Das Wichtigste in Kürze
- Der UH-60 Black Hawk ist der Standard-Mehrzweckhubschrauber der US Army und fliegt seit 1979 in Truppentransport, Sanität und Spezialeinsätzen.
- Schnellster Erkennungsweg: flacher Rumpf, Vierblattrotor, schräg gestellter Heckrotor rechts und großes Höhenleitwerk unten am Heck.
- In Europa fliegt die US Army den Black Hawk vor allem in Bayern und Hessen, etwa in Wiesbaden und Grafenwöhr.
- Europäische Nutzer sind unter anderem Österreich, Schweden, Polen, die Slowakei, Kroatien, Lettland, Litauen, Portugal, Albanien und Griechenland.
- Bei der Bundeswehr fliegt der Typ nicht – in Deutschland siehst du fast ausschließlich amerikanische Maschinen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der UH-60 Black Hawk?
- 2.Technik in Kürze
- 3.Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.Versionen im Überblick
- 5.Black Hawk oder doch etwas anderes?
- 6.Die US Army in Europa
- 7.Europäische Nutzer
- 8.Black Hawks verfolgen und finden
- 9.Fototipps speziell für den Black Hawk
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Sikorsky (seit 2015 Teil von Lockheed Martin) |
|---|---|
| Werksbezeichnung | S-70 (Exportversion S-70i aus Mielec, Polen) |
| ICAO-Typcode | H60 |
| Erstflug (YUH-60A) | 17. Oktober 1974 |
| Indienststellung | 1979 bei der US Army |
| Bauart | zweimotoriger Mehrzweckhubschrauber mit Vierblatt-Haupt- und Heckrotor |
| Triebwerke (UH-60M) | 2 × General Electric T700-GE-701D |
| Rotordurchmesser | 16,36 m |
| Länge mit drehenden Rotoren | 19,76 m |
| Rumpflänge | 15,27 m |
| Höhe | 5,13 m |
| Max. Abfluggewicht (UH-60M) | 9.979 kg |
| Höchstgeschwindigkeit | rund 294 km/h (159 kn) |
| Gebaute Exemplare | rund 5.000 (Stand Anfang 2023, gesamte H-60-Familie) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Langer, flacher Rumpf mit tief sitzender Kabine und zwei großen Schiebetüren an den Seiten
- Vierblättriger Hauptrotor auf einem kurzen Mast, dahinter die beiden Triebwerke nebeneinander auf dem Kabinendach
- Heckrotor rechts am Seitenleitwerk, sichtbar schräg gestellt – ein Erkennungszeichen, das kaum ein anderer Typ hat
- Großes, waagerechtes Höhenleitwerk unten am Heck, das sich je nach Flugzustand verstellt
- Spornradfahrwerk: zwei feste Haupträder vorne unter der Kabine, ein kleines Rad weit hinten unter dem Heck
- Optional kurze Stummelflügel (ESSS) mit Zusatztanks – dann wirkt der Black Hawk deutlich breiter
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein tiefes, gleichmäßiges Knattern über dem Wald, dann schiebt sich eine flache, dunkelgrüne Silhouette über die Baumwipfel: Wer in Franken, der Oberpfalz oder rund um Wiesbaden wohnt, hat den Sikorsky UH-60 Black Hawk vermutlich schon öfter gesehen, als ihm bewusst ist. Der Mehrzweckhubschrauber ist seit über vier Jahrzehnten das Arbeitspferd der US Army und hat sich längst auch in Europa ausgebreitet. Hier erfährst du, woran du ihn sicher erkennst, welche Versionen es gibt, wo die US Army ihn in Europa einsetzt und welche europäischen Streitkräfte ihn fliegen.
Black Hawk für deinen Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Black-Hawk-Sichtung mit Foto, Typ, Kennung und Spot fest – von der UH-60V aus Wiesbaden bis zur österreichischen S-70 über den Alpen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist der UH-60 Black Hawk?
Der Black Hawk ist ein zweimotoriger Mehrzweckhubschrauber der mittleren Klasse. Er transportiert Soldaten und Material, fliegt Verwundete aus, setzt Spezialkräfte ab, trägt Außenlasten am Haken und löscht mit einem Wasserbehälter Waldbrände. Im Grundaufbau bringt er eine vierköpfige Besatzung und bis zu elf voll ausgerüstete Soldaten mit.
Entstanden ist er aus einer Ausschreibung der US Army Anfang der 1970er-Jahre: Das Programm UTTAS (Utility Tactical Transport Aircraft System) suchte einen Nachfolger für den legendären Bell UH-1 „Huey“, der im Vietnamkrieg an seine Grenzen gestoßen war. Gefordert waren mehr Leistung, zwei Triebwerke, mehr Schutz für die Besatzung und die Möglichkeit, den Hubschrauber in Transportflugzeugen zu verlegen.
Sikorsky schickte den YUH-60A ins Rennen, der am 17. Oktober 1974 erstmals flog. Im Vergleichsfliegen trat er gegen den YUH-61A von Boeing Vertol an, im Dezember 1976 fiel die Entscheidung zugunsten von Sikorsky. Ab Oktober 1978 wurden die ersten Serienmaschinen ausgeliefert, 1979 kam der Typ bei der 101. Luftlandedivision in den Truppendienst. Den Namen trägt er – wie viele Hubschrauber der US Army – nach einer Persönlichkeit der amerikanischen Ureinwohner, in diesem Fall dem Anführer Black Hawk.
Aus dem Grundmuster ist eine riesige Familie geworden: der SH-60 Seahawk der US Navy, der HH-60 Jayhawk der Küstenwache, Rettungs- und Spezialkräfteversionen sowie zivile und Exportmodelle unter der Werksbezeichnung S-70. Bis Anfang 2023 wurden rund 5.000 Hubschrauber der H-60-Familie gebaut. Sikorsky selbst gehört seit November 2015 zu Lockheed Martin, das den Hersteller für 9 Milliarden US-Dollar von United Technologies übernommen hat.
Technik in Kürze
Angetrieben wird die aktuelle UH-60M von zwei General Electric T700-GE-701D. Die Wellenturbinen sitzen nebeneinander oben auf dem Rumpf, direkt hinter dem Rotorkopf. Der vierblättrige Hauptrotor hat einen Durchmesser von rund 16,4 Metern. Mit drehenden Rotoren misst die UH-60M knapp 19,8 Meter, der Rumpf allein gut 15,3 Meter. Das maximale Abfluggewicht liegt bei knapp 10 Tonnen, die Höchstgeschwindigkeit bei rund 294 km/h.
Zwei konstruktive Details machen den Black Hawk unverwechselbar. Erstens der geneigte Heckrotor: Seine Achse ist um etwa 20 Grad gekippt, sodass er neben dem Drehmomentausgleich einen kleinen Teil Auftrieb am Heck liefert. Zweitens das verstellbare Höhenleitwerk (Stabilator), das sich automatisch an den Flugzustand anpasst. Es wurde eingeführt, weil der Prototyp bei Landeanflügen zum Aufbäumen der Nase neigte.
Typisch für die Konstruktion ist auch die niedrige Bauhöhe. Die Army wollte den Black Hawk in einer Lockheed C-130 Hercules verlegen können; deshalb ist er lang und niedrig gebaut und passt nach teilweiser Zerlegung in den Laderaum. Unter dem Rumpf trägt er einen Lasthaken, an der Seite bei Bedarf eine Rettungswinde. Mit den Stummelflügeln des External Stores Support System (ESSS) kann er Zusatztanks oder Bewaffnung mitführen.
Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Auf große Distanz kann der Black Hawk mit anderen mittelgroßen Hubschraubern verwechselt werden. Mit drei Blicken bist du auf der sicheren Seite.
Silhouette prüfen
Ein langer, flacher Rumpf mit tief liegender Kabine und einem kurzen Rotormast. Der Black Hawk wirkt „geduckt“ – deutlich flacher als NH90 oder H225.
Heck ansehen
Heckrotor auf der rechten Seite, sichtbar schräg gestellt, darunter ein großes waagerechtes Höhenleitwerk. Dazu ein kleines Spornrad weit hinten unter dem Heckausleger.
Fahrwerk und Türen
Zwei feste Haupträder vorne unter der Kabine, keine einziehbaren Räder. An den Seiten große Schiebetüren, oft im Flug geöffnet mit Bordschützen oder Sanitätern.
Für den Betreiber hilft die Lackierung. US-Army-Maschinen tragen meist ein mattes Dunkelgrün mit kleinen schwarzen Schriftzügen und eine Seriennummer am Heckausleger; wie die amerikanischen Kennungen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag US-Militärkennzeichen. Sanitätsversionen wie die HH-60M sind an roten Kreuzen, der Rettungswinde und dem Wärmebildsensor an der Nase zu erkennen.
Praxis-Tipp: Fotografier von schräg hinten
Aus diesem Winkel siehst du den geneigten Heckrotor, das Höhenleitwerk und die Triebwerke auf dem Dach gleichzeitig. Ein solches Bild reicht fast immer, um den Black Hawk auch Jahre später noch eindeutig zuzuordnen.
Versionen im Überblick
Äußerlich hat sich der Black Hawk über die Jahrzehnte wenig verändert. Die wichtigsten Schritte betrafen Triebwerke, Getriebe, Rotorblätter und das Cockpit.
| Version | Zeitraum | Was sie auszeichnet |
|---|---|---|
| UH-60A | ab 1978 | Ursprungsversion mit T700-GE-700 |
| UH-60L | ab Ende der 1980er-Jahre | stärkere T700-GE-701C, verstärktes Getriebe, mehr Nutzlast |
| UH-60M | Serienfertigung ab 2006 | Glascockpit, T700-GE-701D, breitere Rotorblätter |
| UH-60V | Modernisierung | UH-60L mit digitalem Cockpit nach M-Standard |
| HH-60M | Sanitätsversion | Rettungswinde, Wärmebild, medizinische Ausstattung |
| MH-60 | Spezialkräfte | u. a. Luftbetankungssonde, erweiterte Sensorik |
| S-70i | Export | international vermarktete Version, Endmontage in Mielec |
In Schweden heißt die UH-60M Hkp 16, in Österreich fliegt die Exportvariante S-70A-42, in der Türkei wird unter der Bezeichnung T-70 eine Lizenzversion gebaut.
Black Hawk oder doch etwas anderes?
Gerade bei Gegenlicht oder hinter Bäumen kann es knifflig werden. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: mittlere Militärhubschrauber
Sikorsky UH-60 Black Hawk
Schräger Heckrotor, flacher Rumpf und Spornradfahrwerk – das passt. Jetzt nur noch Betreiber und Version über Kennung und Lackierung klären.
NH90, H225 oder Mi-8/Mi-17
Hohe, voluminöse Kabine und Bugrad sprechen für NH90 oder H225. Wirkt der Hubschrauber bullig mit großen Rundfenstern und Heckklappe, kann es ein Mi-8/Mi-17 sein.
Bell UH-1 oder Bell 412
Kufen und ein schlanker Rumpf deuten auf die Huey-Familie hin, also den Vorgänger des Black Hawk und seine zivilen Ableger.
Die Vergleichsseiten zu Airbus NH90, Airbus H225 und Mil Mi-8/Mi-17 zeigen dir die Unterschiede im Detail. Einen Rundumblick über Drehflügler bietet der Guide Hubschraubertypen erkennen. Der zivile Verwandte aus gleichem Haus ist der Sikorsky S-92, der allerdings eine deutlich höhere Kabine und ein einziehbares Fahrwerk hat.
Die US Army in Europa
Für Spotter in Deutschland ist die 12th Combat Aviation Brigade der wichtigste Black-Hawk-Betreiber. Die Heeresfliegerbrigade der US Army hat ihr Hauptquartier am Army Airfield Katterbach bei Ansbach und verteilt ihre Einheiten auf mehrere Standorte (Stand 2025):
- Wiesbaden Army Airfield (Hessen): UH-60V als Mehrzweckhubschrauber, dazu Verbindungsflugzeuge
- Grafenwöhr Army Airfield (Oberpfalz): HH-60M der Sanitätsstaffel „Dust Off“
- Katterbach (Mittelfranken): Hauptquartier, dazu AH-64E Apache und CH-47F Chinook
Black Hawks begegnen dir deshalb vor allem in Hessen, Franken und der Oberpfalz – über Truppenübungsplätzen, auf Verbindungsflügen zwischen den Standorten und bei Verlegungen. Bei großen Übungen in Osteuropa kommen zusätzlich Maschinen aus den USA, die durch Deutschland transferiert werden. Wie du solche Flüge im Netz aufspürst, erklärt der Guide Militärflugzeuge online verfolgen.
Die Black Hawks der US Army helfen auch im zivilen Ernstfall. Nach dem Lawinenunglück von Galtür im Februar 1999 flogen zehn amerikanische UH-60 zusammen mit Hubschraubern aus Österreich, Deutschland, Frankreich und der Schweiz eingeschlossene Urlauber aus dem Paznauntal aus.
Militärische Flotten sind in Bewegung
Stationierungen, Flottengrößen und Zeitpläne ändern sich bei Militärhubschraubern häufig und werden nicht immer öffentlich gemacht. Prüf vor einer gezielten Tour aktuelle Meldungen und verlass dich nicht auf alte Listen.
Europäische Nutzer
Der Black Hawk hat in den vergangenen 15 Jahren in Europa enorm zugelegt. Viele Länder ersetzen damit sowjetische Mi-8/Mi-17 oder ergänzen verspätete NH90-Flotten. Die folgenden Angaben sind eine Momentaufnahme.
Österreich: Das Bundesheer fliegt seit 2002 neun S-70A-42, stationiert am Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn bei Tulln. Sie sind im Katastrophenschutz und bei Bergrettungen in den Alpen unverzichtbar. Dazu kamen gebrauchte UH-60L, drei aus Jordanien ab 2021 und drei aus US-Beständen, außerdem hat Österreich zwölf neue UH-60M bestellt, deren Auslieferung ab 2028 vorgesehen ist. Was du beim Spotten im Nachbarland beachten musst, steht im Beitrag Planespotting in Österreich.
Schweden: Als Lückenfüller für den verspäteten NH90 kaufte Schweden 2011 15 gebrauchte UH-60M direkt von der US Army. Bei den schwedischen Streitkräften heißen sie Hkp 16; die Übergabe fand im Januar 2012 auf dem Flugplatz Malmen bei Linköping statt. Die Maschinen waren in Afghanistan, wo sie Verwundete ausflogen, und in Mali im Einsatz und stehen von Malmen aus auch für Transporte der Polizei bereit. 2024 bestellte Schweden zwölf weitere UH-60M.
Polen: Im Werk PZL Mielec, das Sikorsky 2007 übernommen hat, läuft seit 2010 die Endmontage der Exportversion S-70i. Polnische Spezialkräfte und die Polizei fliegen Black Hawks aus dieser Produktion.
Slowakei: Die slowakischen Luftstreitkräfte erhielten zwischen 2017 und 2020 neun neue UH-60M; dazu kommen weitere Maschinen aus US-Beständen.
Baltikum und Balkan: Lettland und Litauen haben jeweils vier UH-60M bestellt; Lettland übernahm die ersten Ende 2022. Kroatien fliegt UH-60M, 2024 gaben die USA grünes Licht für acht weitere. Albanien betreibt gebrauchte UH-60A.
Weitere Nutzer: Portugal setzt UH-60A und UH-60L ein, unter anderem bei der Brandbekämpfung. Griechenland hat 2024 einen Vertrag über 35 UH-60M für das Heer abgeschlossen, Norwegen hat UH-60M und Rettungsversionen bestellt, und in der Türkei läuft die Lizenzversion T-70 vom Band.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Umfeld Wiesbaden, Ansbach, Grafenwöhr | hoch | Standorte der 12th Combat Aviation Brigade |
| Umfeld Langenlebarn (Niederösterreich) | hoch | Heimat der österreichischen Black Hawks |
| Alpen bei Lawinen- und Hochwasserlagen | mittel | Katastropheneinsätze des Bundesheers |
| Airshows und Tage der offenen Tür | mittel | statisch oder im Flugprogramm |
| Malmen bei Linköping (Schweden) | mittel | Übergabeort und Standort der Hkp 16 |
H60 auf die Wunschliste
Setz in Planetrack den Black Hawk oder einzelne Kennungen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Black Hawks verfolgen und finden
Einen Flugplan gibt es nicht, und viele Militärflüge sind in kommerziellen Diensten ausgeblendet. Manche Black Hawks senden trotzdem Mode-S oder ADS-B und tauchen unter dem Typcode H60 auf. Speziell für Drehflügler hilft der Beitrag Hubschrauber auf dem Flugradar finden. Wer seine Sichtungen mit Seriennummern abgleichen will, findet im Beitrag über Scramble eine Militär-Datenbank, die viele Spotter nutzen.
Die verlässlichsten Chancen bieten Airshows. Beim Royal International Air Tattoo in Fairford sind amerikanische und europäische Hubschrauber regelmäßig vertreten. Termine findest du im Überblick zu Airshows in Europa.
Fototipps speziell für den Black Hawk
Ein Hubschrauber mit eingefrorenem Rotor wirkt, als würde er gleich vom Himmel fallen. Beim Black Hawk kommt dazu, dass Haupt- und Heckrotor gleichzeitig im Bild sind.
Verschlusszeit verlängern
Starte bei etwa 1/125 s und taste dich bei sicherem Mitziehen nach unten. So verwischen die vier Rotorblätter zu einer Scheibe.
Profil mit offener Tür
Fliegt der Black Hawk mit geöffneter Schiebetür, siehst du ins Innere – das macht das Bild lebendig. Wähl dafür eine leicht erhöhte Position.
Tieffluggebiete beobachten
Black Hawks fliegen gern im Tiefflug entlang von Tälern. Ein Standort mit freiem Blick ins Tal bringt dir Aufnahmen auf Augenhöhe.
Abwind einplanen
Bei Starts und Landungen in der Nähe fliegen Staub und Steinchen. Abstand halten und Objektiv schützen.
Die Grundlagen zum Mitziehen erklärt der Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit, allgemeine Tipps für Drehflügler sammelt der Beitrag Hubschrauber spotten. Was an Kasernen und Fliegerhorsten erlaubt ist, steht in Militärflugplatz fotografieren: Regeln.
Bereit für deine Black-Hawk-Session?
- Ich stehe auf öffentlichem Grund und außerhalb militärischer Sperrbereiche.
- Ich beachte Fotografierverbote an US-Standorten und Fliegerhorsten.
- Ich halte Abstand zu Landeplätzen und Einsatzorten.
- Meine Verschlusszeit ist lang genug für bewegte Rotoren.
- Ich habe vorab nach Übungen und Flugtagen in meiner Region gesucht.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für den Black Hawk, wenn …
- der Heckrotor rechts sitzt und sichtbar schräg steht
- ein großes Höhenleitwerk unten am Heck sitzt
- der Rumpf flach ist und auf zwei festen Rädern plus Spornrad steht
- im Tracking-Dienst H60 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- der Hubschrauber grau lackiert über dem Meer fliegt – dann kann es ein Seahawk der Marinefamilie sein
- Stummelflügel mit Tanks montiert sind – das ist trotzdem ein Black Hawk, nur mit ESSS
- die Lackierung zivil ist – dann eventuell ein S-70 für Brandbekämpfung oder Polizei
Es ist kein Black Hawk, wenn …
- zwei Rotoren hintereinander drehen – dann ist es ein CH-47 Chinook
- der Hubschrauber deutlich größer ist und sechs oder sieben Rotorblätter hat – dann eher ein CH-53
- Piloten hintereinander in einem schmalen Rumpf sitzen – dann ist es ein Kampfhubschrauber wie der AH-64 Apache
- drei Triebwerke und ein großer Rumpf mit Heckrampe auffallen – dann bist du beim AW101
Historische Hubschrauber aus allen Epochen, darunter Vorgänger wie die Huey, kannst du im Hubschraubermuseum Bückeburg aus der Nähe ansehen – ein guter Ort, um die Entwicklung vom Kufen-Hubschrauber zum modernen Mehrzweckmuster nachzuvollziehen.
Fazit
Der Black Hawk ist einer dieser Hubschrauber, die du nach dem ersten bewussten Blick überall wiedererkennst. Flacher Rumpf, Vierblattrotor, schräger Heckrotor und großes Höhenleitwerk – mit diesen Merkmalen bist du auf der sicheren Seite. In Deutschland gehören die Maschinen fast immer zur US Army, in Österreich, Schweden, Polen und auf dem Balkan dagegen zu den heimischen Streitkräften. Weil immer mehr europäische Länder den Typ beschaffen, wird die Jagd nach neuen Betreibern und Versionen in den nächsten Jahren eher spannender als langweiliger.
Kurzfazit
Schräger Heckrotor rechts, Höhenleitwerk unten, flacher Rumpf auf Spornradfahrwerk: Das ist der UH-60 Black Hawk. Halte rund um Wiesbaden, Ansbach und Grafenwöhr Ausschau, schau nach Österreich und Skandinavien für europäische Betreiber und belichte lang genug, damit die Rotoren sich drehen.
Zusammenfassung
- Sikorsky entwickelte den Black Hawk für die UTTAS-Ausschreibung der US Army als Nachfolger des UH-1; der Prototyp flog am 17. Oktober 1974, 1976 gewann er gegen Boeing Vertol.
- Über die Versionen UH-60A, UH-60L und UH-60M führt der Weg zur digital modernisierten UH-60V; rund 5.000 H-60 aller Varianten wurden bis 2023 gebaut.
- Seit 2015 gehört Sikorsky zu Lockheed Martin; die Exportversion S-70i wird im polnischen Werk PZL Mielec endmontiert.
- In Europa wächst die Zahl der Betreiber stetig, vor allem in Mittel- und Osteuropa sowie in Skandinavien.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat der Black Hawk?
Die H-60-Familie läuft unter H60. Der Code deckt UH-60, S-70 und verwandte Versionen ab. Ob du eine UH-60M, eine österreichische S-70A-42 oder eine polnische S-70i vor dir hast, klärst du über Kennung, Hoheitszeichen und Details.
Warum ist der Heckrotor beim Black Hawk schräg?
Die Achse des Heckrotors ist um etwa 20 Grad geneigt. Dadurch gleicht er nicht nur das Drehmoment des Hauptrotors aus, sondern liefert auch ein wenig Auftrieb am Heck. Für Spotter ist die Schrägstellung ein sehr verlässliches Merkmal, besonders von schräg hinten fotografiert.
Was ist der Unterschied zwischen UH-60L und UH-60M?
Die UH-60M ist die modernisierte Version mit Glascockpit, stärkeren T700-GE-701D-Turbinen und breiteren Rotorblättern. Die Serienfertigung begann 2006. Von außen sind L und M sehr ähnlich, die genaue Version klärst du am sichersten über die Kennung.
Was ist die UH-60V?
Eine Modernisierung älterer UH-60L, die ein digitales Cockpit nach dem Vorbild der UH-60M bekommen. Die US Army setzt die UH-60V unter anderem in Wiesbaden ein. Äußerlich unterscheidet sie sich kaum von der L-Version.
Fliegt die Bundeswehr den Black Hawk?
Nein. Die Bundeswehr setzt in dieser Klasse auf den NH90 und auf leichte Typen wie den H145M. Black Hawks über Deutschland gehören fast immer zur US Army.
Wo sehe ich in Deutschland am ehesten einen Black Hawk?
Im Umfeld der US-Army-Standorte in Wiesbaden, Ansbach-Katterbach und Grafenwöhr sowie bei Übungen in Bayern. Dazu kommen Durchflüge und Verlegungen, etwa zu Manövern in Osteuropa.
Kann man Black Hawks auf dem Flugradar verfolgen?
Manchmal. Einige Maschinen senden ADS-B oder Mode-S und tauchen als H60 auf, viele Militärflüge sind in kommerziellen Diensten aber gefiltert. Österreichische und schwedische Maschinen bei Rettungs- oder Polizeieinsätzen sind gelegentlich besser sichtbar.
Sikorsky UH-60 Black Hawk sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Sikorsky CH-53 Sea Stallion / CH-53G
Ein großer Sechsblattrotor, zwei Turbinen neben dem Rotormast, dicke Tankstummel und eine Heckrampe: Der CH-53G ist seit 1972 das Arbeitstier der deutschen Hubschrauberflotte. So erkennst du ihn, so unterscheidest du die Versionen – und so geht es mit dem Chinook als Nachfolger weiter.
HubschrauberSikorsky S-92
Zwölfeinhalb Tonnen, vier Rotorblätter, Platz für 19 Passagiere: Die S-92 ist das Arbeitspferd der Nordsee und fliegt für die britische Küstenwache Rettungseinsätze. So erkennst du den großen Sikorsky und findest ihn.
HubschrauberSikorsky S-76
Schlanke Nase, vier Rotorblätter, Räder, die im Rumpf verschwinden: Der Sikorsky S-76 war Sikorskys erster Hubschrauber für den zivilen Markt und flog jahrzehntelang VIPs, Offshore-Crews und Rettungsteams. So erkennst du ihn.
HubschrauberBell UH-1 Iroquois (Huey)
Zwei breite Rotorblätter, große Schiebetüren und das unverwechselbare Klatschen in der Luft: Die Bell UH-1 „Huey“ wurde im Vietnamkrieg zur Ikone und flog über 50 Jahre bei der Bundeswehr. So erkennst du sie und findest sie heute noch.
HubschrauberNHIndustries NH90
Kantiger Rumpf, vier Rotorblätter, Fly-by-Wire: Das NH90 ist der europäische Standardhubschrauber der NATO-Ära. Bei der Bundeswehr fliegt er als TTH, Sea Lion und Sea Tiger, anderswo wurde er vorzeitig ausgemustert. So erkennst du ihn.
HubschrauberAirbus Helicopters H225
Elf Tonnen, fünf Rotorblätter, bis zu 28 Soldaten: Der H225 ist die jüngste Super Puma. Erst Star der Nordsee, dann nach dem Turøy-Unglück 2016 am Boden, heute vor allem als militärische Caracal unterwegs. So erkennst du ihn.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Lockheed Martin
Lockheed Martin baut heute fast nur Militärflugzeuge, doch das Erbe reicht von der dreifach geleitwerkten Constellation über den Großraumjet TriStar bis zur Hercules und zur F-35. Wer die Formen kennt, erkennt Lockheed-Typen am Zaun eines Fliegerhorsts genauso sicher wie im Museum.
MuseumHubschraubermuseum Bückeburg
Das Hubschraubermuseum Bückeburg ist das einzige Museum in Deutschland, das sich ausschließlich Drehflüglern widmet. In einem Burgmannshof von 1463 und zwei Anbauten stehen über 50 Hubschrauber, Tragschrauber und Exoten in Originalgröße – vom Nachbau des Cornu-Hubschraubers von 1907 bis zur CH-53G, die seit Juni 2026 auf dem Museumsdach steht.
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