Das Wichtigste in Kürze
- Der Udvar-Hazy Center ist der Großflugzeug-Standort des Smithsonian: Was im Haus an der National Mall keinen Platz hat, steht hier am Flughafen Dulles.
- Drei Ikonen prägen den Besuch: die SR-71 Blackbird 61-7972, die B-29 „Enola Gay“ und das Space Shuttle Discovery – dazu Concorde F-BVFA und die Dash 80.
- Eintritt frei, täglich 10 bis 17:30 Uhr (Stand Oktober 2026), nur das Parken kostet.
- Der Aussichtsturm blickt auf den Flughafen Dulles – Museum und Spotting lassen sich an einem Tag verbinden.
- Ohne Auto: Silver Line bis Innovation Center, dann Bus 983 – plane die Taktung vorher ein.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Was du als Spotter wissen solltest
- 4.Stärken und Schwächen
- 5.Warum es eine zweite Halle braucht
- 6.Aufbau des Museums
- 7.Die drei Ikonen
- 8.Zivilluftfahrt: Concorde, Dash 80 und Stratoliner
- 9.Militärluftfahrt: von der Corsair bis zur Tomcat
- 10.Der Restaurierungshangar
- 11.Spotten vom Aussichtsturm
- 12.Fotografieren in der Halle
- 13.Besuch planen
- 14.Washington als Luftfahrt-Reiseziel
- 15.Fazit
- 16.Häufige Fragen
Steckbrief
| Träger | Smithsonian Institution – zweiter Standort des National Air and Space Museum neben dem Haus an der National Mall in Washington |
|---|---|
| Lage | 14390 Air and Space Museum Parkway, Chantilly, Virginia – auf dem Gelände des Flughafens Washington Dulles, über einen eigenen Rollweg mit dem Flugfeld verbunden |
| Eröffnung | 15. Dezember 2003 |
| Namensgeber | Steven F. Udvar-Házy, Mitgründer des Flugzeugleasinggebers ILFC, dessen Spende von 65 Mio. US-Dollar (1999) den Bau möglich machte |
| Gebäude | Rund 71.000 m² Fläche insgesamt; Boeing Aviation Hangar (rund 27.300 m²), James S. McDonnell Space Hangar (rund 4.900 m²), Mary Baker Engen Restoration Hangar, Archiv und Konservierungslabor |
| Sammlung vor Ort | Laut Smithsonian mehr als 3.000 Objekte, darunter über 200 Flugzeuge und Raumfahrzeuge |
| Aussichtsturm | Donald D. Engen Observation Tower mit Rundumblick auf den Flughafen Dulles |
| Öffnungszeiten | Laut Museum täglich 10 bis 17:30 Uhr, geschlossen am 25. Dezember (Stand Oktober 2026) |
| Eintritt und Parken | Eintritt frei, keine Zeitfenster-Tickets nötig; Parken laut Museum 15 US-Dollar (vor 16 Uhr) |
| Anreise ohne Auto | Metro Silver Line bis Innovation Center, dann Fairfax-Connector-Bus 983 bis zum Museum |
| Offizielle Website | airandspace.si.edu/visit/udvar-hazy-center |
Tätigkeitsfelder
Steven F. Udvar-Hazy Center aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Steven F. Udvar-Hazy Center
- Die SR-71 Blackbird 61-7972 fotografiert – die Maschine, die 1990 in gut einer Stunde von Los Angeles nach Washington flog
- Die B-29 „Enola Gay“ gesehen und den Hintergrund ihres Einsatzes über Hiroshima gelesen
- Das Space Shuttle Discovery im Space Hangar von vorn und von der Seite aufgenommen
- Die Air-France-Concorde F-BVFA abgehakt – die Maschine, die im Juni 2003 als letzter Flug nach Dulles kam
- Den Boeing-Prototyp 367-80 „Dash 80“ mit Kennzeichen N70700 gefunden – Vorläufer der 707
- Die deutschen Einzelstücke Arado Ar 234 und Dornier Do 335 entdeckt
- Vom Aussichtsturm einen Start oder eine Landung in Dulles fotografiert
- Das Kennzeichen bzw. die Militärseriennummer jeder Museumsmaschine notiert
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Eintritt frei, täglich geöffnet
- Weltraritäten wie SR-71, Enola Gay, Concorde, Dash 80 und Discovery in einer Halle
- Aussichtsturm mit Blick auf einen der großen Flughäfen der USA
- Restaurierungshangar mit Galerie – du siehst, wie Museumsflugzeuge erhalten werden
- Ideal kombinierbar mit Spotting am Flughafen Dulles oder an der Washingtoner National Mall
Wo es hakt
- Ohne Auto mit Umstieg von Metro auf Bus, der teils nur alle 25 bis 60 Minuten fährt
- Parkgebühr, obwohl der Eintritt frei ist
- Die Flugzeuge stehen dicht und teils unter der Decke – Gesamtansichten sind schwierig
- Mischlicht in der Halle und Glasscheiben im Turm erschweren saubere Fotos
- Ein Tag reicht kaum, wenn du auch das Museum an der National Mall besuchen willst
Stell dir eine Halle vor, in der du dich einmal um die eigene Achse drehst und dabei die schnellste Düsenmaschine ihrer Zeit, das Flugzeug von Hiroshima, eine Concorde und einen Space Shuttle siehst. Genau das ist der Steven F. Udvar-Hazy Center in Chantilly, Virginia. Das Smithsonian National Air and Space Museum hat hier am Rand des Flughafens Washington Dulles eine Halle gebaut, die groß genug ist für all das, was im Stammhaus an der National Mall nie Platz hatte. Und weil das Museum direkt am Flughafen steht, gehört ein Aussichtsturm mit Blick auf den laufenden Betrieb gleich dazu.
Von der Blackbird bis zur Concorde
Museumsflugzeug oder Airliner im Anflug auf Dulles: In Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Ort und sammelst sie in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Warum es eine zweite Halle braucht
Das National Air and Space Museum an der National Mall in Washington gehört zu den meistbesuchten Museen der Welt. Eins konnte es aber nie: wirklich große Flugzeuge zeigen. Ein Langstreckenbomber, ein Verkehrsflugzeug oder ein Orbiter passen nicht in ein Gebäude mitten in der Stadt. Jahrzehntelang lagerten viele dieser Objekte deshalb im Depot in Suitland, Maryland, oder standen sogar im Freien.
Die Lösung brauchte lange Vorbereitung. Laut den verfügbaren Angaben dauerte die Planung rund 15 Jahre, bis der Neubau am Flughafen Dulles stand. Entscheidend war eine Spende von 65 Millionen US-Dollar im Oktober 1999: Sie kam von Steven F. Udvar-Házy, einem in Ungarn geborenen Unternehmer und Mitgründer des Flugzeugleasinggebers International Lease Finance Corporation (ILFC). Nach ihm ist das Haus benannt. Den Entwurf lieferte das Architekturbüro HOK.
Am 15. Dezember 2003 öffnete der Udvar-Hazy Center, zwei Tage vor dem 100. Jahrestag des ersten Motorflugs der Brüder Wright. Die Geschichte dieses Flugs erzählt der Beitrag zu den Brüdern Wright. In einer zweiten Ausbaustufe kamen später der Restaurierungshangar, das Archiv und ein Konservierungslabor hinzu; 2010 zogen die Restaurierungswerkstätten des Museums hierher.
Aufbau des Museums
Das Gelände umfasst insgesamt rund 71.000 Quadratmeter. Herzstück ist der Boeing Aviation Hangar mit gut 27.000 Quadratmetern. Die Halle ist so hoch, dass Flugzeuge stehen hier nicht nur auf dem Boden, sondern hängen in mehreren Ebenen unter dem Dach. Laufstege auf halber Höhe erlauben dir, kleinere Maschinen fast auf Augenhöhe zu sehen.
Angeschlossen ist der James S. McDonnell Space Hangar, der um das Space Shuttle Discovery herum aufgebaut ist. Dazu kommen der Mary Baker Engen Restoration Hangar, das Archiv, das Airbus IMAX Theater und der Donald D. Engen Observation Tower. Ein eigener Rollweg verbindet das Museum mit dem Flughafen – so konnten große Exponate wie die Concorde, die Dash 80 und die SR-71 aus eigener Kraft anreisen.
| Bereich | Schwerpunkt | Was du dort findest |
|---|---|---|
| Boeing Aviation Hangar | Militär-, Zivil- und Sportluftfahrt | SR-71, Enola Gay, Concorde, Dash 80, Boeing 307, Constellation, F-14, P-38, Corsair, Ar 234, Do 335 |
| James S. McDonnell Space Hangar | Raumfahrt | Space Shuttle Discovery, Kapseln wie Gemini 4 und Gemini VII, Satelliten und Raketen |
| Mary Baker Engen Restoration Hangar | Restaurierung | Museumsobjekte in Arbeit, von einer Galerie aus einsehbar |
| Donald D. Engen Observation Tower | Aussicht | Rundumblick auf das Gelände und den Flughafen Dulles |
| Airbus IMAX Theater | Film | Dokumentationen über Luftfahrt, Raumfahrt und Astronomie |
Laut Smithsonian zeigt der Standort mehr als 3.000 Objekte, darunter über 200 Flugzeuge und Raumfahrzeuge. Welche Maschine genau wo steht, ändert sich mit Restaurierungen und Leihgaben. Wenn du wegen eines bestimmten Exponats anreist, schau vorher in die Online-Sammlung des Museums.
Die drei Ikonen
SR-71 Blackbird: die Rekordmaschine
Die meisten Besucher bleiben zuerst an ihr stehen: der schwarze, flache Rumpf der Lockheed SR-71 Blackbird im Boeing Aviation Hangar. Das Exemplar mit der Seriennummer 61-7972 flog laut Smithsonian rund 2.800 Stunden in 24 Dienstjahren bei der US Air Force.
Seinen Platz in der Geschichte sicherte es sich auf dem letzten Flug. Am 6. März 1990 flogen die Lieutenant Colonels Ed Yeilding und Joseph Vida die Maschine von Los Angeles nach Washington. Für diese Strecke brauchten sie 1 Stunde, 4 Minuten und 20 Sekunden – im Schnitt rund 3.400 Kilometer pro Stunde. Nach der Landung in Dulles übergaben sie das Flugzeug direkt an das National Air and Space Museum. Den passenden Aufklärer-Kollegen aus derselben Werkstatt findest du im Steckbrief zur Lockheed U-2, mehr zum heutigen Konzern im Porträt von Lockheed Martin.
Für dein Logbuch ist die Seriennummer der entscheidende Eintrag. Wie US-Militärkennzeichen aufgebaut sind und was die Ziffern bedeuten, erklärt der Beitrag zu den US-Militärkennzeichen.
Enola Gay: ein schwieriges Exponat
Nur ein paar Schritte weiter steht die Boeing B-29 Superfortress „Enola Gay“. Am 6. August 1945 warf sie unter dem Kommando von Colonel Paul Tibbets die Atombombe „Little Boy“ über Hiroshima ab. Drei Tage später flog sie beim Einsatz gegen Nagasaki als Wetteraufklärer voraus. Tibbets hatte das Flugzeug nach seiner Mutter benannt.
Gebaut wurde die Maschine in einem Werk von Glenn L. Martin in Omaha, Nebraska. 1949 kam sie in den Besitz des Smithsonian, stand dann jahrelang im Freien auf der Andrews Air Force Base und wurde 1960 zerlegt. Die Restaurierung begann 1984 und kostete laut Museum rund 300.000 Arbeitsstunden – die aufwendigste in seiner Geschichte. Im Frühjahr und Sommer 2003 setzten die Restauratoren Rumpf und Flügel in der neuen Halle erstmals seit 1960 wieder zusammen. Seitdem ist die Enola Gay hier vollständig zu sehen, laut Museum auf rund 2,4 Meter hohen Stützen aufgebockt. Mit einer Spannweite von gut 43 Metern hätte sie im Gebäude an der National Mall nie Platz gefunden.
Das Flugzeug ist kein gewöhnliches Ausstellungsstück. Seine Präsentation war in den Neunzigern Gegenstand einer heftigen öffentlichen Debatte in den USA, und für viele Menschen – nicht nur in Japan – ist es vor allem ein Mahnmal. Nimm dir Zeit für die Begleittexte, bevor du zur Kamera greifst.
Space Shuttle Discovery
Im Space Hangar dominiert ein einziges Objekt: das Space Shuttle Discovery. Laut Smithsonian flog der Orbiter 39 Missionen, verbrachte insgesamt 365 Tage im All und legte fast 240 Millionen Kilometer zurück – mehr als jeder andere Shuttle. 1984 kam er als dritter Orbiter zum Einsatz, 2011 flog er die 133. Mission des Programms als seine letzte. Im April 2012 übernahm das Smithsonian Discovery, nachdem der Orbiter auf dem Rücken eines Boeing 747 Shuttle Carrier Aircraft über Washington geflogen war. Bis dahin stand an seiner Stelle der Testorbiter Enterprise.
Um den Shuttle herum gruppieren sich Kapseln, Satelliten und Raketen, darunter Gemini 4 und Gemini VII. Für Luftfahrtfans ohne Raumfahrt-Fokus lohnt sich der Hangar trotzdem: Die Dimension des Orbiters aus nächster Nähe zu sehen, ist ein Erlebnis für sich.
Museumsmaschinen sauber loggen
Viele Exponate tragen Militärseriennummern, manche historische zivile Kennzeichen wie N70700 an der Dash 80 oder F-BVFA an der Concorde. Notiere beides, wo vorhanden. Mit Planetrack hältst du Typ, Kennzeichen und Ort in einem Beitrag fest und setzt Muster, die dir noch fehlen, auf die Wunschliste deines Hangars. Die App startet bald – sichere dir über die Warteliste frühen Zugang.
Zivilluftfahrt: Concorde, Dash 80 und Stratoliner
Air-France-Concorde „Fox Alpha“
Die Zivilluftfahrt ist im Udvar-Hazy Center prominent vertreten. Ganz vorn: die Concorde F-BVFA von Air France, unter Spottern „Fox Alpha“ genannt. Sie flog erstmals im Oktober 1975 und sammelte im Linienbetrieb rund 17.800 Flugstunden. Am 12. Juni 2003 landete sie ein letztes Mal – in Dulles, von wo sie direkt ins Museum rollte. Damit gehört sie zu den wenigen Überschall-Airlinern, die du in Nordamerika aus nächster Nähe sehen kannst. Die ganze Geschichte des Typs steht im Beitrag zur Concorde.
Boeing 367-80 „Dash 80“
Unscheinbarer, aber für die Luftfahrtgeschichte mindestens ebenso wichtig ist die Boeing 367-80, bekannt als „Dash 80“, mit dem Kennzeichen N70700. Der Prototyp flog am 15. Juli 1954 erstmals und wurde zum Ausgangspunkt der Boeing 707 – und damit des Jet-Zeitalters im Linienverkehr. Legendär ist der Auftritt von Testpilot Tex Johnston, der die Maschine im August 1955 über dem Lake Washington in Seattle zweimal um die Längsachse rollte. Boeing schenkte das Flugzeug 1972 dem Smithsonian; am 27. August 2003 flog es ein letztes Mal nach Dulles. Warum die 707 den Luftverkehr so grundlegend veränderte, erzählt der Beitrag zur Boeing 707. Mehr zum Hersteller findest du im Porträt von Boeing.
Stratoliner und Constellation
Aus der Propellerära stammen zwei weitere Stars. Die Boeing 307 Stratoliner war eines der ersten Verkehrsflugzeuge mit Druckkabine; das Exemplar im Museum ist das einzige erhaltene und flog einst als „Clipper Flying Cloud“ für Pan Am. Daneben steht eine Lockheed Constellation in der militärischen Version C-121 mit dem typischen dreifachen Seitenleitwerk. Wer sich für diese Ära interessiert, liest den Beitrag zur Lockheed Constellation und zur Geschichte von Pan Am.
Daneben findest du Rekord- und Abenteuermaschinen wie die „Spirit of Columbus“, mit der Jerrie Mock 1964 als erste Frau allein um die Welt flog, den Virgin Atlantic GlobalFlyer von Steve Fossett und das muskelkraftgetriebene Gossamer Albatross.
Militärluftfahrt: von der Corsair bis zur Tomcat
Der größere Teil des Boeing Aviation Hangar gehört der Militärluftfahrt. Aus dem Zweiten Weltkrieg stehen unter anderem eine Lockheed P-38 Lightning mit ihrem markanten Doppelrumpf und eine Vought F4U-1D Corsair mit Knickflügeln. Aus dem Kalten Krieg fällt die Grumman F-14 Tomcat mit ihren Schwenkflügeln ins Auge – für viele Besucher seit „Top Gun“ das Marineflugzeug schlechthin.
Für deutsche Besucher besonders interessant sind zwei Einzelstücke aus Deutschland. Die Arado Ar 234 „Blitz“ war der erste einsatzfähige Strahlbomber, das Exemplar im Udvar-Hazy Center ist das einzige erhaltene. Gleiches gilt für die Dornier Do 335 „Pfeil“ mit ihrem ungewöhnlichen Antrieb aus einem Zug- und einem Druckpropeller. Beide Maschinen gelangten nach dem Krieg in die USA. Mehr zur Geschichte des Herstellers Dornier zeigt das Dornier Museum in Friedrichshafen.
Wenn du historische Muster sicher unterscheiden willst – vor allem bei Propellermaschinen, die sich auf den ersten Blick ähneln –, hilft dir der Beitrag Oldtimer am Himmel erkennen.
Der Restaurierungshangar
Ein Besuch im Mary Baker Engen Restoration Hangar zeigt dir die andere Seite der Museumsarbeit. Von einer erhöhten Galerie schaust du hinunter in die Werkstatt, in der Fachleute Flugzeuge und Objekte reparieren, rekonstruieren und konservieren. Welche Maschinen gerade in Arbeit sind, wechselt – manchmal ist es ein Weltkriegsjäger, manchmal ein Teil eines größeren Flugzeugs. Für Fotografen ist das eine seltene Gelegenheit: zerlegte Rümpfe, freigelegte Strukturen und Details, die du bei fertig ausgestellten Maschinen nie siehst.
Wie Ehrenamtliche weltweit an solchen Projekten mitarbeiten, beschreibt der Beitrag zum Ehrenamt in Luftfahrtmuseen.
Spotten vom Aussichtsturm
Was den Udvar-Hazy Center von fast allen anderen großen Luftfahrtmuseen unterscheidet, ist seine Lage. Das Museum steht auf dem Gelände des Flughafens Washington Dulles, einem der großen Drehkreuze der Ostküste und wichtiger Standort von United Airlines. Vom Donald D. Engen Observation Tower hast du laut Museum einen Rundumblick über die Umgebung und kannst Starts und Landungen in Dulles verfolgen. Tipps zu Standpunkt, Licht und Ausrüstung bündelt die Spot-Seite Udvar-Hazy Center am Flughafen Dulles.
Erwarte keinen Fotostandpunkt wie an einem Flughafenzaun. Du fotografierst durch Glas, und je nach Betriebsrichtung sind die Bewegungen eher weit entfernt. Für Übersichtsbilder und um den Verkehr zu beobachten, ist der Turm aber ideal – und nach einem Tag mit Museumsflugzeugen tut es gut, zu sehen, was heute fliegt.
Gegenlichtblende an die Scheibe
Setz die Gummi-Gegenlichtblende direkt aufs Glas. So reduzierst du Spiegelungen aus dem Raum deutlich.
Tele mitnehmen
Die Flugzeuge in Dulles sind meist weit weg. Ein Telezoom bringt dir wenigstens Belegfotos für Typ und Airline.
Dunkle Kleidung
Helle Kleidung spiegelt sich in der Scheibe. Dunkle Sachen und kein Blitz helfen.
Betriebsrichtung prüfen
Schau vor dem Aufstieg in eine Flugverfolgung, welche Bahnen gerade genutzt werden. Dann weißt du, wohin du blicken musst.
Den Dulles-Verkehr im Blick
Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen und benachrichtigt dich per Sichtungs-Alarm, wenn ein gesuchtes Kennzeichen, ein Typ oder eine Special Livery anfliegt. Planetrack startet bald – zur Warteliste.
Fotografieren in der Halle
Die Halle ist ein Traum für Luftfahrtfans und eine Herausforderung für Fotografen. Die Flugzeuge stehen eng, viele hängen unter der Decke, und das Licht kommt aus einer Mischung aus Tageslicht und Kunstlicht. Ein paar Grundregeln helfen:
- Weitwinkel zuerst: Für große Maschinen wie Enola Gay oder Concorde brauchst du eher Weitwinkel als Tele. Selbst dann passt oft nur ein Teil aufs Bild.
- Die Laufstege nutzen: Von den erhöhten Ebenen bekommst du Perspektiven auf Rumpfoberseiten und Formationen hängender Flugzeuge, die vom Boden aus unmöglich sind.
- Details statt Gesamtansicht: Bei der SR-71 lohnen Nahaufnahmen von Triebwerkseinläufen und Oberflächen, bei der Concorde die Nase und das Fahrwerk.
- Weißabgleich manuell: Mischlicht erzeugt Farbstiche. Fotografiere im RAW-Format, dann kannst du später korrigieren.
- Regeln beachten: Was an Stativen und sonstiger Ausrüstung erlaubt ist, regeln die Besuchsbedingungen der Smithsonian. Lies sie vorab nach oder frag am Eingang.
Besuch planen
Der Udvar-Hazy Center ist laut Museum täglich von 10 bis 17:30 Uhr geöffnet, nur am 25. Dezember bleibt er geschlossen (Stand Oktober 2026). Der Eintritt ist frei, Zeitfenster-Tickets wie für das Stammhaus an der National Mall brauchst du hier nicht. Fürs Parken verlangt das Museum laut eigener Website 15 US-Dollar bei Ankunft vor 16 Uhr.
Mit dem Auto erreichst du das Museum über den Air and Space Museum Parkway in Chantilly. Ohne Auto nimmst du die Metro Silver Line bis zur Station Innovation Center und steigst dort in den Fairfax-Connector-Bus 983 um, der am Museum hält. Der Bus fährt laut Museum je nach Tag nur alle 25 bis 60 Minuten – plane Hin- und Rückfahrt mit dem aktuellen Fahrplan.
Wenn du von Europa aus anreist, landest du vielleicht ohnehin in Dulles. Dann lässt sich der Museumsbesuch mit einem Umsteigeaufenthalt oder dem ersten Tag der Reise verbinden. Grundsätzliches zu Einreise, Mietwagen und Spotting-Regeln drüben findest du in den Beiträgen Planespotting-Reise in die USA und Planespotting in den USA.
Wie viel Zeit brauchst du im Udvar-Hazy Center?
Grober Richtwert ohne Anreise und Pausen.
Washington als Luftfahrt-Reiseziel
Der Udvar-Hazy Center ist nur eine Hälfte des Smithsonian-Angebots. Das Stammhaus an der National Mall in Washington zeigt in thematischen Galerien unter anderem den Wright Flyer und die Spirit of St. Louis. Für beide Häuser zusammen brauchst du mindestens zwei Tage.
Dazu kommt Spotting der klassischen Art: Am Flughafen Reagan National in der Stadt ist Gravelly Point einer der bekanntesten Spots der USA (Hintergründe im Blogbeitrag zu Gravelly Point), an dem die Flugzeuge im Anflug direkt über dich hinwegdonnern. Wer seine USA-Reise ausbauen will, findet weitere große Luftfahrtmuseen im ganzen Land: das National Museum of the US Air Force in Dayton, das Pima Air & Space Museum in Tucson, das Museum of Flight in Seattle und das Intrepid Museum in New York. In Europa steht die einzige außerhalb der USA ausgestellte SR-71 im IWM Duxford.
Der Udvar-Hazy Center passt zu dir, wenn …
- du SR-71, Enola Gay, Concorde und Discovery an einem Tag sehen willst
- dich Prototypen und Einzelstücke wie Dash 80, Ar 234 oder Do 335 reizen
- du Museum und Flughafenbeobachtung verbinden möchtest
Vorher klären, wenn …
- du ohne Auto anreist – der Bus fährt nicht im dichten Takt
- du ein bestimmtes Exponat sehen willst, das in Restaurierung sein könnte
- du mit Stativ oder großer Ausrüstung fotografieren möchtest
Eher woanders, wenn …
- du vor allem Airliner im Anflug formatfüllend fotografieren willst
- du fliegende Oldtimer statt stehender Exponate suchst
Deine Washington-Tour in einer App
Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht, Sonnenstand-Planer und Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen und Airlines: Planetrack plant deinen Tag zwischen Museum und Flughafenzaun mit. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Der Steven F. Udvar-Hazy Center ist das Museum, in dem die Smithsonian endlich ihre großen Stücke zeigen kann – und was für welche. Die SR-71, die in gut einer Stunde den Kontinent überquerte, die Enola Gay als bedrückendes Zeugnis des Atomzeitalters, Discovery als meistgeflogener Orbiter, dazu Concorde, Dash 80 und Einzelstücke, die es nirgendwo sonst gibt.
Dass all das bei freiem Eintritt und mit Blick auf einen großen internationalen Flughafen zu haben ist, macht den Udvar-Hazy Center zum Pflichtziel jeder Luftfahrtreise an die US-Ostküste. Plane die Anreise, nimm Weitwinkel und Tele mit und reservier dir mindestens einen halben Tag.
Kurzfazit
Der Udvar-Hazy Center bündelt SR-71, Enola Gay, Concorde und Space Shuttle Discovery in einer Halle am Flughafen Dulles. Eintritt frei, Aussichtsturm inklusive – plane die Anreise ohne Auto mit Bus-Fahrplan und prüfe vorab, ob dein Wunsch-Exponat ausgestellt ist.
Zusammenfassung
- Der Steven F. Udvar-Hazy Center in Chantilly ist die Großhalle des National Air and Space Museum und seit Dezember 2003 geöffnet.
- Im Boeing Aviation Hangar stehen Militär- und Zivilflugzeuge von der Frühzeit bis zum Überschallzeitalter, im Space Hangar das Space Shuttle Discovery.
- Für Spotter ist die Lage am Flughafen Dulles ein Bonus: Vom Aussichtsturm siehst du den laufenden Flugbetrieb.
- Die Ausstellung kann sich durch Restaurierungen und Umbauten ändern – prüfe vor dem Besuch die Hinweise des Museums.
Häufige Fragen
Was ist der Steven F. Udvar-Hazy Center?
Der zweite Standort des Smithsonian National Air and Space Museum. Er liegt in Chantilly, Virginia, direkt am Flughafen Washington Dulles, und hat am 15. Dezember 2003 eröffnet. Hier stehen vor allem die großen Flugzeuge und Raumfahrzeuge der Smithsonian-Sammlung, die im Museum an der National Mall keinen Platz haben.
Kostet der Udvar-Hazy Center Eintritt?
Nein. Der Eintritt ist laut Museum frei, Zeitfenster-Tickets brauchst du für diesen Standort nicht. Kosten entstehen nur fürs Parken: laut Museum 15 US-Dollar bei Ankunft vor 16 Uhr. Stand Oktober 2026 – prüfe Preise und Regeln vor dem Besuch.
Wo steht die SR-71 Blackbird?
Die SR-71 mit der Seriennummer 61-7972 steht im Boeing Aviation Hangar. Sie kam am 6. März 1990 auf ihrem letzten Flug nach Dulles und stellte dabei einen Rekord auf: Los Angeles bis Washington in 1 Stunde, 4 Minuten und 20 Sekunden. Nach der Landung übernahm das Museum die Maschine.
Ist die Enola Gay im Udvar-Hazy Center ausgestellt?
Ja. Die B-29 „Enola Gay“, die am 6. August 1945 die Atombombe auf Hiroshima abwarf, ist hier seit der Eröffnung 2003 vollständig zusammengebaut zu sehen. Die Restaurierung begann 1984 und war laut Smithsonian die aufwendigste in der Geschichte des Museums.
Steht das Space Shuttle Discovery im Udvar-Hazy Center?
Ja, im James S. McDonnell Space Hangar. Die NASA übergab den Orbiter im April 2012 an das Smithsonian. Discovery flog 39 Missionen und verbrachte insgesamt 365 Tage im All – mehr Flüge als jeder andere Orbiter. Zuvor stand an dieser Stelle der Testorbiter Enterprise.
Welche Concorde ist dort zu sehen?
Die Air-France-Concorde F-BVFA, genannt „Fox Alpha“. Sie flog erstmals 1975 und landete am 12. Juni 2003 zum letzten Mal – in Dulles, um ins Museum zu wechseln. Mehr zur Geschichte des Überschall-Airliners steht im Beitrag zur Concorde.
Kann ich vom Museum aus Flugzeuge in Dulles beobachten?
Ja, vom Donald D. Engen Observation Tower. Der Turm bietet laut Museum einen Rundumblick und die Möglichkeit, Starts und Landungen am Flughafen Dulles zu verfolgen. Wie nah die Bewegungen sind, hängt von der Betriebsrichtung ab. Zugang und Kapazität können sich ändern – frag am Besuchstag am Infoschalter nach.
Wie komme ich ohne Auto zum Udvar-Hazy Center?
Mit der Metro Silver Line bis zur Station Innovation Center, dort in den Fairfax-Connector-Bus 983 umsteigen und an der Haltestelle am Museum aussteigen. Der Bus fährt laut Museum je nach Tag alle 25 bis 60 Minuten. Plane Hin- und Rückfahrt deshalb mit Fahrplan.
Ist der Udvar-Hazy Center dasselbe wie das Museum an der National Mall?
Nein, es sind zwei Standorte desselben Museums. Im Haus an der National Mall in Washington liegen die Schwerpunkte auf thematischen Galerien und Objekten wie dem Wright Flyer, in Chantilly auf den großen Flugzeugen und Raumfahrzeugen. Für beide zusammen solltest du mindestens zwei Tage einplanen.
Sichtungen rund um Steven F. Udvar-Hazy Center sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Air France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
PA / PAAPan American World Airways
Historische US-Weltairline: Pan Am flog von 1927 bis 1991, brachte 707 und 747 in den Liniendienst, verband West-Berlin mit Westdeutschland und ging nach Lockerbie und Golfkrieg unter.
UA / UALUnited Airlines
Die US-Netzwerk-Airline mit dem Globus am Leitwerk: Wurzeln bis 1926, Sitz in Chicago, Gründungsmitglied der Star Alliance und in Europa vor allem mit 767, 777 und 787 unterwegs.
Typische Flugzeuge
Lockheed SR-71 Blackbird
Titanrumpf, schwarze Hitzelackierung, Mach 3: Die SR-71 Blackbird hält seit 1976 den Geschwindigkeitsrekord für Flugzeuge mit Strahlantrieb. Hier erfährst du, wie sie funktionierte, woran du sie erkennst und wo die Museumsexemplare stehen.
FlugzeugtypBoeing B-29 Superfortress
Vier Sternmotoren, ein langer, schlanker Flügel und eine rundum verglaste Nase ohne Cockpitstufe: Die B-29 war der erste Serienbomber der Alliierten mit Druckkabine und schrieb mit der Enola Gay Weltgeschichte. Heute fliegen nur noch FIFI und Doc.
FlugzeugtypAérospatiale/BAC Concorde
Deltaflügel, absenkbare Nase, vier Olympus-Triebwerke mit Nachbrenner: Die Concorde ist ein historischer Typ mit nur 20 gebauten Flugzeugen. Hier findest du Technik, Varianten, jede Registrierung und den Standort jedes erhaltenen Exemplars.
FlugzeugtypBoeing 707-120
Vier Triebwerke an schlanken Pylonen, ein stark gepfeilter Flügel und ein kurzes, frühes Seitenleitwerk: Die 707-120 war die erste Serienversion der Boeing 707 und brachte ab 1958 den Düsenjet in den Alltag. So erkennst du sie und grenzt sie von der 707-320 ab.
FlugzeugtypGrumman F-14 Tomcat
Schwenkflügel, zwei Seitenleitwerke, zwei Mann Besatzung: Die F-14 Tomcat war 32 Jahre lang der Trägerjäger der US Navy und wurde mit Top Gun zur Popkultur-Ikone. Fliegend siehst du sie heute kaum noch – dafür in vielen US-Museen.
FlugzeugtypBoeing 747 Shuttle Carrier Aircraft (SCA)
Ein Jumbo mit einer Raumfähre auf dem Rücken: Die beiden Shuttle Carrier Aircraft der NASA gehören zu den spektakulärsten Flugzeugen überhaupt. Hier erfährst du, wie sie entstanden, was sie flogen und wo du sie heute siehst.
FlugzeugtypLockheed U-2 Dragon Lady
Riesige, schmale Flügel, ein einzelnes Triebwerk und ein Fahrwerk wie beim Fahrrad: Die U-2 fliegt seit 1955 in der Stratosphäre. So erkennst du die Dragon Lady, kennst ihre Geschichte und weißt, warum Fairford für Spotter so wichtig ist.
FlugzeugtypBoeing 307 Stratoliner
Ein bauchiger Rumpf auf B-17-Flügeln: Der Boeing 307 Stratoliner brachte 1940 als erstes Verkehrsflugzeug eine Druckkabine in den Liniendienst. Nur zehn wurden gebaut, ein vollständiges Exemplar ist erhalten.
Spotting-Spots rund um Steven F. Udvar-Hazy Center
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Steven F. Udvar-Hazy Center am Flughafen Washington Dulles
Space Shuttle Discovery, die Rekord-SR-71, eine Air-France-Concorde und der Urvater der 707 unter einem Dach – und vom Aussichtsturm schaust du auf die Landungen am Washingtoner Drehkreuz Dulles. So planst du deinen Spottertag in der riesigen Außenstelle des Smithsonian.
AnflugschneiseGravelly Point Park am Flughafen Washington Reagan National
Der berühmteste Spotterpunkt in Washington: Im Gravelly Point Park am Potomac donnern die Jets im kurzen Endanflug auf die Piste 19 nur wenige Dutzend Meter über deinen Kopf – mit Blick auf die Skyline, kostenlos und zu Fuß vom Terminal erreichbar.
Weitere Einträge
National Air and Space Museum
Das National Air and Space Museum der Smithsonian Institution an der National Mall in Washington zeigt die Ikonen der Luftfahrtgeschichte im Original: den Wright Flyer von 1903, Lindberghs Spirit of St. Louis, die Bell X-1 und die Apollo-11-Kapsel Columbia. Nach einer mehrjährigen Komplettsanierung ist das Haus fast vollständig wieder geöffnet – der Eintritt ist frei, ein Zeitfenster-Ticket brauchst du trotzdem.
FlughafenFlughafen Washington Dulles
Der internationale Flughafen der US-Hauptstadt: Eero Saarinens geschwungenes Terminal von 1962, rollende Mobile Lounges, ein großes United-Drehkreuz mit Langstrecke nach Europa, Afrika und Asien – und gleich nebenan ein Museum mit Aussichtsturm und Space Shuttle.
MuseumNational Museum of the US Air Force
Das nach eigenen Angaben größte Militärluftfahrtmuseum der Welt steht nicht in Washington, sondern auf einer aktiven Air Force Base in Ohio: vier riesige Hallen mit über 350 Flugzeugen und Raketen, darunter die Air Force One von Kennedy, die einzige erhaltene XB-70 und die B-17 „Memphis Belle“ – bei freiem Eintritt. Der Guide für Spotter und Museumsfans.
MuseumPima Air & Space Museum
In der Wüste von Arizona steht eine der größten Flugzeugsammlungen der Welt: Bomber aus dem Kalten Krieg, Präsidentenmaschinen, Testflugzeuge von Boeing und das letzte große Flugboot. Der Guide für Spotter – mit allem, was du zu Hangars, Freigelände, Boneyard und Fotografieren in der Hitze wissen musst.
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