Das Wichtigste in Kürze
- IATA LPA, ICAO GCLP: Hauptflughafen von Gran Canaria an der Bucht von Gando, 2025 mit rund 15,8 Millionen Passagieren.
- Zwei parallele Pisten mit je 3.100 Metern: 03L/21R und 03R/21L. Wegen des Passats aus Nordost läuft meist die 03.
- Drehkreuz von Binter Canarias – ATR 72-600 und Embraer E195-E2 prägen den Inselverkehr.
- Zivil und militärisch zugleich: Östlich der Pisten liegt die Base Aérea de Gando mit dem Ala 46 der spanischen Luftwaffe.
- Zwei Spots, eine Regel: Bei 21 an den Strand von Ojos de Garza, bei 03 nach El Burrero – und militärische Anlagen nie fotografieren.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Was du als Spotter wissen solltest
- 4.Stärken und Schwächen
- 5.Von der Landepiste in der Bucht zum Ferienflughafen
- 6.Zwei Pisten, ein Passat
- 7.Ferienverkehr aus ganz Europa
- 8.Binter: das Inseldrehkreuz
- 9.Die Base Aérea de Gando
- 10.Spotten in Gando: Norden oder Süden
- 11.Saison und Tagesrhythmus
- 12.Gran Canaria im Vergleich
- 13.Fazit
- 14.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | LPA |
|---|---|
| ICAO-Code | GCLP |
| Betreiber | Aena, der staatlich kontrollierte spanische Flughafenbetreiber |
| Lage | An der Bucht von Gando an der Ostküste der Insel, auf dem Gebiet der Gemeinden Telde und Ingenio, rund 19 km südlich von Las Palmas de Gran Canaria |
| Start- und Landebahnen | Zwei parallele Bahnen in Nordnordost-Südsüdwest-Richtung: 03L/21R und 03R/21L, je 3.100 m lang und 45 m breit, Asphalt |
| Hauptbahn | 03L/21R mit Instrumentenlandesystem an beiden Enden; die 03R/21L hat laut Nachschlagewerken kein ILS und wird stark militärisch genutzt |
| Häufigste Betriebsrichtung | 03 – der Passat weht meist aus Nordost, Landungen kommen dann von Süden |
| Passagierterminal | Ein großes Terminalgebäude für Insel-, Festlands- und internationalen Verkehr, zuletzt 2014 erweitert |
| Wichtigster Nutzer | Binter Canarias – Drehkreuz der Inselairline neben Teneriffa-Nord, Firmensitz in Telde |
| Verkehr 2025 | Rund 15,8 Mio. Passagiere – nach Angaben in Nachschlagewerken ein Plus von etwa 4 % gegenüber dem Vorjahr |
| Militärischer Mitnutzer | Base Aérea de Gando der spanischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte mit dem Ala 46, östlich der Pisten |
| Für Spotter relevant | Strand Ojos de Garza am Nordende (Betrieb auf der 21) und El Burrero am Südende (Betrieb auf der 03) |
| Offizielle Website | www.aena.es/es/gran-canaria.html |
Tätigkeitsfelder
Flughafen Gran Canaria aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Gran Canaria
- Die Betriebsrichtung vor dem Losfahren geprüft – 03 heißt Südende, 21 heißt Strand von Ojos de Garza
- Eine ATR 72-600 von Binter Canarias beim Inselhüpfen erwischt
- Einen Embraer E195-E2 in Binter-Bemalung fotografiert
- Ferienflieger aus mindestens fünf Ländern an einem Tag notiert
- Einen Militärjet der Ala 46 im Anflug gesehen – aus der Distanz und nur in der Luft
- Einen Such- und Rettungshubschrauber oder ein Patrouillenflugzeug der Staffel 802 beobachtet
- Das Kennzeichen jeder Sichtung notiert – bei Dutzenden 737 und A320 am Tag der einzige Weg zur sauberen Liste
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Ganzjährig mildes Wetter, im europäischen Winter Hochsaison bei Ferienfliegern
- Bunter Airline-Mix aus Skandinavien, Großbritannien, Deutschland, Benelux und Spanien
- Binter-Turboprops und E2-Jets als Abwechslung zu 737 und A320
- Militärische Bewegungen der Base Aérea de Gando als Bonus
- Öffentliche Standpunkte an beiden Pistenenden, schnell über die Autobahn GC-1 erreichbar
Wo es hakt
- Militärische Anlagen dürfen nicht fotografiert werden – Sicherheitskräfte reagieren entsprechend
- Kein offizieller Besucherbereich oder Aussichtsterrasse
- Der beliebte Strandspot funktioniert nur bei Betrieb auf der 21, die seltener läuft
- Großraumflugzeuge sind die Ausnahme
- Starker Wind, Sand und Gischt an den Küstenspots
Gran Canaria ist für viele die erste Begegnung mit den Kanaren – und für Spotter einer der spannendsten Ferienflughäfen Europas. In Gando an der Ostküste der Insel treffen drei Welten aufeinander: Urlaubsjets aus halb Europa, die Turboprops der Inselairline Binter im dichten Takt und die Maschinen der spanischen Luftwaffe, die sich das Flugfeld mit dem zivilen Verkehr teilen. Wer versteht, wie Passat und Pisten zusammenspielen, und die Regeln rund um den Militärteil kennt, nimmt hier mehr mit als nur Strandfotos.
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Von der Landepiste in der Bucht zum Ferienflughafen
Die Geschichte des Flughafens reicht weit zurück. Schon 1924 landeten auf der flachen Ebene an der Bucht von Gando die ersten Militärflugzeuge, und 1926 legte das Wasserflugzeug Plus Ultra auf seinem berühmten Flug von Palos de la Frontera nach Buenos Aires hier einen Zwischenstopp ein. Per königlichem Erlass wurde das Gelände 1930 zum nationalen Flughafen erklärt; den ersten Passagierflug verzeichnen spanische Quellen für 1933, zwei Jahre später entstand die regelmäßige Verbindung zwischen Madrid und den Kanaren.
In den folgenden Jahrzehnten wuchsen ziviler und militärischer Teil nebeneinander. Mitte der 1940er-Jahre kam ein erstes Passagiergebäude hinzu, das den zivilen Betrieb vom militärischen trennte. 1960 wurde die Piste auf 3.100 Meter verlängert, 1966 einen neuen Kontrollturm, und 1980 ging die zweite, parallele Bahn in Betrieb. Mit dem Massentourismus wurde Gran Canaria zu einem der wichtigsten Ferienflughäfen Spaniens. Das heutige Terminal wurde mehrfach erweitert, zuletzt mit einem 2014 eröffneten Ausbau.
Ein Kapitel prägt die Luftfahrtgeschichte weit über die Insel hinaus. Am 27. März 1977 explodierte im Blumenladen des Terminals eine Bombe der separatistischen Gruppe MPAIAC, mehrere Menschen wurden verletzt. Nach einer weiteren Bombendrohung sperrten die Behörden den Flughafen für Stunden, und zahlreiche Flüge wichen nach Los Rodeos auf Teneriffa aus – dem heutigen Flughafen Teneriffa-Nord. Auf dem überfüllten Vorfeld und im Nebel kollidierten dort am Nachmittag zwei Boeing 747 von KLM und Pan Am. Was das Unglück für Funkverkehr und Crew-Training bedeutete, erklärt der Beitrag zur Flugzeugkatastrophe von Teneriffa 1977.
Zwei Pisten, ein Passat
Das Layout ist schnell erklärt. Zwei parallele Bahnen verlaufen in Nordnordost-Südsüdwest-Richtung entlang der Küste, beide 3.100 Meter lang und 45 Meter breit. Die Terminals und Vorfelder des zivilen Flughafens liegen westlich der Pisten, die Anlagen der Base Aérea de Gando östlich davon, Richtung Meer. Laut spanischen Nachschlagewerken schaffen die beiden Bahnen zusammen bis zu 53 Bewegungen pro Stunde.
| Bahn | Bezeichnung | Ausstattung | Rolle im Betrieb |
|---|---|---|---|
| Westliche Bahn | 03L/21R | ILS an beiden Enden | Hauptbahn für den zivilen Verkehr |
| Östliche Bahn | 03R/21L | ohne ILS | stark militärisch genutzt, ergänzt die Hauptbahn |
| Ziviles Vorfeld | – | westlich der Pisten | Terminal, Fluggastbrücken, Abstellpositionen |
| Base Aérea de Gando | – | östlich der Pisten | militärischer Bereich – nicht fotografieren |
Entscheidend für deine Planung ist der Wind. Auf Gran Canaria weht fast das ganze Jahr über der Passat aus Nordost. Weil Flugzeuge gegen den Wind starten und landen, läuft an den meisten Tagen die Betriebsrichtung 03: Die Landungen kommen von Süden über El Burrero herein, gestartet wird Richtung Norden. Nur wenn der Wind auf Süd oder West dreht, wechselt der Betrieb auf die 21 – dann landen die Flugzeuge von Norden über die Bucht von Gando und den Strand von Ojos de Garza.
Erst Wind, dann Spot
Schau vor der Fahrt in einen Flugtracker oder eine Windprognose. Kommen die Anflüge von Süden, fährst du nach El Burrero, kommen sie von Norden über das Meer, lohnt sich der Strand. Wie du das liest, erklären die Beiträge Betriebsrichtung am Flughafen verstehen und Windy und andere Wetterkarten für Spotter. Mit Planetrack siehst du Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen auf einen Blick. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Ferienverkehr aus ganz Europa
Gran Canaria lebt vom Tourismus, und das siehst du am Himmel. 2025 zählte der Flughafen rund 15,8 Millionen Passagiere – deutlich mehr als vor der Pandemie, als es 2019 rund 13,3 Millionen waren. Ein großer Teil davon kommt aus dem Ausland: Skandinavier, Briten, Deutsche, Niederländer und Belgier fliegen in die Wintersonne, im Sommer kommen spanische Urlauber und Familien aus ganz Europa hinzu.
Das Ergebnis ist ein Airline-Mix, wie du ihn an einem einzigen Flughafen selten bekommst. Billigflieger wie Ryanair, easyJet und Norwegian sind stark vertreten, dazu Ferienairlines wie Jet2, TUI Airways und TUIfly. Aus Deutschland fliegen unter anderem Condor und Eurowings, aus Skandinavien neben Norwegian auch SAS. Welche Airline welche Strecke bedient, wechselt mit jedem Flugplan; Stand Oktober 2026 prüfst du das am besten direkt in der Ankunftstafel oder im Flugtracker.
Typenseitig dominiert die Kurz- und Mittelstrecke. Die Boeing 737-800 und die 737 MAX 8 kommen in vielen Bemalungen, ebenso die A320-Familie mit A320neo und A321neo. Großraumflugzeuge sind die Ausnahme – wer hier A350 oder 787 erwartet, wird meist enttäuscht.
Seltene Gäste nicht verpassen
Setz Kennzeichen, Typen, Airlines oder Special Liveries auf deine Liste – Planetrack meldet sich, wenn sie Gran Canaria anfliegen. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Binter: das Inseldrehkreuz
Zwischen den Ferienjets pendeln Flugzeuge, die du außerhalb der Kanaren kaum zu sehen bekommst. Binter Canarias hat ihren Sitz in Telde, also in direkter Nachbarschaft des Flughafens, und nutzt Gran Canaria neben Teneriffa-Nord als Drehkreuz. Von hier aus erreicht die Airline jede Kanareninsel mit Flughafen, dazu Ziele auf dem spanischen Festland, in Portugal und in Westafrika.
Für dich als Spotter heißt das: Den ganzen Tag über starten und landen Turboprops vom Typ ATR 72-600 im Inselverkehr, ergänzt durch Embraer E195-E2 auf längeren Strecken. Daneben fliegt die kleinere Inselairline Canaryfly. Aufs Festland verbinden zusätzlich Vueling, Iberia Express und Air Europa. Wichtigste Inlandsstrecke ist nach Aena-Zahlen für 2024 die Verbindung nach Madrid mit knapp zwei Millionen Passagieren, gefolgt von Teneriffa-Nord, Lanzarote und Fuerteventura.
| Verkehrsart | Typische Airlines | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Inselverkehr | Binter Canarias, Canaryfly | ATR 72-600, Embraer E195-E2 |
| Festland Spanien | Binter, Vueling, Iberia Express, Air Europa, Ryanair | A320-Familie, 737, E2 |
| Ferienverkehr Europa | Ryanair, easyJet, Jet2, TUI, Norwegian, Condor, Eurowings | 737-800, 737 MAX 8, A320neo, A321neo |
| Militär | Ala 46 der spanischen Luftwaffe | Kampfjets, SAR-Hubschrauber, Patrouillenflugzeuge |
Die Base Aérea de Gando
Was Gran Canaria von den meisten Ferienflughäfen unterscheidet, liegt östlich der Pisten. Die Base Aérea de Gando gehört zu den größten Stützpunkten der spanischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. Erste Militärflugzeuge landeten hier 1924, eine feste Präsenz der spanischen Militärluftfahrt gibt es seit 1939; das heute dort stationierte Ala 46 besteht in seiner jetzigen Form seit 1965. Übergeordnet ist das Luftkommando der Kanaren (Mando Aéreo de Canarias) mit Sitz in Las Palmas, das für alle Luftwaffeneinheiten auf dem Archipel zuständig ist.
Das Ala 46 hat zwei Aufgaben. Die Staffel 462 sichert den Luftraum rund um die Kanaren und hält rund um die Uhr Alarmrotten bereit. Sie flog ab 1982 die Mirage F1 und seit 1999 die F/A-18 Hornet, die Spanien gebraucht von der US Navy übernommen hatte. Als Nachfolger hat Spanien Eurofighter bestellt, die der europäische Hersteller Eurofighter liefert; die Umrüstung der Kanaren-Staffel ist Stand Oktober 2026 im Gange. Welche Jets du gerade im Anflug siehst, hängt deshalb davon ab, wie weit der Wechsel fortgeschritten ist.
Die Staffel 802 ist für Suche und Rettung über dem Atlantik zuständig. Sie fliegt Hubschrauber vom Typ H215 sowie Flächenflugzeuge der CN-235-Familie; als Nachfolger kommt die C295 in einer Version für Seeaufklärung hinzu. Ihre Wurzeln reichen bis in die 1950er-Jahre zurück, als eine Rettungsstaffel zunächst auf Teneriffa aufgestellt wurde.
Auch strategisch spielte Gando eine Rolle: Der Platz war bis zum Ende des Programms 2011 als Ausweichlandeplatz für das Space Shuttle der NASA vorgesehen, und bei der französischen Intervention in Mali 2013 diente er als wichtige Drehscheibe für Lufttransporte nach Westafrika. Für Spotter bedeutet das: Neben den stationierten Maschinen tauchen gelegentlich Transporter und Gäste anderer Luftwaffen auf.
Militärische Anlagen sind tabu
Die Base Aérea de Gando ist militärischer Sicherheitsbereich. Fotografiere keine Anlagen, Hangars oder Militärmaschinen am Boden, richte die Kamera nicht über den Zaun auf das Militärgelände und folge sofort den Anweisungen von Guardia Civil oder Militärpolizei. Starts und Landungen in der Luft von öffentlichen Plätzen aus sind etwas anderes als Bilder vom Stützpunkt selbst. Die Hintergründe stehen in den Beiträgen Fotografieren an Militärflugplätzen und Spotten in Spanien.
Spotten in Gando: Norden oder Süden
Eine offizielle Besucherterrasse gibt es nicht, und laut Aena ist das Terminal nachts nur für Passagiere mit Bordkarte und Personal geöffnet. Die Spotterplätze liegen deshalb draußen an den beiden Pistenenden – und welcher sich lohnt, entscheidet allein die Betriebsrichtung.
Betrieb auf der 21: Strand von Ojos de Garza. Am Nordende des Flughafens, im gleichnamigen Ortsteil von Telde, liegt ein kleiner Strand direkt unter dem Endanflug auf die 21L und 21R. Die Flugzeuge kommen über die Bucht von Gando herein und überfliegen die Küste kurz vor dem Aufsetzen. Vom frühen Nachmittag bis zum Sonnenuntergang hast du die Sonne seitlich bis im Rücken. Alle Details zu Standpunkten, Brennweiten und Anreise stehen im Spot-Guide zum Strand Ojos de Garza.
Betrieb auf der 03: El Burrero. Am Südende, in der Gemeinde Ingenio, fotografierst du die Landungen auf 03L und 03R. Spotter nutzen hier öffentliche Flächen am Nordrand des Ortes, etwa einen kleinen Park und einen Hügel am Ortsrand. Das Licht passt hier eher am Vormittag. Halte dich auch hier von Ecken fern, von denen aus du in militärische Bereiche blickst.
Betriebsrichtung prüfen
Nordostpassat heißt meist 03 – also Südende. Dreht der Wind auf Süd oder West, läuft die 21 über Ojos de Garza.
Licht einplanen
Am Strand im Norden ist der Nachmittag stark, am Südende eher der Vormittag. Plane das mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot.
Anreise über die GC-1
Beide Pistenenden erreichst du schnell über die Küstenautobahn GC-1. Ohne Auto helfen die Überlandbusse zwischen Las Palmas und dem Süden.
Wind und Sand ernst nehmen
An der Küste weht es kräftig. Objektivwechsel lieber im Auto oder im Windschatten, Schutzfilter und Tuch einpacken.
Kennzeichen notieren
Bei so vielen 737 und A320 in ähnlichen Farben ist das Kennzeichen der einzige saubere Weg, Sichtungen auseinanderzuhalten.
Wenn du mit der Kamera in den Urlaub fliegst, lohnt sich ein Blick in die Beiträge Planespotting im Urlaub und Kameraausrüstung im Handgepäck. Drohnen haben im Anflug eines Verkehrsflughafens, der zugleich Militärbasis ist, ohne Genehmigung nichts verloren – mehr dazu unter Drohnen am Flughafen.
Saison und Tagesrhythmus
Anders als an vielen Flughäfen in Mitteleuropa liegt die Hochsaison für ausländische Gäste im europäischen Winter. Von Herbst bis Frühjahr fliegen Skandinavier, Briten, Deutsche und Benelux-Urlauber in die Sonne, und an Wochenenden mit Bettenwechsel häufen sich die Ferienflüge. Im Sommer verschiebt sich der Mix stärker zu spanischen Gästen und europäischen Familien in den Schulferien. Für dich heißt das: Wer im November oder Februar auf die Insel fliegt, sieht oft die größte Vielfalt an Airlines aus dem Norden Europas.
Der Inselverkehr von Binter läuft dagegen ganzjährig vom frühen Morgen bis in den Abend. Ferienflüge kommen oft in Wellen, abhängig von den Abflugzeiten in Mitteleuropa und Skandinavien. Ein Blick in die Ankunftstafel oder eine Flugverfolgung per ADS-B zeigt dir, wann sich der Weg zum Pistenende lohnt. Militärbewegungen sind nicht planbar; wer gezielt nach ihnen sucht, findet Hinweise im Beitrag Militärflugzeuge online verfolgen.
Gran Canaria passt zu dir, wenn …
- du Urlaub und Spotting verbinden willst
- du einen bunten Mix europäischer Ferienairlines suchst
- du Turboprops und Inselverkehr magst
Bedingt geeignet, wenn …
- du gezielt Militärjets fotografieren willst – sie kommen unregelmäßig, und am Boden gilt Fotoverbot
- du nur einen Tag hast und unbedingt den Strandspot willst – die 21 läuft seltener
Eher woanders, wenn …
- du Großraumflugzeuge und Langstrecke in großer Zahl suchst
- du eine offizielle Besucherterrasse mit Infrastruktur erwartest
Gran Canaria im Vergleich
Auf den Kanaren ist Gran Canaria neben Teneriffa-Süd der große Ferienflughafen. Teneriffa-Nord ist das zweite Binter-Drehkreuz und zeigt mehr Inselverkehr, Lanzarote punktet mit dem Strandspot Playa Honda direkt am Pistenende, und Fuerteventura ist kleiner und ruhiger. Gran Canaria verbindet von allem etwas – und hat mit der Base Aérea de Gando als einziger der großen Inselflughäfen einen ständig belegten Militärstützpunkt mit eigenen Kampfjets.
Im spanischen Vergleich liegt Gran Canaria in einer Liga mit großen Ferienflughäfen wie Palma de Mallorca, nur mit umgekehrter Saison: Wenn auf den Balearen Ruhe einkehrt, beginnt auf den Kanaren die Hauptzeit. Eine Tour über mehrere Inseln planst du mit dem Beitrag Planespotting auf den Kanaren.
Jeder Spot auf der Karte
Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht, Sonnenstand-Planer, Pisten und Wind am Flughafen und eine Community, die ihre Kanaren-Fotos teilt – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Gran Canaria ist kein Drehkreuz für Langstreckenfans, sondern ein Ferienflughafen mit Charakter. Europäische Urlaubsjets, die Turboprops und E2-Jets von Binter und die Militärmaschinen der Base Aérea de Gando sorgen dafür, dass du an einem Tag mehr Abwechslung siehst als an manchem Großflughafen. Dazu kommt ein Klima, das dir auch im Januar Fotos mit blauem Himmel und Atlantik beschert.
Den Unterschied machen zwei Dinge: die Betriebsrichtung, die dich an den Strand von Ojos de Garza oder ans Südende nach El Burrero schickt, und der Respekt vor dem Militärteil. Wer beides beachtet, erlebt in Gando entspannte und abwechslungsreiche Spotting-Tage.
Kurzfazit
LPA ist Ferienflughafen, Binter-Drehkreuz und Luftwaffenbasis in einem. Plane nach Passat und Betriebsrichtung – meist 03 und damit Südende – und halte dich strikt an das Fotoverbot für militärische Anlagen.
Zusammenfassung
- Gran Canaria ist einer der verkehrsreichsten Flughäfen Spaniens und lebt vom Tourismus – besonders im europäischen Winter, wenn der Kontinent in die Sonne fliegt.
- Neben den Ferienjets prägen die Turboprops und E2-Jets von Binter Canarias das Bild, die von hier aus alle Inseln verbinden.
- Die Base Aérea de Gando macht den Flughafen zu einem der wenigen großen Ferienflughäfen mit regelmäßigem Militärbetrieb.
- Die Betriebsrichtung entscheidet, wo du stehst: meist am Südende bei El Burrero, bei Südwind am Strand von Ojos de Garza im Norden.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Gran Canaria?
Der IATA-Code ist LPA – abgeleitet von Las Palmas –, der ICAO-Code lautet GCLP. Das Präfix GC steht für die Kanarischen Inseln; die anderen Inselflughäfen wie Teneriffa-Nord (GCXO) oder Lanzarote (GCRR) teilen es.
Wie viele Start- und Landebahnen hat der Flughafen Gran Canaria?
Zwei parallele Bahnen: 03L/21R und 03R/21L, beide 3.100 Meter lang und 45 Meter breit. Die 03L/21R ist mit einem Instrumentenlandesystem ausgerüstet und gilt als Hauptbahn für den Zivilverkehr. Die zweite Bahn kam 1980 hinzu.
Warum heißt der Flughafen auch Gando?
Er liegt an der Bucht von Gando an der Ostküste der Insel. Schon in den 1920er-Jahren landeten hier die ersten Flugzeuge, und der militärische Teil des Geländes heißt bis heute Base Aérea de Gando. Viele Einheimische und Spotter sprechen deshalb einfach von Gando.
Welche Militärflugzeuge sind in Gando stationiert?
Das Ala 46 der spanischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte ist dort zu Hause. Seine Jagdstaffel flog seit 1999 die F/A-18 Hornet, als Nachfolger sind Eurofighter bestellt. Die 802. Staffel übernimmt Suche und Rettung mit Hubschraubern vom Typ H215 und Flächenflugzeugen der Familie CN-235 und C295. Welche Muster gerade im Einsatz sind, hängt vom Stand der Umrüstung ab.
Darf ich am Flughafen Gran Canaria Flugzeuge fotografieren?
Zivile Flugzeuge von öffentlichen Orten aus ja. Weil der Flughafen zugleich Luftwaffenbasis ist, gilt aber besondere Vorsicht: Fotografiere keine militärischen Anlagen und keine Militärmaschinen am Boden, betritt keine Sperrbereiche und folge den Anweisungen der Sicherheitskräfte. Mehr dazu in den Beiträgen Spotten in Spanien und Fotografieren an Militärflugplätzen.
Welcher Spot ist der beste am Flughafen Gran Canaria?
Das hängt von der Betriebsrichtung ab. Läuft die 21, landen die Flugzeuge von Norden über den Strand Ojos de Garza – der bekannteste Spot der Insel. An den meisten Tagen läuft aber die 03, dann stehst du besser am Südende bei El Burrero in der Gemeinde Ingenio.
Gibt es eine Besucherterrasse am Flughafen Gran Canaria?
Eine offizielle Aussichtsterrasse für Besucher bietet Aena hier nicht an. Laut Aena ist das Terminal nachts außerdem nur für Passagiere mit Bordkarte und für Personal zugänglich. Für Spotter sind deshalb die öffentlichen Plätze an den Pistenenden die richtige Wahl.
Was hat Gran Canaria mit dem Unglück von Teneriffa 1977 zu tun?
Am 27. März 1977 explodierte im Terminal von Gran Canaria eine Bombe der Separatistengruppe MPAIAC. Der Flughafen wurde gesperrt, viele Flüge – darunter die später verunglückten Jumbos von KLM und Pan Am – wichen nach Los Rodeos auf Teneriffa aus. Dort kam es am selben Nachmittag zur Kollision der beiden Boeing 747. Hintergründe im Beitrag Flugzeugkatastrophe von Teneriffa 1977.
Sichtungen rund um Flughafen Gran Canaria sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Binter Canarias
Die Airline der Kanarischen Inseln: ATR-Turboprops im Inselhüpfer-Takt, Embraer E195-E2 für Festland, Madeira und Westafrika – und Flugzeuge mit Namen aus dem kanarischen Alltag.
PM / CNFCanaryfly
Die kleine Inselairline der Kanaren: eine Handvoll ATR 72 ab Gran Canaria, Low-Cost-Tarife im Inselverkehr und ein ungleiches Duell mit dem Platzhirsch Binter.
FR / RYRRyanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
LS / EXSJet2.com
Britischer Ferienflieger aus Leeds: Boeing 737 und Airbus A321neo, 14 Basen im Vereinigten Königreich, enge Verzahnung mit dem Reiseveranstalter Jet2holidays – und ein Rufzeichen, das an die Frachtvergangenheit erinnert.
DY / NOZNorwegian Air Shuttle
Die skandinavische Low-Cost-Airline aus Fornebu bei Oslo: reine Boeing-737-Flotte, rote Nase, Porträts berühmter Persönlichkeiten am Leitwerk – und seit 2024 mit Widerøe unter einem Dach.
DE / CFGCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
VY / VLGVueling
Die Low-Cost-Airline aus Barcelona gehört zur IAG: eine Flotte aus der kompletten Airbus-A320-Familie, ein zweites Drehkreuz in Rom und eine Boeing-Bestellung, die das einheitliche Bild aufbricht.
I2 / IBSIberia Express
Die Kurz- und Mittelstrecken-Tochter von Iberia: reine Airbus-Flotte aus A320 und A321neo, Basis Madrid-Barajas, Zubringer für das Langstreckennetz und oneworld-Affiliate.
Typische Flugzeuge
ATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas F/A-18 Hornet
Runde Lufteinläufe, schlanke Flügelwurzeln, zwei schräge Seitenleitwerke: Die Legacy Hornet prägt seit Jahrzehnten den Himmel über der Schweiz, Finnland und Spanien. So erkennst du sie und trennst sie von der Super Hornet.
FlugzeugtypEurofighter EF2000 Typhoon
Entenflügel vor dem Cockpit, großer Deltaflügel, ein breiter Lufteinlass wie ein Lächeln unter der Nase: Der Eurofighter ist das Rückgrat der Luftwaffe. So erkennst du ihn und weißt, wo du ihn in Deutschland siehst.
Spotting-Spots rund um Flughafen Gran Canaria
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Strand Ojos de Garza am Flughafen Gran Canaria
Am kleinen Strand von Ojos de Garza im Norden des Flughafens Gran Canaria kommen die Landungen bei Südwindlagen direkt über das Meer und die Küste herein. Wann sich der Spot lohnt, wo du stehst und was du siehst.
AnflugschneisePlaya Honda am Flughafen Lanzarote
Am Strand zwischen Playa Honda und Matagorda schweben die Flugzeuge über das Meer heran und setzen kurz hinter der Promenade auf der Piste 03 auf. Was du dort siehst, wo du am besten stehst und wann das Licht passt.
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Flughafen Teneriffa Süd
Der Ferienflughafen im Süden Teneriffas: eine einzige 3.200 Meter lange Bahn an der Küste bei Granadilla de Abona, fast 14 Millionen Passagiere im Jahr, Charter- und Low-Cost-Jets aus halb Europa – und ein Passatwind, der fast immer die Betriebsrichtung 07 vorgibt.
FlughafenFlughafen Teneriffa Nord
Der kleinere der beiden Flughäfen Teneriffas: eine Bahn auf 633 Metern Höhe, Nebel aus heiterem Himmel, die schwerste Katastrophe der Luftfahrtgeschichte von 1977 – und heute das Revier von Binter, Inselhüpfern und Festlandsflügen.
FlughafenFlughafen Lanzarote
Der Ferienflughafen der Vulkaninsel: eine einzige Bahn direkt an der Küste, zwei Terminals für Europa- und Inselverkehr und fast neun Millionen Passagiere im Jahr. Für Spotter zählt vor allem eines – die Landungen auf der 03 kommen über das Meer und den Strand herein.
FlughafenFlughafen Fuerteventura
Eine Piste, ein Terminal und fast nur Ferienflieger: Bei El Matorral an der Ostküste von Fuerteventura landen Urlaubsjets aus Deutschland, Großbritannien und halb Europa, dazu Binter-Turboprops im Inselverkehr. Was du über Geschichte, Verkehr, Betriebsrichtung und Spots wissen musst.
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