Das Wichtigste in Kürze
- Peach Aviation ist eine japanische Low-Cost-Airline mit Sitz am Flughafen Osaka-Kansai und gehört vollständig zur ANA-Gruppe.
- Codes: IATA MM, ICAO APJ, Rufzeichen „AIR PEACH“.
- Die Flotte besteht nur aus Airbus: A320ceo mit 180 Sitzen, A320neo mit 188 Sitzen und A321LR mit 218 Sitzen.
- Vanilla Air ist in Peach aufgegangen: Die Schwester-Billigairline der ANA-Gruppe flog bis Oktober 2019, danach übernahm Peach ihre Strecken.
- Das Kennzeichen verrät den Typ: JA8xxP steht für A320ceo, JA2xxP für A320neo, JA9xxP für A321.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Peach Aviation im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Vanilla Air: die Fusion von 2019
- 4.Die Flotte: reine A320-Familie
- 5.A320ceo, A320neo oder A321LR? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Peach erkennst
- 7.Das Netz: von Kansai in ganz Ostasien
- 8.Osaka-Kansai: Heimat im Terminal 2
- 9.Peach in Tokio spotten
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | MM |
|---|---|
| ICAO-Code | APJ |
| Rufzeichen | AIR PEACH |
| Drehkreuze | KIX, NRT, OKA |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline mit Inlands- und Regionalverkehr in Ostasien |
| Sitz | Flughafen Osaka-Kansai, Präfektur Osaka, Japan |
| Gegründet | Februar 2011 als A&F Aviation, erster Flug am 1. März 2012 (Osaka-Kansai–Sapporo-New Chitose) |
| Konzern | ANA Holdings, seit Dezember 2024 alleiniger Eigentümer |
| Wichtigste Basen | Osaka-Kansai (KIX), Tokio-Narita (NRT), Okinawa-Naha (OKA), dazu Sendai |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand 2026) | rund 40 Flugzeuge der Airbus-A320-Familie: A320ceo, A320neo und A321LR |
| Bestellung | 10 Airbus A321neo und 3 Airbus A321XLR |
| Markenzeichen | Pink-violette Lackierung mit Schriftzug „Peach“ |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Peach Aviation?
- Leitwerk und hinterer Rumpf in Pink und Violett, vorderer Rumpf weiß
- Schriftzug „Peach“ am Rumpf
- Ausschließlich Airbus A320-Familie: A320ceo, A320neo und A321LR
- Japanisches Kennzeichen mit Endbuchstabe P: JA8xxP (A320ceo), JA2xxP (A320neo), JA9xxP (A321)
- Auf dem Tracker als APJ, im Funk als „AIR PEACH“
- In Kansai fast immer am Terminal 2 ohne Fluggastbrücken – Einstieg über Treppen
Wenn in Osaka-Kansai ein pinkes Flugzeug vom Terminal 2 rollt, ist die Sache klar: Das ist Peach. Kaum eine Airline in Asien hat so ein eindeutiges Farbbild – und kaum eine ist für Spotter so dankbar, weil die Kennzeichen sogar den Flugzeugtyp verraten. Diese Seite zeigt dir, wie Peach entstanden ist, welche Flotte sie fliegt und woran du die einzelnen Generationen der A320-Familie auseinanderhältst.
Jede Peach-Maschine im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und setzt die JA-Kennzeichen, die dir noch fehlen, auf deine Wunschliste im Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Peach Aviation im Überblick
Peach Aviation ist eine japanische Low-Cost-Airline mit Sitz am Flughafen Osaka-Kansai. Gegründet wurde sie im Februar 2011 unter dem Namen A&F Aviation, wenige Monate später kam der heutige Name. Hinter dem Projekt standen All Nippon Airways und Finanzinvestoren. Der erste Flug startete am 1. März 2012 von Kansai nach Sapporo-New Chitose.
Damit gehörte Peach zur ersten Welle japanischer Billigflieger. Fast zeitgleich entstanden Jetstar Japan mit Beteiligung von Japan Airlines und Qantas sowie eine Low-Cost-Tochter von AirAsia und ANA. Peach setzte von Anfang an auf Osaka statt Tokio – eine bewusste Entscheidung, denn in Kansai war Platz, und die Region um Osaka, Kyoto und Kobe ist groß genug für ein eigenes Netz.
ANA hielt von Beginn an den größten Anteil und baute ihn Schritt für Schritt aus. Im Dezember 2024 übernahm ANA auch die letzten Anteile der Mitgründer. Seitdem ist Peach eine hundertprozentige Tochter der ANA Holdings – und deren einzige Low-Cost-Marke auf der Kurz- und Mittelstrecke.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code MM: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafel, Bordkarte und in Flugplänen.
- ICAO-Code APJ: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen AIR PEACH: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Der ICAO-Code APJ enthält kein „Peach“-Kürzel und wirkt deshalb auf den ersten Blick unpassend. Lass dich davon nicht verwirren – APJ ist Peach.
Tracker richtig lesen
Auf dem Flugradar steht bei Peach meist APJ plus Nummer statt der MM-Flugnummer. Wie du ADS-B-Daten, Rufzeichen und Typcodes sauber zuordnest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Vanilla Air: die Fusion von 2019
Lange hatte die ANA-Gruppe nicht eine, sondern zwei Billigairlines. Neben Peach in Osaka gab es Vanilla Air mit Basis in Tokio-Narita. Vanilla Air ging aus dem gemeinsamen Projekt von ANA und AirAsia hervor, flog ebenfalls Airbus A320 und trug eine helle, gelblich-weiße Lackierung.
Im März 2018 kündigte ANA an, beide Marken zusammenzulegen. Die Integration lief schrittweise: Strecken wurden übertragen, Flugzeuge umgemeldet, und am 26. Oktober 2019 flog Vanilla Air zum letzten Mal. Seitdem ist Peach die einzige Kurzstrecken-Billigmarke der Gruppe und hat mit Narita ein zweites großes Standbein bekommen.
Für Spotter ist das ein interessantes Detail: Einige frühere Vanilla-Air-Maschinen kamen zu Peach und behielten zunächst ihre alten Kennzeichen nach dem Muster JAxxVA. Wer heute ein solches Kennzeichen in Pink sieht, hat ein Stück Firmengeschichte vor der Linse. Laut japanischen Flottenlisten sind 2026 nur noch wenige davon aktiv, etwa JA10VA und JA12VA. Prüf vor einer gezielten Suche den aktuellen Stand.
Farbe prüfen
Pink und Violett am Leitwerk – damit ist Peach praktisch sicher.
Kennzeichen lesen
JA8xxP, JA2xxP oder JA9xxP verraten dir die Generation, JAxxVA eine Herkunft von Vanilla Air.
Tracker abgleichen
Der Typcode im Tracker bestätigt, ob ein A320, A320neo oder A321 fliegt.
Sauber notieren
Halte Kennzeichen und Typ getrennt von der MM-Flugnummer fest. So bleibt deine Sammlung eindeutig.
Die Flotte: reine A320-Familie
Peach fliegt ausschließlich Flugzeuge von Airbus. Insgesamt sind es rund 40 Maschinen (Stand 2026). Genaue Zahlen pro Typ ändern sich mit jeder Auslieferung und Ausflottung, die folgende Übersicht zeigt die Größenordnung:
| Typ | Anzahl (ca., Stand 2026) | Sitze | Kennzeichen-Schema | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A320ceo | gut ein Dutzend | 180 | JA8xxP | Erste Generation, wird nach und nach durch den A320neo ersetzt |
| Airbus A320neo | gut zwei Dutzend | 188 | JA2xxP | Größter Teil der Flotte, deutlich größere Triebwerke |
| Airbus A321LR | 3 | 218 | JA9xxP | Seltenster Typ, vor allem auf längeren Auslandsstrecken |
| Airbus A321neo | 10 bestellt | – | – | Soll laut Planung erst in den 2030er-Jahren kommen |
| Airbus A321XLR | 3 bestellt | – | – | Laut japanischen Quellen erste XLR-Bestellung einer japanischen Airline, Auslieferung nicht vor den 2030er-Jahren |
Der A320ceo war das Flugzeug der ersten Stunde. Die allerersten Maschinen sind inzwischen ausgeflottet, die heute aktiven ceo tragen Kennzeichen ab JA818P aufwärts, dazu zwei frühere Vanilla-Air-Flugzeuge. Inzwischen stellt der A320neo den größten Teil der Flotte. Mit 188 Sitzen bietet er acht Plätze mehr als der ceo.
Der seltenste Peach-Typ ist der A321LR, die Langstrecken-Version des A321neo. Die erste Maschine kam Ende 2021 und flog anfangs auf den stark gebuchten Inlandsstrecken. Ab der zweiten Jahreshälfte 2022 setzte Peach den A321 zunehmend auf längeren Auslandsstrecken ein, etwa nach Bangkok und Singapur. Mit nur drei Exemplaren ist ein Peach-A321 an jedem Flughafen eine kleine Besonderheit.
Nur noch der A321LR fehlt?
Setz Typen oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A320ceo, A320neo oder A321LR? So unterscheidest du sie
Bei Peach hast du einen großen Vorteil: Das Kennzeichen sagt dir schon fast alles. Trotzdem lohnt sich der Blick aufs Flugzeug selbst – zum Beispiel, wenn das Kennzeichen im Anflug nicht lesbar ist.
Das spricht für die neo-Generation
- Große Triebwerke mit dicker, runder Gondel
- Kennzeichen JA2xxP (A320neo) oder JA9xxP (A321LR)
- Auf Trackern als A20N bzw. A21N geführt
Das spricht für den A320ceo
- Schlankere, kleinere Triebwerksgondeln
- Kennzeichen JA8xxP
- Auf Trackern als A320 geführt
Den A321LR erkennst du am längeren Rumpf: Vor und hinter dem Flügel sitzt jeweils ein zusätzliches Rumpfsegment, und die Türanordnung unterscheidet sich vom A320. Wie du die Längenvarianten der Familie generell auseinanderhältst, zeigt der Guide A318, A319, A320 und A321 unterscheiden. Für die Triebwerksfrage hilft dir A320neo oder ceo? mit Detailbildern weiter.
Woran du Peach erkennst
Die Lackierung ist das stärkste Merkmal: Leitwerk und hinterer Rumpf in Pink und Violett, der vordere Rumpf weiß, dazu der Schriftzug „Peach“ am Rumpf. Die Farbe ist ein kräftiges Fuchsia, das in der Sonne fast leuchtet.
Am 1. April 2026 hat Peach ein überarbeitetes Markenbild vorgestellt, mit neuem Logo, neuer Beschilderung an den Flughäfen und neuer Website. Laut japanischen Berichten zeigt sich das neue Design auf den Flugzeugen erst nach und nach, erste neu lackierte Maschinen werden für das Frühjahr 2027 erwartet. Für dich heißt das: In den nächsten Jahren fliegen alte und neue Optik nebeneinander – ein dankbares Sammelthema.
Dazu kommen Sonderlackierungen. Peach hat mehrfach Flugzeuge mit Anime- und Figurenmotiven beklebt, etwa 2017 mit Motiven aus dem Spiel „Kantai Collection“ auf JA816P und 2023 mit einer „Pretty Cure“-Gestaltung auf JA827P. Solche Maschinen sind in der japanischen Spotter-Szene sehr gefragt. Mehr zu diesem Genre findest du im Artikel zu Film-, Comic- und Figuren-Liveries und in der Anleitung, wie du Special Liveries findest.
Achtung Verwechslung
Sonderlackierungen verändern das Bild der Maschine oft komplett. Achte deshalb auf das JA-Kennzeichen am hinteren Rumpf – es steht bei Peach immer gut sichtbar und endet auf P.
Das Netz: von Kansai in ganz Ostasien
Peach fliegt gut 20 Flughäfen an (Stand 2025). Der Schwerpunkt liegt in Japan: Von Kansai geht es unter anderem nach Sapporo, Sendai, Tokio-Narita, Fukuoka, Nagasaki, Kagoshima, Okinawa-Naha und Ishigaki. Dazu kommen Querverbindungen ab Narita, Nagoya-Chubu und Fukuoka, oft mit Ziel Okinawa oder Hokkaido.
International bleibt Peach in Ostasien und Südostasien. Ziele sind unter anderem Taipeh und Kaohsiung in Taiwan, Südkorea mit Seoul-Incheon und Gimpo, Shanghai, Hongkong, Bangkok und Singapur. Die längsten Strecken nach Bangkok und Singapur fliegt bevorzugt der A321LR. Einige internationale Flüge nach Taipeh, Seoul und Shanghai starten auch am Flughafen Tokio-Haneda. Europa oder Nordamerika stehen nicht im Netz – wer Langstrecke will, landet in der ANA-Gruppe bei ANA selbst oder bei Air Japan. Auch ZIPAIR, die Langstrecken-Billigtochter von JAL, spielt in einer anderen Liga.
Das Netz ändert sich mit jedem Flugplanwechsel. Strecken kommen saisonal hinzu oder fallen weg, etwa in Hokkaido. Prüf deshalb vor dem Spotten den aktuellen Flugplan des Flughafens.
Osaka-Kansai: Heimat im Terminal 2
Der Flughafen Kansai liegt auf einer künstlichen Insel in der Bucht von Osaka. Peach ist dort die prägende Airline am Terminal 2, das 2012 als besonders günstiges Low-Cost-Terminal eröffnet wurde. Außer Peach nutzen es unter anderem Spring Airlines und Jeju Air. Es gibt keine Fluggastbrücken: Passagiere gehen zu Fuß über das Vorfeld und steigen über Treppen ein. Ein kostenloser Shuttlebus verbindet das Terminal mit dem Hauptterminal.
Für Spotter bedeutet das: Peach-Maschinen stehen in Kansai gesammelt an einem Ort, und auf dem offenen Vorfeld wirken die pinken A320 besonders schön. Die Abfertigung ist kurz – das gehört zum Geschäftsmodell der Billigflieger.
Gute Chancen auf Peach, wenn …
- du in Osaka-Kansai, Tokio-Narita oder Okinawa-Naha spottest
- du morgens früh am Spot bist, wenn die über Nacht stationierten Maschinen starten
- Ferienzeit in Japan ist und Okinawa oder Hokkaido gefragt sind
Prüf es vorher, wenn …
- du an einem Regionalflughafen spottest, der nur saisonal angeflogen wird
- du gezielt den A321LR suchst – drei Exemplare sind schnell woanders
Eher kein Peach-Tag, wenn …
- du am Stadtflughafen Osaka-Itami auf Peach wartest – Peach fliegt dort nicht, das Kernnetz läuft über Kansai und Narita. Auch in Tokio-Haneda gibt es nur wenige internationale Peach-Flüge
Peach in Tokio spotten
In Tokio fliegt Peach ab Narita, wo früher auch Vanilla Air zu Hause war. Narita ist das Revier der Billigflieger: Neben Peach siehst du dort Jetstar Japan, ZIPAIR und viele ausländische Low-Cost-Airlines. Mehr zum Flughafen findest du auf der Seite zum Flughafen Tokio-Narita.
Ein beliebter Spot ist der Hügel Sakura no Yama nahe der Hauptpiste. Je nach Betriebsrichtung kommen die Anflüge direkt über dich hinweg. Lies vor dem Ausflug die Windrichtung – wie das geht, zeigt der Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen. Für das richtige Licht auf der pinken Lackierung hilft dir die Sonnenstand-Planung am Fotospot.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere in Japan nur von öffentlich zugänglichen Bereichen wie Aussichtsdecks und Parks aus. Zäune und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Was grundsätzlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- APJ für einen fremden Code halten – APJ ist der ICAO-Code von Peach, auch wenn er nicht nach „Peach“ klingt.
- Peach für ein Star-Alliance-Mitglied halten – ANA ist Mitglied, Peach als Billigtochter nicht.
- Jeden pinken A320 als A320neo notieren – ein Teil der Flotte sind ältere A320ceo. Das Kennzeichen JA8xxP oder JA2xxP klärt es.
- Den A321LR als A320 abhaken – der längere Rumpf ist im Anflug leicht zu übersehen. Achte auf die Türen und das JA9xxP-Kennzeichen.
- Vanilla-Air-Kennzeichen für Fehler halten – JAxxVA in Peach-Farben ist ein Erbe der Fusion von 2019.
- Peach und Jetstar Japan verwechseln – Jetstar Japan fliegt ebenfalls A320-Familie, trägt aber Silber-Orange mit Stern statt Pink.
Wenn dich das japanische Kennzeichensystem genauer interessiert, findest du die Grundlagen im Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Peach im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen, den A321LR oder neue Sonderlackierungen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Peach ist die Billigmarke der ANA-Gruppe und eine der auffälligsten Airlines Asiens. Hinter der pinken Lackierung stecken drei Generationen der A320-Familie, ein eigenes Low-Cost-Terminal in Kansai und das Erbe von Vanilla Air. Wer das Kennzeichen-Schema kennt, sortiert jede Sichtung in Sekunden – und mit dem neuen Markenbild kommt in den nächsten Jahren eine zweite Lackierung zum Sammeln dazu.
Kurzfazit
Peach Aviation (IATA MM, ICAO APJ) ist eine japanische Low-Cost-Airline aus Osaka-Kansai mit reiner Airbus-A320-Familie. Die Farbe zeigt dir Peach, das Kennzeichen – JA8xxP, JA2xxP oder JA9xxP – zeigt dir den Typ.
Zusammenfassung
- Peach erkennst du schon von Weitem an der pink-violetten Lackierung – in Japan gibt es keine zweite Airline mit diesem Farbschema.
- Spannend wird es bei der Generation: Kennzeichen und Triebwerke zeigen dir, ob du einen A320ceo, einen A320neo oder einen der wenigen A321LR vor dir hast.
- Das Drehkreuz ist Osaka-Kansai mit dem eigenen Low-Cost-Terminal 2; dazu kommen Basen in Tokio-Narita, Naha und Sendai.
- Peach ist eine Marke im Wandel: 2026 hat die Airline ein neues Markenbild vorgestellt, das sich nach und nach auch auf den Flugzeugen zeigt.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Peach Aviation?
Der IATA-Code von Peach ist MM, der ICAO-Code APJ. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „AIR PEACH“. Auf der Anzeigetafel siehst du also MM-Flugnummern, auf Flugtrackern meist APJ.
Gehört Peach zu ANA?
Ja. Peach wurde 2011 als Gemeinschaftsunternehmen von ANA und Investoren gegründet. ANA baute seinen Anteil schrittweise aus und übernahm im Dezember 2024 auch die letzten Anteile. Seitdem gehört Peach vollständig zur ANA-Gruppe, fliegt aber als eigenständige Low-Cost-Marke.
Ist Peach Mitglied der Star Alliance?
Nein. Obwohl ANA zur Star Alliance gehört, ist Peach selbst kein Mitglied. Das ist bei Low-Cost-Töchtern großer Airlines üblich. Eine Codeshare-Kooperation mit ANA auf einigen Inlandsflügen gab es 2021 und 2022, sie wurde aber wieder beendet.
Welche Flugzeuge fliegt Peach?
Ausschließlich Flugzeuge der Airbus-A320-Familie, insgesamt rund 40 Maschinen (Stand 2026): A320ceo mit 180 Sitzen, A320neo mit 188 Sitzen und eine kleine Zahl A321LR mit 218 Sitzen. Bestellt sind außerdem zehn A321neo und drei A321XLR, die erst in einigen Jahren kommen.
Was ist aus Vanilla Air geworden?
Vanilla Air war die zweite Low-Cost-Airline der ANA-Gruppe mit Basis in Tokio-Narita. 2018 wurde die Fusion mit Peach angekündigt, am 26. Oktober 2019 flog Vanilla Air zum letzten Mal. Strecken und ein Teil der Flugzeuge gingen an Peach.
Wo hat Peach ihr Drehkreuz?
Das wichtigste Drehkreuz ist der Flughafen Osaka-Kansai. Dort nutzt Peach das Terminal 2, ein günstig gebautes Low-Cost-Terminal ohne Fluggastbrücken. Weitere Basen liegen in Tokio-Narita, Okinawa-Naha und Sendai.
Fliegt Peach nach Europa?
Nein. Peach fliegt innerhalb Japans und auf Kurz- und Mittelstrecken in Ostasien und Südostasien, etwa nach Taiwan, Südkorea, Hongkong, Shanghai, Bangkok und Singapur. In Europa wirst du Peach nur sehen, wenn ein neues Flugzeug ab Werk überführt wird.
Wie unterscheide ich A320ceo und A320neo bei Peach?
Am einfachsten über das Kennzeichen: A320ceo tragen JA8xxP, A320neo JA2xxP. Optisch hat die neo deutlich größere Triebwerke mit dickerer Gondel. Auf die Flügelspitzen verlässt du dich besser nicht, denn bei den ceo-Maschinen ist die Ausstattung mit Sharklets uneinheitlich.
Peach Aviation im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
Weitere Airlines
All Nippon Airways
Japans große Netzwerk-Airline aus Tokio: Star-Alliance-Mitglied seit 1999, Erstkunde der Boeing 787, drei A380 im Schildkröten-Look für Hawaii und eine Flotte, in der fast alles von Boeing stammt.
Low-CostJetstar Japan
Japans Low-Cost-Airline mit dem orangefarbenen Stern: gegründet von Qantas, JAL und Mitsubishi, Basis in Narita, Flotte aus A320 und A321LR – und mitten im Eigentümerwechsel.
Low-CostZIPAIR Tokyo
Die Langstrecken-Low-Cost-Tochter von Japan Airlines fliegt ab Tokio-Narita mit Boeing 787-8 nach Asien und Nordamerika. Viele ihrer Dreamliner kennst du noch aus der JAL-Flotte.
NetzwerkJapan Airlines
Japans traditionsreicher Flag Carrier mit dem roten Kranich am Leitwerk: Drehkreuze Haneda und Narita, Mitglied von oneworld und eine Langstreckenflotte im Umbruch von der 777 zu A350-1000 und Boeing 787.
Low-CostSkymark Airlines
Japans unabhängige Nummer drei hinter JAL und ANA: Boeing-737-Flotte, Basen in Tokio-Haneda und Kobe, eine A380-Bestellung, die 2015 in die Insolvenz führte, und der Neustart samt Börsengang 2022.
Low-CostHK Express
Die Low-Cost-Airline aus Hongkong: seit 2019 Teil der Cathay Group, reine Airbus-A320-Familie mit vielen A320neo und A321neo und ein Netz, das sich auf Japan, Korea, Taiwan und Südostasien konzentriert.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
ANA Holdings
ANA Holdings ist die Dachgesellschaft hinter All Nippon Airways, der Low-Cost-Airline Peach, den Zubringern von ANA Wings und seit 2025 auch Nippon Cargo Airlines. Wer in Haneda, Narita oder Frankfurt einen blau-weißen Jet mit JA-Kennzeichen sieht, hat es fast immer mit diesem Konzern zu tun.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Tokio-Narita
Kein großer Flughafen der Welt hat eine so umkämpfte Vorgeschichte wie Narita: Jahrzehnte des Widerstands, eine gestürmte Kontrollzentrale, eine zu kurze zweite Bahn. Heute ist NRT Japans wichtigstes Tor für Langstrecke, Fracht und Low-Cost – und mit seinen Spotterhügeln ein Ziel, das auf jede Asien-Liste gehört.
Wo du Peach Aviation vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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