Lynden Air Cargo

Frachtairline aus Anchorage, die mit der zivilen Hercules Lebensmittel, Autos und Baumaterial in Alaskas Busch fliegt – und weltweit Charter und Hilfsflüge übernimmt. Ein seltenes Spotter-Ziel mit vier Turboprops.

Auch bekannt als: Lynden Air Cargo LLC · Lynden · LAC

USAUSAFracht-AirlinesIATA: L2ICAO: LYC10 Min. Lesezeit

LYC

ICAO-Code

L2

IATA-Code

4

Turboprops pro Hercules

5

Linienziele in Westalaska

Das Wichtigste in Kürze

  • Lynden Air Cargo ist eine Frachtairline aus Anchorage und gehört zur Lynden-Gruppe, die Alaska zu Land, zu Wasser und in der Luft versorgt.
  • Codes: ICAO LYC, IATA L2, Rufzeichen „LYNDEN“.
  • Die Flotte besteht aus zivilen Hercules (L-382), die kurze, unbefestigte Pisten anfliegen und Fahrzeuge über die Heckrampe aufnehmen.
  • Im Linienverkehr verbindet Lynden Anchorage mit Bethel, Emmonak, Kotzebue, Nome und St. Mary's; dazu kommen weltweite Charter- und Hilfsflüge.
  • Die LM-100J ist der moderne zivile Nachfolger der Hercules – ein Einsatz bei Lynden ist bis Oktober 2026 nicht offiziell bestätigt.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Lynden Air Cargo im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Die Flotte: zivile Hercules
  4. 4.Und die LM-100J?
  5. 5.Woran du Lynden Air Cargo erkennst
  6. 6.Einsatzgebiet: Alaskas Busch und die Welt
  7. 7.Lynden Air Cargo spotten
  8. 8.Häufige Verwechslungen
  9. 9.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeL2
ICAO-CodeLYC
RufzeichenLYNDEN
DrehkreuzeANC
GeschäftsmodellLinienfracht innerhalb Alaskas, weltweite Charter für Übergrößen, Hilfsflüge und Aufträge für das US-Militär
Sitz und BasisAnchorage, Alaska (USA), Ted Stevens Anchorage International Airport (ANC)
GegründetMitte der 1990er-Jahre in Anchorage (Lynden nennt 1996, Nachschlagewerke den Flugbetrieb ab August 1995)
KonzernTeil der Lynden-Unternehmensgruppe, deren Wurzeln 1906 in Lynden (Washington) liegen
FlugzeugtypLockheed L-382 Hercules – die zivile Version der C-130, bei Lynden seit 1997 im Einsatz
Nutzlastbis rund 48.000 lb (etwa 21,8 Tonnen), je nach Ladung, Ziel, Jahreszeit und Piste
Linienziele (Stand Oktober 2026)Bethel, Emmonak, Kotzebue, Nome und St. Mary's ab Anchorage
Allianzkeine

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Lynden Air Cargo?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Hochdecker mit vier Turboprops, hochliegendem Leitwerk und hochgezogenem Heck – die klassische Hercules-Silhouette
  • Zivile Bemalung statt Militärgrau, mit dem Schriftzug „Lynden“ am Rumpf
  • Gestreckter Rumpf der zivilen Hercules: deutlich länger und schlanker wirkend als eine Standard-C-130
  • Heckrampe unter dem Leitwerk, über die Fahrzeuge direkt in den Laderaum rollen
  • US-Kennzeichen mit N--Präfix, zum Beispiel N401LC
  • Auf Trackern Code LYC, im Funk Rufzeichen „LYNDEN“

Wer an eine Hercules denkt, sieht meist ein graues Militärflugzeug vor sich. In Alaska gehört die viermotorige Lockheed aber zum zivilen Alltag: Lynden Air Cargo fliegt mit ihr Lebensmittel, Autos, Baumaterial und Maschinen von Anchorage in Orte, die keine Straße mit dem Rest der Welt verbindet. Für Spotter ist die Airline eine Rarität – zivile Hercules gibt es weltweit nur noch wenige. Diese Seite zeigt dir, wer hinter Lynden steckt, was die Flugzeuge können und wie du sie sicher von einer militärischen C-130 unterscheidest.

Die zivile Hercules im eigenen Hangar

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Lynden Air Cargo im Überblick

Lynden Air Cargo ist eine Frachtairline mit Sitz in Anchorage, Alaska. Gegründet wurde sie Mitte der 1990er-Jahre: Die Unternehmensgruppe selbst nennt 1996 als Gründungsjahr, Nachschlagewerke führen den Flugbetrieb ab dem 31. August 1995. Seit 1997 fliegt Lynden die Lockheed Hercules – und dabei ist es bis heute geblieben.

Die Airline ist Teil der Lynden-Unternehmensgruppe. Deren Geschichte beginnt 1906 ganz klein: Ein Fuhrunternehmer brachte damals mit Pferd und Wagen Waren vom Bahnhof der Kleinstadt Lynden im US-Bundesstaat Washington zu den Geschäften im Ort. Daraus wurde über Jahrzehnte ein Logistikkonzern, der Alaska heute per Lkw, Schiff und Flugzeug versorgt. Schon 1977 startete die Gruppe einen Luftfracht-Spediteur für Alaska; die eigene Airline mit eigenen Flugzeugen kam knapp zwei Jahrzehnte später dazu.

Heute ruht das Geschäft auf drei Säulen: Linienfracht innerhalb Alaskas, Charterflüge für sperrige Ladung weltweit und Hilfs- und Militärflüge. Laut Nachschlagewerken hat Lynden einen Vertrag im Civil Reserve Air Fleet, dem zivilen Reserveprogramm des US-Verteidigungsministeriums. Ein Drehkreuz im klassischen Sinn gibt es nicht, aber eine klare Heimat: den Flughafen Anchorage.

LYCICAO-Code auf dem Tracker
L2IATA-Code
ANCHeimatbasis Anchorage

Codes und Rufzeichen

  • ICAO-Code LYC: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
  • IATA-Code L2: wird in Nachschlagewerken geführt, spielt im Frachtalltag aber eine kleinere Rolle als bei Passagier-Airlines.
  • Rufzeichen LYNDEN: so meldet sich die Crew im Funk.

Bei Frachtairlines lohnt der Blick auf den ICAO-Code besonders, weil es keine Anzeigetafel im Terminal gibt, auf der du die Flüge findest. Den Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen erklärt der Artikel Callsign und Flugnummer; wie die Codes allgemein aufgebaut sind, steht in IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Tracker richtig lesen

Hercules-Flüge von Lynden tauchen unter LYC auf. Bei Charterflügen außerhalb Alaskas ist das oft der einzige Hinweis, dass gleich eine zivile Hercules einschwebt. Wie du ADS-B-Daten gezielt nutzt, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Die Flotte: zivile Hercules

Lynden Air Cargo fliegt die Lockheed L-382 Hercules. L-382 ist die Modellbezeichnung des Herstellers, im Alltag kennst du den Typ eher als L-100 Hercules. Er ist die zivil zugelassene Variante der C-130 Hercules, die seit den 1950er-Jahren in Luftwaffen auf der ganzen Welt fliegt.

Die zivile Hercules hat eine überschaubare Geschichte: Der Prototyp flog im April 1964, die Musterzulassung folgte 1965. Weil Frachtkunden mehr Platz wollten, streckte Lockheed den Rumpf zweimal – zuerst zur L-100-20, dann zur L-100-30, die 1970 zugelassen wurde. Bis zum Produktionsende 1992 entstanden insgesamt nur 114 zivile Exemplare. 2011 war Lynden mit zehn Maschinen der größte zivile Betreiber weltweit. Wie viele davon heute aktiv sind, veröffentlicht Lynden nicht; Flottenzahlen solltest du deshalb mit Vorsicht behandeln.

Merkmal Angabe Quelle bzw. Hinweis
Typ Lockheed L-382 Hercules Lynden Air Cargo
Nutzlast bis 48.000 lb (rund 21,8 t) abhängig von Ladung, Ziel, Saison, Piste
Laderaum ca. 10 ft breit, 9 ft hoch (etwa 3,0 × 2,7 m) Lynden Air Cargo
Ladevolumen bis 6.057 Kubikfuß (etwa 171 m³) Lynden Air Cargo
Ladung bis ca. 54 ft Länge (rund 16,5 m) Übergrößen, Container bis 40 ft
Piste unbefestigt ab etwa 3.750 ft (rund 1.140 m) ggf. vorherige Pistenprüfung
Triebwerke vier Allison 501-D22A (L-100-30) Turboprop, je rund 4.500 PS

Das Besondere an der Hercules ist nicht ihre Geschwindigkeit, sondern ihre Vielseitigkeit. Laut Lynden lässt sich die Heckrampe auf Lkw-Ladehöhe einstellen, Fahrzeuge rollen direkt hinein, und eine eingebaute Winde zieht schwere Ladung an Bord. Das Flugzeug hat eine eigene Stromversorgung, braucht kaum Bodenausrüstung und kann mit eigener Kraft rückwärts rollen. Auch schmale Pisten oder Rollwege ab etwa 75 Fuß Breite reichen aus. Für Orte ohne Hallen, Schlepper und Frachtterminals ist das genau die richtige Kombination.

Gebaut wurde die Hercules von Lockheed in Marietta im US-Bundesstaat Georgia. Heute gehört die Marke zu Lockheed Martin.

Die Hercules auf der Wunschliste

Setz die L-100 oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie im Anflug auf deinen Flughafen ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Und die LM-100J?

Die Flotte von Lynden ist alt – die jüngste zivile Hercules der ersten Generation verließ das Werk 1992. Deshalb fällt der Name Lynden immer wieder, wenn es um die LM-100J geht. Sie ist die zivile Version der modernen C-130J „Super Hercules“: Lockheed Martin startete das Programm 2014 neu, der erste Prototyp rollte im Februar 2017 aus der Halle in Marietta und flog im Mai 2017 erstmals.

Gegenüber der alten L-100 bringt die LM-100J einiges mit:

  • Rolls-Royce AE2100D3 statt der alten Allison-Turboprops, mit digitaler Triebwerksregelung
  • Sechsblatt-Propeller aus Verbundwerkstoff von Dowty statt der klassischen Vierblatt-Propeller
  • Glascockpit mit Head-up-Displays und Zwei-Mann-Besatzung
  • höhere Reiseflughöhe, mehr Reichweite und deutlich weniger Lärm

Für Spotter ist das wichtigste Merkmal schnell gefunden: sechs Propellerblätter mit gebogenen Spitzen stehen für die J-Generation, vier gerade Blätter für die alte Hercules.

Ob die LM-100J tatsächlich bei Lynden fliegt, ist allerdings nicht belegt. Als Erstbetreiber präsentierte Lockheed Martin 2018 die Firma Pallas Aviation aus Texas, die bis 2023 insgesamt fünf Maschinen übernahm. Im Juni 2024 räumte ein Lockheed-Vertreter ein, dass die Nachfrage nach dem zivilen Modell gering ausfalle und weitere Kunden fehlten. Die Website von Lynden Air Cargo nennt mit Stand Oktober 2026 ausschließlich die L-382 Hercules. In der Presseübersicht der Gruppe findet sich stattdessen eine Vereinbarung mit dem Zulieferer Moog, um die bestehende Hercules-Flotte zu modernisieren. Für dich heißt das: Eine LYC-Hercules in Anchorage ist sehr wahrscheinlich eine klassische L-382 – zählen solltest du trotzdem die Propellerblätter.

Achtung Verwechslung

Auch militärische Hercules sind in Alaska unterwegs. Graue Lackierung, militärische Seriennummern am Leitwerk und Hoheitsabzeichen verraten die Militärmaschine. Mehr Merkmale sammelt der Beitrag Militärtransporter erkennen.

Woran du Lynden Air Cargo erkennst

Die Silhouette ist unverwechselbar: Hochdecker, vier Turboprops, ein kurzes, kräftiges Fahrwerk in seitlichen Verkleidungen und ein hochgezogenes Heck mit Laderampe. Im Vergleich zur Standard-C-130 wirkt der Rumpf der L-100-30 gestreckt, weil die Kabine länger ist. Lynden-Maschinen tragen eine zivile Bemalung mit dem Schriftzug „Lynden“ statt militärischem Grau.

Am Heck stehen US-Kennzeichen mit N-Präfix. Ein Beispiel ist N401LC, eine Maschine, die im Sommer 2026 bei der Verabschiedung eines langjährigen Flugingenieurs in Anchorage eine Wasserfontäne der Flughafenfeuerwehr bekam. Wie US-Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt Flugzeugkennzeichen verstehen.

Silhouette prüfen

Hochdecker, vier Propeller, Rampe im Heck – damit ist die Hercules-Familie klar.

Zivil oder militärisch?

Zivile Bemalung und N-Kennzeichen sprechen für eine L-100, Grau und Seriennummer für eine C-130.

Propeller zählen

Vier Blätter: klassische Hercules. Sechs Blätter: J-Generation, also C-130J oder LM-100J.

Tracker abgleichen

Steht LYC im Tracker, hast du Lynden Air Cargo vor der Linse.

Einsatzgebiet: Alaskas Busch und die Welt

Im Linienverkehr (Stand Oktober 2026) verbindet Lynden Anchorage mit fünf Knoten in Westalaska: Bethel, Emmonak, Kotzebue, Nome und St. Mary’s. Bethel wird laut Flugplan von dienstags bis samstags bedient, die anderen Ziele zwei- bis dreimal pro Woche. Mehrere Abflüge in Anchorage liegen sehr früh am Morgen; nach Bethel startet die Maschine planmäßig schon vor vier Uhr. Von diesen Knoten aus gelangt die Fracht häufig mit kleineren Flugzeugen weiter in die umliegenden Dörfer.

Geladen wird, was in den Busch muss: Lebensmittel, Autos, Baumaterial, gekühltes Wildfleisch und Meeresfrüchte. Im Frühjahr, wenn die Eisstraßen im Norden auftauen, versorgt Lynden laut der Gruppe außerdem Ölfeld-Camps westlich des Colville River aus der Luft.

Als Charterairline fliegt Lynden Übergrößen weltweit – genannt werden unter anderem Kanada, Südamerika und Papua-Neuguinea, dazu Bergbau-, Bau- und Ölprojekte. 2018 unterstützte eine Lynden-Hercules einen einmonatigen Forschungseinsatz in der Antarktis; damit war die Gruppe nach eigener Darstellung auf allen sieben Kontinenten aktiv.

Bekannt ist die Airline auch für Hilfsflüge. Nach eigenen Angaben brachte Lynden Hilfsgüter nach Erdbeben nach Haiti, nach Indonesien, nach einem Zyklon nach Vanuatu, nach den Waldbränden nach Hawaii sowie nach Guam und in den Sudan. Partner waren demnach FEMA, das Rote Kreuz und das US-Militär.

Warum die Hercules in Alaska passt

  • Landet auf kurzen, unbefestigten Pisten
  • Fahrzeuge rollen direkt über die Heckrampe an Bord
  • Eigene Stromversorgung, kaum Bodengerät nötig
  • Nimmt Container und sperrige Maschinen auf

Wo die alte Hercules an Grenzen stößt

  • Hohes Alter der Flugzeuge, aufwendige Wartung
  • Langsamer und lauter als moderne Frachter
  • Avionik muss für heutige Anforderungen nachgerüstet werden
  • Keine neuen L-100 mehr – die Flotte wird nicht mehr verjüngt

Lynden Air Cargo spotten

Die beste Adresse ist Anchorage. Hier starten alle Linienflüge, hier stehen die Maschinen zwischen den Umläufen. Weil mehrere Abflüge sehr früh liegen, lohnt sich ein Blick auf Abflug- und Rückkehrzeiten im Tracker. Im Sommer hast du dafür viel Tageslicht, im Winter fallen viele Umläufe in Dunkelheit oder Dämmerung. Ein klassischer Spot ist Point Woronzof; weitere Tipps sammelt der Guide Planespotting in Anchorage.

In Anchorage teilt sich Lynden den Himmel mit anderen Alaska-Spezialisten. Northern Air Cargo fliegt ebenfalls Fracht in den Busch, Everts Air Cargo hält mit DC-6 und C-46 die Kolbenmotor-Tradition hoch, und im Passagierverkehr dominiert Alaska Airlines. Dazu landen Großraumfrachter auf dem Weg zwischen Asien und Nordamerika – einen Überblick über die Typen gibt Frachtflugzeuge erkennen.

Gute Chancen auf Lynden, wenn …

  • du an einem Wochentag mit mehreren Linienumläufen in Anchorage bist
  • der Tracker LYC-Flüge im Anflug zeigt
  • du Geduld bis zur Rückkehr der Frühflüge mitbringst

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach älteren Flugplänen oder Reiseberichten planst
  • Feiertage anstehen – Lynden passt den Plan dann an

Eher kein Lynden-Tag, wenn …

  • du außerhalb Alaskas ohne konkreten Charterflug im Tracker wartest

Zum Fotografieren: Die Hercules ist ein Propellerflugzeug. Mit zu kurzer Belichtungszeit frierst du die Propeller ein, und das Bild wirkt, als stünden die Triebwerke still. Wie du die richtige Verschlusszeit findest, erklärt Propeller fotografieren. Im Winter in Alaska helfen außerdem die Tipps aus Planespotting im Winter.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Flächen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu – das gilt in den USA genauso wie in Europa. Achte besonders auf Hinweisschilder vor Ort. Grundlagen erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Häufige Verwechslungen

  • Jede Hercules für Militär halten – zivile Bemalung und N-Kennzeichen zeigen eine L-100 wie bei Lynden.
  • Jede zivile Hercules für Lynden halten – auch andere Betreiber flogen und fliegen L-100, früher etwa die kanadische Pacific Western Airlines. Kennzeichen und Tracker-Code klären die Frage.
  • L-100 und LM-100J gleichsetzen – vier gerade Propellerblätter stehen für die alte Hercules, sechs gebogene für die J-Generation.
  • Lynden Air Cargo mit Lynden Transport verwechseln – Lynden Transport ist die Lkw-Spedition derselben Gruppe, die Airline ist aber eine eigene Gesellschaft.
  • Lynden für eine Paketairline halten – die Hercules fliegt vor allem schwere und sperrige Fracht, nicht das Expressgeschäft.

Lynden im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Hercules-Kennzeichen, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und finde auf der Spot-Karte die besten Plätze in Anchorage mit Anreise, Licht und Community-Fotos. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Lynden Air Cargo ist eine der seltenen Gelegenheiten, die Hercules im zivilen Arbeitsalltag zu erleben. Die Airline aus Anchorage versorgt Westalaska im Linienverkehr, fliegt Übergrößen in entlegene Gegenden der Welt und springt bei Katastrophen ein. Die Flotte ist alt, die Nachfolgefrage offen – umso mehr lohnt sich eine Sichtung, solange die klassischen L-382 noch regelmäßig fliegen.

Kurzfazit

Lynden Air Cargo (ICAO LYC, IATA L2) ist eine Frachtairline aus Anchorage mit ziviler Hercules L-382. Bemalung und N-Kennzeichen trennen sie von der C-130, die Zahl der Propellerblätter von der neuen LM-100J.

Zusammenfassung

  • Lynden Air Cargo ist einer der letzten großen Betreiber der zivilen Hercules und damit für Spotter eine echte Rarität.
  • Die Flugzeuge versorgen Orte in Westalaska ohne Straßenanbindung und übernehmen weltweit Übergrößen-Charter und Katastrophenhilfe.
  • Zivile Hercules unterscheidest du von der militärischen C-130 vor allem über Bemalung, Kennzeichen und den gestreckten Rumpf.
  • Die beste Chance auf eine Sichtung hast du in Anchorage, wo alle Linienflüge starten und landen.

Häufige Fragen

Welchen ICAO- und IATA-Code hat Lynden Air Cargo?

Der ICAO-Code lautet LYC, der IATA-Code L2. Im Funk meldet sich die Crew mit dem Rufzeichen „LYNDEN“. Auf Flugtrackern erscheinen die Flüge meist über den ICAO-Code.

Welche Flugzeuge fliegt Lynden Air Cargo?

Lynden setzt die Lockheed L-382 Hercules ein, die zivile Version des Militärtransporters C-130. Der Typ ist auch unter dem Namen L-100 bekannt. Die Firma nennt eine Nutzlast von bis zu 48.000 lb und einen Laderaum von rund drei Metern Breite und knapp 2,75 Metern Höhe.

Fliegt Lynden schon die LM-100J?

Dafür gibt es bis Oktober 2026 keine offizielle Bestätigung. Die Website von Lynden Air Cargo nennt ausschließlich die L-382 Hercules. Die LM-100J ist der zivile Ableger der C-130J und flog erstmals im Mai 2017; als Erstbetreiber trat Pallas Aviation aus Texas auf. Lynden galt in Fachberichten als naheliegender Interessent, weil die eigene Flotte schon damals Jahrzehnte alt war.

Wohin fliegt Lynden Air Cargo im Linienverkehr?

Laut Flugplan der Airline (Stand Oktober 2026) geht es ab Anchorage nach Bethel, Emmonak, Kotzebue, Nome und St. Mary's. Von dort geht die Fracht häufig mit kleineren Flugzeugen weiter in die umliegenden Dörfer. Frequenzen und Zeiten ändern sich – prüf vor einer Tour den aktuellen Plan.

Was ist der Unterschied zwischen L-100 und C-130?

Die L-100 ist die zivile Zulassung der Hercules. Sie verzichtet auf militärische Ausrüstung und wurde ab Ende der 1960er-Jahre in gestreckten Versionen gebaut, zuletzt als L-100-30. Von außen erkennst du die zivile Maschine vor allem an Bemalung, N-Kennzeichen und dem längeren Rumpf. Mehr dazu auf der Seite zur L-100 Hercules.

Warum nutzt Lynden die Hercules und keine Jets?

Weil viele Ziele in Alaska nur kurze, unbefestigte Pisten haben. Laut Lynden kommt die Hercules mit Pisten von rund 3.750 Fuß (etwa 1.140 Meter) aus, braucht kaum Bodenausrüstung, kann mit eigener Kraft rückwärts rollen und lädt Fahrzeuge direkt über die Heckrampe. Für Autos, Container oder Bergbaumaschinen ist das kaum zu ersetzen.

Wo kann ich Lynden Air Cargo spotten?

Am verlässlichsten in Anchorage. Dort starten alle Linienflüge, mehrere davon schon frühmorgens. Ein bekannter Spot ist Point Woronzof. Bei Charterflügen kann eine Lynden-Hercules auch weit weg von Alaska auftauchen – dann hilft nur ein Blick auf den Tracker.

Fliegt Lynden auch Hilfsflüge?

Ja. Nach eigenen Angaben hat Lynden Hilfsgüter unter anderem nach Haiti, Indonesien, Vanuatu, Hawaii und Guam gebracht und nach Überschwemmungen Gemeinden in Alaska versorgt. Partner sind demnach Organisationen wie FEMA, das Rote Kreuz und das US-Militär.

Lynden Air Cargo im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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