Australiens zweitgrößte Airline-Gruppe: im Jahr 2000 als Low-Cost-Airline Virgin Blue gestartet, heute ein Mittelweg zwischen Billigflieger und Netzwerk-Airline mit fast reiner Boeing-737-Flotte und Qatar Airways als Anteilseigner.
Auch bekannt als: Virgin Blue · Virgin Australia Airlines · Virgin Australia Regional Airlines · VA
Australien·Netzwerk-Airlines·IATA: VA·ICAO: VOZ·10 Min. Lesezeit
VA
IATA-Code
VOZ
ICAO-Code
2000
Erstflug als Virgin Blue
VH-
Kennzeichen-Präfix Australien
Das Wichtigste in Kürze
Virgin Australia ist Australiens zweitgrößte Airline-Gruppe hinter der Qantas Group und hat ihren Sitz in Brisbane.
Codes: IATA VA, ICAO VOZ, Rufzeichen „VELOCITY“.
Gestartet ist sie 2000 als Low-Cost-Airline Virgin Blue; seit 2011 trägt sie den heutigen Namen.
Die Hauptflotte besteht fast nur aus Boeing 737 – 737-700, 737-800 und 737 MAX 8, die 737 MAX 10 ist bestellt.
Nach der Insolvenz 2020 übernahm Bain Capital die Airline; 2025 stieg Qatar Airways ein, im selben Jahr kehrte Virgin Australia an die Börse zurück.
Mittelweg aus Low-Cost- und Netzwerk-Airline mit Business Class, Fokus auf Inlandsflüge und Kurzstrecke
Sitz
Brisbane, Queensland, Australien
Erster Flug
31. August 2000 als Virgin Blue (Brisbane–Sydney)
Heutiger Name
Virgin Australia seit Mai 2011
Drehkreuze
Brisbane (BNE), Sydney (SYD) und Melbourne (MEL), dazu Adelaide und Perth
Eigentümer
Seit Juni 2025 wieder an der Börse ASX; große Anteilseigner sind Bain Capital und Qatar Airways
Allianz
keine
Flotte (Hauptbetrieb, Stand 2026)
Gut 100 Boeing 737 – 737-700, 737-800 und 737 MAX 8; 737 MAX 10 bestellt
Regionaltochter
Virgin Australia Regional Airlines mit Basis Perth, unter anderem mit Embraer E190-E2
Vielfliegerprogramm
Velocity Frequent Flyer, gestartet 2005
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Virgin Australia?
Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.
Weißer Rumpf mit rotem Schriftzug und rotem Leitwerk
Am Bug die „Flying Lady“: eine Figur mit breitkrempigem Hut, die eine australische Flagge schwenkt
Viele Flugzeuge tragen Namen von Stränden und Orten in Australien, etwa „Bondi Beach“
Im Hauptbetrieb fast immer eine Boeing 737 – Airbus und Embraer gehören zur Regionaltochter
Australisches Kennzeichen mit VH- am Heck
Flugnummer beginnt mit VA, auf dem Tracker steht das Rufzeichen mit VOZ
Wer zum ersten Mal in Australien spottet, sieht zwei Farben überall: das Rot-Weiß von Qantas und das Rot von Virgin Australia. Auf den ersten Blick wirken beide ähnlich, doch Virgin Australia hat eine ganz eigene Geschichte – von einer kleinen Low-Cost-Airline über eigene Langstreckenflüge bis zur Insolvenz und dem Neustart als schlanke 737-Airline. Diese Seite zeigt dir, wie du die Airline einordnest, welche Flugzeuge sie fliegt und worauf du am Spot achten solltest.
Jede VH-Registrierung im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche Virgin-Australia-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Virgin Australia im Überblick
Virgin Australia ist Australiens zweitgrößte Airline-Gruppe – nach der Qantas Group mit Qantas und Jetstar. Der Sitz liegt in Brisbane, die wichtigsten Drehkreuze sind Brisbane, Sydney und Melbourne. Dazu kommen Adelaide und Perth als weitere wichtige Standorte sowie die Urlaubsziele Gold Coast und Bali (Denpasar) als weitere Schwerpunkte.
Vom Geschäftsmodell her steht Virgin Australia zwischen den Stühlen. Gegründet als Low-Cost-Airline, bietet sie heute eine Business Class, Lounges und ein Vielfliegerprogramm, ohne das breite Langstreckennetz einer klassischen Netzwerk-Airline. Für Spotter ist vor allem eines wichtig: Im Hauptbetrieb fliegt Virgin Australia fast ausschließlich die Boeing 737.
IATA-Code VA: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafel, Ticket und in Flugplänen.
ICAO-Code VOZ: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
Rufzeichen VELOCITY: so meldet sich die Besatzung im Funk. Der Name ist kein Zufall – auch das Vielfliegerprogramm heißt Velocity.
Die Regionaltochter Virgin Australia Regional Airlines fliegt unter denselben Codes. Auf dem Tracker siehst du deshalb nicht sofort, ob eine 737 aus dem Hauptbetrieb oder ein Regionaljet kommt – der Flugzeugtyp im Datensatz verrät es dir aber.
Tracker richtig lesen
Achte auf den Typcode im Datensatz: B737, B738 und B38M stehen für 737-700, 737-800 und MAX 8, E290 für den Embraer E190-E2. Wie du ADS-B-Daten am Spot sinnvoll nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Geschichte: von Virgin Blue zu Virgin Australia
Die Geschichte beginnt Ende 1999, als die Virgin Group um Richard Branson eine Low-Cost-Airline für Australien ankündigte. Mitgründer war Brett Godfrey, der später lange Chef der Airline blieb. Der Name Virgin Blue ging aus einem öffentlichen Namenswettbewerb hervor. Er spielt mit der roten Bemalung: Im australischen Slang heißen Rothaarige scherzhaft „Bluey“.
Am 31. August 2000 hob der erste Flug ab, von Brisbane nach Sydney. Zum Start standen zwei Boeing 737-400 bereit, eine davon von der damaligen Schwester Virgin Express aus Belgien geleast. Schon im Herbst 2001 änderte sich der Markt dramatisch: Ansett Australia, lange die Nummer zwei im Land, stellte im September 2001 den Betrieb ein. Virgin Blue übernahm einen großen Teil der frei gewordenen Nachfrage und wuchs schnell.
In den folgenden Jahren breitete sich die Marke aus:
Marke
Zeitraum
Rolle
Virgin Blue
2000–2011
Low-Cost-Airline für Inlandsflüge in Australien
Pacific Blue
ab 2003
Flüge nach Neuseeland und in den Südpazifik, später in Virgin Australia aufgegangen
V Australia
2009–2011
Langstrecke mit Boeing 777-300ER, vor allem in die USA
Virgin Australia
seit 2011
Gemeinsame Marke für alle Bereiche, mit Business Class
2011 kam der große Umbau: Virgin Blue wurde zu Virgin Australia, mit neuer Bemalung, neuen Uniformen und einer Business Class. Die Airline wollte damit gezielt Geschäftsreisende gewinnen und Qantas direkter angreifen. Neben der 737 flogen damals auch Embraer E170 und E190, Airbus A330-200 für Inlands-Langstrecken wie Sydney–Perth sowie die Boeing 777-300ER auf Strecken nach Los Angeles.
2000: Start als Virgin Blue
Erster Flug Brisbane–Sydney mit zwei Boeing 737-400.
2011: Neue Marke
Umbenennung in Virgin Australia, Business Class und neue Bemalung.
2020: Insolvenz
Im April 2020 musste die Airline in der Pandemie Insolvenz anmelden, Bain Capital übernahm.
2025: Zurück an der Börse
Qatar Airways steigt ein, im Juni 2025 folgt die Rückkehr an die ASX.
Insolvenz und Neustart
Am 21. April 2020 ging Virgin Australia in die freiwillige Insolvenzverwaltung – die Corona-Pandemie hatte den Flugverkehr fast vollständig zum Stillstand gebracht. Noch im selben Jahr übernahm der Finanzinvestor Bain Capital das Unternehmen. Mit dem neuen Eigentümer kam eine radikale Vereinfachung: Die Langstreckenflotte mit A330 und 777 verschwand, ebenso die Embraer-Jets der ersten Generation. Die Low-Cost-Tochter Tigerair Australia, an der Virgin seit 2012 beteiligt war und die sie seit 2014 vollständig kontrollierte, wurde eingestellt.
Übrig blieb eine schlanke Airline mit einer fast reinen 737-Flotte für Australien und die nähere Umgebung. 2025 folgten zwei weitere Schritte: Qatar Airways stieg mit einer Minderheitsbeteiligung ein, die die australischen Behörden im Februar 2025 genehmigt hatten. Im Juni 2025 kehrte Virgin Australia dann an die Börse ASX zurück. Bain Capital und Qatar Airways blieben dabei große Anteilseigner.
Langstrecke mit Partner
Seit 2025 verkauft Virgin Australia Flüge nach Doha unter eigener VA-Flugnummer – durchgeführt werden sie von Qatar Airways. Am Spot siehst du dabei kein Virgin-Flugzeug, sondern eine Maschine von Qatar Airways. Mehr zum Zielflughafen findest du beim Flughafen Doha Hamad.
Die Flotte: fast alles Boeing 737
Seit dem Neustart setzt Virgin Australia im Hauptbetrieb auf eine einheitliche Flotte aus gut 100 Boeing 737 (Stand 2026). Die genaue Zahl ändert sich laufend, weil neue MAX 8 dazukommen und ältere Maschinen abgestellt werden – nimm die Angaben deshalb als groben Rahmen.
Typ
Rolle
Spotter-Hinweis
Boeing 737-700
Kleinste 737 der Flotte, ein Teil gebraucht von KLM übernommen
Kürzerer Rumpf, nur ein Notausgang über dem Flügel
Boeing 737-800
Rückgrat der Flotte, größte Gruppe
Der Klassiker mit Winglets, zwei Notausgänge über dem Flügel
Längste 737; Auslieferung verzögert sich wegen der ausstehenden Zulassung
Die Boeing 737-800 ist der Typ, den du am häufigsten siehst. Gebrauchte 737-700 von KLM lösten ab 2023 die Fokker 100 der Regionaltochter ab. Mit der 737 MAX 8 modernisiert Virgin Australia die Flotte schrittweise, die 737 MAX 10 ist als größte Version bestellt. Hersteller aller Typen ist Boeing.
Die MAX 8 fehlt dir noch?
Setz Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
737-700, 737-800 oder MAX 8? So unterscheidest du sie
Bei Virgin Australia hilft die Bemalung kaum weiter, denn alle drei Versionen tragen dasselbe Design. Die Unterschiede stecken in Rumpflänge, Türen und Triebwerken. Einen ausführlichen Vergleich aller Generationen findest du im Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Das spricht für die MAX 8
Triebwerksverkleidungen mit gezackter Hinterkante
Geteilte Winglets mit Spitze nach oben und nach unten
Längerer, schlankerer Heckkonus
Auf Trackern als B38M geführt
Das spricht für eine 737 NG
Glatte Triebwerksverkleidung ohne Zacken
Klassische, nach oben gebogene Winglets
737-700: kurzer Rumpf, ein Notausgang pro Seite über dem Flügel
737-800: längerer Rumpf, zwei Notausgänge pro Seite über dem Flügel
Die Zahl der Notausgänge über dem Flügel ist das einfachste Merkmal, um 737-700 und 737-800 auseinanderzuhalten – das klappt auch auf Fotos, die du später zu Hause sortierst. Zwischen 737-800 und MAX 8 entscheiden dagegen die Triebwerke.
Virgin Australia Regional Airlines
Neben dem Hauptbetrieb gibt es eine eigene Regionaltochter: Virgin Australia Regional Airlines mit Basis in Perth. Sie ging aus der westaustralischen Airline Skywest hervor, deren Wurzeln bis in die 1960er-Jahre zurückreichen. Virgin Australia übernahm Skywest 2013 vollständig und benannte sie um.
Die Regionaltochter fliegt vor allem in Westaustralien, wo neben Linienflügen auch Charterflüge eine Rolle spielen. Lange gehörten Fokker 100 zum Bild, die inzwischen durch gebrauchte 737-700 ersetzt wurden. Dazu kamen gebrauchte Airbus A320 aus der Flotte der früheren Tigerair Australia. Seit 2025 übernimmt Virgin Australia Regional neue Embraer E190-E2, die die älteren Flugzeuge ablösen. Für Spotter in Perth ist das spannend: Hier begegnen dir Typen, die du bei Virgin Australia sonst nicht siehst. Wie du die E-Jet-Generationen auseinanderhältst, zeigt der Guide Embraer E-Jets unterscheiden.
Achtung Verwechslung
Ein Embraer oder Airbus in Virgin-Australia-Farben ist kein Fehler im Logbuch. Er gehört zur Regionaltochter, fliegt aber unter denselben Codes VA und VOZ. Notiere am besten den Betreiber getrennt, damit deine Sammlung später sauber bleibt.
Woran du Virgin Australia erkennst
Seit dem Umbau 2011 trägt die Flotte ein Design mit weißem Rumpf, rotem Schriftzug und rotem Leitwerk. Ein Detail, das du dir merken solltest, sitzt am Bug: die „Flying Lady“. Die Figur mit breitkrempigem Hut schwenkt eine australische Flagge – eine Nose-Art, die typisch für die Marke ist.
Viele Flugzeuge tragen außerdem Namen von Stränden und Orten in Australien – etwa „Bondi Beach“ oder „Cable Beach“. Wer gern sammelt, kann neben Kennzeichen auch diese Namen festhalten. Dazu kommen immer wieder Sonderbemalungen, etwa für runde Flotten-Jubiläen oder Werbepartner. Tipps zum Finden solcher Motive gibt dir der Guide Special Liveries finden.
Alle Flugzeuge sind in Australien registriert und tragen das Kennzeichen-Präfix VH-. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Virgin Australia spotten
Die besten Chancen hast du an den drei Drehkreuzen Brisbane, Sydney und Melbourne. Dort fliegt Virgin Australia im dichten Takt, vor allem auf den Strecken zwischen den Großstädten, die zu den verkehrsreichsten Inlandsverbindungen der Welt zählen. Am Flughafen Sydney ist der Shep’s Mound ein beliebter Spot. Was du in Sydney sonst beachten solltest, steht im Guide Planespotting in Sydney.
Gute Chancen auf Virgin Australia, wenn …
du an einem der Drehkreuze Brisbane, Sydney oder Melbourne stehst
du morgens oder am frühen Abend spottest, wenn der Geschäftsreiseverkehr seinen Höhepunkt hat
du in Perth die Regionalflotte mitnehmen willst
Prüf es vorher, wenn …
du gezielt eine Sonderbemalung oder eine bestimmte MAX 8 suchst
du an kleineren Flughäfen spottest, die nur wenige Verbindungen haben
Kein Virgin-Australia-Flugzeug, wenn …
du in Europa spottest – hier fliegt die Airline nur als Codeshare-Flugnummer auf Flügen von Partnern
Für Fotos am Mittag gilt in Australien eine Besonderheit: Auf der Südhalbkugel steht die Sonne mittags im Norden. Die Lichtseite eines Flughafens ist deshalb eine andere, als du es aus Europa gewohnt bist. Wie du den Sonnenstand für deinen Spot planst, zeigt der Guide zum Sonnenstand am Fotospot.
Neben Virgin Australia triffst du in Australien vor allem auf die Qantas Group mit QantasLink als Regionalmarke, auf Rex Regional Express und auf Charter- und Regionalanbieter wie Alliance Airlines. Das macht einen Spottertag in Australien abwechslungsreicher, als es die vielen 737 vermuten lassen.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und in der Nähe von Flughäfen gelten auch in Australien strenge Regeln für Drohnen. Informiere dich vor Ort über die geltenden Vorschriften.
Häufige Verwechslungen
Virgin Australia und Virgin Atlantic gleichsetzen – beide tragen die Marke Virgin, sind aber eigenständige Airlines. Virgin Atlantic fliegt Langstrecke ab Großbritannien.
Virgin Blue für eine andere Airline halten – Virgin Blue ist der frühere Name von Virgin Australia.
VA-Flugnummer nach Doha mit einem Virgin-Flugzeug gleichsetzen – diese Flüge führt Qatar Airways durch.
737-700 als 737-800 notieren – zähl die Notausgänge über dem Flügel: einer bei der 700, zwei bei der 800.
Winglets als einziges MAX-Merkmal nehmen – sicherer sind die gezackten Triebwerksverkleidungen.
Embraer in Virgin-Farben für eine fremde Airline halten – der E190-E2 gehört zur Regionaltochter in Perth.
Virgin Australia im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen, die MAX 8 oder Sonderbemalungen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Virgin Australia ist die Herausforderin von Qantas – und eine Airline mit erstaunlich vielen Wendungen. Aus der Low-Cost-Airline Virgin Blue wurde eine Airline mit Business Class und eigener Langstrecke, nach der Insolvenz 2020 dann eine schlanke 737-Airline mit starken Partnern. Für Spotter heißt das: Die Bemalung ist einheitlich, die Details lohnen trotzdem. Zähl die Notausgänge, schau auf die Triebwerke und halte die Augen nach der Regionalflotte in Perth offen.
Kurzfazit
Virgin Australia (IATA VA, ICAO VOZ) ist Australiens zweitgrößte Airline-Gruppe mit fast reiner Boeing-737-Flotte. Rotes Leitwerk und die „Flying Lady“ am Bug zeigen die Airline, Rumpflänge und Triebwerke zeigen die 737-Version.
Zusammenfassung
Virgin Australia erkennst du am roten Leitwerk, der „Flying Lady“ am Bug und an der fast einheitlichen Boeing-737-Flotte.
Die Airline hat eine bewegte Geschichte: von Virgin Blue über eigene Langstrecke und Insolvenz bis zur Neuaufstellung als 737-Airline.
Auf Langstrecke setzt Virgin Australia heute auf Partner – die Flüge nach Doha unter VA-Flugnummer führt Qatar Airways durch.
Für Spotter interessant sind die Unterschiede zwischen 737-700, 737-800 und MAX 8 sowie die Regionalflotte in Westaustralien.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Virgin Australia?
Der IATA-Code von Virgin Australia ist VA, der ICAO-Code VOZ. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „VELOCITY“ – so heißt auch das Vielfliegerprogramm der Airline. Die Regionaltochter Virgin Australia Regional Airlines nutzt dieselben Codes.
Gehört Virgin Australia zu einer Allianz?
Nein. Virgin Australia ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Stattdessen arbeitet die Airline mit einzelnen Partnern zusammen, vor allem mit Qatar Airways und Singapore Airlines, außerdem unter anderem mit United Airlines, Air New Zealand und Virgin Atlantic.
Welche Flugzeuge fliegt Virgin Australia?
Im Hauptbetrieb fast ausschließlich Boeing 737: die 737-700, die 737-800 als größte Gruppe und die neuere 737 MAX 8. Bestellt ist außerdem die 737 MAX 10, deren Auslieferung sich wegen der noch ausstehenden Zulassung verzögert. Die Regionaltochter in Perth fliegt dazu Embraer E190-E2 und bis zu deren Ablösung ältere Airbus A320.
Was hat Virgin Australia mit Virgin Blue zu tun?
Es ist dieselbe Airline. Virgin Blue startete am 31. August 2000 mit zwei Boeing 737-400 auf der Strecke Brisbane–Sydney als Low-Cost-Airline. 2011 baute sich das Unternehmen um, führte eine Business Class ein und tritt seitdem als Virgin Australia auf.
Fliegt Virgin Australia nach Europa?
Nicht mit eigenen Flugzeugen. Seit 2025 bietet Virgin Australia Flüge nach Doha unter VA-Flugnummer an, die Qatar Airways mit eigenem Gerät durchführt. Von Doha aus geht es dann mit Qatar Airways weiter, auch nach Europa. Eine eigene Virgin-Australia-737 wirst du in Europa also nicht sehen.
Wem gehört Virgin Australia?
Nach der Insolvenz im April 2020 übernahm der Finanzinvestor Bain Capital die Airline. 2025 stieg Qatar Airways mit einer Minderheitsbeteiligung ein, im Juni 2025 kehrte Virgin Australia an die australische Börse ASX zurück. Bain Capital und Qatar Airways blieben große Anteilseigner. Die Virgin Group von Richard Branson gibt den Markennamen und ist nur noch in kleinem Umfang beteiligt.
Was wurde aus Tigerair Australia?
Virgin Australia übernahm 2012 zunächst die Mehrheit an der Low-Cost-Airline Tigerair Australia und 2014 die volle Kontrolle. Nach der Übernahme durch Bain Capital wurde Tigerair Australia 2020 eingestellt. Die Marke ist damit Geschichte.
Wo kann ich Virgin Australia spotten?
Am besten an den großen australischen Flughäfen, vor allem in Brisbane, Sydney und Melbourne. In Sydney ist der Shep’s Mound ein bekannter Spot. In Europa wirst du Virgin Australia nur als Codeshare-Flugnummer auf Qatar-Airways-Flügen begegnen, nicht mit eigenen Flugzeugen.
Virgin Australia im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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