Das Wichtigste in Kürze
- Die 787-9 ist die gestreckte Mittelversion des Dreamliners: rund sechs Meter länger als die 787-8, mit Reichweiten bis etwa 15.370 km.
- Schnellster Erkennungsweg: gezackte Triebwerksenden plus schräg auslaufende Flügel ohne Winglet heißt 787 – die Länge verrät dann die Variante.
- Zwei Triebwerksoptionen: GEnx-1B oder Rolls-Royce Trent 1000. Anders als bei der A350 entscheidet die Airline.
- Im DACH-Raum ist die 787-9 vor allem mit Lufthansa in Frankfurt und mit Austrian Airlines in Wien verbunden.
- In Tracking-Diensten steht der Typ als B789 – die 787-8 läuft als B788, die 787-10 als B78X.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Boeing |
|---|---|
| Familie | 787 Dreamliner (787-8, 787-9, 787-10) |
| ICAO-Typcode | B789 |
| Erstflug | 17. September 2013, Everett (Paine Field) |
| Erstauslieferung | Juli 2014 an Air New Zealand |
| Triebwerke | 2 × GE Aerospace GEnx-1B oder Rolls-Royce Trent 1000 |
| Länge | 62,8 m |
| Spannweite | 60,1 m |
| Höhe | 17,0 m |
| Sitzplätze | typisch 250 bis 325 in zwei Klassen (Herstellerangabe) |
| Reichweite (Herstellerangabe) | bis zu 15.370 km (8.300 nm) |
| Max. Startgewicht | rund 259 t (Herstellerangabe) |
| Wirbelschleppenkategorie | Heavy (H) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Gezackte Hinterkanten an den Triebwerksgondeln, die sogenannten Chevrons
- Flügel ohne Winglet, die in einer schräg nach hinten gezogenen Spitze auslaufen (Raked Wingtips)
- Glatte, rundliche Nase mit nur vier großen Cockpitscheiben statt der üblichen sechs
- Im Flug stark nach oben gebogene Flügel – besonders deutlich direkt nach dem Abheben
- Hauptfahrwerk mit je vier Rädern pro Bein
- Rumpf mit rund 63 m sichtbar länger und gestreckter als bei der 787-8, aber kürzer als bei der 787-10
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker Zweistrahler zieht über den Zaun, die Flügel biegen sich wie ein Bogen nach oben, und an den Triebwerksenden blitzen gezackte Kanten: Das ist ein Boeing 787 Dreamliner. Ob du gerade eine 787-9 vor dir hast oder eine ihrer Schwestern, und wie du sie zuverlässig von A350 und A330neo trennst, zeigt dir diese Seite. Dazu bekommst du konkrete Tipps, wo du die 787-9 in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor die Linse bekommst.
B789 im Blick behalten
Mit Planetrack hältst du jede Dreamliner-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Airline und Spot fest und hakst die 787-9 in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Boeing 787-9?
Die 787-9 ist die gestreckte Mittelversion der 787-Familie. Boeing hat den Rumpf gegenüber der ursprünglichen 787-8 um rund sechs Meter verlängert. Herausgekommen ist ein zweistrahliger Großraumjet mit zwei Gängen, der laut Hersteller typisch 250 bis 325 Passagiere in zwei Klassen aufnimmt und bis zu rund 15.370 Kilometer weit fliegt. Damit liegt die -9 genau zwischen der kompakten 787-8 und der längsten Variante, der 787-10, die mehr Sitze bietet, dafür aber etwas weniger weit fliegt.
Der Dreamliner war bei seiner Einführung der erste Verkehrsjet, dessen Rumpf und Flügel zum großen Teil aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff bestehen. Das spart Gewicht, erlaubt einen höheren Kabinendruck und größere Fenster. Für dich als Spotter hat das einen sichtbaren Nebeneffekt: Die Flügel sind sehr flexibel und biegen sich im Flug deutlich nach oben.
Der Erstflug der 787-9 fand am 17. September 2013 statt. Die Maschine startete auf dem Paine Field in Everett und landete gut fünf Stunden später auf dem Boeing Field in Seattle. Erstkunde war Air New Zealand: Im Juli 2014 landete deren erste 787-9 mit dem Kennzeichen ZK-NZE in Auckland – die erste ausgelieferte 787-9 überhaupt. Mehr zum Hersteller selbst findest du auf der Seite zu Boeing.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Den Dreamliner erkennst du schneller als die meisten anderen Großraumjets. Drei Beobachtungen genügen, um die 787-Familie sicher einzugrenzen.
Triebwerksenden ansehen
Die Hinterkanten der Triebwerksgondeln sind gezackt wie ein Sägeblatt. Diese Chevrons dämpfen den Lärm und sind von der Seite gut zu sehen – bei A350 und A330neo enden die Gondeln glatt.
Auf die Flügelspitzen achten
Es gibt kein aufgesetztes Winglet. Stattdessen läuft der Flügel in einer schräg nach hinten gezogenen Spitze aus. Im Flug wirkt der ganze Flügel dadurch wie ein durchgehender, nach oben gebogener Bogen.
Die Nase prüfen
Die 787 hat eine glatte, rundliche Nase mit nur vier großen Cockpitscheiben. Eine dunkle Umrandung wie bei der A350 fehlt, die Front wirkt fast fugenlos.
Sind alle drei Merkmale erfüllt, hast du einen Dreamliner vor dir. Welche Variante es ist, klärt der nächste Schritt über die Rumpflänge. Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ – wie du Registrierungen liest und nachschlägst, erklärt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Beim Start ist die Flügelbiegung am stärksten. Wenn du einen Zweistrahler siehst, dessen Flügel sich direkt nach dem Abheben wie ein Bogen nach oben spannen, lohnt der zweite Blick auf die Triebwerke: Gezackte Enden machen die 787 fast sicher.
787-8, 787-9 oder 787-10?
Alle drei Varianten teilen Cockpit, Nase, Triebwerksoptionen und das vierrädrige Hauptfahrwerk. Die Spannweite ist bei -9 und -10 identisch. Der Unterschied steckt fast vollständig in der Rumpflänge.
| Merkmal | 787-8 | 787-9 | 787-10 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | B788 | B789 | B78X |
| Länge | 56,7 m | 62,8 m | 68,3 m |
| Spannweite | 60,1 m | 60,1 m | 60,1 m |
| Räder pro Hauptfahrwerksbein | 4 | 4 | 4 |
| Typische Sitzzahl (2 Klassen, Boeing) | ca. 200–275 | ca. 250–325 | ca. 300–375 |
| Reichweite (Boeing) | bis ca. 14.820 km | bis ca. 15.370 km | bis ca. 13.890 km |
Im Bild wirkt die 787-8 gedrungen: Der Rumpf ist sogar etwas kürzer als die Spannweite, Nase und Heck scheinen nah am Flügel zu sitzen. Die 787-9 ist sichtbar gestreckter, der Rumpf überragt die Spannweite um knapp drei Meter. Die 787-10 zieht sich noch einmal weiter in die Länge und wirkt fast schon schlank wie ein Bleistift. Wer die drei einmal bewusst nebeneinander gesehen hat, bestimmt sie später auch ohne Datenbank.
Für den Anfang ist das Verhältnis von Rumpf zu Flügel trotzdem tückisch, vor allem im Anflug von vorn. Dann hilft ein Blick in den Tracking-Dienst: Dort steht der Typcode sauber dabei. Wie du solche Flüge live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Dreamliner, A350 oder A330neo?
Die meisten Verwechslungen passieren mit den anderen modernen Langstrecken-Twins. Der Finder grenzt anhand von drei Beobachtungen ein.
Schnellbestimmung: moderner Langstrecken-Twin
Boeing 787 Dreamliner
Chevrons, schräge Flügelspitzen und die glatte Nase sind das typische Dreamliner-Bild. Schätz jetzt die Länge ab: gedrungen heißt eher 787-8, gestreckt 787-9, sehr lang 787-10.
Airbus A350
Die schwarze Maske und die weich nach oben gezogenen Flügelspitzen sprechen für die A350. Mehr dazu auf der Seite zur A350-900.
Airbus A330 oder A330neo
Ein klar abgesetztes Winglet und die klassische Airbus-Nase deuten auf die A330-Familie. Die neo erkennst du an den großen Triebwerken und geschwungenen Sharklets.
Mehr Details zu den Airbus-Gegenstücken findest du auf den Seiten zur Airbus A350-900 und zur Airbus A330-900. Eine gute Grundlage für solche Vergleiche liefert auch der Beitrag Airbus und Boeing unterscheiden.
Ein Sonderfall ist die Boeing 777-300ER. Auch sie hat schräg gezogene Flügelspitzen ohne Winglets, ist aber über elf Meter länger, hat sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein, glatte Triebwerksenden und ein klingenartig flaches Heck. Die ältere Boeing 767-300ER wiederum, die der Dreamliner bei vielen Airlines ersetzt, erkennst du an der klassischen Sechs-Fenster-Cockpitverglasung und der schmaleren Silhouette.
Wo du die 787-9 antriffst
Die 787-9 gehört zu den meistgebauten Langstreckenjets der Gegenwart und ist entsprechend weit verbreitet. Für Spotter im deutschsprachigen Raum sind vor allem zwei Heimatflughäfen wichtig.
Lufthansa hat ihre erste 787-9 Ende August 2022 übernommen. Die Maschine mit dem Kennzeichen D-ABPA und dem Taufnamen „Berlin“ war ursprünglich für eine chinesische Airline gebaut worden und landete am 30. August 2022 in Frankfurt. Der Typ ist seitdem am Flughafen Frankfurt stationiert. Seit 2025 kommen fabrikneue Dreamliner mit der neuen Allegris-Kabine hinzu. Lufthansa baut die Flotte weiter aus und setzt die 787-9 ab Frankfurt auf immer mehr Nordamerika- und Asienstrecken ein – wie viele Maschinen gerade im Dienst sind, ändert sich laufend.
Austrian Airlines erneuert ihre Langstreckenflotte mit der 787-9 und löst damit zunächst die ältere 767 ab. Die erste Maschine, OE-LPM, landete Ende März 2024 in Wien – damals noch in den Farben ihrer vietnamesischen Vorbetreiberin. Im Frühjahr 2026 ging mit OE-LPG die erste von mehreren Maschinen aus dem Lufthansa-Bestand an Austrian über. Eingesetzt werden die Austrian-Dreamliner unter anderem nach Nordamerika. Für den Flughafen Wien heißt das: Die 787-9 wird dort in den nächsten Jahren zum vertrauten Anblick.
Lufthansa und Austrian gehören beide zur Lufthansa Group und zur Star Alliance. Daneben fliegen zahlreiche ausländische Airlines mit der 787-9 in den DACH-Raum, etwa United Airlines, Air Canada, Etihad Airways, Qatar Airways, Turkish Airlines oder LOT Polish Airlines. Ob sie eine bestimmte Strecke gerade mit der 787-9 oder einem anderen Typ bedienen, hängt vom aktuellen Flugplan ab. Auch KLM, Air France, British Airways und Virgin Atlantic haben die 787-9 in der Flotte – an ihren Drehkreuzen in Amsterdam, Paris und London siehst du den Typ täglich.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Frankfurt | hoch | Lufthansa-Basis der 787-9, dazu viele ausländische Langstrecken-Airlines |
| Wien | mittel, steigend | Austrian Airlines flottet die 787-9 schrittweise ein |
| München | mittel | Ausländische Airlines auf Langstrecke; Lufthansa setzt hier vor allem die A350 ein |
| Zürich | mittel | Ausländische Langstrecken-Airlines, Swiss setzt auf Airbus und 777 |
| Kleinere Regionalflughäfen | niedrig | Höchstens Charter, Überführungen oder Ausweichlandungen |
Flotten und Einsätze ändern sich
Welche Strecken mit der 787-9 geflogen werden, verschiebt sich mit jedem Flugplanwechsel. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf vor deiner Tour Ankünfte und Abflüge nach dem Typcode B789.
Nie wieder einen Dreamliner verpassen
Mit Planetrack setzt du Kennzeichen, Typen oder Airlines auf deine Wunschliste und lässt dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine 787-9 anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting in Frankfurt und Wien
In Frankfurt ist die Aussichtsplattform Zeppelinheim ein beliebter Startpunkt, um Langstreckenverkehr zu beobachten. Langstreckenflüge kommen an Drehkreuzen wie Frankfurt meist in festen Ankunftswellen am Morgen und starten gebündelt am Nachmittag und Abend, damit Umsteiger ihre Anschlüsse erreichen. Die genauen Zeiten verrät dir der aktuelle Flugplan.
In Wien bieten sich der Spotterhügel und die Besucherterrasse an. Gerade die Austrian-Dreamliner sind dort gut planbar, weil sie meist zu festen Tageszeiten nach Nordamerika abfliegen und zurückkommen.
Entscheidend für deinen Standpunkt ist an beiden Flughäfen die Betriebsrichtung: Sie bestimmt, aus welcher Richtung die Maschinen landen und wohin sie starten. Wie du sie vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Bereit für deine Dreamliner-Session?
- Ich habe die Ankunfts- oder Abflugzeit einer B789 im Flugplan gefunden.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite passt zur Entfernung.
Fototipps speziell für die 787-9
Der Dreamliner ist eines der fotogensten Langstreckenflugzeuge: schlanker Rumpf, elegante Flügel und Details, die im richtigen Moment richtig wirken.
Flügelbiegung beim Start
Kurz nach dem Abheben biegen sich die Kohlefaserflügel am stärksten. Eine Seitenansicht in diesem Moment zeigt das Dreamliner-Markenzeichen besser als jede Landung.
Chevrons ins Licht setzen
Die gezackten Triebwerksenden kommen bei seitlichem Licht am besten heraus. Eine leichte Dreiviertelansicht von hinten zeigt sie deutlich.
Proportionen festhalten
Wenn du die Variante später am Bild bestimmen willst, nimm die Maschine einmal komplett im Profil auf. So siehst du das Verhältnis von Rumpf zu Spannweite auch Wochen später noch.
Licht im Rücken
Viele Airlines lackieren den Dreamliner überwiegend weiß. Mit der Sonne im Rücken und flachem Licht behält der Rumpf Zeichnung, ohne auszubrennen.
Wann das Licht an deinem Spot passt, kannst du vorab berechnen; wie das geht, erklärt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Ausrüstung du wirklich brauchst, steht in der Planespotting-Ausrüstung-Checkliste. Und falls du gerade erst anfängst: Flugzeugtypen erkennen für Anfänger und Planespotting für Einsteiger bringen dich schnell auf Kurs.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die 787-9, wenn …
- die Triebwerke gezackte Hinterkanten haben
- die Flügel ohne Winglet schräg nach hinten auslaufen
- die Nase glatt ist und nur vier Cockpitscheiben zeigt
- der Rumpf deutlich länger wirkt als die Spannweite, aber nicht extrem lang
- im Tracking-Dienst B789 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
Es ist keine 787-9, wenn …
- die Cockpitfenster dunkel umrandet sind – das ist die A350
- ein klar abgesetztes Winglet an der Flügelspitze sitzt
- du sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein zählst
- du vier Triebwerke siehst – dann bist du bei der A380 oder der Boeing 747-8
Fazit
Die 787-9 ist für viele Spotter der Einstieg in die moderne Langstrecke. Chevrons, schräge Flügelspitzen und die glatte Vier-Scheiben-Nase liefern die Familie, die Rumpflänge die Variante, das Kennzeichen die Bestätigung. Spannend bleibt sie, weil sich im DACH-Raum gerade viel tut: Lufthansa baut ihre Dreamliner-Flotte in Frankfurt aus, Austrian Airlines stellt in Wien die Langstrecke um.
Kurzfazit
Gezackte Triebwerksenden, Flügel ohne Winglet, glatte Nase und ein gestreckter, aber nicht extrem langer Rumpf: Das ist die 787-9. Wer sie gezielt sucht, filtert nach B789 und plant die Langstreckenwellen in Frankfurt und Wien ein.
Zusammenfassung
- Die 787-9 flog erstmals im September 2013 und kam im Juli 2014 als erstes Exemplar zu Air New Zealand.
- Chevrons, schräge Flügelspitzen und die Vier-Scheiben-Nase trennen den Dreamliner sicher von A350, A330 und 777.
- Zwischen 787-8, 787-9 und 787-10 entscheiden die Rumpfproportionen; im Zweifel bestätigt das Kennzeichen.
- Lufthansa baut ihre 787-9-Flotte ab Frankfurt aus, Austrian Airlines löst in Wien mit dem Typ zunächst die 767 ab.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Boeing 787-9?
Die 787-9 läuft unter B789. Die kürzere 787-8 hat den Code B788, die längste Version 787-10 den Code B78X. In Flugplänen und Tracking-Diensten filterst du damit gezielt nach der Variante.
Wie unterscheide ich 787-8 und 787-9?
Beide haben dieselbe Nase, dieselben Triebwerksoptionen und ein vierrädriges Hauptfahrwerk. Der Unterschied liegt in der Länge: Die 787-9 ist mit 62,8 m rund sechs Meter länger als die 787-8 (56,7 m). Die -8 wirkt gedrungen und fast pummelig, die -9 deutlich gestreckter. Sicher wird es mit dem Kennzeichen oder dem Typcode im Tracking-Dienst.
Und wie unterscheide ich 787-9 und 787-10?
Die 787-10 ist mit 68,3 m noch einmal gut fünf Meter länger und hat eine sichtbar längere Fensterreihe vor und hinter dem Flügel. Spannweite und Grundform sind gleich. Im deutschsprachigen Raum begegnest du der 787-10 deutlich seltener als der -9.
Wie unterscheide ich die 787 von der Airbus A350?
Die 787 hat gezackte Triebwerkshinterkanten und eine glatte Nase ohne dunkle Umrandung der Cockpitfenster. Die A350 trägt die typische schwarze „Maske“ und Flügelspitzen, die sich weich nach oben biegen; ihre Triebwerke enden glatt.
Welche Triebwerke hat die 787-9?
Entweder das GEnx-1B von GE Aerospace oder das Rolls-Royce Trent 1000. Die Airline wählt beim Kauf. Von außen unterscheiden sich die Gondeln vor allem durch Beschriftung und Details; für Einsteiger ist die Typbestimmung wichtiger als die Triebwerksfrage.
Wo sehe ich in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine 787-9?
Am verlässlichsten in Frankfurt, wo Lufthansa ihre 787-9 einsetzt, und in Wien bei Austrian Airlines. Dazu kommen viele ausländische Airlines, die mit der 787-9 Langstrecken nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz fliegen. Welche das gerade sind, prüfst du am besten aktuell im Flugplan.
Warum heißt die 787 „Dreamliner“?
Der Name ging 2003 aus einer öffentlichen Online-Abstimmung von Boeing hervor, damals noch für das Projekt 7E7. Er ist seitdem fester Beiname der gesamten 787-Familie, nicht nur der -9.
Boeing 787-9 Dreamliner sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Boeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
GroßraumBoeing 787-10 Dreamliner
Die längste Dreamliner-Version: Die 787-10 streckt die 787-9 um gut fünf Meter, wird nur in South Carolina gebaut und fliegt vor allem auf mittleren Langstrecken. So erkennst du die B78X sicher.
GroßraumAirbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
GroßraumAirbus A330-900neo
Klassischer A330-Rumpf, aber mit Sharklets, schwarzer Cockpit-Maske und deutlich größeren Triebwerken: Die A330-900neo ist die Neuauflage eines Langstrecken-Klassikers. So erkennst du sie sicher.
GroßraumBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
GroßraumBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
FlughafenFlughafen Wien-Schwechat
Größter Flughafen Österreichs und Drehkreuz von Austrian Airlines: zwei sich kreuzende Pisten, ein Terminal 3 im Umbau, starker Low-Cost-Verkehr – und seit dem Aus der Besucherterrasse ein Spotterhügel als wichtigster legaler Standpunkt.
Airline-GruppeLufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
Wo du die Boeing 787-9 Dreamliner siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Aussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
SpotterhügelSpotterhügel Flughafen Wien
Seit die Besucherterrasse auf Terminal 3 geschlossen ist, führt in Wien kaum ein Weg am Spotterhügel vorbei: ein vom Flughafen aufgeschütteter Erdhügel östlich der Piste 16/34, kostenlos, rund um die Uhr erreichbar und morgens mit der Sonne im Rücken.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Wien
Die lange Dachterrasse auf Terminal 3 war jahrelang der bequemste Spot in Wien – derzeit ist sie wegen der Bauarbeiten an der Süderweiterung geschlossen. Hier liest du, was offiziell bekannt ist und welche legalen Alternativen dir am Flughafen Wien bleiben.
Passende Guides aus dem Blog
- Airbus oder Boeing? So unterscheidest du sie
- Flugzeugtypen erkennen: Der Leitfaden für Einsteiger
- Flugverfolgung für Spotter: ADS-B, Flightradar & Co. richtig nutzen
- Betriebsrichtung am Flughafen verstehen: Wind, Pisten und was das für deinen Spot bedeutet
- Sonnenstand planen: So stehst du am Flughafen nie im Gegenlicht
- Flugzeug-Kennzeichen verstehen: So liest du jede Registrierung

