Das Wichtigste in Kürze
- Lockheed Martin entstand 1995 aus der Fusion von Lockheed und Martin Marietta; beide Wurzeln reichen bis 1912 zurück. Sitz ist Bethesda, Maryland.
- Die zivile Ära ist Geschichte: Constellation, Electra und L-1011 TriStar prägten den Linienverkehr, nach der letzten TriStar 1984 stieg Lockheed aus dem Bau von Passagierflugzeugen aus.
- Die Hercules ist der Dauerbrenner: Seit dem Erstflug 1954 wurden über 2.700 Exemplare gebaut, die aktuelle C-130J erkennst du an sechsblättrigen Propellern.
- Die F-35 ist das wichtigste Programm: 191 Auslieferungen im Jahr 2025, Deutschland hat 35 F-35A bestellt, die Aufgaben des Tornado übernehmen.
- Die einzelnen Muster findest du in den Flugzeugtypen, etwa die C-130 Hercules oder die L-1011 TriStar.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Was du als Spotter wissen solltest
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Zwei Stammbäume, ein Konzern
- 8.Die Lockheed-Typen im Überblick
- 9.Constellation: die Königin der Kolbenära
- 10.TriStar: Lockheeds letzter Verkehrsjet
- 11.Hercules: seit über 70 Jahren in Produktion
- 12.Skunk Works: Starfighter, Blackbird und Co.
- 13.F-35: das wichtigste Programm des Konzerns
- 14.In fünf Schritten zum richtigen Lockheed-Typ
- 15.Hersteller bestimmt, Betreiber nicht
- 16.Wo du Lockheed-Flugzeuge in Europa siehst
- 17.Fazit
- 18.Häufige Fragen
Steckbrief
| Rolle in der Branche | Rüstungs- und Luftfahrtkonzern – Schwerpunkt Kampfflugzeuge, militärische Transporter, Hubschrauber und Raumfahrt, seit 1984 ohne Verkehrsjet im Programm |
|---|---|
| Entstehung | Fusion von Lockheed Corporation und Martin Marietta, abgeschlossen am 15. März 1995 |
| Wurzeln | Alco Hydro-Aeroplane Company der Brüder Loughead (1912), Lockheed Aircraft Company (1926), Glenn L. Martin Company (1912) |
| Konzernsitz | Bethesda, Maryland (USA) |
| Sparten | Aeronautics, Missiles and Fire Control, Rotary and Mission Systems (mit Sikorsky), Space |
| Wichtige Flugzeugwerke | Fort Worth, Texas (F-35), Marietta, Georgia (C-130J), Palmdale, Kalifornien (Skunk Works) |
| Aktuelles Flugzeugprogramm | F-35 Lightning II, C-130J Super Hercules, F-16 Block 70, dazu Hubschrauber von Sikorsky |
| Historische Zivilflugzeuge | Vega, Electra, Constellation, Super Constellation, Starliner, L-188 Electra, L-1011 TriStar |
| Mitarbeiter | rund 123.000 (2025) |
| Offizielle Website | www.lockheedmartin.com |
Tätigkeitsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Lockheed Martin aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Lockheed Martin
- Eine Constellation am geschwungenen, delfinartigen Rumpf und dem dreifachen Seitenleitwerk erkannt
- Eine Super Constellation im Museum oder bei einer Flugvorführung gesehen
- Eine L-1011 TriStar am S-förmigen Lufteinlauf des Mitteltriebwerks von einer DC-10 unterschieden
- Eine C-130J an den sechsblättrigen Propellern von einer älteren Hercules mit vier Blättern getrennt
- Eine F-35 an den kantigen Lufteinläufen und dem kurzen, gedrungenen Rumpf erkannt
- Eine F-35B beim Schwebeflug oder mit offener Hubgebläse-Klappe hinter dem Cockpit fotografiert
- Eine C-5 Galaxy mit T-Leitwerk und hochklappbarer Nase auf einem US-Stützpunkt erwischt
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Die Hercules ist weltweit verbreitet und an vielen europäischen Fliegerhorsten und Flughäfen zu sehen
- Die F-35 fliegt bereits bei mehreren europäischen Luftwaffen – Sichtungen werden Jahr für Jahr häufiger
- Historische Lockheed-Typen sind Publikumsmagneten in Museen und bei Airshows
- Klare Erkennungsmerkmale: dreifaches Leitwerk, S-Duct, Propellerblätter, kantige Tarnkappenform
- Mit der deutschen F-35 kommt ein neuer Typ mit neuem Kennzeichenblock in die Luftwaffe
Wo es hakt
- Zivile Lockheed-Flugzeuge siehst du praktisch nur noch im Museum – die TriStar fliegt nicht mehr im Linienverkehr
- Militärflugzeuge senden in der Flugverfolgung oft keine oder nur eingeschränkte Daten
- Fliegerhorste haben strengere Regeln als Zivilflughäfen; nicht jeder Standort ist frei zugänglich
- F-35A, -B und -C sehen sich ähnlich, die Unterschiede liegen in Details
- Flottenzahlen der Militärtypen ändern sich laufend und sind oft nur grob bekannt
Stand: Oktober 2026 – Kaum ein Name verbindet so unterschiedliche Flugzeuge wie Lockheed Martin. Die elegante Constellation mit ihrem dreifachen Leitwerk, der Großraumjet TriStar, die unverwüstliche Hercules und der Tarnkappenjäger F-35 stammen alle aus derselben Firmengeschichte. Für Spotter heißt das: Mal suchst du Lockheed im Museum, mal am Zaun eines Fliegerhorsts, mal auf dem Vorfeld eines Zivilflughafens, wenn eine Hercules zum Tanken landet. Diese Seite ordnet die Typen ein und zeigt, woran du sie sicher erkennst.
Jede Lockheed-Sichtung sauber festhalten
Poste deine Fotos mit Kennzeichen, Typ, Betreiber und Spot und sammle Hercules, F-35 und Museumsstücke in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Zwei Stammbäume, ein Konzern
Lockheed Martin gibt es unter diesem Namen erst seit dem 15. März 1995. An diesem Tag war die Fusion der Lockheed Corporation mit Martin Marietta abgeschlossen, die beide Unternehmen im August 1994 angekündigt hatten. Der Konzernsitz liegt seitdem in Bethesda im US-Bundesstaat Maryland.
Die Wurzeln sind deutlich älter. 1912 gründeten die Brüder Allan und Malcolm Loughead in Kalifornien die Alco Hydro-Aeroplane Company. Aus ihrem Umfeld ging 1926 in Hollywood die Lockheed Aircraft Company hervor – der Familienname wurde dafür so geschrieben, wie man ihn aussprach. Mit schnellen Ganzmetall-Eindeckern wie der Vega und der zweimotorigen Electra machte sich das Unternehmen in den 1930er Jahren einen Namen; in einer Electra verschwand 1937 Amelia Earhart bei ihrem Versuch, die Welt zu umrunden.
Ebenfalls 1912 gründete der Flugpionier Glenn L. Martin seine eigene Firma. Die Glenn L. Martin Company baute unter anderem den Bomber B-26 Marauder und die Flugboote, mit denen Pan American als „China Clipper“ über den Pazifik flog. 1961 fusionierte sie zur Martin Marietta und konzentrierte sich danach vor allem auf Raketen und Raumfahrt. Für Spotter ist der Martin-Zweig deshalb vor allem Geschichte; die Flugzeuge, die du heute siehst, kommen fast alle aus der Lockheed-Linie.
Heute ist Lockheed Martin ein Rüstungs- und Raumfahrtkonzern mit rund 123.000 Beschäftigten. Die Flugzeugsparte Aeronautics ist der größte Bereich, daneben gibt es Raketen, Raumfahrt und seit der Übernahme von Sikorsky 2015 auch Hubschrauber. Wer einen Black Hawk fotografiert, hat also streng genommen ebenfalls ein Produkt des Konzerns im Kasten.
Die Lockheed-Typen im Überblick
Für dich zählt am Ende, welches Muster vor der Linse steht. Die Tabelle sortiert die Typen, die dir in Europa am ehesten begegnen – im Einsatz, bei Airshows oder im Museum.
| Typ | Erstflug | Status | Auffälligstes Merkmal | Wo du ihn triffst |
|---|---|---|---|---|
| Constellation / Super Constellation | 1943 | historisch, 856 gebaut | dreifaches Seitenleitwerk, geschwungener Rumpf | Museen, seltene Flugvorführungen |
| L-1011 TriStar | 1970 | historisch, 250 gebaut | Mitteltriebwerk mit S-förmigem Einlauf | Museen, Flugzeugfriedhöfe |
| C-130 Hercules | 1954 | in Produktion als C-130J | Schulterdecker mit vier Propellerturbinen, hochgezogenes Heck | Fliegerhorste, Airshows, Zivilflughäfen |
| F-104 Starfighter | 1950er | historisch | extrem kurze, dünne Flügel, T-Leitwerk | Museen |
| C-5 Galaxy | 1960er | im Dienst der US Air Force | riesiger Transporter mit T-Leitwerk, hochklappbare Nase | große US-Stützpunkte |
| F-35 Lightning II | 2006 (F-35A) | in Produktion | kantige Tarnkappenform, ein Triebwerk, zwei schräge Seitenleitwerke | Fliegerhorste, Airshows |
Die Faustregel: Propeller oder Jet, ein Leitwerk oder mehrere. Vier Propellerturbinen an einem hoch angesetzten Flügel bedeuten in Europa fast immer Hercules oder den Airbus A400M. Drei Seitenleitwerke mit Kolbenmotoren sind die Constellation. Drei Strahltriebwerke mit einem davon im Heck führen dich zur TriStar oder zur DC-10.
Constellation: die Königin der Kolbenära
Die Constellation ist für viele Luftfahrtfans das schönste Verkehrsflugzeug, das je gebaut wurde. Den Anstoß gab TWA mit ihrem Großaktionär Howard Hughes, die Ende der 1930er Jahre ein Flugzeug für Nonstop-Flüge quer durch die USA wollten. Der Prototyp flog am 9. Januar 1943, zunächst wurde die Maschine aber als militärischer Transporter gebraucht. Bis 1958 entstanden in Burbank 856 Exemplare aller Varianten.
Unverwechselbar macht sie zweierlei: der leicht geschwungene Rumpf, der von der Seite an einen Delfin erinnert, und das dreifache Seitenleitwerk. Die drei kleineren Flossen hatten einen praktischen Grund – so passte das Flugzeug in die damals vorhandenen Hangars. Die gestreckte Super Constellation (L-1049) und die L-1649 Starliner mit neuem, längerem Flügel waren die Weiterentwicklungen. Militärisch flog die Super Constellation als C-121, unter anderem als Radarfrühwarnflugzeug.
Für Deutschland ist die Constellation eng mit dem Neustart der Lufthansa verbunden. 1955 kamen die ersten Super Constellations, mit ihnen begann der Langstreckenverkehr der neuen Lufthansa. Im selben Jahr brachte eine Super Constellation Bundeskanzler Konrad Adenauer nach Moskau. Später flog Lufthansa auch die Starliner. Die ganze Geschichte erzählt der Beitrag Lockheed Constellation.
Constellation im Museum fotografieren
In Hallen ist das dreifache Leitwerk oft nur schwer ganz ins Bild zu bekommen. Ein Weitwinkel und ein Standort schräg von hinten lösen das Problem meist. Achte außerdem auf die Kennzeichen und Lackierung: Viele Ausstellungsstücke tragen nicht die Farben ihres letzten Betreibers, sondern eine historisch nachgebildete Bemalung.
TriStar: Lockheeds letzter Verkehrsjet
Ende der 1960er Jahre wollte Lockheed beim neuen Großraumgeschäft mitspielen. Die L-1011 TriStar flog am 16. November 1970 zum ersten Mal und war technisch ambitioniert, kam aber zur Unzeit. Ihre Rolls-Royce-RB211-Triebwerke trieben den britischen Hersteller in die Pleite; im Februar 1971 ging Rolls-Royce in die Zwangsverwaltung, das Programm verzögerte sich um rund zwei Jahre. Den Liniendienst nahm die TriStar am 26. April 1972 bei Eastern Air Lines auf.
Die direkte Konkurrenz war die McDonnell Douglas DC-10, die ein ähnliches Konzept mit drei Triebwerken verfolgte und deutlich mehr Käufer fand. Bis 1984 baute Lockheed in Palmdale und Burbank nur 250 TriStars, danach zog sich das Unternehmen aus dem Bau von Passagierflugzeugen zurück. Größter Kunde war Delta Air Lines, die ihre TriStars 2001 ausmusterte. Auch TWA setzte den Typ ein. In Europa flogen ihn unter anderem British Airways, TAP und die Düsseldorfer LTU. Die verkürzte L-1011-500 für lange Strecken ging 1979 bei British Airways in Dienst. Die Royal Air Force nutzte TriStars noch bis 2014 als Tanker und Transporter, bevor der Airbus A330 MRTT sie ablöste.
Heute fliegt die TriStar nicht mehr im Linienverkehr. Als einziges flugfähiges Exemplar gilt die „Stargazer“ von Northrop Grumman, ein umgebautes Trägerflugzeug, unter dessen Rumpf Pegasus-Raketen in die Luft gebracht werden.
TriStar oder DC-10?
Schau aufs Heck. Bei der TriStar verschwindet das Mitteltriebwerk im Rumpfende, die Luft strömt durch einen geschwungenen Einlauf oben vor dem Seitenleitwerk. Bei DC-10 und MD-11 ist das Mitteltriebwerk eine gerade Röhre mitten im Seitenleitwerk, unter der du durchschauen kannst.
Hercules: seit über 70 Jahren in Produktion
Wenn du einen Lockheed-Typ live und regelmäßig sehen willst, ist es die Hercules. Der Prototyp YC-130 startete am 23. August 1954 in Burbank, ab Dezember 1956 flog die C-130A bei der US Air Force. Gebaut wird die Hercules seit Jahrzehnten in Marietta, Georgia. Mehr als 2.700 Exemplare sind entstanden, sie fliegen in mehr als 60 Ländern – kein anderes Militärflugzeug wurde so lange ohne Unterbrechung produziert.
Das Grundrezept hat sich kaum verändert: hoch angesetzter, gerader Flügel, vier Propellerturbinen, ein kurzes, robustes Fahrwerk in seitlichen Verkleidungen und eine Heckrampe zum Beladen. Die aktuelle C-130J Super Hercules flog am 5. April 1996 zum ersten Mal. Sie hat moderne Triebwerke und ein Glascockpit, außen erkennst du sie an den sechsblättrigen Propellern mit gepfeilten Spitzen. Die gestreckte C-130J-30 ist rund 4,6 Meter länger.
Auch die deutsche Luftwaffe fliegt die C-130J. Deutschland und Frankreich haben dafür eine gemeinsame Lufttransportstaffel im französischen Évreux aufgebaut, zu der deutsche C-130J und KC-130J-Tanker gehören. Neben dem Airbus A400M, den du etwa am Fliegerhorst Wunstorf siehst (Planespotting in Wunstorf), ist die Hercules damit der zweite große Viermot-Transporter mit deutschen Hoheitsabzeichen. Wie du die beiden auseinanderhältst, erklärt der Beitrag Militärtransporter erkennen.
Zivil lebt die Hercules als L-100 weiter, die etwa bei Lynden Air Cargo in Alaska Fracht in abgelegene Regionen bringt. Die Neuauflage auf Basis der C-130J heißt LM-100J.
Hercules und F-35 auf die Wunschliste
Setz Typen und Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars – Planetrack meldet dir, wenn sie bei dir im Anflug sind. Planetrack startet bald – sichere dir jetzt einen Platz auf der Warteliste.
Skunk Works: Starfighter, Blackbird und Co.
1943 richtete Lockheed in Burbank eine kleine, abgeschottete Entwicklungsabteilung ein, die unter dem Spitznamen Skunk Works berühmt wurde. Heute sitzt sie in Palmdale, Kalifornien, und heißt offiziell Advanced Development Programs. Aus ihr und ihrem Umfeld stammen einige der bekanntesten Militärflugzeuge des Kalten Krieges.
Die F-104 Starfighter mit ihren winzigen, messerscharfen Flügeln war in den 1960er Jahren das Standardkampfflugzeug der Bundesluftwaffe – und ist heute in vielen deutschen Museen zu finden, etwa im Luftwaffenmuseum Berlin-Gatow. Der Höhenaufklärer U-2 blieb in modernisierten Versionen jahrzehntelang im Dienst, die SR-71 Blackbird ist dagegen nur noch im Museum zu sehen. Das US-Luftfahrtmuseum im Steven F. Udvar-Hazy Center zeigt eine SR-71 in voller Länge; viele weitere Lockheed-Militärtypen stehen im National Museum of the US Air Force in Dayton und im Pima Air & Space Museum.
Dazu kommen der Tarnkappenjet F-117 aus den 1980er Jahren und die F-22 Raptor, die nur die US Air Force fliegt. In Europa siehst du die F-22 allenfalls bei Verlegungen oder großen Airshows.
F-35: das wichtigste Programm des Konzerns
Die F-35 Lightning II ist heute das Herzstück von Lockheed Martin. Im Oktober 2001 gewann der Konzern mit dem Demonstrator X-35 den Wettbewerb um den Joint Strike Fighter, die erste Serien-F-35A flog am 15. Dezember 2006 in Fort Worth. Angetrieben wird sie von einem einzigen Pratt-&-Whitney-F135-Triebwerk. 2025 lieferte Lockheed Martin 191 Maschinen aus, so viele wie nie zuvor in einem Jahr. Nach Herstellerangaben haben sich 20 Staaten für die F-35 entschieden, 13 davon in Europa.
Es gibt drei Varianten, die sich auf den ersten Blick sehr ähneln:
- F-35A – startet und landet konventionell auf Pisten; die Version der meisten Luftwaffen, auch der deutschen
- F-35B – kann kurz starten und senkrecht landen, mit einem Hubgebläse hinter dem Cockpit; geflogen etwa von Großbritannien und Italien
- F-35C – für Flugzeugträger mit Katapultstart, erkennbar an den größeren Flügeln
Für die Luftwaffe beginnt gerade ein neues Kapitel. Deutschland hat 35 F-35A bestellt, die Aufgaben des Tornado übernehmen. Am 18. September 2026 wurde in Fort Worth die erste deutsche Maschine mit dem Kennzeichen 35+01 vorgestellt. Die ersten Jets bleiben für die Pilotenausbildung in den USA; nach Herstellerangaben sollen die ersten deutschen F-35 Ende 2027 in Deutschland eintreffen, vorgesehen ist der Fliegerhorst Büchel. Wie Bundeswehr-Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen.
Fliegerhorste sind kein Zivilflughafen
Ob Hercules oder F-35: Militärische Flugplätze haben eigene Regeln. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Orten außerhalb des Zauns, halte Abstand zu Sperrzonen und folge Anweisungen der Wache. Was erlaubt ist, steht im Beitrag Militärflugplätze fotografieren.
In fünf Schritten zum richtigen Lockheed-Typ
Antrieb klären
Kolbenmotoren mit großen Propellern deuten auf Constellation, Propellerturbinen auf Hercules oder Electra, Strahltriebwerke auf TriStar, Starfighter, Galaxy oder F-35.
Leitwerk lesen
Drei Seitenflossen: Constellation. Zwei schräg gestellte Flossen bei einem kleinen Jet: F-35 oder F-22. Ein T-Leitwerk: C-5 Galaxy oder F-104.
Triebwerke zählen
Drei Strahltriebwerke mit einem im Heck: TriStar. Vier Propellerturbinen am Schulterflügel: Hercules. Ein Triebwerk im Rumpf: F-35 oder Starfighter.
Details prüfen
Sechs Propellerblätter verraten die C-130J, ein S-förmiger Einlauf die TriStar, eine Klappe hinter dem Cockpit die F-35B.
Kennzeichen notieren
Gerade bei Militärflugzeugen ist das Kennzeichen oft die einzige sichere Quelle für Betreiber und Version, weil Flugverfolgungsdaten fehlen.
Hersteller bestimmt, Betreiber nicht
Der Typ ist gesichert, wenn …
- Antrieb, Leitwerk und Triebwerkszahl zusammenpassen
- ein Detail wie Propellerblätter oder Triebwerkseinlauf die Variante bestätigt
- das Kennzeichen zu einer Flotte mit genau diesem Muster gehört
Noch offen ist, …
- ob eine C-130J die normale oder die gestreckte Version ist
- ob eine F-35 eine A oder eine B ist, solange die Klappen geschlossen sind
- welche Unterversion einer historischen Constellation vorliegt
Nicht aus der Form ablesbar ist …
- welche Staffel oder welches Geschwader die Maschine fliegt
- ob die Hercules militärisch oder zivil betrieben wird
- welche Aufgabe der konkrete Flug hat
Lockheed Martin ist eine technische Angabe, der Betreiber eine organisatorische. Eine C-130J der Luftwaffe und eine der Royal Air Force sind dieselbe Bauart mit völlig anderer Geschichte. Wenn du Typ und Betreiber getrennt notierst, bleiben deine Sichtungen auch dann korrekt, wenn ein Flugzeug später an ein anderes Land abgegeben wird.
Wo du Lockheed-Flugzeuge in Europa siehst
Die beste Chance auf aktive Lockheed-Typen hast du an Militärstandorten und bei Airshows. Auf der Ramstein Air Base sind Transporter der US Air Force Alltag – darunter Hercules und gelegentlich die riesige C-5 Galaxy. Wie du dort legal fotografierst, steht im Beitrag Planespotting an der Ramstein Air Base. Kampfflugzeuge im Tiefflug bekommst du mit Glück am Mach Loop in Wales vor die Linse.
Airshows bündeln die Typen an einem Tag. Welche Veranstaltungen sich lohnen, zeigt der Überblick Airshows in Europa, speziell zur ILA in Berlin gibt es einen eigenen Beitrag (ILA Berlin). Militärkennzeichen der US-Streitkräfte entschlüsselst du mit dem Beitrag US-Militärkennzeichen, und wie du Militärflüge trotz lückenhafter Daten verfolgst, erklärt Militärflugzeuge online verfolgen.
Für die historische Seite führt der Weg in Museen. Neben den großen US-Häusern lohnen sich in Europa Sammlungen mit Starfighter, Hercules oder Constellation; im Basler Raum am EuroAirport ist die Super Constellation HB-RSC beheimatet, deren Flugbetrieb in den vergangenen Jahren aber immer wieder ruhte.
Was Lockheed leicht macht
- Das dreifache Leitwerk der Constellation ist einzigartig
- Der S-Duct der TriStar trennt sie sofort von der DC-10
- Sechs Propellerblätter verraten die C-130J
Wo es knifflig wird
- F-35A und F-35B unterscheiden sich im Flug nur an Details
- Ältere Hercules-Versionen sehen sich von außen sehr ähnlich
- Militärflüge tauchen in der Flugverfolgung oft nicht auf
Wer den Vergleich mit anderen Herstellern sucht, findet auf den Seiten zu Boeing und McDonnell Douglas die US-Konkurrenten der Lockheed-Verkehrsflugzeuge, auf der Seite zu Airbus den Hersteller des A400M.
Typ, Kennzeichen, Betreiber – alles in einem Beitrag
Mit Planetrack teilst du jede Sichtung mit allen Flugzeugdaten, findest über die Spot-Karte gute Standorte und planst mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht. Planetrack startet bald – trag dich jetzt in die Warteliste ein und sei von Anfang an dabei.
Fazit
Lockheed Martin ist für Spotter zweigeteilt. Die zivile Lockheed-Ära mit Constellation, Electra und TriStar gehört der Vergangenheit an und lebt in Museen weiter, mit Merkmalen, die du nie wieder vergisst. Die Gegenwart gehört der Hercules, die seit über 70 Jahren gebaut wird, und der F-35, die gerade die Kampfflugzeugflotten Europas umkrempelt.
Für deutsche Spotter wird das in den nächsten Jahren besonders spannend: Mit der F-35A kommt ein komplett neuer Typ zur Luftwaffe, und die C-130J ist bereits Teil der deutsch-französischen Transportflotte. Wer die Formen kennt, ordnet beide sicher ein – und hat mit Constellation und TriStar zwei Klassiker im Hinterkopf, die jeden Museumsbesuch lohnen.
Kurzfazit
Lockheed Martin baut heute vor allem F-35, C-130J und F-16. Historisch stehen Constellation und TriStar für die zivile Glanzzeit. Leitwerk, Triebwerke und Propeller führen dich zum Typ, das Kennzeichen zum Betreiber – gerade bei Militärflugzeugen die wichtigste Angabe.
Zusammenfassung
- Lockheed Martin steht für zwei Welten: die klassischen Verkehrsflugzeuge der Lockheed-Ära und die heutigen Militärprogramme.
- Im Alltag begegnen dir vor allem Hercules und F-35 – an Fliegerhorsten, bei Airshows und gelegentlich auf zivilen Flughäfen.
- Constellation und TriStar sind Museumsstücke mit eindeutigen Merkmalen: dreifaches Leitwerk und S-förmiger Triebwerkseinlauf.
- Für Militärsichtungen zählt das Kennzeichen besonders, weil Flugverfolgungsdaten oft fehlen.
Häufige Fragen
Wie ist Lockheed Martin entstanden?
Aus der Fusion der Lockheed Corporation mit Martin Marietta. Angekündigt wurde der Zusammenschluss im August 1994, abgeschlossen am 15. März 1995. Beide Unternehmen hatten eine lange eigene Geschichte: Lockheed geht auf die 1912 gegründete Firma der Brüder Loughead zurück, Martin auf die ebenfalls 1912 gegründete Glenn L. Martin Company.
Baut Lockheed Martin noch Verkehrsflugzeuge?
Nein. Der letzte Lockheed-Verkehrsjet war die L-1011 TriStar, deren Produktion 1984 nach 250 Exemplaren endete. Zivil gibt es heute nur noch die LM-100J, eine Frachtversion der C-130J für den Einsatz abseits der Militärs.
Woran unterscheide ich eine TriStar von einer DC-10?
Am Mitteltriebwerk. Bei der TriStar sitzt es im Heck des Rumpfes und bekommt seine Luft über einen S-förmigen Einlauf oben vor dem Seitenleitwerk. Bei der DC-10 und der MD-11 hängt das Triebwerk sichtbar als gerade Röhre im Seitenleitwerk.
Wie erkenne ich eine C-130J im Vergleich zur älteren Hercules?
Am schnellsten an den Propellern: Die C-130J hat sechsblättrige Verbundpropeller mit gepfeilten Spitzen, ältere Hercules ab der B-Version vier Blätter. Die gestreckte C-130J-30 erkennst du zusätzlich am längeren Rumpf. Mehr zum Typ steht auf der Seite zur C-130 Hercules.
Wann kommt die F-35 nach Deutschland?
Deutschland hat 35 F-35A bestellt. Die erste Maschine, 35+01, wurde im September 2026 in Fort Worth vorgestellt. Die ersten Flugzeuge bleiben zur Pilotenausbildung zunächst in den USA; nach Herstellerangaben sollen die ersten deutschen F-35 Ende 2027 im Land eintreffen. Als Standort gilt der Fliegerhorst Büchel.
Was sind die Skunk Works?
Die Entwicklungsabteilung von Lockheed, gegründet 1943 in Burbank und heute in Palmdale, Kalifornien. Aus ihr stammen unter anderem die U-2, die SR-71 Blackbird und der Tarnkappenjet F-117. Offiziell heißt die Abteilung Advanced Development Programs.
Wo sehe ich heute noch eine Constellation?
Vor allem in Museen. Fliegende Exemplare sind sehr selten geworden; eine der bekanntesten ist die in Basel beheimatete Super Constellation HB-RSC, deren Flugbetrieb in der Vergangenheit wegen technischer Probleme mehrfach ruhte. Prüf vor einem Besuch immer den aktuellen Stand. Hintergründe liefert der Beitrag Lockheed Constellation.
Gehört die F-16 zu Lockheed Martin?
Ja. Entwickelt wurde die F-16 von General Dynamics. Deren Flugzeugsparte in Fort Worth kam Anfang der 1990er Jahre zu Lockheed. Heute baut Lockheed Martin die F-16 in der Version Block 70 für Exportkunden.
Sichtungen rund um Lockheed Martin sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Lufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
TW / TWATWA – Trans World Airlines
Historische US-Netzwerkairline: TWA flog von 1930 bis 2001, prägte unter Howard Hughes die Constellation, baute am JFK das berühmte Flight Center und ging 2001 in American Airlines auf.
EA / EALEastern Air Lines
Historische US-Airline von 1926 bis 1991: Eastern prägte die Ostküste mit dem Air-Shuttle, holte den Airbus A300 in die USA, war Erstkunde von 727 und 757 – und zerbrach unter Frank Lorenzo.
DL / DALDelta Air Lines
Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.
LT / LTULTU International Airways
Historische Airline: Der rot-weiße Ferienflieger aus Düsseldorf flog von 1956 bis 2009 unter eigenem Namen, war Deutschlands einziger TriStar-Betreiber und ging nach der Übernahme 2007 vollständig in Air Berlin auf.
BA / BAWBritish Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
L2 / LYCLynden Air Cargo
Frachtairline aus Anchorage, die mit der zivilen Hercules Lebensmittel, Autos und Baumaterial in Alaskas Busch fliegt – und weltweit Charter und Hilfsflüge übernimmt. Ein seltenes Spotter-Ziel mit vier Turboprops.
Typische Flugzeuge
Lockheed C-130 Hercules
Hoher Flügel, vier Turboprops, ein bauchiger Rumpf mit Heckrampe: Die C-130 Hercules fliegt seit 1954 und wird bis heute gebaut. So erkennst du sie, trennst alte und neue Versionen und weißt, wo du sie siehst.
FlugzeugtypLockheed L-100 Hercules
Gleicher Flügel, gleiche Rampe, aber ziviles Kennzeichen: Die L-100 ist die Frachtversion der Hercules. Hier erfährst du, wie du sie von der C-130 trennst, welche Rumpflängen es gibt und wo sie heute noch fliegt.
FlugzeugtypLockheed L-1011 TriStar
Drei Rolls-Royce-Triebwerke, eines davon tief im Heck versteckt: Die Lockheed TriStar war der elegante, technisch ambitionierte Gegenspieler der DC-10 – und in Düsseldorf jahrzehntelang das Gesicht der LTU.
FlugzeugtypLockheed L-1049 Super Constellation
Drei Seitenflossen, ein Rumpf wie ein Delfin und vier dröhnende Sternmotoren: Die Lockheed Super Constellation ist der Inbegriff der Propeller-Ära. Mit ihr startete Lufthansa 1955 in die Langstrecke, und in Basel hielt ein Verein bis 2016 eine Super Connie in der Luft. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo du sie heute noch findest.
FlugzeugtypLockheed L-1649 Starliner
Die letzte und größte Constellation: Mit der L-1649 Starliner reizte Lockheed den Kolbenmotor-Langstreckenflug aus – bei Lufthansa hieß sie Super Star und steht heute nach einer langen Restaurierungsodyssee in Frankfurt.
FlugzeugtypLockheed Martin F-35 Lightning II
Ein Triebwerk, zwei schräg gestellte Seitenleitwerke, glatte Flächen ohne Außenlasten: Die F-35 ist der Tarnkappenjet, den immer mehr europäische Luftwaffen fliegen – darunter jetzt auch Deutschland mit dem Standort Büchel. So erkennst du A, B und C.
FlugzeugtypLockheed Martin F-22 Raptor
Kantige Tarnkappen-Silhouette, zwei schräg gestellte Seitenleitwerke, flache Schubvektordüsen: Die F-22 Raptor ist der Luftüberlegenheitsjäger der US Air Force und in Europa eine echte Rarität. So erkennst du sie und weißt, wann du eine Chance hast.
FlugzeugtypLockheed F-104 Starfighter
Nadelspitze, Stummelflügel, T-Leitwerk: Der Starfighter war der erste Mach-2-Jäger der Bundeswehr und zugleich ihr größtes Trauma. Hier erfährst du, wie du ihn erkennst, was hinter der Starfighter-Krise steckt und wo du ihn heute noch siehst.
FlugzeugtypLockheed C-5 Galaxy
Der größte Transporter der US Air Force: Die C-5 Galaxy flog 1968 erstmals, heute sind modernisierte C-5M Super Galaxy im Einsatz. So erkennst du sie, grenzt sie von C-17 und An-124 ab und weißt, wo du in Deutschland Chancen hast.
Spotting-Spots rund um Lockheed Martin
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Luftwaffenmuseum am Flugplatz Berlin-Gatow
Auf dem ehemaligen RAF-Flugplatz im Berliner Südwesten stehen Starfighter, MiGs, Transall und Noratlas Seite an Seite – kostenlos, ohne Zaun und ohne Wartezeit auf den nächsten Anflug. So holst du als Spotter das Meiste aus dem Besuch heraus.
SpotterhügelMach Loop bei Machynlleth in Wales
Im Mach Loop zwischen Dolgellau und Machynlleth jagen Militärjets im Tiefflug durch die Täler – oft auf Augenhöhe oder sogar unter dir. Hier erfährst du, welche Hänge du legal nutzt, wann geflogen wird und warum Geduld hier die wichtigste Ausrüstung ist.
Weitere Einträge
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerMcDonnell Douglas
Historischer US-Hersteller, 1967 aus McDonnell Aircraft und Douglas Aircraft entstanden und 1997 in Boeing aufgegangen. Seine Jets mit Hecktriebwerken – DC-9, MD-80, DC-10 und MD-11 – prägten Jahrzehnte des Luftverkehrs und sind heute gesuchte Motive für Spotter.
HerstellerRolls-Royce
Britischer Triebwerkshersteller mit über hundert Jahren Luftfahrtgeschichte: Die Trent-Familie treibt A330, A350, A380 und Boeing 787 an, die Business-Jet-Triebwerke kommen aus Dahlewitz bei Berlin. Für Spotter ist Rolls-Royce die Frage hinter der Frage – welcher Antrieb hängt eigentlich unter dem Flügel?
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