Douglas DC-7

Nonstop quer durch die USA, ohne Zwischenstopp über den Atlantik und über den Nordpol nach Tokio: Die Douglas DC-7 war der schnellste und letzte Kolbenmotor-Airliner von Douglas – und zugleich der kurzlebigste. Hier erfährst du, wie du DC-7, DC-7B und DC-7C unterscheidest und wo du die seltenen Überlebenden heute noch findest.

Auch bekannt als: DC-7 · DC-7B · DC-7C · DC-7C Seven Seas · DC-7F · Seven Seas

USADouglas Aircraft CompanyHistorische FlugzeugeICAO-Typcode: DC711 Min. Lesezeit

1953

Erstflug

338

gebaute Exemplare

4 × R-3350

Turbo-Compound-Motoren

1957

SAS-Polarroute nach Tokio

Das Wichtigste in Kürze

  • Die DC-7 ist der letzte Kolbenmotor-Airliner von Douglas: eine gestreckte Weiterentwicklung der DC-6B mit den starken, aber anfälligen Wright-R-3350-Turbo-Compound-Motoren.
  • Gebaut für den Nonstop-Transkontinentalflug: American Airlines bestellte sie, um TWA mit der Super Constellation Paroli zu bieten, und flog ab November 1953 ohne Zwischenstopp zwischen New York und Los Angeles.
  • 338 Exemplare in drei Hauptversionen: DC-7, DC-7B mit mehr Tankvolumen und die DC-7C „Seven Seas“ mit längerem Flügel für Nonstop-Flüge über den Atlantik.
  • Kurze Karriere: Ab 1958 übernahmen Jets wie Boeing 707 und DC-8 die Langstrecke, viele DC-7 wurden zu Frachtern und Löschflugzeugen umgebaut.
  • Heute fast nur noch im Museum: Erhalten sind unter anderem eine DC-7B in Tucson, die restaurierte Eastern-DC-7B in Charlotte und eine ehemalige Swissair-DC-7C auf Gran Canaria.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Douglas DC-7?
  2. 2.Entstehung: ein Flugzeug für American Airlines
  3. 3.Die Versionen im Überblick
  4. 4.Über den Atlantik und den Nordpol: die DC-7C in Europa
  5. 5.Das schnelle Ende und das zweite Leben
  6. 6.So erkennst du die DC-7
  7. 7.DC-7, DC-6, Constellation oder Stratocruiser?
  8. 8.Wo du die DC-7 heute siehst
  9. 9.Fototipps für die DC-7
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerDouglas Aircraft Company, Santa Monica (Kalifornien)
VorgängerDouglas DC-6 / DC-6B
NachfolgerDouglas DC-8 (erster Jet von Douglas)
ErstflugDC-7: 18. Mai 1953; DC-7C: 20. Dezember 1955
IndienststellungNovember 1953 bei American Airlines (New York–Los Angeles nonstop)
Bauzeit1953 bis 1958
Stückzahl338, davon 105 DC-7, 112 DC-7B und 121 DC-7C
Statushistorisch – nach heutigem Kenntnisstand kein Exemplar mehr im regelmäßigen Flugbetrieb, einige Museumsflugzeuge und abgestellte Maschinen
BauartViermotoriger Ganzmetall-Tiefdecker mit Druckkabine und Bugradfahrwerk
Triebwerke4 × Wright R-3350 Turbo Compound, 18-Zylinder-Doppelsternmotoren; je rund 3.250 PS (DC-7/DC-7B) bzw. rund 3.400 PS (DC-7C)
PropellerVierblättrige Verstellpropeller
Längerund 33,2 m (DC-7/DC-7B), rund 34,2 m (DC-7C)
Spannweiterund 35,8 m (DC-7/DC-7B), rund 38,9 m (DC-7C)
Höherund 8,7 m (DC-7), rund 9,7 m (DC-7C)
Max. Startgewichtrund 55 t (DC-7) bis rund 64,9 t (DC-7C)
Passagiereje nach Version und Bestuhlung rund 60 bis 105
Reisegeschwindigkeitrund 550 bis 580 km/h

Erkennungsmerkmale

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  • Vier Sternmotoren mit vierblättrigen Propellern – bei der DC-6 sind es meist drei Blätter, das ist das schnellste Unterscheidungsmerkmal
  • Einfaches, hohes Seitenleitwerk und Bugradfahrwerk – kein Dreifachleitwerk wie bei Constellation oder Starliner
  • Kurze, wuchtige Motorgondeln mit den Abgasöffnungen der Turbo-Compound-Turbinen; bei der DC-7B und DC-7C nach hinten über den Flügel verlängert
  • DC-7C: sichtbar größere Spannweite durch eingesetzte Flügelwurzelstücke – die inneren Motoren sitzen weiter vom Rumpf entfernt als bei DC-6 und DC-7
  • Langer, schlanker Rumpf mit vielen rechteckigen Fenstern; Frachtumbauten (DC-7F) haben große Ladetüren und teils verschlossene Fenster
  • Im Zweifel klärt das Kennzeichen: DC-6B und frühe DC-7 sind von außen nur schwer auseinanderzuhalten

Aktualisiert: Oktober 2026 – Vier mächtige Turbo-Compound-Sternmotoren, vierblättrige Propeller und genug Reichweite, um den Atlantik ohne Zwischenstopp zu überqueren: Die Douglas DC-7 war der Höhepunkt und zugleich der Schlusspunkt der Kolbenmotor-Ära bei Douglas. Zwischen 1953 und 1958 entstanden 338 Exemplare. Sie flog schneller als jedes Verkehrsflugzeug zuvor im Liniendienst – und wurde schon wenige Jahre später von den Jets verdrängt. Hier liest du, wie die DC-7 entstand, worin sich DC-7, DC-7B und DC-7C unterscheiden, woran du sie erkennst und wo du die letzten Exemplare heute noch findest.

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Was ist die Douglas DC-7?

Die DC-7 ist ein viermotoriges Verkehrsflugzeug mit Kolbenmotoren der Douglas Aircraft Company aus Santa Monica. Sie ist die direkte Weiterentwicklung der Douglas DC-6, genauer der DC-6B: gleiches Grundkonzept mit Tiefdecker-Flügel, Druckkabine, Bugradfahrwerk und einfachem Seitenleitwerk, aber mit etwas längerem Rumpf und deutlich stärkeren Motoren.

Statt der bewährten Pratt & Whitney R-2800 der DC-6 sitzen an der DC-7 vier Wright R-3350 Turbo Compound. Diese 18-Zylinder-Doppelsternmotoren leisten in der Grundversion rund 3.250 PS, in der DC-7C rund 3.400 PS. Damit erreichte die DC-7 Reisegeschwindigkeiten um 550 bis 580 km/h. Das National Air and Space Museum bezeichnet sie als das schnellste Transportflugzeug ihrer Zeit im Liniendienst.

Mit der DC-7 endet eine Linie, die mit der DC-2 in den 1930er-Jahren begann und über die DC-3 und die DC-4 führte. Nach ihr kam bei Douglas nur noch der Jet: die DC-8.

1953Erstflug am 18. Mai, Linieneinsatz ab November bei American Airlines
338gebaute Exemplare zwischen 1953 und 1958
121davon DC-7C „Seven Seas“ – die Langstreckenversion

Entstehung: ein Flugzeug für American Airlines

Die DC-7 ist eine Bestellung nach Maß. Anfang der 1950er-Jahre wollte American Airlines die USA ohne Zwischenlandung überqueren – in beide Richtungen. Der wichtigste Konkurrent TWA setzte auf die Lockheed Super Constellation, und American brauchte eine Antwort. Douglas zögerte zunächst, ein neues Muster aufzulegen. Erst als American-Chef C. R. Smith nach übereinstimmenden Berichten 25 Flugzeuge für rund 40 Millionen US-Dollar bestellte und damit die Entwicklungskosten abdeckte, ging das Projekt los.

Der Prototyp flog am 18. Mai 1953. Schon im November 1953 setzte American die DC-7 auf der Strecke New York–Los Angeles ein. Laut Smithsonian war sie damit das erste Verkehrsflugzeug, das die USA im Liniendienst nonstop in beide Richtungen überquerte. TWA zog mit Super Constellations nach – das Rennen um die schnellste Transkontinentalverbindung war eröffnet.

Später kauften auch United Airlines, Delta Air Lines und Eastern Air Lines die DC-7. United übernahm laut Literatur mit 57 Maschinen die meisten fabrikneuen DC-7.

Die Schattenseite der Turbo-Compound-Motoren

Um die engen Flugpläne einzuhalten, liefen die Motoren oft mit hoher Leistung. Das führte zu Überhitzung und Schäden an den Abgasturbinen, Triebwerksausfälle und Ausweichlandungen waren in den ersten Jahren keine Seltenheit. Manche Airlines musterten ihre DC-7 deshalb sogar früher aus als die älteren, robusteren DC-6.

Die Versionen im Überblick

In nur fünf Jahren Produktion entstanden drei Hauptversionen und mehrere Umbauten. Für dich als Spotter sind vor allem die Unterschiede bei Flügel und Motorgondeln interessant.

Version Erstflug / Einführung Merkmale Stückzahl
DC-7 18. Mai 1953 Grundversion für den US-Inlandsverkehr, Spannweite wie DC-6 (rund 35,8 m) 105
DC-7B ab 1955 im Einsatz höheres Abfluggewicht, mehr Treibstoff, vergrößerte Motorgondeln; Zusatztanks bei Pan Am und South African Airways 112
DC-7C „Seven Seas“ 20. Dezember 1955 Flügelwurzelstücke eingesetzt (Spannweite rund 38,9 m), Rumpf verlängert, rund 3.400 PS pro Motor 121
DC-7D – geplante Turboprop-Version mit Rolls-Royce-Triebwerken nicht gebaut
DC-7F Umbauten ab 1959 Frachter mit großen Ladetüren, teils verschlossene Fenster Umbauten

Die DC-7B brachte Pan Am 1955 auf den Nordatlantik, allerdings noch nicht zuverlässig nonstop in beide Richtungen. Gegen die vorherrschenden Westwinde reichte der Treibstoff oft nicht. Genau dafür entstand die DC-7C. Douglas setzte an jeder Flügelwurzel ein rund 1,5 Meter langes Stück ein. Das brachte mehr Tankvolumen und mehr Auftrieb, und weil die inneren Motoren dadurch weiter vom Rumpf wegrückten, wurde es in der Kabine sogar etwas leiser. Ab Juni 1956 flog Pan Am die DC-7C über den Atlantik. Der Beiname „Seven Seas“ verweist auf die neue, weltumspannende Reichweite. Mehr zur Geschichte der Airline steht im Beitrag Pan Am.

Die Turboprop-DC-7, die nie gebaut wurde

1954 prüfte BOAC eine DC-7D mit Rolls-Royce-Propellerturbinen. Daraus wurde nichts. Stattdessen kaufte BOAC später DC-7C als Übergangslösung, bis die Bristol Britannia einsatzbereit war.

Über den Atlantik und den Nordpol: die DC-7C in Europa

Die DC-7C wurde zum Langstreckenflugzeug der europäischen Airlines in der Zeit kurz vor den Jets. Neben BOAC setzten unter anderem SAS, Swissair, KLM, Sabena und Alitalia sie ein. Auch Japan Airlines flog die DC-7C über den Pazifik.

Das berühmteste Kapitel schrieb SAS. Am 24. Februar 1957 startete die DC-7C „Guttorm Viking“ in Kopenhagen zum ersten planmäßigen Passagierflug über den Nordpol nach Tokio, mit Zwischenlandung in Anchorage. Gleichzeitig hob in Tokio die „Reidar Viking“ in Gegenrichtung ab, über dem Pol begegneten sich die beiden Maschinen. Die Polarroute war rund 3.200 Kilometer kürzer als der bisherige Weg und sparte viele Stunden Reisezeit. Laut norwegischer Enzyklopädie betrieb SAS insgesamt 14 DC-7C von 1956 bis 1967.

Für Spotter ist das eine schöne Verbindung zur Gegenwart: Kopenhagen und Anchorage sind heute noch Drehscheiben des Luftverkehrs. Wie du dort spottest, erfährst du in Planespotting in Kopenhagen-Kastrup und Planespotting in Anchorage.

November 1953

American Airlines startet mit der DC-7 die Nonstop-Verbindung New York–Los Angeles.

1955

Pan Am bringt die DC-7B auf den Nordatlantik.

Juni 1956

Die DC-7C „Seven Seas“ fliegt bei Pan Am planmäßig über den Atlantik – auch westwärts ohne Tankstopp.

Februar 1957

SAS eröffnet mit der DC-7C die Polarroute Kopenhagen–Anchorage–Tokio.

1958

Die Produktion endet. Boeing 707 und DC-8 läuten das Jetzeitalter ein.

Das schnelle Ende und das zweite Leben

Die DC-7C verkaufte sich besser als die direkte Konkurrentin von Lockheed, die L-1649 Starliner. Doch der Sieg im Kolbenmotor-Duell kam zu spät. Mit der Boeing 707 und der hauseigenen DC-8 standen ab Ende der 1950er-Jahre Jets bereit, die schneller, ruhiger und wirtschaftlicher flogen – die Geschichte dazu liest du in Boeing 707. 1958 lief die letzte DC-7 vom Band.

Für viele Maschinen begann danach eine zweite Karriere. Ab 1959 entstanden aus DC-7 Frachter (DC-7F) mit großen Ladetüren. Andere gingen an Charterairlines und Reiseclubs. Die spanische Spantax etwa flog DC-7C zwischen Madrid und den Kanaren. In den USA wurden zahlreiche DC-7 zu Löschflugzeugen umgerüstet und bekämpften jahrzehntelang Waldbrände im Westen des Landes.

Der Unfall über dem Grand Canyon

Am 30. Juni 1956 stießen eine DC-7 von United Airlines und eine Super Constellation von TWA über dem Grand Canyon zusammen, 128 Menschen starben. Das Unglück gilt als wichtiger Anstoß für die Modernisierung der Flugsicherung in den USA und die Gründung der Bundesluftfahrtbehörde 1958.

So erkennst du die DC-7

Propellerblätter zählen

Vier Sternmotoren mit vierblättrigen Propellern sprechen für eine DC-7. Die verwandte DC-6 trägt meist dreiblättrige Propeller.

Leitwerk prüfen

Ein einzelnes, hohes Seitenleitwerk und ein Bugrad. Drei Seitenflossen bedeuten Constellation oder Starliner.

Flügel und Gondeln ansehen

Wirkt der Abstand zwischen Rumpf und inneren Motoren auffällig groß und die Spannweite lang, ist es eine DC-7C. Nach hinten verlängerte Gondeln deuten auf DC-7B oder DC-7C.

Kennzeichen nachschlagen

DC-6B und DC-7 sind sich sehr ähnlich. Die letzte Sicherheit bringt das Register – Tipps dazu in Flugzeugkennzeichen verstehen.

DC-7, DC-6, Constellation oder Stratocruiser?

Viermotorige Kolbenmotor-Airliner der 1950er-Jahre sehen sich auf den ersten Blick ähnlich. Der Finder hilft beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: viermotoriger Kolbenmotor-Airliner

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Douglas DC-7

Einzelnes Leitwerk, schlanker Rumpf, vierblättrige Propeller: Das passt zur DC-7. Eine große Spannweite spricht für die DC-7C.

Wahrscheinlich

Douglas DC-6

Sehr ähnliche Form, aber meist dreiblättrige Propeller und R-2800-Motoren. In Europa ist das fast immer die DC-6B der Flying Bulls.

Wahrscheinlich

Lockheed Constellation oder Starliner

Drei Seitenflossen und ein geschwungener Rumpf – die Konkurrenz von Lockheed.

Wahrscheinlich

Boeing 377 Stratocruiser

Der bauchige, doppelstöckig wirkende Rumpf verrät den Stratocruiser.

Die DC-6 ist die engste Verwandte, die DC-4 und ihre Militärversion C-54 Skymaster sind kürzer und ohne Druckkabine. Die Super Constellation und die L-1649 Starliner erkennst du am Dreifachleitwerk, die Boeing 377 Stratocruiser am bauchigen Rumpf. Einen breiteren Einstieg bieten Oldtimer am Himmel erkennen und der Beitrag zur Lockheed Constellation.

Es spricht für eine DC-7, wenn …

  • vier Sternmotoren mit vierblättrigen Propellern und ein Bugrad zu sehen sind
  • ein einzelnes Seitenleitwerk den langen Rumpf abschließt
  • im Register oder Tracker DC7 steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Propeller nicht klar zu erkennen sind – dann ist eine DC-6B kaum auszuschließen
  • große Frachttüren am Rumpf sitzen – das kann eine DC-7F, aber auch eine DC-6A sein

Es ist keine DC-7, wenn …

  • drei Seitenflossen dran sind – dann eine Constellation oder Starliner
  • schlanke Turboprop-Gondeln montiert sind – dann zum Beispiel eine Britannia

Wo du die DC-7 heute siehst

Eine fliegende DC-7 zu erwischen, ist inzwischen so gut wie unmöglich. Am längsten hielt sich der Typ als Löschflugzeug in den USA. Die letzten dieser Tanker, darunter die DC-7B N838D, stehen inzwischen abgestellt am Flugplatz Madras in Oregon. Deine realistischen Chancen liegen deshalb im Museum.

USA. Im Pima Air & Space Museum in Tucson steht die DC-7B N51701 – Infos zum Besuch unter Pima Air & Space Museum in Tucson. Im Sullenberger Aviation Museum am Flughafen Charlotte zeigt sich die DC-7B N836D in den Farben von Eastern Air Lines. Nach einer aufwendigen Restaurierung in Florida flog sie 2010 wieder und kam 2011 mit Chesley Sullenberger an Bord nach Charlotte; ihr Lufttüchtigkeitszeugnis lief 2013 aus. Das National Air and Space Museum in Washington präsentiert die Rumpfnase der American-Airlines-DC-7 „Flagship Vermont“ in der Ausstellung „America by Air“.

Europa. Die einzige leicht erreichbare DC-7 steht auf Gran Canaria. Die 1958 gebaute DC-7C flog für Swissair über den Atlantik, später für Japan Airlines und dann mehr als zehn Jahre für Spantax zwischen Madrid und Gran Canaria. Seit 1979 steht sie am Aeroclub-Flugplatz El Berriel im Süden der Insel, zuletzt registriert als EC-BBT. 2015 frischte die Wartungstochter von Binter Canarias sie optisch auf. Von den Straßen Richtung Ferienorte ist sie gut zu sehen. Wenn du ohnehin am Flughafen Gran Canaria spottest, etwa am Strand Ojos de Garza, lohnt der Abstecher.

Status vorher prüfen

Museumsflugzeuge werden umgestellt, restauriert oder verlassen eine Sammlung, und abgestellte Maschinen verschwinden manchmal ganz. Kläre vor einer weiten Anreise, ob die DC-7 wirklich zu sehen ist und ob du nah herankommst.

Museumsbesuch planen

In der Planetrack-Spot-Karte findest du Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos – und postest deine DC-7 danach direkt mit Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Bereit für deine DC-7-Sichtung?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich weiß, in welchem Museum oder an welchem Ort die Maschine steht.
  • Ich habe geprüft, ob sie aktuell zugänglich ist.
  • Ich kenne den Unterschied zu DC-6 und Constellation.
  • Ich habe ein Weitwinkel für enge Hallen dabei.
  • Ich habe das Kennzeichen notiert, um die Sichtung sauber zu dokumentieren.

Fototipps für die DC-7

Eine DC-7 im Museum oder auf einem Außengelände stellt andere Anforderungen als ein Jet auf der Piste.

Die Motoren betonen

Die wuchtigen Turbo-Compound-Gondeln mit den vierblättrigen Propellern sind das Markenzeichen. Eine tiefe Perspektive schräg von vorn bringt sie am besten zur Geltung.

Flügel ganz aufs Bild

Gerade bei der DC-7C ist die große Spannweite ein Erkennungsmerkmal. Tritt weit genug zurück oder nimm ein Weitwinkel.

Licht planen

Bei Außenexponaten wie auf Gran Canaria zeigt dir der Planetrack-Sonnenstand-Planer, wann die Sonne die Seite der Maschine trifft, die du fotografieren willst.

Details sammeln

Kennzeichen, Typenschild und Bemalung gehören zur Dokumentation. Für drehende Propeller bei anderen Klassikern hilft der Beitrag Propeller fotografieren.

Wie besonders deine Sichtung ist, ordnest du mit Seltenheit einer Sichtung einschätzen ein. Wer sich für die Douglas-Geschichte nach der DC-7 interessiert, findet sie unter McDonnell Douglas.

Fazit

Die Douglas DC-7 war das letzte Wort der Kolbenmotor-Ära bei Douglas: schneller als jede Vorgängerin, als DC-7C erstmals zuverlässig nonstop über den Atlantik und über den Nordpol unterwegs. Ihre aufwendigen Turbo-Compound-Motoren und der Durchbruch der Jets sorgten aber dafür, dass ihre Karriere im Liniendienst kurz blieb. Als Frachter und Löschflugzeug flog sie noch Jahrzehnte weiter. Heute findest du sie fast nur noch im Museum – in Tucson, Charlotte, Washington und als Swissair-Veteranin auf Gran Canaria.

Kurzfazit

Vier Sternmotoren mit vierblättrigen Propellern, Bugrad, einfaches Leitwerk und ein langer Rumpf: Das ist die DC-7. Eine große Spannweite verrät die DC-7C. Fliegend ist sie praktisch verschwunden, statisch siehst du sie in den USA und auf Gran Canaria.

Zusammenfassung

  • American Airlines gab die DC-7 in Auftrag, um die USA in beide Richtungen nonstop zu überqueren; der Erstflug war am 18. Mai 1953, der Linieneinsatz begann im November 1953.
  • Mit der DC-7B und vor allem der DC-7C „Seven Seas“ von 1956 wuchs die Reichweite so stark, dass Nonstop-Atlantikflüge in beide Richtungen und die SAS-Polarroute nach Tokio möglich wurden.
  • Die Turbo-Compound-Motoren machten die DC-7 schnell, galten aber als wartungsintensiv; manche Airlines musterten ihre DC-7 deshalb vor den älteren DC-6 aus.
  • Nach dem Ende der Produktion 1958 flogen DC-7 als Frachter, Charterflugzeuge und Löschflugzeuge weiter; heute sind die erhaltenen Exemplare vor allem Museumsstücke.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen DC-7, DC-7B und DC-7C?

Die DC-7 ist die Grundversion für den US-Inlandsverkehr. Die DC-7B hat ein höheres Abfluggewicht, mehr Treibstoff und vergrößerte Motorgondeln; bei Pan Am und South African Airways nahmen diese zusätzliche Tanks auf. Die DC-7C „Seven Seas“ bekam eingesetzte Flügelwurzelstücke, dadurch rund drei Meter mehr Spannweite, einen etwas längeren Rumpf und stärkere Motoren – sie war für Nonstop-Flüge über den Atlantik gedacht.

Was ist der Unterschied zwischen DC-6 und DC-7?

Die DC-7 baut auf der DC-6B auf, hat aber einen etwas längeren Rumpf und statt der Pratt-&-Whitney-R-2800 die stärkeren Wright R-3350 Turbo Compound. Von außen fallen vor allem die vierblättrigen Propeller auf – die DC-6 fliegt meist mit drei Blättern. Die DC-7 war schneller, die DC-6 dafür zuverlässiger und günstiger im Betrieb.

Was bedeutet Turbo Compound?

Beim Turbo-Compound-Motor treiben die heißen Abgase kleine Turbinen an, die ihre Kraft über eine Kupplung zurück auf die Kurbelwelle geben. So holt der Sternmotor aus dem Treibstoff mehr Leistung heraus. Der Preis waren eine aufwendige Technik und eine höhere Störanfälligkeit – bei der DC-7 kam es vor allem in der Anfangszeit zu vielen Motorproblemen.

Fliegt heute noch eine DC-7?

Nach heutigem Kenntnisstand nicht im regelmäßigen Betrieb. Am längsten flogen DC-7 als Löschflugzeuge in den USA. Die letzten dieser Maschinen, darunter die DC-7B N838D, stehen heute abgestellt am Flugplatz Madras (Oregon) – ob eine davon wieder fliegt, ist offen.

Wo kann ich eine DC-7 besichtigen?

Im Pima Air & Space Museum in Tucson steht die DC-7B N51701, im Sullenberger Aviation Museum in Charlotte die restaurierte Eastern-DC-7B N836D. Das National Air and Space Museum in Washington zeigt die Rumpfnase der American-Airlines-DC-7 „Flagship Vermont“. In Europa liegt die nächste DC-7C auf Gran Canaria am Flugplatz El Berriel.

Welchen ICAO-Typcode hat die DC-7?

Alle Versionen laufen unter DC7. In Trackern taucht der Code heute praktisch nicht mehr auf – wenn doch, ist das eine echte Rarität.

Douglas DC-7 sammeln statt nur sehen

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TT

Planetrack Redaktion

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