Das Wichtigste in Kürze
- Gerade Jahre, Frühsommer: Die ILA findet alle zwei Jahre statt. Nach der Ausgabe vom 10. bis 14. Juni 2026 ist die nächste ILA für den 17. bis 21. Mai 2028 angekündigt.
- Nur zwei Tage für dich: Die ersten drei Tage gehören den Fachbesuchern. Privatbesucher kommen 2028 laut Veranstalter am Wochenende, also am 20. und 21. Mai.
- Schauplatz am BER: Die Messe läuft auf dem Berlin ExpoCenter Airport im Schönefelder Ortsteil Selchow, direkt neben der Südbahn des Hauptstadtflughafens.
- Militär prägt das Bild: 2026 war Sicherheit und Verteidigung der stärkste Ausstellungsbereich. Eurofighter, Tornado, A400M und Hubschrauber der Bundeswehr dominierten das Flugprogramm.
- Tickets nur online: 2026 gab es keine Tageskasse, und die Wochenendtickets waren trotz erhöhtem Kontingent früh vergriffen. Wer 2028 hin will, sollte den Vorverkauf im Blick behalten.
Inhaltsverzeichnis
- 1.ILA Berlin: die kurze Antwort
- 2.Von Luftschiffen zu Drohnen: die Geschichte der ILA
- 3.Das Gelände: ExpoCenter Airport an der Südbahn
- 4.Was du auf der ILA siehst
- 5.Besuch planen: Tickets, Anreise und Regeln
- 6.Fotografieren auf der ILA: so holst du mehr raus
- 7.Rund um die Messe: BER und Berlin kombinieren
- 8.ILA, Paris oder Farnborough?
- 9.Fazit
Zwei Tage im Jahr, und auch das nur jedes zweite Jahr: Dann rollen am Südrand des BER keine Ferienflieger, sondern Eurofighter, Kampfhubschrauber und Transporter vor das Publikum. Die ILA Berlin ist Deutschlands wichtigste Luft- und Raumfahrtmesse und neben Paris und Farnborough eine der großen Branchenshows Europas. Für Spotter ist sie vor allem eins: die seltene Gelegenheit, Typen, die sonst hinter Zäunen von Fliegerhorsten verschwinden, aus der Nähe und im Flug zu sehen. Dieser Guide erklärt dir, wie die Messe entstanden ist, wie das Gelände in Schönefeld funktioniert und wie du die Publikumstage so planst, dass am Ende nicht nur Hinterköpfe auf der Speicherkarte landen.
Deine ILA-Ausbeute an einem Ort
Poste deine Airshow-Bilder in Planetrack mit Flugzeugtyp, Kennzeichen, Betreiber und Flughafen und sammle jeden neuen Typ im Hangar – vom Tornado bis zum A350-1000. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
ILA Berlin: die kurze Antwort
Die ILA (Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung) findet alle zwei Jahre in geraden Jahren statt, organisiert vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und der Messe Berlin. Schauplatz ist der Berlin ExpoCenter Airport in Selchow, direkt an der Südbahn des Flughafens BER. Die ersten Messetage sind Fachbesuchern vorbehalten, am Wochenende ist das Gelände für alle offen. Die nächste Ausgabe ist für den 17. bis 21. Mai 2028 angekündigt, mit Publikumstagen am 20. und 21. Mai.
Von Luftschiffen zu Drohnen: die Geschichte der ILA
Die Wurzeln der ILA reichen weiter zurück als bei fast jeder anderen Luftfahrtmesse. 1909 lud Frankfurt am Main zur Internationalen Luftschiffahrt-Ausstellung ein – einer Schau, die über mehrere Monate lief und in der Luftschiffe noch eine Hauptrolle spielten. Wer sich für diese Epoche interessiert, findet im Beitrag zur Geschichte der Zeppeline den passenden Hintergrund. 1912 folgte in Berlin eine allgemeine Luftfahrzeug-Ausstellung, auf der die Flugzeuge den Luftschiffen zahlenmäßig bereits den Rang abliefen. 1928 fand dann in den Messehallen am Berliner Funkturm eine große internationale Luftfahrtausstellung statt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann ein neues Kapitel in Hannover. Ab 1957 war eine Flugzeugschau Teil der dortigen Industriemesse, 1959 wurde sie eigenständig und lief ab 1960 im Zweijahresrhythmus. Seit 1978 heißt sie wieder Internationale Luftfahrtausstellung – das Kürzel ILA geht ohnehin auf 1909 zurück. Als der Platz am Flughafen Hannover knapp wurde und die Wiedervereinigung neue Perspektiven eröffnete, fiel die Entscheidung für den Umzug: 1990 fand die letzte ILA in Hannover statt.
1992 kehrte die Messe nach Berlin zurück, auf das Südgelände des damaligen Flughafens Schönefeld. In den Folgejahren wuchs sie kräftig, zeitweise mit über 1.000 Ausstellern und Besucherzahlen deutlich jenseits der 200.000. 2010 entschied sich der BDLI für einen neuen, dauerhaften Standort direkt am entstehenden Hauptstadtflughafen – gegen Bewerbungen aus mehreren anderen deutschen Regionen. Seit 2012 läuft die ILA auf dem eigens gebauten ExpoCenter Airport.
| Zeitraum | Ort | Was diese Phase ausmacht |
|---|---|---|
| 1909 | Frankfurt am Main | Erste Internationale Luftschiffahrt-Ausstellung, Luftschiffe im Mittelpunkt |
| 1912 bis 1932 | Berlin | Flugzeuge überholen Luftschiffe, große Schauen am Funkturm |
| 1957 bis 1990 | Hannover | Neustart nach dem Krieg, ab 1978 wieder als Internationale Luftfahrtausstellung |
| 1992 bis 2010 | Berlin-Schönefeld, Südgelände | Rückkehr nach Berlin, Wachstum zur Weltmesse |
| seit 2012 | Berlin ExpoCenter Airport, Selchow | Fester Standort an der Südbahn des BER |
Momente, über die Spotter heute noch reden
Einige Ausgaben haben sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. 2006 zeigte sich der Airbus A380 erstmals auf der ILA, 2018 stand die Antonov An-225 die ganze Messe über im Static Display – ein Typ, den es seit der Zerstörung im Ukraine-Krieg nicht mehr gibt (mehr dazu im Steckbrief der An-225). 2012 drehte eine B-52 am letzten Messetag eine Abschiedsrunde. Im Jahr 2000 trat mit der Patrouille de France erstmals seit dem Unglück von 1988 wieder eine militärische Kunstflugstaffel auf; warum diese Pause so lang war, erklärt der Beitrag zum Flugtagunglück von Ramstein.
2020 fiel die Präsenzmesse wegen der Corona-Pandemie aus und wurde nur digital abgehalten. 2022 kam die ILA mit verkleinerter Fläche zurück, mit begrenzter Tageskapazität und ohne Kunstflugteams und Kolbenmotor-Oldtimer, die aus Nachhaltigkeitsgründen gestrichen wurden. Seitdem wächst sie wieder: 2024 kamen rund 95.000 Besucher, 2026 nach Angaben der Veranstalter etwa 110.000.
Das Gelände: ExpoCenter Airport an der Südbahn
Der Berlin ExpoCenter Airport liegt im Ortsteil Selchow der Gemeinde Schönefeld, südöstlich von Berlin, am Westrand des Flughafengeländes und unmittelbar neben der Südbahn 06R/24L des BER. Ein Rollweg verbindet das Gelände direkt mit dem Flughafen. Das hat einen großen Vorteil: Auch schwere Maschinen wie ein A380 können ganz normal am BER landen und dann zur Ausstellungsfläche rollen. Dazu gibt es drei feste Hallen und eine große Freifläche für das Static Display. Laut Fachpresse umfasste die Messe 2026 insgesamt mehr als 200.000 Quadratmeter.
Für das Flying Display nutzen die Teilnehmer die Südbahn, während der reguläre Linienverkehr des BER weiterläuft. Für dich heißt das: Die Vorführungen finden vor der Kulisse eines echten Verkehrsflughafens statt, und zwischen den Displays bekommst du häufig auch Linienverkehr zu sehen. Wie Nord- und Südbahn im Alltag funktionieren und warum sie seit Oktober 2024 06/24 statt 07/25 heißen, steht im Guide Planespotting am BER.
Lichtrichtung im Blick behalten
Die Südbahn verläuft grob in Ost-West-Richtung. Steht das Publikum südlich der Bahn, blickst du für das Flying Display ungefähr nach Norden – die Sonne steht dann tagsüber eher hinter oder seitlich von dir. Prüf die genaue Lage der Showline aber vor Ort, denn sie kann sich je nach Ausgabe unterscheiden. Wie du daraus konkrete Zeitfenster ableitest, erklärt der Guide Sonnenstand planen.
Was du auf der ILA siehst
Die ILA ist keine reine Militär-Airshow wie die Veranstaltungen an Fliegerhorsten, aber auch keine reine Zivilmesse. Ihre Segmente reichen von Verkehrsluftfahrt über Raumfahrt bis zu Verteidigung, Drohnen und Zulieferern. 2026 war Sicherheit und Verteidigung laut Fachpresse der dominierende Bereich – und das sah man auch am Himmel.
Das Flying Display 2026
Laut dem veröffentlichten Programm flogen 2026 unter anderem:
- Airbus A350-1000 als zivile Vorführung (mehr zum Typ unter Airbus A350-1000)
- Airbus A400M, der Transporter der Luftwaffe (Steckbrief: A400M)
- Eurofighter der Luftwaffe und der spanischen Luftwaffe (Typenporträt: Eurofighter Typhoon)
- Panavia Tornado, der sich nach und nach aus dem Dienst verabschiedet (Panavia Tornado)
- Tiger-Kampfhubschrauber solo und im Verband (Airbus Helicopters Tiger)
- Leonardo AW249, der Hochgeschwindigkeits-Demonstrator Racer von Airbus Helicopters sowie mehrere unbemannte Systeme
- Fallschirmspringer der Bundeswehr, die von einer CH-53 wieder aufgenommen wurden, ein A321-Überflug zum 70-jährigen Bestehen der Luftwaffe und eine abschließende Luftparade am Sonntag
Für Spotter wichtig: Das Programm an den Publikumstagen war nicht identisch mit dem an den Fachbesuchertagen. Der A400M etwa stand 2026 laut Flugplan nur an Fachbesuchertagen auf der Liste. Am Samstag fiel das Programm ab 17 Uhr wetterbedingt aus. Plane deshalb nicht auf einen einzelnen Programmpunkt hin, sondern auf das Wochenende als Ganzes.
Static Display
In der statischen Ausstellung standen 2026 laut Fachpresse unter anderem ein A380 von Emirates, ein Airbus Beluga, ein A320neo in einer Sonderlackierung zum 100-jährigen Jubiläum von Lufthansa, die erste Do 228 NXT, eine Boeing P-8A Poseidon und die unbemannte MQ-28 Ghost Bat von Boeing. Gerade Sonderlackierungen und Erstauftritte machen das Static Display zur Fundgrube für den Hangar. Typen sauber auseinanderzuhalten hilft dir der Überblick Kampfjets in Europa erkennen sowie Militärtransporter erkennen.
Das spricht für die ILA
- Militärtypen aus nächster Nähe, die du sonst nur am Fliegerhorst-Zaun erwischst
- Neuheiten und Erstauftritte von Herstellern wie Airbus
- Flugvorführungen vor dem Hintergrund eines echten Verkehrsflughafens
- Gute Kombinierbarkeit mit BER-Spotting und Luftwaffenmuseum Gatow
Das solltest du wissen
- Nur zwei Publikumstage, Tickets 2026 früh ausverkauft
- Kein Kunstflugstaffel-Feuerwerk wie bei großen Militär-Airshows
- Großer Andrang, Wartezeiten an Eingängen und Shuttles
- Programm kann sich kurzfristig ändern, Militärjets werden mitunter abgezogen
Wind und Wetter am BER im Blick
Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen – so siehst du schon beim Frühstück, ob am ILA-Wochenende Gewitter oder Westwind drohen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Besuch planen: Tickets, Anreise und Regeln
Der größte Fehler beim ILA-Besuch passiert schon Monate vorher: zu spät an die Tickets denken. 2026 gab es Eintrittskarten und Parktickets ausschließlich online, eine Tageskasse vor Ort existierte nicht. Die Wochenendtickets waren laut Fachpresse trotz erhöhtem Kontingent früh ausverkauft. Ein Wiedereintritt war mit Privatbesucher-Tickets nicht möglich – wer das Gelände verlässt, kommt am selben Tag nicht wieder hinein.
1. Termin und Ticketstart im Blick behalten
Merk dir den 20. und 21. Mai 2028 vor und verfolge auf der offiziellen Website, wann der Vorverkauf startet. Parktickets buchst du gleich mit.
2. Anreise festlegen
Das Gelände ist normalerweise nur per Shuttlebus erreichbar. Linien, Haltestellen und Parkflächen für 2028 veröffentlicht der Veranstalter erst vor der Messe – prüf sie kurz vorher noch einmal.
3. Programm studieren
Der Flugplan erscheint kurz vor der Messe. Markiere die Programmpunkte, die du sicher sehen willst, und plane deine Position an der Showline danach.
4. Tasche nach Hausordnung packen
Kamera, Teleobjektiv und Fernglas sind erlaubt, Klappstuhl, Messer und Glasflaschen nicht. Halte die Tasche klein genug für die Größengrenze.
Was erlaubt ist – und was nicht
Die Besucherhinweise der ILA 2026 sind für Fotografen erfreulich klar. Kameras, Teleobjektive und Ferngläser waren für die private, nicht kommerzielle Nutzung zugelassen. Entscheidend ist die Nutzung: Professionelle Film- und Fotoausrüstung ist ohne Genehmigung nicht gestattet. Drohnen sind auf dem Gelände verboten.
Weitere Punkte aus der Hausordnung 2026, die Spotter betreffen:
- Taschen bis etwa DIN-A3-Größe sind erlaubt, Koffer kommen in Gepäckzelte an den Eingängen Ost und West.
- Camping- und Klappstühle sowie Tische sind verboten – für lange Stunden an der Showline ist das bitter, also plane Pausen ein.
- Messer jeglicher Art sind tabu. Denk daran, wenn dein Kamerarucksack ein Werkzeug mit Klinge enthält.
- Glasflaschen sind verboten, Kunststoff- und Metallflaschen erlaubt. Verpflegung in normalen Mengen darfst du mitbringen.
- Regenschirme sind bis zu einer begrenzten Größe erlaubt, große Schirme und Zelte nicht; Sonnenschutz in Tuben oder Flaschen, aber nicht als Spray mit Treibgas.
- Vor Ort gab es keine Geldautomaten, bezahlt wurde bar oder mit Karte.
Die Regeln können sich für 2028 ändern – lies die FAQ des Veranstalters vor deinem Besuch noch einmal durch. Was allgemein beim Fotografieren rund um militärisches Gerät gilt, fasst der Beitrag Fotografieren an Militärflugplätzen zusammen.
Das Gelände ist größtenteils offen
Das ExpoCenter ist überwiegend eine Freifläche. Der Veranstalter rät zu wetterfester Kleidung, festen Schuhen, Wasser und Sonnenschutz – und weist auf Wartezeiten an den Publikumstagen hin. Auf dem Asphalt kann es im Frühsommer schnell heiß werden, ein Gewitter kann das Programm unterbrechen.
Fotografieren auf der ILA: so holst du mehr raus
Bei einer Messe-Airshow gelten andere Regeln als am Flughafenzaun. Die Showline ist fix, die Maschinen fliegen enge Kurven vor dem Publikum, und du teilst dir die besten Plätze mit zehntausenden anderen. Ein paar Grundsätze helfen:
- Früh an der Showline: Die erste Reihe am Absperrzaun ist schnell besetzt. Wer zum Einlass da ist, kann sich seinen Platz aussuchen.
- Brennweite flexibel halten: Für Eurofighter und Tornado im Vorbeiflug brauchst du ein Tele, für Hubschrauber-Formationen oder große Transporter in der Kurve reicht oft deutlich weniger. Ein Zoom zwischen etwa 100 und 500 Millimetern deckt das meiste ab.
- Verschlusszeit bei Propellern und Rotoren: Bei A400M, Tiger oder CH-53 frieren zu kurze Zeiten Propeller und Rotorblätter ein, und das Bild wirkt wie ein Standmodell. Etwas längere Zeiten mit sauberem Mitziehen zeigen Bewegung.
- Static Display am Rand des Tages: Morgens und am späten Nachmittag sind weniger Menschen vor den ausgestellten Maschinen. Mittags stehen ständig Besucher im Bild.
- Hitzeflimmern einkalkulieren: Über Beton und Asphalt flimmert die Luft an warmen Tagen stark. Startrollaufnahmen über weite Distanzen leiden besonders, wie der Beitrag Hitzeflimmern vermeiden erklärt.
Eine ausführliche Anleitung für Belichtung, Mitzieher und Bildgestaltung findest du in Airshows fotografieren, die passende Packliste in der Checkliste für den Airshow-Tag.
Wie verbringst du deinen ILA-Tag?
Showline zuerst
Komm zum Einlass, sichere dir einen Platz an der Absperrung mit Blick auf die Südbahn und bleib dort, bis die großen Programmpunkte durch sind. Das Static Display schaust du dir am späten Nachmittag an.
Static Display und Gatow
Nutz die ruhigeren Morgenstunden für die ausgestellten Maschinen und hol dir die Flugvorführungen im Vorbeigehen. Am Folgetag lohnt das Luftwaffenmuseum in Gatow mit seiner großen Freiluftausstellung.
ILA plus BER-Zaun
Ein Messetag für die Show, ein weiterer Tag für die Spots an Nord- und Südbahn. Ausstellungsmaschinen landen und starten über den BER, sodass du manche von ihnen bei der An- oder Abreise ein zweites Mal erwischst.
Rund um die Messe: BER und Berlin kombinieren
Eine ILA-Reise endet nicht am Messetor. Weil Ausstellungsmaschinen am BER landen und starten, lohnen sich die Tage vor und nach der Messe am Zaun. Die offizielle Besucherterrasse am BER ist der einfachste Einstieg, für Starts und Landungen auf der Südbahn kommst du an Feldwegen südlich der Bahn näher heran – Details im Guide Planespotting am BER. Halte dich dabei an öffentliche Wege und respektiere Absperrungen; was rechtlich gilt, steht in Ist Planespotting erlaubt?.
Ein Pflichtziel für Militärfans ist das Militärhistorische Museum Flugplatz Berlin-Gatow im Westen der Stadt. Auf dem ehemaligen Flugplatz stehen zahlreiche Luftfahrzeuge im Freien, die als Spot in Gatow eine gute Ergänzung zur ILA bilden: Was dort als Museumsstück steht, hast du kurz vorher vielleicht noch im aktiven Dienst gesehen. Für Geschichtsinteressierte erzählt der Beitrag zum Flughafen Tempelhof die Berliner Luftfahrtgeschichte weiter.
ILA, Paris oder Farnborough?
Die großen europäischen Luftfahrtmessen wechseln sich ab: Paris-Le Bourget in ungeraden Jahren, Farnborough und ILA in geraden. Wer jedes Jahr eine große Show sehen will, kann das kombinieren.
| Kriterium | ILA Berlin | Paris Air Show | Farnborough |
|---|---|---|---|
| Rhythmus | gerade Jahre, Mai/Juni | ungerade Jahre, Juni | gerade Jahre, Juli |
| Publikumstage | Wochenende nach den Fachtagen | Freitag bis Sonntag | Angebot für Privatbesucher je nach Ausgabe unterschiedlich, vorab prüfen |
| Schwerpunkt zuletzt | Verteidigung, Raumfahrt, Drohnen | Zivile Großaufträge und Neuheiten | Zivile und militärische Industrie |
| Anreise aus Deutschland | Inland, kein Flug nötig | Flug oder Bahn nach Paris | Flug nach London |
Mehr Details zu den anderen Shows findest du in Paris Air Show in Le Bourget und Farnborough International Airshow. Der Überblick Airshows in Europa ordnet alle großen Termine ein, und wer mehr Militär-Flugprogramm sucht, schaut in Tag der Bundeswehr und offene Tage der Luftwaffe.
Bist du bereit für die ILA 2028?
- Ich habe den 20. oder 21. Mai 2028 fest eingeplant.
- Ich verfolge den Ticketstart und kaufe online, solange es Karten gibt.
- Ich kenne die Anreise per Shuttle oder habe ein Parkticket gebucht.
- Meine Tasche passt zur Größengrenze, ohne Klappstuhl, Messer und Glas.
- Ich habe den Flugplan gelesen und meine wichtigsten Programmpunkte markiert.
- Wasser, Sonnenschutz und Regenjacke sind eingepackt.
Kein Regierungsflieger und keine Special Livery verpassen
Mit den Sichtungs-Alarmen von Planetrack beobachtest du Kennzeichen, Typen und Special Liveries und bekommst eine Nachricht bei Anflug oder Landung – ideal, wenn rund um die ILA besondere Maschinen am BER eintreffen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Die ILA Berlin verbindet über hundert Jahre Messegeschichte mit einem modernen Standort direkt am Hauptstadtflughafen. Für Spotter ist sie weniger Kunstflugspektakel als eine kompakte Bühne für Militärtypen, Hubschrauber, Drohnen und Neuheiten der Industrie – mit gutem Licht an der Südbahn und der Möglichkeit, das Wochenende mit BER-Spotting und Gatow zu verbinden. Der Knackpunkt ist die Planung: Tickets früh sichern, Hausordnung kennen, Flugplan lesen.
Kurzfazit
Die ILA lohnt sich für alle, die Militär- und Industrieluftfahrt aus der Nähe sehen wollen. Merk dir den 20. und 21. Mai 2028, kauf die Tickets online, sobald der Vorverkauf läuft, und plan einen zusätzlichen Tag für den BER-Zaun oder Gatow ein.
Zusammenfassung
- Die ILA geht auf die Internationale Luftschiffahrt-Ausstellung von 1909 in Frankfurt am Main zurück. Nach Stationen in Berlin und mehr als drei Jahrzehnten in Hannover ist sie seit 1992 in Schönefeld zu Hause.
- Veranstalter sind der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und die Messe Berlin. 2026 kamen nach Veranstalterangaben rund 110.000 Besucher und über 750 Aussteller aus 37 Ländern.
- Für Spotter zählen vor allem das Flying Display, die statische Ausstellung mit rund 100 Luftfahrzeugen und die Chance, Typen wie A400M, Tornado oder Beluga aus nächster Nähe zu sehen.
- Weil Licht, Andrang und Programm sich über den Tag stark verändern, lohnt eine Planung nach Flugplan und Sonnenstand – und ein Abstecher an den regulären BER-Verkehr oder nach Gatow.
Häufige Fragen
Wann findet die nächste ILA Berlin statt?
Die nächste ILA ist für den 17. bis 21. Mai 2028 angekündigt. Die Tage vom 17. bis 19. Mai sind für Fachbesucher reserviert, am 20. und 21. Mai ist das Gelände für Privatbesucher geöffnet. Prüf den Termin vor der Buchung noch einmal auf der offiziellen ILA-Website.
Wo findet die ILA statt?
Auf dem Berlin ExpoCenter Airport im Ortsteil Selchow der Gemeinde Schönefeld, südöstlich von Berlin. Das Gelände liegt direkt an der Südbahn des Flughafens BER und ist über einen Rollweg mit ihm verbunden. Bis 2010 fand die Messe auf dem Südgelände des alten Flughafens Schönefeld statt.
Kann man die ILA als Privatperson besuchen?
Ja, aber nur an den Publikumstagen. Die ILA beginnt mit mehreren Fachbesuchertagen, danach folgt das Wochenende für alle. 2026 waren das Samstag und Sonntag, der 13. und 14. Juni, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Tickets gab es ausschließlich online.
Darf ich auf der ILA mit Teleobjektiv fotografieren?
Ja. Laut den Besucherhinweisen des Veranstalters zur Ausgabe 2026 waren Kameras, Teleobjektive und Ferngläser für die private, nicht kommerzielle Nutzung erlaubt. Verboten war professionelle Film- und Fotoausrüstung ohne Genehmigung. Drohnen sind auf dem Gelände verboten.
Was darf ich nicht mitnehmen?
2026 waren unter anderem Messer aller Art, Glasflaschen, Camping- und Klappstühle, Tische, Drohnen, Fahrräder und Roller verboten. Taschen durften etwa DIN-A3-Größe haben, Koffer mussten an den Gepäckzelten an den Eingängen bleiben. Leitern nennt die FAQ nicht ausdrücklich – rechne bei sperrigem Zubehör damit, dass es abgewiesen werden kann.
Welche Flugzeuge waren auf der ILA 2026 zu sehen?
Im Flying Display flogen unter anderem der Airbus A350-1000, der A400M, Eurofighter der Luftwaffe und der spanischen Luftwaffe, der Panavia Tornado, der Kampfhubschrauber Tiger, der Leonardo AW249 und der Airbus Racer. In der statischen Ausstellung standen etwa ein Emirates-A380, ein Beluga und ein A320neo in einer Sonderlackierung zum 100-jährigen Lufthansa-Jubiläum.
Wie komme ich zur ILA?
Das Gelände ist normalerweise nicht direkt an S-Bahn oder Regionalbahn angebunden. Bei bisherigen Ausgaben fuhren Shuttlebusse von Bahnhöfen und Parkflächen zu den Eingängen. Linien, Haltestellen und Parkflächen für 2028 veröffentlicht der Veranstalter erst vor der Messe.
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