Das Wichtigste in Kürze
- Die A330P2F ist ein Umbaufrachter: Gebrauchte A330-200 und A330-300 bekommen bei den Elbe Flugzeugwerken ein Frachttor, einen neuen Boden und ein Ladesystem.
- Das Programm entstand als Gemeinschaftsprojekt von Airbus, ST Engineering und EFW; die erste A330-300P2F ging im Dezember 2017 an DHL.
- Die A330-200P2F folgte im August 2018, Erstkunde war EgyptAir Cargo, die inzwischen fünf Exemplare erhalten hat.
- Das wichtigste Erkennungsmerkmal gegenüber der A330-200F ist die fehlende Beule unter der Nase.
- In Leipzig/Halle fliegt European Air Transport Leipzig die A330-300P2F für DHL – der beste Ort, um den Typ in Deutschland zu sehen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Airbus A330P2F?
- 2.Die Geschichte: von der Airshow nach Dresden
- 3.-200P2F oder -300P2F: zwei Frachter, zwei Profile
- 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 5.A330P2F, A330-200F oder Boeing 767-300F?
- 6.Wer fliegt die A330P2F?
- 7.Spotting: wo die A330P2F unterwegs ist
- 8.Fototipps für die A330P2F
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Basis | Gebrauchte Airbus A330-200 und A330-300, umgebaut vom Passagier- zum Frachtflugzeug |
|---|---|
| Umbauprogramm | Elbe Flugzeugwerke (EFW) mit Airbus und ST Engineering (damals ST Aerospace) |
| Programmstart | Februar 2012 (Ankündigung auf der Singapore Airshow) |
| Zulassung A330-300P2F | Flugerprobung Oktober 2017, EASA-Ergänzungsmusterzulassung (STC) November 2017 |
| Erstauslieferung A330-300P2F | Dezember 2017 an DHL |
| Zulassung A330-200P2F | Flugerprobung Juni 2018, EASA-STC Juli 2018 |
| Erstauslieferung A330-200P2F | August 2018 an EgyptAir Cargo |
| ICAO-Typcode | A332 (-200P2F) bzw. A333 (-300P2F), wie die Passagierversionen |
| Länge | 58,82 m (-200P2F) / 63,66 m (-300P2F) |
| Spannweite | 60,30 m |
| Max. Nutzlast | bis 60 t (-200P2F) / bis 62 t (-300P2F), EFW-Angabe |
| Containervolumen | bis 453 m³ (-200P2F) / bis 526 m³ (-300P2F), EFW-Angabe |
| Reichweite | bis rund 4.200 nm (-200P2F) / bis rund 3.700 nm (-300P2F), EFW-Angabe |
| Max. Startgewicht | bis 238 t (-200P2F) / bis 235 t (-300P2F) |
| Hauptdeck-Frachttor | vorn links, rund 3,58 m breit und 2,57 m hoch, hydraulisch betätigt |
| Ladepositionen (-300P2F) | bis 26 Positionen auf dem Hauptdeck, bis 32 LD3 im Unterdeck |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zweistrahliger Airbus-Großraumjet mit der typischen A330-Silhouette, aber ohne Kabinenfenster – oft siehst du noch die Konturen der verschlossenen Fenster und Türen
- Großes Frachttor vorn auf der linken Rumpfseite, zwischen Cockpit und Flügel
- Keine Beule unter der Nase: Die Umbauten behalten das normale Bugfahrwerk – anders als die werksneue A330-200F mit ihrem versetzten Bugfahrwerk
- Die -300P2F ist rund fünf Meter länger als die -200P2F und wirkt sehr gestreckt; bei der kurzen -200P2F wirkt das Seitenleitwerk im Verhältnis höher
- Hauptfahrwerk mit vier Rädern pro Bein; die Triebwerke stammen von der jeweiligen Ausgangsmaschine
- Im Tracker erscheint sie als A332 oder A333 – erst Betreiber und Kennzeichen verraten den Frachter
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein A330 rollt in Leipzig über den Taxiway, gelb-rot lackiert, aber ohne eine einzige Fensterreihe. Dafür klafft vorn links die Kontur eines riesigen Tors im Rumpf. Und unter der Nase? Nichts Besonderes, kein Höcker. Genau daran erkennst du die Airbus A330P2F, den Umbaufrachter aus Dresden. Hier erfährst du, wie aus einem Langstrecken-Passagierjet ein Frachter wird, wie du -200P2F und -300P2F auseinanderhältst und wo du sie vor die Linse bekommst.
Umbaufrachter sammeln
Mit Planetrack hältst du jede A330P2F mit Foto, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot fest und siehst in deinem Hangar, welche Frachter dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Airbus A330P2F?
Hinter dem Kürzel stecken zwei Flugzeuge: die A330-200P2F und die A330-300P2F. Beide sind keine Neubauten, sondern gebrauchte Passagierjets, die nach ihrem ersten Leben zum Frachter umgerüstet werden. P2F heißt „Passenger to Freighter“. Als Basis dienen die kurze A330-200 und die lange A330-300, also die klassischen ceo-Versionen. Die Triebwerke bleiben die der jeweiligen Ausgangsmaschine.
Der Umbau läuft in vier Phasen. Zuerst wird die Kabine komplett ausgeräumt: Sitze, Küchen, Toiletten, Verkleidungen und Gepäckfächer. Dann folgt der strukturelle Teil: Der Kabinenboden wird neu aufgebaut, Spanten und Längsversteifungen werden verstärkt, vorn links wird ein hydraulisch betätigtes Frachttor eingesetzt, und die Fenster werden mit Einsätzen verschlossen. Die Passagiertüren 2, 3 und 4 werden stillgelegt. Danach kommen Elektrik, Hydraulik, Avionik, neue Bodenplatten und ein motorisiertes Ladesystem hinein. Zwischen Cockpit und Laderaum spannt sich ein Sperrnetz, das laut EFW Lasten bis zum Neunfachen der Erdbeschleunigung aufhält. Das Hauptdeck wird als Frachtraum der Klasse E zugelassen, mit eigener Brandschutzausstattung.
Hinter dem Cockpit gibt es einen Bereich für Begleitpersonal oder zusätzliche Crew, auf langen Strecken lässt sich ein Crew-Ruheraum nutzen. Am Ende steht ein Frachter mit eigener Ergänzungsmusterzulassung, der aerodynamisch ein ganz normaler A330 bleibt. Mehr zum Hersteller und zur A330-Familie liest du auf der Seite zu Airbus.
Die Geschichte: von der Airshow nach Dresden
Angekündigt wurde das Programm im Februar 2012 auf der Singapore Airshow. Airbus, das Singapurer Technikunternehmen ST Aerospace (heute ST Engineering) und die damals zu EADS gehörenden Elbe Flugzeugwerke taten sich zusammen, um für die alternden Großraumfrachter der Mittelklasse einen Nachfolger zu schaffen. Ursprünglich war ein Markteintritt 2016 vorgesehen, tatsächlich wurde es Ende 2017.
Die EFW sitzen am Flughafen Dresden und bauen seit den 1990er-Jahren Airbus-Großraumjets zu Frachtern um. Mit A310- und A300-Umbauten kamen nach Unternehmensangaben über 200 Frachter zusammen; viele der heute noch fliegenden A300-600F tragen Dresdner Handschrift. Die A330P2F ist der logische Nachfolger dieser Linie.
Zuerst war die lange Version dran. Die A330-300P2F absolvierte im Oktober 2017 ihre Flugerprobung, im November erteilte die europäische Agentur EASA die Ergänzungsmusterzulassung, und am 1. Dezember 2017 ging das erste Exemplar an DHL. Die kürzere A330-200P2F folgte ein halbes Jahr später: Flugerprobung im Juni 2018, Zulassung im Juli, Auslieferung an EgyptAir Cargo am 3. August 2018.
2012: Ankündigung
Airbus, ST Aerospace und EFW stellen das A330-Umbauprogramm in Singapur vor.
2017: -300P2F
Flugerprobung im Oktober, EASA-Zulassung im November, erste Auslieferung an DHL im Dezember.
2018: -200P2F
Zulassung im Juli, erste Maschine geht im August an EgyptAir Cargo.
2026: Meilenstein
Im September liefert EFW die fünfte und letzte A330-200P2F aus dem laufenden Vertrag an EgyptAir Cargo aus.
Inzwischen bieten die EFW mit der A321P2F und der A320P2F die ganze Airbus-Frachterfamilie vom Schmal- bis zum Großraumjet an. Nach eigenen Angaben haben sie über alle Programme mehr als 250 Frachterumbauten für über 40 Kunden abgeschlossen.
Dresden als Pilgerort
Am EFW-Gelände tauchen immer wieder A330 auf, die gerade umgebaut werden – manche noch in Passagierlackierung, andere schon ohne Fenster. Was gerade dort steht, wechselt laufend. Einen ersten Überblick bekommst du von der Besucherterrasse am Flughafen Dresden; weitere Tipps stehen im Guide Planespotting in Dresden.
-200P2F oder -300P2F: zwei Frachter, zwei Profile
Beide Versionen haben dieselbe Spannweite von gut 60 Metern und dasselbe Tor, sprechen aber unterschiedliche Kunden an. Die A330-300P2F ist der Volumenfrachter: Sie bietet mehr Platz und zielt auf Express- und E-Commerce-Sendungen, die viel Raum, aber oft wenig Gewicht pro Kubikmeter haben. Die A330-200P2F ist kürzer, kann aber mehr Treibstoff im Verhältnis zur Ladung mitnehmen und kommt dadurch weiter. Sie passt zu Airlines, die schwerere Fracht über längere Distanzen fliegen.
| Merkmal | A330-200P2F | A330-300P2F |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | A332 | A333 |
| Länge | 58,82 m | 63,66 m |
| Max. Nutzlast | bis 60 t | bis 62 t |
| Containervolumen | bis 453 m³ | bis 526 m³ |
| Reichweite (EFW) | bis rund 4.200 nm | bis rund 3.700 nm |
| Max. Startgewicht | bis 238 t | bis 235 t |
| Erstkunde | EgyptAir Cargo (2018) | DHL (2017) |
Alle Werte sind Herstellerangaben der EFW und hängen von der Gewichtsvariante des jeweiligen Ausgangsflugzeugs ab.
Eine Besonderheit: Der Umbau behält die Geometrie des Passagierflugzeugs, das Bugfahrwerk bleibt unverändert. Gerade die kurze A330-200 steht am Boden leicht nach vorn geneigt, das Hauptdeck ist also nicht ganz waagerecht. Das motorisierte Ladesystem schiebt die Paletten deshalb gewissermaßen „bergauf“ an ihre Position. Die EFW nennen außerdem ein Tor, das sieben Zoll breiter ist als bei vergleichbaren Umbauten. So passen auch 16- und 20-Fuß-Paletten aufs Hauptdeck.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
A330 erkennen
Zwei große Triebwerke, lange, schlanke Flügel mit kleinen Winglets, vier Räder pro Hauptfahrwerksbein. Die A330-Silhouette kennst du vom Passagierdienst.
Fenster und Tor prüfen
Keine Kabinenfenster, dafür vorn links ein großes, rechteckiges Tor, gut dreieinhalb Meter breit. Oft schimmern die Umrisse verschlossener Fenster und Türen durch den Lack.
Unter die Nase schauen
Ist der Bereich unter dem Cockpit glatt, ist es ein Umbau. Siehst du eine deutliche Beule vor dem Bugfahrwerk, steht eine werksneue A330-200F vor dir.
Ob -200 oder -300, verrät dann die Rumpflänge. Die -300P2F wirkt extrem gestreckt, vor und hinter dem Flügel liegt viel Rumpf. Die -200P2F ist rund fünf Meter kürzer; ihr Seitenleitwerk wirkt im Verhältnis höher. Wie du A330-Varianten generell trennst, zeigt der Beitrag A330 oder A340 unterscheiden. Allgemeine Merkmale von Umbaufrachtern erklärt der Guide Frachtflugzeuge erkennen.
Der Typcode hilft nur halb
Im Tracker steht die A330-300P2F als A333 und die A330-200P2F als A332 – genau wie jede Passagier-A330. Die werksneue A330-200F läuft ebenfalls als A332. Filtere deshalb nach Frachtairlines und bestätige den Typ über das Kennzeichen.
A330P2F, A330-200F oder Boeing 767-300F?
Im mittleren Großraumsegment konkurrieren drei Frachter, die sich auf den ersten Blick ähneln. Die A330-200F wurde ab Werk als Frachter gebaut, aber nur 38-mal ausgeliefert. Sie trägt die markante Nasenbeule, weil Airbus das Bugfahrwerk versetzt hat, damit das Deck waagerecht liegt. Die Boeing 767-300F gibt es als Neubau und als Umbau; sie ist schlanker und hat einen schmaleren Rumpf.
| Merkmal | A330P2F | A330-200F | Boeing 767-300F |
|---|---|---|---|
| Herkunft | Umbau | Neubau | Neubau oder Umbau |
| Beule unter der Nase | nein | ja | nein |
| Haltung am Boden | leicht nach vorn geneigt | fast waagerecht | normal |
| Fensterkonturen | oft sichtbar | nein | beim Umbau oft sichtbar |
| Rumpf | breit, rundlich | breit, rundlich | schmaler |
Wer die Nase beachtet, liegt fast immer richtig. Einen Blick in die Zukunft der Großraumfrachter bei Airbus wirft die Seite zur A350F.
Schnellbestimmung: fensterloser A330
Airbus A330-300P2F
Langer Rumpf, keine Nasenbeule und der Code A333: Das passt zur A330-300P2F. Prüf das Kennzeichen, um die Vorgeschichte nachzuschlagen.
Airbus A330-200P2F
Kurzer Rumpf ohne Beule, leicht nach vorn geneigt: Das spricht für die seltenere -200P2F. In Europa ist das ein schöner Fang.
Airbus A330-200F
Die Beule unter der Nase und das waagerechte Deck verraten den Werksfrachter. Er wurde nur 38-mal gebaut.
Wer fliegt die A330P2F?
Die Betreiberliste wächst seit 2017, ändert sich aber laufend, weil viele Umbauten Leasingfirmen gehören und zwischen Airlines wechseln. Die folgenden Angaben stützen sich auf Flottenübersichten aus den Jahren 2025 und 2026 sowie auf EFW-Meldungen; prüf vor deiner Tour den aktuellen Stand.
DHL und European Air Transport Leipzig: Der Expressriese war Erstkunde der -300P2F. Am Drehkreuz Leipzig/Halle betreibt die DHL-Tochter European Air Transport Leipzig mehrere A330-300P2F; laut Flottenübersicht von 2025 waren drei im Dienst und eine weitere bestellt. Sie fliegen neben A300-600F, A330-200F und 757-Frachtern. Wie das Netz organisiert ist, beschreibt die Seite zu DHL Aviation.
Air Hong Kong: Die Frachtairline aus Hongkong fliegt ebenfalls im DHL-Netz und ist mit zehn A330-300P2F (Stand 2025) einer der größten Betreiber des Typs. Mehr dazu bei Air Hong Kong und im Guide Planespotting in Hongkong.
EgyptAir Cargo: Erstkunde der -200P2F. Die Frachtsparte von EgyptAir ersetzt damit ihre älteren A300-Frachter. Im September 2026 meldete EFW die Auslieferung der fünften und letzten A330-200P2F aus dem aktuellen Vertrag. Heimatbasis ist der Flughafen Kairo.
MNG Airlines: Die türkische Frachtairline führte im August 2025 vier A330-300P2F neben zwei A330-200F. Deutsche Frachtflughäfen wie Köln/Bonn und Leipzig/Halle tauchten in ihrem Streckennetz auf. Mehr bei MNG Airlines.
| Betreiber | Region | Version | Hinweis |
|---|---|---|---|
| European Air Transport Leipzig | Europa | -300P2F | drei im Dienst, eine bestellt (2025), Einsatz für DHL |
| Air Hong Kong | Asien | -300P2F | zehn im Dienst (2025), Einsatz für DHL |
| EgyptAir Cargo | Afrika, Nahost | -200P2F | Erstkunde, fünf ausgeliefert bis September 2026 |
| MNG Airlines | Türkei, Europa | -300P2F | vier im Dienst (August 2025) |
Flotten ändern sich schnell
Umbaufrachter wechseln oft den Betreiber, und neue Kunden kommen hinzu. Nimm die Tabelle als Orientierung und prüf vor dem Spotten, welche Kennzeichen gerade wo unterwegs sind.
Nie wieder einen A330-Frachter verpassen
Richte Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen oder Frachtairlines ein – Planetrack benachrichtigt dich, sobald sie anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting: wo die A330P2F unterwegs ist
Große Frachter leben im Rhythmus der Expressnetze: abends einsammeln, nachts zum Drehkreuz, morgens zurück. Die A330P2F fliegt aber auch längere Strecken, etwa zwischen Europa, Nahost und Asien, und ist deshalb nicht nur nachts unterwegs. Wie DHL, FedEx und UPS ihre Netze aufbauen, erklärt der Beitrag Express-Integratoren DHL, FedEx und UPS.
| Ort | Warum interessant | Tipp |
|---|---|---|
| Leipzig/Halle | Heimat der EAT-A330-300P2F | Sommerabende und frühe Morgen nutzen |
| Köln/Bonn | Fracht- und Paketflughafen, MNG-Verbindungen | Tracker nach Frachtairlines filtern |
| Lüttich | Großer Frachtflughafen in Belgien | Viele Frachtbewegungen auch tagsüber |
| Dresden | Sitz der Elbe Flugzeugwerke | Werftbesucher und Testflüge im Auge behalten |
| Hongkong | Basis von Air Hong Kong | Zehn A330-300P2F (Stand 2025) im DHL-Netz |
In Leipzig/Halle stehst du am besten auf der Besucherterrasse; alles Weitere zum Standort steht im Guide Planespotting in Leipzig/Halle. In Köln/Bonn bietet sich die Besucherterrasse an, in Belgien der Spotterplatz am Flughafen Lüttich.
Bereit für deine A330-Frachter-Session?
- Ich habe im Tracker eine A332 oder A333 eines Frachtbetreibers gefunden.
- Ich weiß, ob sie bei Tageslicht ankommt oder abfliegt.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich achte auf die linke Seite, um das Frachttor ins Bild zu bekommen.
Wie du ein bestimmtes Flugzeug über sein Kennzeichen live verfolgst, zeigt der Beitrag Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen. Spannend bei Umbaufrachtern ist die Vorgeschichte: Viele A330P2F flogen vorher jahrelang für bekannte Passagierairlines. Wie du das herausfindest, steht in Flugzeugalter herausfinden und im Beitrag über Umregistrierungen.
Fototipps für die A330P2F
Linke Seite wählen
Das Frachttor ist das Markenzeichen des Umbaus und sitzt nur links. Plane deinen Standpunkt so, dass du diese Seite siehst.
Nase im Profil
Eine saubere Seitenansicht zeigt die glatte Partie unter dem Cockpit – das Beweisfoto gegenüber der A330-200F.
Streiflicht nutzen
Flaches, seitliches Licht holt die Konturen der verschlossenen Fenster heraus und erzählt die Geschichte des Flugzeugs.
Vorfeld beobachten
Mit Glück erwischst du das offene Tor beim Beladen. Dann siehst du, wie breit die Öffnung wirklich ist.
Wann das Licht an deinem Spot passt, rechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot aus. In Planetrack zeigt dir der Sonnenstand-Planer direkt am Spot, wann die Sonne günstig steht, und die Spot-Karte liefert Anreise, bestes Licht und Community-Fotos.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die A330P2F, wenn …
- ein A330 keine Kabinenfenster hat
- vorn links ein großes Frachttor sitzt
- unter der Nase keine Beule zu sehen ist
- der Tracker A332 oder A333 bei einem Frachtbetreiber zeigt
Sieh genauer hin, wenn …
- du den Rumpf nur von vorn siehst und die Nase schwer beurteilen kannst
- du nur die rechte Seite siehst, auf der das Tor fehlt
- die Maschine noch in alter Passagierlackierung unterwegs ist
Es ist keine A330P2F, wenn …
- eine deutliche Beule unter der Nase sitzt – dann ist es eine A330-200F
- eine durchgehende Fensterreihe vorhanden ist
- der Rumpf deutlich schmaler wirkt und die Nase Boeing-typisch spitzer zuläuft – dann ist es eine 767
Fazit
Die A330P2F verlängert das Leben eines der erfolgreichsten Airbus-Großraumjets. Aus einer A330, die vielleicht zwei Jahrzehnte Passagiere über Ozeane gebracht hat, wird in Dresden ein Frachter mit bis zu 62 Tonnen Nutzlast. Für Spotter ist sie ein dankbares Motiv: Sie verbindet die vertraute A330-Silhouette mit einer Umbaugeschichte, die sich über das Kennzeichen oft über mehrere Airlines zurückverfolgen lässt.
Kurzfazit
A330 ohne Fenster, Frachttor vorn links, keine Beule unter der Nase: Das ist die A330P2F. Langer Rumpf heißt -300P2F, kurzer -200P2F. Am sichersten findest du sie in Leipzig/Halle bei EAT, und wer nach Dresden fährt, sieht vielleicht sogar einen Umbau in Arbeit.
Zusammenfassung
- Jede A330P2F ist eine gebrauchte A330-200 oder A330-300, die nach dem Passagierdienst zum Frachter umgebaut wurde.
- Entwickelt und umgebaut wird sie von den Elbe Flugzeugwerken in Dresden, einem Unternehmen von ST Engineering mit Airbus-Beteiligung.
- Die lange -300P2F trägt nach EFW-Angaben bis zu 62 Tonnen, die kürzere -200P2F bis zu 60 Tonnen über eine größere Distanz.
- Von der werksneuen A330-200F unterscheidest du sie an der fehlenden Nasenbeule, von Passagier-A330 an der fehlenden Fensterreihe und dem Tor vorn links.
- Bekannte Betreiber sind EAT Leipzig und Air Hong Kong im DHL-Netz, MNG Airlines und EgyptAir Cargo; aktuelle Flottenstände prüfst du am besten im Tracker.
Häufige Fragen
Was bedeutet P2F bei der A330?
P2F steht für „Passenger to Freighter“. Gemeint ist ein Passagierflugzeug, das nach seinem ersten Leben zum Frachter umgebaut wurde. Bei der A330P2F gibt es zwei Versionen: die A330-200P2F auf Basis der kurzen A330-200 und die A330-300P2F auf Basis der langen A330-300.
Wer baut die A330P2F um?
Das Programm gehört den Elbe Flugzeugwerken (EFW) in Dresden. Entwickelt wurde es gemeinsam mit Airbus und ST Engineering, das damals noch ST Aerospace hieß. Die EFW gehören heute mehrheitlich zu ST Engineering, Airbus ist beteiligt. Umgebaut wird unter anderem direkt in Dresden.
Welchen ICAO-Typcode hat die A330P2F?
Einen eigenen Code gibt es nicht. Die A330-200P2F läuft wie die Passagierversion unter A332, die A330-300P2F unter A333. Im Tracker findest du die Frachter deshalb am einfachsten über die Betreiber und ihre Rufzeichen.
Wie unterscheide ich A330-200P2F und A330-200F?
Achte auf die Nase. Die werksneue A330-200F hat unter dem Cockpit eine deutliche Verkleidung, in der das versetzte Bugfahrwerk sitzt; dadurch steht das Hauptdeck am Boden fast waagerecht. Der Umbau behält das normale Bugfahrwerk, hat keine Beule und steht am Boden leicht nach vorn geneigt. Dazu kommen bei der P2F oft sichtbare Fensterkonturen.
Wie viel Fracht passt in eine A330P2F?
Nach EFW-Angaben trägt die A330-300P2F bis zu 62 Tonnen bei einem Containervolumen von bis zu 526 Kubikmetern. Die A330-200P2F schafft bis zu 60 Tonnen und bis zu 453 Kubikmeter, dafür reicht sie weiter. Auf dem Hauptdeck der -300P2F finden bis zu 26 Positionen Platz, im Unterdeck bis zu 32 LD3-Container.
Wer war der Erstkunde der A330P2F?
Die erste A330-300P2F ging im Dezember 2017 an DHL. Erstkunde der A330-200P2F war EgyptAir Cargo, die ihre erste Maschine im August 2018 erhielt. Im September 2026 meldete EFW die Auslieferung der fünften und letzten A330-200P2F aus dem aktuellen Vertrag mit EgyptAir Cargo.
Fliegt Cargojet die A330P2F?
In den Flottenübersichten, die wir geprüft haben (kanadisches Register, Stand Juni 2025), taucht bei Cargojet keine A330 auf. Die kanadische Frachtairline setzt auf umgebaute Boeing 757 und 767. Wer in Kanada einen großen Frachter sieht, hat es dort also eher mit einer 767 zu tun.
Wo sehe ich eine A330P2F in Deutschland?
Am sichersten in Leipzig/Halle, wo European Air Transport Leipzig A330-300P2F für DHL betreibt (laut Flottenübersicht von 2025 drei im Dienst, eine weitere bestellt). Dazu kommen gelegentlich Frachter anderer Betreiber wie MNG Airlines und Flugzeuge, die in Dresden bei den EFW umgebaut werden.
Airbus A330-200P2F und A330-300P2F sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Airbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
GroßraumAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FrachterAirbus A330-200F
Fensterloser A330-Rumpf, Frachttor vorn links und eine auffällige Beule unter der Nase: Die A330-200F ist der Werksfrachter der A330-Familie. So erkennst du ihn und weißt, wer ihn heute noch fliegt.
FrachterAirbus A321P2F
Bekannter A321-Rumpf, aber ohne Fensterreihe und mit großem Tor vorn links: Die A321P2F ist der Umbaufrachter, der die alternde Boeing 757F ablöst. So erkennst du sie und findest sie in Europa.
FrachterAirbus A320P2F
Ein A320 ohne Fensterreihe, dafür mit großem Frachttor vorn links: Die A320P2F ist der umgebaute Kurzstreckenfrachter aus dem Programm von Elbe Flugzeugwerke, ST Engineering und Airbus. So erkennst du ihn.
FrachterAirbus A300-600F/-600RF
Fensterloser Rumpf, großes Tor vorn links, kleine Fences an den Flügelspitzen: Die A300-600F ist das Arbeitspferd der Paketnacht. So erkennst du Neubau und Umbau und findest sie in Europa.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
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Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
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