Boeing 777-8F (777-8 Freighter)

Klappflügel, GE9X-Triebwerke und 118 Tonnen Nutzlast: Die 777-8F ist Boeings neuer Großraumfrachter und übernimmt die Rolle der 747-8F. Hier liest du, was sie kann, wer sie bestellt hat und wann die ersten Maschinen kommen.

Auch bekannt als: 777-8 Freighter · 777X Freighter · 777-8F

USABoeingFrachtflugzeuge11 Min. Lesezeit

118 t

max. strukturelle Nutzlast

70,9 m

Länge

2022

Programmstart

2028/29

erste Auslieferung erwartet

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 777-8F ist die Frachtversion der 777X und nutzt Rumpf, Flügel und GE9X-Triebwerke der Passagier-777-8.
  • Nachfolgerin der Jumbo-Frachter: Nach dem Produktionsende der 747-8F Anfang 2023 ist sie Boeings größter neu gebauter Frachter.
  • 118 Tonnen strukturelle Nutzlast – laut Boeing fast so viel wie eine 747-400F, aber mit zwei statt vier Triebwerken.
  • Erstkunde ist Qatar Airways mit 34 Festbestellungen; dazu kommen unter anderem Lufthansa Cargo, Cargolux, ANA, China Airlines und Silk Way West.
  • Zeitplan: Produktionsstart im Juli 2025, erste Auslieferung zuletzt für 2028 genannt, laut Fachpresse eher 2029 (Stand Oktober 2026).
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Boeing 777-8F?
  2. 2.Warum Boeing einen neuen Frachter brauchte
  3. 3.Technik im Überblick
  4. 4.Wer hat die 777-8F bestellt?
  5. 5.Die 777-8F im Wettbewerb
  6. 6.So erkennst du die 777-8F
  7. 7.Spotting-Ausblick: wo du die 777-8F zuerst siehst
  8. 8.Fazit

Steckbrief

HerstellerBoeing
FamilieBoeing 777X (777-9, 777-8, 777-8F)
Programmstart31. Januar 2022 mit Qatar Airways als Erstkunde
ProduktionsbeginnJuli 2025 (erste Holmbohrung im Werk Everett)
Erste Auslieferungzuletzt von Boeing für 2028 genannt; Fachpresse berichtet seit Ende 2025 von 2029 (Stand: Oktober 2026)
Triebwerke2 × GE Aerospace GE9X
Länge70,9 m
Spannweite71,8 m im Flug, 64,8 m mit hochgeklappten Spitzen
Höhe19,5 m
Max. strukturelle Nutzlast118 t (Herstellerangabe)
Reichweite (Herstellerangabe)bei Programmstart 4.410 nm (rund 8.170 km); aktuelle Boeing-Angabe 5.000 nm (rund 9.260 km) mit 110 t Nutzlast
Max. Abfluggewichtrund 365 t
WirbelschleppenkategorieHeavy (H)
EndmontageBoeing-Werk Everett, Washington

Erkennungsmerkmale

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  • Klappbare Flügelspitzen: Am Boden stehen die äußeren Flügelenden senkrecht nach oben – das hat kein anderer Frachter
  • Keine Fensterreihe im Rumpf
  • Große Hauptdeck-Frachttür auf der linken Rumpfseite hinter dem Flügel
  • Zwei sehr große GE9X-Triebwerke mit glatten Gondeln ohne Sägezahn-Hinterkante
  • Langer, schlanker Kohlefaserflügel mit 71,8 Metern Spannweite – deutlich mehr als bei der 777F
  • Hauptfahrwerk mit je sechs Rädern pro Bein wie bei der gesamten 777-Familie

Aktualisiert: Oktober 2026 – Wenn in ein paar Jahren auf dem Vorfeld eines Frachtflughafens ein fensterloser Riese mit hochgeklappten Flügelspitzen steht, ist es eine Boeing 777-8F. Der Frachter der 777X-Familie übernimmt die Aufgabe, die jahrzehntelang die Boeing 747 im Frachtgeschäft hatte: viel Ladung über lange Strecken. Hier erfährst du, wie die 777-8F aufgebaut ist, warum Boeing sie gebaut hat, wer sie bestellt hat und wann du mit den ersten Sichtungen rechnen kannst.

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Was ist die Boeing 777-8F?

Die 777-8F ist eine von drei Varianten der 777X – neben der großen Passagierversion 777-9 und der kürzeren, reichweitenstarken 777-8. Technisch ist sie die Frachtversion der 777-8: gleicher Rumpf mit 70,9 Metern Länge, gleicher Kohlefaserflügel, gleiche GE9X-Triebwerke. Statt Kabinenfenstern und Sitzen bekommt sie einen verstärkten Frachtboden, eine große Hauptdeck-Frachttür und die Systeme, die ein Vollfrachter braucht.

Boeing beschreibt die 777-8F als den leistungsfähigsten zweistrahligen Frachter am Markt. Die maximale strukturelle Nutzlast liegt laut Hersteller bei 118 Tonnen – nahezu so viel wie bei einer 747-400F, die dafür vier Triebwerke braucht. Zur Reichweite gibt es zwei Herstellerzahlen: Beim Programmstart 2022 nannte Boeing 4.410 Seemeilen, also rund 8.170 Kilometer. Auf der aktuellen Boeing-Website stehen 5.000 Seemeilen (rund 9.260 Kilometer) mit 110 Tonnen Nutzlast. Wie genau die Werte im Linienbetrieb aussehen, zeigt sich erst mit den ersten Auslieferungen.

118 tmaximale strukturelle Nutzlast laut Boeing
70,9 mRumpflänge, identisch mit der Passagier-777-8
2028/29erwartete erste Auslieferung (Stand 10/2026)

Warum Boeing einen neuen Frachter brauchte

Die 777-8F ist keine Laune des Marketings, sondern die Antwort auf gleich mehrere Entwicklungen im Frachtmarkt.

Das Ende der 747. Über Jahrzehnte war die Jumbo-Familie das Rückgrat der Langstreckenfracht. Die Nase ließ sich hochklappen, das Hauptdeck nahm übergroße Teile auf, und mit vier Triebwerken waren auch schwere Ladungen über lange Strecken kein Problem. Doch die Nachfrage nach Vierstrahlern brach ein. Am 31. Januar 2023 übergab Boeing die letzte 747 überhaupt – eine 747-8F an Atlas Air. Damit fehlte Boeing ein neuer Frachter oberhalb der klassischen 777F.

Alternde 747-400F-Flotten. Viele große Frachtairlines fliegen noch 747-400F, die in den 1990er- und 2000er-Jahren gebaut wurden. Diese Maschinen verbrauchen deutlich mehr Treibstoff als moderne Zweistrahler und werden zunehmend wartungsintensiv. Boeing verspricht für die 777-8F je nach Vergleichsmuster rund 25 bis 30 Prozent weniger Treibstoffverbrauch und CO₂-Ausstoß.

Strengere Emissionsregeln. Die ICAO hat einen CO₂-Standard für Verkehrsflugzeuge eingeführt, der für Maschinen in laufender Produktion ab 2028 greift. Ältere Konstruktionen wie die 777F erfüllen ihn nicht ohne Weiteres, deshalb brauchte Boeing für die Zeit danach einen neuen Großraumfrachter.

Druck von Qatar Airways. Die Airline aus Doha hatte sich über Jahre öffentlich für einen 777X-basierten Frachter starkgemacht. Am Ende wurde Qatar Airways der Startkunde.

Gut zu wissen: Rumpflänge angeglichen

Ursprünglich war die Passagier-777-8 etwas kürzer als der Frachter. Inzwischen hat Boeing sie auf 70,9 Meter verlängert – genau die Länge der 777-8F. Seitdem teilen sich beide Varianten dieselbe Rumpfbasis, was Fertigung und Zulassung vereinfacht.

Technik im Überblick

Die wichtigsten Bausteine übernimmt die 777-8F direkt von der 777X:

  • Kohlefaserflügel mit 71,8 Metern Spannweite im Flug – mehr als bei jeder klassischen 777.
  • Klappbare Flügelspitzen: Am Boden klappen die äußeren Enden hoch, die Spannweite sinkt auf 64,8 Meter. Damit passt der Frachter auf Abstellpositionen, die bisher eine 777F oder 777-300ER nutzt – ein wichtiger Punkt an engen Cargo-Vorfeldern.
  • GE9X-Triebwerke von GE Aerospace, das größte Triebwerk im Verkehrsflugzeugbau und bei der 777X ohne Alternative.
  • Cockpit der 777X mit großen Displays, wie es auch die Passagierversionen erhalten.

Das höchstzulässige Abfluggewicht gibt Boeing mit rund 365 Tonnen (805.000 Pfund) an. Die Fracht wird wie bei allen Boeing-Großraumfrachtern über eine große Seitentür auf der linken Rumpfseite hinter dem Flügel geladen. Eine hochklappbare Nase wie bei der 747 gibt es nicht – das ist einer der wenigen Punkte, an denen die Jumbo-Frachter für Spezialladungen weiterhin einen Vorteil haben.

Merkmal 747-400F 777F 777-8F
Triebwerke 4 2 × GE90-110B 2 × GE9X
Länge 70,7 m 63,7 m 70,9 m
Spannweite im Flug 64,4 m 64,8 m 71,8 m
Klappflügel nein nein ja
Nasen-Ladetür ja nein nein
Status (10/2026) Produktion beendet, noch im Dienst im Dienst, in Produktion in Fertigung, Auslieferung 2028/29 erwartet

Januar 2022: Programmstart

Boeing startet die 777-8F offiziell. Qatar Airways bestellt 34 Maschinen fest und sichert sich Optionen auf 16 weitere – laut Boeing der wertmäßig größte Frachter-Auftrag der Firmengeschichte.

2022: weitere Kunden

Lufthansa Cargo wird im Mai erster europäischer Kunde, ANA bestätigt im Juli auf der Farnborough Airshow ihre Wahl, und Cargolux unterschreibt im Oktober in Luxemburg.

2024/2025: Verschiebungen

Die erste Auslieferung rutscht von 2027 auf 2028. Nachdem Boeing im Herbst 2025 die erste 777-9 auf 2027 verschoben hat, berichtet die Fachpresse von 2029 für den Frachter. Hintergrund ist die langwierige Zulassung der 777-9.

Juli 2025: Produktionsstart

Im Werk Everett bohrt eine Roboterzelle das erste Loch in einen Flügelholm – nach Boeing-Tradition der offizielle Beginn der Serienfertigung. 2026 folgen die nächsten Montageschritte am ersten Flugzeug.

Zeitpläne mit Vorsicht lesen

Die 777X hat mehr Terminverschiebungen hinter sich als fast jedes andere Boeing-Programm. Der Zeitplan der 777-8F hängt eng an der Zulassung der 777-9. Alle Termine auf dieser Seite geben den Stand Oktober 2026 wieder – prüf bei Meldungen über Erstflug oder Auslieferung immer Datum und Quelle.

Wer hat die 777-8F bestellt?

Bis Mitte 2025 hatte Boeing nach Berichten aus der Fachpresse 59 Festbestellungen für die 777-8F gesammelt. Die Kundenliste liest sich wie ein Who’s who der Langstreckenfracht – viele davon sind heute 747-Betreiber.

Qatar Airways ist Startkunde und mit Abstand größter Abnehmer: 34 feste Bestellungen plus 16 Optionen. Die Frachtsparte der Airline betreibt heute 777F und 747-8F und gehört zu den größten Frachtairlines der Welt. Die neuen Maschinen werden am Drehkreuz Doha Hamad zu Hause sein.

Lufthansa Cargo bestellte im Mai 2022 sieben 777-8F und wurde damit erster europäischer Kunde. Damals war die erste Auslieferung für 2027 geplant; nach den Programmverschiebungen kommen die Maschinen entsprechend später. Für Lufthansa Cargo ist die 777-8F der logische nächste Schritt nach der 777F-Flotte, die vom Flughafen Frankfurt aus fliegt.

Cargolux aus Luxemburg ist einer der traditionsreichsten 747-Frachtbetreiber Europas. Im Oktober 2022 bestellte die Airline zehn 777-8F mit Optionen auf sechs weitere, ausdrücklich als Ersatz für ihre 747-400F. Damit wird der Flughafen Luxemburg einer der ersten Orte in Europa mit regelmäßigem 777-8F-Verkehr.

All Nippon Airways wählte die 777-8F im Juli 2022 auf der Farnborough Airshow und wurde damit erster asiatischer Kunde. Die zwei Maschinen entstanden durch Umwandlung bestehender 777-9-Bestellungen.

China Airlines aus Taiwan bestellte vier 777-8F fest, Boeing bestätigte den Auftrag im Mai 2025. Dazu kommen Optionen auf vier weitere Frachter. Gleichzeitig orderte die Airline zehn 777-9 für den Passagierverkehr.

Silk Way West Airlines aus Aserbaidschan hat zwei 777-8F bestellt und gehört damit zu den kleineren Kunden des Programms.

Daneben war Ethiopian Airlines als Interessent im Gespräch – Absichtserklärungen sind aber noch keine Festbestellungen.

Und Cathay Pacific?

Cathay Pacific taucht in vielen Artikeln zur 777-8F auf. 2023 berichtete Reuters unter Berufung auf Branchenkreise, die Airline aus Hongkong stehe kurz vor einer Bestellung von rund sechs Maschinen als Ersatz für ihre 747-400F. Cathay selbst hat das nicht bestätigt; fest bestellt hat die Airline als neuen Großraumfrachter bislang den Airbus A350F. Eine offiziell bestätigte Festbestellung von Cathay Pacific für die 777-8F war bis Redaktionsschluss nicht öffentlich bekannt. Wenn du über Cathay und die 777-8F liest, prüf also, ob es um eine echte Order oder um Berichte geht.

Alarm für neue Frachter

Setz die 777-8F auf deine Wunschliste: Planetrack benachrichtigt dich per Sichtungs-Alarm, wenn ein gesuchter Typ, eine Airline oder ein bestimmtes Kennzeichen an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Die 777-8F im Wettbewerb

Der direkte Gegenspieler ist der Airbus A350F. Airbus hat ihn ebenfalls als modernen Ersatz für 747-400F und ältere 777F positioniert, und beide Hersteller zielen auf dieselben Kunden. Die 777-8F punktet mit der höheren Nutzlast und dem größeren Rumpf, die A350F mit einem leichteren Kohlefaserrumpf. Welcher Frachter sich am Markt besser schlägt, entscheidet sich erst nach den ersten Betriebsjahren.

Innerhalb der Boeing-Palette bleibt die 777F vorerst parallel im Programm. Sie ist eine bewährte, sofort verfügbare Lösung, während die 777-8F noch auf ihre Zulassung wartet. Darunter liegen die 767-300F und umgebaute Passagierjets wie die 777-300ERSF, die als günstige Alternative für weniger dichte Ladung dient. Einen Überblick über die verschiedenen Frachtertypen bekommst du im Guide Frachtflugzeuge erkennen.

So erkennst du die 777-8F

Noch fliegt keine 777-8F im Liniendienst. Damit du beim ersten Mal sofort weißt, was vor dir steht, lohnt sich ein Blick auf die Unterscheidungsmerkmale – denn in den kommenden Jahren teilen sich drei Klappflügel-Jets und mehrere ältere 777-Frachter dieselben Vorfelder.

Flügelspitzen prüfen

Stehen die Flügelspitzen am Boden senkrecht nach oben, ist es eine 777X. Kein anderer Frachter hat diese Mechanik. Feste, schräg nach hinten gezogene Spitzen deuten auf eine 777F oder eine umgebaute 777-300ERSF.

Fenster suchen

Fehlt die Fensterreihe und siehst du die große Frachttür hinter dem Flügel, ist es ein Frachter. Hat eine 777X eine durchgehende Fensterreihe, ist es eine 777-8 oder 777-9.

Ex-Passagierjet oder Neubau?

Umbaufrachter wie die 777-300ERSF tragen oft noch die zugeschraubten Fensteröffnungen als feine Ringe im Rumpf. Die 777-8F ist ein Neubau mit glatter Außenhaut.

Im Flug hilft der Blick auf den Flügel: 71,8 Meter Spannweite und die markant langen, schlanken Flügel mit den großen GE9X wirken deutlich gestreckter als bei der 777F. Ausführlich zu den Unterschieden innerhalb der Familie und gegenüber anderen Großraumjets liest du in Boeing 777 und 787 unterscheiden; den Vergleich mit den Jumbo-Varianten findest du unter Boeing 747-100 bis 747-8 erkennen.

Es spricht für die 777-8F, wenn …

  • die Flügelspitzen am Boden hochgeklappt sind
  • der Rumpf keine Fensterreihe hat
  • eine große Frachttür links hinter dem Flügel sitzt
  • die Maschine in den Farben von Qatar Airways Cargo, Lufthansa Cargo oder Cargolux unterwegs ist

Sieh genauer hin, wenn …

  • du nur den Flügel im Flug siehst – 777-8, 777-9 und 777-8F teilen ihn
  • eine Airline sowohl 777F als auch 777-8F betreibt
  • du feine Ringe statt Fenster im Rumpf erkennst – das spricht für einen Umbaufrachter

Es ist keine 777-8F, wenn …

  • die Flügelspitzen fest sind (777F, 777-300ERSF)
  • vier Triebwerke unter den Flügeln hängen (747F)
  • du vier Räder pro Hauptfahrwerksbein zählst (A350F, A330F)
  • eine durchgehende Fensterreihe zu sehen ist (777-8 oder 777-9)

Spotting-Ausblick: wo du die 777-8F zuerst siehst

Bis zur ersten Auslieferung bleibt die 777-8F ein Typ für die Wunschliste. Die Kundenliste verrät aber schon recht genau, wo du sie später regelmäßig zu sehen bekommst.

Everett

Jede 777X wird im Boeing-Werk Everett montiert, Testflüge starten von Paine Field. Von der Aussichtsterrasse am Future of Flight hast du Werk und Piste im Blick.

Frankfurt

Lufthansa Cargo betreibt ihre Frachter in Frankfurt. Von der Aussichtsplattform Zeppelinheim aus erwischst du die Cargo-Flotte gut. Mehr dazu im Frankfurt-Guide.

Luxemburg und Lüttich

Cargolux fliegt von Luxemburg aus, Qatar Airways Cargo bedient in Europa unter anderem den Frachtflughafen Lüttich – dort lohnt sich der Spotterplatz am Liege Airport.

Außerhalb Europas sind die großen Frachtdrehkreuze die besten Adressen: Doha als Heimat von Qatar Airways, Hongkong mit seinem dichten Frachtverkehr und Anchorage als klassischer Tankstopp zwischen Asien und Nordamerika. Tipps für die Spots dort findest du in den Guides zu Planespotting in Hongkong und Planespotting in Anchorage.

Frachtflüge laufen oft nachts oder außerhalb der Passagierwellen und stehen in keinem öffentlichen Flugplan. Für die ersten Sichtungen ist daher Tracking dein bestes Werkzeug. Wie das funktioniert, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B; Strategien für Raritäten findest du unter Seltene Flugzeuge spotten. Auch in Leipzig, wo viel Langstreckenfracht umgeschlagen wird, lohnt sich mittelfristig ein Blick – Infos dazu im Leipzig/Halle-Guide.

Bis dahin: die Frachter-Familie komplettieren

Die Wartezeit lässt sich gut nutzen: 747-400F, 747-8F, 777F und 777-300ERSF fliegen heute an vielen großen Flughäfen. Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot und siehst in deinem Hangar, welcher Frachter dir noch fehlt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Fazit

Die Boeing 777-8F ist Boeings Antwort auf das Ende der 747 und auf strengere Emissionsregeln. Sie verbindet die Klappflügel und GE9X-Triebwerke der 777X mit einem Frachtrumpf, der laut Boeing bis zu 118 Tonnen trägt – fast so viel wie eine 747-400F. Mit Qatar Airways als Startkunde, dazu Lufthansa Cargo, Cargolux, ANA, China Airlines und Silk Way West, hat sie eine solide Kundenbasis; bei Cathay Pacific ist eine Bestellung dagegen bisher nur Gegenstand von Berichten. Die Serienfertigung läuft seit Juli 2025, die erste Auslieferung wird für 2028 oder 2029 erwartet. Mehr zur Familie findest du bei der 777-8, der 777-9 und dem Vorgänger 777F, außerdem auf der Seite zum Hersteller Boeing.

Kurzfazit

Klappflügel, keine Fenster, große Frachttür: So erkennst du die 777-8F. Stand Oktober 2026 ist sie noch nicht ausgeliefert – wer zu den Ersten mit einer Sichtung gehören will, behält Everett, Doha, Frankfurt und Luxemburg im Blick.

Zusammenfassung

  • Boeing startete die 777-8F im Januar 2022, nachdem Qatar Airways sich jahrelang für einen 777X-Frachter starkgemacht hatte.
  • Sie ersetzt bei vielen Kunden die 747-400F und ergänzt oder beerbt langfristig die klassische 777F.
  • Die erste Auslieferung war zunächst für 2027 vorgesehen, später nannte Boeing 2028; seit der erneuten 777-9-Verschiebung Ende 2025 berichtet die Fachpresse von 2029.
  • Hauptkonkurrent ist der Airbus A350F, der ebenfalls in den kommenden Jahren in Dienst geht.

Häufige Fragen

Was ist die Boeing 777-8F?

Die 777-8F ist der Frachter der 777X-Familie. Sie basiert auf dem Rumpf der Passagierversion 777-8, hat keine Kabinenfenster, eine große Hauptdeck-Frachttür und übernimmt Klappflügel und GE9X-Triebwerke der 777X. Boeing nennt eine maximale strukturelle Nutzlast von 118 Tonnen.

Ist die 777-8F die Nachfolgerin der 747-8F?

In der Praxis ja. Die letzte 747, eine 747-8F für Atlas Air, wurde am 31. Januar 2023 ausgeliefert. Seitdem baut Boeing keine vierstrahligen Frachter mehr. Die 777-8F ist der größte neue Boeing-Frachter und zielt ausdrücklich auf Betreiber, die bisher 747-400F fliegen. Ganz an die Kapazität der 747-8F kommt sie allerdings nicht heran.

Wann wird die erste 777-8F ausgeliefert?

Ursprünglich war 2027 vorgesehen, später nannte Boeing 2028. Seit Boeing Ende 2025 die erste 777-9-Auslieferung auf 2027 verschoben hat, berichtet die Fachpresse von einem Start der 777-8F eher 2029 (Stand Oktober 2026). Die Serienfertigung begann im Juli 2025 im Werk Everett.

Welche Airlines haben die 777-8F bestellt?

Erstkunde ist Qatar Airways mit 34 festen Bestellungen und Optionen auf 16 weitere. Außerdem haben unter anderem Lufthansa Cargo (7), Cargolux (10 plus 6 Optionen), ANA (2), China Airlines (4 plus 4 Optionen) und Silk Way West (2) bestellt. Cathay Pacific wurde wiederholt als Interessent genannt; eine bestätigte Festbestellung war bis Redaktionsschluss nicht öffentlich.

Hat die 777-8F auch Klappflügel?

Ja. Der Flügel ist derselbe wie bei 777-8 und 777-9: im Flug 71,8 Meter Spannweite, am Boden mit hochgeklappten Spitzen 64,8 Meter. Damit passt die Maschine auf Abstellpositionen, die für eine klassische 777 ausgelegt sind.

Was ist der Unterschied zwischen 777F und 777-8F?

Die 777F basiert auf der 777-200LR, fliegt seit 2009 und hat feste Flügelspitzen sowie GE90-Triebwerke. Die 777-8F ist länger, hat den neuen Kohlefaserflügel mit Klappspitzen, GE9X-Triebwerke und nach Herstellerangaben rund 15 Prozent mehr maximale strukturelle Nutzlast (118 statt rund 102 Tonnen).

Wer ist der Konkurrent der 777-8F?

Der direkte Konkurrent ist der Airbus A350F. Beide sind zweistrahlige Großraumfrachter der neuen Generation und richten sich an dieselben Kunden, die ihre 747-400F und älteren 777F ersetzen wollen.

Boeing 777-8F (777-8 Freighter) sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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