Boeing 747-400

Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.

Auch bekannt als: 747-400F · 747-400ERF · 747-400BCF · 747-400M Combi · 747-400D · 747 Dreamlifter · Jumbo · Jumbo-Jet · Queen of the Skies

USABoeingGroßraumflugzeugeICAO-Typcode: B744, BLCF10 Min. Lesezeit

B744

ICAO-Typcode

694

gebaute Exemplare

1,8 m

hohe Winglets

2009

letzte Auslieferung

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 747-400 ist der meistgebaute Jumbo: Zwischen 1989 und 2009 lieferte Boeing 694 Exemplare aus – mehr als von jeder anderen 747-Version.
  • Winglets sind das Erkennungsmerkmal Nummer eins: Weder die Classic-747 noch die 747-8 tragen hochgezogene Flügelspitzen.
  • Im Passagierverkehr wird sie selten: Lufthansa gehört zu den letzten großen Betreibern und plant die vollständige Ausmusterung ihrer 747-400, Berichten zufolge bis etwa 2027.
  • Als Frachter fliegt sie weiter: 747-400F, 400ERF und Umbaufrachter sind bei Cargo-Airlines wie Atlas Air, Cargolux oder UPS noch im Einsatz.
  • Ein Code für alle: B744 steht für Passagierflugzeug, Combi und Frachter – nur der Dreamlifter hat mit BLCF einen eigenen Code.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Boeing 747-400?
  2. 2.Die Versionen im Überblick
  3. 3.Der schnellste Weg zur Bestimmung
  4. 4.747-400, 747-8 oder A380?
  5. 5.Frachter: Werksfrachter oder Umbau?
  6. 6.Wer die 747-400 heute fliegt
  7. 7.Wo du die 747-400 in Deutschland siehst
  8. 8.Spotting-Tipps für die 747-400
  9. 9.Fototipps
  10. 10.Warum die 747-400 abtritt
  11. 11.Fazit

Steckbrief

HerstellerBoeing (Endmontage in Everett, Washington)
FamilieBoeing 747, dritte Generation nach Classic (-100/-200/-300)
Versionen747-400 (Passagiere), 747-400M Combi, 747-400D (Japan-Inland), 747-400ER, Frachter 747-400F und 747-400ERF; dazu Umbaufrachter (BCF/BDSF) und vier Dreamlifter
ICAO-TypcodeB744 (alle Serienversionen), BLCF (Dreamlifter)
ProgrammstartOktober 1985 mit Bestellung von Northwest Airlines
Erstflug29. April 1988 (Passagierversion), 4. Mai 1993 (747-400F)
IndienststellungFebruar 1989 bei Northwest Airlines
Triebwerke4 × Pratt & Whitney PW4000, General Electric CF6-80C2 oder Rolls-Royce RB211-524G/H
Länge70,6 m
Spannweite64,4 m
Höhe19,4 m
CockpitGlascockpit für zwei Piloten, kein Flugingenieur
Sitzplätzerund 416 in typischer Drei-Klassen-Auslegung
Reichweiterund 13.500 km (Passagierversion mit PW-Triebwerken)
Max. Startgewichtrund 397 t (747-400ER/ERF: rund 413 t)
Gebaute Exemplare694 (1989–2009), davon 166 Frachter ab Werk (400F und 400ERF)
Letzte AuslieferungDezember 2009, eine 747-400ERF an Kalitta Air

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Vier Triebwerke und Buckel – eindeutig ein Jumbo
  • Hochgezogene Winglets an den Flügelspitzen, leicht nach außen geneigt: das Kernmerkmal gegenüber allen älteren 747 und der 747-8
  • Glatte Triebwerksgondeln ohne gezackte Hinterkanten (Chevrons)
  • Passagierversion: langes Oberdeck mit vielen Fenstern, wie bei der 747-300
  • 747-400F ab Werk: kurzer Buckel, keine Fenster im Hauptdeck, Bug klappt zum Beladen hoch
  • Umbaufrachter (BCF/BDSF): langer Buckel des Passagierflugzeugs, aber verschlossene Fenster und eine große Frachttür hinten links

Vier Triebwerke, der Buckel – und an den Flügelenden zwei kleine, senkrecht stehende Finnen. Dann hast du sehr wahrscheinlich eine Boeing 747-400 vor dir, den meistgebauten aller Jumbos. Über Jahrzehnte war sie das Rückgrat der Langstrecke, heute ist sie in Passagier-Lackierung selten geworden und fliegt vor allem als Frachter weiter. Hier erfährst du, wie du Passagierversion, Werksfrachter und Umbaufrachter sicher bestimmst, wie du sie von der 747-8 und der A380 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.

Die letzten Jumbos festhalten

Mit Planetrack hältst du jede 747-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Airline und Spot fest und sammelst die Maschinen in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist die Boeing 747-400?

Die 747-400 ist die dritte Generation des Jumbos. Boeing stellte sie 1984 zunächst als weiterentwickelte 747-300 vor; offiziell startete das Programm im Oktober 1985, als Northwest Airlines zehn Maschinen bestellte. Der Rumpf blieb im Wesentlichen der der 747-300 – inklusive des verlängerten Oberdecks –, doch fast alles andere wurde überarbeitet.

Die wichtigste Neuerung saß vorn: ein Glascockpit mit Bildschirmen statt Rundinstrumenten, ausgelegt für zwei Piloten. Der Flugingenieur, der in den älteren 747 noch mitflog, entfiel. Außerdem bekam die 747-400 einen längeren Flügel mit Winglets, die den Luftwiderstand im Reiseflug verringern, leichtere Werkstoffe, einen zusätzlichen Treibstofftank im Höhenleitwerk und neue Triebwerke. Airlines konnten zwischen drei Herstellern wählen: Pratt & Whitney PW4000, General Electric CF6-80C2 oder Rolls-Royce RB211-524G/H.

Der Erstflug fand am 29. April 1988 statt, im Februar 1989 ging der Typ bei Northwest in den Liniendienst. Die 747-400 traf genau den Nerv der Zeit: Sie konnte mit gut 400 Passagieren rund 13.500 Kilometer nonstop fliegen und verband damit Europa, Asien und Amerika ohne Zwischenlandung. Bis zur letzten Auslieferung im Dezember 2009 baute Boeing 694 Exemplare – mehr als von jeder anderen 747-Version. Mehr zur Familiengeschichte findest du im Beitrag Die Geschichte der Boeing 747.

694gebaute 747-400 aller Versionen
2Piloten im Glascockpit – der Flugingenieur entfiel
3Triebwerksoptionen: Pratt & Whitney, GE, Rolls-Royce

Die Versionen im Überblick

Hinter dem Code B744 steckt eine ganze Familie. Für Spotter sind vor allem die Unterschiede an Oberdeck, Fenstern und Bug wichtig.

Version Einsatz Typisches Merkmal Gebaut
747-400 Passagiere, Langstrecke langes Oberdeck, Winglets 442
747-400M Combi Passagiere und Fracht auf dem Hauptdeck große Frachttür hinten links, Fenster bleiben 61
747-400D Inlandsflüge in Japan keine Winglets 19
747-400ER Passagiere, mehr Reichweite äußerlich wie die 747-400 6
747-400F Frachter ab Werk kurzer Buckel, Bugtür, keine Rumpffenster 126
747-400ERF Frachter mit mehr Startgewicht wie die 400F 40

Dazu kommen Umbauten: Unter den Bezeichnungen 747-400BCF (Boeing) und BDSF (Israel Aerospace Industries) wurden ausgemusterte Passagiermaschinen zu Frachtern umgerüstet; Boeing beendete sein Umbauprogramm 2016. Die spektakulärste Variante ist der Dreamlifter (747-400LCF): Vier Maschinen mit stark aufgeweitetem Rumpf, deren Heck zum Beladen zur Seite schwenkt. Boeing fliegt damit Großbauteile für die 787 zwischen den Werken.

Die Ausnahme ohne Winglets

Die 747-400D für den japanischen Inlandsverkehr flog ohne Winglets – auf ihren kurzen Inlandsstrecken brachten sie kaum Vorteile. Alle Maschinen dieser Version sind inzwischen ausgemustert – wenn du heute eine 747 ohne Winglets siehst, ist es fast immer eine 747-8 oder ein Classic.

Der schnellste Weg zur Bestimmung

Jumbo oder A380?

Vier Triebwerke und ein Buckel nur im vorderen Rumpf sprechen für eine 747. Laufen zwei Fensterreihen über die volle Länge, ist es eine A380.

Flügelspitzen prüfen

Senkrecht stehende, leicht nach außen geneigte Winglets: 747-400. Gepfeilte Spitzen ohne Winglet: 747-8. Einfache, runde Flügelenden: Classic-747.

Triebwerksgondeln ansehen

Glatte Hinterkanten passen zur 747-400. Gezackte Chevrons gehören zur 747-8 mit GEnx-Triebwerken.

Buckel und Fenster lesen

Langer Buckel mit Fensterreihen: Passagierflugzeug. Kurzer Buckel ohne Rumpffenster: 747-400F. Langer Buckel ohne Fenster im Hauptdeck: Umbaufrachter.

747-400, 747-8 oder A380?

Am Zaun ist die Frage selten, ob es ein Jumbo ist, sondern welcher. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.

Merkmal Boeing 747-400 Boeing 747-8 Airbus A380-800
Flügelspitzen hochgezogene Winglets gepfeilt, ohne Winglet kleine Wingtip Fences
Triebwerksgondeln glatt mit Chevrons glatt
Oberdeck nur vorn nur vorn, bei der 8I verlängert über die ganze Länge
Länge 70,6 m rund 76,3 m rund 72,7 m
Spannweite 64,4 m rund 68,4 m knapp 80 m
ICAO-Code B744 B748 A388

Bei gutem Licht reicht meist ein Blick auf die Flügelenden. Schwieriger wird es bei Frachtern: 747-400F und 747-8F haben beide den kurzen Buckel. Hier entscheiden Winglets gegen gepfeilte Spitzen und glatte gegen gezackte Gondeln. Und wer sich generell mit Silhouetten schwertut, findet im Beitrag Airbus und Boeing unterscheiden die Grundlagen.

Es spricht für die 747-400, wenn …

  • an den Flügelenden Winglets nach oben stehen
  • die Triebwerksgondeln glatte Hinterkanten haben
  • dein Tracking-Dienst den Typcode B744 anzeigt
  • eine Fracht-Airline mit kurzem Buckel und Winglets landet

Sieh genauer hin, wenn …

  • du die Maschine nur frontal oder direkt von unten siehst – Winglets sind dann schwer zu erkennen
  • ein Frachter einen langen Buckel trägt – das kann ein Umbaufrachter sein
  • dein Foto die Flügelspitzen abschneidet

Es ist keine 747-400, wenn …

  • die Flügelspitzen flach nach hinten auslaufen und die Gondeln gezackt sind – dann 747-8
  • zwei Fensterreihen über die volle Rumpflänge laufen – dann A380
  • der Rumpf hinter dem Flügel stark aufgebläht ist – dann Dreamlifter (Code BLCF)

Frachter: Werksfrachter oder Umbau?

Bei der 747-400 als Frachter lohnt sich ein zweiter Blick, denn hier gibt es zwei grundverschiedene Bauarten.

Die 747-400F und die 747-400ERF wurden ab Werk als Frachter gebaut. Sie tragen den kurzen Buckel der frühen 747, weil das gesparte Gewicht der Nutzlast zugutekommt. Ihr Bug lässt sich hochklappen, sodass lange Güter direkt von vorn in den Rumpf geschoben werden können. Zusätzlich gibt es eine große Seitentür hinten links. Fenster im Hauptdeck hat dieser Frachter nicht.

Umbaufrachter (747-400BCF oder BDSF) waren dagegen zuerst Passagierflugzeuge. Sie behalten das lange Oberdeck, bekommen die große seitliche Frachttür, aber keine Bugtür. Die alten Fenster im Hauptdeck sind verschlossen – auf Fotos siehst du oft noch die Umrisse der Fensteröffnungen.

Merksatz für den Zaun

Kurzer Buckel und Winglets: 747-400F. Langer Buckel ohne Fenster: Umbaufrachter. Kurzer Buckel ohne Winglets, dafür Chevrons: 747-8F.

Mehr zur Bestimmung von Cargo-Jets aller Hersteller findest du im Beitrag Frachtflugzeuge erkennen. Wer Großraumfrachter direkt vergleichen will, schaut sich auch die Boeing 777F und die MD-11 an.

Wer die 747-400 heute fliegt

Passagierversion

Im Passagierverkehr ist die 747-400 ein Auslaufmodell. Große Betreiber wie British Airways, Qantas oder Delta haben ihre Flotten bereits vor Jahren ausgemustert, teils beschleunigt durch die Corona-Pandemie. Lufthansa gehört zu den letzten großen Airlines mit dem Typ im Linienbetrieb. Stand Oktober 2026 fliegt dort nur noch eine kleine, einstellige Zahl von Maschinen; der Konzern plant die vollständige Ausmusterung der 747-400, laut Medienberichten etwa 2027, wobei einzelne Maschinen schon vorher abgestellt werden können. Ersetzt wird der Typ innerhalb der Lufthansa Group durch neue Langstreckenjets wie die Boeing 777-9 und die A350-1000.

Daneben fliegen einzelne Maschinen bei Regierungen, Charterfirmen und kleineren Airlines. Weil sich solche Flotten schnell ändern, prüf vor einer gezielten Tour immer den aktuellen Flugplan.

Frachter

Deutlich lebendiger ist die Lage bei den Frachtern. 747-400F, 400ERF und Umbaufrachter fliegen unter anderem bei Atlas Air, Cargolux und UPS. Cargolux hat zwar mit der 777-8F Nachfolger bestellt, kündigte 2026 aber den Kauf weiterer gebrauchter 747-400F an – ein Zeichen, dass der Typ im Cargogeschäft noch eine Weile bleibt. Frachtflüge landen häufig nachts oder in Randzeiten und werden kurzfristig umgeplant. Plane daher mit Live-Tracking statt mit festen Flugplänen.

Wo du die 747-400 in Deutschland siehst

Für die Passagierversion ist der Flughafen Frankfurt die erste Adresse, denn dort startet Lufthansa ihre Jumbos auf die Langstrecke. Als Teil der Star Alliance sind diese Flüge in die Umsteigewellen des Drehkreuzes eingebunden. Ein bewährter öffentlicher Standpunkt ist die Aussichtsplattform Zeppelinheim. Weil die Zahl der Maschinen schrumpft, ist jeder Umlauf wertvoll – wer die 747-400 noch mit Kranich-Lackierung im Archiv haben will, wartet besser nicht zu lange.

Frachter-Versionen begegnen dir an den großen Cargo-Standorten: in Frankfurt, am Flughafen Leipzig/Halle und am Flughafen Köln/Bonn. Dort bieten die Besucherterrasse Leipzig/Halle und die Besucherterrasse Köln/Bonn legale Standpunkte. Welche Frachter an welchem Tag kommen, ändert sich laufend; ein Blick in einen Tracking-Dienst am selben Tag ist Pflicht.

Keinen Jumbo mehr verpassen

Setz den Typ B744 oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Wunschliste – Planetrack benachrichtigt dich per Sichtungs-Alarm, wenn die Maschine anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Spotting-Tipps für die 747-400

  • Typcode nutzen. In Tracking-Diensten trennt B744 die 747-400 sauber von der B748. Wie du die Daten liest, erklären die Guides zur Flugverfolgung per ADS-B und zu IATA- und ICAO-Codes.
  • Betriebsrichtung prüfen. In Frankfurt entscheidet sie, ob die Jumbos über deinem Standort landen oder auf der anderen Seite. Mehr dazu im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
  • Nachtfrachter einplanen. Viele 747-Frachter bewegen sich bei Dunkelheit. Mit den Tipps zum Fotografieren bei Nacht holst du trotzdem brauchbare Bilder heraus.
  • Licht vorausplanen. Langstreckenabflüge fallen oft in den Abend. Der Guide zum Sonnenstand am Fotospot zeigt dir, wann ein Standort im Gegenlicht liegt.
  • Abschiedsflüge im Blick behalten. Wenn Airlines einen Typ ausmustern, gibt es oft Sonderflüge oder letzte Umläufe. Solche Termine machen Airlines meist kurzfristig bekannt.

Wirbelschleppen und Sicherheit

Ein vierstrahliger Jumbo erzeugt kräftige Wirbelschleppen. Unter der Anflugschneise kann es kurz nach dem Überflug laut und böig werden – sichere Stativ und lose Gegenstände. Bleib auf öffentlichen Wegen und betritt keine abgesperrten Flächen. Was erlaubt ist, steht im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?.

Fototipps

  • Winglets ins Bild. Sie sind das Merkmal, das dein Foto eindeutig einer 747-400 zuordnet. Bei engen Ausschnitten fallen die Flügelspitzen gern weg – lass lieber etwas Luft.
  • Seitenprofil für Frachter. Nur im Profil erkennst du Buckel-Länge, Fenster und Frachttür auf einen Blick. Damit lässt sich später auch zwischen Werks- und Umbaufrachter unterscheiden.
  • Dreiviertelansicht von vorn. Etwa 30 bis 45 Grad zur Flugrichtung zeigen Buckel, Flügel und alle vier Triebwerke – frontal wirkt der Jumbo gedrungen.
  • Kennzeichen lesbar halten. Weil die Passagierflotten schrumpfen, ist jede Registrierung ein eigener Sammelpunkt. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Hangar-Gedanke

Die letzten Passagier-Jumbos sind ein lohnendes Sammelziel. In Planetrack postest du jede Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot und siehst in deinem Hangar, welche Maschinen dir noch fehlen.

Warum die 747-400 abtritt

Die 747-400 war ein Produkt ihrer Zeit: Viermotorige Großraumjets waren auf langen Überwasserstrecken lange Pflicht oder zumindest Standard. Mit zuverlässigeren Triebwerken und erweiterten Regeln für Zweistrahler übernahmen Flugzeuge wie die Boeing 777-300ER und die Airbus A350-900 viele Strecken – mit zwei statt vier Triebwerken und deutlich weniger Treibstoffverbrauch pro Sitz. Auch der vierstrahlige Konkurrent A340-600 verschwindet aus ähnlichen Gründen.

Im Frachtgeschäft sieht die Rechnung anders aus. Die Bugtür, das große Volumen und die hohe Nutzlast machen die 747-400F für bestimmte Ladungen schwer ersetzbar, und viele Maschinen haben noch Lebensdauer übrig. Deshalb wirst du Frachter-Jumbos mit Winglets noch länger sehen als ihre Passagier-Schwestern. Einen Überblick, wo sich der Jumbo unter den Riesen einordnet, gibt der Beitrag Die größten Flugzeuge der Welt.

Fazit

Die Boeing 747-400 ist der Jumbo, den eine ganze Generation von Reisenden kennt: vier Triebwerke, Buckel, Winglets. Für die Bestimmung reicht meist ein Blick auf die Flügelspitzen – hochgezogene Winglets und glatte Triebwerksgondeln trennen sie von der 747-8, das kurze Oberdeck und die Bugtür verraten den Werksfrachter. In Deutschland ist Frankfurt die letzte verlässliche Adresse für die Passagierversion, bevor Lufthansa den Typ ausmustert; Frachter siehst du außerdem an den Cargo-Drehkreuzen Leipzig/Halle und Köln/Bonn.

Kurzfazit

Vier Triebwerke, Buckel und senkrechte Winglets: Das ist die Boeing 747-400. Langer Buckel mit Fenstern heißt Passagierflugzeug, kurzer Buckel ohne Fenster heißt 747-400F, langer Buckel ohne Fenster heißt Umbaufrachter – und alle laufen unter dem ICAO-Code B744.

Zusammenfassung

  • Die Boeing 747-400 ist die gründlich modernisierte dritte 747-Generation mit Glascockpit, längeren Flügeln und Winglets.
  • Mit 694 Exemplaren ist sie die meistgebaute Version des Jumbos; ausgeliefert wurde sie von 1989 bis 2009.
  • Erkennbar ist sie vor allem an den hochgezogenen Winglets, den glatten Triebwerksgondeln und – bei der Passagierversion – am langen Oberdeck.
  • Stand Oktober 2026 siehst du die Passagierversion in Deutschland am ehesten bei Lufthansa in Frankfurt, die Frachter an großen Cargo-Standorten.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich eine Boeing 747-400?

Achte auf die Flügelspitzen: Die 747-400 trägt rund 1,8 Meter hohe, leicht nach außen geneigte Winglets. Ältere 747 haben einfache, abgerundete Flügelenden, die 747-8 flach nach hinten gepfeilte Spitzen. Dazu kommen glatte Triebwerksgondeln ohne Zacken.

Was ist der Unterschied zwischen 747-400 und 747-8?

Die 747-8 ist rund 5,6 Meter länger, hat gepfeilte Flügelspitzen ohne Winglets und gezackte Triebwerksgondeln (GEnx). Die 747-400 hat Winglets und glatte Gondeln. Im Tracking siehst du den Unterschied am Code: B744 gegenüber B748.

Wie unterscheide ich 747-400F und Umbaufrachter?

Die ab Werk gebaute 747-400F hat den kurzen Buckel der frühen 747 und eine hochklappbare Bugtür. Umbaufrachter (BCF oder BDSF) entstanden aus Passagiermaschinen: Sie behalten das lange Oberdeck, haben keine Bugtür und tragen im Hauptdeck verschlossene Fensteröffnungen.

Welchen ICAO-Typcode hat die Boeing 747-400?

Alle Serienversionen laufen unter B744 – Passagierflugzeug, Combi, 400D und Frachter. Die vier Dreamlifter, mit denen Boeing Bauteile für die 787 transportiert, führen den eigenen Code BLCF.

Fliegt Lufthansa noch die Boeing 747-400?

Ja, Stand Oktober 2026 betreibt Lufthansa noch eine kleine Zahl 747-400. Die Airline will den Typ aber vollständig ausmustern – Medienberichten zufolge etwa 2027, einzelne Maschinen womöglich schon früher. Prüfe vor einer Tour den aktuellen Flugplan.

Wie viele Boeing 747-400 wurden gebaut?

Boeing lieferte 694 Exemplare aus: 442 reine Passagierflugzeuge, 61 Combis, 19 Maschinen der Japan-Version 400D, 6 Langstreckenjets 400ER sowie 126 Frachter 400F und 40 Frachter 400ERF.

Ist die 747-400 größer als die A380?

Nein. Die Airbus A380 ist mit gut 72 Metern länger, hat eine deutlich größere Spannweite und zwei durchgehende Passagierdecks. Die 747-400 ist mit 70,6 Metern kürzer und hat nur vorn ein Oberdeck.

Boeing 747-400 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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