Das Wichtigste in Kürze
- ANA ist eine japanische Netzwerk-Airline mit Sitz in Tokio und Mitglied der Star Alliance seit 1999.
- Codes: IATA NH, ICAO ANA, Rufzeichen „ALL NIPPON“ – das NH stammt vom alten Namen Nippon Helicopter.
- Erstkunde der Boeing 787: ANA übernahm im September 2011 den ersten Dreamliner überhaupt und betreibt heute alle drei Versionen.
- Drei A380 „Flying Honu“ in Blau, Grün und Orange fliegen zwischen Tokio-Narita und Honolulu.
- In Deutschland landet ANA in Frankfurt und München; die frühere Düsseldorf-Strecke ist eingestellt.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | NH |
|---|---|
| ICAO-Code | ANA |
| Rufzeichen | ALL NIPPON |
| Drehkreuze | HND, NRT |
| Allianz | Star Alliance |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit dichtem Inlandsnetz und Langstrecken nach Asien, Nordamerika und Europa |
| Sitz | Shiodome City Center, Minato, Tokio |
| Gegründet | 1952 als Japan Helicopter and Aeroplane Transports, seit 1957 All Nippon Airways |
| Konzern | ANA Holdings, dazu u. a. ANA Wings, Air Japan und Peach |
| Drehkreuze | Tokio-Haneda (HND) und Tokio-Narita (NRT), dazu Osaka-Itami und Osaka-Kansai |
| Allianz | Star Alliance (seit Oktober 1999) |
| Flotte (Flottenübersichten, Stand Mitte 2026) | Gut 250 Flugzeuge, darunter über 80 Boeing 787, mehrere Generationen Boeing 777, Boeing 767, 737-800, A320neo/A321neo und drei A380 |
| Bestellungen | Unter anderem Boeing 777-9, 787-9, 787-10, 737 MAX 8 und Embraer 190-E2 |
| Markenzeichen | Blaues Leitwerk mit ANA-Schriftzug, Farbwelt „Triton Blue“ seit 1982 |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich All Nippon Airways?
- Blaues Leitwerk mit großem ANA-Schriftzug
- Weißer Rumpf mit blauem Streifen, graue Unterseite und japanische Flagge am Rumpf
- Schriftzug „Inspiration of Japan“ neben dem ANA-Logo vorn am Rumpf
- Japanisches Kennzeichen mit JA-Präfix, bei ANA-Flugzeugen oft mit dem Buchstaben A am Ende
- Auf dem Tracker ANA als ICAO-Code, in der Flugnummer NH
- Viele Sonderbemalungen: Flying Honu (A380), Pokémon-Jets und Anime-Motive
All Nippon Airways, kurz ANA, ist für viele Spotter die Airline, an der man die Geschichte der Boeing 787 ablesen kann. Kein anderer Betreiber hat den Dreamliner so früh und so konsequent eingesetzt. Dazu kommen drei A380 mit riesigen Meeresschildkröten, eine bunte Tradition an Sonderbemalungen und ein Inlandsnetz, auf dem in Japan sogar Großraumjets auf kurzen Strecken unterwegs sind. Hier erfährst du, wie du ANA sicher einordnest, welche Typen du siehst und wo du sie in Deutschland und in Japan erwischst.
Jeden Dreamliner einzeln sammeln
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline fest – und siehst in deinem Hangar, welche ANA-787 dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
ANA im Überblick
All Nippon Airways ist eine japanische Netzwerk-Airline mit Sitz im Shiodome City Center im Tokioter Stadtteil Minato. Die Wurzeln reichen bis Dezember 1952 zurück: Damals entstand die Gesellschaft Japan Helicopter and Aeroplane Transports, die Anfang 1953 mit Hubschrauberflügen begann. Im Dezember 1957 folgte der Name All Nippon Airways, 1958 die Fusion mit Far East Airlines. Aus dem kleinen Hubschrauberbetrieb wurde über die Jahrzehnte die Airline, die gemessen an Flotte und Fluggästen heute als größte Japans gilt.
Lange war ANA vor allem im Inland stark, während Japan Airlines als Flag-Carrier die internationalen Strecken dominierte. Seit den 1980er-Jahren fliegt ANA auch regelmäßig international, heute reicht das Netz von Asien über Nordamerika und Hawaii bis nach Europa. Im Oktober 1999 trat ANA der Star Alliance bei und ist damit Partner von Lufthansa, United und Singapore Airlines.
Die beiden wichtigsten Drehkreuze liegen in Tokio: Haneda nahe der Innenstadt und Narita weiter draußen in der Präfektur Chiba. Dazu kommen Osaka-Itami und Osaka-Kansai als zweite Säule im Westen des Landes. Die Airline gehört zur ANA Holdings, unter deren Dach auch die Regionalgesellschaft ANA Wings, Air Japan und die Low-Cost-Airline Peach fliegen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code NH: steht in der Flugnummer, also auf der Anzeigetafel und im Ticket, etwa bei einem Flug nach Tokio ab Frankfurt.
- ICAO-Code ANA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen ALL NIPPON: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Der IATA-Code NH sorgt bei Einsteigern oft für Stirnrunzeln, weil er nichts mit „ANA“ zu tun zu haben scheint. Er ist ein Überbleibsel aus der Gründungszeit, als die Gesellschaft noch als Nippon Helicopter bekannt war. Das zeigt schön, wie langlebig Airline-Codes sind: Der Name änderte sich vor fast 70 Jahren, der Code blieb.
Tracker richtig lesen
Auf Flugtrackern siehst du ANA-Flüge meist mit dem ICAO-Code ANA. Steht dort ein anderer Code, kann eine Konzerngesellschaft wie ANA Wings oder Air Japan dahinterstecken. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll interpretierst, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: fast überall Boeing
Die ANA-Flotte ist eine der größten Boeing-Flotten außerhalb der USA. Laut gängigen Flottenübersichten (Stand Mitte 2026) umfasst die Passagier- und Frachtflotte gut 250 Flugzeuge. Die genauen Zahlen ändern sich durch Auslieferungen und Ausmusterungen laufend, die Grundstruktur ist aber stabil:
| Typ | Rolle bei ANA | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Boeing 787-8 | Inland und internationale Mittel- und Langstrecke | ANA war Erstkunde – hier fliegen einige der ersten ausgelieferten Dreamliner |
| Boeing 787-9 | Langstrecke und stark gefragte Inlandsrouten | Größte 787-Gruppe bei ANA, weitere Exemplare bestellt |
| Boeing 787-10 | Dichte Strecken in Asien und im Inland | Längste 787, erkennbar am gestreckten Rumpf |
| Boeing 777-300ER | Flaggschiff auf der Langstrecke | Ältere Exemplare werden durch die 777-9 ersetzt |
| Boeing 777-200/-200ER/-300 | Inland und Regionalstrecken | Klassische 777 mit kürzerer Spannweite, schrittweise auf dem Rückzug |
| Boeing 767-300ER | Inland und kürzere internationale Strecken | Dazu 767-Frachter in der Cargo-Flotte |
| Boeing 737-800 | Kurzstrecke, teils über ANA Wings | Ablösung durch die 737 MAX 8 ist eingeleitet |
| A320neo, A321neo | Inland und Kurzstrecke in Asien | Die Airbus-Schmalrümpfe der Flotte |
| Airbus A380 | Narita–Honolulu | Nur drei Stück, alle als Flying Honu |
| Boeing 777F | Fracht | Zusammen mit 767-Frachtern die Cargo-Flotte |
Auf der Bestellliste stehen unter anderem die Boeing 777-9, weitere 787-9 und 787-10, die 737 MAX 8 sowie die Embraer E190-E2, deren Auslieferung laut Flottenübersichten gegen Ende des Jahrzehnts beginnt. Hersteller fast aller Typen ist Boeing; Airbus ist mit den Schmalrümpfen und den A380 vertreten.
Eine Besonderheit, die du in Europa kaum siehst: In Japan setzt ANA Großraumflugzeuge wie 777 und 787 auch auf Inlandsstrecken mit sehr vielen Passagieren ein, etwa zwischen Tokio, Osaka, Fukuoka oder Sapporo. Ein Spottertag in Haneda bringt dir deshalb deutlich mehr Widebodies vor die Linse als ein Tag an einem europäischen Drehkreuz.
Erstkunde der Boeing 787
Die Geschichte des Dreamliners ist eng mit ANA verbunden. Im April 2004 bestellte die Airline als Erstkunde 50 Boeing 787 mit Optionen auf weitere. Ursprünglich war ein Teil davon als 787-3 geplant, eine Kurzstreckenversion für den japanischen Inlandsmarkt. Diese Version wurde nie gebaut, ANA wandelte die Bestellung in 787-8 um.
Am 21. September 2011 übernahm ANA die erste ausgelieferte 787 der Welt. Der erste Passagierflug folgte am 26. Oktober 2011 als Sondercharter von Tokio-Narita nach Hongkong. 2014 bekam ANA als zweite Airline die längere 787-9, später kam auch die 787-10 dazu. Mit über 80 Exemplaren in drei Längen ist die 787 heute das Rückgrat der ANA-Flotte.
Rumpflänge schätzen
Die 787-8 wirkt kompakt, die 787-9 deutlich gestreckter, die 787-10 noch einmal länger. Am besten vergleichst du die Zahl der Fenster zwischen Tür 1 und Flügel.
Kennzeichen lesen
Das JA-Kennzeichen am Rumpf hilft dir, das einzelne Flugzeug sicher zuzuordnen – ideal für die Jagd nach frühen Exemplaren.
Tracker abgleichen
Auf Trackern stehen die Versionen als B788, B789 und B78X. So bestätigst du deine Einschätzung vom Spot.
Sauber notieren
Halte Version und Kennzeichen getrennt fest. Bei einer Flotte mit drei 787-Längen spart dir das später viel Sortierarbeit.
Wenn du die 787 noch mit dem Airbus A350 verwechselst, hilft dir der Vergleich A350 oder Boeing 787?. Und für die Unterscheidung zwischen 777 und 787, die bei ANA ständig nebeneinander stehen, gibt es den Guide Boeing 777 und 787 unterscheiden.
Nur noch die 787-10 fehlt?
Setz Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die A380 „Flying Honu“
Die wohl auffälligsten ANA-Flugzeuge sind die drei Airbus A380. ANA hat sie gezielt für die Strecke zwischen Tokio-Narita und Honolulu angeschafft, eine der beliebtesten Urlaubsrouten Japans. Alle drei tragen die Bemalung „Flying Honu“: Honu ist das hawaiische Wort für die Grüne Meeresschildkröte, und jede Maschine zeigt eine riesige Schildkröte über den gesamten Rumpf.
| Kennzeichen | Farbe | Motiv-Idee | Übernahme |
|---|---|---|---|
| JA381A | ANA-Blau | Der Himmel über Hawaii | März 2019 |
| JA382A | Smaragdgrün | Das Meer vor Hawaii | Juni 2019 |
| JA383A | Sonnenuntergangs-Orange | Der Sonnenuntergang auf Hawaii | 2020 übergeben, erst ab Oktober 2023 im Liniendienst |
Laut Airbus hat die ANA-A380 520 Plätze auf zwei Decks: oben First, Business und Premium Economy, unten 383 Economy-Sitze, darunter 60 „Couch Seats“, bei denen sich eine Sitzreihe zu einer Liegefläche umbauen lässt. Die Honolulu-Flüge mit dem A380 begannen im Mai 2019. Die dritte Maschine stand nach der Übergabe länger am Boden und ging wegen der Pandemie-Folgen erst im Oktober 2023 in den Linienbetrieb.
Fernziel für Spotter
Die Flying Honu fliegen fast ausschließlich zwischen Narita und Honolulu. In Europa tauchen sie praktisch nicht auf. Wer eine Honu im Logbuch haben will, plant eine Tour nach Tokio oder Hawaii. Gute Ausgangspunkte in Narita findest du im Spot-Porträt Sakura no Yama.
Wie du den A380 sicher vom zweiten großen Doppeldecker-Look unterscheidest, erklärt der Vergleich A380 und Boeing 747.
Woran du ANA erkennst
Die Grundbemalung trägt den Namen „Triton Blue“ und wurde 1982 eingeführt. Seitdem hat ANA sie mehrfach angepasst, der Kern ist aber gleich geblieben: weißer Rumpf mit blauem Streifen, graue Unterseite und ein blaues Leitwerk mit dem ANA-Schriftzug. 2002 ersetzte das ANA-Logo die ausgeschriebenen japanischen und englischen Namen am Rumpf. 2013 kamen eine zweite japanische Flagge vor dem Logo und der Slogan „Inspiration of Japan“ dazu.
Für die sichere Zuordnung zählt am Ende das Kennzeichen. Japanische Flugzeuge tragen das Präfix JA, bei ANA folgen meist Ziffern und der Buchstabe A, wie bei den drei A380 (JA381A bis JA383A). Das ist ein typisches Muster, aber keine feste Regel für jedes einzelne Flugzeug – prüf im Zweifel im Tracker oder Register. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Sonderbemalungen
Kaum eine Airline pflegt Sonderbemalungen so intensiv wie ANA. Bekannt sind vor allem die Pokémon-Jets, von denen über die Jahre rund ein Dutzend unterwegs war. Zeitweise flogen außerdem vier Star-Wars-Jets mit Motiven wie R2-D2, BB-8 und C-3PO; diese gehören inzwischen zur Geschichte. Dazu kamen Anime-Motive wie „Demon Slayer“, unter anderem auf Dash 8-400 von ANA Wings, sowie mehrere Flugzeuge in der Star-Alliance-Bemalung. Weil sich das Angebot laufend ändert, lohnt ein Blick in aktuelle Spotterforen oder Tracker, bevor du gezielt losziehst. Tipps dazu gibt der Guide Special Liveries finden.
Mehr zu solchen Motiven findest du im Artikel über Film-, Comic- und Figuren-Liveries und speziell zu den Allianz-Designs unter Star-Alliance-, oneworld- und SkyTeam-Lackierungen.
Achtung Verwechslung
In der Star-Alliance-Bemalung fehlt das typische blaue ANA-Leitwerk teilweise oder ist stark verändert. Wer nur das Heck sieht, denkt dann schnell an eine andere Allianz-Airline. Achte auf den ANA-Schriftzug am Rumpf und auf das JA-Kennzeichen.
ANA in Deutschland spotten
In Deutschland ist ANA ein Langstreckengast mit wenigen, dafür aber verlässlichen Umläufen. Aktuell fliegt die Airline Frankfurt und München an. Die München-Verbindung nahm ANA nach der Pandemie wieder auf. Düsseldorf stand früher ebenfalls im Netz: Ab 2014 gab es dort eigene Flüge, inzwischen ist die Strecke aber eingestellt. In Europa fliegt ANA außerdem unter anderem nach London, Paris, Brüssel, Wien, Mailand und Stockholm.
Auf den Europa-Strecken siehst du typischerweise Langstrecken-Zweistrahler aus der 787- oder 777-Familie, nicht den A380. Welche Version an welchem Tag kommt, verrät dir der Flugplan oder der Tracker.
Gute Chancen auf ANA, wenn …
- du in Frankfurt oder München zur planmäßigen Ankunft- oder Abflugzeit des NH-Flugs am Spot bist
- du vorher im Tracker prüfst, ob der Flug pünktlich ist
- die Betriebsrichtung zu deinem Spot passt
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst, etwa noch mit Düsseldorf im Kopf
- gerade Flugplanwechsel ist und sich Zeiten oder Frequenzen verschieben
Eher kein ANA-Tag, wenn …
- du an einem Flughafen stehst, den ANA nicht anfliegt – hier hilft nur der Weg nach Frankfurt oder München
In Frankfurt ist die Aussichtsplattform Zeppelinheim ein Klassiker, in München der Besucherhügel. Weil es pro Tag nur wenige ANA-Bewegungen gibt, lohnt sich die Planung doppelt: Lies vorher die Betriebsrichtung und plane den Sonnenstand, damit die eine Chance am Tag auch fotografisch sitzt.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
ANA in Japan spotten
Wer ANA wirklich erleben will, fährt nach Tokio. In Haneda dominieren ANA und JAL den Verkehr, und dank der vielen Inlandsflüge mit Großraumjets siehst du dort an einem Tag oft mehr 787 und 777 als an einem europäischen Drehkreuz in einer Woche. Die Aussichtsdecks an den Terminals in Haneda sind dafür ein bequemer Einstieg. In Narita, wo auch die Flying Honu starten und landen, ist Sakura no Yama ein beliebter Spot. Und in Osaka bietet der Senrigawa-Damm spektakuläre Anflüge am Inlandsflughafen Itami.
Einen Überblick über die Stadt als Spotting-Ziel gibt der Guide Planespotting in Tokio. Dort triffst du neben ANA auch die Konzernschwester Peach und Low-Cost-Konkurrenten wie ZIPAIR oder Skymark.
Häufige Verwechslungen
- NH für einen Tippfehler halten – NH ist der echte IATA-Code von ANA und stammt aus der Zeit als Nippon Helicopter.
- ANA und JAL in einen Topf werfen – beide kommen aus Tokio, ANA gehört aber zur Star Alliance, JAL zu oneworld; JAL trägt den roten Kranich am Leitwerk.
- Jede blaue Japan-Maschine für ANA halten – auch Konzerngesellschaften wie ANA Wings fliegen im ANA-Look. Kennzeichen und ICAO-Code klären das.
- 787-9 und 787-10 verwechseln – bei ANA stehen beide oft nebeneinander; der längere Rumpf der 787-10 ist das wichtigste Merkmal.
- Die Flying Honu in Europa erwarten – die A380 fliegen praktisch nur Narita–Honolulu.
- Düsseldorf noch auf dem Zettel haben – die Strecke ist eingestellt, in Deutschland fliegt ANA Frankfurt und München.
ANA im Blick behalten
Beobachte Kennzeichen, Typen oder Special Liveries und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
ANA ist eine der spannendsten Airlines für alle, die Boeing-Widebodies mögen. Hier findest du einige der ersten ausgelieferten Dreamliner, alle drei 787-Längen, mehrere 777-Generationen und mit den Flying Honu drei der buntesten A380 überhaupt. In Deutschland ist ANA ein seltener, aber gut planbarer Gast in Frankfurt und München. Wer Kennzeichen und Version sauber notiert, baut sich mit ANA schnell eine abwechslungsreiche Sammlung auf.
Kurzfazit
All Nippon Airways (IATA NH, ICAO ANA) ist Japans große Star-Alliance-Airline, Erstkunde der Boeing 787 und Betreiber der drei A380 Flying Honu. Das blaue Leitwerk zeigt die Airline, das JA-Kennzeichen das einzelne Flugzeug.
Zusammenfassung
- ANA erkennst du am blauen Leitwerk mit ANA-Schriftzug und am JA-Kennzeichen; der Code NH in der Flugnummer ist ein Überbleibsel des Gründungsnamens.
- Die Flotte ist stark von Boeing geprägt: 787 in drei Längen, 777 in mehreren Versionen, 767 und 737 – Airbus kommt vor allem mit A320neo, A321neo und den drei A380 vor.
- Die Flying-Honu-A380 sind ein Fernziel für Spotter: Sie fliegen fast nur Narita–Honolulu und tauchen in Europa praktisch nicht auf.
- Für deutsche Spotter ist ANA ein Langstrecken-Gast in Frankfurt und München, meist einmal täglich oder seltener je nach Flugplan.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat ANA?
Der IATA-Code von All Nippon Airways ist NH, der ICAO-Code ANA. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „ALL NIPPON“. Das NH geht auf den Gründungsnamen Nippon Helicopter zurück.
Gehört ANA zur Star Alliance?
Ja. ANA ist seit Oktober 1999 Mitglied der Star Alliance und damit Partner von Airlines wie Lufthansa, United oder Singapore Airlines. Der große Konkurrent Japan Airlines gehört dagegen zu oneworld.
Warum ist ANA für die Boeing 787 so wichtig?
ANA bestellte 2004 als Erstkunde 50 Boeing 787 und übernahm am 21. September 2011 den ersten ausgelieferten Dreamliner überhaupt. Der erste Passagierflug folgte am 26. Oktober 2011 als Charter von Tokio-Narita nach Hongkong. Heute fliegt ANA die 787-8, 787-9 und 787-10.
Was ist die Flying Honu?
So heißen die drei Airbus A380 von ANA. „Honu“ ist das hawaiische Wort für die Grüne Meeresschildkröte, und jedes Flugzeug zeigt eine Schildkröte in eigener Farbe: JA381A in Blau, JA382A in Smaragdgrün und JA383A in Sonnenuntergangs-Orange. Die A380 fliegen zwischen Tokio-Narita und Honolulu; die Hawaii-Strecke startete im Mai 2019.
Wie viele Sitze hat die ANA-A380?
Laut Airbus hat die ANA-A380 520 Plätze: oben 8 First-Class-Suiten, 56 Business-Sitze und 73 Plätze in der Premium Economy, auf dem Hauptdeck 383 Economy-Sitze, davon 60 sogenannte Couch Seats, die sich zu einer Liegefläche kombinieren lassen.
Wo kann ich ANA in Deutschland spotten?
ANA fliegt Frankfurt und München an. Düsseldorf stand früher ebenfalls im Netz, die Strecke ist aber eingestellt. Weil es meist nur wenige Umläufe pro Tag gibt, lohnt sich ein Blick in den aktuellen Flugplan und auf die Betriebsrichtung, bevor du losfährst.
Welche Airlines gehören zum ANA-Konzern?
Unter dem Dach von ANA Holdings fliegen neben ANA selbst unter anderem die Regionalgesellschaft ANA Wings, Air Japan und die Low-Cost-Airline Peach. ANA Wings betreibt vor allem Dash 8-400 und Boeing 737-800 im japanischen Inlandsverkehr.
Fliegt ANA noch die Star-Wars-Jets?
ANA hatte zeitweise vier Flugzeuge mit Star-Wars-Motiven im Einsatz, unter anderem mit R2-D2, BB-8 und C-3PO. Diese Bemalungen gehören inzwischen zur Geschichte der Airline. Aktuelle Sonderbemalungen wechseln immer wieder – Pokémon-Jets und Anime-Motive sind bei ANA seit Jahren ein fester Bestandteil.
All Nippon Airways im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypBoeing 787-10 Dreamliner
Die längste Dreamliner-Version: Die 787-10 streckt die 787-9 um gut fünf Meter, wird nur in South Carolina gebaut und fliegt vor allem auf mittleren Langstrecken. So erkennst du die B78X sicher.
FlugzeugtypAirbus A380-800
Zwei durchgehende Passagierdecks, vier Triebwerke, fast 80 Meter Spannweite: Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Produktion ist beendet, sehen kannst du ihn trotzdem noch regelmäßig.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypBoeing 777-9 (777X)
Klappbare Flügelspitzen, das größte Triebwerk der Welt und der längste Passagierjet überhaupt: Die 777-9 ist Boeings neuer Langstrecken-Riese. So erkennst du sie – und so stehen Zulassung und Erstauslieferung.
Weitere Airlines
Japan Airlines
Japans traditionsreicher Flag Carrier mit dem roten Kranich am Leitwerk: Drehkreuze Haneda und Narita, Mitglied von oneworld und eine Langstreckenflotte im Umbruch von der 777 zu A350-1000 und Boeing 787.
Low-CostAir Japan
Flugbetrieb der ANA-Gruppe aus Narita: von 2024 bis März 2026 Heimat der preisorientierten Marke AirJapan mit Boeing 787-8, heute Betreiber von ANA-Flügen mit NQ-Nummern.
Low-CostPeach Aviation
Japans pinke Low-Cost-Airline aus Osaka: reine Airbus-A320-Familie, Heimat im Low-Cost-Terminal von Kansai und seit der Fusion mit Vanilla Air die Billigmarke der ANA-Gruppe.
NetzwerkLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
NetzwerkSingapore Airlines
Die Netzwerk-Airline aus Singapur: reines Drehkreuz Changi, größter A350-Betreiber, Erstkunde von A380 und 787-10 – und in Frankfurt und München ein Pflichtmotiv für Langstrecken-Fans.
NetzwerkUnited Airlines
Die US-Netzwerk-Airline mit dem Globus am Leitwerk: Wurzeln bis 1926, Sitz in Chicago, Gründungsmitglied der Star Alliance und in Europa vor allem mit 767, 777 und 787 unterwegs.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
ANA Holdings
ANA Holdings ist die Dachgesellschaft hinter All Nippon Airways, der Low-Cost-Airline Peach, den Zubringern von ANA Wings und seit 2025 auch Nippon Cargo Airlines. Wer in Haneda, Narita oder Frankfurt einen blau-weißen Jet mit JA-Kennzeichen sieht, hat es fast immer mit diesem Konzern zu tun.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Tokio-Haneda
Einer der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt, gebaut auf Neuland in der Tokioter Bucht: vier Bahnen, drei Terminals, Heimat von JAL und ANA – und mit offiziellen Aussichtsdecks auf allen Terminals ein Paradies für Spotter.
FlughafenFlughafen Tokio-Narita
Kein großer Flughafen der Welt hat eine so umkämpfte Vorgeschichte wie Narita: Jahrzehnte des Widerstands, eine gestürmte Kontrollzentrale, eine zu kurze zweite Bahn. Heute ist NRT Japans wichtigstes Tor für Langstrecke, Fracht und Low-Cost – und mit seinen Spotterhügeln ein Ziel, das auf jede Asien-Liste gehört.
Wo du All Nippon Airways vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aussichtsdecks am Flughafen Tokio-Haneda
Drei Terminals, drei offizielle Aussichtsdecks und eines davon rund um die Uhr offen: In Haneda spottest du JAL und ANA mit Großraumjets im Inlandsverkehr und die internationalen Gäste – ganz ohne Zaun und Leiter.
SpotterhügelSakura no Yama am Flughafen Tokio-Narita
Der bekannteste Spotterhügel Japans: Vom Park Sakura no Yama am Nordende der Piste A in Narita siehst du Landungen auf der 16R tief über dir – mit Kirschbäumen, Shop und kostenlosem Parkplatz.
AnflugschneiseSenrigawa-Damm am Flughafen Osaka-Itami
Japans wohl berühmtester Anflugspot: Am Damm des Senri-Flusses ziehen die Landungen auf die Piste 32L des Flughafens Osaka-Itami so tief über dich hinweg, dass du das Fahrwerk fast greifen kannst – kostenlos, ohne Zaun im Bild und mitten im Wohngebiet.
SpotterhügelAussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
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