Das Wichtigste in Kürze
- Die F-35 gibt es in drei Varianten: A startet und landet konventionell, B kann kurz starten und senkrecht landen, C ist für Katapultstarts vom Flugzeugträger gebaut.
- Schnellster Erkennungsweg: ein Triebwerk, zwei schräge Seitenleitwerke, keine Canards. Die größere F-22 hat zwei Düsen.
- Deutschland hat 35 F-35A bestellt, die den Tornado in Büchel ablösen und dessen Rolle in der nuklearen Teilhabe der NATO übernehmen. Die erste Maschine wurde im September 2026 übergeben.
- In Europa ist die F-35 der neue Standardjet: Großbritannien, Italien, die Niederlande, Norwegen, Dänemark, Belgien, Polen und Finnland fliegen sie bereits, weitere Länder haben bestellt.
- Die besten Chancen hast du bei NATO-Übungen, auf Airshows und an Stützpunkten wie RAF Lakenheath, Leeuwarden oder Ørland.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die F-35 Lightning II?
- 2.Antrieb: das Pratt & Whitney F135
- 3.Die drei Varianten im Vergleich
- 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 5.Die F-35 bei der Luftwaffe: Beschaffung für Büchel
- 6.Wer fliegt die F-35 in Europa?
- 7.F-35, F-22, Eurofighter oder F-16?
- 8.Spotting-Tipps für die F-35
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Lockheed Martin (Fort Worth, Texas), mit Northrop Grumman und BAE Systems als Hauptpartnern |
|---|---|
| Rolle | Einstrahliges Mehrzweck-Kampfflugzeug mit Tarnkappeneigenschaften |
| ICAO-Typcode | F35 |
| Varianten | F-35A (konventionell), F-35B (Kurzstart und Senkrechtlandung), F-35C (Flugzeugträger) |
| Erstflug | F-35A: 15. Dezember 2006 · F-35B: 11. Juni 2008 · F-35C: 6. Juni 2010 |
| Indienststellung | US Marine Corps (F-35B) 2015, US Air Force (F-35A) 2016, US Navy (F-35C) 2019 |
| Besatzung | 1 (es gibt keinen Doppelsitzer) |
| Triebwerk | 1 × Pratt & Whitney F135, rund 190 kN mit Nachbrenner |
| Länge | rund 15,7 m (F-35B 15,6 m) |
| Spannweite | 10,7 m (A und B), 13,1 m (C) |
| Höhe | rund 4,4 bis 4,5 m |
| Leergewicht | rund 13,3 t (A) bis 15,7 t (C) |
| Höchstgeschwindigkeit | offiziell Mach 1,6 |
| Bordkanone | GAU-22/A (25 mm), bei der F-35A eingebaut, bei B und C als Außenbehälter |
| Endmontage | Fort Worth (USA), Cameri (Italien), Nagoya (Japan) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Nur ein Triebwerk mit einer einzigen, runden Düse im Heck – der Rumpf wirkt dadurch kompakt und bullig
- Zwei schräg nach außen gestellte Seitenleitwerke plus klassisches Höhenleitwerk am Heck
- Trapezförmiger Flügel, gezackte Kanten an Klappen und Fahrwerkstüren, keine Canards
- Lufteinlässe seitlich hinter dem Cockpit mit einer Beule an der Rumpfseite statt beweglicher Rampen
- Meist ohne Außenlasten: Waffen sitzen in internen Schächten, die Oberfläche wirkt glatt und matt grau
- F-35B: große Klappe für den Hubfan direkt hinter dem Cockpit, die beim Schwebeflug weit aufsteht
- F-35C: deutlich größere Flügel mit Klappgelenk, kräftigeres Fahrwerk und größerer Fanghaken
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein tiefes, rollendes Grollen, ein kantiger grauer Jet ohne einen einzigen Behälter unter den Flügeln, im Heck nur eine Düse und darüber zwei schräg gestellte Seitenleitwerke: Das ist die F-35 Lightning II. Lockheed Martins Tarnkappenjet ist zum Standard-Kampfflugzeug vieler NATO-Staaten geworden, und mit der Beschaffung für den Fliegerhorst Büchel kommt er auch zur Luftwaffe. Hier erfährst du, wie du die drei Varianten A, B und C auseinanderhältst, wer die F-35 in Europa fliegt und wo du sie am ehesten vor die Linse bekommst.
F35 im Hangar
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Was ist die F-35 Lightning II?
Die F-35 ist ein einstrahliges Mehrzweck-Kampfflugzeug der sogenannten fünften Generation. Gemeint ist damit vor allem die Kombination aus Tarnkappeneigenschaften, also einer für Radar schwer erfassbaren Form, und einer sehr umfangreichen Sensorik, deren Daten das Flugzeug zu einem Lagebild zusammenführt. Entwickelt wurde sie im amerikanischen Joint-Strike-Fighter-Programm (JSF), das ein gemeinsames Muster für Air Force, Navy und Marine Corps hervorbringen wollte. Lockheed Martin setzte sich mit seinem Entwurf X-35 gegen Boeing durch; Northrop Grumman und BAE Systems sind große Partner im Programm.
Der erste F-35A-Prototyp (AA-1) hob am 15. Dezember 2006 in Fort Worth ab. Es folgten die F-35B im Juni 2008 und die F-35C im Juni 2010. Einsatzbereit meldete zuerst das US Marine Corps seine F-35B im Juli 2015, die US Air Force zog 2016 mit der F-35A nach, die US Navy 2019 mit der F-35C. Laut Lockheed Martin hat die weltweite Flotte inzwischen mehr als eine Million Flugstunden gesammelt.
Den Namen „Lightning II“ trägt die F-35 als Erinnerung an zwei Vorgänger: die P-38 Lightning aus dem Zweiten Weltkrieg und die britische English Electric Lightning. Im Alltag sagen die meisten Spotter einfach „F-35“, in Israel heißt die eigene Version F-35I „Adir“.
Antrieb: das Pratt & Whitney F135
Im Heck steckt ein einziges F135 von Pratt & Whitney, eines der stärksten Kampfjet-Triebwerke überhaupt. Ohne Nachbrenner liefert es rund 125 Kilonewton, mit Nachbrenner rund 190 Kilonewton. Die offizielle Höchstgeschwindigkeit liegt bei Mach 1,6 – weniger als bei Eurofighter oder F-22, dafür kann die F-35 diese Geschwindigkeit mit voller interner Waffenlast erreichen.
Bei der F-35B kommt ein Zusatzsystem dazu, das Rolls-Royce beisteuert: Eine Welle treibt einen großen Hubfan direkt hinter dem Cockpit an, die Hauptdüse lässt sich nach unten schwenken, und kleine Steuerdüsen unter den Flügeln halten das Flugzeug im Schwebeflug stabil. Für Spotter ist das eines der spektakulärsten Schauspiele überhaupt, wenn die F-35B bei einer Airshow über der Piste stehen bleibt und sich verbeugt.
Die drei Varianten im Vergleich
Auf den ersten Blick sehen F-35A, B und C fast gleich aus. Mit etwas Übung erkennst du sie trotzdem an wenigen Details.
| Variante | Einsatz | Spannweite | Woran du sie erkennst |
|---|---|---|---|
| F-35A | Konventionelle Start- und Landebahnen, die meisten Luftwaffen | 10,7 m | Eingebaute Bordkanone mit kleiner Beule über der linken Flügelwurzel, Tankklappe für den Tankausleger auf dem Rücken |
| F-35B | Kurzstart und Senkrechtlandung, kleine Träger und Behelfspisten | 10,7 m | Große Klappe hinter dem Cockpit für den Hubfan, Hilfseinlässe auf dem Rücken, schwenkbare Hauptdüse |
| F-35C | Flugzeugträger mit Katapult und Fangseil | 13,1 m | Spürbar größere Flügel mit Klappgelenk, größere Leitwerke, kräftiges Bugfahrwerk |
Die F-35A ist mit rund 13,3 Tonnen Leergewicht die leichteste Version und die Variante, die du in Europa am häufigsten siehst. Die F-35B fliegen in Europa die britischen Streitkräfte und Italien, die F-35C ist eine reine US-Navy- und US-Marine-Corps-Sache und in Europa nur auf Trägerbesuchen oder Übungen zu sehen.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Heck zählen
Eine runde Düse, darüber zwei schräg nach außen geneigte Seitenleitwerke, dazu ein Höhenleitwerk. Diese Kombination gibt es in Europa nur bei der F-35.
Flügel und Kanten prüfen
Trapezförmiger Flügel ohne Canards. Klappen und Fahrwerkstüren haben gezackte Ränder – ein typisches Tarnkappen-Detail.
Unterseite anschauen
Meist hängen keine Tanks oder Raketen unter den Flügeln. Die Waffen stecken in internen Schächten, der Jet wirkt dadurch auffallend „sauber“.
Die Kennung bestätigt am Ende den Typ und oft auch den Nutzer. Jets der US Air Force tragen Seriennummern nach dem USAF-Schema, wie das funktioniert, erklärt der Beitrag US-Militärkennzeichen. Europäische F-35 nutzen die jeweiligen nationalen Systeme, zum Nachschlagen eignet sich eine Datenbank wie Scramble.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Im Überflug von unten fällt dir sofort die glatte Unterseite ohne Außenlasten auf. Im Seitenprofil achtest du auf den gedrungenen Rumpf mit nur einer Düse – Eurofighter und F-22 haben zwei.
Die F-35 bei der Luftwaffe: Beschaffung für Büchel
Für Spotter in Deutschland ist die F-35 vor allem deshalb ein großes Thema, weil sie den Tornado ablöst. Der Bundestag gab Ende 2022 die Mittel für 35 F-35A frei, das Volumen lag bei rund zehn Milliarden Euro. Gekauft wird nicht direkt bei Lockheed Martin, sondern über ein Regierungsgeschäft mit den USA.
Der wichtigste Grund für die Wahl ist die nukleare Teilhabe der NATO. Der Fliegerhorst Büchel in der Eifel (Landkreis Cochem-Zell, Rheinland-Pfalz) ist Heimat des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33. Dessen Tornados sind bislang die deutschen Trägerflugzeuge für US-Atomwaffen im Rahmen der NATO-Abschreckung. Diese Aufgabe geht auf die F-35A über, deshalb plant die Luftwaffe, alle 35 deutschen Maschinen in Büchel zu stationieren.
Für den neuen Jet wird Büchel seit einigen Jahren umfassend umgebaut: Die Start- und Landebahn wird grundlegend saniert, dazu kommen neue Hallen, Wartungs- und Sicherheitsbereiche. Während der Pistenarbeiten wichen die Büchel-Tornados ab 2022 vorübergehend nach Nörvenich aus. Einzelne Baumaßnahmen ziehen sich voraussichtlich noch bis mindestens 2028.
| Meilenstein | Stand Oktober 2026 |
|---|---|
| Beschaffungsbeschluss | Dezember 2022, 35 F-35A |
| Übergabe der ersten Maschine | 18. September 2026 im Lockheed-Martin-Werk |
| Ausbildung | Zunächst in den USA, auf der Ebbing Air National Guard Base in Arkansas |
| Stationierung | Taktisches Luftwaffengeschwader 33, Fliegerhorst Büchel |
| Ende der Auslieferungen | Laut Planung bis zum Ende des Jahrzehnts |
Die ersten deutschen Jets bleiben also erst einmal in Amerika, wo deutsche Pilotinnen, Piloten und Techniker gemeinsam mit anderen europäischen Nutzern ausgebildet werden. Wann genau die ersten F-35A dauerhaft in Büchel landen, hängt am Baufortschritt; rechne realistisch mit den Jahren nach 2026. Eine Aufstockung über die 35 Maschinen hinaus wurde politisch diskutiert, eine verbindliche Bestellung war bis Oktober 2026 nicht bekannt.
Büchel ist ein besonders sensibler Standort
Wegen der Atomwaffen-Lagerung gelten rund um Büchel strenge Sicherheitsbestimmungen. Bleib auf öffentlichen Wegen, halte dich an jedes Schild und rechne damit, angesprochen zu werden. Die Grundregeln stehen im Beitrag Militärflugplätze fotografieren.
Wer fliegt die F-35 in Europa?
Die F-35 hat sich in Europa zum meistbestellten Kampfjet der letzten Jahre entwickelt. Die folgende Übersicht nennt den Stand Oktober 2026 – Bestellzahlen ändern sich hier häufig.
| Land | Version | Status (Stand Oktober 2026) |
|---|---|---|
| Großbritannien | F-35B, zusätzlich 12 F-35A angekündigt | Im Einsatz bei RAF und Royal Navy, Heimatbasis RAF Marham |
| Italien | F-35A und F-35B | Im Einsatz, F-35A unter anderem in Amendola, Endmontage in Cameri |
| Niederlande | F-35A | Im Einsatz in Leeuwarden und Volkel, F-16 ausgemustert |
| Norwegen | F-35A | 52 Maschinen geliefert, Ørland und Evenes |
| Dänemark | F-35A | Im Einsatz, Heimatbasis Skrydstrup |
| Belgien | F-35A | Im Zulauf, erster Standort Florennes |
| Polen | F-35A | 32 bestellt, Ausbildung in den USA, Łask als erster Heimatstandort |
| Finnland | F-35A | 64 bestellt, erste Jets seit Herbst 2026 in Rovaniemi |
| Schweiz | F-35A | Bestellt, Payerne als erster vorgesehener Standort |
| Deutschland | F-35A | 35 bestellt, erste Übergabe September 2026 |
| Tschechien, Rumänien, Griechenland | F-35A | Bestellt, Auslieferungen in den kommenden Jahren |
Dazu kommen die US Air Force mit ihren F-35A bei der 48th Fighter Wing auf RAF Lakenheath in England – für viele Europäer der einfachste Weg zu regelmäßigen F-35-Sichtungen – sowie Gastauftritte von US-Navy- und Marine-Corps-Staffeln bei Übungen.
Eine Besonderheit am Rand: Die italienische Endmontagelinie in Cameri bei Novara, betrieben von Leonardo, baut nicht nur die italienischen Jets, sondern auch Maschinen für die Niederlande und Flügelpaare für in den USA montierte F-35. Wer dort in der Nähe ist, sieht gelegentlich neue F-35 bei Werksflügen.
Keine F-35 verpassen
Setz den Typ F35 oder bestimmte Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
F-35, F-22, Eurofighter oder F-16?
Am Himmel über Europa begegnen dir mehrere Kampfjets, die man aus der Ferne verwechseln kann. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: F-35 oder etwas anderes?
F-35 Lightning II
Eine runde Düse, zwei schräge Seitenleitwerke und keine Außenlasten – das ist die F-35. Achte jetzt auf Hubfan-Klappe (B) oder große Flügel (C).
Lockheed Martin F-22 Raptor
Zwei flache Düsen und ein größerer Rumpf sprechen für die F-22. Sie fliegt nur bei der US Air Force.
Eurofighter Typhoon
Canards und Einlass unter dem Rumpf deuten auf den Eurofighter, das Rückgrat der Luftwaffe.
F-16 Fighting Falcon
Ein Seitenleitwerk, eine Düse und der Einlass unter dem Rumpf – das ist die F-16, die die F-35 in vielen Ländern ersetzt.
Auch Gripen und Rafale scheiden schnell aus: Beide haben Canards und einen Deltaflügel. Wer sich systematisch einarbeiten will, findet im Guide Kampfjets in Europa erkennen alle wichtigen Typen nebeneinander.
Spotting-Tipps für die F-35
Weil die F-35 in so vielen Ländern fliegt, hast du in Europa mehr Chancen als bei fast jedem anderen modernen Kampfjet. Die Kehrseite: Militärischer Flugbetrieb wird nicht veröffentlicht, Übungen und Ferienzeiten ändern alles, und die F-35 sendet im Alltag meist kein offenes Signal. Bei Überführungen über den Atlantik tauchen Jets manchmal mit Tankflugzeugen wie dem A330 MRTT in Tracking-Diensten auf.
Bereit für deinen F-35-Tag?
- Ich habe geprüft, ob am Standort gerade geflogen wird (keine Ferien, keine Verlegung).
- Ich kenne die wahrscheinliche Startrichtung anhand des Windes.
- Mein Standpunkt liegt auf öffentlichem Grund außerhalb von Sperrzonen.
- Ich habe Gehörschutz dabei – die F-35 ist bei Start mit Nachbrenner extrem laut.
- Kurze Verschlusszeit eingestellt, Serienbild aktiv, Akku und Speicherkarte bereit.
Airshows und Übungen
Am entspanntesten siehst du die F-35 auf Flugtagen. Viele Nutzerstaaten zeigen sie im Static Display oder mit eigener Vorführung, auf großen britischen Shows ist die F-35B mit Schwebeflug ein Publikumsmagnet. Einen Überblick über lohnende Veranstaltungen findest du unter Airshows in Europa, Fototipps im Beitrag Airshows fotografieren. Auch beim NATO Tiger Meet sind F-35 aus mehreren Ländern inzwischen fest dabei, gelegentlich sogar mit Sonderlackierung. In Deutschland lohnt sich der Blick auf die ILA in Berlin und den Tag der Bundeswehr.
Fototipps
Kontrast suchen
Das matte Grau schluckt Licht. Seitliches Licht oder ein dunkler Hintergrund holen die kantigen Formen heraus, Gegenlicht macht die F-35 schnell zur Silhouette.
Kurze Belichtung
1/1000 s oder kürzer reicht für scharfe Jetbilder. Beim Schwebeflug der F-35B darf es auch etwas länger sein, dann flimmert die Hitze sichtbar.
Kurvenflug abwarten
In der Kurve zeigt dir die F-35 ihre Draufsicht mit Trapezflügel und beiden Seitenleitwerken – das klassische Bestimmungsmotiv.
Licht planen
Kennst du die Startrichtung, berechnest du vorab den Sonnenstand und stellst dich so, dass das Licht von hinten kommt.
Wie das konkret geht, erklärt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot, welche Kamera und welches Objektiv du brauchst, steht in der Planespotting-Ausrüstung-Checkliste.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die F-35, wenn …
- du genau eine runde Düse unter zwei schrägen Seitenleitwerken siehst
- keine Canards am Rumpf sitzen
- die Unterseite ohne Außenlasten glatt und grau ist
- Klappen und Türen gezackte Kanten haben
Sieh genauer hin, wenn …
- du den Jet nur von vorn oder im Gegenlicht siehst
- die Maschine sehr weit entfernt ist – dann ähneln sich F-35 und F-22 stark
- Außenlasten unter den Flügeln hängen; die F-35 kann sie tragen, wenn Tarnung keine Rolle spielt
Es ist keine F-35, wenn …
- du zwei Triebwerksdüsen siehst
- nur ein einzelnes Seitenleitwerk über dem Heck steht
- Canards vor dem Flügel sitzen
- zwei Personen im Cockpit sitzen
Fazit
Die F-35 Lightning II ist der Kampfjet, an dem in Europa kaum noch ein Spotter vorbeikommt: Von Norwegen bis Italien und von England bis Polen ist sie im Dienst, und mit Büchel bekommt auch die Luftwaffe ihren ersten Tarnkappenjet. Die Bestimmung ist einfacher, als die futuristische Form vermuten lässt – die eigentliche Kunst liegt darin, die Varianten auseinanderzuhalten und den richtigen Moment am Zaun zu erwischen.
Kurzfazit
Eine runde Düse, zwei schräge Seitenleitwerke, keine Canards, glatte Unterseite: Das ist die F-35. Hubfan-Klappe hinter dem Cockpit heißt F-35B, große Klappflügel heißen F-35C. Die besten Chancen hast du in Lakenheath, an den F-35-Basen der Nachbarländer, bei NATO-Übungen und auf Airshows – und in den kommenden Jahren auch in Büchel.
Zusammenfassung
- Die F-35 Lightning II ist ein einstrahliger Tarnkappenjet von Lockheed Martin, der seit 2015 in Dienst steht und in drei Varianten gebaut wird.
- Ein Triebwerk, zwei schräge Seitenleitwerke und die glatte, kantige Form trennen sie sicher von Eurofighter, F-16, Gripen und Rafale.
- Die Luftwaffe bekommt 35 F-35A für das Taktische Luftwaffengeschwader 33 in Büchel; die Ausbildung beginnt zunächst in den USA.
- In Europa wächst die Flotte stetig, sodass die F-35 auf Übungen und Airshows immer häufiger zu sehen ist.
Häufige Fragen
Was bedeuten die Buchstaben A, B und C bei der F-35?
Sie bezeichnen drei Varianten mit gleichem Grundaufbau. Die F-35A ist die Landversion für normale Pisten, sie fliegt bei den meisten Luftwaffen. Die F-35B hat einen zusätzlichen Hubfan hinter dem Cockpit und eine schwenkbare Düse, damit kann sie auf kurzen Strecken starten und senkrecht landen – das nutzen etwa die Royal Navy und die italienische Marine. Die F-35C hat größere, klappbare Flügel und ein verstärktes Fahrwerk für Katapultstarts und Fanghakenlandungen auf US-Flugzeugträgern.
Welche F-35-Version bekommt die Luftwaffe?
Deutschland hat 35 Maschinen der Version F-35A bestellt. Der Bundestag gab das Geld Ende 2022 frei, der Kauf läuft über die US-Regierung. Lockheed Martin hat die erste deutsche F-35A im September 2026 übergeben. Stationiert werden die Jets beim Taktischen Luftwaffengeschwader 33 in Büchel in der Eifel.
Warum ausgerechnet Büchel?
Büchel ist bisher Heimat der Tornados, die im Rahmen der nuklearen Teilhabe der NATO US-Atomwaffen einsetzen könnten. Die F-35A übernimmt diese Rolle vom Tornado. Für den neuen Jet wird der Fliegerhorst seit einigen Jahren umfassend umgebaut, inklusive Pistensanierung, neuer Hallen und Sicherheitsbereiche.
Welchen ICAO-Typcode hat die F-35?
Der Typcode lautet F35 und gilt für alle drei Varianten. In Tracking-Diensten siehst du militärische Jets aber nur, wenn sie offen senden – bei der F-35 ist das vor allem bei Überführungsflügen der Fall. Tipps dazu stehen im Guide Militärflugzeuge online verfolgen.
Wie unterscheide ich F-35 und F-22?
Beide haben zwei schräge Seitenleitwerke und eine ähnlich kantige Form. Die F-22 Raptor ist aber größer, hat zwei Triebwerke mit flachen, rechteckigen Düsen und einen stärker gepfeilten Flügel. Die F-35 hat eine einzige runde Düse und wirkt kürzer und rundlicher. Die F-22 fliegt zudem nur bei der US Air Force.
Gibt es eine zweisitzige F-35?
Nein. Alle F-35 sind Einsitzer. Die Ausbildung läuft über aufwendige Simulatoren und Flüge in Formation mit Fluglehrern in eigenen Maschinen. An der Cockpithaube kannst du die Varianten also nicht unterscheiden.
Darf ich F-35 an Militärflugplätzen fotografieren?
Von öffentlichen Wegen außerhalb des Geländes ist das in Deutschland in der Regel erlaubt, Sperrzonen und ausgeschilderte Fotografierverbote musst du aber beachten. In anderen Ländern gelten teils strengere Regeln. Mehr dazu im Beitrag Militärflugplätze fotografieren: die Regeln.
Lockheed Martin F-35 Lightning II sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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