Australiens große unabhängige Regional-Airline: Saab-340-Turboprops ins Outback, ein kurzes Kapitel mit Boeing 737-800 und ein Neustart nach der Insolvenz von 2024.
Auch bekannt als: Rex · Rex Airlines · Regional Express · Regional Express Holdings · ZL
Australien·Regionalfluggesellschaften·IATA: ZL·ICAO: RXA·11 Min. Lesezeit
ZL
IATA-Code
RXA
ICAO-Code
Saab 340
Rückgrat der Flotte
2024
Ende der 737-Jetsparte
Das Wichtigste in Kürze
Rex ist eine australische Regional-Airline mit Sitz in Mascot bei Sydney und gehört keiner Allianz an.
Codes: IATA ZL, ICAO RXA, Rufzeichen „REX“.
Die Saab 340 ist das Markenzeichen: Rex betreibt die größte Saab-340-Flotte der Welt.
Die Jetsparte ist Geschichte: Ab März 2021 flog Rex mit Boeing 737-800 zwischen den Hauptstädten, im Juli 2024 endete das mit der Insolvenz.
Neustart unter neuem Eigentümer: Nach der Verwaltung durch EY übernahm der US-Konzern Air T die Airline; das Regionalnetz lief die ganze Zeit weiter.
Regionalfluggesellschaft mit Turboprop-Verkehr zwischen Hauptstädten und Regionalorten
Sitz
Mascot bei Sydney, New South Wales, Australien
Gegründet
2002 aus der Fusion von Hazelton Airlines und Kendell Airlines, Flugbetrieb als Rex seit August 2002
Eigentümer (Stand Oktober 2026)
Air T, Inc. (USA); Regional Express Holdings ist eine hundertprozentige Tochter
Wichtige Basen
u. a. Sydney, Melbourne, Adelaide, Brisbane, Perth, Cairns, Townsville, Wagga Wagga, Dubbo, Orange und Albury
Allianz
keine
Flotte
Saab 340 (laut Nachschlagewerken knapp 60 Maschinen, weltweit größter Betreiber des Typs)
Historische Jetsparte
Boeing 737-800, Linienbetrieb März 2021 bis Juli 2024
Vielfliegerprogramm
Rex Flyer
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Rex Regional Express?
Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.
Fast immer eine Saab 340: zweimotoriger Turboprop mit Tiefdecker-Flügel und Vierblatt-Propellern
Schriftzug „Rex“ am Rumpf und Logo am Leitwerk
Australisches Kennzeichen mit VH-, bei Rex häufig VH-ZL…, VH-ZR…, VH-RX… oder VH-OL…
Flugnummer beginnt mit ZL, im Funk und auf Trackern steht RXA bzw. das Rufzeichen REX
Typische Einsatzorte: Regionalflughäfen im Outback, auf Tasmanien, in Queensland und Westaustralien
Eine Rex-Boeing 737-800 ist heute ein historisches Motiv – die Jets flogen nur von 2021 bis 2024
Wer in Australien abseits der großen Städte unterwegs ist, landet früher oder später bei Rex. Die Regional Express verbindet Hauptstädte mit Orten im Outback, auf Tasmanien und an der Küste – und tut das fast ausschließlich mit einem Flugzeugtyp, der in Europa aus dem Linienverkehr weitgehend verschwunden ist: der Saab 340. Dazu kommt eine bewegte jüngere Geschichte mit einer kurzen Jetsparte, einer Insolvenz und einem neuen Eigentümer aus den USA. Diese Seite zeigt dir, wie du Rex einordnest, erkennst und wo du die Airline am besten vor die Linse bekommst.
Jede Saab einzeln im Hangar
Mit Planetrack postest du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen, sammelst jede Rex-Saab in deinem Hangar und merkst dir fehlende Maschinen auf der Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Rex im Überblick
Rex Regional Express ist eine australische Regional-Airline mit Sitz in Mascot, dem Stadtteil von Sydney, in dem auch der Flughafen liegt. Die Airline beschreibt sich selbst als größte unabhängige Regionalfluggesellschaft Australiens und bedient rund 50 Ziele. Ihr wichtigster Konkurrent im regionalen Turboprop-Verkehr ist QantasLink.
Das Geschäftsmodell ist klar umrissen: Rex verbindet die Hauptstädte der Bundesstaaten mit kleineren Orten, die für große Jets zu klein oder zu dünn besiedelt sind. Viele Strecken sind kurz, viele Flughäfen haben nur eine Piste und ein kleines Terminal. Ein Teil der Verbindungen wird von den Bundesstaaten unterstützt, weil sie für abgelegene Gemeinden eine wichtige Anbindung sind.
Rex gehört keiner Allianz an. Anders als Qantas oder Virgin Australia hat die Airline auch kein klassisches Drehkreuz mit Umsteigeverkehr. Stattdessen verteilt sie ihre Flotte auf mehrere Basen, von denen aus die Maschinen sternförmig in die Region fliegen.
ZLIATA-Code in der Flugnummer
RXAICAO-Code auf dem Tracker
VH-Kennzeichen-Präfix Australiens
Codes und Rufzeichen
IATA-Code ZL: steht in der Flugnummer, also auf der Anzeigetafel und im Ticket.
ICAO-Code RXA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
Rufzeichen REX: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Der IATA-Code ZL hat nichts mit dem Namen zu tun, er ist eine reine Airline-Kennung – wie solche Codes vergeben werden, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes. Praktisch ist dagegen, dass Rufzeichen und Markenname identisch sind: Hörst du im Funk „Rex“ mit einer Nummer, weißt du sofort, wer kommt. Mehr zu solchen Funknamen findest du unter Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte. Warum Flugnummer und Callsign oft unterschiedlich aussehen, erklärt der Artikel zum Unterschied zwischen Callsign und Flugnummer.
Tracker richtig lesen
Auf Flugtrackern erscheinen Rex-Flüge meist als RXA mit einer Nummer, dazu der Typcode SF34 für die Saab 340. Mit dem Typcode filterst du Rex an großen Flughäfen schnell aus dem übrigen Verkehr heraus.
Geschichte: von Hazelton und Kendell zu Rex
Rex ist ein Kind der größten Airline-Pleite Australiens. Als Ansett Australia im September 2001 zusammenbrach, rissen auch die regionalen Partner und Töchter mit. Ein Konsortium aus ehemaligen Ansett-Mitarbeitern, die Australiawide Airlines, kaufte daraufhin zwei Regional-Airlines: Hazelton Airlines und Kendell Airlines. Beide wurden zusammengelegt, und ab August 2002 flog das neue Unternehmen als Regional Express.
Die weiteren Stationen in Kurzform:
Jahr
Ereignis
2002
Fusion von Hazelton und Kendell, Flugbetrieb als Rex ab August
2005
Australiawide wird zu Regional Express Holdings, Teilbörsengang an der ASX, Übernahme von Air Link aus Dubbo
2007
Ausbau des Netzes in Queensland
2016
Strecken in Westaustralien und Flüge in die Snowy Mountains
2020
Starke Kürzungen in der Corona-Pandemie, Leasing von Boeing 737-800
2021
Erster Jetflug im Linienverkehr am 1. März zwischen Melbourne und Sydney
2024
Freiwillige Verwaltung ab Ende Juli, Ende der Jetsparte
2025
Verkauf an den US-Konzern Air T, Ende der Verwaltung im Dezember
Aus der Kendell-Übernahme brachte Rex anfangs auch einige Fairchild Metro 23 mit, die bis 2006 flogen. Wenn du dich für diese kleinen, schmalen Turboprops interessierst, findest du mehr auf der Seite zur Fairchild Swearingen Metro.
Die Jetsparte: Boeing 737-800 von 2021 bis 2024
Das spannendste und zugleich folgenreichste Kapitel der Rex-Geschichte begann 2020. Mitten in der Pandemie, als Virgin Australia selbst in die Verwaltung ging, sicherte sich Rex sechs Boeing 737-800, die zuvor bei Virgin geflogen waren. Am 1. März 2021 startete der erste Linienflug mit Jet zwischen Melbourne und Sydney.
Danach wuchs die Jetsparte schrittweise. Rex verband große Städte, darunter Melbourne, Sydney, Brisbane, Adelaide und die Gold Coast, und trat damit direkt gegen Qantas, Jetstar und Virgin Australia an. Nach und nach kamen weitere Maschinen hinzu, zeitweise gehörten rund zehn 737-800 zur Flotte.
Wirtschaftlich ging die Rechnung nicht auf. Ende Juli 2024 beantragte Rex einen Handelsstopp an der Börse, stellte den Verkauf von Jetflügen ein und strich die Hauptstadtverbindungen. EY wurde als Verwalter eingesetzt. Die 737 wurden am Boden abgestellt, der Regionalverkehr mit der Saab lief weiter.
Historisches Motiv
Eine Boeing 737-800 im Rex-Linienbetrieb gibt es seit Juli 2024 nicht mehr. Hast du zwischen 2021 und 2024 eine Rex-737 fotografiert, ist das heute ein historischer Beleg – notier dir Datum, Kennzeichen und Flughafen besonders sorgfältig.
Insolvenz und Neustart unter Air T
Wichtig für das Verständnis: In die Verwaltung ging die Gruppe, der Regionalbetrieb aber lief weiter. Die australische Bundesregierung stützte den Saab-Verkehr, weil viele Orte sonst ohne Linienanbindung gewesen wären. Im Laufe der Verwaltung stellte die Regierung mehrfach Geld bereit und kaufte im Januar 2025 Schulden von Rex bei einem Kreditgeber auf.
Im Oktober 2025 unterzeichnete der US-Konzern Air T die Vereinbarung zur Übernahme der Regional Express Holdings. Der Abschluss erfolgte Mitte Dezember 2025, damit endete die Verwaltung. Rex selbst bezeichnet die Regional Express Holdings inzwischen als hundertprozentige Tochter von Air T. Andere Teile der früheren Gruppe wurden während der Verwaltung abgegeben, darunter die Fracht- und Spezialflugtochter Pel-Air, die im Oktober 2024 an Toll ging.
Für dich als Spotter heißt das: Rex ist wieder eine reine Turboprop-Airline – genau das, was sie bis 2020 war.
Die Flotte: Saab 340 als Rückgrat
Das Herz von Rex ist die Saab 340. Der zweimotorige Turboprop des schwedischen Herstellers Saab flog erstmals 1983 und wurde bis 1999 gebaut, insgesamt 459 Mal. Rex betreibt davon die größte Flotte der Welt – laut gängigen Nachschlagewerken knapp 60 Maschinen. Genaue Zahlen schwanken, weil einzelne Flugzeuge in der Wartung stehen oder als Ersatzteilspender dienen.
Typ / Variante
Merkmale
Spotter-Hinweis
Saab 340B
Zweite Generation, stärkere GE-CT7-9B-Triebwerke, breiteres Höhenleitwerk
Bei Rex häufig
Saab 340B Plus
Dritte Generation, serienmäßig verlängerte Flügelspitzen, aktive Lärm- und Vibrationsdämpfung
Von außen kaum von der 340B zu trennen, Kennzeichen-Datenbank hilft
Boeing 737-800
Ehemalige Jetsparte, 2020/21 bis 2024
Historisch, nicht mehr bei Rex
Fairchild Metro 23
Aus der Kendell-Übernahme, bis 2006
Historisch
Die Saab 340 hat meist rund 34 Sitze. Für ein Land mit so großen Entfernungen klingt das wenig, passt aber genau zu den Strecken von Rex: Viele Orte haben nur ein paar Dutzend Fluggäste pro Flug, und die Saab kommt auch auf kurzen Pisten gut zurecht.
Eine bestimmte Saab gesucht?
Richte in Planetrack einen Sichtungs-Alarm für ein Kennzeichen, die Saab 340 oder Rex ein – die App benachrichtigt dich bei Anflug und Landung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Saab 340 oder Dash 8? So unterscheidest du sie
In Australien teilt sich Rex den regionalen Turboprop-Markt vor allem mit QantasLink, die die Dash 8-400 einsetzt. Aus der Ferne sehen beides „Propellerflugzeuge“ aus – im Detail sind sie gut zu trennen.
Das spricht für die Saab 340
Tiefdecker: Der Flügel sitzt unten am Rumpf
Kompakter, kurzer Rumpf mit wenigen Fenstern
Höhenleitwerk tief am Rumpfende, kein T-Leitwerk
Auf Trackern als SF34 geführt
Das spricht für eine Dash 8 oder ATR
Schulterdecker: Der Flügel liegt oben auf dem Rumpf
Deutlich längerer Rumpf, vor allem bei der Dash 8-400
T-Leitwerk mit Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse
Auf Trackern als DH8D, AT72 oder AT76 geführt
Der Tiefdecker-Flügel ist das schnellste Merkmal und funktioniert auch im Anflug aus großer Entfernung. Mehr zur Unterscheidung von Regional-Turboprops findest du im Guide Turboprops unterscheiden.
Woran du Rex erkennst
Rex erkennst du in erster Linie über die Kombination aus Typ und Schriftzug: eine Saab 340 mit „Rex“ am Rumpf und dem Logo der Airline am Leitwerk. Weil kaum eine andere australische Linien-Airline die Saab 340 in größerer Zahl einsetzt, ist der Typ allein schon ein starker Hinweis.
Das zweite Merkmal ist das Kennzeichen. Australische Luftfahrzeuge tragen das Präfix VH-, bei Rex begegnen dir häufig Registrierungen wie VH-ZL…, VH-ZR…, VH-RX… oder VH-OL…. Viele Maschinen haben eine lange Geschichte bei anderen Betreibern hinter sich, bevor sie zu Rex kamen. Wie du Registrierungen liest und einordnest, erklärt der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen; wer die Saabs einzeln sammeln will, findet Anregungen unter Registrierungen sammeln.
Typ prüfen
Tiefdecker-Turboprop mit kurzem Rumpf? Dann ist es sehr wahrscheinlich eine Saab 340.
Schriftzug suchen
„Rex“ am Rumpf und das Logo am Leitwerk bestätigen die Airline.
Kennzeichen lesen
VH- plus drei Buchstaben – damit wird aus der Sichtung ein eindeutiger Eintrag.
Tracker abgleichen
RXA im Callsign und SF34 als Typcode sichern die Zuordnung ab.
Rex spotten: Hauptstädte und Regionalflughäfen
An den großen Flughäfen siehst du Rex regelmäßig, aber zwischen viel anderem Verkehr. Am Flughafen Sydney etwa landen die Saabs neben Langstreckenjets von Qantas und internationalen Airlines – ein schöner Kontrast fürs Foto. Welche Spots sich dort eignen, zeigt der Guide zum Planespotting in Sydney; ein Klassiker ist Shep’s Mound. Weitere Basen hat Rex unter anderem in Melbourne, Adelaide, Brisbane, Perth, Cairns und Townsville.
Das eigentliche Rex-Gefühl bekommst du aber an den kleinen Plätzen. In New South Wales sind Wagga Wagga, Dubbo, Orange und Albury Rex-Basen, dazu kommen viele Orte in Queensland, Südaustralien, Victoria, Tasmanien und Westaustralien. Dort ist Rex oft der wichtigste oder einzige Anbieter im Linienverkehr. Das bedeutet wenig Verkehr, aber entspannte Bedingungen: Du kannst Ankunft, Abfertigung und Start in Ruhe beobachten. Tipps für solche Plätze findest du im Artikel Spotting an kleinen Regionalflughäfen.
Gute Chancen auf Rex, wenn …
du an einem Regionalflughafen in New South Wales oder Queensland bist
der Flughafen eine Rex-Basis ist und die Maschinen dort morgens starten
im Flugplan mehrere ZL-Flüge stehen
Prüf es vorher, wenn …
du nach Berichten aus der Zeit vor 2024 planst – die Jetstrecken gibt es nicht mehr
der Ort nur wenige Flüge pro Woche hat
Eher kein Rex-Tag, wenn …
du auf eine Rex-737 hoffst – die Jetsparte ist Geschichte
Für gute Bilder der Saab 340 lohnt sich ein Blick auf die Belichtung: Bei zu kurzer Verschlusszeit stehen die Propeller still, und das Foto wirkt leblos. Wie du die Propeller sichtbar drehen lässt, ohne zu verwackeln, erklärt der Artikel Propeller fotografieren.
Sicherheit und Regeln
Gerade an kleinen Regionalflughäfen wirkt alles locker – trotzdem gilt: nur von öffentlich zugänglichen Bereichen fotografieren, Zäune und Absperrungen respektieren und keine Drohnen in Flughafennähe. Im Outback kommen Hitze und weite Wege hinzu, also Wasser und Sonnenschutz nicht vergessen.
Häufige Verwechslungen
Jede Turboprop für Rex halten – QantasLink fliegt Dash 8, andere Betreiber ATR oder kleinere Typen. Der Tiefdecker-Flügel zeigt die Saab.
Rex mit QantasLink gleichsetzen – QantasLink gehört zur Qantas Group, Rex ist unabhängig.
Eine 737 in Rex-Farben für aktuell halten – seit Juli 2024 fliegt Rex keine Jets mehr im Linienverkehr.
ZL als Namenskürzel verstehen – der IATA-Code ist eine reine Kennung, der ICAO-Code RXA ist näher am Namen.
Rex mit Alliance Airlines verwechseln – Alliance Airlines setzt vor allem Jets für Charter- und Wet-Lease-Einsätze ein, Rex fliegt Turboprop-Linienverkehr.
Saab 340B und 340B Plus am Flügel unterscheiden wollen – verlängerte Flügelspitzen gab es optional auch schon an frühen 340B, die genaue Variante klärst du am sichersten über das Kennzeichen.
Rex im Blick behalten
Mit Planetrack beobachtest du einzelne Kennzeichen oder die Saab 340, wirst bei Anflug oder Landung benachrichtigt und postest deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Rex Regional Express ist eine Airline mit klarem Profil und bewegter Geschichte. Entstanden aus den Resten der Ansett-Pleite, wurde sie zum weltgrößten Betreiber der Saab 340, wagte mit der Boeing 737-800 den Sprung in den Hauptstadtverkehr und musste diesen Schritt 2024 mit der Verwaltung bezahlen. Heute fliegt Rex unter dem Dach von Air T wieder das, was sie am besten kann: Turboprop-Verkehr in die Regionen. Für Spotter ist sie damit eine der letzten großen Gelegenheiten, die Saab 340 im täglichen Linienbetrieb zu erleben.
Kurzfazit
Rex (IATA ZL, ICAO RXA) ist eine australische Regional-Airline mit der weltgrößten Saab-340-Flotte. Die 737-Jetsparte von 2021 bis 2024 ist Geschichte; heute erkennst du Rex am Tiefdecker-Turboprop mit Rex-Schriftzug und VH-Kennzeichen.
Zusammenfassung
Rex erkennst du in erster Linie am Flugzeugtyp: Wo in Australien eine Saab 340 im Linienverkehr landet, ist es sehr wahrscheinlich eine Rex-Maschine.
Die 737-800 mit Rex-Logo sind seit Mitte 2024 aus dem Linienbetrieb verschwunden – Fotos aus den Jahren 2021 bis 2024 sind heute historische Belege.
Rex fliegt viele Orte an, die sonst kaum Linienverkehr haben. Für Spotter lohnen sich deshalb vor allem kleine Regionalflughäfen.
An den großen Flughäfen wie Sydney, Melbourne oder Adelaide triffst du Rex neben QantasLink-Turboprops und Regionaljets – dort trennt dich der Typ schnell vom Rest.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Rex Regional Express?
Der IATA-Code von Rex ist ZL, der ICAO-Code RXA. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „REX“. Auf Flugtrackern taucht deshalb meist RXA mit einer Nummer auf, auf der Anzeigetafel ZL.
Welche Flugzeuge fliegt Rex?
Rex setzt im Linienverkehr auf die Saab 340, einen schwedischen Turboprop mit meist rund 34 Sitzen. Laut gängigen Nachschlagewerken umfasst die Flotte knapp 60 Maschinen – damit ist Rex der weltweit größte Betreiber des Typs. Die Boeing 737-800 der früheren Jetsparte sind seit 2024 nicht mehr für Rex im Einsatz.
Warum ging Rex 2024 in die Insolvenz?
Rex hatte ab 2021 mit Boeing 737-800 Strecken zwischen den australischen Hauptstädten aufgenommen und trat damit direkt gegen Qantas und Virgin Australia an. Die Jetsparte war wirtschaftlich nicht tragfähig. Ende Juli 2024 ging die Gruppe in die freiwillige Verwaltung (voluntary administration), EY wurde als Verwalter eingesetzt. Die Jetflüge wurden sofort eingestellt, der regionale Saab-Verkehr lief weiter.
Fliegt Rex heute noch?
Ja. Der regionale Turboprop-Verkehr wurde während der gesamten Verwaltung fortgeführt, unterstützt von der australischen Bundesregierung. Ende 2025 übernahm der US-Konzern Air T die Airline, Regional Express Holdings ist seitdem eine hundertprozentige Air-T-Tochter. Prüf trotzdem den aktuellen Flugplan, bevor du gezielt auf Rex spottest.
Wie ist Rex entstanden?
Rex entstand 2002, nachdem Ansett Australia zusammengebrochen war. Ein Konsortium aus ehemaligen Ansett-Mitarbeitern kaufte die Regional-Airlines Hazelton und Kendell, legte sie zusammen und flog ab August 2002 unter dem Namen Regional Express. 2005 folgte unter anderem die Übernahme von Air Link aus Dubbo.
Gehört Rex zu einer Allianz?
Nein. Rex ist weder Mitglied von oneworld noch einer anderen Allianz. Es gibt aber Interline-Vereinbarungen mit einzelnen Airlines, nach Nachschlagewerken unter anderem mit Etihad Airways und Delta Air Lines.
Wo kann ich Rex am besten spotten?
An den Hauptstadtflughäfen wie Sydney, Melbourne oder Adelaide siehst du Rex regelmäßig, aber zwischen viel anderem Verkehr. Besonders typisch sind die Regionalflughäfen, an denen Rex Basen hat oder der wichtigste Anbieter ist – etwa Wagga Wagga, Dubbo, Orange oder Albury in New South Wales.
Wie unterscheide ich die Saab 340 von ATR und Dash 8?
Die Saab 340 ist ein Tiefdecker: Der Flügel sitzt unten am Rumpf. ATR 42/72 und Dash 8 sind Schulterdecker mit dem Flügel oben auf dem Rumpf. Außerdem ist die Saab 340 kleiner und hat ein klassisches Leitwerk mit tief angesetztem Höhenleitwerk statt eines T-Leitwerks.
Rex Regional Express im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Die Airline-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Flotten, Strecken und Eigentümer ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.
Wenn du auf "Zulassen" klickst, stimmst du der Speicherung von Cookies auf deinem Gerät zu, um die Navigation auf der Website zu verbessern, die Nutzung der Website zu analysieren und unsere Marketingaktivitäten zu unterstützen. Weitere Informationen findest du in unsererDatenschutzrichtlinie.