1.730 nautischen Meilen bei reduzierter Reisegeschwindigkeit. Damit ist sie auf Strecken wie Zürich–Paris kaum langsamer als ein kleiner Businessjet.
Was unterscheidet die TBM 960 von der TBM 940?
Vor allem der Antrieb: Die 960 bekam das PT6E-66XT mit zweikanaliger digitaler Triebwerks- und Propellerregelung und den Fünfblattpropeller Hartzell Raptor. Dazu kam eine optionale Prestige-Kabine mit dimmbaren Fenstern und neuer Klimaanlage sowie ein höheres Startgewicht. Von außen sind die beiden kaum zu unterscheiden.
Was ist HomeSafe?
HomeSafe ist die automatische Notlandefunktion im Garmin-Cockpit der TBM 960 und der TBM 980. Fällt der Pilot aus, kann ein Passagier sie per Knopfdruck auslösen: Das System sucht einen geeigneten Flughafen, fliegt ihn an und landet die Maschine selbstständig.
Gibt es schon einen Nachfolger der TBM 960?
Ja. Im Januar 2026 hat Daher in Tarbes die TBM 980 vorgestellt, die mit EASA- und FAA-Zulassung direkt in die Auslieferung ging. Triebwerk und Propeller übernimmt sie von der TBM 960, neu sind vor allem das Garmin-Cockpit G3000 PRIME mit drei großen Touchscreens und Kabinen-Extras. Äußerlich ist sie eine TBM wie die 960.
Wie unterscheide ich TBM und Pilatus PC-12?
Am Leitwerk: Die PC-12 trägt ihr Höhenleitwerk ganz oben auf der Seitenflosse (T-Leitwerk), bei der TBM sitzt es tief am Rumpf. Außerdem ist die PC-12 rund vier Meter länger und hat hinten links eine sehr große Frachttür.
Fliegt die TBM auch beim Militär?
Ja, in Frankreich. Sowohl die Luft- und Raumfahrtstreitkräfte als auch die Heeresflieger (ALAT) nutzen die TBM 700, im Jahr 2016 waren es zusammen gut 20 Maschinen. Wer militärische TBM fotografieren möchte, sollte die besonderen Regeln an Militärflugplätzen kennen.
Daher TBM 700 bis TBM 960 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Pilatus PC-12
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TurbopropDaher Kodiak 100 und Kodiak 900
Kantiger Hochdecker, starres Fahrwerk, ein Turboprop vorn und eine Frachttür, durch die auch Fässer passen: Die Kodiak aus Sandpoint ist für Graspisten, Inseln und Seen gebaut. So erkennst du Kodiak 100 und Kodiak 900.
GAPiper PA-46 Malibu / M350 / M600
Schlanker Tiefdecker, kleine runde Kabinenfenster, Einstiegstür hinten links: Die PA-46 ist die Einmot mit Druckkabine. Ob Kolben-M350 oder Turboprop-M600 verrät dir die Nase – und die Zahl der Propellerblätter.
TurbopropCessna 208 Caravan
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Pratt & Whitney
US-Triebwerkshersteller aus Connecticut, der mit dem JT8D die Kurzstrecke der 1960er prägte, mit dem JT9D den Jumbo antrieb und heute mit dem Getriebefan PW1000G unter A220, A320neo und E2 hängt. Für Spotter ist P&W der Grund, warum so viele Neos zeitweise am Boden standen.
FlughafenFlughafen Friedrichshafen
Deutschlands südlichster Verkehrsflughafen ist klein, aber geschichtsträchtig: Hier begann der Platz als Luftschiffhafen der Zeppelin-Zeit, hier baute Dornier, und jeden April verwandelt die AERO den Bodensee-Airport in einen Treffpunkt der allgemeinen Luftfahrt. Dazu Ferienflieger, Dash 8 nach Berlin und Hamburg und ein Zeppelin NT vor der Tür.
FlughafenFlughafen Zürich
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FlughafenFlughafen Genf
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Wo du die Daher TBM 700 bis TBM 960 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Zuschauerterrasse B Flughafen Zürich
Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.
BesucherterrasseAussichtsterrasse Flughafen Genf
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