Das Wichtigste in Kürze
- IATA CDG, ICAO LFPG: größter Flughafen der EU, 2025 mit rund 72 Millionen Passagieren.
- Vier Bahnen in zwei Paaren: Gestartet wird in der Regel auf den langen Außenbahnen, gelandet auf den kürzeren Innenbahnen.
- Hauptdrehkreuz von Air France und der SkyTeam-Allianz – mit A350, 777, 787 und A220 in hoher Dichte.
- Frachtriese: FedEx betreibt hier sein Drehkreuz für Europa, Nahost und Afrika.
- Spotten mit Vorbereitung: keine Besucherterrasse, eine Genehmigung für Zaunstandorte und lange Wege – plane gründlicher als in Deutschland.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Vom Planungsnamen „Paris Nord“ zum EU-Spitzenreiter
- 7.Vier Bahnen, ein klares Muster
- 8.Betriebsrichtung: West oder Ost?
- 9.Air France und SkyTeam prägen das Bild
- 10.Wer sonst in Roissy landet
- 11.Fracht: FedEx und Europas Nummer eins oder zwei
- 12.Spotten in Paris-CDG: Was du vorher klären musst
- 13.Standorte rund um den Flughafen
- 14.Anreise und Verkehrsanbindung
- 15.Pläne und Umbauten
- 16.Paris-CDG im Vergleich
- 17.Fazit
- 18.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | CDG |
|---|---|
| ICAO-Code | LFPG |
| Betreiber | Groupe ADP, Marke Paris Aéroport – betreibt auch Paris-Orly und Paris-Le Bourget |
| Lage | Bei Roissy-en-France, rund 23 bis 25 km nordöstlich der Pariser Innenstadt; das Gelände reicht über sechs Gemeinden in drei Départements (Val-d'Oise, Seine-et-Marne, Seine-Saint-Denis) |
| Fläche | Rund 32 km² – einer der flächengrößten Flughäfen Europas |
| Start- und Landebahnen | Vier parallele Ost-West-Bahnen in zwei Paaren: Nord 08L/26R und 08R/26L, Süd 09L/27R und 09R/27L; je Paar eine Bahn mit gut 4 km und eine mit 2,7 km Länge |
| Bahnnutzung | Grundprinzip: die langen Außenbahnen für Starts, die kürzeren Innenbahnen für Landungen |
| Passagierterminals | Terminal 1 (Rundbau), Terminal 2 mit den Hallen 2A bis 2G und den Satelliten S3 und S4, Terminal 3 für Charter- und Low-Cost-Verkehr |
| Wichtigste Nutzer | Air France (Hauptdrehkreuz von Air France-KLM und SkyTeam), FedEx Express (Drehkreuz für Europa, Nahost und Afrika), easyJet-Basis |
| Verkehr 2025 | Rund 72 Mio. Passagiere und gut 470.000 Flugbewegungen |
| Luftfracht | 2024 gut 1,9 Mio. Tonnen – einer der beiden größten Frachtflughäfen Europas |
| Eröffnung | 8. März 1974; Planung ab 1964 unter dem Namen „Paris Nord“ |
| Für Spotter relevant | Keine offizielle Besucherterrasse; Fotos am Zaun laut Spotter-Community nur mit Genehmigung der Behörden, viele Standorte nur mit Auto sinnvoll erreichbar |
| Offizielle Website | www.parisaeroport.fr |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Paris-Charles de Gaulle aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Paris-Charles de Gaulle
- Die Betriebsrichtung geprüft – bei Westwind laufen Starts und Landungen Richtung Westen (26/27), bei Ostwind Richtung Osten (08/09)
- Eine Landung auf einer Innenbahn und einen Start von einer Außenbahn fotografiert – das typische CDG-Muster
- Einen Air-France-Airbus A350-900 oder eine Boeing 777-300ER am Heimatflughafen gesehen
- Einen Air-France-Airbus A220-300 auf der Kurzstrecke erwischt
- Einen Airbus A380 einer Golf-Airline an CDG notiert
- Einen FedEx-Frachter am Europa-Drehkreuz entdeckt
- Die Concorde gesehen, die auf dem Flughafengelände ausgestellt ist
- Das Kennzeichen jeder Sichtung notiert – bei Hunderten Air-France-Jets der einzige Weg zur sauberen Liste
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Enorme Typenvielfalt: Air France, SkyTeam, Golf-Airlines, Nordamerika, Afrika und Asien an einem Ort
- Vier Bahnen und ein klares Muster aus Start- und Landebahnen erleichtern die Planung
- Viel Fracht, darunter das FedEx-Drehkreuz für Europa
- Gute Hotel- und Terminalfenster als wetterfeste Alternative
- TGV und RER B bringen dich ohne Auto bis an die Terminals
Wo es hakt
- Keine offizielle Besucherterrasse wie in Deutschland oder Zürich
- Für Fotos am Zaun nennt die Spotter-Community eine behördliche Genehmigung als Pflicht
- Riesiges Gelände – viele Standorte nur mit Auto sinnvoll erreichbar
- Im Sommer viel Hitzeflimmern über den langen Betonflächen
- Standorte ändern sich häufig durch Bauarbeiten, Absperrungen und Bewuchs
Paris-Charles de Gaulle ist kein Flughafen, den man nebenbei mitnimmt. Das Gelände ist riesig, die Terminals verteilen sich über Kilometer, und eine gemütliche Besucherterrasse wie in Düsseldorf oder München suchst du vergeblich. Dafür bekommst du hier etwas, das in Europa nur wenige Orte bieten: das komplette Air-France-Netz, Gäste aus allen drei Allianzen, Golf-Airlines mit dem Airbus A380 und das Europa-Drehkreuz von FedEx – alles über vier parallele Bahnen, die nach einem erstaunlich klaren Muster arbeiten. Wer dieses Muster kennt und die Genehmigungsfrage vorher klärt, macht in Roissy Bilder, die er anderswo nicht bekommt.
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Vom Planungsnamen „Paris Nord“ zum EU-Spitzenreiter
Anfang der 1960er-Jahre war klar, dass Orly und Le Bourget dem wachsenden Luftverkehr nicht mehr gewachsen sein würden. 1964 legte ein Erlass den Standort für einen neuen Großflughafen auf dem flachen Ackerland nordöstlich von Paris fest, zunächst unter dem schlichten Arbeitstitel Paris Nord. Eröffnet wurde er am 8. März 1974 – inzwischen benannt nach Charles de Gaulle, im Alltag aber bis heute oft einfach „Roissy“ nach der Nachbargemeinde.
Das Gesicht des frühen Flughafens prägte der Architekt Paul Andreu. Sein Terminal 1 ist ein runder Betonbau, um den herum Satelliten liegen, verbunden durch Rolltreppen in gläsernen Röhren, die quer durch den offenen Innenhof führen. Andreu entwarf auch Terminal 2, das 1982 eingeweiht wurde und dann über Jahrzehnte Halle um Halle wuchs – von 2A bis 2G, ergänzt um die Satelliten S3 und S4. Heute ist CDG mit gut 32 Quadratkilometern einer der flächengrößten Flughäfen Europas und reicht über sechs Gemeinden in drei Départements.
Mit rund 72 Millionen Passagieren im Jahr 2025 ist Paris-CDG der verkehrsreichste Flughafen der Europäischen Union. Das Niveau von 2019 hat er damit allerdings noch nicht ganz wieder erreicht – während Orly, der zweite große Pariser Flughafen, bereits darüber lag.
Vier Bahnen, ein klares Muster
Für Spotter ist das Bahnsystem der wichtigste Schlüssel zu CDG. Alle vier Start- und Landebahnen verlaufen parallel in Ost-West-Richtung und sind in zwei Paare gruppiert: eines nördlich, eines südlich der Terminals. In jedem Paar liegt außen eine lange Bahn mit gut vier Kilometern und innen, näher an den Terminals, eine kürzere mit 2,7 Kilometern.
Daraus ergibt sich das Grundprinzip: Gestartet wird auf den langen Außenbahnen, gelandet auf den kürzeren Innenbahnen. Die Landungen kommen also näher an den Terminals herein, die Starts laufen weiter außen ab. Ganz starr ist das nicht – bei Bauarbeiten, nachts oder aus betrieblichen Gründen weicht die Flugsicherung davon ab. So war die südliche Außenbahn laut Spotterberichten im zweiten Halbjahr 2025 über Monate wegen Bauarbeiten gesperrt, und der Verkehr verlagerte sich stärker auf das Nordpaar.
| Bahnpaar | Bahn | Lage | Typische Nutzung |
|---|---|---|---|
| Nord | 08L/26R | außen (nördlich) | Starts |
| Nord | 08R/26L | innen | Landungen |
| Süd | 09L/27R | innen | Landungen |
| Süd | 09R/27L | außen (südlich) | Starts |
Wie die Ziffern und Buchstaben zustande kommen – warum die Nordbahnen 08/26 und die Südbahnen 09/27 heißen, obwohl sie fast gleich ausgerichtet sind –, erklärt der Beitrag zu den Pistenbezeichnungen am Flughafen.
Welches Paar ein Flug nutzt, hängt grob davon ab, wo er abgefertigt wird und woher er kommt. Laut Spotterguide bevorzugen manche Airlines je nach Terminal bestimmte Bahnen; den gesamten Verkehr bekommst du von keinem einzelnen Standort aus zu sehen. Realistisch ist, dass du dich auf ein Bahnpaar konzentrierst und dort einen guten Teil der Bewegungen erwischst.
Betriebsrichtung: West oder Ost?
Wie überall starten und landen die Flugzeuge gegen den Wind. Bei Westwind laufen alle Bewegungen Richtung Westen (Bahnen 26 und 27): Die Landungen kommen von Osten über Le Mesnil-Amelot und die Felder herein, die Starts verlassen den Flughafen Richtung Westen. Bei Ostwind dreht sich das Bild, dann gelten 08 und 09. Für dich heißt das: Ein Anflugstandort am Ostende bringt nur etwas, wenn gerade nach Westen gelandet wird – und umgekehrt.
Prüf deshalb vor dem Losfahren Wind und Betriebsrichtung, am besten live in einer Flugverfolgung und im aktuellen METAR für LFPG. Wie du das Wetter liest und daraus die Richtung ableitest, zeigen die Beiträge Betriebsrichtung am Flughafen verstehen und METAR und TAF lesen.
Licht und Bahn zusammen denken
Weil alle Bahnen in Ost-West-Richtung liegen, steht die Sonne mittags im Süden. Von Standorten südlich eines Bahnpaars blickst du nach Norden und hast die Sonne im Rücken; nördlich davon fotografierst du mittags ins Gegenlicht. Morgens und abends wandert das Licht auf die Stirnseiten. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot prüfst du das vor dem Besuch – in Planetrack zeigt dir der Sonnenstand-Planer direkt am Spot, wann das Licht passt.
Air France und SkyTeam prägen das Bild
Paris-CDG ist das Hauptdrehkreuz von Air France und damit das wichtigste Standbein der Gruppe Air France-KLM. Seit 1996 bündelt die Airline ihren Umsteigeverkehr in Terminal 2; gleichzeitig ist CDG der wichtigste europäische Knoten der SkyTeam-Allianz. Air France hat hier auch ihren Hauptsitz – direkt neben dem Bahnhof Roissypôle.
Auf der Langstrecke dominieren der Airbus A350-900, die Boeing 777-300ER und die Boeing 787-9. Auf Kurz- und Mittelstrecke fliegt Air France Muster der A320-Familie wie A320 und A321 sowie den Airbus A220-300. Dazu kommen Regionaljets der Tochter Air France Hop, etwa aus der Familie der Embraer E190. Den eigenen A380 hat Air France 2020 ausgemustert – der Superjumbo kommt heute über Gäste wie Emirates und Qatar Airways nach Paris.
Die Satelliten von Terminal 2 sind auf große Flugzeuge ausgelegt: S3 bietet Platz für sechs A380 gleichzeitig, S4 für sieben. Für dich heißt das: Großraumjets stehen hier nicht vereinzelt, sondern in Reihen.
Der A380 kommt an – du weißt es vorher
Mit Planetrack setzt du Typen, Airlines und Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars und bekommst einen Sichtungs-Alarm, sobald sie anfliegen. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Wer sonst in Roissy landet
Laut Statistik flogen 2025 rund 105 Fluggesellschaften nach Paris-CDG – kaum ein Flughafen der Welt kommt auf mehr. Neben Air France und der Schwester KLM siehst du SkyTeam-Partner wie Delta Air Lines, die Golf-Carrier, nordamerikanische Airlines aller Allianzen, zahlreiche Gesellschaften aus Afrika und Asien sowie viele europäische Netzwerk-Airlines. easyJet unterhält in CDG eine Basis; Charter- und Low-Cost-Verkehr läuft zu großen Teilen über Terminal 3.
Gerade die afrikanischen und überseeischen Verbindungen machen den Reiz aus. Frankreichs enge Beziehungen nach West- und Nordafrika, in die Karibik und in den Indischen Ozean bringen Airlines und Lackierungen nach Paris, die du in Frankfurt oder München nur selten siehst.
| Terminal (aktuelle Bezeichnung) | Hauptnutzer | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Terminal 1 | Partner-Airlines aus verschiedenen Allianzen | Großraumjets aus Übersee, Schmalrumpfjets europäischer Airlines |
| Terminal 2 (2A–2G, S3, S4) | Air France, SkyTeam-Partner, weitere Airlines | A350, 777, 787, A220, A320-Familie, Regionaljets |
| Terminal 3 | Charter- und Low-Cost-Airlines | Schmalrumpfjets, wenige Bewegungen pro Stunde |
| Frachtzonen | FedEx und weitere Frachtairlines | Frachter, Großraumjets mit Beiladefracht |
Fracht: FedEx und Europas Nummer eins oder zwei
Paris-CDG ist einer der beiden größten Frachtflughäfen Europas und liefert sich mit Frankfurt seit Jahren ein enges Rennen um Platz eins. 2024 wurden gut 1,9 Millionen Tonnen umgeschlagen. Ein großer Teil davon geht auf FedEx Express zurück: Das US-Unternehmen hat CDG 1996 zu seinem Drehkreuz für Europa, Nahost und Afrika gemacht, die Anlage liegt an den Nordbahnen. Zur Frachtflotte von FedEx gehören Großraumfrachter wie die Boeing 777F; welche Muster gerade in Paris landen, zeigt dir eine Flugverfolgung.
Die übrigen Frachtairlines arbeiten überwiegend in den Frachtzonen an den Südbahnen. Weil Fracht häufig in den Tagesrandzeiten und nachts fliegt, wirst du einen Teil dieser Bewegungen nur am frühen Morgen oder späten Abend sehen. Woran du Frachtversionen von ihren Passagierschwestern unterscheidest, zeigt der Beitrag Frachtflugzeuge erkennen.
Spotten in Paris-CDG: Was du vorher klären musst
Hier unterscheidet sich CDG deutlich von deutschen Flughäfen. Eine offizielle Besucherterrasse gibt es nicht, und für Fotos am Flughafenzaun nennt die Spotter-Community eine Genehmigung der Behörden als Pflicht – das gilt laut dem verbreiteten Spotterguide für alle drei Pariser Flughäfen. Nach dem Stand von September 2026 erhalten ausländische Spotter demnach keine mehrjährigen Genehmigungen mehr; stattdessen fragst du per E-Mail beim französischen Innenministerium für konkrete Daten und Orte an, am besten auf Französisch. Antworten können Wochen dauern oder ganz ausbleiben.
Kontrollen konzentrieren sich auf Standorte direkt am Zaun. Jede Person mit Flughafenausweis darf dich nach der Genehmigung fragen, und Polizei oder Gendarmerie können dich jederzeit ansprechen. Leitern sind am Flughafen nicht gern gesehen. Was in Deutschland erlaubt ist und wo Grenzen liegen, fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen – für Frankreich gelten die Regeln oben zusätzlich.
Sperrzonen bleiben Sperrzonen
Einige früher beliebte Standorte liegen in Bereichen mit Zutrittsverbot, andere wurden in den letzten Jahren durch Schranken, Leitplanken oder Bauarbeiten unzugänglich. Betritt keine gesperrten Flächen, park nicht auf Feuerwehrzufahrten oder Radwegen und halte Abstand zum Zaun, wenn du gerade nicht fotografierst. Drohnen sind rund um den Flughafen tabu – Details im Beitrag zu Drohnen am Flughafen.
Standorte rund um den Flughafen
Weil es keinen zentralen Spotterplatz gibt, verteilt sich die Szene auf viele kleine Punkte am Rand des Geländes. Die folgenden Bereiche nennt der Spotterguide (Stand September 2026); Zugang und Status ändern sich aber häufig, prüf deshalb vor der Fahrt den aktuellen Stand.
- Friedhof am Nordpaar: gut für Landungen auf 08R und Starts auf 26R. Hier gilt besondere Rücksicht, und Stromleitungen können ins Bild ragen.
- Umgebung der Concorde-Gedenkstätte: laut Spotterguide mit Blick auf Landungen auf 08R und 26L sowie Starts auf 08L.
- Le Mesnil-Amelot: das Dorf östlich des Flughafens, ein Anflugstandort für Landungen auf 27L/27R bei Westwind.
- Hotelzimmer mit Ausblick: Das Sheraton am Terminal 2 und das Hilton bei Terminal 3 bieten aus bestimmten Zimmern und oberen Etagen Blick auf Bahnen oder Vorfeld – wetterfest und ohne Zaunfrage.
- TGV-Bahnhof in Terminal 2: Von der oberen Ebene fotografierst du seit 2022 nur noch durch Fenster.
Einige ehemals bekannte Standorte sind derzeit kaum nutzbar: Am Gebäude von Météo-France verhindern inzwischen Schranken das Parken, ein Hügel am Rollweg bei der Rue Périchet war im September 2026 zugewachsen, und an mehreren weiteren Punkten ist das Parken seit 2024 nicht mehr möglich oder durch Leitplanken unterbunden.
Auf dem Flughafengelände ist außerdem eine Concorde von Air France ausgestellt, die an die Überschallära erinnert – ein Pflichtmotiv für jeden Besuch. Die Geschichte des Flugzeugs und des Unglücks von 2000 erzählt der Beitrag zur Concorde.
Genehmigung rechtzeitig anfragen
Mehrere Wochen vor der Reise per E-Mail mit Daten und Orten anfragen und die Antwort ausgedruckt mitnehmen.
Wind und Bahnpaar prüfen
Westwind heißt 26/27, Ostwind 08/09. Entscheide dich dann für Nord- oder Südpaar, statt zwischen beiden zu pendeln.
Anreise planen
RER B und TGV bringen dich zu den Terminals, für viele Zaunstandorte brauchst du Bus, lange Fußwege oder ein Auto.
Brennweite einpacken
Die Distanzen sind oft groß – an manchen Standorten brauchst du für einen A320 schon 500 mm.
Kennzeichen notieren
Bei Dutzenden gleichen Air-France-Jets ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen später sauber zu trennen.
Welche Objektive sich bei solchen Distanzen lohnen, erklärt der Beitrag zur Brennweite beim Planespotting. Gegen Mittag macht dir im Sommer vor allem das Hitzeflimmern über den langen Betonflächen zu schaffen; frühe und späte Stunden liefern meist die schärferen Bilder.
Anreise und Verkehrsanbindung
Paris-CDG ist hervorragend an die Schiene angebunden. Die RER B verbindet die Innenstadt mit zwei Bahnhöfen am Flughafen: Aéroport Charles de Gaulle 1 am Roissypôle und Aéroport Charles de Gaulle 2 TGV direkt in Terminal 2. Dort halten auch TGV-Züge mit Verbindungen in viele Teile Frankreichs und nach Brüssel. Innerhalb des Geländes pendelt die fahrerlose Bahn CDGVAL kostenlos zwischen den Terminals, Parkplätzen und Bahnhöfen.
Als zusätzliche Direktverbindung zwischen dem Flughafen und dem Pariser Ostbahnhof ist der CDG Express für 2027 angekündigt. Mit dem Auto erreichst du den Flughafen über die Autobahn A1. Für Zaunstandorte rund um das Gelände ist das Auto oft die praktischere Wahl, weil die Wege zwischen den Spots lang sind und viele Busse nur Teilstrecken abdecken.
Pläne und Umbauten
Das ganz große Wachstum ist vorerst abgesagt: Ein neues Terminal 4 für bis zu 40 Millionen Passagiere jährlich wurde 2021 gestoppt, nach dem Einbruch durch die Pandemie und unter verschärften Umweltvorgaben. Stattdessen investiert die Groupe ADP in den Bestand – Terminal 1 öffnete im Dezember 2022 nach langer Schließung wieder, die Satelliten S3 und S4 sind die jüngsten Ausbauten von Terminal 2.
Für Besucher wichtig ist die angekündigte Umbenennung der Terminals ab März 2027: Aus der gewohnten Mischung aus Ziffern und Buchstaben wird eine Nummerierung von 1 bis 7. Terminal 1 bleibt Terminal 1, aus Terminal 3 wird Terminal 2, und die Hallen von Terminal 2 werden zu eigenen Terminals 3 bis 7 – 2E etwa zu Terminal 5. In Spotterberichten und älteren Guides wirst du deshalb noch lange beide Bezeichnungen finden.
Paris-CDG passt zu dir, wenn …
- du Air France, SkyTeam und Airlines aus Afrika und Übersee in großer Zahl sehen willst
- du dich auf Genehmigung und Logistik vorbereiten magst
- du Fracht und Großraumjets in Reihe suchst
Bedingt geeignet, wenn …
- du ohne Auto anreist und nur einen Tag Zeit hast
- du im Hochsommer zur Mittagszeit fotografieren willst
Eher woanders, wenn …
- du eine Besucherterrasse mit festem, legalem Standpunkt suchst
- du spontan ohne Vorbereitung losziehen willst
Paris-CDG im Vergleich
Unter den großen Drehkreuzen Europas steht CDG zwischen dem Flughafen London Heathrow und dem Flughafen Frankfurt: bei den Passagieren in Europa hinter Istanbul und Heathrow, bei der Fracht auf Augenhöhe mit Frankfurt. Das Schwester-Drehkreuz der Gruppe ist der Flughafen Amsterdam Schiphol – dort kommst du mit der Spotterplaats Polderbaan deutlich einfacher an gute Bilder der KLM- und Air-France-Flotte. Auch der Flughafen Brüssel ist von Roissy aus per TGV direkt erreichbar.
Wer im deutschsprachigen Raum einen bequemeren Einstieg sucht, ist mit dem Besucherhügel am Flughafen München oder der Zuschauerterrasse B in Zürich besser bedient. Eine Übersicht über lohnende Ziele in ganz Europa bietet der Beitrag Beste Spotting-Spots in Europa.
Jeder Spot rund um Roissy zählt
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht, Wetter und Pisten am Flughafen und eine Community, die ihre Fotos teilt – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Paris-Charles de Gaulle ist der anspruchsvollste der großen Drehkreuz-Flughäfen in Europa – und einer der lohnendsten. Vier Bahnen nach klarem Muster, das komplette Air-France-Netz, Gäste aus aller Welt und ein großes Frachtdrehkreuz sorgen für eine Vielfalt, die kaum ein anderer Flughafen bietet.
Der Preis dafür ist Vorbereitung: Genehmigung klären, Wind und Bahnpaar prüfen, Anreise planen und den aktuellen Status der Standorte nachlesen. Wer das erledigt, kommt aus Roissy mit Motiven zurück, die in keinem deutschen Logbuch alltäglich sind.
Kurzfazit
CDG ist der größte Flughafen der EU und Heimat von Air France. Statt einer Terrasse gibt es viele verstreute Zaunstandorte – Genehmigung vorab klären, dann nach Betriebsrichtung und Bahnpaar planen: Starts außen, Landungen innen.
Zusammenfassung
- Paris-CDG ist der größte Flughafen der EU und das Herz des Air-France-Netzes – mit einer Typenvielfalt, die nur wenige europäische Flughäfen erreichen.
- Das Bahnsystem folgt einem klaren Muster: Starts außen, Landungen innen, Betriebsrichtung je nach Wind West oder Ost.
- Eine Besucherterrasse gibt es nicht; Spotter arbeiten mit Zaunstandorten, Hotelzimmern und Terminalfenstern.
- Wer am Zaun fotografieren will, klärt vorab die Genehmigungsfrage – die Regeln in Frankreich sind strenger als in Deutschland.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Paris-Charles de Gaulle?
Der IATA-Code ist CDG, der ICAO-Code LFPG. CDG steht auf Bordkarten und Gepäckanhängern, LFPG nutzen Flugsicherung, Wettermeldungen und Flugverfolgungsdienste. Woher die Codes kommen, erklärt der Beitrag zu IATA- und ICAO-Codes.
Wie viele Start- und Landebahnen hat Paris-CDG?
Vier, angeordnet in zwei parallelen Paaren: im Norden 08L/26R und 08R/26L, im Süden 09L/27R und 09R/27L. In jedem Paar ist die äußere Bahn gut vier Kilometer lang, die innere 2,7 Kilometer. Die langen Außenbahnen dienen in der Regel für Starts, die Innenbahnen für Landungen.
Wer betreibt den Flughafen?
Die Groupe ADP unter der Marke Paris Aéroport. Zum selben Betreiber gehören auch Paris-Orly und der Geschäftsflughafen Paris-Le Bourget.
Gibt es in Paris-CDG eine Besucherterrasse?
Nein, eine offizielle Aussichtsterrasse wie in München, Düsseldorf oder Zürich gibt es nicht. Spotter nutzen Standorte am Flughafenzaun, Fenster in den Terminals und am TGV-Bahnhof sowie Hotelzimmer mit Blick aufs Vorfeld.
Brauche ich in Frankreich eine Genehmigung zum Planespotten?
Für Fotos an den Pariser Flughäfen nennt die Spotter-Community eine behördliche Fotogenehmigung als Pflicht. Laut dem verbreiteten Spotterguide (Stand September 2026) werden für ausländische Spotter keine mehrjährigen Genehmigungen mehr erteilt, sondern nur noch für konkrete Termine und Orte, beantragt per E-Mail beim französischen Innenministerium. Antworten können Wochen dauern. Kläre das rechtzeitig vor der Reise und nimm die Genehmigung ausgedruckt mit.
Fliegt Air France noch den Airbus A380?
Nein, Air France hat ihre A380 im Jahr 2020 ausgemustert. Den A380 siehst du in Paris-CDG trotzdem – bei Golf-Airlines wie Emirates und Qatar Airways. Welche Flüge gerade mit dem A380 kommen, ändert sich mit dem Flugplan.
Wie komme ich ohne Auto zum Flughafen?
Mit der RER B aus der Pariser Innenstadt bis Aéroport Charles de Gaulle 1 (Roissypôle) oder Aéroport Charles de Gaulle 2 TGV. In Terminal 2 hält außerdem der TGV mit Verbindungen in viele französische Städte und nach Brüssel. Zwischen den Terminals pendelt kostenlos die fahrerlose Bahn CDGVAL. Für viele Zaunstandorte brauchst du danach trotzdem Bus, viel Fußweg oder ein Auto.
Werden die Terminals in Paris-CDG umbenannt?
Ja. Ab März 2027 gilt laut angekündigter Planung der Groupe ADP eine neue Nummerierung von 1 bis 7 ein: Aus Terminal 3 wird Terminal 2, aus 2A/2C Terminal 3, aus 2B/2D Terminal 4, aus 2E Terminal 5, aus 2F Terminal 6 und aus 2G Terminal 7. Terminal 1 behält seinen Namen. Prüf vor dem Besuch, welche Bezeichnung die Ausschilderung gerade verwendet.
Sichtungen rund um Flughafen Paris-Charles de Gaulle sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Air France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
KL / KLMKLM Royal Dutch Airlines
Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.
U2 / EZYeasyJet
Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.
FX / FDXFedEx Express
Die größte Frachtairline der Welt aus Memphis: eine bunte Flotte aus MD-11, Boeing 777F, 767, 757 und A300, dazu Zubringer-Turboprops – und in Europa Drehkreuze in Paris und Köln/Bonn.
DL / DALDelta Air Lines
Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.
EK / UAEEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
QR / QTRQatar Airways
Die Airline aus Katar mit der Oryx am Leitwerk: Drehkreuz Doha, oneworld-Mitglied, Erstkundin des A350 und mit fünf deutschen Zielen eine der präsentesten Golf-Airlines in Deutschland.
Typische Flugzeuge
Airbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypAirbus A220-300
Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.
FlugzeugtypAirbus A380-800
Zwei durchgehende Passagierdecks, vier Triebwerke, fast 80 Meter Spannweite: Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Produktion ist beendet, sehen kannst du ihn trotzdem noch regelmäßig.
FlugzeugtypBoeing 777F
Ein 777-Rumpf ganz ohne Fensterreihe, ein riesiges Tor hinter dem Flügel und zwei GE90 unter den Tragflächen: Die 777F ist der wichtigste Langstrecken-Frachter unserer Zeit. So erkennst du sie und findest sie in Frankfurt und Leipzig.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
Spotting-Spots rund um Flughafen Paris-Charles de Gaulle
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Spotterplaats Polderbaan am Flughafen Amsterdam Schiphol
Der offizielle Spotterplatz an Schiphols längster Piste: Auf der Westseite der Polderbaan siehst du Landungen auf der 18R und Starts auf der 36L ohne Zaun im Bild – mit großem Gratisparkplatz, Toiletten und der Sonne am Nachmittag im Rücken.
AnflugschneiseMyrtle Avenue am Flughafen London Heathrow
Am Ende einer ruhigen Wohnstraße in Hatton liegt eine Wiese direkt unter dem Endanflug auf die Piste 27L. Hier ziehen A380, 777 und A350 so tief über dich hinweg wie kaum irgendwo sonst in Europa – vorausgesetzt, du kennst den Runway-Wechsel von Heathrow.
Weitere Einträge
Air France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
AllianzSkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
FlughafenFlughafen London Heathrow
Europas verkehrsreichster Flughafen kommt mit nur zwei Bahnen aus – und genau das macht ihn für Spotter so spannend: Großraumflugzeuge im Minutentakt, ein fester Runway-Wechsel um 15 Uhr und mit der Myrtle Avenue einer der bekanntesten Anflugspots der Welt.
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