Das Wichtigste in Kürze
- Qantas ist Airline und Konzernmutter zugleich. Unter ihr stehen Jetstar, die QantasLink-Betriebe und die Frachtsparte.
- Drei Marken für dein Logbuch: Qantas, Jetstar und QantasLink – mit klar unterscheidbaren Lackierungen.
- QantasLink ist eine Marke, kein einzelner Betreiber. Sunstate, National Jet Systems, Network Aviation und Wet-Lease-Partner fliegen darunter.
- Vier Drehkreuze: Sydney, Melbourne, Brisbane und Perth.
- Die Flotte wird umgebaut: A321XLR, A220 und 787 ersetzen ältere Muster, mit Project Sunrise kommt die A350-1000 für Nonstopflüge nach London und New York.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Was du als Spotter wissen solltest
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Vom Outback zur Weltmarke
- 8.Die Airlines der Gruppe im Überblick
- 9.Qantas: Netzwerk-Airline mit Känguru
- 10.Jetstar: der orange Stern
- 11.QantasLink: eine Marke, mehrere Betreiber
- 12.Fracht: Qantas Freight
- 13.Flotte im Umbruch: Was jetzt noch fliegt
- 14.So bestimmst du den richtigen Betreiber
- 15.Lackierungen: Känguru, Kunst und Retro
- 16.Das Umfeld: oneworld, Konkurrenz und Vergleich
- 17.Fazit
- 18.Häufige Fragen
Steckbrief
| Rechtsträger | Qantas Airways Limited, börsennotiert in Australien; Konzernmutter von Jetstar und QantasLink |
|---|---|
| Sitz | Mascot bei Sydney, direkt am Flughafen Sydney Kingsford Smith |
| Rolle im System | Airline-Gruppe – Qantas ist zugleich Netzwerk-Airline und Muttergesellschaft der übrigen Konzernbetriebe |
| Netzwerk-Airline | Qantas (IATA QF, ICAO QFA, Rufzeichen QANTAS) |
| Low-Cost | Jetstar Airways (JQ / JST) mit Basen in Australien und Neuseeland; Beteiligung an Jetstar Japan |
| Regional | QantasLink als Marke mehrerer Betreiber: Sunstate Airlines, National Jet Systems und Network Aviation, dazu Wet-Lease-Flugzeuge von Alliance Airlines |
| Fracht | Qantas Freight, geflogen unter anderem von der Tochter Express Freighters Australia |
| Drehkreuze | Sydney, Melbourne, Brisbane und Perth |
| Allianz | oneworld – Qantas ist Gründungsmitglied |
| Konzernchefin | Vanessa Hudson, seit 2023 (Stand Oktober 2026) |
| Bestimmungsweg im Feld | Lackierung, Rufzeichen im ADS-B-Signal (QFA, JST, QLK, NWK) und Flugzeugmuster – die Flugnummer allein reicht bei QantasLink nicht |
| Offizielle Website | www.qantas.com |
Tätigkeitsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Qantas Group aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Qantas Group
- Qantas fliegt mit weißem Rumpf und rotem Leitwerk, darauf das weiße, springende Känguru – seit 2016 in einer verschlankten Fassung
- Jetstar erkennst du am orangefarbenen Stern im Logo – ein Känguru trägt sie nie
- QantasLink trägt das Qantas-Design mit Känguru, dazu den Zusatz „QantasLink“ am Rumpf – typisch auf Dash 8-400, A220-300, Fokker 100 und Embraer E190
- Alle australischen Konzernflugzeuge tragen die Länderkennung VH-; Jetstar-Maschinen in Neuseeland können auch mit ZK- unterwegs sein
- Im ADS-B-Rufzeichen steht der Betreiber-Code: QFA für Qantas, JST für Jetstar, QLK für die meisten QantasLink-Betriebe, NWK für Network Aviation
- Ein Embraer E190 mit QantasLink-Titeln kann ein Wet-Lease-Flugzeug von Alliance Airlines sein – Kennzeichen und Betreiberangabe prüfen
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Seltene Australien-Sichtung auch in Europa: Qantas fliegt nonstop nach London-Heathrow
- Breite Typenpalette vom Dash 8-400 und Fokker 100 über A220 und A321XLR bis zu 787-9 und A380
- Klare Hauptmarken: Känguru für Qantas und QantasLink, oranger Stern für Jetstar
- Viele Sonderlackierungen mit Aborigine-Kunst und Retro-Designs
- Australische Spots wie Shep's Mound in Sydney sind spotterfreundlich und gut dokumentiert
Wo es hakt
- QantasLink fliegt unter QF-Flugnummern, obwohl dahinter mehrere Betreiber stehen
- Wet-Lease-Flugzeuge von Alliance Airlines tragen QantasLink-Titel
- Flotten im Umbruch: 737-800, A330 und A380 werden schrittweise ersetzt
- In Europa ist der Konzern fast nur in London und nur mit wenigen Umläufen präsent
- Flottenzahlen und Beteiligungen ändern sich schnell
Ein weißer Jet mit rotem Leitwerk und springendem Känguru in Heathrow, ein Airbus mit orangem Stern im Anflug auf Melbourne, eine Dash 8 mit „QantasLink“-Schriftzug auf einer Regionalpiste in Queensland: Alle drei gehören zur Qantas Group, dem größten Luftfahrtkonzern Australiens. Anders als bei Air France-KLM oder der Lufthansa Group gibt es hier keine eigenständige Holding über den Airlines – Qantas Airways ist selbst die Konzernmutter und zugleich die bekannteste Marke. Für deine Sichtungen heißt das: Hinter einem QF-Flug kann Qantas stecken, aber genauso gut ein Regionalbetreiber mit eigenem Luftverkehrsbetreiberzeugnis.
Qantas, Jetstar und QantasLink sauber trennen
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Kennzeichen, Betreiber, Flughafen und Spot fest – vom A380 in Heathrow bis zur Dash 8 in Brisbane. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Vom Outback zur Weltmarke
Die Geschichte beginnt weit weg von jeder Metropole. Am 16. November 1920 gründeten Hudson Fysh, Paul McGinness und Fergus McMaster in Winton, Queensland, die Queensland and Northern Territory Aerial Services – aus den Anfangsbuchstaben wurde Qantas. Regelmäßige Flüge gab es ab November 1922, zunächst als Post- und Passagierdienst im dünn besiedelten Nordosten Australiens. Dass Qantas ohne „u“ geschrieben wird, ist also kein Tippfehler, sondern ein Erbe dieser Abkürzung.
In den folgenden Jahrzehnten wuchs Qantas zur internationalen Airline heran. Die Verbindung nach London, die sogenannte Känguru-Route, wurde zum Markenkern: Ab 1947 setzte Qantas darauf die Lockheed Constellation ein, mit zahlreichen Zwischenlandungen über Asien und den Nahen Osten. Später folgten die Boeing 707 und vor allem die Boeing 747, die das Bild der Airline über Jahrzehnte prägte.
Ein großer Einschnitt kam 1992: Qantas übernahm die staatliche Inlandsairline Australian Airlines. Bis dahin war Qantas fast nur international unterwegs gewesen; erst mit der Übernahme entstand das heutige Mischmodell aus Inlandsnetz und Langstrecke. Nach dem Einstieg von British Airways ging Qantas 1995 an die Börse, und der Staat zog sich zurück.
Heute sitzt die Konzernzentrale in Mascot, direkt am Flughafen Sydney Kingsford Smith. Seit 2023 führt Vanessa Hudson den Konzern; sie folgte auf Alan Joyce, der das Unternehmen seit 2008 geleitet hatte.
Die Airlines der Gruppe im Überblick
Die Qantas Group arbeitet mit drei sichtbaren Marken und einer Reihe von Betreibergesellschaften dahinter. Für dein Logbuch ist diese Trennung zentral, denn Marke und Betreiber sind nicht immer dasselbe. Wie Konzerne solche Markenfamilien aufbauen, erklärt der Beitrag Mehrmarkenstrategien von Airlines.
| Airline / Marke | Rolle | IATA / ICAO | Heimat bzw. Basis | Kennzeichen |
|---|---|---|---|---|
| Qantas | Netzwerk und Langstrecke | QF / QFA | Sydney, Melbourne, Brisbane, Perth | VH-… |
| Jetstar Airways | Low-Cost | JQ / JST | Melbourne, weitere Basen in Australien und Neuseeland | VH-…, teils ZK-… |
| QantasLink | Regionalmarke | fliegt als QF / meist QLK | Regionalbasen in ganz Australien | VH-… |
| Network Aviation | QantasLink-Betreiber | fliegt als QF / NWK | Perth | VH-… |
| Qantas Freight | Fracht | eigene Frachter über Express Freighters Australia | Sydney | VH-… |
Wichtig ist der Unterschied bei QantasLink: Die Flüge laufen unter QF-Flugnummern, im ADS-B-Signal siehst du aber in der Regel das Rufzeichen QLK beziehungsweise „Q Link“, bei Network Aviation NWK. Wer nur auf die Flugnummer schaut, schreibt am Ende „Qantas“ ins Logbuch, obwohl ein Regionalbetreiber geflogen ist. Wie Rufzeichen und Flugnummer zusammenhängen, steht im Beitrag Callsign und Flugnummer.
Konzern, Marke, Betreiber – drei Ebenen
Der Konzern ist die Qantas Group mit Qantas Airways als Mutter. Die Marke steht am Rumpf, etwa „QantasLink“. Der Betreiber ist die Gesellschaft, die das Flugzeug mit eigener Zulassung fliegt – bei einer QantasLink-Dash-8 meist Sunstate Airlines, bei einem QantasLink-A220 National Jet Systems.
Qantas: Netzwerk-Airline mit Känguru
Qantas ist der Kern des Konzerns. Die Airline fliegt ein dichtes Inlandsnetz zwischen den australischen Großstädten und verbindet Australien mit Asien, Nord- und Südamerika, Neuseeland, Südafrika und Europa. Drehkreuze sind Sydney, Melbourne, Brisbane und Perth; Perth spielt seit 2018 eine besondere Rolle als Ausgangspunkt für Nonstopflüge nach Europa.
Am 25. März 2018 landete QF9 mit einer Boeing 787-9 nach rund 17 Flugstunden nonstop aus Perth in London-Heathrow – erstmals war Australien ohne Zwischenstopp mit Europa verbunden. Für Spotter in Europa ist Heathrow damit der wichtigste Ort, um Qantas überhaupt zu sehen. Welche weiteren Europa-Strecken der Konzern gerade bedient, hängt vom jeweiligen Flugplan ab.
Qantas ist zudem Gründungsmitglied der Allianz oneworld, die 1999 an den Start ging. Partner wie British Airways, American Airlines oder Japan Airlines arbeiten eng mit Qantas zusammen; mehr zu den Bündnissen steht im Beitrag Star Alliance, oneworld und SkyTeam. Über den Pazifik ist Qantas zum Beispiel regelmäßig in Los Angeles und Dallas/Fort Worth zu Gast, in Asien unter anderem in Singapur-Changi und Tokio-Haneda.
Jetstar: der orange Stern
Jetstar Airways ist die Low-Cost-Tochter des Konzerns. Gegründet wurde sie Anfang der 2000er-Jahre als Antwort auf die Billigkonkurrenz im australischen Inlandsmarkt; am 25. Mai 2004 nahm sie den Linienbetrieb auf. Sitz und wichtigste Basis ist Melbourne, weitere Basen liegen unter anderem in Sydney, Brisbane, Perth, Adelaide, Cairns, an der Gold Coast, auf Bali sowie in Auckland und Christchurch. Die Grundlagen des Geschäftsmodells erklärt der Beitrag Wie Billigflieger funktionieren.
Die Flotte besteht im Kern aus der A320-Familie, darunter klassische A320, die A320neo und die A321LR, dazu Boeing 787-8 für längere Auslandsstrecken. Bestellt sind außerdem A321XLR. Typisch für Jetstar ist die Lackierung mit dem orangefarbenen Stern im Logo – ein Känguru suchst du hier vergeblich.
Außerhalb Australiens hat Jetstar eine wechselvolle Geschichte. Jetstar Asia in Singapur flog von 2004 bis 2025 und stellte dann den Betrieb ein. Jetstar Pacific in Vietnam verließ die Markenfamilie 2020 und heißt heute wieder Pacific Airlines. Jetstar Japan startete 2012 als Gemeinschaftsunternehmen, an dem unter anderem Qantas und Japan Airlines beteiligt sind. Anfang 2026 kündigte Qantas an, ihren Anteil bis Mitte 2027 abzugeben – prüfe den aktuellen Stand, bevor du eine Jetstar-Japan-Sichtung dem Konzern zuordnest.
QantasLink: eine Marke, mehrere Betreiber
QantasLink wurde 2001 eingeführt, um die Regionalbetriebe zu bündeln, die im Lauf der Jahre zum Konzern gekommen waren. Bis heute ist QantasLink keine einzelne Airline, sondern ein Markendach. Darunter fliegen:
- Sunstate Airlines mit der Dash 8-400, dem typischen Turboprop auf kurzen Regionalstrecken
- National Jet Systems mit dem Airbus A220-300, der die Boeing 717 abgelöst hat
- Network Aviation aus Perth mit Fokker 100, A319, A320 und seit 2026 auch eigenen Embraer E190 – viel davon im Verkehr zu den Bergbaustandorten Westaustraliens
- Alliance Airlines, ein eigenständiges Unternehmen, das Embraer E190 im Wet-Lease für QantasLink fliegt
Für Spotter ist QantasLink deshalb eine kleine Typenschatzkiste. Die Fokker 100 ist ein Muster, das in Europa fast verschwunden ist, und die Dash 8 in Känguru-Farben gehört zu den klassischen Australien-Motiven. Gleichzeitig verschwinden ältere Varianten: Die Dash 8-100, -200 und zuletzt die Dash 8-300 haben die Flotte inzwischen verlassen, die 717 wurde 2024 ausgemustert. Wie du Dash 8 und ATR auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Turboprops unterscheiden.
Fokker 100, A380 und Co. nicht verpassen
Setz seltene Konzern-Typen auf die Wunschliste in deinem Hangar und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Fracht: Qantas Freight
Neben der Beiladung in den Passagierflugzeugen betreibt der Konzern mit Qantas Freight eine eigene Frachtsparte. Geflogen werden die Frachter vor allem von der Tochter Express Freighters Australia; teilweise kommen gemietete Flugzeuge von Partnern hinzu. Zur Flotte gehören umgebaute Airbus A321 und seit 2023 auch zu Frachtern umgerüstete A330-200; ältere Boeing-737-Frachter werden nach und nach ersetzt. Ein Teil der Kapazität fliegt im Auftrag der australischen Post.
Flotte im Umbruch: Was jetzt noch fliegt
Die Qantas Group steckt mitten in einer großen Flottenerneuerung. Für dich als Spotter heißt das: Einige Muster im Känguru-Design lohnen sich jetzt besonders, weil ihre Tage gezählt sind. Alle Angaben geben den Stand Oktober 2026 wieder und können sich durch neue Bestellungen oder Verzögerungen ändern.
Kurz- und Mittelstrecke: Die Boeing 737-800 ist noch das Arbeitspferd im Inlandsnetz, die ersten Maschinen verlassen aber ab Ende 2026 die Flotte. Nachfolger ist der Airbus A321XLR, von dem seit 2025 die ersten Exemplare bei Qantas fliegen. Mit seiner großen Reichweite kann er auch Strecken bedienen, die bisher Großraumflugzeugen vorbehalten waren.
Großraum: Die A330-200 und A330-300 fliegen vor allem auf Inlands-Transkontinentalstrecken und nach Asien. Als Ersatz sind ab 2027 weitere 787 und ab 2028 die A350-1000 vorgesehen. Die 787-9 ist das Rückgrat der Langstrecke, die 787-10 ist bestellt.
A380: Der Airbus A380 kam 2008 zu Qantas. Während der Pandemie wurden alle Maschinen abgestellt, die meisten kehrten später zurück. Die Ausmusterung soll laut Konzernplanung 2028 beginnen. Die Qantas-A380 tragen Namen australischer Luftfahrtpioniere – ein schönes Detail für deine Fotodokumentation. Wie du den A380 von der 747 unterscheidest, steht im Beitrag A380 und Boeing 747.
Project Sunrise: Für Nonstopflüge von Sydney nach London und New York hat Qantas besonders ausgestattete A350-1000 mit zusätzlichem Tank und einer Kabine mit vergleichsweise wenigen Sitzen bestellt. Nach Verzögerungen bei Airbus wird die erste Maschine für 2027 erwartet, London ist als erste Strecke vorgesehen. Was solche Rekordflüge technisch und betrieblich bedeuten, erklärt der Beitrag Ultralangstreckenflüge.
Im Passagierdienst bereits Geschichte ist die Boeing 747: Nach fast fünf Jahrzehnten mit dem Jumbo verabschiedete Qantas die letzte Maschine im Juli 2020. Die Boeing 767 hatte die Flotte schon 2014 verlassen.
So bestimmst du den richtigen Betreiber
Gerade bei QantasLink führt die Flugnummer leicht in die Irre. Mit diesen Schritten kommst du zu einer belastbaren Sichtung.
Marke grob einordnen
Rotes Leitwerk mit Känguru heißt Qantas oder QantasLink, der orange Stern Jetstar. Damit kennst du die Markenfamilie, aber noch nicht den Betreiber.
Rumpfaufschrift lesen
Steht „QantasLink“ am Rumpf, ist es ein Regionalbetrieb. Ein schlichtes „Qantas“ deutet auf die Mutter-Airline.
Rufzeichen im ADS-B-Signal prüfen
QFA, JST, QLK oder NWK zeigen, welcher Betreiber-Code hinter dem Flug steht. Wie du das live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Muster bestimmen
Dash 8-400, A220-300, Fokker 100 und E190 mit Känguru stammen praktisch immer aus dem QantasLink-Umfeld. Qantas selbst fliegt keine dieser Muster.
Kennzeichen vollständig notieren
Das VH-Kennzeichen identifiziert das Flugzeug eindeutig, auch wenn es innerhalb der Gruppe den Betreiber wechselt. Grundlagen liefert der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen.
Sicher ein Konzernflugzeug, wenn …
- Lackierung, Rufzeichen und Kennzeichen zur selben Konzernmarke passen
- eine Dash 8-400 mit QantasLink-Titeln und VH-Kennzeichen rollt
- ein A380 mit Känguru-Leitwerk in Sydney oder Heathrow landet
Genauer hinsehen, wenn …
- ein Embraer E190 mit QantasLink-Titeln kommt – Network Aviation oder Alliance-Wet-Lease?
- ein Jetstar-Jet außerhalb Australiens und Neuseelands auftaucht – Jetstar Japan ist nur Beteiligung
- ein QF-Flug in fremder Lackierung landet
Kein Konzernbetrieb, wenn …
- nur ein Codeshare einer oneworld-Partnerin vorliegt
- ein Wet-Lease-Partner mit eigenem Rufzeichen und eigener Lackierung fliegt
- es um Virgin Australia oder Rex geht – sie sind Konkurrenten
Lackierungen: Känguru, Kunst und Retro
Das Känguru ist eines der bekanntesten Airline-Symbole überhaupt. Auf dem roten Leitwerk springt es weiß nach vorn, der Rumpf ist weiß mit dem Schriftzug „Qantas“. 2016 stellte die Airline eine verschlankte Fassung von Känguru und Schriftzug vor, die seither auf neuen und neu lackierten Flugzeugen erscheint. Ältere Maschinen mit dem vorherigen Logo werden seltener – ein brauchbares Datierungsmerkmal für dein Archiv.
Besonders gesucht sind Sonderlackierungen. Qantas hat mehrfach Flugzeuge mit Kunst indigener australischer Künstlerinnen und Künstler gestaltet, zuletzt etwa eine 787-9 in der Serie „Flying Art“. Dazu kommen Retro-Designs in historischen Farben, etwa auf einzelnen 737-800. Wie du solche Maschinen gezielt aufspürst, zeigt der Guide Special Liveries finden.
Licht und Spot in Sydney
Der bekannteste Platz für Qantas-Fotos ist Shep's Mound am Flughafen Sydney. Tipps für die ganze Stadt sammelt der Beitrag Planespotting in Sydney. Plane die Sonne mit dem Guide zum Sonnenstand – auf der Südhalbkugel steht sie mittags im Norden, nicht im Süden.
Das Umfeld: oneworld, Konkurrenz und Vergleich
Im australischen Markt steht der Konzern vor allem Virgin Australia gegenüber, im Regionalverkehr unter anderem Rex Regional Express. Über die Tasman-See konkurriert Qantas mit Air New Zealand. International bilden die oneworld-Partnerinnen das wichtigste Netz; in Europa ist das Bündnis über British Airways und die International Airlines Group verankert.
Im Vergleich zu europäischen Konzernen wie Air France-KLM oder der Lufthansa Group ist die Qantas Group schlanker aufgebaut: eine Netzwerk-Airline, eine Low-Cost-Marke, ein Regionalverbund. Bei den Flugzeugen setzt sie auf beide großen Hersteller, Airbus und Boeing, im Regionalbereich zusätzlich auf De Havilland Canada und Embraer.
Nur von öffentlich zugänglichen Standorten
Auch in Australien gilt: Zäune, Sperrzonen und Hausrecht der Flughäfen sind tabu. Was in Europa erlaubt ist, steht im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?. Wer gerade erst anfängt, findet die Grundlagen im Guide Planespotting für Einsteiger.
Deine Qantas-Sammlung im Hangar
Hak Qantas, Jetstar und QantasLink Typ für Typ ab, finde auf der Spot-Karte die besten Plätze in Sydney und Heathrow und teil deine Fotos mit der Community. Planetrack startet bald – sichere dir deinen Platz auf der Warteliste.
Fazit
Die Qantas Group ist ein Konzern mit drei Gesichtern: Qantas mit dem Känguru auf Inlandsnetz und Langstrecke, Jetstar mit dem orangen Stern im Low-Cost-Verkehr und QantasLink als Markendach über mehrere Regionalbetreiber. Wer Lackierung, Rumpfaufschrift, Rufzeichen und Muster zusammen liest, ordnet jede Sichtung korrekt zu. Und wer die 737-800, die A330 oder den A380 im Qantas-Design noch festhalten will, sollte die nächsten Jahre nutzen – bevor A321XLR, 787 und A350-1000 das Bild bestimmen.
Kurzfazit
Die Qantas Group bündelt Qantas, Jetstar und QantasLink unter einer australischen Konzernmutter. Für die Sichtung zählt der tatsächliche Betreiber – und den verraten dir Rufzeichen, Kennzeichen und Muster, nicht die QF-Flugnummer.
Zusammenfassung
- Die Qantas Group ist aus einer Outback-Airline von 1920 hervorgegangen und heute der größte Luftfahrtkonzern Australiens.
- Qantas selbst fliegt Netzwerk und Langstrecke, Jetstar den Low-Cost-Verkehr, QantasLink die Regionalstrecken mit mehreren Betreibern.
- Beim Spotten bestimmst du den Betreiber über Lackierung, Rufzeichen, Kennzeichen und Muster – die QF-Flugnummer allein verrät ihn nicht.
- 737-800, A330 und A380 sind auf dem Rückzug – wer sie im Qantas-Design will, sollte nicht zu lange warten.
Häufige Fragen
Welche Airlines gehören zur Qantas Group?
Die Netzwerk-Airline Qantas, die Low-Cost-Tochter Jetstar Airways und die Regionalmarke QantasLink, hinter der mehrere Betreiber stehen. Dazu kommen die Frachtsparte Qantas Freight und eine Beteiligung an Jetstar Japan, deren Verkauf Qantas 2026 angekündigt hat.
Was bedeutet der Name Qantas?
Qantas ist ein Akronym aus dem Gründungsnamen Queensland and Northern Territory Aerial Services. Die Gesellschaft entstand 1920 in Winton im australischen Outback – deshalb schreibt man den Namen ohne „u“ nach dem „Q“.
Ist QantasLink eine eigene Airline?
Nicht im engeren Sinn. QantasLink ist eine Marke, unter der mehrere Konzernbetriebe fliegen: Sunstate Airlines mit Dash 8-400, National Jet Systems mit A220-300 und Network Aviation mit Fokker 100, A319, A320 und seit 2026 auch eigenen E190. Dazu kommen Embraer E190 von Alliance Airlines im Wet-Lease. Alle Flüge laufen unter QF-Flugnummern.
Gehört Jetstar zu Qantas?
Ja. Jetstar Airways ist eine hundertprozentige Tochter von Qantas mit Sitz in Melbourne. Anders ist es bei Jetstar Japan, an der Qantas nur beteiligt ist. Jetstar Asia aus Singapur hat den Flugbetrieb 2025 eingestellt.
In welcher Allianz ist Qantas?
Qantas ist Gründungsmitglied von oneworld, zusammen unter anderem mit British Airways und American Airlines. Jetstar als Low-Cost-Marke ist kein Allianzmitglied. Wie sich die Allianzen unterscheiden, steht im Beitrag Star Alliance, oneworld und SkyTeam.
Kann ich Qantas in Europa sehen?
Ja, vor allem in London-Heathrow. Dort landet unter anderem der Nonstopflug aus Perth mit der Boeing 787-9. Welche weiteren Europa-Verbindungen gerade bestehen, wechselt mit den Flugplänen – prüfe vor einer Tour den aktuellen Stand.
Was ist Project Sunrise?
So nennt Qantas ihr Vorhaben, Sydney nonstop mit London und New York zu verbinden. Dafür hat der Konzern speziell ausgestattete Airbus A350-1000 mit Zusatztank bestellt. Nach Verzögerungen bei Airbus wird die erste Maschine Stand Oktober 2026 für 2027 erwartet, London ist als erste Strecke vorgesehen. Mehr zu solchen Rekordstrecken steht im Beitrag Ultralangstreckenflüge.
Fliegt Qantas noch den A380 oder die Boeing 747?
Den A380 ja – nach der Corona-Pause sind die meisten Maschinen zurückgekehrt, die Ausmusterung ist Stand Oktober 2026 ab 2028 angekündigt. Die Boeing 747 ist dagegen Geschichte: Die letzte Qantas-747 verließ die Flotte im Juli 2020.
Sichtungen rund um Qantas Group sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Qantas
Australiens Flag Carrier mit dem roten Känguru am Leitwerk: oneworld-Gründungsmitglied, A380 und 787-9 auf der Langstrecke, Perth–London nonstop und mit Project Sunrise ab 2027 angekündigt auch Sydney–London ohne Zwischenstopp.
JQ / JSTJetstar Airways
Die Low-Cost-Tochter der Qantas Group aus Melbourne: A320-Familie auf Kurz- und Mittelstrecke, A321LR auf längeren Routen und eine kleine Flotte Boeing 787-8 für die Langstrecke.
QF / QLKQantasLink
Die Regionalmarke von Qantas verbindet Australiens Hauptstädte mit Bergbauorten, Inseln und Provinzstädten – geflogen von mehreren Gesellschaften mit Dash 8, A220, Airbus-Jets und Fokker 100.
GK / JJPJetstar Japan
Japans Low-Cost-Airline mit dem orangefarbenen Stern: gegründet von Qantas, JAL und Mitsubishi, Basis in Narita, Flotte aus A320 und A321LR – und mitten im Eigentümerwechsel.
QQ / UTYAlliance Airlines
Australische Charter- und Wet-Lease-Airline aus Brisbane: Bergbau-Pendlerflüge ins Outback, Embraer E190 für QantasLink und eine der letzten großen Flotten von Fokker 70 und Fokker 100 weltweit.
VA / VOZVirgin Australia
Australiens zweitgrößte Airline-Gruppe: im Jahr 2000 als Low-Cost-Airline Virgin Blue gestartet, heute ein Mittelweg zwischen Billigflieger und Netzwerk-Airline mit fast reiner Boeing-737-Flotte und Qatar Airways als Anteilseigner.
JL / JALJapan Airlines
Japans traditionsreicher Flag Carrier mit dem roten Kranich am Leitwerk: Drehkreuze Haneda und Narita, Mitglied von oneworld und eine Langstreckenflotte im Umbruch von der 777 zu A350-1000 und Boeing 787.
NZ / ANZAir New Zealand
Neuseelands Flag Carrier aus Auckland: Star-Alliance-Mitglied, Erstkunde der Boeing 787-9, schwarzes Leitwerk mit weißem Koru – und bekannt für Sicherheitsvideos, die eher an Kurzfilme erinnern.
Typische Flugzeuge
Airbus A380-800
Zwei durchgehende Passagierdecks, vier Triebwerke, fast 80 Meter Spannweite: Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Produktion ist beendet, sehen kannst du ihn trotzdem noch regelmäßig.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypAirbus A350-1000
Schwarze Cockpit-Maske, gebogene Flügelspitzen und ein Rumpf von fast 74 Metern auf sechsrädrigen Fahrwerken: Die A350-1000 ist die große A350. So erkennst du sie und trennst sie sicher von A350-900 und Boeing 777.
FlugzeugtypAirbus A321XLR
Ein Schmalrumpfjet über den Atlantik: Die A321XLR ist die Extra-Long-Range-Version der A321neo mit festem Hecktank. Was sie kann, wer sie fliegt und wie du sie bestimmst.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypAirbus A220-300
Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)
Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypFokker 100
Zwei Tay-Triebwerke am Heck, ein hohes T-Leitwerk und ein Heckkonus, der sich bei der Landung aufklappt: Die Fokker 100 ist der größte Verkehrsjet, den Fokker je gebaut hat – und heute ein seltener Fang.
FlugzeugtypBoeing 747-400
Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.
Spotting-Spots rund um Qantas Group
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Weitere Einträge
oneworld
Die kleinste der drei großen Allianzen mit den größten Namen: British Airways, American, Qatar Airways, Cathay Pacific, Qantas und Co. – und Flugzeugen im oneworld-Design, die Spotter gezielt jagen.
FlughafenFlughafen Sydney Kingsford Smith
Australiens größter Flughafen liegt mitten in der Stadt am Ufer der Botany Bay: drei Pisten, Heimat und wichtigstes Drehkreuz von Qantas, strenges Nachtflugverbot – und mit Shep's Mound ein vom Betreiber selbst angelegter Spotterhügel.
Flughafen London Heathrow
Europas verkehrsreichster Flughafen kommt mit nur zwei Bahnen aus – und genau das macht ihn für Spotter so spannend: Großraumflugzeuge im Minutentakt, ein fester Runway-Wechsel um 15 Uhr und mit der Myrtle Avenue einer der bekanntesten Anflugspots der Welt.
FlughafenFlughafen Singapur Changi
Drei lange Parallelbahnen, vier Terminals, ein Wasserfall im Glasdom und fast 70 Millionen Passagiere: Changi ist die Heimat von Singapore Airlines und Scoot und für Spotter eines der spannendsten Drehkreuze Asiens – mit strengen Regeln am Zaun.
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