Das Wichtigste in Kürze
- Die A310 ist eine verkürzte Weiterentwicklung des A300 – gleicher Rumpfquerschnitt, aber knapp sieben Meter kürzer und mit neuem, kleinerem Flügel.
- Schnellster Erkennungsweg: kurzer, bulliger Großraumrumpf plus kleine Zäune an den Flügelspitzen.
- Lufthansa und Swissair waren die Erstkunden; in Deutschland flog der Typ auch bei Hapag-Lloyd, Interflug und der Flugbereitschaft.
- Die Luftwaffe hat ihre letzte A310 im Juni 2022 außer Dienst gestellt – in Deutschland ist der Typ seither eine echte Rarität.
- Im Flugplan und in Tracking-Apps läuft jede Variante unter dem Code A310.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Airbus A310?
- 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 3.A310-200, A310-300 und die Sonderversionen
- 4.A310, A300-600 oder Boeing 767?
- 5.Die A310 in Deutschland: eine bewegte Geschichte
- 6.Wo du die A310 heute noch antriffst
- 7.Fototipps speziell für die A310
- 8.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 9.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Airbus |
|---|---|
| Varianten | A310-200, A310-300 sowie Fracht-, Combi- und Militärversionen |
| ICAO-Typcode | A310 |
| Programmstart | 7. Juli 1978 (Erstkunden Swissair und Lufthansa) |
| Erstflug | 3. April 1982 in Toulouse |
| Indienststellung | Frühjahr 1983 bei Swissair und Lufthansa |
| Gebaute Exemplare | 255 (letzte Auslieferung Juni 1998) |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF6-80 oder Pratt & Whitney JT9D bzw. PW4000 |
| Länge | 46,66 m |
| Spannweite | 43,90 m |
| Höhe | rund 15,8 m |
| Rumpfdurchmesser | 5,64 m |
| Sitzplätze | typisch rund 220 in zwei Klassen, etwa 240 in reiner Economy |
| Max. Startgewicht | je nach Version bis 164 t (A310-300) |
| Reichweite | bis rund 9.500 km (A310-300, je nach Ausstattung) |
| Cockpit | Zwei-Personen-Cockpit mit Bildschirmanzeigen |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Sehr kurzer Rumpf für einen Großraumjet – die Maschine wirkt gedrungen, fast „abgeschnitten“
- Breiter A300-Rumpfquerschnitt mit zwei Gängen, aber deutlich weniger Fenster als beim A300
- Bei der A310-300 und vielen nachgerüsteten -200: kleine, dreieckige Wingtip Fences, die an der Flügelspitze nach oben und unten ragen
- Großer Flügel im Verhältnis zum Rumpf, Triebwerke recht weit vorn unter den Flügeln
- Klassische, rundliche Airbus-Nase mit sechs Cockpitfenstern, ohne dunkle Maske
- Hauptfahrwerk mit je vier Rädern pro Bein, wie beim A300
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Großraumjet rollt heran, aber irgendetwas stimmt mit den Proportionen nicht: breiter Rumpf, großer Flügel, und doch wirkt die Maschine erstaunlich kurz. An den Flügelspitzen sitzen kleine, dreieckige Zäune. Glückwunsch, du hast sehr wahrscheinlich eine Airbus A310 vor dir – einen Typ, der in Deutschland einst alltäglich war und heute zu den echten Raritäten zählt. Hier erfährst du, wie du sie sicher erkennst, wie sie sich von A300-600 und Boeing 767 unterscheidet und wo du 2026 überhaupt noch eine erwischst.
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Was ist die Airbus A310?
Die A310 ist der zweite Großraumjet von Airbus und im Kern eine verkürzte, gründlich überarbeitete Version des A300. In der Entwicklungsphase hieß sie deshalb noch A300B10. Airbus sah Ende der 1970er-Jahre Bedarf für ein Flugzeug, das kleiner als der A300 ist, aber denselben komfortablen Rumpf mit zwei Gängen bietet. Den offiziellen Startschuss gab es am 7. Juli 1978 mit Bestellungen von Swissair und Lufthansa.
Den Rumpfquerschnitt übernahm Airbus vom A300: acht Sitze pro Reihe in der Economy, zwei Gänge, darunter Platz für Standard-Frachtcontainer. Der Rumpf ist aber knapp sieben Meter kürzer, und der Flügel wurde neu konstruiert – kleiner, mit einfacheren Klappen und ohne die äußeren Querruder des A300. Typisch sind rund 220 Sitze in zwei Klassen.
Technisch wichtig war das Cockpit: Die A310 brachte bei Airbus das Zwei-Personen-Cockpit mit Bildschirmanzeigen, ganz ohne Flugingenieur. Dieses Konzept übernahm später der A300-600, und es ebnete den Weg für die Glascockpits der A320 und aller folgenden Airbus-Modelle.
Der Erstflug fand am 3. April 1982 in Toulouse statt, die Musterzulassung folgte im März 1983. Im Frühjahr 1983 gingen die ersten Maschinen an Swissair und Lufthansa. Bis zum Produktionsende entstanden 255 Exemplare; die letzte A310 ging im Juni 1998 an Uzbekistan Airways.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Die A310 ist ein Fall für geschulte Augen, denn auf den ersten Blick sieht sie dem A300 sehr ähnlich. Mit drei Beobachtungen kommst du trotzdem schnell ans Ziel.
Proportionen prüfen
Ein breiter Großraumrumpf, der für seine Dicke zu kurz wirkt – das ist die A310. Zwischen der vorderen Tür und der Flügelwurzel sitzen sichtbar weniger Fenster als beim A300, der Flügel nimmt im Seitenprofil viel Raum ein.
Flügelspitzen ansehen
Die A310-300 trägt kleine, pfeilförmige Wingtip Fences, die über und unter die Flügelspitze ragen. Viele ältere -200 wurden damit nachgerüstet. Große, nach oben geschwungene Winglets hat die A310 dagegen nie.
Nase und Rumpfbreite vergleichen
Die rundliche Airbus-Nase mit sechs gleichmäßigen Cockpitfenstern trennt sie von der Boeing 767, deren Rumpf zudem schmaler ist. Eine dunkle Maske wie bei der A350 hat die A310 nicht.
Am Ende entscheidet wie immer das Kennzeichen. Weil alle A310-Varianten im Flugplan unter demselben Code laufen, verrät dir erst die Registrierung, ob du eine -200, eine -300 oder einen umgebauten Frachter vor dir hast. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen.
Praxis-Tipp: das Seitenprofil
Die kurze Silhouette erkennst du am besten, wenn die Maschine quer zu dir rollt oder seitlich vorbeizieht. Frontal sehen A300 und A310 fast identisch aus – such dir also einen Standpunkt mit Blick auf die Flanke.
A310-200, A310-300 und die Sonderversionen
Die erste Serienversion war die A310-200, die ab 1983 in Dienst ging. Am 8. Juli 1985 flog die A310-300 erstmals, ab 1986 kam sie zu den Airlines. Sie hat ein höheres Startgewicht, zusätzliche Tanks und als Besonderheit einen Treibstofftank im Höhenleitwerk. Damit lässt sich der Schwerpunkt im Reiseflug verschieben, was Widerstand und Verbrauch senkt. Die A310-300 war zudem eines der ersten Verkehrsflugzeuge mit Wingtip Fences an den Flügelspitzen.
| Merkmal | A310-200 | A310-300 |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | A310 | A310 |
| Erstflug | 3. April 1982 | 8. Juli 1985 |
| Länge | 46,66 m | 46,66 m |
| Spannweite | 43,90 m | 43,90 m |
| Wingtip Fences | ab Werk bei späten Exemplaren, oft nachgerüstet | Serie |
| Trimmtank im Höhenleitwerk | nein | ja |
Daneben gab es Combi- und Convertible-Versionen. Die A310-200C, die sich zwischen Passagier- und Frachtbetrieb umrüsten lässt, ging 1984 bei Martinair in Dienst. Reine Frachter entstanden nicht ab Werk, sondern durch Umbau gebrauchter Passagierjets. Mehr zum Thema Frachtmaschinen liest du im Beitrag Frachtflugzeuge erkennen.
Militärisch wurde die A310 als MRT (Transport) und MRTT (Tanker und Transporter) genutzt. Die deutsche Luftwaffe und die kanadischen Streitkräfte ließen jeweils Maschinen zu Tankern umbauen; in Kanada fliegt der Typ als CC-150 Polaris, der dort schrittweise durch den Airbus CC-330 Husky abgelöst wird.
A310, A300-600 oder Boeing 767?
Die typischen Verwechslungskandidaten sind der größere Bruder und die direkte Konkurrenz aus Seattle. Der Finder grenzt in drei Schritten ein.
Schnellbestimmung: Großraum-Twin der 1980er
Airbus A310
Kurzer Großraumrumpf, Airbus-Nase und Wingtip Fences sind das typische A310-Bild. Prüf zur Sicherheit das Kennzeichen – der Typcode lautet A310.
Airbus A300 oder A300-600
Gleiche Nase, gleicher Querschnitt, aber deutlich längerer Rumpf. Heute triffst du den A300-600 vor allem als Frachter.
Boeing 767
Schmalerer Rumpf, spitzere Nase und keine Wingtip Fences sprechen für die 767. Große Winglets tragen nur nachgerüstete Maschinen.
Zum A300-600 gibt es eine Besonderheit: Er übernahm von der A310 das Heck und das Zwei-Personen-Cockpit, manche Exemplare tragen ebenfalls Wingtip Fences. Leitwerk und Flügelspitzen helfen beim Vergleich der beiden also wenig, die Rumpflänge dafür umso mehr. Die Boeing 767-300ER wiederum ist ein ganzes Stück länger als die A310; der direkte Konkurrent war die kürzere 767-200, die ein halbes Jahr vor der A310 in Dienst ging. Grundsätzliche Kniffe zur Herstellerfrage findest du im Beitrag Airbus und Boeing unterscheiden.
Die A310 in Deutschland: eine bewegte Geschichte
Kaum ein Großraumjet ist so eng mit der deutschen Luftfahrt verbunden. Lufthansa war Erstkunde und übernahm Ende März 1983 ihre ersten Maschinen; insgesamt kaufte die Airline 20 Exemplare der Versionen -200 und -300. Heute fliegt bei der Lufthansa Group keine A310 mehr.
Auch der Ferienflieger Hapag-Lloyd setzte die A310 ein. Im Juli 2000 ging einer Hapag-Lloyd-A310 auf dem Weg nach Hannover der Treibstoff aus; die Besatzung versuchte eine Notlandung in Wien, die Maschine setzte kurz vor der Piste auf. Alle Menschen an Bord überlebten.
Eine Besonderheit ist die Verbindung zur DDR: Die staatliche Fluggesellschaft Interflug erhielt im Juni 1989 eine A310-304 – das erste Airbus-Flugzeug für eine Airline aus dem damaligen Ostblock. Nach der Wiedervereinigung ging die Maschine im August 1991 an die Luftwaffe und flog als „Konrad Adenauer“ mit dem Kennzeichen 10+21 Kanzler und Minister zu Staatsbesuchen.
Die Flugbereitschaft des BMVg am Flughafen Köln/Bonn betrieb über die Jahre mehrere A310, darunter ehemalige Lufthansa-Maschinen. Vier davon wurden zu Tankern und Transportern im MRTT-Standard umgebaut und flogen auch als fliegende Intensivstation (MedEvac). Im September 2021 landete die 10+23 „Kurt Schumacher“ zum letzten Mal in Hannover. Als letzte deutsche A310 verabschiedete die Luftwaffe im Juni 2022 die 10+25 „Hermann Köhl“, deren Dienstzeit zuvor um einige Monate verlängert worden war. Die Aufgaben übernahmen der A400M und die A330-Tanker der multinationalen Flotte in Eindhoven. Wie du Regierungsmaschinen heute spottest, steht im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.
Die „Kurt Schumacher“ als Restaurant?
Der Serengeti-Park Hodenhagen hat die ausgemusterte 10+23 gekauft, um daraus ein Restaurant zu machen. Nach mehreren Jahren am Flughafen Hannover war der Straßentransport in den Park für Ende Oktober 2025 angesetzt. Ob das Restaurant inzwischen geöffnet hat, prüfst du am besten vor einem Besuch.
Wo du die A310 heute noch antriffst
Mach dir keine Illusionen: Eine A310 ist 2026 kein Alltagsmotiv mehr. Nur noch wenige Dutzend Exemplare sind weltweit aktiv, viele davon in Asien und im Nahen und Mittleren Osten. Die genaue Zahl schwankt je nach Quelle und ändert sich laufend.
| Betreiber | Trefferchance im DACH-Raum | Warum |
|---|---|---|
| Novespace (A310 ZERO-G) | sehr niedrig | Basis Bordeaux-Mérignac, Parabelflüge über dem Atlantik |
| Iranische Airlines | praktisch null | EU-Sanktionen gegen Iran Air, Mahan Air und Saha Airlines seit Oktober 2024, kaum Verbindungen nach Europa |
| Ariana Afghan Airlines und weitere Betreiber in Asien | sehr niedrig | Kaum Verbindungen nach Mitteleuropa |
| Frachtairlines mit umgebauten A310 | niedrig | Nur noch wenige Maschinen, Einsätze schwer vorhersehbar |
| Luftstreitkräfte, etwa Kanada | gelegentlich | Einzelne Besuche bei Übungen, Überführungen oder Staatsbesuchen |
Deine realistischste Chance auf eine A310 im Flug ist die A310 ZERO-G mit dem Kennzeichen F-WNOV. Es ist genau die ehemalige „Konrad Adenauer“: 2014 kaufte der französische Betreiber Novespace die Maschine, Lufthansa Technik baute sie in Hamburg um, und seit März 2015 ist Bordeaux-Mérignac ihre Heimat. Von dort startet sie zu Kampagnen für Raumfahrtagenturen wie das DLR, CNES und ESA, die dort regelmäßig Parabelflugkampagnen durchführen. Mit einer Reise nach Bordeaux zur richtigen Zeit stehen deine Chancen also gar nicht schlecht.
Keine A310 mehr verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ A310 oder ein bestimmtes Kennzeichen ein, und Planetrack meldet sich, wenn die Maschine an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wer gezielt sucht, verlässt sich am besten auf Live-Tracking: Filtere in einem Tracking-Dienst nach dem Typcode A310 und beobachte, ob eine Maschine Richtung Mitteleuropa unterwegs ist. Militärische Maschinen senden nicht immer vollständige Daten, deshalb lohnt der Blick auf Spotter-Foren und Meldungen zu Staatsbesuchen. Wie das funktioniert, zeigen die Guides zur Flugverfolgung mit ADS-B und zum Vergleich von Flugradar-Apps. Weitere Tipps für die Jagd auf Exoten gibt es im Beitrag Seltene Flugzeuge spotten.
Bereit für die A310-Jagd?
- Ich habe einen Tracking-Filter auf den Typcode A310 gesetzt.
- Ich kenne die aktuelle Betriebsrichtung an meinem Flughafen.
- Ich weiß, wo die Sonne zur erwarteten Ankunftszeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Akku voll, Speicherkarte frei – bei Raritäten zählt jeder Schuss.
Taucht eine A310 doch einmal in Deutschland auf, entscheidet die Betriebsrichtung über deinen Standpunkt. Wie du sie einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Ob dein Platz rechtlich in Ordnung ist, klärt Ist Planespotting erlaubt?.
Fototipps speziell für die A310
Die A310 ist kein Schönheitsideal, aber gerade ihre eigenwilligen Proportionen machen sie zum charakterstarken Motiv.
Profil statt Frontal
Die kurze, gedrungene Linie ist das Markenzeichen. Ein sauberes Seitenprofil beim Rollen oder kurz nach dem Aufsetzen zeigt sie am besten.
Flügelspitzen scharf bekommen
Die Wingtip Fences sind klein. Achte darauf, dass die Flügelspitze nicht abgeschnitten wird und im Fokusbereich liegt – sie belegt auf dem Foto die Variante.
Kennzeichen dokumentieren
Bei einem so seltenen Typ ist ein Detailbild mit lesbarer Registrierung Gold wert. Es hilft später bei der Bestimmung und in deinem Logbuch.
Licht vorplanen
Wenn du schon Stunden auf einen Exoten wartest, darf nicht ausgerechnet das Gegenlicht das Bild ruinieren. Rechne den Sonnenstand vorher durch.
Wie du das Licht an deinem Spot vorab berechnest, steht im Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Ausrüstung sinnvoll ist, verrät die Planespotting-Ausrüstung-Checkliste. Und wenn du deine Sichtungen festhalten willst, hilft der Beitrag Sichtungen dokumentieren.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die A310, wenn …
- der Großraumrumpf auffällig kurz wirkt
- kleine Zäune an den Flügelspitzen nach oben und unten ragen
- die Nase die klassische, rundliche Airbus-Form zeigt
- im Tracking-Dienst A310 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du die Maschine nur von vorn siehst – dann ist ein A300 kaum auszuschließen
- die Flügelspitzen keine Fences zeigen – eine frühe A310-200 ist dann möglich
- eine Militärlackierung die üblichen Airline-Merkmale überdeckt
Es ist keine A310, wenn …
- der Rumpf schmal ist und nur ein Gang Platz hat – dann eher eine Boeing 757
- große, hochgeschwungene Winglets an den Flügeln sitzen
- ein drittes Triebwerk im Heck sitzt – dann bist du bei der DC-10 oder MD-11
- die Cockpitfenster eine dunkle Maske tragen – das ist die A350
Auch die A330-200 wird manchmal verwechselt, weil sie eine verkürzte Version eines größeren Airbus ist. Sie ist aber deutlich länger, hat einen viel größeren Flügel mit hohen, eckigen Winglets und ist im Alltag sehr viel häufiger.
Fazit
Die A310 ist ein Stück europäische Luftfahrtgeschichte: Sie brachte Airbus das moderne Zwei-Personen-Cockpit, war Arbeitspferd bei Lufthansa und Swissair und hat mit Interflug, Flugbereitschaft und Parabelflügen eine einzigartige deutsche Biografie. Heute musst du für eine Sichtung Geduld, gutes Tracking oder eine Reise nach Bordeaux mitbringen. Umso größer ist die Freude, wenn der kurze, bullige Jet dann tatsächlich vor deiner Linse auftaucht.
Kurzfazit
Breiter, aber kurzer Rumpf, Airbus-Nase und kleine Zäune an den Flügelspitzen: Das ist die A310. In Deutschland ist sie seit dem Abschied der Luftwaffe 2022 eine Rarität – deine beste Chance sind Tracking-Alarme auf den Code A310 und die A310 ZERO-G in Bordeaux.
Zusammenfassung
- Die A310 flog erstmals am 3. April 1982 und war ab 1983 bei Swissair und Lufthansa im Liniendienst; bis 1998 entstanden 255 Exemplare.
- Sie führte bei Airbus das Zwei-Personen-Cockpit mit Bildschirmen ein, das später auch in den A300-600 wanderte.
- Vom A300-600 trennst du sie über die Rumpflänge, von der Boeing 767 über Nase, Rumpfbreite und Flügelspitzen.
- Heute fliegen nur noch wenige A310, vor allem im Nahen und Mittleren Osten, bei Luftstreitkräften und als Parabelflugzeug A310 ZERO-G in Bordeaux.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Airbus A310?
Alle Versionen laufen unter A310 – egal ob -200, -300, Frachter oder Tanker. Für die genaue Variante brauchst du das Kennzeichen und eine Flottendatenbank.
Wie unterscheide ich A310 und A300?
Vor allem über die Länge: Die A310 ist knapp sieben Meter kürzer. Zwischen vorderer Tür und Flügel sitzen deutlich weniger Fenster, der Flügel wirkt im Verhältnis zum Rumpf größer. Da der A300-600 das Heck und das Cockpitkonzept der A310 übernommen hat, helfen Leitwerk und Nase dagegen kaum.
Wie unterscheide ich die A310 von der Boeing 767?
Die 767 hat einen schmaleren Rumpf mit sieben statt acht Sitzen pro Reihe und eine spitzere Nase mit anderer Fensterform. Die Wingtip Fences der A310-300 gibt es bei der 767 nicht; manche 767 tragen stattdessen große, nach oben gebogene Winglets.
Was ist der Unterschied zwischen A310-200 und A310-300?
Die -300 flog erstmals am 8. Juli 1985, hat ein höheres Startgewicht und einen zusätzlichen Tank im Höhenleitwerk, mit dem sich der Schwerpunkt im Flug verschieben lässt. Von außen erkennst du sie an den Wingtip Fences – viele -200 wurden damit allerdings nachgerüstet, sodass nur das Kennzeichen sicher ist.
Fliegt die A310 noch in Deutschland?
Kaum noch. Lufthansa hat den Typ längst ausgemustert, die Luftwaffe gab ihre letzte A310 im Juni 2022 ab. Viele der verbliebenen zivilen Betreiber stammen aus Iran und Afghanistan; Iran Air, Mahan Air und Saha Airlines stehen seit Oktober 2024 auf der EU-Sanktionsliste. Eine A310 in Deutschland ist heute also ein Glücksfall.
Was ist die A310 ZERO-G?
Eine A310-304 mit dem Kennzeichen F-WNOV, die der französische Betreiber Novespace für Parabelflüge in Schwerelosigkeit nutzt. Die Maschine flog ab 1989 bei Interflug und danach als „Konrad Adenauer“ (10+21) für die Flugbereitschaft. Basis ist seit 2015 Bordeaux-Mérignac.
Wie viele A310 wurden gebaut?
Insgesamt 255 Exemplare. Die letzte Maschine ging am 15. Juni 1998 an Uzbekistan Airways.
Airbus A310 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Der erste Großraum-Twin der Welt lebt heute vor allem als Frachter weiter: Die A300-600 fliegt nachts für DHL, FedEx und UPS. So erkennst du sie und findest sie vor deiner Linse.
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Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
GroßraumAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
GroßraumAirbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
SchmalrumpfBoeing 757-200
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HistorischMcDonnell Douglas DC-10
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