Lockheed L-1049 Super Constellation

Drei Seitenflossen, ein Rumpf wie ein Delfin und vier dröhnende Sternmotoren: Die Lockheed Super Constellation ist der Inbegriff der Propeller-Ära. Mit ihr startete Lufthansa 1955 in die Langstrecke, und in Basel hielt ein Verein bis 2016 eine Super Connie in der Luft. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo du sie heute noch findest.

Auch bekannt als: Super Constellation · Super Connie · Connie · L-1049G Super G · C-121C · R7V-1 · EC-121 Warning Star · WV-2

USALockheedHistorische FlugzeugeICAO-Typcode: CONI12 Min. Lesezeit

1951

Erstflug

579

gebaute Exemplare (zivil und militärisch)

3

Seitenflossen am Heck

1955

Lufthansa startet in die Langstrecke

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Super Constellation ist die gestreckte Constellation: Lockheed verlängerte den Rumpf um rund 5,5 Meter und baute stärkere Turbo-Compound-Motoren ein.
  • Erkennungszeichen Nummer eins bleibt das Dreifachleitwerk – zusammen mit dem geschwungenen Rumpf und rechteckigen Fenstern ist die L-1049 sicher bestimmt.
  • Für Deutschland ein Schlüsseltyp: Mit der L-1049G eröffnete Lufthansa am 8. Juni 1955 ihren Transatlantikdienst nach New York.
  • Die „Super Connie“ aus Basel flog von 2004 bis 2016 – mit Unterbrechungen – als einzige Super Constellation Europas regelmäßig auf Airshows; seit 2019 steht sie zerlegt in Bremgarten.
  • Heute vor allem im Museum: In Deutschland siehst du die Lufthansa-Maschine D-ALIN in Hermeskeil.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Super Constellation?
  2. 2.Entstehung: das Wettrennen mit Douglas
  3. 3.Die Versionen im Überblick
  4. 4.Lufthansa und die Super Connie: Neustart über den Atlantik
  5. 5.Die Super Connie aus Basel
  6. 6.So erkennst du die Super Constellation
  7. 7.Super Constellation, Starliner oder DC-7?
  8. 8.Wo du die Super Constellation heute siehst
  9. 9.Fototipps für die Super Constellation
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerLockheed Aircraft Corporation, Burbank (Kalifornien)
VorgängerLockheed L-049 und L-749 Constellation
NachfolgerLockheed L-1649 Starliner
Erstflug14. Juli 1951 (L-1049); L-1049G: Dezember 1954
IndienststellungDezember 1951 bei Eastern Air Lines (Miami–New York)
Bauzeit1951 bis Ende der 1950er-Jahre
Stückzahlrund 579, davon 259 zivile und 320 militärische Exemplare (Angaben je nach Quelle leicht abweichend)
Statushistorisch – weltweit nur noch sehr wenige flugfähige Exemplare, mehrere Museumsflugzeuge
BauartViermotoriger Ganzmetall-Tiefdecker mit Druckkabine, Bugradfahrwerk und dreifachem Seitenleitwerk
Triebwerke4 × Wright R-3350 Turbo Compound (18-Zylinder-Doppelstern), bei der L-1049C je 3.250 PS Startleistung
PropellerDreiblättrige Hamilton-Standard-Verstellpropeller (L-1049C)
Länge34,62 m (L-1049C)
Spannweiterund 37,5 m (123 Fuß)
Höhe7,54 m
Max. Startgewichtrund 54,4 t (L-1049C), bei späteren Versionen höher
Passagiereje nach Version und Bestuhlung rund 47 bis 106
Reisegeschwindigkeitrund 490 km/h (L-1049C)
Reichweiterund 8.300 km (L-1049C); die L-1049G schaffte dank Flügelspitzentanks mehr
Besatzung5 im Cockpit (zwei Piloten, Navigator, Flugingenieur, Funker) plus Kabinenpersonal

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Drei Seitenflossen am Heck – das Dreifachleitwerk ist das unverwechselbare Markenzeichen aller Constellations
  • Geschwungener „Delfin“-Rumpf: Die Nase senkt sich nach vorn, das Heck zieht nach oben, der Rumpf hat kaum eine gerade Linie
  • Rechteckige Kabinenfenster – die kürzeren L-049 und L-749 haben runde Fenster
  • Vier Sternmotoren mit großen Gondeln; die L-1049G trägt oft Tanks an den Flügelspitzen
  • Sehr hohes Bugfahrwerk, die Maschine steht am Boden deutlich „nasenhoch“
  • Militärversionen wie die EC-121 Warning Star tragen auffällige Radarkuppeln auf dem Rücken und unter dem Bauch

Aktualisiert: Oktober 2026 – Drei Seitenflossen, ein Rumpf, der sich wie ein Delfin durch die Luft zu biegen scheint, und vier Sternmotoren, deren Klang man nicht mehr vergisst: Die Lockheed L-1049 Super Constellation gilt vielen als schönstes Verkehrsflugzeug der Propeller-Ära. Für Deutschland ist sie mehr als ein Klassiker – mit ihr flog die neue Lufthansa 1955 erstmals nach New York. Hier liest du, wie aus der Constellation die „Super Connie“ wurde, welche Versionen es gab, woran du sie sicher erkennst und wo du sie heute noch vor die Linse bekommst.

Die Super Connie auf deine Wunschliste

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Was ist die Super Constellation?

Die L-1049 ist ein viermotoriges Langstrecken-Verkehrsflugzeug mit Kolbenmotoren von Lockheed aus Burbank in Kalifornien. Sie ist die gestreckte und deutlich verstärkte Version der Constellation, die als L-049 und L-749 schon in den späten 1940er-Jahren die großen Strecken der Welt bediente. Von ihr übernahm sie das Grundkonzept: Tiefdecker mit Druckkabine, Bugradfahrwerk, geschwungener Rumpf und das typische Dreifachleitwerk.

Lockheed verlängerte den Rumpf mit Einsätzen vor und hinter dem Flügel um rund 5,5 Meter. Dazu kamen eine verstärkte Zelle und größere Tanks. Für dich als Spotter am wichtigsten: Statt runder Fenster hat die Super Constellation rechteckige Kabinenfenster.

Den großen Sprung machte der Typ mit der L-1049C. Sie bekam die Wright R-3350 Turbo Compound, 18-Zylinder-Doppelsternmotoren, deren Abgase zusätzlich kleine Turbinen antreiben und so Leistung auf die Kurbelwelle zurückgeben. Bei der L-1049C lieferten sie je 3.250 PS Startleistung. Damit wurde aus dem Inlandsflugzeug ein Langstreckenmuster, das den Atlantik zuverlässig überqueren konnte.

1951Erstflug am 14. Juli, Linieneinsatz ab Dezember bei Eastern Air Lines
579gebaute Exemplare – 259 für Airlines, 320 fürs Militär
5,5 mlänger als die ursprüngliche Constellation

Lockheed selbst ist heute Teil von Lockheed Martin und baut vor allem Militärflugzeuge. Die Super Constellation gehört zur großen zivilen Zeit des Herstellers, die mit der L-188 Electra und dem Großraumjet L-1011 TriStar weiterging.

Entstehung: das Wettrennen mit Douglas

Anfang der 1950er-Jahre lieferten sich Lockheed und Douglas ein Duell um die schnellsten und größten Kolbenmotor-Airliner. Douglas hatte mit der DC-6 ein robustes, erfolgreiches Muster am Markt. Lockheed antwortete mit der gestreckten Constellation. Die ersten Kunden waren Eastern Air Lines mit zehn und TWA mit 14 bestellten Maschinen.

Am 14. Juli 1951 flog die erste L-1049. Schon im Dezember 1951 setzte Eastern sie auf der Strecke zwischen Miami und New York ein. Die frühe Version hatte noch Motoren ohne Turbo-Compound-Technik und war eher für den US-Inlandsverkehr gedacht. Die L-1049C folgte mit ihrem Erstflug am 17. Februar 1953 und den neuen Wright-Motoren.

Die Konkurrenz zog nach. American Airlines ließ von Douglas die DC-7 bauen, um nonstop quer durch die USA zu fliegen. TWA hielt mit der Super Constellation dagegen. Beide Typen nutzten dieselbe Motorenfamilie, und beide kämpften in den ersten Jahren mit deren Wartungsaufwand.

Das Unglück über dem Grand Canyon

Am 30. Juni 1956 stießen eine Super Constellation der TWA und eine DC-7 von United Airlines über dem Grand Canyon zusammen, alle Menschen an Bord beider Maschinen kamen ums Leben. Das Unglück gilt als wichtiger Anstoß für eine moderne Flugsicherung in den USA. Mehr dazu im Beitrag Geschichte der Flugsicherung.

Die Versionen im Überblick

Zwischen dem ersten Exemplar und dem Ende der Produktion entstand eine ganze Familie an zivilen und militärischen Varianten. Die Stückzahlen weichen je nach Quelle etwas voneinander ab; die Tabelle nennt die gängigen Werte.

Version Merkmale Stückzahl
L-1049 Grundversion ohne Turbo-Compound-Motoren, Eastern und TWA 24
L-1049C Wright R-3350 Turbo Compound, erste echte Langstreckenversion 48
L-1049D Frachtversion für Seaboard & Western 4
L-1049E weiterentwickelte Passagierversion, viele später zur G umgebaut 28
L-1049G „Super G“ stärkere Motoren, optionale Flügelspitzentanks und Wetterradar rund 100
L-1049H Fracht- und Kombiversion mit großen Ladetüren 53
Militärversionen u. a. C-121C, R7V-1, WV-2/EC-121 320

Die L-1049G flog erstmals im Dezember 1954 und wurde zur meistverkauften zivilen Version. Mehr als 100 Exemplare gingen an sechzehn Airlines. Ihr Kennzeichen sind die optionalen Tanks an den Flügelspitzen: Sie erweiterten die Reichweite nach Lockheed-Angaben um rund 1.800 Kilometer und machten die Super G zum Atlantikflugzeug vieler europäischer Airlines.

Die L-1049H war für Fracht gebaut. Zwei große Ladetüren auf der linken Seite und ein verstärkter Boden machten sie zum Arbeitstier von Frachtairlines wie der Flying Tiger Line und Seaboard World. Eine L-1049H der Flying Tigers zählt zu den letzten gebauten zivilen Super Constellations.

Die Super Constellation in Uniform

Mehr als die Hälfte aller L-1049 flog für das Militär. Die US Air Force nutzte die C-121C als Transporter, die US Navy die R7V-1. Besonders auffällig sind die Frühwarnflugzeuge: Die WV-2, ab 1962 als EC-121 Warning Star bezeichnet, trug eine große Radarkuppel unter dem Bauch und einen hohen Radom-Aufbau auf dem Rücken. Diese Maschinen patrouillierten im Kalten Krieg vor den Küsten der USA und kamen später im Vietnamkrieg zum Einsatz.

Für Spotter in Europa sind die Militärversionen wichtiger, als man denkt: Sowohl die Basler HB-RSC als auch die australische VH-EAG sind ehemalige C-121C der US Air Force.

Lufthansa und die Super Connie: Neustart über den Atlantik

Für die deutsche Luftfahrtgeschichte ist die L-1049G ein Schlüsseltyp. Als die neu gegründete Lufthansa 1955 den Flugbetrieb aufnahm, setzte sie auf der Langstrecke auf die Super Constellation. Laut Lieferlisten übernahm die Airline acht L-1049G.

Die D-ALAK erhielt am 1. April 1955 als erstes viermotoriges Flugzeug im Nachkriegsdeutschland ihre Zulassung. Am 8. Juni 1955 eröffnete Lufthansa mit der Super Constellation ihren Transatlantikdienst: ab Düsseldorf mit Zwischenlandung in Shannon nach New York. Für die junge Bundesrepublik war das ein Symbol für die Rückkehr in die internationale Luftfahrt.

Noch im selben Jahr schrieb eine Lufthansa-Maschine Zeitgeschichte. Für seine Reise nach Moskau im September 1955 nutzte Bundeskanzler Konrad Adenauer mit seiner Delegation zwei neue Super Constellations. Bei den Gesprächen ging es unter anderem um die Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen. Eine der beiden Maschinen war die D-ALIN – genau die, die du heute noch besichtigen kannst.

1. April 1955

Die D-ALAK erhält als erstes viermotoriges Flugzeug der Nachkriegszeit eine deutsche Zulassung.

8. Juni 1955

Lufthansa startet mit der L-1049G den Liniendienst über den Nordatlantik nach New York.

September 1955

Konrad Adenauer fliegt mit Lufthansa-Super-Constellations nach Moskau.

Januar 1959

Die D-ALAK verunglückt beim Anflug auf Rio de Janeiro.

Später ergänzte Lufthansa die Flotte um die L-1649 Starliner, die letzte und reichweitenstärkste Constellation-Version. Eine Starliner ließ die Lufthansa-Stiftung in den USA restaurieren; 2018 gab Lufthansa das Ziel auf, sie wieder in die Luft zu bringen. Die ganze Familiengeschichte erzählt der Beitrag Lockheed Constellation. Wer heute die Lufthansa-Tradition erleben will, findet Infos auch bei der Lufthansa Group und bei Lufthansa Technik.

Neben Lufthansa flogen zahlreiche europäische Airlines die Super Constellation, darunter KLM, Air France und Iberia. Weltweit gehörten unter anderem Qantas, Air India und Northwest zu den Kunden.

Die Super Connie aus Basel

Für eine ganze Generation europäischer Spotter war die Super Constellation untrennbar mit Basel verbunden. Im Jahr 2000 gründete sich dort die Super Constellation Flyers Association mit dem Ziel, eine Super Connie in Europa in der Luft zu halten.

Das Flugzeug dafür fand der Verein in Kalifornien: eine C-121C, die 1956 an den Lufttransportdienst der US Air Force ausgeliefert worden war und 1972 ausgemustert wurde. Nach Jahren auf US-Airshows unter dem Kennzeichen N73544 kam sie im Frühjahr 2004 in mehreren Etappen von Camarillo nach Basel. Später kam sie unter dem Schweizer Kennzeichen HB-RSC ins Register – wie du solche Kennungen liest, erklärt Schweizer HB-Kennzeichen. Lange trug sie die Farben eines Uhrensponsors, nach dessen Ausstieg hieß sie „Star of Switzerland“.

Ihre Heimat war der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg. Von dort flog sie Rundflüge mit bis zu 40 Passagieren und trat bei Airshows in ganz Europa auf. Damals galt sie als einzige regelmäßig fliegende Super Constellation Europas, auch wenn sie zwischendurch für Korrosionsreparaturen mehrere Jahre am Boden stand.

Der aktuelle Stand

Die HB-RSC flog zuletzt 2016. Danach wurden aufwendige Reparaturen fällig, die der Verein nicht finanzieren konnte. 2019 löste er sich auf, die Maschine wurde an einen neuen Eigentümer verkauft, zerlegt und nach Bremgarten gebracht. Wer heute in Basel nach der Connie sucht, wird sie dort nicht mehr finden. Ob sie je wieder fliegt, ist offen – verfolge Meldungen dazu kritisch.

Wenn du am EuroAirport spotten willst, bekommst du statt Kolbenmotoren heute Linien- und Frachtverkehr zu sehen. Eine Übersicht über europäische Flugtage, auf denen Klassiker auftauchen können, liefert der Beitrag Airshows in Europa.

So erkennst du die Super Constellation

Leitwerk zählen

Drei Seitenflossen am Heck bedeuten: Du hast eine Constellation vor dir. Keine andere Verkehrsmaschine dieser Größe sieht so aus.

Fenster anschauen

Rechteckige Kabinenfenster sprechen für die Super Constellation. Runde Fenster gehören zur kürzeren L-049 oder L-749.

Flügel prüfen

Tanks an den Flügelspitzen deuten auf eine L-1049G. Ein auffällig langer, schlanker Flügel spricht für die Starliner.

Kennzeichen nachschlagen

Die letzte Sicherheit liefert das Register – wie du Kennzeichen liest, steht in Flugzeugkennzeichen verstehen.

Super Constellation, Starliner oder DC-7?

Die großen Kolbenmotor-Airliner der 1950er-Jahre ähneln sich auf den ersten Blick. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: viermotoriger Klassiker der 1950er

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Lockheed L-1049 Super Constellation

Dreifachleitwerk, rechteckige Fenster und ein klassischer Flügel: Das passt zur Super Connie. Spitzentanks sprechen für die L-1049G.

Wahrscheinlich

Lockheed L-049 oder L-749 Constellation

Runde Fenster und ein kürzerer Rumpf deuten auf die ursprüngliche Constellation, wie sie zum Beispiel im Aviodrome in Lelystad steht.

Wahrscheinlich

Lockheed L-1649 Starliner

Der neue, lange und dünne Flügel mit weit außen sitzenden Motoren verrät die Starliner, die letzte Constellation-Version.

Wahrscheinlich

Douglas DC-7 oder DC-6

Ein einfaches Seitenleitwerk und ein gerader, schlanker Rumpf gehören zur Douglas-Konkurrenz.

Die Douglas DC-7 war die direkte Rivalin, die DC-6 ihre Vorgängerin. Den bauchigen Boeing 377 Stratocruiser erkennst du am doppelstöckig wirkenden Rumpf. Einen größeren Überblick über Klassiker gibt der Beitrag Oldtimer am Himmel erkennen.

Es spricht für eine Super Constellation, wenn …

  • drei Seitenflossen das Heck abschließen
  • die Kabinenfenster rechteckig sind
  • der Rumpf lang und geschwungen wirkt, die Nase nach unten zeigt

Sieh genauer hin, wenn …

  • du die Fenster nicht erkennst – dann ist eine L-749 nicht ausgeschlossen
  • der Flügel ungewöhnlich lang wirkt – dann kann es eine Starliner sein
  • Radarkuppeln auf Rücken und Bauch sitzen – das ist die Militärversion EC-121

Es ist keine Super Constellation, wenn …

  • nur eine einzelne Seitenflosse dran ist
  • schlanke Turboprop-Gondeln montiert sind – dann zum Beispiel eine Electra

Wo du die Super Constellation heute siehst

Eine fliegende Super Connie zu erwischen, ist inzwischen ein echter Glücksfall. Als flugfähig gilt nach Nachschlagewerken vor allem die VH-EAG der Historical Aircraft Restoration Society im australischen Albion Park in New South Wales, ebenfalls eine ehemalige C-121C. Ob sie gerade fliegt, hängt von Technik, Genehmigungen und Finanzen ab. Wie selten eine solche Sichtung ist, ordnest du mit Seltenheit einer Sichtung einschätzen ein.

Deutschland. Der wichtigste Ort ist die Flugausstellung Hermeskeil im Hunsrück. Dort steht die Lufthansa-L-1049G D-ALIN, das Flugzeug der Adenauer-Reise. Die Sammlung öffnet saisonal von April bis Anfang November, im Winter bleibt sie geschlossen. Die Schwestermaschine D-ALEM ist laut Nachschlagewerken im Hangar One der Lufthansa Group am Flughafen Frankfurt ausgestellt. Ob und wann du sie dort sehen kannst, solltest du vorab klären.

Weitere Länder. Erhaltene Super Constellations stehen unter anderem in Frankreich, Indien und den USA, etwa im Museum of Flight in Seattle. Die ursprüngliche, kürzere Constellation zeigt das Aviodrome in Lelystad – Tipps zum Besuch unter Aviodrome am Flughafen Lelystad. Wer in New York ist, findet am TWA Hotel am Flughafen JFK eine L-1649 Starliner als Cocktail-Lounge.

Status vorher prüfen

Museumsflugzeuge werden umgestellt, restauriert oder verlassen eine Sammlung. Kläre vor einer weiten Anreise, ob die Super Constellation wirklich zu sehen ist und ob du nah herankommst.

Museumsbesuch planen

In der Planetrack-Spot-Karte findest du Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos – und postest deine Super Connie danach direkt mit Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Bereit für deine Connie-Sichtung?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich weiß, in welchem Museum die Maschine steht.
  • Ich habe die Öffnungszeiten und die Saison geprüft.
  • Ich kenne den Unterschied zu L-749, Starliner und DC-7.
  • Ich habe ein Weitwinkel für die große Spannweite dabei.
  • Ich habe das Kennzeichen notiert, um die Sichtung sauber zu dokumentieren.

Fototipps für die Super Constellation

Die Super Connie ist ein Traummotiv – aber eines, das seine Wirkung vor allem über die Form entfaltet.

Das Profil zeigen

Der geschwungene Rumpf wirkt am stärksten im Seitenprofil oder schräg von hinten, wenn alle drei Seitenflossen sichtbar sind.

Tief ansetzen

Eine niedrige Perspektive betont das hohe Bugfahrwerk und die nach unten zeigende Nase – das typische „Stolz-Bild“ der Connie.

Licht planen

Bei Außenexponaten wie in Hermeskeil zeigt dir der Planetrack-Sonnenstand-Planer, wann die Sonne auf die Seite fällt, die du fotografieren willst.

Propeller drehen lassen

Hast du das Glück, eine Connie mit laufenden Motoren zu sehen, wähle eine längere Verschlusszeit. Wie das geht, erklärt Propeller fotografieren.

Fazit

Die Lockheed L-1049 Super Constellation verbindet Eleganz und Technik der späten Kolbenmotor-Ära wie kaum ein anderes Flugzeug. Aus der Constellation entstand durch einen längeren Rumpf und Turbo-Compound-Motoren ein echtes Langstreckenflugzeug, das Airlines in aller Welt einsetzten. Für Deutschland bleibt sie das Flugzeug, mit dem Lufthansa 1955 wieder über den Atlantik flog. Die Basler HB-RSC hielt die Faszination bis 2016 in der Luft – heute begegnest du der Super Connie vor allem im Museum, allen voran in Hermeskeil.

Kurzfazit

Drei Seitenflossen, geschwungener Rumpf, rechteckige Fenster und vier Sternmotoren: Das ist die Super Constellation. Spitzentanks verraten die L-1049G. Fliegend ist sie fast verschwunden, in Deutschland siehst du die Lufthansa-D-ALIN in Hermeskeil.

Zusammenfassung

  • Die L-1049 flog erstmals am 14. Juli 1951 und kam im Dezember 1951 bei Eastern Air Lines in den Liniendienst; TWA folgte kurz darauf.
  • Mit der L-1049C und den Wright-Turbo-Compound-Motoren wurde sie zum Langstreckenflugzeug, die L-1049G „Super G“ mit Flügelspitzentanks zum Bestseller.
  • Lufthansa setzte die L-1049G ab 1955 auf dem Nordatlantik ein; eine ihrer Maschinen brachte im selben Jahr Konrad Adenauer nach Moskau.
  • Fliegend ist die Super Constellation fast verschwunden – die Basler HB-RSC steht seit 2016 am Boden, zu sehen ist der Typ vor allem in Museen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Constellation und Super Constellation?

Die Super Constellation (L-1049) ist eine Weiterentwicklung der L-049 und L-749. Lockheed verlängerte den Rumpf mit Einsätzen vor und hinter dem Flügel um rund 5,5 Meter, verstärkte die Zelle, vergrößerte die Tanks und setzte stärkere Wright-R-3350-Motoren ein. Von außen erkennst du die Super Constellation am längeren Rumpf und an den rechteckigen Fenstern; die frühen Constellations haben runde Fenster.

Warum hat die Constellation drei Seitenleitwerke?

Mit drei kleineren Seitenflossen blieb das Flugzeug niedrig genug für die Hangars jener Zeit und hatte trotzdem genug Seitenleitwerksfläche. So zumindest lautet die gängige Erklärung; das Dreifachleitwerk wurde jedenfalls zum Markenzeichen der ganzen Familie.

Welche Rolle spielte die Super Constellation für Lufthansa?

Eine zentrale. Nach der Neugründung startete Lufthansa am 8. Juni 1955 mit einer L-1049G ihren Transatlantikdienst über Shannon nach New York. Laut Lieferlisten erhielt Lufthansa acht L-1049G. Die D-ALAK war das erste viermotorige Flugzeug, das im Nachkriegsdeutschland zugelassen wurde. Mit der D-ALIN reiste Bundeskanzler Konrad Adenauer im September 1955 nach Moskau.

Was ist aus der Super Constellation in Basel geworden?

Die HB-RSC (zuletzt „Star of Switzerland“) der Super Constellation Flyers Association flog von 2004 bis 2016 von Basel aus zu Airshows in ganz Europa. Danach waren umfangreiche Reparaturen nötig. 2019 löste sich der Verein auf, weil die nötigen rund 20 Millionen Franken nicht zusammenkamen. Die Maschine wurde an einen neuen Eigentümer verkauft, zerlegt und nach Bremgarten gebracht. Ob sie je wieder fliegt, ist offen.

Fliegt heute noch eine Super Constellation?

Nur ganz vereinzelt. Als flugfähig gilt nach Nachschlagewerken die VH-EAG, eine ehemalige C-121C der US Air Force, die von der Historical Aircraft Restoration Society im australischen Albion Park betreut wird. Ob und wann sie tatsächlich fliegt, hängt von Technik und Genehmigungen ab – prüf aktuelle Meldungen des Vereins.

Wo kann ich in Deutschland eine Super Constellation besichtigen?

In der Flugausstellung Hermeskeil im Hunsrück steht die ehemalige Lufthansa-L-1049G D-ALIN, das Adenauer-Flugzeug. Die Schwestermaschine D-ALEM ist laut Nachschlagewerken im Hangar One der Lufthansa Group am Flughafen Frankfurt ausgestellt; ob sie dort öffentlich zugänglich ist, solltest du vorher klären.

Welchen ICAO-Typcode hat die Super Constellation?

Im ICAO-Typenverzeichnis laufen die Constellations unter CONI. In Tracking-Diensten taucht der Code heute so gut wie nie auf – wenn doch, ist das eine kleine Sensation.

Lockheed L-1049 Super Constellation sammeln statt nur sehen

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TT

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