Das Wichtigste in Kürze
- Die 767-300ER ist die Langstreckenversion der gestreckten 767-300: zweistrahlig, zwei Gänge, aber mit schmalem Rumpf und 2-3-2-Bestuhlung.
- Sie hat die Transatlantikfliegerei mit zwei Triebwerken salonfähig gemacht – die 767 war ein Schlüsselmuster für die ETOPS-Zulassungen der Achtziger- und Neunzigerjahre.
- Schnellster Erkennungsweg: Großraum-Twin mit auffallend schlankem Rumpf, spitzem Heck und häufig hohen Blended Winglets.
- Im DACH-Raum wird sie rar: Condor hat sie 2024 verabschiedet, Austrian Airlines ersetzt sie durch die Boeing 787-9.
- Im Tracking steht der Typ als B763 – derselbe Code gilt auch für die normale 767-300 und die Frachtversionen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing 767-300ER?
- 2.Der schlanke Großraumjet: Kabine und Technik
- 3.Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.767-200, -300ER oder -400ER?
- 5.767, A330 oder Boeing 787?
- 6.Die 767-300ER im deutschsprachigen Raum
- 7.Zweites Leben als Frachter
- 8.Spotting-Planung: so erwischst du die letzten 767
- 9.Fototipps speziell für die 767
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing |
|---|---|
| Familie | Boeing 767 (767-200, -300, -400ER sowie Fracht- und Tankerversionen) |
| ICAO-Typcode | B763 (gilt für die gesamte 767-300-Familie) |
| Erstflug 767-300ER | 9. Dezember 1986 |
| Indienststellung | März 1988 bei American Airlines |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney PW4000, General Electric CF6 oder Rolls-Royce RB211 (je nach Bestellung) |
| Länge | 54,94 m |
| Spannweite | 47,57 m ohne Winglets, mit nachgerüsteten Blended Winglets größer |
| Höhe | 15,85 m |
| Rumpfbreite außen | 5,03 m |
| Kabine | zwei Gänge, in der Economy typischerweise 2-3-2 |
| Sitzplätze | je nach Airline rund 210 bis 260, bei Ferienfliegern auch mehr |
| Reichweite (Boeing-Angabe) | rund 11.000 km mit 218 Sitzen |
| Max. Startgewicht | bis rund 187 t |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Für einen Großraumjet auffallend schlanker Rumpf – rund 5 m breit statt knapp 6 m wie bei A330 oder 787
- Zwei große Triebwerke unter vergleichsweise schmalen, stark gepfeilten Flügeln
- Bei vielen Maschinen hochgezogene Blended Winglets (Nachrüstung), ab Werk dagegen ohne Winglets
- Spitz zulaufendes, kegelförmiges Rumpfende mit der Hilfsturbine (APU) am Ende
- Hauptfahrwerk mit vier Rädern pro Bein, Bugfahrwerk mit zwei Rädern
- Glatte Triebwerkshinterkanten ohne die gezackten Chevrons der Boeing 787
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Großraumjet rollt zur Piste, aber irgendwie wirkt er schlanker als die A330 daneben: zwei große Triebwerke, ein spitzes Heck, an den Flügelspitzen hohe, weich geschwungene Winglets. Gut möglich, dass du gerade eine Boeing 767-300ER vor dir hast. Der Typ hat über Jahrzehnte den Nordatlantik und den deutschen Ferienflugverkehr geprägt – und wird jetzt Jahr für Jahr seltener. Hier erfährst du, wie du ihn sicher erkennst, wie du ihn von seinen Schwestern und von A330 und 787 trennst und wo du ihn im DACH-Raum noch vor die Linse bekommst.
B763 im Blick behalten
Mit Planetrack hältst du jede 767-Sichtung mit Kennzeichen, Airline und Spot fest und hakst den Typ in deinem Hangar ab, bevor er ganz verschwindet. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Boeing 767-300ER?
Die 767 war Boeings erster zweistrahliger Großraumjet. Die Grundversion 767-200 flog im September 1981 zum ersten Mal, ein Jahr später ging sie bei United Airlines in Dienst. Schon früh verlängerte Boeing den Rumpf: Die 767-300 startete im Januar 1986 zum Erstflug, und noch im selben Jahr, am 9. Dezember 1986, hob die 767-300ER ab – die Version mit höherem Startgewicht und größerer Reichweite. Erstkunde war American Airlines, die den Typ im März 1988 in den Liniendienst nahm.
„ER“ steht für Extended Range. Laut Boeing schafft die -300ER mit 218 Sitzen rund 11.000 Kilometer, das maximale Startgewicht stieg im Laufe der Produktion auf etwa 187 Tonnen. Damit war sie genau richtig dimensioniert für Strecken, auf denen eine 747 zu groß gewesen wäre: Europa–Nordamerika, Ferienziele in der Karibik, Verbindungen nach Asien und Afrika.
Ihre eigentliche Bedeutung liegt in der Luftfahrtgeschichte: Die 767 war eines der Muster, mit denen sich zweistrahlige Langstreckenflüge über Wasser durchsetzten. Die US-Luftfahrtbehörde FAA erteilte 1985 die erste 120-Minuten-ETOPS-Zulassung für den Typ, ab 1989 folgten 180 Minuten. Was heute mit A350 und 787 selbstverständlich ist, wurde mit der 767 erprobt. Mehr zum Hersteller und seiner Geschichte findest du auf der Seite zu Boeing.
Der schlanke Großraumjet: Kabine und Technik
Das Besondere an der 767 ist ihr Rumpfquerschnitt. Mit gut fünf Metern Außenbreite ist sie deutlich schmaler als A330, 777 oder 787, hat aber trotzdem zwei Gänge. In der Economy sitzen typischerweise sieben Passagiere nebeneinander in der Anordnung 2-3-2 – damit hat ein großer Teil der Plätze einen Fenster- oder Gangplatz. Viele Vielflieger mochten die 767 genau deshalb.
Für die Triebwerke ließ Boeing den Airlines die Wahl zwischen Pratt & Whitney PW4000, General Electric CF6 und Rolls-Royce RB211. Das erklärt, warum zwei 767-300ER unterschiedlicher Airlines im Detail verschieden aussehen können. Das Cockpit ist für zwei Piloten ausgelegt und eng mit dem der Schmalrumpf-Schwester Boeing 757-200 verwandt; beide Typen entstanden parallel und teilen sich eine gemeinsame Musterberechtigung.
Ein Detail, das für Spotter wichtig ist: Ab 2008 rüsteten viele Airlines ihre -300ER mit Blended Winglets von Aviation Partners nach. Die rund 3,35 Meter hohen Flügelspitzen sparen nach Herstellerangaben einige Prozent Treibstoff und verändern die Silhouette deutlich. Ab Werk hatte die 767 keine Winglets – deshalb siehst du beide Varianten nebeneinander.
Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Für die 767-300ER brauchst du vier Beobachtungen. Drei davon funktionieren schon auf größere Entfernung.
Rumpf einschätzen
Ein Zweistrahler mit großem Triebwerk, aber auffallend schlankem Rumpf – das ist der erste Hinweis. Neben einer A330 oder 777 wirkt die 767 fast zierlich.
Flügelspitzen ansehen
Hohe, weich nach oben gezogene Winglets sprechen stark für eine 767-300ER mit Nachrüstung. Ohne Winglets endet der Flügel einfach gerade – auch das kommt vor.
Heck prüfen
Das Rumpfende läuft kegelförmig spitz aus. Die 777 dagegen endet in einer flachen, klingenartigen Kante.
Länge abschätzen
Rund 55 Meter: deutlich länger als die gedrungene 767-200, aber kürzer als die gestreckte 767-400ER. Am Ende bestätigt das Kennzeichen die Variante.
Wichtig: Eine normale 767-300 sieht von außen praktisch gleich aus wie die -300ER. Beide tragen den Code B763. Ob die Maschine die ER-Version ist, klärst du über das Kennzeichen in einer Flottendatenbank – wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Die Winglets sind dein schnellstes Signal – aber kein endgültiges. Auch die 757 trägt oft dieselbe Winglet-Bauart. Schau deshalb immer auf den Rumpf: Die 757 hat nur einen Gang und ist deutlich schlanker und länger im Verhältnis zur Höhe.
767-200, -300ER oder -400ER?
Alle 767-Versionen teilen Cockpit-Bauform, Rumpfquerschnitt und das Vierrad-Hauptfahrwerk. Unterschiede zeigen sich in Länge und Flügelspitzen.
| Merkmal | 767-200ER | 767-300ER | 767-400ER |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | B762 | B763 | B764 |
| Länge | ca. 48,5 m | 54,94 m | ca. 61,4 m |
| Flügelspitzen | ohne Winglets oder nachgerüstete Winglets | ohne oder mit Blended Winglets | schräg nach hinten gezogene Raked Wingtips |
| Wirkung im Bild | gedrungen, kurz | ausgewogen | sehr lang gestreckt |
| Heute in Europa | kaum noch | selten, vor allem Gäste aus Übersee | selten, vor allem US-Airlines |
Die 767-400ER erkennst du am sichersten an den Flügelspitzen: Statt eines hochgezogenen Winglets läuft der Flügel schräg nach hinten aus. Dazu sitzen vor und hinter dem Flügel sichtbar mehr Fenster. Die 767-200 ist im europäischen Passagierverkehr praktisch verschwunden; wenn du sie siehst, dann meist als Frachter oder im Sonderdienst.
767, A330 oder Boeing 787?
Die häufigsten Verwechslungen passieren mit anderen Langstrecken-Twins. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: Großraum-Twin mit vier Rädern pro Fahrwerksbein
Boeing 767
Schlanker Rumpf, spitzes Heck und hohe Blended Winglets sind das typische 767-Bild. Schätz jetzt die Länge: ausgewogen heißt meist 767-300ER, sehr lang mit schrägen Flügelspitzen heißt 767-400ER.
Airbus A330
Ein breiter Rumpf mit kleinem, kantigem Winglet deutet auf die A330. Die A330-300 ist zudem fast neun Meter länger als die 767-300ER.
Boeing 787 Dreamliner
Gezackte Triebwerkshinterkanten und stark gebogene Flügel ohne Winglet sind typisch für die 787. Sie ist der direkte Nachfolger der 767 in vielen Flotten.
Im Detail: Die A330-300 und die A330-200 haben einen spürbar breiteren Rumpf mit meist acht Sitzen pro Reihe in der Economy. Die Boeing 787-9 ist der Typ, der die 767-300ER bei Austrian Airlines, United und vielen anderen ersetzt – ihre Flügel biegen sich im Flug sichtbar nach oben, und die Triebwerke tragen Chevrons. Wer das Grundprinzip bei Airbus und Boeing verinnerlichen will, findet im Guide Airbus und Boeing unterscheiden die wichtigsten Faustregeln.
Die 767-300ER im deutschsprachigen Raum
Condor: 33 Jahre Ferienflieger-Ikone
Für viele deutsche Spotter ist die 767-300ER untrennbar mit Condor verbunden. Die ersten Maschinen kamen im Sommer 1991, zeitweise flog die Airline rund zwanzig Exemplare – zu Zielen in der Karibik, in Nordamerika, Afrika und Asien. Bunte Sonderlackierungen machten die Condor-767 zu beliebten Motiven. Im März 2024 landete der letzte reguläre Passagierflug mit dem Typ in Frankfurt. Im Juni 2024 verabschiedete sich die D-ABUK dann mit einem tiefen Überflug in Düsseldorf, bevor sie an ihren Leasinggeber zurückging. Nachfolger bei Condor ist der Airbus A330-900.
Austrian Airlines: die letzten Einsätze ab Wien
Bei Austrian Airlines bildete die 767-300ER lange das Rückgrat der Langstrecke ab Wien. Seit 2024 übernimmt die Boeing 787-9 schrittweise ihre Aufgaben. Zuletzt waren nur noch drei Maschinen übrig, und die Airline hatte den Abschied der letzten 767 für Ende 2025 bzw. die erste Jahreshälfte 2026 angekündigt. Ob überhaupt noch eine österreichische 767 fliegt, klärst du deshalb unbedingt vorab im aktuellen Flugplan. Der Spotterhügel am Flughafen Wien ist dafür der klassische Standpunkt.
Gäste aus Nordamerika
Die größten Betreiber von Passagier-767 sind heute Delta Air Lines und United Airlines. Beide nutzen die -300ER weiterhin auf Atlantikstrecken, wollen den Typ aber bis etwa 2030 ausmustern. In Frankfurt, München oder Zürich können nordamerikanische 767 je nach Flugplanperiode auftauchen. Welche Verbindung gerade mit B763 geflogen wird, wechselt allerdings häufig.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Wien | gering | Austrian wollte die 767 bis 2026 ausmustern – nur nach Flugplan-Check |
| Frankfurt | niedrig bis mittel | Gelegentliche Transatlantik-Einsätze nordamerikanischer Airlines |
| Zürich | niedrig bis mittel | Einsätze nordamerikanischer Airlines je nach Flugplan |
| Leipzig/Halle, Köln/Bonn | hoch (als Frachter) | 767-Frachter in den Netzen großer Express- und Cargo-Airlines |
| Kleinere Regionalflughäfen | niedrig | Höchstens Charter, Überführungen oder Sonderflüge |
Flotten und Einsätze ändern sich schnell
Gerade bei auslaufenden Typen wie der 767-300ER kann eine Strecke von einer Woche auf die nächste umgestellt werden. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf vor deiner Tour Ankünfte und Abflüge nach dem Code B763.
Wie du solche Flüge live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Zweites Leben als Frachter
Während die Passagier-767 verschwinden, bleibt der Typ als Frachtflugzeug sehr präsent. Boeing baute mit der 767-300F eine eigene Frachtversion, die ab 1995 bei UPS in Dienst ging. Dazu kommen zahlreiche umgebaute ehemalige Passagier-767-300ER, deren Fenster verschlossen und die mit einem großen Frachttor auf der linken Rumpfseite vorn versehen wurden.
Erkennbar sind die Frachter an der fensterlosen Kabine – bei Umbauten bleiben die verschlossenen Fensterreihen oft noch als Kontur sichtbar – und am großen Tor vor dem Flügel. Gute Chancen auf 767-Frachter hast du an Cargo-Drehkreuzen: an der Besucherterrasse Leipzig/Halle und an der Besucherterrasse Köln/Bonn. Mehr zum Thema steht im Beitrag Frachtflugzeuge erkennen.
Auch das Militär nutzt die 767-Plattform: Der Tanker KC-46 der US Air Force basiert auf dem Frachtmodell 767-2C, das die Flügel der -300-Serie trägt. Die zivile Fertigung der 767 läuft nach aktuellem Stand 2027 aus.
Nie wieder eine 767 verpassen
Leg in Planetrack Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen oder Airlines an und lass dich benachrichtigen, wenn eine B763 anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting-Planung: so erwischst du die letzten 767
Langstreckenflüge aus Nordamerika erreichen Europa meist morgens, die Rückflüge starten oft um die Mittagszeit oder am frühen Nachmittag. Das gibt dir ein recht berechenbares Zeitfenster. Wann genau eine B763 kommt, verrät dir der aktuelle Flugplan; welche Piste sie nutzt, hängt von der Betriebsrichtung ab. Wie du die vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
In Frankfurt ist die Aussichtsplattform Zeppelinheim ein guter Startpunkt, in Zürich die Zuschauerterrasse B. Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Bereit für deine 767-Session?
- Ich habe eine Ankunft oder einen Abflug mit B763 im aktuellen Flugplan gefunden.
- Ich habe per Kennzeichen geprüft, ob es eine Passagier-767 oder ein Frachter ist.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zu meiner Ankunftszeit am Spot steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Fototipps speziell für die 767
Die 767 ist ein eleganter Jet mit klaren Linien. Ein paar Punkte helfen dir, das Typische ins Bild zu bekommen.
Seitenprofil für den Rumpf
Der schlanke Rumpf kommt im reinen Profil am besten zur Geltung. So sieht man auch, wie lang die -300ER im Vergleich zur -200 ist.
Winglets von schräg vorn
Die hohen Blended Winglets wirken am stärksten in der Dreiviertelansicht im Anflug. Nimm die Flügel vollständig in den Ausschnitt.
Licht im Rücken
Gerade bei weißen US-Lackierungen frisst Gegenlicht schnell die Details. Mit der Sonne im Rücken bleiben Rumpf und Titel sauber gezeichnet.
Dokumentieren statt warten
Bei auslaufenden Typen zählt jede Sichtung. Lieber heute ein solides Belegfoto als nächstes Jahr gar keins mehr.
Wann das Licht an deinem Spot passt, kannst du vorab berechnen – der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot zeigt, wie. Welche Ausrüstung du brauchst, steht in der Planespotting-Ausrüstung-Checkliste. Wenn du allgemein sicherer bei der Typbestimmung werden willst, hilft Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die 767-300ER, wenn …
- ein Großraum-Twin auffallend schlank wirkt
- hohe, weich geschwungene Winglets an den Flügelspitzen sitzen
- das Heck kegelförmig spitz ausläuft
- im Tracking-Dienst B763 als Typ steht und die Maschine Fenster hat
Sieh genauer hin, wenn …
- die Maschine keine Winglets hat – dann kann es auch eine ältere oder kürzere 767 sein
- keine Fenster zu sehen sind – dann ist es ein Frachter, auch wenn B763 angezeigt wird
- der Rumpf sehr lang wirkt – dann könnte es eine 767-400ER sein
Es ist keine 767-300ER, wenn …
Fazit
Die 767-300ER ist ein Stück Luftfahrtgeschichte, das du noch live sehen kannst – aber nicht mehr lange. Schlanker Rumpf, spitzes Heck und die oft nachgerüsteten Blended Winglets liefern den Typ, die Länge grenzt die Variante ein, und das Kennzeichen bestätigt, ob es eine ER ist. Nach dem Abschied bei Condor und dem Auslaufen bei Austrian Airlines sind Gäste aus Nordamerika und Frachter an den Cargo-Drehkreuzen deine besten Chancen.
Kurzfazit
Schlanker Großraumrumpf, 2-3-2-Kabine, spitzes Heck, häufig hohe Winglets: Das ist die 767-300ER. Wer sie noch erwischen will, filtert nach B763, prüft das Kennzeichen und plant Transatlantik-Ankünfte etwa in Frankfurt oder Zürich ein.
Zusammenfassung
- Die 767-300ER flog erstmals im Dezember 1986 und ging 1988 bei American Airlines in Dienst.
- Über Jahrzehnte prägte sie den Atlantikverkehr und deutsche Ferienflüge, unter anderem bei Condor von 1991 bis 2024.
- Schlanker Rumpf, spitzes Heck, Vierrad-Fahrwerk und die oft nachgerüsteten Winglets trennen sie von A330, 787 und den 767-Schwestern.
- Passagiermaschinen werden seltener, umgebaute 767-Frachter siehst du an Cargo-Drehkreuzen dagegen noch häufig.
Häufige Fragen
Wofür steht „ER“ bei der 767-300ER?
„ER“ steht für Extended Range, also erweiterte Reichweite. Gegenüber der normalen 767-300 hat die ER-Version ein höheres Startgewicht und mehr Treibstoff an Bord, was sie für Langstrecken wie den Nordatlantik tauglich macht.
Welchen ICAO-Typcode hat die 767-300ER?
Sie läuft unter B763. Den Code teilt sie sich mit der normalen 767-300 und den Frachtversionen. Die kürzere 767-200 hat B762, die längere 767-400ER B764. Willst du wissen, ob genau eine ER vor dir steht, schlag das Kennzeichen in einer Flottendatenbank nach.
Wie unterscheide ich die 767-300ER von der 767-200 und 767-400ER?
Über die Länge und die Flügelspitzen. Die 767-200 ist rund sechs Meter kürzer und wirkt gedrungen. Die 767-400ER ist deutlich länger und hat schräg nach hinten gezogene Flügelspitzen (Raked Wingtips) statt hochgezogener Winglets. Die -300ER liegt dazwischen und trägt bei vielen Airlines nachgerüstete Blended Winglets.
Wie unterscheide ich die 767 vom Airbus A330?
Die A330 ist größer und hat einen spürbar breiteren Rumpf mit meist acht Sitzen pro Reihe. Ihre Winglets sind kleine, scharfkantige Aufsätze. Die 767 wirkt schmaler und schlanker, endet hinten in einem spitzen Kegel und trägt, wenn überhaupt, hohe, weich geschwungene Blended Winglets.
Welche Triebwerke hat die 767-300ER?
Boeing bot drei Hersteller an: Pratt & Whitney PW4000, General Electric CF6 und Rolls-Royce RB211. Welches Muster eine Maschine hat, hängt von der bestellenden Airline ab. Von außen unterscheidet man sie vor allem an Form und Länge der Triebwerksverkleidung – für den Anfang reicht aber der Blick in die Datenbank.
Wo sehe ich in Deutschland, Österreich oder der Schweiz noch eine 767-300ER?
Am ehesten bei nordamerikanischen Airlines wie United oder Delta auf Transatlantikstrecken und – solange sie noch fliegt – bei Austrian Airlines in Wien. Dazu kommen 767-Frachter an Cargo-Drehkreuzen wie Leipzig/Halle und Köln/Bonn. Welche Strecken gerade mit dem Typ geflogen werden, prüfst du am besten aktuell im Flugplan.
Wird die 767 noch gebaut?
Passagierversionen baut Boeing schon lange nicht mehr. Die Linie in Everett lief zuletzt für Frachter und den Militärtanker KC-46, der auf der 767 basiert. Die zivile Fertigung läuft nach aktuellem Stand 2027 aus.
Boeing 767-300ER sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Lang, schlank, hochbeinig und mit Triebwerken, die fast zu groß wirken: Die 757-200 ist ein Schmalrumpf mit Langstrecken-Genen. Produziert wird sie seit 2004 nicht mehr, Spotter freuen sich deshalb über jede Begegnung.
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Die 777-200ER ist die Langstrecken-777 der ersten Generation: kürzer als die 300ER, ohne schräge Flügelspitzen und mit drei möglichen Triebwerken. So erkennst du sie sicher – auch in Wien.
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Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
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Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
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Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
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Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Wien-Schwechat
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FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
FlughafenFlughafen Zürich
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Wo du die Boeing 767-300ER siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Spotterhügel Flughafen Wien
Seit die Besucherterrasse auf Terminal 3 geschlossen ist, führt in Wien kaum ein Weg am Spotterhügel vorbei: ein vom Flughafen aufgeschütteter Erdhügel östlich der Piste 16/34, kostenlos, rund um die Uhr erreichbar und morgens mit der Sonne im Rücken.
SpotterhügelAussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
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