Australische Charter- und Wet-Lease-Airline aus Brisbane: Bergbau-Pendlerflüge ins Outback, Embraer E190 für QantasLink und eine der letzten großen Flotten von Fokker 70 und Fokker 100 weltweit.
Auch bekannt als: Alliance Airlines Pty Limited · Alliance Aviation Services · AQZ · QQ
Australien·Charter & Wet-Lease·IATA: QQ·ICAO: UTY·12 Min. Lesezeit
QQ
IATA-Code
UTY
ICAO-Code
80
Flugzeuge in der Flotte (Juni 2026)
35
Fokker 70 und 100
Das Wichtigste in Kürze
Alliance Airlines ist eine australische Charter- und Wet-Lease-Airline mit Sitz am Flughafen Brisbane und gehört keiner Allianz an.
Charter, Fly-in-fly-out-Flüge für die Rohstoffindustrie und Wet-Lease für andere Airlines, dazu wenige Linienstrecken
Sitz
Flughafen Brisbane, Queensland
Gegründet
2002 aus der Übernahme der stillgelegten Regionalairline Flight West (1987–2001)
Muttergesellschaft
Alliance Aviation Services, an der australischen Börse ASX notiert (Kürzel AQZ), seit 2011
Basen
Brisbane, Perth, Adelaide, Cairns, Darwin, Rockhampton und Townsville
Allianz
keine
Flotte (laut Alliance, 30. Juni 2026)
80 Flugzeuge: 35 Fokker 70/100 und 45 Embraer E190, davon 5 Fokker abgestellt
Wichtigster Wet-Lease-Kunde
Qantas: E190 mit Crew für QantasLink, im Geschäftsjahr 2026/27 schrittweise von 30 auf 23 Flugzeuge reduziert
Kennzeichen
Australische Registrierung mit VH-
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Alliance Airlines?
Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.
Bei der Fokker: zwei Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk – eine Silhouette, die im Linienverkehr fast ausgestorben ist
Bei der Embraer E190: Triebwerke unter den Flügeln, tiefes Höhenleitwerk – oft in QantasLink-Farben unterwegs
Australisches Kennzeichen mit VH- am Rumpfende
Auf dem Tracker: ICAO-Code UTY, im Funk das Rufzeichen „UNITY“ – bei Wet-Lease-Flügen dagegen Code und Flugnummer des Auftraggebers
Typische Ziele sind Minenflugplätze im Outback statt großer Drehkreuze
Fokker 70 und Fokker 100 unterscheidest du an der Rumpflänge: Die 70 wirkt deutlich gedrungener
Wer heute noch eine Fokker 100 im Linien- oder Charterbetrieb fotografieren will, landet früher oder später bei derselben Antwort: Australien, genauer gesagt bei Alliance Airlines. Die Airline aus Brisbane fliegt Bergleute zu Minen im Outback, stellt Qantas komplette Flugzeuge mit Crew zur Verfügung und betreibt eine Flotte, die für europäische Spotter wie eine Zeitreise wirkt. Diese Seite zeigt dir, wie Alliance funktioniert, woran du ihre Flugzeuge erkennst und warum sich die Reise zu den Fokker eher jetzt als später lohnt.
Die letzten Fokker im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline fest – und siehst in deinem Hangar, welche Fokker 70 und 100 dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Alliance Airlines im Überblick
Alliance Airlines ist eine australische Charter- und Wet-Lease-Airline mit Sitz am Flughafen Brisbane in Queensland. Dahinter steht die börsennotierte Alliance Aviation Services, die seit 2011 an der australischen Börse ASX unter dem Kürzel AQZ gehandelt wird. Mit klassischen Linienairlines hat das Geschäftsmodell wenig gemein: Den Großteil der Flugstunden fliegt Alliance nicht für Passagiere, die ein Ticket kaufen, sondern für Auftraggeber – Bergbaukonzerne, Energieunternehmen, Behörden und andere Airlines.
Die Zahlen aus dem Geschäftsjahr bis Juni 2026 zeigen das deutlich. Von knapp 110.000 Flugstunden entfielen rund 79.600 auf Wet-Lease-Einsätze, also Flüge mit Alliance-Flugzeug und Alliance-Crew im Auftrag einer anderen Airline. Gut 27.300 Stunden kamen aus Verträgen mit Rohstoffunternehmen, nur rund 1.400 aus freien Chartern und weniger als 900 aus regulären Linienflügen. Alliance selbst nennt eine Pünktlichkeitsquote von 95 Prozent.
Einer Allianz gehört die Airline nicht an – der Name ist kein Hinweis auf Star Alliance, oneworld oder SkyTeam. Wie die großen Bündnisse funktionieren und warum Charterspezialisten selten Mitglied sind, erklärt der Artikel zu Star Alliance, oneworld und SkyTeam.
QQIATA-Code
UTYICAO-Code auf dem Tracker
VH-Australisches Kennzeichen-Präfix
Von Flight West zu Alliance: die Geschichte
Die Wurzeln von Alliance liegen in einer Pleite. Flight West war eine Regionalairline aus Brisbane, gegründet 1987, die im Auftrag der Regierung von Queensland abgelegene Orte anflog. 2001 geriet sie in Schwierigkeiten, und der Zusammenbruch von Ansett im September desselben Jahres versetzte ihr den letzten Stoß. Im April 2002 übernahm die Muttergesellschaft von Alliance die Betriebsgenehmigung und Teile der Flotte, darunter zwei Fokker 100. Mit diesen beiden Jets startete Alliance.
Die Gründer setzten früh auf eine Nische, die in Australien enorm gewachsen ist: Flüge für die Rohstoffindustrie. Statt Linienstrecken mit schwankender Auslastung zu bedienen, schloss Alliance langfristige Verträge mit Minenbetreibern. Die wichtigsten Stationen danach:
2011: Börsengang der Alliance Aviation Services.
2013: Alliance erhält als erster Betreiber in Australien den Gold-Status im Sicherheitsstandard BARS der Flight Safety Foundation.
2015: Ankündigung, sechs Fokker 70 und 15 Fokker 100 von Austrian Airlines zu kaufen – die Österreicher stellten damals auf Embraer um.
2016: Als erster regionaler Betreiber Australiens besteht Alliance das IATA-Sicherheitsaudit IOSA.
2022/2023: Qantas will Alliance ganz übernehmen, die Wettbewerbsbehörde ACCC lehnt das im April 2023 ab. Kurz darauf kauft Alliance 30 weitere E190 vom Leasinggeber AerCap, viele davon ehemalige Maschinen von JetBlue.
2026: Neuausrichtung mit neu verhandeltem Qantas-Vertrag, Abschreibungen auf die Fokker-Flotte und einem neuen Chef: Seit 1. Oktober 2026 führt Steven Greenway das Unternehmen.
Fokker-Tradition seit dem ersten Tag
Schon Flight West flog neben Turboprops auch die Fokker F28 Fellowship und die Fokker 100. Alliance hat diese Linie nie verlassen – bis die E190 kam.
Codes, Rufzeichen und der Wet-Lease-Effekt
IATA-Code QQ: steht in den Flugnummern eigener Linien- und Charterflüge.
ICAO-Code UTY: taucht im Flugplan und auf Flugtrackern auf, wenn Alliance unter eigenem Namen fliegt.
Rufzeichen UNITY: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Für Spotter ist der wichtigste Punkt aber ein anderer: Ein großer Teil der Alliance-Flüge läuft gar nicht unter QQ oder UTY. Im Wet-Lease stellt Alliance Flugzeug, Besatzung, Wartung und Versicherung, verkauft aber keine eigenen Tickets. Die Flüge tragen dann die Flugnummer des Auftraggebers – bei Qantas also QF-Nummern. Was das Prinzip genau bedeutet und wie es sich von einem Dry-Lease unterscheidet, steht im Guide Wet-Lease erklärt.
Tracker richtig lesen
Siehst du auf dem Tracker eine E190 mit Qantas-Flugnummer und VH-Kennzeichen, ist das sehr wahrscheinlich eine Alliance-Maschine im Wet-Lease. Ein Blick auf das Kennzeichen klärt den Betreiber zuverlässiger als die Flugnummer. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: Fokker 70, Fokker 100 und Embraer E190
Laut Geschäftsbericht umfasste die Flotte am 30. Juni 2026 genau 80 Flugzeuge. Fünf Fokker waren zu diesem Zeitpunkt abgestellt, aktiv eingesetzt wurden 75 Maschinen.
Typ
Anzahl
Hersteller
Typische Rolle
Spotter-Hinweis
Fokker 70
nicht getrennt ausgewiesen
Fokker, Niederlande
Bergbau-Charter, auch lange Direktflüge
Kurzer Rumpf, Tay-Triebwerke am Heck
Fokker 100
nicht getrennt ausgewiesen
Fokker, Niederlande
Bergbau-Charter, Wet-Lease
Längere Variante, ältere Exemplare werden ausgemustert
Fokker gesamt
35 (Juni 2026)
inklusive fünf abgestellter Maschinen
Embraer E190
45 (Juni 2026)
Embraer, Brasilien
Wet-Lease für QantasLink, Charter, FIFO
Triebwerke unter den Flügeln
Die Fokker 100 und ihre kürzere Schwester, die Fokker 70, stammen aus den 1980er- und 1990er-Jahren. Der niederländische Hersteller Fokker ging 1996 in Konkurs, die letzten Maschinen wurden 1997 ausgeliefert. Neue Flugzeuge gibt es also seit fast 30 Jahren nicht mehr – Alliance hält die Flotte mit eigener Technik, gebrauchten Maschinen und einem großen Ersatzteillager am Leben. Angetrieben werden beide Typen von Tay-Triebwerken von Rolls-Royce.
Die Fokker 70 hat bei Alliance eine besondere Stärke: Laut der Airline erlaubt ihre Reichweite Direktflüge von der Ostküste zu Minen in Westaustralien, ohne Zwischenstopp in Perth. Für Spotter in Brisbane heißt das: Eine startende Fokker kann durchaus Tausende Kilometer quer über den Kontinent unterwegs sein.
Die Embraer E190 von Embraer ist inzwischen der größte Flottenteil. Alliance hat sie fast ausschließlich gebraucht gekauft – viele Maschinen flogen vorher in Nord- und Mittelamerika. Ihre Geschichte lässt sich deshalb oft über alte Kennzeichen zurückverfolgen, was die E190 für Registrierungssammler interessant macht.
Eine bestimmte Fokker auf der Liste?
Leg einen Sichtungs-Alarm für Kennzeichen oder Typen an, und Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Fokker oder Embraer? So unterscheidest du die Typen
Alle drei Typen sind Regionaljets ähnlicher Größe, aber ihre Bauweise könnte kaum unterschiedlicher sein. Mit zwei Blicken hast du sie sortiert.
Das spricht für eine Fokker
Zwei Triebwerke hinten am Rumpf, nicht unter den Flügeln
T-Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt oben auf dem Seitenleitwerk
Saubere, triebwerksfreie Flügel
Auf Trackern als F70 oder F100 geführt
Das spricht für eine E190
Triebwerke unter den Flügeln
Höhenleitwerk tief am Rumpfende
Rundere, modernere Cockpitfenster und Nase
Auf Trackern als E190 geführt
Schwieriger wird es zwischen Fokker 70 und Fokker 100. Beide sehen im Grundsatz gleich aus, die 70 ist aber deutlich kürzer und wirkt dadurch gedrungen, fast so, als wären die Flügel zu groß für den Rumpf. Am sichersten zählst du die Fenster vor und hinter dem Flügel oder schaust ins Kennzeichen-Register. Bei der E190 hilft der Artikel Embraer E-Jets unterscheiden, um sie von E170, E175 und E195 zu trennen. Einen breiteren Überblick über Jets mit Hecktriebwerken gibt Regionaljets erkennen.
Woran du Alliance Airlines erkennst
Alliance fliegt mit eigener Bemalung und dem Schriftzug der Airline am Rumpf – das gilt vor allem für die Fokker und die E190 im Charter- und Bergbaueinsatz. Ein Teil der E190 trägt dagegen die Farben von QantasLink, weil die Maschinen im Wet-Lease für Qantas fliegen. Sie sehen auf den ersten Blick aus wie eigene Qantas-Flugzeuge, gehören aber Alliance. Die QantasLink-Seite erklärt, welche Gesellschaften unter dieser Marke sonst noch fliegen.
Das sicherste Merkmal ist deshalb der Typ in Kombination mit dem Kennzeichen: Eine Fokker 70 oder 100 mit VH-Kennzeichen ist in Australien zunehmend sicher eine Alliance-Maschine. Auch QantasLink setzte über die westaustralische Tochter Network Aviation Fokker 100 ein, hat aber 2025 angekündigt, sie schrittweise durch Embraer E190 und Airbus A320 zu ersetzen. Wie australische und andere Kennzeichen aufgebaut sind, zeigt der Grundlagenartikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Achtung Verwechslung
Auch Virgin Australia setzt Fokker von Alliance im Wet-Lease ein. Eine Fokker mit Virgin-Flugnummer ist also nicht automatisch ein Virgin-Flugzeug. Notier immer Kennzeichen und durchführende Gesellschaft getrennt von der Flugnummer.
Fly-in-fly-out: das Kerngeschäft im Outback
Australiens Rohstoffindustrie arbeitet oft an Orten ohne Stadt, ohne Straße in vernünftiger Entfernung und ohne Linienflüge. Die Lösung heißt Fly-in-fly-out: Beschäftigte fliegen für ihre Schichtblöcke direkt zur Mine und danach wieder nach Hause. Alliance ist in diesem Markt nach eigener Aussage der führende Anbieter und verweist auf rund 25 langfristige Verträge. Zu den angeflogenen Standorten zählen Minen wie Cannington, Mount Keith oder Telfer.
Für das Geschäftsjahr 2026/27 hat Alliance angekündigt, FIFO zum zentralen Wachstumsfeld zu machen. Die Fokker passen gut zu diesem Einsatz: Alliance hebt ihre guten Start- und Steigleistungen hervor, und die Fokker 70 schafft dank ihrer Reichweite auch lange Direktflüge zu entlegenen Minen.
Daneben gibt es freie Charter für Gruppen und Organisationen, vor allem in Australien und im asiatisch-pazifischen Raum. Linienflüge unter eigenem Namen spielen nur eine kleine Rolle, etwa zwischen Brisbane und Moranbah oder Adelaide und Olympic Dam. Wie sich Charter- und Linienverkehr grundsätzlich unterscheiden, erklärt der Artikel Charterflug und Linienflug.
Typ bestimmen
Hecktriebwerke und T-Leitwerk heißen Fokker, Triebwerke unter den Flügeln heißen E190.
Bemalung prüfen
Alliance-Schriftzug oder QantasLink-Farben? Das verrät dir den Einsatzzweck.
Tracker abgleichen
UTY bedeutet Alliance unter eigenem Namen, eine fremde Flugnummer deutet auf Wet-Lease hin.
Kennzeichen notieren
Das VH-Kennzeichen identifiziert die Maschine eindeutig – auch wenn sie später verkauft oder umlackiert wird.
Die Neuausrichtung 2026: Was das für Fokker-Fans bedeutet
2026 war für Alliance ein Umbruchjahr. Im August einigte sich die Airline mit Qantas auf einen deutlich geänderten Wet-Lease-Vertrag: höhere Preise ab Juli 2026, dafür eine schrittweise Reduzierung von 30 auf 23 E190 im Laufe des Geschäftsjahres bis Juni 2027. Zusammen mit fünf Maschinen, die aus einem auslaufenden Dry-Lease zurückkommen, werden damit zwölf E190 frei, die Alliance selbst einsetzen oder verkaufen kann.
Gleichzeitig nahm Alliance hohe Abschreibungen auf die Fokker-Flotte vor. Die neue Flottenstrategie, wie sie im Geschäftsbericht beschrieben ist, lautet:
Ältere Fokker 100 werden nach und nach ausgemustert.
Fokker 70 bleiben dort im Einsatz, wo sie betrieblich sinnvoll sind.
Embraer E190 werden stärker in der gesamten Flotte genutzt werden.
Überzählige Flugzeuge, Triebwerkskerne, Ersatzteile und Hangars stehen zum Verkauf.
Für dich als Spotter ist die Botschaft klar: Die Zeit der großen Fokker-Flotte läuft ab. Abschiedsflüge, Überführungen ausgemusterter Maschinen und abgestellte Fokker auf dem Vorfeld werden in den kommenden Jahren häufiger zu sehen sein. Wie du solche Momente nicht verpasst, erklären die Artikel zu Abschieds- und Erstflügen und zu Überführungsflügen.
Gute Chancen auf Alliance, wenn …
du an einer Basis wie Brisbane, Perth oder Cairns spottest
du früh am Morgen da bist, wenn die Pendlerflüge zu den Minen starten
du auf Strecken achtest, die QantasLink mit der E190 bedient
Prüf es vorher, wenn …
du gezielt eine Fokker 100 suchst – ältere Exemplare verschwinden schrittweise
du nach älteren Reiseberichten planst, denn die Flotte ändert sich gerade stark
Eher kein Alliance-Tag, wenn …
du in Europa spottest – Alliance fliegt praktisch nur in Australien und im asiatisch-pazifischen Raum
Alliance Airlines in Australien spotten
Weil der Großteil der FIFO-Flüge zu abgelegenen Minen geht, siehst du Alliance vor allem an den Ausgangsflughäfen. Brisbane ist Firmensitz und Technikstandort, Perth das Tor zu den westaustralischen Bergbauregionen. Dazu kommen Basen in Adelaide, Cairns, Darwin, Rockhampton und Townsville. Der typische Rhythmus der Schichtpendler sorgt für Spitzen am frühen Morgen und am Nachmittag.
In Sydney ist Alliance seltener zu Gast als an den Basen. Wenn du trotzdem dort spottest, lohnt sich ein Blick in die Planung: Der Artikel Planespotting in Sydney und der Spot Shep’s Mound am Flughafen Sydney zeigen dir, wo du Regionaljets und Großraumflugzeuge gut vor die Linse bekommst. Neben Alliance triffst du in Australien auf Rex Regional Express, Jetstar und die Qantas-Gruppe.
Ist deine Alliance-Sichtung sauber dokumentiert?
Hak ab, was du festgehalten hast – ab vier Haken lässt sich die Sichtung später eindeutig zuordnen.
Typ genau notiert: Fokker 70, Fokker 100 oder E190
VH-Kennzeichen lesbar fotografiert
Bemalung festgehalten: Alliance oder QantasLink
Flugnummer und Rufzeichen vom Tracker übernommen
Flughafen und Spot vermerkt
Datum notiert – bei Fokker wichtig, weil die Flotte schrumpft
Seltene Typen wie die Fokker sind beliebte Motive in der Community. Wie du einschätzt, wie besonders eine Sichtung wirklich ist, liest du im Artikel seltene Flugzeuge spotten. Und auch im Nachbarland lohnt der Blick: Air Niugini aus Papua-Neuguinea setzte ebenfalls Fokker 70 ein.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Minenflugplätze sind in der Regel Privatgelände mit Zugangsbeschränkung – dort hast du ohne Erlaubnis nichts verloren. Absperrungen und Sicherheitsbereiche an Flughäfen sind tabu, Drohnen in Flughafennähe ebenfalls.
Häufige Verwechslungen
Alliance für ein Allianz-Mitglied halten – der Name hat nichts mit Star Alliance, oneworld oder SkyTeam zu tun.
Jede E190 in QantasLink-Farben Qantas zuordnen – die Maschinen gehören Alliance und fliegen im Wet-Lease.
Fokker 70 und Fokker 100 verwechseln – die 70 ist deutlich kürzer, Fenster zählen oder Kennzeichen prüfen hilft.
Die Flugnummer mit dem Betreiber gleichsetzen – im Wet-Lease trägt Alliance die Flugnummern von Qantas oder Virgin Australia.
Alliance für eine Linienairline halten – Linienflüge machen nur einen winzigen Teil der Flugstunden aus.
Die Fokker-Flotte für stabil halten – seit 2026 werden ältere Fokker 100 schrittweise ausgemustert.
Alliance im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die Fokker 100 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Alliance Airlines ist keine Airline, mit der man in den Urlaub fliegt – und genau das macht sie spannend. Hinter dem unscheinbaren Namen stecken Pendlerflüge ins Outback, E190 im Dienst von Qantas und eine der letzten großen Fokker-Flotten der Welt. Wer Kennzeichen, Bemalung und Flugnummer getrennt notiert, kann jede Sichtung sauber zuordnen. Und wer die Fokker 100 noch im Alltagseinsatz erleben will, sollte die Reise nach Australien nicht mehr allzu lange aufschieben.
Kurzfazit
Alliance Airlines (IATA QQ, ICAO UTY) ist eine australische Charter- und Wet-Lease-Airline aus Brisbane mit Fokker 70, Fokker 100 und Embraer E190. Die Fokker machen sie zum Pflichtziel für Spotter, das VH-Kennzeichen zeigt dir, welche Maschine du wirklich vor der Linse hast.
Zusammenfassung
Alliance Airlines erkennst du vor allem am Flugzeugtyp: Eine Fokker 70 oder 100 mit VH-Kennzeichen ist in Australien heute fast immer eine Alliance-Maschine.
Bei der E190 entscheidet der Kontext: In QantasLink-Optik fliegt sie im Wet-Lease für Qantas, unter eigenem Namen meist als Charter- oder Bergbauflug.
Spotten lässt sich Alliance am besten an den Basen wie Brisbane, Perth, Cairns oder Darwin – früh morgens, wenn die Pendlerflüge zu den Minen starten.
Die Fokker-Flotte schrumpft: Nach der Neuausrichtung 2026 setzt Alliance stärker auf die E190 und mustert ältere Fokker 100 schrittweise aus.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Alliance Airlines?
Der IATA-Code ist QQ, der ICAO-Code UTY. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „UNITY“. Fliegt Alliance im Wet-Lease für eine andere Airline, laufen die Flüge unter deren Flugnummern – dann steht auf dem Tracker nicht unbedingt UTY.
Welche Flugzeuge fliegt Alliance Airlines?
Laut Geschäftsbericht bestand die Flotte am 30. Juni 2026 aus 80 Flugzeugen: 35 Fokker 70 und Fokker 100 sowie 45 Embraer E190. Fünf der Fokker waren zu diesem Zeitpunkt abgestellt, im Einsatz standen 75 Maschinen. Wie sich die Fokker auf die beiden Varianten 70 und 100 verteilen, weist Alliance im Geschäftsbericht nicht getrennt aus.
Fliegt Alliance Airlines wirklich noch Fokker?
Ja. Alliance gehört zu den letzten großen Betreibern der Fokker 70 und Fokker 100. Allerdings hat das Unternehmen 2026 eine neue Flottenstrategie vorgestellt: Ältere Fokker 100 werden schrittweise ausgemustert, die Fokker 70 bleibt dort im Einsatz, wo sie betrieblich sinnvoll ist. Wer die Fokker noch sehen will, sollte nicht zu lange warten.
Was hat Alliance Airlines mit QantasLink zu tun?
Alliance stellt Qantas Embraer E190 samt Besatzung zur Verfügung, die unter der Marke QantasLink fliegen – ein klassisches Wet-Lease. Die 2026 neu verhandelte Vereinbarung sieht vor, die Zahl dieser Flugzeuge im Geschäftsjahr 2026/27 schrittweise von 30 auf 23 zu senken. Qantas ist außerdem seit 2019 mit knapp einem Fünftel an Alliance beteiligt.
Wollte Qantas Alliance nicht übernehmen?
Ja. 2022 einigten sich beide Unternehmen auf eine Übernahme durch Qantas. Die australische Wettbewerbsbehörde ACCC lehnte das Vorhaben im April 2023 ab, daraufhin wurde es abgesagt. Alliance blieb eigenständig und börsennotiert.
Was bedeutet Fly-in-fly-out?
Beim Fly-in-fly-out, kurz FIFO, fliegen Beschäftigte von Minen und Energieanlagen für ihre Schichtblöcke direkt zum Arbeitsort und danach wieder nach Hause. Viele dieser Standorte liegen weit im Outback und haben eigene Flugplätze. Alliance bezeichnet sich als führenden FIFO-Anbieter Australiens und verweist auf rund 25 langfristige Verträge.
Woher stammen die Fokker von Alliance?
Ein Teil kommt aus Europa. 2015 kündigte Alliance an, sechs Fokker 70 und 15 Fokker 100 von Austrian Airlines zu kaufen. Die Ursprünge reichen aber weiter zurück: Schon die Vorgängerin Flight West flog Fokker 100, und zwei davon gingen 2002 an Alliance.
Wo kann ich Alliance Airlines spotten?
Am ehesten an den Basen Brisbane, Perth, Adelaide, Cairns, Darwin, Rockhampton und Townsville. Die E190 in QantasLink-Farben triffst du auch auf Qantas-Strecken. In Europa ist Alliance praktisch nie zu sehen – hier musst du nach Australien reisen.
Alliance Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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