Douglas DC-8

Mit der DC-8 stieg Douglas ins Jetzeitalter ein: vier Triebwerke, gepfeilter Flügel und später ein Rumpf von über 57 Metern. Hier liest du, wie sich die Serien unterscheiden, warum die Super Sixty so berühmt wurde und wo du eine der letzten DC-8 noch erwischst.

Auch bekannt als: DC-8 · DC-8 Jet Trader · DC-8 Super Sixty · DC-8-61 · DC-8-62 · DC-8-63 · DC-8 Super Seventy · DC-8-71 · DC-8-72 · DC-8-73 · McDonnell Douglas DC-8

USADouglas Aircraft CompanyHistorische FlugzeugeICAO-Typcode: DC85, DC86, DC8711 Min. Lesezeit

1958

Erstflug

556

gebaute Exemplare

57 m

Länge der Super Sixty

~110

Umbauten zur Super Seventy

Das Wichtigste in Kürze

  • Die DC-8 ist der erste Jet-Airliner von Douglas: Erstflug 1958, Liniendienst ab September 1959 – rund ein Jahr nach der Boeing 707, ihrer großen Rivalin.
  • 556 Exemplare in 14 Jahren: Die Serien 10 bis 50 bekamen nacheinander stärkere Triebwerke und mehr Reichweite, die Serie 50 als erste Mantelstromtriebwerke.
  • Die Super Sixty machte die DC-8 groß: Die gestreckten Versionen -61 und -63 boten deutlich mehr Plätze als jede 707, die -62 extreme Reichweite.
  • Zweites Leben als Super Seventy: Rund 110 Super Sixty bekamen CFM56-Triebwerke und flogen danach jahrzehntelang als leise, sparsamere Frachter.
  • Stand Oktober 2026 extrem selten: Nur noch ganz wenige DC-8 sind kommerziell unterwegs – jede Sichtung ist ein Highlight.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Douglas DC-8?
  2. 2.Entstehung: Douglas zieht nach
  3. 3.Die frühen Serien 10 bis 50
  4. 4.Die Super Sixty: gestreckt und berühmt
  5. 5.Die Super Seventy: CFM56 für den Frachter
  6. 6.Die DC-8 bei Airlines in Europa und der Welt
  7. 7.Wo fliegt die DC-8 heute noch?
  8. 8.So erkennst du die DC-8
  9. 9.DC-8, 707 oder Convair?
  10. 10.Fototipps für die DC-8
  11. 11.Fazit

Steckbrief

HerstellerDouglas Aircraft Company, Endmontage in Long Beach (Kalifornien); ab 1967 McDonnell Douglas
VorgängerDouglas DC-7 (Kolbenmotor)
Erstflug30. Mai 1958
Erstflug VariantenDC-8-61: 14. März 1966; DC-8-62: 29. August 1966; DC-8-63: 10. April 1967; DC-8-71: 15. August 1981
Indienststellung18. September 1959 bei Delta Air Lines und United Airlines
Bauzeit1958 bis 1972
Stückzahl556, davon 262 Super Sixty (88 × -61, 67 × -62, 107 × -63)
Umbautenrund 110 Super Sixty mit CFM56-Triebwerken zur Super Seventy (DC-8-71/-72/-73) umgerüstet
Statushistorisch – Stand Oktober 2026 nur noch einzelne Frachter im kommerziellen Einsatz
BauartVierstrahliger Tiefdecker mit gepfeiltem Flügel und Triebwerken in Einzelgondeln unter den Tragflächen
TriebwerkeSerie 10: P&W JT3C; Serie 20/30: P&W JT4A; Serie 40: Rolls-Royce Conway; Serie 50 und 60: P&W JT3D; Serie 70: CFM56-2
Längerund 45,9 m (Serien 10 bis 50), rund 57 m (DC-8-61 und -63)
Spannweiterund 43,4 m (Serien 10 bis 50, -61), rund 45,2 m (-62 und -63)
Höherund 13 m (DC-8-63)
Max. Startgewichtrund 124 t (Serie 10) bis rund 159 t (DC-8-63, Frachter etwas mehr)
PassagiereDC-8-61: typisch rund 210, in dichter Bestuhlung bis 259 und mehr; DC-8-62: bis 189

Erkennungsmerkmale

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  • Vier Triebwerke in Einzelgondeln unter einem gepfeilten Flügel – auf den ersten Blick wie eine Boeing 707
  • Kein Antennenstab auf der Seitenflosse: Die 707 trägt oben am Leitwerk meist eine nach vorn ragende HF-Antenne, die DC-8 nicht
  • Etwas flacher gepfeilter Flügel als bei der 707 – rund 30 statt rund 35 Grad
  • Extrem langer, schlanker Rumpf bei DC-8-61 und -63: Mit rund 57 Metern wirkt die Super Sixty fast überdehnt
  • Dicke, runde CFM56-Gondeln verraten die Super Seventy (DC-8-71/-72/-73)
  • Heute fast immer ein Frachter ohne Kabinenfenster oder mit großer Frachttür links vorn

Aktualisiert: Oktober 2026 – Mit der Douglas DC-8 wagte der Hersteller aus Kalifornien den Schritt vom Propeller zum Strahltriebwerk. Die Firma, die mit DC-3, DC-6 und DC-7 die Kolbenmotor-Ära geprägt hatte, kam mit ihrem ersten Jet zwar ein Jahr nach der Boeing 707 – doch die DC-8 fand ihren Platz. Zwischen 1958 und 1972 entstanden 556 Exemplare, die gestreckte Super Sixty wurde zur Legende, und als umgerüstete Super Seventy flog der Typ noch Jahrzehnte als Frachter. Hier erfährst du, wie die Serien sich unterscheiden, wie du sie von der 707 trennst und wo du heute noch eine DC-8 siehst.

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Was ist die Douglas DC-8?

Die DC-8 ist ein vierstrahliges Langstrecken-Verkehrsflugzeug mit schmalem Rumpf, gebaut von der Douglas Aircraft Company in Long Beach. Ihr Grundaufbau entspricht dem, was Ende der 1950er-Jahre zum Standard wurde: gepfeilter Tiefdecker-Flügel, vier Triebwerke in Einzelgondeln an Pylonen unter den Tragflächen, eine Kabine mit sechs Sitzen pro Reihe in der Economy. Damit konkurrierte sie direkt mit der Boeing 707, der Convair CV-880 und später der Convair CV-990 Coronado.

Für Douglas war die DC-8 ein Wendepunkt. Lange hatte der Hersteller gezögert, weil seine Kolbenmotor-Flugzeuge glänzend liefen. Als Boeing mit dem Prototyp 367-80 vorpreschte, musste Douglas nachziehen. Die DC-8 wurde der erste Jet-Airliner der Firma und ebnete den Weg für die kleinere DC-9, die später unter McDonnell Douglas weitergebaut wurde.

1958Erstflug am 30. Mai, Liniendienst ab September 1959
556gebaute Exemplare von 1958 bis 1972
262davon Super Sixty – die gestreckten Versionen -61, -62 und -63

Entstehung: Douglas zieht nach

Boeing hatte einen Vorsprung, doch Douglas genoss bei den Airlines großes Vertrauen. Das zeigte sich im Oktober 1955, als Pan Am ihre ersten Jets bestellte – und zwar sowohl 707 als auch DC-8. Weitere große Airlines folgten. Douglas plante die DC-8 von Anfang an mit mehreren Triebwerks- und Reichweitenvarianten. Mehr zur Rolle der Airline im Jetzeitalter liest du in der Geschichte von Pan Am.

Am 30. Mai 1958 startete der erste Prototyp in Long Beach. Es folgte ein intensives Testprogramm mit mehreren Maschinen, im August 1959 erteilte die US-Luftfahrtbehörde die Zulassung. Am 18. September 1959 nahmen Delta Air Lines und United Airlines am selben Tag den Liniendienst auf. In den folgenden Jahren eroberte sich die DC-8 bei vielen Airlines einen festen Platz – auch wenn Boeing am Ende deutlich mehr Flugzeuge verkaufte.

Schneller als der Schall

Am 21. August 1961 flog eine DC-8-43 mit dem Kennzeichen CF-CPG bei einem Testflug in einem kontrollierten Sturzflug auf rund Mach 1,01. Damit gilt sie als erstes ziviles Strahlflugzeug, das die Schallmauer durchbrochen hat – lange vor der Concorde. Die Maschine war für Canadian Pacific Air Lines bestimmt.

Die frühen Serien 10 bis 50

Douglas baute die DC-8 zunächst in fünf Grundversionen, die sich äußerlich kaum unterscheiden. Die Rumpflänge blieb bei rund 45,9 Metern, geändert wurden Triebwerke, Tankvolumen und Gewichte.

Version Erstflug Triebwerke Einsatzprofil
Serie 10 30. Mai 1958 Pratt & Whitney JT3C (Turbojet) Inlandsstrecken in den USA, vor allem bei United und Delta
Serie 20 29. November 1958 Pratt & Whitney JT4A (Turbojet) mehr Schub für heiße und hoch gelegene Flughäfen
Serie 30 21. Februar 1959 Pratt & Whitney JT4A Interkontinentalversion mit mehr Treibstoff
Serie 40 23. Juli 1959 Rolls-Royce Conway (Mantelstrom) Interkontinental, vor allem für Airlines außerhalb der USA, 32 gebaut
Serie 50 20. Dezember 1960 Pratt & Whitney JT3D (Turbofan) sparsamer und leiser als die Turbojets
Jet Trader 29. Oktober 1962 Pratt & Whitney JT3D Fracht- und Kombiversion der Serie 50 mit großer Frachttür

Die Serie 40 mit den britischen Conway-Triebwerken fand in den USA kaum Käufer, war aber bei Air Canada (damals Trans-Canada Air Lines), Alitalia und Canadian Pacific im Einsatz. Den eigentlichen Durchbruch brachte die Serie 50: Ihre JT3D-Turbofans verbrauchten weniger Treibstoff und waren leiser als die frühen Turbojets. Ältere Maschinen wurden teilweise auf den Standard der Serie 50 umgerüstet.

Der Jet Trader machte die DC-8 zum Frachter. Mit verstärktem Boden und großer Frachttür links vor dem Flügel ließ er sich als reiner Frachter oder als Kombi aus Passagieren und Fracht nutzen. United erhielt laut Literatur 15 Exemplare ganz ohne Kabinenfenster.

Die Super Sixty: gestreckt und berühmt

Mitte der 1960er-Jahre erkannte Douglas, dass der DC-8-Flügel und das hohe Fahrwerk Reserven für einen deutlich längeren Rumpf boten – laut Literatur ein Vorteil gegenüber der 707, bei der eine so starke Streckung kaum möglich war. So entstand die Super-Sixty-Familie:

DC-8-61: die Lange

Erstflug am 14. März 1966. Der Rumpf wuchs auf rund 57 Meter. Typisch bot sie rund 210 Plätze, in dichter Bestuhlung 259 und mehr. 88 gebaut, darunter zehn umrüstbare CF-Versionen.

DC-8-62: die Weite

Erstflug am 29. August 1966. Nur leicht verlängert, dafür mit größerer Spannweite von rund 45,2 Metern, überarbeiteten Triebwerksgondeln und viel Treibstoff – gemacht für extrem lange Strecken mit bis zu 189 Passagieren. 67 gebaut.

DC-8-63: das Beste aus beiden

Erstflug am 10. April 1967. Langer Rumpf der -61 plus Flügel und Aerodynamik der -62, maximales Startgewicht knapp 159 Tonnen. Mit 107 Exemplaren die meistgebaute Super Sixty, über die Hälfte davon als Fracht- oder Kombiversion.

Die Super Sixty gehörte über Jahrzehnte zu den längsten Verkehrsflugzeugen mit schmalem Rumpf und wurde besonders bei Charter-Airlines beliebt: Viele Sitze, ordentliche Reichweite und niedrige Kosten pro Platz. Die letzte von 556 DC-8 wurde im Mai 1972 ausgeliefert – zu diesem Zeitpunkt baute McDonnell Douglas schon den Großraumjet DC-10.

Die Super Seventy: CFM56 für den Frachter

Ende der 1970er-Jahre wurden die lauten JT3D zum Problem: Neue Lärmvorschriften drohten, die Super Sixty von vielen Flughäfen zu verbannen. Die Lösung war ein Triebwerkstausch. Unter der Regie der Firma Cammacorp bekamen Super Sixty das CFM56-2 von CFM International. Der Prototyp der DC-8-71 flog am 15. August 1981, 1982 folgte die Zulassung.

Aus der -61 wurde die DC-8-71, aus der -62 die -72, aus der -63 die -73. Die neuen Triebwerke waren deutlich leiser und sparsamer, und die Flugzeuge bekamen damit eine zweite Karriere. Bis Ende der 1980er-Jahre wurden rund 110 Maschinen umgebaut. Vor allem Frachtairlines setzten die Super Seventy jahrzehntelang ein, darunter UPS mit einer großen DC-8-Flotte. Für Spotter ist die Super Seventy leicht zu erkennen: Die dicken, runden CFM56-Gondeln passen optisch fast nicht zu dem schlanken Jet aus den 1960er-Jahren.

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Die DC-8 bei Airlines in Europa und der Welt

Als Passagierflugzeug flog die DC-8 bei vielen großen Namen. In Europa gehörten Swissair, KLM und SAS zu den frühen Betreibern, außerdem Alitalia, die französische UTA und Iberia. Außerhalb Europas flogen unter anderem Japan Airlines, Eastern Air Lines und Air Canada mit ihr.

In Deutschland waren DC-8 vor allem bei Charter- und Frachtgesellschaften zu Hause, etwa bei Atlantis, Südflug und German Cargo. German Cargo war die Frachttochter der Lufthansa – ein Vorläufer der heutigen Lufthansa Cargo. Als Großraumjets wie die 747 und die DC-10 die Langstrecke übernahmen, wanderten die DC-8 zu Charterfirmen, Frachtairlines und Spezialbetreibern weiter.

Bekannte Spezialeinsätze gab es reichlich. Die NASA betrieb eine DC-8-72 als fliegendes Labor für Atmosphären- und Erdbeobachtung. Sie ging 2024 in den Ruhestand und dient seither an der Idaho State University in Pocatello der Ausbildung von Technikern. Die Hilfsorganisation Samaritan’s Purse flog bis Ende 2025 eine DC-8-72CF mit dem Kennzeichen N782SP für Katastropheneinsätze. Sie war die letzte in den USA registrierte DC-8 im Flugbetrieb und kommt laut Berichten als Ausstellungsstück an die Liberty University nach Lynchburg (Virginia).

Wo fliegt die DC-8 heute noch?

Die Antwort ist kurz: fast nirgends. Bis September 2026 waren laut Medienberichten nur noch zwei DC-8-73-Frachter kommerziell unterwegs – Stand Oktober 2026 ist davon nur noch einer sicher im Einsatz.

Skybus Jet Cargo (Peru). Die DC-8-73 mit dem Kennzeichen OB-2231P ist die einzige Maschine der Firma, in Miami stationiert und fliegt nach Berichten vor allem ab dort in die Karibik, etwa nach Port-au-Prince und Santo Domingo. Wenn du gezielt eine DC-8 sehen willst, ist der Flughafen Miami deine beste Adresse. Wie du dort spottest, steht in Planespotting in Miami.

Trans Air Cargo Service (DR Kongo). Die DC-8-73CF 9S-AJO kam am 8. September 2026 in Kinshasa bei einem abgebrochenen Start von der Piste ab, das Bugfahrwerk knickte ein und das Flugzeug wurde schwer beschädigt. Ob die Maschine wieder fliegt, ist offen.

Status vorher prüfen

Bei einem Typ mit so wenigen aktiven Exemplaren kann sich alles schnell ändern: Ein Frachter wird abgestellt, ein anderer kommt nach Wartung zurück. Schau vor einer Reise in einen Flugtracker, ob die Maschine gerade fliegt, und kläre ihren Weg über das Kennzeichen – Tipps dazu in Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.

Viele ausgemusterte DC-8 stehen auf Abstellflächen und in Wüstenlagern oder wurden zerlegt. Einen Überblick über solche Orte bietet Flugzeugfriedhöfe und Boneyards. Wie alt eine bestimmte Maschine ist, findest du mit Flugzeugalter herausfinden heraus – bei einer DC-8 sind es inzwischen über 50 Jahre.

So erkennst du die DC-8

Triebwerke zählen

Vier Triebwerke in Einzelgondeln unter dem Flügel. Damit bleiben im Wesentlichen DC-8, 707, VC10 (Hecktriebwerke, scheidet aus), Il-62 (ebenso) und die Convair-Jets.

Seitenflosse prüfen

Ragt oben ein Antennenstab nach vorn, ist es meist eine 707. Ist die Flossenspitze glatt, spricht das für die DC-8.

Rumpflänge einschätzen

Wirkt der Rumpf extrem lang und schlank, ist es eine DC-8-61, -63 oder deren Super-Seventy-Umbau. Eine 707 kommt nicht auf diese Länge.

Triebwerksgondeln ansehen

Dicke, runde Gondeln bedeuten CFM56 und damit Super Seventy. Schlanke, lange Gondeln deuten auf JT3D und eine ältere Version.

DC-8, 707 oder Convair?

Vierstrahlige Jets der ersten Generation sehen sich ähnlich. Der Finder hilft bei der Eingrenzung.

Schnellbestimmung: vierstrahliger Jet der ersten Generation

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Douglas DC-8

Glatte Flossenspitze, vier Triebwerke unter dem Flügel und ein sehr langer Rumpf oder CFM56-Gondeln: Das passt zur DC-8, heute fast immer eine Super Seventy.

Wahrscheinlich

Boeing 707

Der Antennenstab auf der Flosse ist das klassische 707-Merkmal. Prüf das Kennzeichen – die 707 ist ebenfalls sehr selten geworden.

Wahrscheinlich

Vickers VC10 oder Iljuschin Il-62

Vier Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk – das ist keine DC-8, sondern eine VC10 oder Il-62.

Möglich

Convair CV-880 oder CV-990

Die Convair-Jets sind kürzer und schlanker. Die CV-990 erkennst du an großen Verkleidungen auf der Flügelhinterkante.

Die engsten Konkurrentinnen sind die Boeing 707-120 und die Boeing 707-320 Intercontinental. Mit Hecktriebwerken scheiden die Vickers VC10 und die Iljuschin Il-62 aus. Einen breiteren Einstieg bietet Oldtimer am Himmel erkennen, und wie du Frachter allgemein auseinanderhältst, erklärt Frachtflugzeuge erkennen.

Es spricht für eine DC-8, wenn …

  • vier Triebwerke in Einzelgondeln unter einem gepfeilten Flügel hängen
  • die Seitenflosse oben glatt ohne Antennenstab endet
  • der Rumpf auffallend lang und schlank ist
  • im Tracker DC85, DC86 oder DC87 steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • der Rumpf normal lang wirkt – dann kommen auch eine frühe DC-8 oder eine 707 infrage
  • eine Maschine in Militärbemalung vor dir steht – viele 707-Ableger fliegen noch bei Luftstreitkräften

Es ist keine DC-8, wenn …

  • die Triebwerke am Heck sitzen – dann VC10 oder Il-62
  • nur zwei Triebwerke unter dem Flügel hängen
  • ein Antennenstab vorn an der Flossenspitze sitzt – dann eher eine 707

Bereit für deine DC-8-Sichtung?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe geprüft, ob eine der letzten DC-8 gerade fliegt.
  • Ich kenne das Kennzeichen der Maschine, die ich suche.
  • Ich weiß, wie ich DC-8 und 707 auseinanderhalte.
  • Ich kenne einen guten Spot am Zielflughafen.
  • Ich habe Wetter, Wind und aktive Piste gecheckt.

Fototipps für die DC-8

Eine DC-8 vor die Linse zu bekommen, ist Glückssache – umso wichtiger ist es, dass das Foto sitzt.

Die Länge zeigen

Die gestreckte Super Seventy wirkt am besten in einer flachen Seitenansicht, wenn der ganze Rumpf ins Bild passt. Lass vorn und hinten etwas Luft.

Licht planen

Mit dem Planetrack-Sonnenstand-Planer siehst du vorab, wann die Sonne die richtige Seite der Maschine trifft – und Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen gleich dazu.

Hitzeflimmern meiden

Frachter starten oft in der warmen Tageshälfte. Steh lieber nah an der Piste als weit entfernt mit langem Tele, damit das Flimmern über dem Asphalt das Bild nicht weichzeichnet.

Kennzeichen dokumentieren

Bei so seltenen Typen zählt jede Registrierung. Mach auch ein Bild, auf dem das Kennzeichen klar lesbar ist.

Wie besonders deine Sichtung ist, ordnest du mit Seltenheit einer Sichtung einschätzen ein – bei einer DC-8 im Jahr 2026 lautet die Antwort ziemlich sicher: sehr.

Fazit

Die Douglas DC-8 war der späte, aber erfolgreiche Einstieg von Douglas ins Jetzeitalter. Die frühen Serien machten sie zur Rivalin der 707, die Super Sixty zum größten Schmalrumpfjet ihrer Zeit und die Super Seventy mit CFM56 zum langlebigen Frachter. Über 65 Jahre nach dem Erstflug sind nur noch ganz wenige Maschinen unterwegs – wer eine sieht, erlebt ein Stück Luftfahrtgeschichte live.

Kurzfazit

Vier Triebwerke unter dem Flügel, glatte Flossenspitze und ein extrem langer Rumpf: Das ist die DC-8, heute fast immer als Super Seventy mit dicken CFM56-Gondeln. Deine besten Chancen hast du Stand Oktober 2026 in Miami.

Zusammenfassung

  • Douglas brachte die DC-8 als Antwort auf die Boeing 707 auf den Markt; der Erstflug war am 30. Mai 1958, ab dem 18. September 1959 flog sie bei Delta und United im Liniendienst.
  • Die Serien 10 bis 50 unterscheiden sich vor allem bei Triebwerken, Gewicht und Reichweite; die Serie 50 brachte die JT3D-Turbofans und den Frachter Jet Trader.
  • Ab 1966 folgten die Super-Sixty-Versionen -61, -62 und -63, später wurden rund 110 davon mit CFM56-Triebwerken zur Super Seventy umgebaut.
  • Nach Passagierkarrieren bei Airlines wie Swissair, KLM und SAS flog die DC-8 vor allem als Frachter weiter; Stand Oktober 2026 sind nur noch einzelne Maschinen aktiv.

Häufige Fragen

Wann flog die Douglas DC-8 zum ersten Mal?

Der Erstflug fand am 30. Mai 1958 statt. Die Zulassung folgte im August 1959, und am 18. September 1959 nahmen Delta Air Lines und United Airlines den Liniendienst auf.

Was ist die DC-8 Super Sixty?

So heißen die Versionen DC-8-61, -62 und -63 ab 1966. Die -61 hat einen auf rund 57 Meter gestreckten Rumpf für sehr viele Passagiere, die -62 ist nur leicht verlängert, hat aber größere Spannweite und viel Reichweite. Die -63 kombiniert den langen Rumpf der -61 mit den aerodynamischen Verbesserungen der -62. Insgesamt entstanden 262 Super Sixty.

Was ist der Unterschied zwischen DC-8 Super Sixty und Super Seventy?

Die Super Seventy (DC-8-71, -72 und -73) ist kein Neubau, sondern eine umgerüstete Super Sixty. Statt der Pratt-&-Whitney-JT3D bekam sie CFM56-2-Triebwerke, die deutlich leiser und sparsamer sind. Rund 110 Maschinen wurden bis Ende der 1980er-Jahre umgebaut. Du erkennst sie an den dicken, runden Triebwerksgondeln.

Wie unterscheide ich DC-8 und Boeing 707?

Achte auf die Seitenflosse: Die 707 hat oben meist einen nach vorn ragenden Antennenstab, die DC-8 nicht. Der Flügel der DC-8 ist etwas weniger stark gepfeilt. Und eine gestreckte DC-8-61 oder -63 ist mit rund 57 Metern deutlich länger als jede 707.

Hat eine DC-8 wirklich die Schallmauer durchbrochen?

Ja. Am 21. August 1961 erreichte eine DC-8-43 mit dem Kennzeichen CF-CPG im kontrollierten Sturzflug rund Mach 1,01. Sie gilt damit als erstes ziviles Strahlflugzeug, das schneller als der Schall war. Die Maschine war für Canadian Pacific bestimmt.

Fliegt die DC-8 heute noch?

Kaum noch. Bis September 2026 waren nach Medienberichten nur noch zwei DC-8-73-Frachter kommerziell unterwegs: eine Maschine von Skybus Jet Cargo aus Peru und eine von Trans Air Cargo Service aus der DR Kongo. Letztere wurde am 8. September 2026 in Kinshasa bei einem Startabbruch schwer beschädigt, sodass Stand Oktober 2026 im Grunde nur die peruanische Maschine fliegt. Die letzte in den USA registrierte DC-8 von Samaritan’s Purse ist seit Ende 2025 im Ruhestand.

Welchen ICAO-Typcode hat die DC-8?

In Trackern siehst du heute vor allem DC85 (Serie 50), DC86 (Super Sixty) und DC87 (Super Seventy). Bei den letzten aktiven Frachtern ist das fast immer DC87.

Douglas DC-8 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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