Das Wichtigste in Kürze
- Die ATR 42-600 ist die aktuelle Version des kleinen ATR-Turboprops: 30 bis 50 Sitze, zwei PW127-Triebwerke, Glascockpit.
- Schnellster Erkennungsweg: Hochdecker mit T-Leitwerk plus Sechsblatt-Propeller – und ein Rumpf, der deutlich kürzer wirkt als bei der ATR 72.
- Von der ATR 42-500 unterscheidet sie sich äußerlich kaum. Den Unterschied machen Cockpit und Avionik – zuverlässig klärst du ihn über Kennzeichen und Typcode AT46.
- Im DACH-Raum ist sie ein seltener Gast: Wer eine ATR 42-600 sieht, hat meist einen Charter-, Überführungs- oder Sonderflug erwischt.
- Für Fotos gilt: eine etwas längere Verschlusszeit wählen, damit sich die Propeller sichtbar drehen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die ATR 42-600?
- 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 3.ATR 42-600 oder ATR 72-600?
- 4.ATR, Dash 8 oder Twin Otter?
- 5.Wo du die ATR 42-600 antriffst
- 6.Die ATR 42-600S: der Kurzstarter, der nicht kam
- 7.Spotting-Praxis: Turboprops richtig planen
- 8.Fototipps speziell für die ATR 42-600
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | ATR (Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und Leonardo) |
|---|---|
| Familie | ATR 42 (-300, -320, -400, -500, -600) |
| ICAO-Typcode | AT46 |
| Programmstart -600 | Oktober 2007 |
| Erstflug -600 | 4. März 2010 |
| Erstauslieferung -600 | November 2012 an Precision Air (Tansania) |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney Canada PW127M bzw. bei neuen Maschinen PW127XT, je mit Sechsblatt-Propeller |
| Länge | 22,67 m |
| Spannweite | 24,57 m |
| Höhe | 7,59 m |
| Sitzplätze | 30 bis 50, typisch 48 |
| Reichweite (Herstellerangabe) | rund 1.345 km mit voller Passagierzahl |
| Max. Startgewicht | 18,6 t |
| Startstrecke (MTOW, Meereshöhe) | rund 1.100 m |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Hochdecker: Die Flügel sitzen oben auf dem Rumpf, die Kabine hängt quasi darunter
- T-Leitwerk mit dem Höhenleitwerk ganz oben auf der Seitenflosse
- Zwei Turboprops mit sechs Propellerblättern – die frühen ATR 42-300/-320 haben nur vier
- Hauptfahrwerk klappt in seitliche Verkleidungen am unteren Rumpf, nicht in die Triebwerksgondeln
- Kurzer, gedrungener Rumpf von gut 22 m – rund viereinhalb Meter kürzer als die ATR 72
- Spannweite (24,57 m) größer als die Rumpflänge (22,67 m) – das Profil wirkt fast quadratisch
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner Hochdecker mit T-Leitwerk biegt auf die Piste, die beiden Sechsblatt-Propeller drehen hoch, und schon nach erstaunlich kurzer Strecke hebt die Maschine ab: Gut möglich, dass du gerade eine ATR 42-600 gesehen hast. Weil sie ihrer großen Schwester ATR 72 zum Verwechseln ähnlich sieht, zeigt dir diese Seite, woran du die beiden trennst, wie du sie von der Dash 8 unterscheidest und warum sie im deutschsprachigen Raum ein echter Glücksfund ist.
AT46 im Blick behalten
Mit Planetrack hältst du jede ATR-Sichtung mit Kennzeichen, Airline und Spot fest und hakst die ATR 42-600 in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die ATR 42-600?
Die ATR 42-600 ist die aktuelle Ausführung des kleineren ATR-Turboprops. Hinter dem Kürzel steckt der französisch-italienische Hersteller ATR, ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und Leonardo mit Sitz in Toulouse. Die Zahl 42 bezog sich ursprünglich auf die Sitzzahl der ersten Version; heute fasst die Kabine laut ATR je nach Auslegung 30 bis 50 Passagiere, typisch sind 48 Sitze.
Die Geschichte der Familie reicht weit zurück: Die allererste ATR 42 hob am 16. August 1984 in Toulouse ab, Ende 1985 ging die Version -300 in den Liniendienst. Über die -320, -400 und -500 entwickelte ATR das Muster stetig weiter. Im Oktober 2007 kündigte das Unternehmen die -600-Serie an, die ATR 42-600 flog am 4. März 2010 zum ersten Mal. Die erste Serienmaschine ging im November 2012 an Precision Air aus Tansania.
Das Herzstück der Modernisierung sitzt im Cockpit: ein Glascockpit mit großen Displays statt der älteren Instrumentierung. Dazu kommen Triebwerke vom Typ Pratt & Whitney Canada PW127M mit einer Boost-Funktion, die bei Bedarf zusätzliche Startleistung bereitstellt. Neue Maschinen erhalten inzwischen die Weiterentwicklung PW127XT, die längere Intervalle zwischen den Überholungen und einen etwas geringeren Verbrauch bietet.
ATR selbst bezeichnet die ATR 42-600 als das einzige Regionalflugzeug in Produktion im Segment von 30 bis 50 Sitzen. Genau das macht sie für Inselverbindungen, abgelegene Regionen und dünne Strecken interessant, auf denen ein Jet oder eine ATR 72 zu groß wäre. Laut Herstellerangaben reicht sie mit voller Kabine rund 1.345 Kilometer weit und braucht bei maximalem Startgewicht auf Meereshöhe etwa 1.100 Meter Startstrecke.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Turboprops werfen für Einsteiger oft mehr Fragen auf als Jets, weil es weniger offensichtliche Details gibt. Mit drei Beobachtungen bist du bei der ATR 42-600 trotzdem schnell sicher.
Grundform prüfen
Hochdecker mit T-Leitwerk und zwei Propellertriebwerken: Das ist die ATR-Grundform. Das Hauptfahrwerk verschwindet in Verkleidungen seitlich am Rumpf – nicht in den Triebwerksgondeln wie bei der Dash 8.
Propellerblätter zählen
Sechs Blätter pro Propeller sprechen für eine ATR 42-500 oder -600. Siehst du nur vier, hast du eine ältere ATR 42-300 oder -320 vor dir.
Proportionen einschätzen
Wirkt der Rumpf kurz und gedrungen, die Flügel im Verhältnis lang, ist es eine ATR 42. Eine ATR 72 wirkt dagegen deutlich gestreckt.
Die letzte Frage – -500 oder -600? – beantwortet dir das Auge kaum. Beide Versionen tragen Sechsblatt-Propeller und sind äußerlich weitgehend gleich; der wesentliche Unterschied liegt hinter den Cockpitfenstern. Hier hilft nur das Kennzeichen. Wie du es liest und in Datenbanken nachschlägst, erklärt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Sieh dir die ATR im Seitenprofil an und vergleiche Rumpf und Flügel: Bei der ATR 42-600 ist die Spannweite fast zwei Meter größer als die Rumpflänge. Bei der ATR 72-600 sind Rumpflänge und Spannweite dagegen nahezu gleich.
ATR 42-600 oder ATR 72-600?
Beide Muster laufen über dieselbe Linie in Toulouse und teilen sich viele Systeme, Cockpit und Grundform. Für Spotter ist das die häufigste Verwechslung.
| Merkmal | ATR 42-600 | ATR 72-600 |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | AT46 | AT76 |
| Länge | 22,67 m | rund 27,2 m |
| Spannweite | 24,57 m | rund 27,1 m |
| Typische Sitzzahl | 48 (30–50) | rund 70 |
| Wirkung im Profil | kompakt, Flügel länger als Rumpf | gestreckt, Rumpf etwa so lang wie die Spannweite |
Im Bild hilft dir der Abstand zwischen Cockpit und Flügelvorderkante: Bei der ATR 72 liegen dort spürbar mehr Fenster, und auch hinter dem Flügel ist der Rumpf länger. Wenn du beide einmal nebeneinander gesehen hast, erkennst du den Unterschied später intuitiv. Mehr zur großen Schwester findest du auf der Seite zur ATR 72-600.
ATR, Dash 8 oder Twin Otter?
Neben der ATR 72 kommen vor allem andere Regional-Turboprops in Frage. Der Finder hilft dir, mit drei Beobachtungen einzugrenzen.
Schnellbestimmung: Regional-Turboprop
ATR 42
Rumpfseitige Fahrwerksverkleidungen und kompakte Proportionen sind das typische ATR-42-Bild. Zähl jetzt die Propellerblätter: sechs heißt -500 oder -600, vier heißt ältere -300/-320.
De Havilland Canada Dash 8-400
Das Fahrwerk in den Triebwerksgondeln und der sehr lange Rumpf sprechen für die Dash 8-400. Sie ist deutlich länger als jede ATR 42.
DHC-6 Twin Otter
Festes Fahrwerk und ein kleiner, kantiger Rumpf deuten auf die Twin Otter – ein Zubringer für sehr kurze Pisten mit knapp 20 Sitzen.
Die Dash 8-400 ist der direkteste Konkurrent der ATR 72, nicht der ATR 42 – sie ist deutlich größer und schneller. Die DHC-6 Twin Otter spielt dagegen eine Klasse darunter. Und wenn du dir bei der Zuordnung der Bauweise generell unsicher bist, hilft der Grundlagen-Beitrag Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Wo du die ATR 42-600 antriffst
Hier wird es für Spotter im deutschsprachigen Raum spannend – und ein wenig frustrierend. Stand Oktober 2026 setzt keine der großen Linienairlines in Deutschland, Österreich oder der Schweiz die ATR 42-600 regelmäßig ein. Die Regionalflotten von Lufthansa, Swiss oder Austrian Airlines bestehen aus Jets wie der Embraer E190, dem Airbus A220 oder der CRJ900. Eine ATR 42-600 ist hier deshalb meist ein Gast: auf Charter- und Ad-hoc-Flügen, bei Überführungen zu Wartungsbetrieben oder im Wet-Lease, wenn eine Airline kurzfristig Kapazität braucht. Was hinter so einem Einsatz steckt, erklärt der Beitrag zum Wet-Lease.
Etwas besser sind die Chancen in Europa außerhalb des DACH-Raums. Die schottische Loganair betreibt neben älteren ATR 42-500 auch zwei ATR 42-600 (Stand Frühjahr 2026) und ist damit eine der bekanntesten europäischen Adressen für den Typ. Weltweit fliegt die ATR 42-600 vor allem dort, wo Pisten kurz und Passagierzahlen klein sind: auf Inselnetzen, in abgelegenen Regionen und auf Zubringerstrecken.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Große DACH-Drehkreuze | niedrig | Kein regelmäßiger Linieneinsatz, höchstens Gäste und Charter |
| Regionalflughäfen mit Charterverkehr | niedrig bis mittel | Ad-hoc- und Sportcharter setzen gelegentlich kleine Turboprops ein |
| Schottland und britische Inseln | mittel | Loganair betreibt ATR 42-500 und -600 |
| Inselnetze weltweit | hoch | Klassisches Einsatzgebiet für 30- bis 50-Sitzer |
Flotten und Einsätze ändern sich
Kleine Turboprop-Flotten wechseln oft den Betreiber, werden verleast oder umgebaut. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf vor deiner Tour Ankünfte und Abflüge nach dem Typcode AT46.
Weil der Typ hierzulande so selten ist, lohnt sich ein Blick auf die Live-Daten: Wie das funktioniert und welche Daten ADS-B liefert, steht im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Was ICAO- und IATA-Codes überhaupt bedeuten, erklärt der Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt. Weitere Tipps für die Jagd nach Raritäten findest du unter Seltene Flugzeuge spotten.
Nie wieder eine ATR 42 verpassen
In Planetrack setzt du den Typ auf deine Wunschliste und lässt dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine ATR 42-600 an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Die ATR 42-600S: der Kurzstarter, der nicht kam
Eine Fußnote mit Sammlerwert ist die ATR 42-600S. Das „S“ stand für STOL, also Kurzstart und -landung. ATR stellte die Variante 2019 vor und startete das Programm im Oktober 2019 mit rund 20 Zusagen von Leasinggesellschaften und Airlines. Die Maschine war für Pisten von rund 800 Metern Länge ausgelegt und hätte damit Flugplätze erreicht, die für eine normale ATR 42-600 zu kurz sind.
Der Prototyp flog am 11. Mai 2022 erstmals. Im November 2024 stellte ATR die Entwicklung jedoch ein: Der adressierbare Markt fiel kleiner aus als erwartet. Für Spotter bedeutet das, dass eine ATR 42-600S im Liniendienst nicht auftaucht; der Prototyp bleibt eine Rarität aus der Testphase.
Spotting-Praxis: Turboprops richtig planen
Weil die ATR 42-600 so kurze Strecken braucht, hebt sie oft deutlich früher ab als die Jets, die du am selben Flughafen siehst. Stehst du am Pistenende, kann sie schon in beachtlicher Höhe über dich hinwegziehen. Ein Standpunkt seitlich der Piste, etwa auf Höhe der Pistenmitte, ist für Starts meist ergiebiger. Bei Landungen dagegen ist ihr Anflug ähnlich wie bei anderen Regionalflugzeugen; welche Seite gerade aktiv ist, verrät dir die Betriebsrichtung. Wie du die vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Bereit für deine ATR-Session?
- Ich habe einen Flug mit dem Typcode AT46 im Flugplan oder Tracking-Dienst gefunden.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zu meiner Wunsch-Uhrzeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe eine Verschlusszeit für drehende Propeller gewählt.
Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Und falls du gerade erst einsteigst, bringt dich Planespotting für Einsteiger schnell auf Kurs.
Fototipps speziell für die ATR 42-600
Die ATR 42-600 ist klein, aber fotogen: hoher Flügel, markantes T-Leitwerk und zwei große Propeller. Damit das Bild lebendig wirkt, gibt es ein paar Besonderheiten.
Propeller drehen lassen
Mit sehr kurzer Verschlusszeit frierst du die Propeller ein – das Flugzeug wirkt dann wie im Segelflug. Längere Zeiten zeigen eine Propellerscheibe. Wie du die richtige Zeit findest, steht im Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit.
Brennweite anpassen
Mit unter 25 Metern Spannweite ist die ATR 42 deutlich kleiner als ein Mittelstreckenjet. Auf größere Entfernung brauchst du mehr Brennweite, um sie formatfüllend zu bekommen.
Leicht von unten
Beim Hochdecker siehst du aus erhöhter Position vor allem die Flügeloberseite. Ein Standpunkt auf Rumpfhöhe oder leicht darunter zeigt Fahrwerksverkleidungen und Rumpflinie am besten.
Licht im Rücken
Der Flügel wirft bei hohem Sonnenstand einen kräftigen Schatten auf den Rumpf. Flaches Licht am Morgen oder Abend mit der Sonne im Rücken liefert gleichmäßigere Ergebnisse.
Wann das Licht an deinem Spot passt, rechnest du dir vorher aus; wie das geht, erklärt Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Brennweiten für welche Situation taugen, findest du im Beitrag Objektiv für Planespotting: die richtige Brennweite.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die ATR 42-600, wenn …
- ein Hochdecker mit T-Leitwerk und zwei Sechsblatt-Propellern vor dir steht
- das Hauptfahrwerk in Verkleidungen seitlich am Rumpf verschwindet
- der Rumpf kurz und kompakt wirkt
- im Tracking-Dienst AT46 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du die Maschine nur von vorn siehst – dann fehlt dir die Rumpflänge als Hinweis
- alles nach ATR 42 aussieht, aber der Typcode fehlt – dann kann es auch eine -500 sein
- der Rumpf auffällig lang wirkt – dann ist es wohl eine ATR 72
Es ist keine ATR 42-600, wenn …
- du vier Blätter pro Propeller zählst – dann ist es eine ältere ATR 42
- das Fahrwerk in die Triebwerksgondeln einfährt
- das Fahrwerk fest ist
- du Strahltriebwerke statt Propeller siehst – dann bist du etwa bei der Embraer E175 oder einer CRJ
Fazit
Die ATR 42-600 ist der kleinste aktuelle Turboprop von ATR und im deutschsprachigen Raum eine echte Rarität. Hochdecker, T-Leitwerk und Sechsblatt-Propeller führen dich zur ATR, die kompakten Proportionen zur 42, und das Kennzeichen bestätigt am Ende die -600. Wer sie gezielt sucht, braucht Geduld, einen Alarm auf AT46 – oder eine Reise zu den Inselnetzen, auf denen sie zu Hause ist.
Kurzfazit
Kurzer Rumpf, lange Flügel, T-Leitwerk und Sechsblatt-Propeller: Das ist die ATR 42 in ihrer modernen Form. Die -600 trennst du von der -500 nur über Kennzeichen oder Typcode AT46 – und weil sie hierzulande selten ist, lohnt sich jede Sichtung.
Zusammenfassung
- ATR stellte die -600-Version 2007 vor, der Erstflug folgte 2010, die erste Auslieferung im November 2012 an Precision Air.
- Laut ATR ist die ATR 42-600 das einzige Regionalflugzeug in Produktion im Segment von 30 bis 50 Sitzen.
- Hochdecker, T-Leitwerk und Sechsblatt-Propeller grenzen sie ein; die Rumpflänge trennt sie von der ATR 72.
- In Tracking-Diensten filterst du nach AT46 – im deutschsprachigen Raum lohnt sich ein Sichtungs-Alarm, weil der Typ nur sporadisch auftaucht.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die ATR 42-600?
Die ATR 42-600 läuft unter AT46. Ihre Vorgänger haben eigene Codes, etwa AT45 für die ATR 42-500. Die größere ATR 72-600 erscheint als AT76. Mit dem Code findest du die Maschinen gezielt in Tracking-Diensten.
Wie unterscheide ich ATR 42 und ATR 72?
Über die Proportionen. Die ATR 42-600 ist 22,67 m lang bei 24,57 m Spannweite – die Flügel sind also länger als der Rumpf, das Flugzeug wirkt kompakt und fast quadratisch. Die ATR 72-600 ist mit rund 27 m deutlich länger, Rumpf und Spannweite sind bei ihr etwa gleich groß. Sie wirkt dadurch gestreckter und hat sichtbar mehr Kabinenfenster.
Was unterscheidet die -600 von der ATR 42-500?
Vor allem das Cockpit: Die -600 hat ein modernes Glascockpit mit großen Bildschirmen, dazu PW127M-Triebwerke mit einer Boost-Funktion für zusätzliche Startleistung. Von außen sehen sich beide Versionen sehr ähnlich, beide haben Sechsblatt-Propeller. Sicher bist du erst mit Kennzeichen oder Typcode.
Wie viele Passagiere passen in eine ATR 42-600?
ATR nennt 30 bis 50 Sitze. Typisch sind 48 Sitze bei 30 Zoll Sitzabstand. Am unteren Ende der Spanne nennt ATR eine Auslegung mit 30 Sitzen bei größerem Sitzabstand von 34 Zoll.
Was ist die ATR 42-600S?
Eine Kurzstart-Version (STOL), die ATR 2019 vorstellte, ausgelegt für Pisten mit rund 800 m Länge. Der Prototyp flog im Mai 2022 erstmals. Im November 2024 stellte ATR die Entwicklung ein, weil der Markt kleiner ausfiel als erwartet.
Wo sehe ich eine ATR 42-600 in Deutschland?
Planbar ist das kaum. Im deutschsprachigen Raum setzt aktuell keine größere Linienairline den Typ regelmäßig ein. Wenn eine ATR 42-600 auftaucht, dann meist bei Charter-, Überführungs- oder Wartungsflügen. Am besten stellst du dir einen Alarm auf den Typcode AT46.
Wo wird die ATR 42-600 gebaut?
Die Endmontage findet bei ATR in Toulouse statt. ATR ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und dem italienischen Konzern Leonardo – Rumpfteile kommen aus Italien, Tragflächen aus Frankreich.
ATR 42-600 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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