Das Wichtigste in Kürze
- Japan Airlines ist der traditionsreiche Flag Carrier Japans mit Sitz in Tokio und Drehkreuzen in Haneda und Narita.
- Codes: IATA JL, ICAO JAL, Rufzeichen „JAPANAIR“.
- JAL ist Mitglied von oneworld und arbeitet eng mit British Airways, Finnair und American Airlines zusammen.
- Die Langstrecke wird umgebaut: Der A350-1000 löst die Boeing 777-300ER ab, dazu fliegen Boeing 787-8 und 787-9.
- Der A350-900 fliegt bei JAL im Inland – dicht bestuhlt auf den großen Strecken ab Haneda.
- Markenzeichen ist der Tsurumaru, ein roter Kranich im Kreis, der seit 2011 wieder am Leitwerk steht.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Japan Airlines im Überblick
- 2.Codes, Rufzeichen und Drehkreuze
- 3.Der Kranich am Leitwerk: das Tsurumaru-Logo
- 4.Die Flotte: Airbus und Boeing im Mix
- 5.Der A350-1000: das neue Flaggschiff
- 6.Der A350-900: Großraumjet im Inland
- 7.Boeing 787, 767 und 737
- 8.Die JAL Group: Töchter und Partner
- 9.Partner in oneworld
- 10.JAL spotten: Europa und Japan
- 11.Ein Kapitel Geschichte: Flug 123
- 12.Häufige Verwechslungen
- 13.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | JL |
|---|---|
| ICAO-Code | JAL |
| Rufzeichen | JAPANAIR |
| Drehkreuze | HND, NRT |
| Allianz | oneworld |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Inlands-, Asien- und Interkontinentalverkehr |
| Sitz | Shinagawa, Tokio, Japan |
| Gegründet | 1951, erster Flugbetrieb im Oktober 1951 |
| Drehkreuze | Tokio-Haneda (HND) und Tokio-Narita (NRT), dazu wichtige Stationen in Osaka |
| Allianz | oneworld (Mitglied seit April 2007) |
| Konzern | JAL Group mit unter anderem J-Air, Japan Transocean Air, ZIPAIR Tokyo und einer Beteiligung an Jetstar Japan |
| Langstrecken-Typen | Airbus A350-1000, Boeing 787-8 und 787-9, auslaufend Boeing 777-300ER |
| Kurz- und Mittelstrecke | Airbus A350-900 (Inland), Boeing 767-300ER und 737-800 |
| Bestellungen (Stand 2026) | Boeing 737-8 und Airbus A321neo als Nachfolger für 737-800 und Inlands-767 |
| Markenzeichen | Roter Kranich im Kreis (Tsurumaru) auf weißem Leitwerk |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Japan Airlines?
- Roter Kranich im Kreis (Tsurumaru) auf weißem Leitwerk
- Weißer Rumpf mit großem „JAL“-Schriftzug vorn
- Kennzeichen mit dem japanischen Präfix JA, bei JAL häufig mit J am Ende
- Flugnummer mit JL, im Flugplan der Flugsicherung JAL – JL-Nummern tragen auch Flüge der Tochter J-Air
- Auf der Langstrecke nach Europa meist A350-1000 oder Boeing 787
- oneworld-Logo im Türbereich und an Partner-Gates neben British Airways, Finnair und American
Ein weißes Leitwerk, darauf ein roter Kranich, dessen Flügel einen Kreis formen – kaum ein Airline-Logo ist so elegant und so leicht zu erkennen wie das von Japan Airlines. In Europa siehst du JAL nur an einer Handvoll Flughäfen, und genau das macht jede Sichtung besonders. Diese Seite zeigt dir, woran du JAL erkennst, welche Typen auf welchen Strecken fliegen und wie du Haupt-Airline und Töchter auseinanderhältst.
Den Kranich im Hangar sammeln
Mit Planetrack hältst du jede JAL-Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot fest – und siehst, welche A350 und 787 dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Japan Airlines im Überblick
Japan Airlines, kurz JAL, ist der traditionsreiche Flag Carrier Japans. Gegründet wurde die Gesellschaft im August 1951, im Oktober desselben Jahres nahm sie den Flugbetrieb auf. Der Firmensitz liegt im Tokioter Stadtteil Shinagawa, nicht weit vom Flughafen Haneda. Lange war JAL eng mit dem Staat verbunden, heute ist sie ein börsennotiertes Unternehmen.
Die Geschichte verlief nicht geradlinig. Im Januar 2010 meldete JAL Insolvenz nach dem japanischen Sanierungsrecht an und wurde von der Börse in Tokio genommen. Es folgte ein harter Umbau mit weniger Strecken, weniger Flugzeugtypen und dem Abschied von der Boeing 747. Im September 2012 kehrte JAL an die Börse zurück. Für Spotter ist diese Zeit der Grund, warum die heutige Flotte so viel schlanker ist als in den Jumbo-Jahren.
Gemeinsam mit All Nippon Airways prägt JAL den japanischen Markt. Beide fliegen ab Tokio auf der Langstrecke, beide betreiben einen dichten Inlandsverkehr – sie gehören aber unterschiedlichen Allianzen an. JAL ist Mitglied von oneworld, ANA von der Star Alliance.
Codes, Rufzeichen und Drehkreuze
- IATA-Code JL: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und im Ticket.
- ICAO-Code JAL: erscheint im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen JAPANAIR: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Eine Besonderheit kennst du vielleicht von anderen Netzwerk-Airlines: Die Tochter J-Air fliegt unter JL-Flugnummern. Steht auf der Anzeigetafel ein JL-Flug und die Maschine ist ein kleiner Embraer-Jet, hast du sehr wahrscheinlich J-Air vor der Linse.
Die beiden Drehkreuze liegen in Tokio. Der Flughafen Haneda liegt stadtnah an der Bucht von Tokio und ist das Zentrum des Inlandsverkehrs, wird aber auch für viele internationale Strecken genutzt. Der Flughafen Narita liegt weiter draußen in der Präfektur Chiba und ist vor allem für internationale Verbindungen wichtig. Dazu kommen wichtige Stationen in Osaka mit den Flughäfen Itami und Kansai.
Tracker richtig lesen
Weil auch J-Air unter JL-Flugnummern fliegt, reicht die Flugnummer allein nicht. Prüf zusätzlich den Typ und das Kennzeichen. Wie du gezielt einzelne Maschinen findest, erklärt der Guide zum Lesen von Flugzeugkennzeichen.
Der Kranich am Leitwerk: das Tsurumaru-Logo
Das Logo von JAL heißt Tsurumaru, frei übersetzt „Kranich im Kreis“. Der Kranich ist in Japan ein Symbol für Glück, Treue und langes Leben. Das Motiv entstand Ende der 1950er-Jahre und kam 1959 auf die Flugzeuge, damals noch mit Zierstreifen und blankem Metall an der Rumpfunterseite.
2002 ersetzte JAL den Kranich durch ein neues Design namens „Arc of the Sun“, einen geschwungenen Bogen in Rot- und Goldtönen. Viele Spotter haben diese Bemalung noch auf alten Fotos von 747 und 777. Am 1. April 2011 kehrte der Kranich zurück – als Zeichen für den Neuanfang nach der Sanierung. Seitdem ist die Bemalung ruhig und klar: weißer Rumpf, großer „JAL“-Schriftzug vorne und das rote Tsurumaru auf dem weißen Leitwerk.
Achtung Verwechslung
Wer Fotos aus den Jahren 2002 bis 2011 sortiert, findet JAL-Maschinen ohne Kranich. Das sind keine anderen Airlines, sondern die „Arc of the Sun“-Ära. Notiere bei alten Bildern deshalb das Aufnahmejahr mit.
Neben der Standardbemalung tauchen bei JAL immer wieder Sonderbemalungen und Aufkleber auf, etwa zu Sport, Kultur oder großen Ereignissen. Im Juni 2024 wurde JAL zum Beispiel offizieller Airline-Partner des FC Liverpool. Welche Sonderlackierung gerade unterwegs ist, wechselt häufig – Tipps zur Suche findest du im Guide Special Liveries finden.
Die Flotte: Airbus und Boeing im Mix
Nach der Sanierung hat JAL die Flotte stark vereinfacht. Die Boeing 747 ist längst Geschichte, die Boeing 777-200 und 777-200ER sind ebenfalls ausgeschieden. Heute teilt sich die Hauptflotte grob in drei Bereiche: Langstrecke, große Inlandsstrecken und Kurzstrecke. Die folgende Übersicht nennt gerundete Werte laut öffentlich zugänglichen Flottenübersichten (Stand Frühjahr 2026); die Zahlen ändern sich laufend.
| Typ | Rolle bei JAL | Bestand (ca.) | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A350-1000 | Internationales Flaggschiff | rund 10 | Seit Ende 2023 bei JAL, ersetzt die 777-300ER |
| Airbus A350-900 | Große Inlandsstrecken | knapp 20 | Seit 2019 im Inland, dicht bestuhlt |
| Boeing 787-8 | Internationale Strecken | rund 30 | Kürzeste 787, einige auch bei ZIPAIR |
| Boeing 787-9 | Internationale Strecken | gut 20 | Längerer Rumpf als die 787-8 |
| Boeing 777-300ER | Langstrecke, auslaufend | einstellig | Wird vom A350-1000 abgelöst |
| Boeing 767-300ER | Inland und regional | gut 25 | Inlands-767 werden durch die A321neo ersetzt |
| Boeing 737-800 | Kurzstrecke | rund 60 | Nachfolger 737-8 ist bestellt |
| Boeing 767-300BCF | Fracht (JAL Cargo) | wenige | Umgebaute Frachter, Rückkehr zur eigenen Frachtflotte |
Spannend für Typensammler: JAL ist eine der Airlines, die sowohl den A350 als auch die 787 in großer Zahl betreiben. Wer beide Typen sicher trennen will, findet die wichtigsten Merkmale im Vergleich A350 oder Boeing 787? – vom Cockpitfenster bis zur Flügelspitze. Und wer die letzten 777 noch erwischen will, sollte sich den Guide zum Unterschied zwischen 777 und 787 anschauen.
Die letzte JAL-777 nicht verpassen
Setz Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Der A350-1000: das neue Flaggschiff
Airbus übergab den ersten A350-1000 an JAL am 14. Dezember 2023 in Toulouse. Als erste Strecke war die Verbindung von Tokio-Haneda nach New York JFK vorgesehen. Zum Zeitpunkt der Übergabe hatte JAL laut Airbus 31 A350 bestellt: 18 A350-900 und 13 A350-1000.
Die Kabine des A350-1000 hat vier Klassen: 6 Suiten in der First, 54 Business-Suiten mit Tür, 24 Plätze in Premium Economy und 155 in Economy – zusammen 239 Sitze. Das ist für einen Jet dieser Größe eher locker bestuhlt und zeigt, dass JAL ihn vor allem für Premium-Strecken einplant.
Mit dem A350-1000 wird die Boeing 777-300ER Schritt für Schritt ersetzt. Für Spotter in Europa ist das eine wichtige Veränderung: Wo früher die zweistrahlige 777 mit ihren riesigen Triebwerken landete, kommt jetzt immer häufiger der A350-1000 mit der markanten schwarzen Cockpitmaske und den nach oben gebogenen Flügelspitzen.
Der A350-900: Großraumjet im Inland
Ungewöhnlich ist der Einsatz des A350-900. JAL fliegt ihn seit 2019 auf den stark gefragten Inlandsstrecken – etwa zwischen Tokio und Großstädten wie Sapporo, Osaka, Fukuoka oder Okinawa. Die Version ist auf Kapazität ausgelegt und hat je nach Kabinenversion deutlich mehr als 350 Sitze.
Dass ein Großraumjet auf einem Flug von gut einer Stunde unterwegs ist, ist eine japanische Spezialität. Die Strecken zwischen den Ballungsräumen sind extrem gefragt, die Slots in Haneda knapp. Darum setzen JAL und ANA hier große Flugzeuge ein. Für dich bedeutet das: An einem einzigen Vormittag am Aussichtsdeck in Haneda siehst du mehr JAL-Großraumjets als in einem ganzen Jahr in Frankfurt.
Haneda, 2. Januar 2024
Bei der Landung von JAL-Flug 516 aus Sapporo kollidierte der A350-900 mit dem Kennzeichen JA13XJ mit einer Dash 8 der japanischen Küstenwache, die sich auf der Piste befand. Der A350 brannte vollständig aus, alle 379 Menschen an Bord kamen heraus. In der Maschine der Küstenwache starben fünf von sechs Besatzungsmitgliedern. Bei Fotos von Unfällen gelten besondere Regeln – lies dazu den Artikel über Fotos von Flugunfällen.
Boeing 787, 767 und 737
Die Boeing 787-8 und die 787-9 sind das Rückgrat der internationalen Flotte. Sie fliegen nach Asien, Nordamerika und Europa. Die 787-8 erkennst du am kürzeren Rumpf, die 787-9 wirkt gestreckter. Einige 787-8 hat JAL an ihre Tochter ZIPAIR abgegeben.
Die Boeing 767-300ER ist bei JAL noch zahlreich im Einsatz, vor allem im Inland. Als Nachfolger hat JAL laut Flottenübersichten die Airbus A321neo bestellt. Für Spotter bedeutet das: Die 767 lohnt sich jetzt, bevor sie langsam verschwindet. Auf den kürzeren Strecken arbeitet die Boeing 737-800; ihr Nachfolger wird die 737 MAX 8, die JAL als 737-8 bestellt hat.
2023 kündigte JAL außerdem die Rückkehr zu eigenen Frachtern an: umgebaute Boeing 767-300 in JAL-Farben, von denen laut Flottenübersichten inzwischen einige für JAL Cargo fliegen. Nach dem Ende der eigenen Frachtflugzeuge 2010 ist das eine überraschende Wende – und ein gesuchtes Motiv.
Die JAL Group: Töchter und Partner
Unter dem Dach der JAL Group fliegen mehrere Gesellschaften. Nicht alle tragen den Kranich.
| Airline | Rolle | Codes | Flotte | Erkennung |
|---|---|---|---|---|
| Japan Airlines | Hauptgesellschaft | JL / JAL | A350, 787, 777, 767, 737 | Kranich am Leitwerk |
| J-Air | Regionalverkehr ab Osaka-Itami | JL-Flugnummern | Embraer E170 und E190 | Kranich, aber kleine Embraer-Jets |
| Japan Transocean Air | Verkehr nach und auf Okinawa | eigene Codes | Boeing 737-800 | Eigenes Design mit Okinawa-Bezug |
| ZIPAIR Tokyo | Low-Cost-Langstrecke ab Narita | ZG / TZP | Boeing 787-8 | Eigenes, schlichtes Design |
| Jetstar Japan | Low-Cost-Inland (Beteiligung) | eigene Codes | Airbus A320-Familie | Jetstar-Orange |
J-Air ist für Typensammler ein eigenes Kapitel: Die Embraer E170 und die E190 mit Kranich am Leitwerk siehst du praktisch nur in Japan. Die Basis liegt in Osaka-Itami – und dort gibt es mit dem Senrigawa-Damm einen der bekanntesten Spots des Landes.
Partner in oneworld
In oneworld arbeitet JAL eng mit British Airways und Finnair auf den Strecken zwischen Japan und Europa zusammen; dazu kommt eine enge Partnerschaft mit American Airlines im Verkehr nach Nordamerika. Für dich heißt das: Auf Abflugtafeln siehst du JL-Flugnummern oft auch an Flügen dieser Partner. Wenn du nach JAL suchst, prüf, wer tatsächlich fliegt.
Wie die Allianzen aufgebaut sind und was das für Codeshares bedeutet, erklärt der Überblick Star Alliance, oneworld und SkyTeam. Wer gezielt Allianz-Bemalungen sammelt, findet im Artikel zu Allianz-Lackierungen die wichtigsten Varianten.
JAL spotten: Europa und Japan
In Europa fliegt JAL nur wenige Ziele an, darunter Frankfurt, London-Heathrow, Paris-Charles de Gaulle und Helsinki. Weitere Tipps für zwei dieser Ziele findest du in den Guides zu Heathrow und Paris-Charles de Gaulle. In Deutschland ist der Flughafen Frankfurt deine Adresse. Je nach Betriebsrichtung bietet sich die Aussichtsplattform Zeppelinheim an. Weil es meist nur einen Umlauf am Tag gibt, lohnt sich gute Planung.
Flugplan prüfen
Schau kurzfristig nach, wann der JL-Flug aus Tokio landet und welcher Typ eingeplant ist.
Betriebsrichtung klären
Wind und Pistennutzung entscheiden, von welcher Seite du fotografierst.
Licht planen
Prüf den Sonnenstand zur Landezeit, damit der rote Kranich nicht im Gegenlicht verschwindet.
Kennzeichen notieren
Mach immer ein Foto, auf dem das JA-Kennzeichen lesbar ist – so ordnest du die Maschine später sauber zu.
Die volle JAL-Vielfalt erlebst du aber nur in Japan. Am stadtnahen Flughafen Haneda gibt es große Aussichtsdecks an den Terminals, von denen du A350, 787, 767 und 737 im Minutentakt siehst. In Narita ist der Hügel Sakura no Yama ein Klassiker für Landungen. Einen kompakten Überblick für deine Tour gibt dir der Guide Planespotting in Tokio.
Gute Chancen auf JAL, wenn …
- du in Haneda oder Narita stehst – dort ist JAL einer der Hauptbetreiber
- in Frankfurt der Tokio-Flug im Plan steht und das Wetter mitspielt
- du in Osaka-Itami auf die Embraer von J-Air wartest
Prüf es vorher, wenn …
- du einen bestimmten Typ wie die letzte 777-300ER sehen willst
- du nach älteren Spotterberichten planst – Typen und Zeiten ändern sich
Eher kein JAL-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen ohne Tokio-Verbindung stehst
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur aus öffentlich zugänglichen Bereichen. In Japan gelten an den Aussichtsdecks eigene Hausregeln, etwa zu Stativen oder zu Öffnungszeiten. Halte dich daran und lass Zäune und Sicherheitsbereiche in Ruhe.
Ein Kapitel Geschichte: Flug 123
Zu JAL gehört auch eines der schwersten Unglücke der Luftfahrt. Am 12. August 1985 stürzte eine Boeing 747SR mit dem Kennzeichen JA8119 in den Bergen westlich von Tokio ab. 520 Menschen starben, vier überlebten. Ursache war eine fehlerhafte Reparatur am hinteren Druckschott nach einem früheren Heckaufsetzer. Das Unglück hat die Airline und die japanische Luftfahrt nachhaltig geprägt; JAL hält die Erinnerung bis heute bewusst wach, auch in der Schulung der Mitarbeitenden.
Häufige Verwechslungen
- JAL und ANA verwechseln – ANA trägt Blau und gehört zur Star Alliance, JAL den roten Kranich und gehört zu oneworld.
- Jede JAL-Flugnummer für die Hauptgesellschaft halten – auch J-Air fliegt unter JL-Flugnummern, mit Embraer statt Boeing oder Airbus.
- A350-900 und A350-1000 gleichsetzen – der -1000 ist deutlich länger, hat sechs statt vier Räder je Hauptfahrwerk und fliegt bei JAL international, der -900 im Inland.
- ZIPAIR für eine Fremd-Airline halten – sie ist eine hundertprozentige Tochter von JAL, nur mit eigenem Design.
- Fotos ohne Kranich falsch einordnen – zwischen 2002 und 2011 flog JAL im Design „Arc of the Sun“.
JAL im Blick behalten
Beobachte JAL, einzelne Kennzeichen oder den A350-1000 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt. Teile deine Sichtung mit der Community und plane das Licht mit dem Sonnenstand-Planer. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Japan Airlines ist eine der elegantesten Airlines am Himmel und für europäische Spotter eine echte Rarität. Hinter dem roten Kranich steckt eine Flotte im Umbruch: Der A350-1000 löst die 777 ab, die 787 trägt die internationale Flotte, und im Inland fliegt der A350-900 Strecken, auf denen anderswo Mittelstreckenjets unterwegs sind. Wer JAL wirklich komplett sammeln will, kommt um eine Reise nach Tokio kaum herum.
Kurzfazit
Japan Airlines (IATA JL, ICAO JAL) ist der traditionsreiche japanische Flag Carrier und Mitglied von oneworld. Erkennungszeichen ist der rote Tsurumaru-Kranich, auf der Langstrecke fliegen vor allem A350-1000 und Boeing 787.
Zusammenfassung
- JAL erkennst du sofort am roten Kranich im Kreis auf dem weißen Leitwerk und am großen JAL-Schriftzug vorn am Rumpf.
- In Europa begegnet dir JAL an wenigen Flughäfen wie Frankfurt, London-Heathrow, Paris und Helsinki – meist mit A350-1000 oder Boeing 787.
- Die volle Typenvielfalt mit A350-900 im Inlandsverkehr, 767 und 737 siehst du nur in Japan, am besten an den Aussichtsdecks in Haneda.
- Achte auf Kennzeichen und Tochtergesellschaft: Auch J-Air fliegt unter JL-Flugnummern, aber mit Embraer-Jets.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Japan Airlines?
Der IATA-Code von Japan Airlines ist JL, der ICAO-Code JAL. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „JAPANAIR“. Auch der Regionalableger J-Air fliegt unter JL-Flugnummern, deshalb verrät erst der Flugzeugtyp, wer tatsächlich fliegt.
Zu welcher Allianz gehört JAL?
Japan Airlines ist Mitglied der oneworld-Allianz, seit dem 1. April 2007. Zu den engsten Partnern gehören British Airways, Finnair und American Airlines, mit denen JAL auf den Strecken nach Europa und Nordamerika eng kooperiert. Der große japanische Konkurrent ANA ist dagegen in der Star Alliance.
Welche Flugzeuge fliegt Japan Airlines?
Auf der Langstrecke setzt JAL den Airbus A350-1000, die Boeing 787-8 und 787-9 und auslaufend die Boeing 777-300ER ein. Im Inland fliegen A350-900, Boeing 767-300ER und 737-800. Bestellt sind laut Flottenübersichten (Stand 2026) unter anderem Boeing 737-8 und Airbus A321neo. Die Tochter J-Air fliegt Embraer E170 und E190.
Wo fliegt der A350-1000 von JAL?
Airbus übergab den ersten A350-1000 im Dezember 2023 in Toulouse. Als erste Strecke war Tokio-Haneda–New York JFK vorgesehen. Der A350-1000 gilt als neues internationales Flaggschiff und ersetzt nach und nach die Boeing 777-300ER, auch auf Strecken nach Europa. Welche Route an welchem Tag mit welchem Typ fliegt, prüfst du am besten kurzfristig im Flugplan.
Was bedeutet der Kranich im JAL-Logo?
Das Logo heißt Tsurumaru, wörtlich etwa „Kranich im Kreis“. Der Kranich steht in Japan für Glück und langes Leben. JAL führte das Symbol 1959 ein, ersetzte es 2002 durch das Design „Arc of the Sun“ und kehrte am 1. April 2011 zum Kranich zurück.
Wo kann ich Japan Airlines in Deutschland spotten?
In Deutschland fliegt JAL nach Frankfurt. Die Verbindung nach Tokio ist einer der wenigen Flüge in die Region, die du hierzulande regelmäßig siehst. Flugzeiten und Typ ändern sich mit dem Flugplan, prüf also vorher, wann die Maschine landet und welcher Typ eingeplant ist.
Ist JAL dasselbe wie ZIPAIR?
Nein, aber verwandt. ZIPAIR Tokyo ist eine hundertprozentige Tochter von JAL mit Sitz in Narita, die Boeing 787-8 mit eigenem Design und eigenen Codes (IATA ZG, ICAO TZP) fliegt. Sie bedient als Low-Cost-Langstreckenmarke vor allem Ziele in Asien und Nordamerika.
Was passierte mit dem JAL-A350 in Haneda 2024?
Am 2. Januar 2024 kollidierte JAL-Flug 516, ein A350-900 mit dem Kennzeichen JA13XJ, nach der Landung in Haneda mit einer Dash 8 der japanischen Küstenwache. Der A350 brannte aus, alle 379 Menschen an Bord konnten das Flugzeug verlassen. In der Maschine der Küstenwache starben fünf von sechs Besatzungsmitgliedern.
Japan Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A350-1000
Schwarze Cockpit-Maske, gebogene Flügelspitzen und ein Rumpf von fast 74 Metern auf sechsrädrigen Fahrwerken: Die A350-1000 ist die große A350. So erkennst du sie und trennst sie sicher von A350-900 und Boeing 777.
FlugzeugtypAirbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypEmbraer E170
Der kleinste E-Jet der ersten Generation: Die E170 brachte 2004 bei LOT die ganze Familie in den Liniendienst, wird nicht mehr gebaut und ist in Europa ein Auslaufmodell. So trennst du sie von der fast identischen E175.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypBoeing 767-300F und 767-300BCF
Fensterloser, schlanker Großraumrumpf, großes Frachttor vorn links: Die 767-300F ist das Arbeitspferd der Express-Netze. So erkennst du Neubau-Frachter und Umbauten und findest sie an den Cargo-Drehkreuzen.
Weitere Airlines
All Nippon Airways
Japans große Netzwerk-Airline aus Tokio: Star-Alliance-Mitglied seit 1999, Erstkunde der Boeing 787, drei A380 im Schildkröten-Look für Hawaii und eine Flotte, in der fast alles von Boeing stammt.
Low-CostZIPAIR Tokyo
Die Langstrecken-Low-Cost-Tochter von Japan Airlines fliegt ab Tokio-Narita mit Boeing 787-8 nach Asien und Nordamerika. Viele ihrer Dreamliner kennst du noch aus der JAL-Flotte.
RegionalJapan Transocean Air
Die JAL-Tochter aus Okinawa: Basis Naha, eine reine Flotte aus Boeing 737-800, Verbindungen zwischen den Ryukyu-Inseln und Japans Hauptinseln – und Walhai-Sonderlackierungen, für die Spotter extra nach Okinawa reisen.
Low-CostJetstar Japan
Japans Low-Cost-Airline mit dem orangefarbenen Stern: gegründet von Qantas, JAL und Mitsubishi, Basis in Narita, Flotte aus A320 und A321LR – und mitten im Eigentümerwechsel.
NetzwerkBritish Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
NetzwerkFinnair
Die finnische Netzwerk-Airline mit dem schlichten Weiß-Blau: 1923 als Aero gegründet, Drehkreuz Helsinki, oneworld-Mitglied und 2015 erste A350-Betreiberin Europas – mit einer Flotte, die du an der Kennzeichen-Reihe fast schon auswendig lernen kannst.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
oneworld
Die kleinste der drei großen Allianzen mit den größten Namen: British Airways, American, Qatar Airways, Cathay Pacific, Qantas und Co. – und Flugzeugen im oneworld-Design, die Spotter gezielt jagen.
FlughafenFlughafen Tokio-Haneda
Einer der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt, gebaut auf Neuland in der Tokioter Bucht: vier Bahnen, drei Terminals, Heimat von JAL und ANA – und mit offiziellen Aussichtsdecks auf allen Terminals ein Paradies für Spotter.
FlughafenFlughafen Tokio-Narita
Kein großer Flughafen der Welt hat eine so umkämpfte Vorgeschichte wie Narita: Jahrzehnte des Widerstands, eine gestürmte Kontrollzentrale, eine zu kurze zweite Bahn. Heute ist NRT Japans wichtigstes Tor für Langstrecke, Fracht und Low-Cost – und mit seinen Spotterhügeln ein Ziel, das auf jede Asien-Liste gehört.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
Wo du Japan Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aussichtsdecks am Flughafen Tokio-Haneda
Drei Terminals, drei offizielle Aussichtsdecks und eines davon rund um die Uhr offen: In Haneda spottest du JAL und ANA mit Großraumjets im Inlandsverkehr und die internationalen Gäste – ganz ohne Zaun und Leiter.
SpotterhügelSakura no Yama am Flughafen Tokio-Narita
Der bekannteste Spotterhügel Japans: Vom Park Sakura no Yama am Nordende der Piste A in Narita siehst du Landungen auf der 16R tief über dir – mit Kirschbäumen, Shop und kostenlosem Parkplatz.
AnflugschneiseSenrigawa-Damm am Flughafen Osaka-Itami
Japans wohl berühmtester Anflugspot: Am Damm des Senri-Flusses ziehen die Landungen auf die Piste 32L des Flughafens Osaka-Itami so tief über dich hinweg, dass du das Fahrwerk fast greifen kannst – kostenlos, ohne Zaun im Bild und mitten im Wohngebiet.
SpotterhügelAussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
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