Boeing 777-9 (777X)

Klappbare Flügelspitzen, das größte Triebwerk der Welt und der längste Passagierjet überhaupt: Die 777-9 ist Boeings neuer Langstrecken-Riese. So erkennst du sie – und so stehen Zulassung und Erstauslieferung.

Auch bekannt als: 777X · 777-9X · B779 · Triple Seven X

USABoeingGroßraumflugzeugeICAO-Typcode: B77911 Min. Lesezeit

B779

ICAO-Typcode

76,7 m

Länge

71,8 m

Spannweite im Flug

2027

erwartete Erstauslieferung

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 777-9 ist der Nachfolger der 777-300ER und mit 76,7 Metern der längste Passagierjet, den Boeing je gebaut hat.
  • Unverwechselbar: Die Flügelspitzen klappen am Boden hoch, damit der Jet trotz 71,8 Metern Spannweite an normale Gates passt.
  • Noch nicht im Liniendienst: Stand Oktober 2026 ist die Zulassung offen, die Erstauslieferung an Lufthansa wird für 2027 erwartet.
  • ICAO-Code B779: Damit filterst du Test- und Überführungsflüge gezielt in Tracking-Diensten.
  • Seltenheitswert: Bis zum Linienstart siehst du den Typ in Europa fast nur auf Airshows oder bei seltenen Demo- und Testflügen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Boeing 777-9?
  2. 2.Der Klappflügel: das Merkmal, das alles entscheidet
  3. 3.GE9X: das größte Triebwerk eines Verkehrsflugzeugs
  4. 4.Die lange Geschichte der Verzögerungen
  5. 5.777-9, 777-300ER oder A350-1000?
  6. 6.Wer bekommt die 777-9?
  7. 7.Wo du die 777-9 antriffst
  8. 8.Fototipps speziell für die 777-9
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerBoeing
FamilieBoeing 777X (777-9, 777-8, 777-8F)
ICAO-TypcodeB779
ProgrammstartNovember 2013 (Dubai Airshow), Erstkunde Lufthansa
Erstflug25. Januar 2020, Paine Field (Everett)
Zulassungnoch ausstehend (Stand: Oktober 2026)
Erste Auslieferungerwartet 2027 an Lufthansa
Triebwerke2 × GE Aerospace GE9X (einzige Option)
Länge76,7 m
Spannweite71,8 m im Flug, 64,8 m mit hochgeklappten Spitzen
Höhe19,5 m
Max. Abfluggewichtrund 351,5 t
Sitzplätzerund 375 bis 450 in zwei Klassen (Herstellerangabe)
WirbelschleppenkategorieHeavy (H)
EndmontageBoeing-Werk Everett, Washington

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Klappbare Flügelspitzen: Am Boden stehen die äußeren rund 3,5 Meter jedes Flügels steil nach oben – ein Merkmal, das kein anderer Verkehrsjet hat
  • Sehr langer, schlanker Rumpf – noch länger als die 777-300ER und sogar länger als die 747-8
  • Zwei riesige, kreisrunde Gondeln der GE9X-Triebwerke – immer von GE Aerospace, nie von einem anderen Hersteller
  • Sehr lange, dünne Tragflächen aus Kohlefaser mit großer Streckung, die sich im Flug deutlich nach oben biegen
  • Hauptfahrwerk mit je sechs Rädern pro Bein wie bei der übrigen 777-Familie
  • Größere Kabinenfenster als bei der klassischen 777

Ein Großraumjet rollt zum Gate, und an beiden Flügelenden stehen plötzlich Spitzen senkrecht nach oben: Diesen Anblick bietet dir weltweit nur ein einziger Verkehrsjet – die Boeing 777-9, besser bekannt unter dem Programmnamen 777X. Hier erfährst du, woran du sie erkennst, wie sie sich von der 777-300ER unterscheidet, warum sie Jahre hinter dem Zeitplan liegt und wie du als Spotter eine der ersten Sichtungen erwischst.

Was ist die Boeing 777-9?

Die 777-9 ist die größte Version der 777X-Familie, Boeings dritter Generation des Langstrecken-Twins. Das Programm startete offiziell im November 2013 auf der Dubai Airshow mit Bestellungen und Absichtserklärungen über 259 Flugzeuge. Lufthansa hatte sich bereits im September 2013 für den Typ entschieden und gehört damit zu den Startkunden. Zur Familie gehören außerdem die kürzere 777-8 und der Frachter 777-8F, dessen erste Auslieferungen laut aktuellem Stand für 2028 erwartet werden.

Technisch baut die 777-9 auf dem Rumpf der 777-300ER auf, ist aber in fast allen anderen Bereichen neu: Der Rumpf wurde gestreckt, der Flügel komplett neu aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff konstruiert, und unter den Tragflächen hängen die neu entwickelten GE9X-Triebwerke von GE Aerospace. Aus dem Dreamliner-Programm hat Boeing einige Kabinenelemente übernommen: größere Fenster, eine höhere Luftfeuchtigkeit und einen niedrigeren Kabinendruck, der einer Höhe von rund 6.000 Fuß entspricht. Durch dünnere Seitenwände wurde die Kabine innen um etwa zehn Zentimeter breiter.

Den Erstflug absolvierte die erste Testmaschine mit dem Kennzeichen N779XW am 25. Januar 2020. Sie startete von Paine Field in Everett und landete nach knapp vier Stunden auf dem Boeing Field in Seattle. Die Endmontage findet im Boeing-Werk Everett statt, wo auch die Kohlefaserflügel in einem eigenen Composite-Werk entstehen.

B779ICAO-Typcode für Flugpläne und Tracking
76,7 mRumpflänge – länger als 747-8 und A380
3,5 mklappbares Flügelende auf jeder Seite

Der Klappflügel: das Merkmal, das alles entscheidet

Das spektakulärste Detail der 777-9 sitzt ganz außen am Flügel. Im Flug spannt die Maschine 71,8 Meter – deutlich mehr als jede 777 vor ihr. So viel Spannweite verträgt aber kaum ein Flughafen, denn Gates, Rollwege und Abstellflächen sind für bestimmte Maximalmaße ausgelegt. Boeings Lösung: Die äußeren rund 3,5 Meter jedes Flügels lassen sich nach dem Landen hochklappen. Damit sinkt die Spannweite am Boden auf 64,8 Meter – praktisch das Maß der 777-300ER. Die 777-9 passt so an dieselben Gates wie ihr Vorgänger.

Für die Behörden war das Neuland. Weil die bestehenden Bauvorschriften keine klappbaren Flügelspitzen an Verkehrsflugzeugen kannten, veröffentlichte die FAA 2018 eigens zehn Sonderbedingungen. Sie regeln unter anderem, wie sicher die Spitzen verriegelt sein müssen, wie sie sich bei Seitenwind verhalten und wie die Crew gewarnt wird, falls etwas nicht stimmt.

Für dich als Spotter heißt das: Rollt eine 777-9 zum Gate oder zur Piste, ist sie praktisch nicht zu verwechseln. Kurz vor dem Start klappen die Spitzen herunter, nach der Landung wieder hoch. Genau dieser Moment ist eines der begehrtesten Motive des Typs – vom Rollweg aus siehst du die Spitzen oft schräg oder senkrecht aufragen.

Praxis-Tipp: auf die Rollphase warten

Im Endanflug sind die Spitzen ausgeklappt und unauffällig. Wenn du die Wahl hast, such dir einen Standort mit Blick auf Rollwege – dort bekommst du das typische Bild mit den hochgestellten Flügelenden.

GE9X: das größte Triebwerk eines Verkehrsflugzeugs

Wie schon bei der 777-300ER gibt es auch bei der 777-9 keine Triebwerkswahl. Jede Maschine fliegt mit zwei GE9X, dem größten Turbofan, den GE Aerospace je gebaut hat. Der Fan misst rund 3,4 Meter im Durchmesser – fast so viel wie die Rumpfbreite eines Kurzstreckenjets wie der Boeing 737-800. Im November 2017 erreichte ein GE9X auf dem Prüfstand in Peebles (Ohio) rund 134.300 Pfund Schub und stellte damit einen Rekord auf.

Das Triebwerk war allerdings auch eine der Ursachen für die Verzögerungen: 2019 verschob ein Problem im Verdichter den Erstflug ins Jahr 2020, Ende 2022 pausierte Boeing die Tests erneut wegen eines Triebwerksthemas. Anfang 2026 entdeckte GE ein Haltbarkeitsproblem an einer Dichtung, die inzwischen neu konstruiert wurde. GE geht davon aus, dass das den angestrebten Linienstart 2027 nicht gefährdet.

Optisch erkennst du das GE9X an seinen enorm dicken, glatten Gondeln. Gegenüber dem GE90 der 777-300ER wirken sie noch etwas wuchtiger, wobei der Unterschied mit bloßem Auge schwer zu fassen ist. Verlass dich bei der Bestimmung lieber auf Flügel und Rumpflänge.

Die lange Geschichte der Verzögerungen

Ursprünglich war die erste Auslieferung an Lufthansa schon für 2020 vorgesehen. Daraus wurde nichts – und die Liste der Gründe ist lang:

Jahr Ereignis
2019 GE9X-Verdichterproblem, Erstflug rutscht auf 2020; der Rumpf für den Bruchtest reißt im September beim Lastversuch
2020 Erstflug am 25. Januar in Everett
2021 Erstauslieferung auf Ende 2023 verschoben; Besuch der Testmaschine N779XW in Frankfurt im November
2022 Auslieferung auf 2025 verschoben, Testpause wegen Triebwerksproblem
2024 Testflotte ab August am Boden nach Rissen in einem Bauteil der Triebwerksaufhängung; Auslieferung auf 2026 verschoben
2025 Flugtests laufen ab Januar wieder, Erstauslieferung auf 2027 verschoben
2026 Im Mai fliegt erstmals eine 777-9 mit kompletter Lufthansa-Kabine; Zulassung bis Oktober noch nicht abgeschlossen

Stand Oktober 2026 hat die Testflotte nach Branchenberichten mehrere tausend Flugstunden absolviert, die Zertifizierung ist aber noch nicht abgeschlossen. Wichtige Schritte wie die ETOPS-Nachweise für Langstrecken über Wasser stehen noch aus. Boeing und Lufthansa sprechen weiterhin von einer Erstauslieferung im Jahr 2027 – angesichts der Vorgeschichte verstehst du solche Termine aber besser als Zielmarke, nicht als feste Zusage.

Die erste B779 nicht verpassen

Mit Planetrack setzt du die 777-9 auf deine Wunschliste und bekommst per Sichtungs-Alarm Bescheid, wenn ein Typ oder ein Kennzeichen an deinem Flughafen anfliegt. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

777-9, 777-300ER oder A350-1000?

Am häufigsten wirst du die 777-9 mit ihrer Vorgängerin verwechseln. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede, dazu kommt die Airbus A350-1000 als direkter Konkurrent mit ebenfalls sechs Rädern pro Fahrwerksbein.

Merkmal 777-300ER 777-9 A350-1000
ICAO-Typcode B77W B779 A35K
Flügelspitzen schräg gezogen (Raked Wingtips), fest lang, schlank, am Boden hochgeklappt nach oben geschwungen
Triebwerke GE90-115B GE9X Rolls-Royce Trent XWB
Länge 73,9 m 76,7 m rund 74 m
Cockpit klassische Boeing-Fenster klassische Boeing-Fenster schwarze „Maske“
Status sehr verbreitet Testphase, Linienstart erwartet 2027 im Liniendienst

Im Flug ist die Unterscheidung zwischen 777-300ER und 777-9 am schwierigsten, weil die Spitzen dann ausgeklappt sind. Achte auf die Form des Flügels: Die 777-9 hat einen sichtbar längeren, schlankeren Flügel, der sich unter Last stark nach oben biegt. Die Flügelenden laufen spitz aus, ohne die markant schräg abgeschnittenen Raked Wingtips der 777-300ER. Dazu wirkt der Rumpf noch einmal gestreckter. Die A350-1000 verrät sich durch ihre geschwungenen Flügelspitzen und die dunkle Cockpit-Umrandung. Mehr Grundlagen zur Abgrenzung der beiden Hersteller findest du im Guide Airbus und Boeing unterscheiden.

Schnellbestimmung: große 777 vor der Linse

Drei Fragen, eine Einschätzung. Der Typcode im Tracking bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Boeing 777-9

Hochgeklappte Spitzen oder ein auffallend langer, schlanker Flügel: Das ist die 777X. Notier dir unbedingt das Kennzeichen – frühe Sichtungen sind selten.

Wahrscheinlich

Boeing 777-300ER

Feste Raked Wingtips und GE90-Triebwerke sprechen für die bewährte 77W. Details findest du im Eintrag zur 777-300ER.

Wahrscheinlich

Airbus A350-1000

Geschwungene Flügelspitzen und die dunkle Cockpit-Maske gehören zur A350. Die -1000 hat wie die 777 sechs Räder pro Fahrwerksbein.

Zur Größeneinordnung: Mit 76,7 Metern ist die 777-9 länger als die Boeing 747-8 (rund 76,3 Meter) und die Airbus A380 (rund 72,7 Meter). Beide Vierstrahler sind wegen ihres Oberdecks und der vier Triebwerke aber leicht zu unterscheiden. Welche Flugzeuge in Länge, Spannweite und Gewicht ganz vorn liegen, zeigt der Überblick Die größten Flugzeuge der Welt.

Wer bekommt die 777-9?

Das 777X-Programm hat mehrere hundert Bestellungen gesammelt; Ende 2025 lagen sie bei über 600 Flugzeugen von rund einem Dutzend Kunden, wobei einzelne Airlines ihre Aufträge seitdem angepasst haben. Der mit Abstand größte Kunde ist Emirates, die ihre Bestellung zuletzt im November 2025 noch einmal aufgestockt hat. Weitere Kunden der 777-9 sind unter anderem Qatar Airways, Singapore Airlines, Cathay Pacific, British Airways, ANA, Air India und Korean Air.

Als Erstbetreiber gilt Lufthansa. Im Mai 2026 flog erstmals eine 777-9 mit vollständig eingebauter Lufthansa-Kabine. Laut Berichten aus dem Sommer 2026 rechnet die Airline mit der Übergabe im ersten Quartal 2027 und einem Liniendienst gegen Ende des Sommerflugplans 2027. Berichten zufolge wird Lufthansa die Maschinen voraussichtlich in Frankfurt stationieren. Lufthansa gehört zur Lufthansa Group und ist Gründungsmitglied der Star Alliance.

Termine und Stückzahlen ändern sich laufend

Bei kaum einem Flugzeugtyp wurden Zeitpläne so oft angepasst wie bei der 777X. Auch Bestellzahlen ändern sich durch Umbuchungen und Stornierungen. Alle Angaben auf dieser Seite geben den Stand Oktober 2026 wieder – prüfe vor einer Spotting-Tour immer die aktuelle Lage.

Wo du die 777-9 antriffst

Solange die 777-9 nicht im Liniendienst ist, brauchst du Geduld und ein wenig Glück. Realistisch sind derzeit drei Gelegenheiten:

Airshows

Boeing zeigt die 777-9 regelmäßig auf großen Luftfahrtmessen, etwa 2021 auf der Dubai Airshow. Infos zu den großen Messen findest du im Guide zu Airshows in Europa.

Demo- und Testflüge

Gelegentlich steuern Testmaschinen Kunden-Drehkreuze an – so wie im November 2021, als N779XW nach der Dubai Airshow und einem Stopp in Doha in Frankfurt landete.

Linienstart in Frankfurt

Sobald Lufthansa die ersten Maschinen übernimmt, wird der Flughafen Frankfurt zur ersten Adresse im deutschsprachigen Raum.

Für Frankfurt bietet sich die Aussichtsplattform Zeppelinheim an, die nah an der Anflugachse der Südbahn liegt. Wer international denkt: An der Myrtle Avenue in London-Heathrow hast du gute Chancen, sobald British Airways, Emirates oder Qatar Airways ihre 777-9 einsetzen – Heathrow wird von zahlreichen Kunden des Typs angeflogen. Am Besucherhügel München ist die 777-9 dagegen vorerst nicht planbar.

Test- und Überführungsflüge tauchen nicht im Flugplan auf. Hier hilft nur Tracking: Filter in deinem Flugverfolgungsdienst nach dem Typcode B779 und behalte die US-Kennzeichen der Testflotte im Auge – die erste Testmaschine etwa fliegt als N779XW. Wie das mit ADS-B-Daten funktioniert, erklärt der Beitrag zur Flugverfolgung mit ADS-B. Weitere Tipps für die Jagd nach Raritäten findest du unter Seltene Flugzeuge spotten.

Fototipps speziell für die 777-9

Ein knapp 77 Meter langes Flugzeug mit 72 Metern Spannweite ist eine Herausforderung für jede Brennweite. Diese Punkte helfen dir, das Beste aus einer seltenen Begegnung zu machen:

Weiter rauszoomen

Rechne mit deutlich mehr Platzbedarf als bei einer 777-300ER. Lieber etwas Luft lassen und später zuschneiden, damit die Flügelspitzen nicht angeschnitten sind.

Klappmoment festhalten

Die hochgestellten Spitzen sind das Motiv schlechthin. Eine Serie beim Rollen zeigt den Unterschied zwischen geklappter und ausgeklappter Position.

Flügelbiegung im Steigflug

Kurz nach dem Abheben biegt sich der Kohlefaserflügel sichtbar nach oben – von schräg unten fotografiert ein eindrucksvolles Bild.

Licht vorab planen

Wenn ein Testflug angekündigt ist, prüf rechtzeitig, wo die Sonne zur erwarteten Uhrzeit steht. Planetrack zeigt dir dazu Sonnenstand, Wetter und aktive Pisten am Flughafen.

Welche Objektive sich für große Jets eignen, erklärt der Guide zur Brennweite fürs Planespotting. Wie du Licht und Standort zusammenbringst, steht im Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot.

Frühe Sichtungen sauber dokumentieren

Bei einem Typ, der gerade erst in Dienst geht, ist jedes Kennzeichen ein Stück Luftfahrtgeschichte. Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot und hakst die 777-9 in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die 777-9, wenn …

  • die Flügelspitzen am Boden senkrecht nach oben stehen
  • der Flügel im Flug extrem lang und schlank wirkt
  • du sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein siehst
  • im Tracking der Typcode B779 erscheint

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Maschine nur im Flug zu sehen ist und die Flügelform unklar bleibt
  • der Rumpf lang wirkt, die Flügelspitzen aber schräg abgeschnitten sind – dann eher eine 777-300ER
  • du nur ein Boeing-Testkennzeichen siehst – nicht jede Testmaschine in Everett ist eine 777X

Es ist keine 777-9, wenn …

  • du vier Räder pro Fahrwerksbein zählst (A350-900, A330, 787)
  • die Flügelspitzen fest sind und auch am Gate unten bleiben
  • das Cockpit eine dunkle Maske hat (A350)
  • das Flugzeug vier Triebwerke hat (A380, 747)

Bist du sicher, dass es eine 777-9 war?

Hak ab, was du an deiner Sichtung beobachtet hast.

  • Ich habe zwei sehr große Triebwerke unter den Tragflächen gesehen.
  • Das Hauptfahrwerk hatte sechs Räder pro Bein.
  • Die Flügelspitzen waren am Boden hochgeklappt oder der Flügel wirkte im Flug außergewöhnlich lang.
  • Der Rumpf wirkte noch länger als bei einer 777-300ER.
  • Im Tracking stand der Typcode B779.

Fazit

Die Boeing 777-9 ist das spannendste neue Langstreckenflugzeug der kommenden Jahre – und für Spotter derzeit eine echte Rarität. Klappbare Flügelspitzen, ein langer Kohlefaserflügel und der längste Rumpf aller Passagierjets machen sie unverwechselbar, sobald du sie am Boden siehst. Bis Lufthansa die ersten Maschinen in Frankfurt einsetzt, bleiben Airshows und Testflüge die besten Chancen. Mehr zur Familie findest du bei der 777-200ER, dem Frachter 777F und auf der Seite zum Hersteller Boeing.

Kurzfazit

Hochgeklappte Flügelspitzen am Boden, ein extrem langer Rumpf und der Typcode B779: Das ist die 777-9. Stand Oktober 2026 noch ohne Zulassung, dürfte sie ab 2027 vor allem in Frankfurt bei Lufthansa zu sehen sein – bis dahin lohnt sich ein wachsamer Blick ins Tracking.

Zusammenfassung

  • Die 777-9 verbindet den bewährten 777-Rumpf mit einem neuen Kohlefaserflügel, klappbaren Spitzen und den GE9X-Triebwerken – sie ist das erste Verkehrsflugzeug mit diesem Klappmechanismus.
  • Das Programm hat sich um mehrere Jahre verzögert: Triebwerksprobleme, ein geplatzter Bruchtest-Rumpf und gerissene Triebwerksaufhängungen kosteten Zeit.
  • Für Spotter im deutschsprachigen Raum ist Frankfurt die wichtigste Adresse, weil Lufthansa die 777-9 Berichten zufolge dort stationieren will.
  • Bis zum Liniendienst sind Testflüge und Airshow-Auftritte die besten Chancen – wer eine frühe Sichtung erwischt, hat ein echtes Sammlerstück im Logbuch.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen 777X und 777-9?

777X ist der Name des gesamten Programms. Dazu gehören die 777-9 als größte Passagierversion, die kürzere 777-8 und der Frachter 777-8F. Boeing hat das „X“ 2015 aus den Modellnamen gestrichen, im Programmnamen aber behalten.

Wie erkenne ich die Boeing 777-9 sicher?

Am eindeutigsten an den hochgeklappten Flügelspitzen, wenn die Maschine am Boden rollt oder steht. Im Flug helfen der extrem lange Rumpf, die sehr schlanken, stark nach oben gebogenen Flügel, das Sechsrad-Fahrwerk und die dicken GE9X-Gondeln. Im Tracking bestätigt der Typcode B779 die Bestimmung.

Warum klappen die Flügelspitzen?

Der neue Flügel ist im Flug 71,8 Meter breit – zu viel für viele Gates, Rollwege und Abstellpositionen. Mit hochgeklappten Spitzen schrumpft die Spannweite auf 64,8 Meter, also praktisch das Maß der 777-300ER. So kann die 777-9 dieselbe Flughafen-Infrastruktur nutzen.

Ist die 777-9 schon im Liniendienst?

Nein. Stand Oktober 2026 ist die Musterzulassung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA noch nicht abgeschlossen. Boeing und Lufthansa nennen 2027 als Zeitraum für die erste Auslieferung, die Termine haben sich in der Vergangenheit aber mehrfach verschoben.

Welche Airline fliegt die 777-9 zuerst?

Als Erstbetreiber gilt Lufthansa, die schon 2013 zu den Startkunden des Programms gehörte. Im Mai 2026 flog erstmals eine 777-9 mit kompletter Lufthansa-Kabine. Weitere große Kunden sind unter anderem Emirates, Qatar Airways, Singapore Airlines, Cathay Pacific, British Airways und ANA.

Ist die 777-9 größer als die A380?

Länger ja: Mit 76,7 Metern übertrifft sie die A380 (rund 72,7 Meter) und auch die 747-8 (rund 76,3 Meter). Die A380 bleibt mit zwei vollen Passagierdecks, vier Triebwerken und knapp 80 Metern Spannweite aber das deutlich größere und schwerere Flugzeug.

Wo kann ich die 777-9 in Deutschland sehen?

Nach dem Linienstart vor allem am Flughafen Frankfurt, wo Lufthansa den Typ Berichten zufolge stationieren will. Bis dahin sind Sichtungen selten: Eine Testmaschine war im November 2021 zu Besuch in Frankfurt, ansonsten zeigt Boeing den Jet vor allem auf großen Airshows.

Boeing 777-9 (777X) sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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TT

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