ANA Holdings

ANA Holdings ist die Dachgesellschaft hinter All Nippon Airways, der Low-Cost-Airline Peach, den Zubringern von ANA Wings und seit 2025 auch Nippon Cargo Airlines. Wer in Haneda, Narita oder Frankfurt einen blau-weißen Jet mit JA-Kennzeichen sieht, hat es fast immer mit diesem Konzern zu tun.

Auch bekannt als: ANA Holdings Inc. · ANA HD · ANA-Gruppe · All Nippon Airways Group

Airline-Gruppenseit 201312 Min. Lesezeit

2013

Gründung der Holding-Struktur

1999

ANA tritt der Star Alliance bei

2011

ANA erhält als Erstkunde die erste Boeing 787

2025

Nippon Cargo Airlines kommt komplett in die Gruppe

Das Wichtigste in Kürze

  • ANA Holdings ist eine Holding, keine Airline. Darunter fliegen ANA, Peach, Air Japan, ANA Wings und Nippon Cargo Airlines.
  • Zwei Tokioter Drehkreuze: Haneda für den Großteil des Inlands- und viel Langstreckenverkehr, Narita für Langstrecke, Fracht und Low-Cost.
  • Peach ist die Low-Cost-Marke – pinke Airbus-Jets mit Schwerpunkt Osaka-Kansai.
  • Fracht ist seit 2025 ein Schwergewicht: Mit NCA kamen Boeing 747-8F in den Konzern.
  • In Europa siehst du vor allem ANA selbst, typischerweise mit 787 oder 777-300ER in Frankfurt und München.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Was du als Spotter wissen solltest
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Von der Hubschrauberfirma zum Luftfahrtkonzern
  8. 8.Die Airlines der Gruppe im Überblick
  9. 9.All Nippon Airways: das Aushängeschild
  10. 10.Peach: Pink statt Triton Blue
  11. 11.ANA Wings und Air Japan: die Betriebe im Hintergrund
  12. 12.Fracht: ANA Cargo und Nippon Cargo Airlines
  13. 13.Drehkreuze und Spots in Japan
  14. 14.ANA in Deutschland und Europa
  15. 15.So bestimmst du den richtigen Betreiber
  16. 16.Lackierungen und Sonderjets
  17. 17.Das Umfeld des Konzerns
  18. 18.Fazit
  19. 19.Häufige Fragen

Steckbrief

RechtsträgerANA Holdings Inc., börsennotierte Holding nach japanischem Recht
SitzTokio, Shiodome City Center im Bezirk Minato
Rolle im SystemAirline-Gruppe – Holding über ANA, Peach, Air Japan, ANA Wings und Nippon Cargo Airlines
Netzwerk-AirlineAll Nippon Airways (ANA)
Low-CostPeach Aviation
Weitere FlugbetriebeAir Japan (fliegt internationale Strecken unter ANA-Marke), ANA Wings (Regional- und Inlandsverkehr)
FrachtANA Cargo und Nippon Cargo Airlines (seit August 2025 hundertprozentige Tochter)
DrehkreuzeTokio-Haneda und Tokio-Narita; dazu Osaka-Itami und Osaka-Kansai als Nebendrehkreuze
AllianzStar Alliance (ANA seit Oktober 1999)
LänderkennungJA- für alle Flugzeuge der Gruppe
Offizielle Websitewww.ana.co.jp/group/en

Tätigkeitsfelder

Netzwerk-Airline – ANA mit Inlands- und Langstreckenverkehr ab Tokio-Haneda und Tokio-Narita
Low-Cost – Peach mit Airbus-Schmalrumpfjets, Schwerpunkt Osaka-Kansai, dazu Basen in Narita, Naha und Sendai
Regional- und Inlandsverkehr – ANA Wings mit Dash 8-400 und Boeing 737-800 unter ANA-Flugnummern
Internationaler Zubringer – Air Japan als eigener Flugbetrieb, der Strecken für ANA bedient
Fracht – ANA Cargo mit Beiladung und eigenen Frachtern sowie Nippon Cargo Airlines mit Boeing 747-8F
Beteiligungen – unter anderem Minderheitsanteile an Vietnam Airlines und Philippine Airlines, dazu eine langjährige Aktionärsrolle bei Air Do

Struktur & Marken

All Nippon Airways (ANA) – Netzwerk-Airline mit Drehkreuzen in Tokio-Haneda und Tokio-Narita
Peach Aviation – Low-Cost-Airline mit Hauptbasis Osaka-Kansai
Air Japan – Flugbetrieb mit Sitz in Narita, bedient internationale Strecken für ANA
ANA Wings – Regional- und Inlandsbetrieb mit Dash 8-400 und Boeing 737-800
Nippon Cargo Airlines (NCA) – Frachtairline mit Boeing 747-8F, seit August 2025 vollständig im Konzern
ANA Cargo – Frachtsparte mit eigenen 767- und 777-Frachtern
All Nippon Helicopter – Hubschrauberbetrieb, unter anderem für den Sender NHK
Minderheitsbeteiligungen, unter anderem an Vietnam Airlines und Philippine Airlines

Geschichte im Zeitraffer

1952Im Dezember entstehen Nippon Helicopter und Far East Airlines – die beiden Keimzellen der späteren ANA.
1957–1958Nippon Helicopter nennt sich All Nippon Airways; 1958 folgt die Fusion mit Far East Airlines.
1978ANA gründet gemeinsam mit der Reederei NYK die Frachtairline Nippon Cargo Airlines; 2005 verkauft ANA ihren Anteil.
1982Einführung des Triton-Blue-Designs, das ANA in überarbeiteter Form bis heute trägt.
1999ANA tritt im Oktober der Star Alliance bei.
2010Mehrere Regionalbetriebe verschmelzen am 1. Oktober zu ANA Wings.
2011Gründung von Peach (zunächst als A&F Aviation). Im September übernimmt ANA als Erstkunde die erste Boeing 787.
2012Peach startet am 1. März mit dem Erstflug von Osaka-Kansai nach Sapporo-Chitose.
2013Im April startet die Holding ANA Holdings; der Flugbetrieb läuft seitdem in einer eigenen Tochter All Nippon Airways.
2019Die Schwester-LCC Vanilla Air geht im Oktober in Peach auf. ANA bringt den A380 „Flying Honu“ auf die Hawaii-Route.
2024Im Februar startet die Marke AirJapan mit einer Boeing 787-8 ab Narita. Laut Berichten vom Dezember übernimmt ANA die letzten noch fremden Peach-Anteile.
2025Bestellungen über Embraer E190-E2 (Februar) sowie A321neo und A321XLR (Juni). Am 1. August wird Nippon Cargo Airlines vollständige Tochter.
2026Die Marke AirJapan stellt Ende März ihren Flugbetrieb ein; Air Japan fliegt weiter Strecken unter ANA-Marke. Peach stellt im April zum 15-jährigen Bestehen einen überarbeiteten Markenauftritt mit neuer Lackierung vor.

ANA Holdings aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für ANA Holdings

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • ANA fliegt im sogenannten Triton-Blue-Design: weißer Rumpf, großer blauer ANA-Schriftzug am Leitwerk und blaue Akzente am Rumpf
  • Peach erkennst du an Pink, Violett und Weiß – der Name steht am Leitwerk und vorn am Rumpf, die Flügelspitzen sind pink
  • Nippon Cargo Airlines setzt ausschließlich Boeing 747-8F ein – ein Jumbo-Frachter mit JA-Kennzeichen und NCA-Titeln
  • Die Länderkennung JA- tragen alle Flugzeuge der Gruppe; ANA-Maschinen enden häufig auf A, etwa JA381A beim A380
  • Im ADS-B-Rufzeichen stehen die ICAO-Codes ANA, APJ (Peach) oder NCA – ANA Wings und Air Japan fliegen in der Regel unter ANA-Flugnummern
  • Die drei A380 „Flying Honu“ tragen eine Meeresschildkröten-Lackierung und sind auf Hawaii-Strecken unterwegs

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Riesige Typenvielfalt: von Dash 8-400 über A320neo und 737 bis 787, 777 und A380
  • Einer der größten Betreiber der Boeing 787, mit allen drei Varianten 787-8, 787-9 und 787-10
  • Viele Sonderlackierungen, etwa Pokémon-, Star-Wars- und Star-Alliance-Jets
  • ANA fliegt regelmäßig nach Frankfurt und München – du musst nicht nach Japan reisen
  • Die 747-8F von NCA gehören zu den letzten neu gebauten Jumbos im Einsatz

Wo es hakt

  • ANA Wings und Air Japan fliegen unter ANA-Codes, die Zuordnung braucht Detailarbeit
  • Peach und die meisten Inlandsmuster siehst du nur in Asien
  • Viele Umbrüche: AirJapan-Marke eingestellt, neue Peach-Lackierung, NCA-Integration
  • Ältere Muster wie 777-200, 777-300 und 737-800 werden schrittweise ersetzt
  • Konkrete Flottenzahlen veralten schnell

Ein blau-weißer Dreamliner, der sich in Frankfurt auf den langen Rückweg nach Tokio macht. Ein pinkfarbener Airbus, der in Osaka-Kansai zur Startbahn rollt. Ein Jumbo-Frachter mit JA-Kennzeichen, der nachts in Narita landet. Alle drei gehören zu ANA Holdings, dem größten Airline-Konzern Japans. Für deine Sichtungen ist das gut zu wissen – entscheidend ist aber, dass die Holding selbst kein Flugzeug betreibt. Das tun die Airlines darunter, jede mit eigenem Auftritt und teils eigenen Codes.

ANA, Peach und NCA sauber erfassen

Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot fest – vom Dreamliner in Frankfurt bis zum pinken Airbus in Osaka. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Von der Hubschrauberfirma zum Luftfahrtkonzern

Die Wurzeln reichen in die frühen 1950er-Jahre zurück. Im Dezember 1952 entstanden in Japan zwei kleine Gesellschaften: Nippon Helicopter und Far East Airlines. Nippon Helicopter nannte sich 1957 in All Nippon Airways um und fusionierte im folgenden Jahr mit Far East Airlines. Daraus wuchs über die Jahrzehnte eine Airline, die lange vor allem den japanischen Inlandsmarkt prägte, während Japan Airlines als staatlich geförderter Flag-Carrier die internationalen Strecken dominierte.

Erst 1986 nahm ANA mit Tokio–Guam den ersten internationalen Linienflug auf und baute danach ein eigenes Netz ins Ausland auf. Heute ist sie die größere der beiden großen japanischen Airlines. Ihren Rivalen Japan Airlines triffst du an denselben Flughäfen – mit eigenen Low-Cost-Töchtern wie ZIPAIR und der Beteiligung an Jetstar Japan.

Im April 2013 baute sich der Konzern um: Die bisherige Gesellschaft wurde zur Holding ANA Holdings Inc., der Flugbetrieb wanderte in eine neue Tochter mit dem vertrauten Namen All Nippon Airways. Sitz ist das Shiodome City Center im Tokioter Bezirk Minato. Seitdem steht die Holding über allen Flug-, Fracht- und Servicegesellschaften der Gruppe.

2013Gründung der Holding ANA Holdings
1999ANA wird Mitglied der Star Alliance
2011Erste Boeing 787 der Welt geht an ANA
2025Nippon Cargo Airlines wird vollständige Tochter

Die Airlines der Gruppe im Überblick

Anders als bei europäischen Konzernen wie der Lufthansa Group konzentriert sich ANA Holdings auf ein einziges Heimatland. Die Rollen sind klar verteilt: eine Netzwerk-Airline, eine Low-Cost-Marke, zwei Flugbetriebe im Hintergrund und eine starke Frachtsparte.

Airline Rolle IATA / ICAO Heimat bzw. Basis Typische Muster
All Nippon Airways Netzwerk NH / ANA Tokio-Haneda, Tokio-Narita 787, 777, A380, A321neo, 737
Peach Aviation Low-Cost MM / APJ Osaka-Kansai, Narita, Naha, Sendai A320, A320neo, A321LR
Air Japan Internationaler Flugbetrieb fliegt meist als NH Tokio-Narita Boeing 787
ANA Wings Regional und Inland fliegt als NH mehrere Inlandsflughäfen Dash 8-400, 737-800
Nippon Cargo Airlines Fracht KZ / NCA Tokio-Narita, Osaka-Kansai, Naha 747-8F

ANA Wings und Air Japan besitzen eigene Zulassungen und Codes, ihre Flüge laufen aber in der Regel unter ANA-Flugnummern. In deiner Tracking-App siehst du dann „ANA“, obwohl ein Flugzeug der Tochter unterwegs ist. Wie Rufzeichen und Flugnummer zusammenhängen, erklärt der Beitrag Callsign und Flugnummer.

Holding, Airline, Betreiber – drei Ebenen

Die Holding ist ANA Holdings. Die Airline ist die Marke am Rumpf, etwa „ANA“ oder „Peach“. Der Betreiber ist die Gesellschaft, die das Flugzeug mit ihrer Zulassung fliegt. Eine Dash 8-400 in ANA-Farben wird von ANA Wings betrieben – auch wenn Flugnummer und Lackierung „ANA“ zeigen.

All Nippon Airways: das Aushängeschild

All Nippon Airways ist die Marke, die du außerhalb Asiens am ehesten siehst. Die Airline fliegt seit Oktober 1999 in der Star Alliance und arbeitet eng mit Partnern wie Lufthansa und United zusammen. Wie sich die großen Allianzen unterscheiden, steht im Beitrag Star Alliance, Oneworld und SkyTeam.

Für Flugzeugfans ist ANA vor allem eines: die Dreamliner-Airline. Als Erstkunde übernahm sie im September 2011 die erste ausgelieferte Boeing 787-8 der Welt. Heute fliegt ANA alle drei Varianten – die 787-8, die 787-9 und die 787-10 – und gehört zu den größten 787-Betreibern überhaupt. Wenn du die Varianten auseinanderhalten willst, hilft der Beitrag A350 oder Boeing 787? beim ersten Schritt: der Abgrenzung zum Airbus.

Auf der Langstrecke ergänzen die Boeing 777-300ER und ältere 777-Versionen die Flotte. Für die Ablösung der älteren 777-300ER hat ANA die Boeing 777-9 bestellt. Die 767-300ER ist ebenfalls noch im Einsatz, vor allem auf kürzeren Strecken.

Auf der Kurz- und Mittelstrecke setzt ANA auf die A320neo, die A321neo und die Boeing 737-800. Als Nachfolger der 737-800 ist die 737 MAX 8 bestellt. 2025 kamen zudem Bestellungen über die Embraer E190-E2 für den Inlandsverkehr sowie über weitere A321neo und die A321XLR hinzu.

Der Hawaii-Riese: Flying Honu

ANA besitzt drei Airbus A380, alle in der „Flying Honu“-Lackierung mit Meeresschildkröten – „Honu“ ist das hawaiische Wort für die Tiere. Die drei Exemplare tragen unterschiedliche Grundfarben und fliegen zwischen Tokio und Honolulu. Wer sie fotografieren will, muss nach Tokio oder Hawaii reisen.

Peach: Pink statt Triton Blue

Peach Aviation ist die Low-Cost-Marke der Gruppe. Gegründet wurde sie im Februar 2011 zunächst als A&F Aviation, damals noch als Gemeinschaftsunternehmen mit einem Investor aus Hongkong. Den ersten Linienflug absolvierte Peach am 1. März 2012 von Osaka-Kansai nach Sapporo-Chitose. Kansai ist bis heute die wichtigste Basis, dazu kommen Narita, Naha und Sendai.

2019 nahm Peach die Schwestergesellschaft Vanilla Air auf, die aus dem früheren Gemeinschaftsunternehmen AirAsia Japan hervorgegangen war. Damit hatte ANA nur noch eine Low-Cost-Marke. Nach Berichten von Ende 2024 gehört Peach inzwischen vollständig zur Gruppe. Wie das Geschäftsmodell solcher Airlines funktioniert, erklärt der Beitrag Wie Billigflieger funktionieren.

Die Flotte besteht aus Airbus-Schmalrumpfjets: A320 der ersten Generation, A320neo und einige A321LR mit größerer Reichweite. Auf der Bestellliste stehen weitere A321neo und A321XLR. Die Lackierung ist am Zaun unverwechselbar: Pink, Violett und Weiß, der Name groß am Leitwerk und vorn am Rumpf. Im April 2026 hat Peach zum 15-jährigen Bestehen einen überarbeiteten Markenauftritt mit neuer Lackierung vorgestellt – ein guter Grund, beide Versionen im Archiv zu haben, solange sie parallel fliegen.

Peach bedient neben dem japanischen Inland vor allem Ziele in Ostasien. In Europa wirst du die pinken Jets nicht sehen – für dein Logbuch sind sie ein klassisches Reisemotiv.

ANA Wings und Air Japan: die Betriebe im Hintergrund

ANA Wings entstand am 1. Oktober 2010 aus der Verschmelzung mehrerer Regionalgesellschaften. Sie fliegt vor allem im japanischen Inlandsverkehr, und zwar mit der Dash 8-400 von De Havilland Canada und mit Boeing 737-800. Alle Maschinen tragen ANA-Farben. Wer eine Turboprop in Triton Blue sieht, hat praktisch immer ein Flugzeug von ANA Wings vor sich.

Air Japan hat eine bewegte Geschichte. Die Gesellschaft ging 1990 als World Air Network an den Start und heißt seit 2000 Air Japan. Lange flog sie unauffällig internationale Strecken für ANA. 2022 kündigte der Konzern eine eigene Marke AirJapan an, die im Februar 2024 mit einer Boeing 787-8 ab Narita startete – mit Zielen wie Seoul, Bangkok und Singapur. Ende März 2026 wurde der Betrieb unter dieser Marke wieder eingestellt. Die Gesellschaft fliegt weiter, allerdings unter ANA-Marke. Für Sammler ist eine AirJapan-787 damit ein Motiv mit Ablaufdatum, das bereits erreicht ist.

Pokémon-Jets und Flying Honu nicht verpassen

Setz die Sonderlackierungen der ANA-Gruppe auf die Wunschliste in deinem Hangar und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine davon anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Fracht: ANA Cargo und Nippon Cargo Airlines

Die Fracht ist der Bereich, in dem sich ANA Holdings zuletzt am stärksten verändert hat. ANA Cargo nutzt einerseits die Frachträume der Passagierjets, andererseits eigene Frachter: Boeing 767-300F sowie umgebaute 767 und die Boeing 777F. Für die Zukunft der Langstreckenfracht stehen Boeing 777-8F im Auftragsbuch.

Seit dem 1. August 2025 gehört außerdem Nippon Cargo Airlines vollständig zur Gruppe. Die Geschichte schließt damit einen Kreis: ANA hatte NCA 1978 gemeinsam mit der Reederei NYK gegründet, ihren Anteil aber 2005 verkauft. 2023 vereinbarten beide Seiten die Übernahme, die sich wegen langwieriger Kartellprüfungen mehrfach verschob. NCA fliegt eine reine Flotte aus Boeing 747-8F – damit gehören neu gebaute Jumbos jetzt zum ANA-Konzern. Wer Frachter sicher bestimmen will, findet Hilfe im Guide Frachtflugzeuge erkennen, die Unterschiede der Jumbo-Generationen erklärt der Beitrag Boeing 747-100 bis 747-8.

Die NCA-Frachter fliegen mit eigenem Code KZ und dem ICAO-Rufzeichen NCA. Auch in Europa ist NCA unterwegs, unter anderem mit Codeshare-Partnern wie Cargolux. Wie sich die Frachtgeschäfte von ANA Cargo und NCA langfristig verzahnen, hat der Konzern in Etappen angekündigt – prüfe für Details die Mitteilungen der Unternehmen.

Drehkreuze und Spots in Japan

ANA Holdings konzentriert sich auf die beiden Tokioter Flughäfen, ergänzt um Osaka.

Tokio-Haneda ist das Herz des Inlandsverkehrs und seit einigen Jahren auch ein wichtiges Langstrecken-Drehkreuz. Hier landen im Minutentakt 787, 777 und Kurzstreckenjets in ANA-Farben, dazu die Dash 8-400 von ANA Wings. Die Aussichtsdecks an den Terminals sind legendär – mehr dazu beim Spot Aussichtsdecks am Flughafen Tokio-Haneda und im Eintrag zum Flughafen Tokio-Haneda.

Tokio-Narita ist das zweite Standbein: Langstrecke, Peach, Air Japan und die Frachter von ANA Cargo und NCA. Einer der bekanntesten Spots ist Sakura no Yama; den Flughafen stellt der Eintrag Flughafen Tokio-Narita vor.

Osaka teilt sich in zwei Flughäfen: Kansai ist die Heimat von Peach und ein NCA-Drehkreuz, Itami ein Inlandsflughafen mit viel ANA-Verkehr. Am Senrigawa-Damm in Itami kommen die Jets spektakulär tief über deinen Kopf. Einen Rundum-Guide für die Hauptstadt liefert der Beitrag Planespotting in Tokio.

ANA in Deutschland und Europa

Du musst nicht nach Japan reisen, um ANA zu sehen. Die Airline fliegt nach Frankfurt und München, dazu unter anderem nach Wien, Brüssel, Paris, London, Mailand, Stockholm und Istanbul. Düsseldorf stand früher ebenfalls im Netz, ist aber eingestellt. Auf den Europastrecken sind typischerweise 787 oder 777-300ER unterwegs; welche Maschine konkret kommt, wechselt mit Saison und Umlauf. Prüfe vor dem Spotter-Ausflug den aktuellen Flugplan.

Auf der Strecke nach Europa arbeitet ANA eng mit der Lufthansa Group zusammen. Für dein Logbuch heißt das: Ein Lufthansa-Jet mit NH-Codeshare-Nummer bleibt ein Lufthansa-Jet, und eine ANA-787 in Frankfurt bleibt eine ANA-787 – auch wenn auf der Anzeigetafel eine LH-Nummer steht.

So bestimmst du den richtigen Betreiber

Bei ANA Holdings führt die Flugnummer leicht auf die falsche Fährte, weil mehrere Töchter unter ANA-Codes fliegen. Mit diesen Schritten kommst du zur belastbaren Sichtung.

Lackierung grob einordnen

Weiß mit blauem ANA-Schriftzug am Leitwerk heißt ANA-Familie, Pink und Violett heißt Peach, ein Jumbo-Frachter mit NCA-Titeln heißt Nippon Cargo Airlines.

Länderkennung lesen

JA- steht für Japan – das gilt für die gesamte Gruppe, aber auch für JAL und andere japanische Airlines. Hintergrund liefert der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen.

Rufzeichen im ADS-B-Signal prüfen

ANA, APJ oder NCA zeigen, unter welchem Betreiber-Code der Flug läuft. Wie du das live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.

Muster bestimmen

Eine Dash 8-400 in ANA-Farben kommt von ANA Wings. Bei 787 und 737 unter ANA-Rufzeichen kann auch eine Tochter fliegen – hier hilft ein Abgleich des Kennzeichens mit einer Flottenliste.

Kennzeichen vollständig notieren

Das Kennzeichen identifiziert das Flugzeug eindeutig – auch wenn es später innerhalb der Gruppe den Betreiber wechselt.

Sicher ein Konzernflugzeug, wenn …

  • Lackierung, JA-Kennzeichen und Rufzeichen zur selben Konzern-Airline passen
  • ein pinker Airbus mit Peach-Titeln rollt
  • eine 747-8F in NCA-Farben am Frachtvorfeld steht

Genauer hinsehen, wenn …

  • ein ANA-Flug mit 787 oder 737 kommt – ANA, Air Japan oder ANA Wings?
  • eine Maschine noch AirJapan-Titel trägt
  • ein Jet in Sonderlackierung ohne großen Schriftzug fliegt

Kein Konzernbetrieb, wenn …

  • nur ein Codeshare einer Star-Alliance-Partnerin vorliegt
  • ein JA-Jet in JAL-, ZIPAIR- oder Jetstar-Japan-Farben fliegt
  • es um Beteiligungen wie Vietnam Airlines geht – sie bleiben eigenständig

Lackierungen und Sonderjets

Das Standarddesign von ANA heißt Triton Blue und stammt aus dem Jahr 1982. Es zeigt einen weißen Rumpf, den großen ANA-Schriftzug am Leitwerk und blaue Akzente; im Lauf der Jahre wurde es mehrfach überarbeitet. Das Vorgängerdesign „Mohican“ mit blauen Streifen ist von der Flotte verschwunden. Warum viele Airlines auf einen weißen Rumpf setzen, steht im Beitrag Warum Flugzeuge weiß lackiert sind.

Bekannt ist ANA für ihre Sonderlackierungen. Die Pokémon-Jets gibt es seit den 1990er-Jahren; nach einer Pause brachte ANA 2023 wieder eine 787-9 und eine 777-300ER mit Pokémon-Motiven auf die Strecke. Dazu kamen Star-Wars-Jets, darunter eine 787-9 im R2-D2-Design, Jets mit Motiven der Anime-Serie Demon Slayer und mehrere Maschinen in Star-Alliance-Farben. Einen Überblick über solche Motive gibt der Beitrag Film-, Comic- und Figuren-Liveries, Tipps zur Jagd der Guide Special Liveries finden.

Licht macht den Unterschied

Weiße ANA-Rümpfe überstrahlen im harten Mittagslicht schnell, das Pink von Peach wirkt im Gegenlicht flau. Plane deinen Spot mit dem Guide zum Sonnenstand – gerade in Frankfurt und München, wo ANA meist nur einmal am Tag auftaucht.

Das Umfeld des Konzerns

ANA Holdings kauft bei Boeing und Airbus, mit klarem Boeing-Schwerpunkt auf der Langstrecke. Einen Rückschlag gab es beim heimischen Regionaljet: ANA war Erstkunde des Mitsubishi SpaceJet, dessen Programm 2023 eingestellt wurde. Die Bestellung der E190-E2 füllt nun die Lücke im Inlandsverkehr.

Neben den eigenen Töchtern hält der Konzern Minderheitsbeteiligungen, etwa an Vietnam Airlines und Philippine Airlines. ANA ist außerdem seit Langem Aktionärin von Air Do aus Hokkaido und arbeitet mit regionalen Airlines per Codeshare zusammen. Für deine Sammlung sind das eigenständige Betreiber mit eigenen Codes und Lackierungen. Zum Vergleich lohnt der Blick auf andere große Gruppen wie Air France-KLM oder die Cathay Group aus Hongkong.

Nur von öffentlich zugänglichen Standorten

Auch in Japan gilt: Zäune, Sperrzonen und Hausrecht der Flughäfen sind tabu. Die Aussichtsdecks und offiziellen Spotterplätze sind dafür hervorragend ausgebaut. Was hierzulande erlaubt ist, steht im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?. Wer gerade anfängt, findet die Grundlagen im Guide Planespotting für Einsteiger.

Deine ANA-Sammlung im Hangar

Hak ANA, Peach und NCA Typ für Typ ab, finde auf der Spot-Karte die besten Plätze in Haneda, Narita und Frankfurt und teil deine Fotos mit der Community. Planetrack startet bald – sichere dir deinen Platz auf der Warteliste.

Fazit

ANA Holdings ist für Spotter ein Konzern mit vielen Gesichtern: die Dreamliner-Airline ANA in Triton Blue, die pinke Low-Cost-Marke Peach, die Zubringer von ANA Wings und seit 2025 die Jumbo-Frachter von Nippon Cargo Airlines. Mehrere Töchter fliegen unter ANA-Codes, deshalb führt erst der Blick auf Lackierung, Rufzeichen, Muster und Kennzeichen zur sauberen Zuordnung. In Deutschland begegnet dir die Gruppe vor allem in Frankfurt und München – die volle Vielfalt erlebst du an den Aussichtsdecks in Tokio und Osaka.

Kurzfazit

ANA Holdings ist eine Holding über ANA, Peach, Air Japan, ANA Wings und NCA. Für die Sichtung zählt der tatsächliche Betreiber – und den verraten dir Lackierung, Rufzeichen und Kennzeichen, nicht die Flugnummer.

Zusammenfassung

  • ANA Holdings bündelt seit 2013 die Airlines rund um All Nippon Airways unter einem Dach in Tokio.
  • Neben der Netzwerk-Airline gehören Peach, ANA Wings, Air Japan und seit August 2025 Nippon Cargo Airlines dazu.
  • Beim Spotten bestimmst du den Betreiber über Lackierung, Rufzeichen und Muster – mehrere Töchter fliegen unter ANA-Flugnummern.
  • Die Flotte ist im Wandel: 787-9, 787-10, 777-9, 737 MAX 8, A321neo und E190-E2 lösen ältere Muster ab.

Häufige Fragen

Welche Airlines gehören zu ANA Holdings?

Die Netzwerk-Airline All Nippon Airways, die Low-Cost-Airline Peach, der Flugbetrieb Air Japan, die Regionaltochter ANA Wings und seit August 2025 die Frachtairline Nippon Cargo Airlines. Dazu kommen Minderheitsbeteiligungen, etwa an Vietnam Airlines.

Ist ANA dasselbe wie ANA Holdings?

Nicht ganz. ANA Holdings ist seit April 2013 die Dachgesellschaft, die an der Börse notiert ist. Den Flugbetrieb unter dem bekannten Namen führt die Tochter All Nippon Airways. Am Vorfeld begegnet dir also immer die Airline, nie die Holding.

Gehört Peach zu ANA?

Ja. Peach wurde 2011 mit ANA-Beteiligung gegründet, hat 2019 die Schwester Vanilla Air aufgenommen und gehört nach Berichten von Ende 2024 inzwischen vollständig zu ANA Holdings. Peach fliegt aber mit eigenem Code (MM/APJ), eigener Lackierung und eigenem Streckennetz.

Was ist aus AirJapan geworden?

Die Marke AirJapan startete im Februar 2024 mit einer Boeing 787-8 ab Narita und wurde Ende März 2026 wieder eingestellt. Die Gesellschaft Air Japan existiert weiter und fliegt internationale Strecken unter der Marke ANA. Fotos aus der AirJapan-Phase sind damit bereits ein Stück Konzerngeschichte.

Wo kann ich ANA in Deutschland sehen?

ANA fliegt nach Frankfurt und München. Typisch sind Boeing 787 oder 777-300ER. Düsseldorf stand früher ebenfalls im Netz, ist aber eingestellt. Prüfe für den aktuellen Flugplan die Angaben der Airline.

Fliegt ANA den Airbus A380?

Ja, ANA besitzt drei A380 mit der „Flying Honu“-Lackierung, die Meeresschildkröten zeigt. Sie fliegen zwischen Tokio und Honolulu. In Europa tauchen sie im Liniendienst nicht auf.

Gehört Nippon Cargo Airlines jetzt zu ANA?

Ja. Die Übernahme aller Anteile von der Reederei NYK wurde am 1. August 2025 nach mehreren Verschiebungen abgeschlossen. NCA fliegt mit dem Code KZ/NCA und einer reinen Flotte aus Boeing 747-8F.

Welche Kennzeichen tragen die Flugzeuge von ANA Holdings?

Alle Flugzeuge der Gruppe sind in Japan registriert und tragen die Länderkennung JA-. Bei ANA endet das Kennzeichen häufig auf A, etwa JA381A. Grundlagen zu Länderkennungen liefert der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen.

Sichtungen rund um ANA Holdings sammeln

Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

Typische Flugzeuge

Flugzeugtyp

Boeing 787-8 Dreamliner

Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Boeing 787-9 Dreamliner

Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.

Flugzeugtyp

Boeing 787-10 Dreamliner

Die längste Dreamliner-Version: Die 787-10 streckt die 787-9 um gut fünf Meter, wird nur in South Carolina gebaut und fliegt vor allem auf mittleren Langstrecken. So erkennst du die B78X sicher.

Flugzeugtyp

Boeing 777-300ER

Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.

Flugzeugtyp

Boeing 777-9 (777X)

Klappbare Flügelspitzen, das größte Triebwerk der Welt und der längste Passagierjet überhaupt: Die 777-9 ist Boeings neuer Langstrecken-Riese. So erkennst du sie – und so stehen Zulassung und Erstauslieferung.

Flugzeugtyp

Airbus A380-800

Zwei durchgehende Passagierdecks, vier Triebwerke, fast 80 Meter Spannweite: Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Produktion ist beendet, sehen kannst du ihn trotzdem noch regelmäßig.

Flugzeugtyp

Airbus A320neo

Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.

Flugzeugtyp

Airbus A321neo

Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)

Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Boeing 747-8F

Kurzer Buckel, langer Rumpf, keine Fenster und Flügelspitzen ohne Winglets: Die 747-8F ist der modernste Jumbo-Frachter – und die allerletzte gebaute 747 war genau so eine. So erkennst du sie und findest sie an den Cargo-Drehkreuzen.

Spotting-Spots rund um ANA Holdings

Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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