Boeing 787-8 Dreamliner

Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.

Auch bekannt als: 787 Dreamliner · Dreamliner · 7E7 · B787-8

USABoeingGroßraumflugzeugeICAO-Typcode: B78811 Min. Lesezeit

B788

ICAO-Typcode

2009

Erstflug

56,7 m

Länge

60,1 m

Spannweite

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 787-8 ist das Ursprungsmodell und der kürzeste Dreamliner: zweistrahlig, Großraum, rund 57 m lang.
  • Schnellster Erkennungsweg: Vier-Fenster-Cockpit plus gezackte Triebwerkshinterkanten heißt 787.
  • Von 787-9 und 787-10 trennst du sie über die Proportionen: Bei gleicher Spannweite ist die -8 rund sechs bzw. knapp zwölf Meter kürzer.
  • Zwei Triebwerksoptionen: GEnx-1B oder Trent 1000 – von außen nur schwer zu unterscheiden.
  • In Flugplänen und Tracking-Apps erscheint der Typ als B788.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Boeing 787-8?
  2. 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  3. 3.787-8, 787-9 oder 787-10?
  4. 4.787, A350 oder A330neo?
  5. 5.Wer fliegt die 787-8?
  6. 6.Wo du die 787-8 im deutschsprachigen Raum antriffst
  7. 7.Spotting planen: Langstrecke mit Timing
  8. 8.Fototipps speziell für die 787-8
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerBoeing
Familie787 Dreamliner (787-8, 787-9, 787-10)
ICAO-TypcodeB788
Erstflug15. Dezember 2009 ab Paine Field, Everett
ErstauslieferungSeptember 2011 an All Nippon Airways (ANA)
Erster Linienflug26. Oktober 2011, ANA von Tokio-Narita nach Hongkong
Triebwerke2 × General Electric GEnx-1B oder Rolls-Royce Trent 1000
Länge56,7 m
Spannweite60,1 m
Höhe16,9 m
Sitzplätzelaut Boeing 200 bis 275 in zwei Klassen
Reichweite (Herstellerangabe)bis zu 14.820 km
Max. Startgewichtrund 228 t
Endmontageursprünglich Everett und North Charleston, seit 2021 nur North Charleston

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

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  • Glatte, rundliche Nase mit nur vier großen Cockpitfenstern – ältere Boeing-Jets haben sechs
  • Gezackte Hinterkanten (Chevrons) an beiden Triebwerksgondeln
  • Flügelspitzen ohne Winglet, die schräg nach hinten auslaufen (Raked Wingtips)
  • Flügel, die sich im Steigflug und im Reiseflug auffällig weit nach oben biegen
  • Hauptfahrwerk mit vier Rädern pro Bein
  • Für einen Großraumjet kurzer, gedrungen wirkender Rumpf – deutlich kompakter als 787-9 und 787-10

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Zweistrahler mit erstaunlich glatter Nase rollt heran, die Triebwerke enden in einem Zackenkranz, und beim Abheben biegen sich die Flügel weit nach oben: Das ist eine Boeing 787 Dreamliner. Wirkt der Rumpf dabei eher kurz und kompakt, stehen die Chancen gut, dass du die 787-8 vor dir hast – das Ursprungsmodell der Familie. Hier erfährst du, woran du sie sicher erkennst, wie du sie von 787-9, A350 und A330neo trennst und wo du sie im deutschsprachigen Raum am ehesten erwischst.

B788 im Blick behalten

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Was ist die Boeing 787-8?

Die 787-8 ist die erste und kürzeste Variante der 787-Familie, mit der Boeing ab Mitte der 2000er-Jahre einen sparsamen Langstreckenjet für mittelgroße Kabinen entwickelte und 2011 in den Liniendienst brachte. Die Idee dahinter: Statt großer Vierstrahler über wenige Drehkreuze können Airlines mit einem kleineren Zweistrahler auch Verbindungen nonstop bedienen, die sich vorher nicht gelohnt hätten. Laut Boeing hat die 787-Familie inzwischen mehr als 550 neue Nonstop-Strecken ermöglicht.

Boeing nennt für die 787-8 heute 200 bis 275 Sitze in zwei Klassen und eine Reichweite von bis zu 14.820 Kilometern. In älteren Datenblättern steht noch ein Wert um 13.500 Kilometer bei rund 248 Sitzen – wundere dich also nicht, wenn du je nach Quelle unterschiedliche Zahlen findest. Das maximale Startgewicht liegt bei knapp 228 Tonnen.

Technisch war die 787 ein großer Schritt: Rumpf und Flügel bestehen zu einem großen Teil aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, die Bordsysteme arbeiten stärker elektrisch statt mit Zapfluft aus den Triebwerken. Für Passagiere bedeutet das unter anderem größere Fenster, die sich per Knopfdruck abdunkeln lassen, statt klassischer Rollos.

Vom 7E7 zum Dreamliner

Das Projekt lief zunächst unter dem Arbeitsnamen 7E7. Den Namen Dreamliner wählte Boeing über einen öffentlichen Wettbewerb. Startkunde war All Nippon Airways (ANA), die 787-8 wurde aber mehrfach verspätet fertig. Der Erstflug fand schließlich am 15. Dezember 2009 ab Paine Field in Everett statt. Ende September 2011 übernahm ANA die erste Serienmaschine, und am 26. Oktober 2011 ging der erste Linienflug von Tokio-Narita nach Hongkong.

Einen Rückschlag gab es Anfang 2013: Nach mehreren Vorfällen mit überhitzten Lithium-Ionen-Batterien ordnete die US-Luftfahrtbehörde FAA im Januar ein Flugverbot für alle 787 an. Erst nach einer überarbeiteten Batterie-Konstruktion hob sie es im April 2013 wieder auf.

Gebaut wurde die 787 anfangs in Everett im US-Bundesstaat Washington und in North Charleston in South Carolina. Seit 2021 findet die Endmontage nur noch in North Charleston statt.

B788ICAO-Typcode in Flugplänen und Tracking-Diensten
56,7 mGesamtlänge – der kürzeste Dreamliner
2Triebwerksoptionen: GEnx-1B oder Trent 1000

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Eine 787 erkennst du mit etwas Übung auch aus größerer Entfernung. Diese drei Punkte führen dich sicher zum Dreamliner:

Cockpitfenster zählen

Die 787 hat nur vier große Cockpitfenster, zwei pro Seite. Die Nase wirkt dadurch auffallend glatt und rund. Ältere Boeing-Großraumjets wie die 767 oder 777 haben sechs Fenster.

Triebwerke von hinten ansehen

Die Hinterkanten der Triebwerksgondeln sind gezackt. Diese Chevrons dämpfen den Lärm und sind beim Rollen und im Anflug von der Seite gut zu sehen.

Flügelspitzen prüfen

Die Flügel enden ohne Winglet in einer schräg nach hinten gezogenen Spitze. Im Flug biegen sie sich stark nach oben – ein Bild, das du bei kaum einem anderen Jet so deutlich siehst.

Diese Kombination gibt es so nur bei der 787. Welche Variante es ist, verrät dir dann die Rumpflänge – oder am verlässlichsten das Kennzeichen, das du in jeder Flottendatenbank nachschlagen kannst. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen.

Praxis-Tipp für den ersten Blick

Achte beim Start auf die Flügel: Während die Maschine Fahrt aufnimmt, heben sich die Flügelspitzen sichtbar an. Spätestens im Steigflug zeigt die 787 ihre typische, nach oben geschwungene Silhouette.

787-8, 787-9 oder 787-10?

Alle drei Dreamliner teilen Cockpit, Flügel, Fahrwerksaufbau und Triebwerksoptionen. Auch die Spannweite ist identisch. Der Unterschied liegt fast nur in der Rumpflänge.

Merkmal 787-8 787-9 787-10
ICAO-Typcode B788 B789 B78X
Länge 56,7 m rund 63 m rund 68 m
Spannweite 60,1 m 60,1 m 60,1 m
Räder pro Hauptfahrwerksbein 4 4 4
Charakter im Bild kompakt, fast gedrungen ausgewogen sehr lang gestreckt

Bei der -8 ist die Spannweite größer als die Rumpflänge – das sieht man ihr an. Der Rumpf vor dem Flügel wirkt kurz, die Nase sitzt scheinbar dicht vor den Triebwerken. Die 787-9 ist rund sechs Meter länger und wirkt dadurch deutlich schlanker, die 787-10 noch einmal gut fünf Meter länger.

Wer beide Varianten ein paarmal nebeneinander gesehen hat, ordnet sie schnell nach Gefühl zu. Bis dahin hilft ein Blick in den Tracking-Dienst: Dort steht der Typcode direkt neben dem Flug. Welche Apps sich dafür eignen, vergleicht der Beitrag Flugradar-Apps im Vergleich.

787, A350 oder A330neo?

Moderne Langstrecken-Zweistrahler sehen sich auf den ersten Blick ähnlich. Der Finder hilft dir, anhand von drei Beobachtungen einzugrenzen.

Schnellbestimmung: Dreamliner oder Airbus?

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Boeing 787 Dreamliner

Vier Cockpitfenster, Chevrons und schräge Flügelspitzen sind das typische 787-Bild. Wirkt der Rumpf kurz und kompakt, ist es wahrscheinlich eine 787-8.

Wahrscheinlich

Airbus A350

Die dunkle Maske um die Cockpitfenster und die weich gebogenen Flügelspitzen sprechen für die A350. Zähl die Räder am Hauptfahrwerk, um -900 und -1000 zu trennen.

Wahrscheinlich

Airbus A330 oder A330neo

Die klassische Airbus-Nase deutet auf die A330-Familie. Große Sharklets und dicke Triebwerke sprechen für die neo, klassische Winglets für das ältere Modell.

Die A350-900 ist mit 66,8 Metern zehn Meter länger als die 787-8 und hat einen breiteren Rumpf. Die A330-900neo fliegt mit dem Trent 7000, einem Abkömmling des Trent 1000 aus der 787 – die Gondeln wirken ähnlich wuchtig, haben aber keine Zacken. Auch mit der Boeing 767-300ER wird die 787-8 manchmal verwechselt, weil beide ähnlich groß sind. Die 767 hat aber sechs Cockpitfenster, eine spitzere Nase und meist Triebwerke ohne Chevrons. Allgemeine Tricks für solche Fälle sammelt der Guide Airbus und Boeing unterscheiden.

Wer fliegt die 787-8?

Die 787-8 ist weltweit verbreitet, auch wenn viele Airlines inzwischen eher die größere -9 bestellen. Große Flotten haben unter anderem ANA, Japan Airlines, American Airlines, Qatar Airways, Air India und Ethiopian Airlines. In Europa zählen British Airways, Air Europa, LOT Polish Airlines und die Ferienflieger der TUI-Gruppe zu den Betreibern. Aus Nordamerika kommen United Airlines und Air Canada mit kleineren -8-Flotten hinzu. Die genauen Flottenzahlen ändern sich laufend; prüf sie im Zweifel in einer aktuellen Datenbank.

LOT war die erste europäische Airline mit dem Dreamliner. Ihre erste 787-8 mit dem Kennzeichen SP-LRA wurde im November 2012 nahe dem Boeing-Werk Everett übergeben und landete einen Tag später in Warschau. Am Flughafen Warschau-Chopin gehört der Typ seitdem zum Alltag.

Bei der TUI-Gruppe fliegen die 787-8 vor allem bei TUI Airways in Großbritannien, bei TUI fly Netherlands und mit einer einzelnen Maschine bei TUI fly Belgium. Laut einer Meldung von September 2026 will die niederländische TUI fly ab dem Sommerflugplan 2027 mit einer 787 zweimal pro Woche von Düsseldorf nach Curaçao fliegen. Ob dabei eine -8 zum Einsatz kommt, war zum Zeitpunkt der Meldung nicht angegeben.

Ein ernster Einschnitt war der 12. Juni 2025: Eine 787-8 der Air India stürzte kurz nach dem Abheben in Ahmedabad ab, nur ein Passagier überlebte, auch am Boden gab es Todesopfer. Es war der erste tödliche Unfall eines Dreamliners. Den Stand der Untersuchung veröffentlicht die indische Unfalluntersuchungsbehörde AAIB.

Wo du die 787-8 im deutschsprachigen Raum antriffst

Hier wird es für Spotter spannend: Lufthansa und Austrian Airlines setzen beim Dreamliner auf die längere 787-9, Swiss hat keine 787. Eine deutsche Airline mit eigener 787-8 gibt es derzeit nicht. Die -8 ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz also ein Gasttyp ausländischer Airlines – und damit ein lohnendes Ziel für deine Sammlung.

Ort Trefferchance Warum
Frankfurt mittel bis hoch Größtes deutsches Drehkreuz mit vielen ausländischen Langstrecken-Airlines
München mittel Langstreckenverkehr aus Nahost, Asien und Nordamerika
Düsseldorf niedrig bis mittel Einzelne Langstrecken, ab Sommer 2027 TUI-Dreamliner nach Curaçao angekündigt
Amsterdam-Schiphol hoch Heimat von TUI fly Netherlands und Ziel vieler Langstrecken-Airlines
London-Heathrow hoch Basis der 787-8 von British Airways

Am Flughafen Frankfurt landen täglich Langstreckenjets aus aller Welt, darunter immer wieder Dreamliner. Die Aussichtsplattform Zeppelinheim ist dort ein guter Startpunkt. In Düsseldorf bietet die Besucherterrasse einen bequemen Überblick, in München der Besucherhügel.

Wenn du gezielt viele 787-8 auf einmal sehen willst, lohnt ein Ausflug: Am Flughafen London-Heathrow ist die Myrtle Avenue ein Klassiker, in Amsterdam die Spotterplaats Polderbaan am Flughafen Schiphol. Weitere Ziele sammelt der Beitrag Die besten Spotting-Spots in Europa.

Flotten und Einsätze ändern sich

Welche Airline mit welcher Variante wohin fliegt, verschiebt sich mit jedem Flugplanwechsel – oft wird kurzfristig zwischen 787-8 und 787-9 getauscht. Prüf vor deiner Tour Ankünfte und Abflüge nach dem Typcode B788.

Wie du solche Flüge live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Was hinter Typcodes wie B788 steckt, steht im Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Nie wieder einen Dreamliner verpassen

Setz die 787-8 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, sobald eine B788 an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Spotting planen: Langstrecke mit Timing

Langstreckenflüge kommen an großen Drehkreuzen meist in festen Wellen an – oft am frühen Morgen nach Nachtflügen aus Asien, Afrika oder Nordamerika. Abflüge in Richtung Fernost oder USA bündeln sich dagegen häufig um die Mittagszeit und am Nachmittag. Die genauen Zeiten verrät dir der aktuelle Flugplan.

Entscheidend für deinen Standpunkt ist die Betriebsrichtung: Sie bestimmt, aus welcher Richtung die Maschinen landen und wohin sie starten. Wie du sie vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Mit Planetrack siehst du außerdem Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen auf einen Blick.

Bereit für deine Dreamliner-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe die Ankunfts- oder Abflugzeit einer B788 im Flugplan gefunden.
  • Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur gewählten Uhrzeit steht.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
  • Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite passt zur Entfernung.

Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Fototipps speziell für die 787-8

Die 787 ist eines der fotogensten Verkehrsflugzeuge: glatte Linien, ungewöhnlich flexible Flügel und markante Triebwerke. Mit diesen Punkten holst du mehr aus deinen Bildern heraus.

Flügelbiegung zeigen

Das Markenzeichen der 787 kommt im Steigflug am besten zur Geltung. Fotografiere kurz nach dem Abheben schräg von vorn oder von der Seite, dann wirkt der Flügel wie ein flacher Bogen.

Chevrons ins Licht setzen

Die Zacken an den Triebwerken siehst du am besten im Seitenlicht. Bei tief stehender Sonne werfen sie feine Schatten, die das Detail betonen.

Kompakte Form nutzen

Weil die -8 kürzer ist als ihre Spannweite, passt sie gut in quadratische oder leicht hohe Ausschnitte. Das unterscheidet deine Bilder auch auf den ersten Blick von einer 787-9.

Licht im Rücken

Viele 787-Lackierungen sind hell mit dunklem Leitwerk. Mit der Sonne im Rücken bleibt die Zeichnung in beiden Bereichen erhalten.

Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot – oder direkt mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack. Welche Ausrüstung du brauchst, steht in der Planespotting-Ausrüstung-Checkliste. Und wenn du gerade erst anfängst, bringt dich Flugzeugtypen erkennen für Anfänger schnell auf Kurs.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die 787-8, wenn …

  • du nur vier Cockpitfenster siehst
  • die Triebwerke gezackte Hinterkanten haben
  • die Flügel ohne Winglet schräg nach hinten auslaufen
  • der Rumpf für einen Großraumjet kurz und kompakt wirkt
  • im Tracking-Dienst B788 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • der Rumpf eher schlank und lang wirkt – dann könnte es eine 787-9 sein
  • du die Maschine nur frontal oder von hinten siehst
  • die Airline sowohl 787-8 als auch 787-9 betreibt

Es ist keine 787-8, wenn …

  • die Cockpitfenster dunkel umrandet sind – dann ist es eine A350
  • an den Flügelspitzen ein Winglet oder Sharklet sitzt
  • du sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein zählst – dann denk an die Boeing 777-300ER
  • der Rumpf sehr lang gestreckt wirkt – dann ist es eher eine 787-10

Fazit

Die 787-8 ist der Dreamliner in seiner ursprünglichen, kompaktesten Form. Vier Cockpitfenster, gezackte Triebwerke und schräg auslaufende Flügelspitzen verraten die Familie, die gedrungenen Proportionen die Variante, das Kennzeichen liefert die Bestätigung. Weil keine Airline aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz die -8 betreibt, bleibt sie hierzulande ein Gast – und gerade deshalb ein schönes Ziel für deinen Hangar.

Kurzfazit

Glatte Nase mit vier Fenstern, Chevrons an den Triebwerken, kurzer Rumpf bei 60 Metern Spannweite: Das ist die 787-8. Wer sie gezielt sucht, filtert nach B788 und plant die Langstreckenwellen in Frankfurt, München oder auf einem Ausflug nach Amsterdam oder London ein.

Zusammenfassung

  • Die 787-8 flog erstmals im Dezember 2009 und ist seit Oktober 2011 im Liniendienst; Erstkunde war ANA aus Japan.
  • Erste europäische Betreiberin war LOT Polish Airlines, die ihre erste 787-8 im November 2012 übernahm.
  • Im deutschsprachigen Raum ist die -8 vor allem ein Gasttyp ausländischer Airlines, weil Lufthansa, Austrian und Swiss keine 787-8 betreiben.
  • Mit Cockpit, Triebwerken und Proportionen grenzt du sie zuverlässig von A350, A330neo und den längeren Dreamliner-Varianten ab.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die Boeing 787-8?

Die 787-8 läuft unter B788. Die längeren Schwestern heißen B789 (787-9) und B78X (787-10). Mit dem Code filterst du in Tracking-Diensten und Flugplänen gezielt nach der kleinsten Variante.

Wie unterscheide ich die 787-8 von der 787-9?

Cockpit, Flügel, Fahrwerk und Triebwerke sind praktisch gleich. Der Unterschied liegt in der Länge: Die -8 misst 56,7 m, die -9 rund 63 m. Bei gleicher Spannweite wirkt die -8 deshalb gedrungen, der Rumpf vor und hinter dem Flügel ist sichtbar kürzer. Sicher wirst du über das Kennzeichen oder den Typcode im Tracking.

Wie unterscheide ich die 787 von der Airbus A350?

Die 787 hat gezackte Triebwerkshinterkanten und schräg nach hinten auslaufende Flügelspitzen, ihre Nase trägt keine dunkle Maske. Die A350 zeigt schwarz umrandete Cockpitfenster, glatte Triebwerksauslässe und weich nach oben gebogene Flügelspitzen.

Welche Triebwerke hat die 787-8?

Airlines wählen zwischen dem General Electric GEnx-1B und dem Rolls-Royce Trent 1000. Beide tragen die gezackten Chevrons. Welches Triebwerk eine Maschine hat, findest du am zuverlässigsten über das Kennzeichen in einer Flottendatenbank heraus.

Warum heißt die 787 Dreamliner?

Der Name stammt aus einem öffentlichen Namenswettbewerb, den Boeing während der Entwicklung veranstaltete. Zuvor lief das Projekt unter dem Arbeitstitel 7E7.

Was war mit dem Batterieproblem der 787?

Nach Zwischenfällen mit überhitzten Lithium-Ionen-Batterien legte die US-Luftfahrtbehörde FAA im Januar 2013 alle 787 vorübergehend still. Nach einer überarbeiteten Batterie-Konstruktion durften die Maschinen ab April 2013 wieder fliegen.

Wo sehe ich in Deutschland eine 787-8?

Am ehesten an den großen Drehkreuzen wie Frankfurt, München und Düsseldorf, wo ausländische Langstrecken-Airlines landen. Eine deutsche Airline mit 787-8 gibt es derzeit nicht. Welche Gesellschaften den Typ gerade einsetzen, prüfst du am besten aktuell per Typcode B788.

Boeing 787-8 Dreamliner sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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Planetrack Redaktion

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