Das Wichtigste in Kürze
- Air France Hop ist die Regionaltochter der Air France und entstand 2013 aus den drei Gesellschaften Brit Air, Régional und Airlinair.
- Codes: IATA A5, ICAO HOP – verkauft werden die Flüge seit September 2019 aber unter Air-France-Flugnummern (AF).
- Die Flotte ist heute reine Embraer: E170 mit 76 Sitzen und E190 mit rund 100 Sitzen.
- CRJ und ATR sind Geschichte: Die ATR verschwanden bis 2020, die letzte CRJ1000 verließ die Flotte im Dezember 2022.
- Drehkreuze sind Paris-CDG und Lyon; Paris-Orly hat Hop nach der Umstrukturierung ab 2020 abgegeben.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Air France Hop im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Drei Airlines, eine Marke: die Vorgänger
- 4.Von HOP! zu Air France Hop
- 5.Die Flotte heute: nur noch Embraer
- 6.Ausgemusterte Typen: CRJ, ATR und ERJ
- 7.Woran du Air France Hop erkennst
- 8.Air France Hop spotten
- 9.Hop im französischen Regionalverkehr
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | A5 |
|---|---|
| ICAO-Code | HOP |
| Drehkreuze | CDG, LYS |
| Allianz | SkyTeam |
| Geschäftsmodell | Regionalairline und Zubringer der Air France im Inlands- und Europaverkehr |
| Sitz | Bouguenais beim Flughafen Nantes Atlantique, Frankreich |
| Gegründet | Erstflug unter der Marke HOP! am 31. März 2013 (Paris-Orly–Perpignan) |
| Vorgänger | Brit Air (Morlaix), Régional (Nantes) und Airlinair (Rungis) |
| Marken | HOP! (2013), HOP! Air France, seit Februar 2019 Air France Hop |
| Drehkreuze | Paris-Charles de Gaulle (CDG) und Lyon-Saint-Exupéry (LYS) |
| Konzern | Tochter der Air France innerhalb der Gruppe Air France-KLM |
| Allianz | SkyTeam (als Teil der Air France) |
| Flotte (Stand 2026) | Rund 36 bis 39 Embraer E170 und E190 – Quellen weichen leicht voneinander ab |
| Ausgemusterte Typen | ATR 42 und ATR 72, Bombardier CRJ100, CRJ700 und CRJ1000, Embraer ERJ 145 |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air France Hop?
- Seit 2019 in Air-France-Optik – auf den ersten Blick kaum von der Mutter zu unterscheiden
- Fast immer ein Embraer E170 oder E190: Ein E-Jet in Air-France-Farben ist meistens Hop
- Flugnummer mit AF, auf dem Tracker aber der ICAO-Code HOP
- Französisches Kennzeichen mit F-H…, etwa F-HBLZ oder F-HBQA bei zuletzt übernommenen E190
- Auf alten Fotos: großer „HOP!“-Schriftzug mit Ausrufezeichen und eigenständiger Bemalung
- Bis 2022 auch CRJ1000 mit Hecktriebwerken – heute nur noch historisch
Ein Embraer in Air-France-Farben rollt in Frankfurt oder Hamburg zur Piste – und auf dem Tracker steht nicht AFR, sondern HOP. Genau dieser Moment macht Air France Hop für Spotter interessant. Hinter dem unscheinbaren Kürzel steckt die Regionaltochter der Air France, die 2013 aus drei eigenständigen Airlines entstand und in wenigen Jahren von einem bunten Typenmix zu einer reinen E-Jet-Flotte geschrumpft ist. Diese Seite zeigt dir, woher Hop kommt, was heute fliegt und wie du die Flugzeuge sauber zuordnest.
Jeder E-Jet mit eigenem Eintrag
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen fest – und setzt fehlende Hop-Embraer in deinem Hangar auf die Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air France Hop im Überblick
Air France Hop ist die Regionalairline der Air France. Sie fliegt Zubringer- und Direktstrecken innerhalb Frankreichs und ins europäische Ausland, vor allem rund um die Drehkreuze Paris-Charles de Gaulle und Lyon-Saint-Exupéry. Ihren Firmensitz hat sie in Bouguenais direkt am Flughafen Nantes Atlantique – ein Erbe der Vorgängerin Régional.
Der Name hat sich in kurzer Zeit mehrfach geändert. Gestartet ist die Airline am 31. März 2013 als HOP!, mit Ausrufezeichen und eigener Bemalung. Später trat sie als HOP! Air France auf, seit Februar 2019 heißt sie Air France Hop. Konzernseitig gehört sie zur Gruppe Air France-KLM und fliegt damit im Umfeld der Allianz SkyTeam.
Für dich als Spotter ist vor allem eines wichtig: Seit September 2019 verkauft Hop keine eigenen Flüge mehr. Alles läuft unter der Air-France-Flugnummer. Den Unterschied siehst du erst am Flugzeugtyp und im Tracker.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code A5: gehörte ursprünglich Airlinair und ging später auf HOP! über. Weil Hop seit 2019 nur noch AF-Flugnummern nutzt, taucht A5 auf Abflugtafeln praktisch nicht mehr auf.
- ICAO-Code HOP: steht im Flugplan der Flugsicherung und damit auf vielen Flugtrackern. Das ist dein zuverlässigster Hinweis, dass nicht die Mutter selbst fliegt.
- Rufzeichen: Englisch- und deutschsprachige Nachschlagewerke führen „AIR HOP“, die französische Wikipedia nennt dagegen „AIR FRANCE“. Hör im Zweifel selbst in den Funk – die Angaben sind nicht einheitlich.
Tracker richtig lesen
Ein Flug mit AF-Flugnummer kann von Air France, Hop oder einem Partner durchgeführt werden. Achte im Tracker auf den ICAO-Code des Betreibers statt auf die Flugnummer. Wie du die Daten richtig deutest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Drei Airlines, eine Marke: die Vorgänger
Hop ist keine Neugründung im klassischen Sinn. Air France fasste 2013 drei Regionaltöchter zusammen, die zuvor eigenständig unter eigenen Namen und mit eigenen Flotten unterwegs waren. Zusammen brachten sie rund 100 Flugzeuge in die neue Marke ein. Jede der drei hatte ein klares Typenprofil – und genau das macht alte Fotos heute so spannend.
| Vorgänger | Sitz | Codes | Typischer Flugzeugtyp | Kurzporträt |
|---|---|---|---|---|
| Brit Air | Morlaix (Bretagne) | DB / BZH | Bombardier CRJ | 1973 als Air-Taxi-Betrieb gegründet, seit 2000 mehrheitlich bei Air France, Erstkunde von CRJ700 und CRJ1000 |
| Régional | Bouguenais bei Nantes | YS / RAE | Embraer ERJ 145, E170, E190 | 2001 aus Flandre Air, Proteus Airlines und Regional Airlines entstanden |
| Airlinair | Rungis bei Paris | A5 / RLA | ATR 42 und ATR 72 | 1999 gegründet, Ende 2012 vollständig von Air France übernommen |
Brit Air: der CRJ-Spezialist
Brit Air war die älteste der drei Gesellschaften. 1973 in der Bretagne als kleines Air-Taxi-Unternehmen gestartet, wuchs sie zur wichtigen Regionalairline mit Basen unter anderem in Brest, Nantes, Lyon und an beiden Pariser Flughäfen. Für Spotter ist Brit Air vor allem als Bombardier-Kunde interessant: Die Airline war Erstkunde der CRJ700 und übernahm im Dezember 2010 auch die erste CRJ1000. Diese Flugzeuge prägten die ersten Hop-Jahre.
Régional: die Embraer-Airline aus Nantes
Régional entstand 2001 aus der Fusion von Flandre Air, Proteus Airlines und Regional Airlines und hatte ihren Sitz in Bouguenais bei Nantes – dort, wo heute auch Air France Hop sitzt. Im März 2013 brachte sie 49 Jets mit: Embraer ERJ 145 sowie die größeren E170 und E190. Davor hatte Régional auch Typen wie Saab 2000, Fokker 100 und die EMB 120 Brasilia betrieben. Die heutige Hop-Flotte geht damit im Kern auf Régional zurück.
Airlinair: die ATR-Flotte
Airlinair wurde 1999 gegründet und flog ausschließlich Turboprops von ATR. Zum Start von HOP! im März 2013 bestand die Flotte laut französischer Wikipedia aus 25 Maschinen: ATR 42-300, ATR 42-500, ATR 72-200 und ATR 72-500. Ende 2012 hatte Air France die restlichen Anteile vom Gründer übernommen. Von Airlinair stammt auch der IATA-Code A5.
2013: Start als HOP!
Am 31. März 2013 startet die neue Marke mit einem Flug von Paris-Orly nach Perpignan – mit einer CRJ1000.
2015/2016: Zusammenführung
Air France-KLM kündigt an, die drei Marken bis 2017 komplett unter HOP! zu vereinen, verbunden mit Stellenabbau und Sparziel.
2019: Air France Hop
Umbenennung im Februar, ab September nur noch AF-Flugnummern, neue Bemalung in Air-France-Optik.
2020–2022: Schrumpfkur
ATR und ERJ 145 verschwinden, Orly wird abgegeben, die letzte CRJ1000 geht im Dezember 2022.
Von HOP! zu Air France Hop
Die ersten Jahre waren vom Zusammenwachsen geprägt. Rechtlich blieben die drei Gesellschaften zunächst eigenständig und flogen lediglich unter der gemeinsamen Marke. Im Juli 2015 kündigte Air France-KLM an, die Marken bis 2017 vollständig unter HOP! zusammenzuführen. Das Ziel war klar: Kosten senken, den Regionalverkehr effizienter machen.
Die zweite große Wende kam 2019. Air France holte die Tochter enger an die eigene Marke heran: Aus HOP! wurde Air France Hop, ab dem 1. September 2019 liefen alle Flüge unter dem AF-Code, und die Flugzeuge bekamen nach und nach eine Bemalung im Stil der Mutter. Für Passagiere war Hop damit kaum noch als eigene Airline zu erkennen.
Umbau ab 2020
Mit der Corona-Krise folgte ein tiefer Einschnitt. Im August 2020 kündigte die Airline einen Sozialplan an, der die Schließung der Standorte Morlaix, Orly und Lille sowie den Abbau von rund 1.000 Stellen vorsah – gut 40 Prozent der Belegschaft. Ende 2020 wurde dann das Geschäftsmodell neu zugeschnitten: Hop konzentrierte sich als kleinerer Zubringer auf Paris-CDG und Lyon konzentrieren, der Inlandsverkehr ab Paris-Orly ging an die Konzernschwester Transavia France. Die CRJ-Flotte wurde ausgemustert, die Flotte auf die beiden Embraer-Typen verkleinert. Laut französischer Wikipedia beschäftigte Hop 2023 noch rund 1.400 Menschen.
Hybrid-Bemalungen im Archiv
Zwischen 2019 und den Ausflottungen gab es Flugzeuge in HOP!-Farben, die bereits unter AF-Flugnummern flogen, und umlackierte Maschinen mit alten Details. Solche Übergangsbilder sind heute gesuchte Archivfotos. Wie du Mischformen erkennst, zeigt der Artikel zu Hybrid-Liveries.
Die Flotte heute: nur noch Embraer
Seit Dezember 2022 fliegt Air France Hop ausschließlich Regionaljets von Embraer. Die genauen Zahlen schwanken je nach Quelle und Stichtag leicht; die folgenden Angaben stützen sich auf die Wikipedia-Flottenlisten mit Stand 2026.
| Typ | Anzahl (ca.) | Sitze | Triebwerk | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Embraer E170 | 10–11 | 76 | GE CF34-8E | Kürzerer Rumpf, älteste Flugzeuge der Flotte |
| Embraer E190 | 26–28 | rund 100 | GE CF34-10E | Größerer Teil der Flotte, 2023–2025 um gebrauchte Maschinen ergänzt |
Bemerkenswert: Während viele Airlines ihre E-Jets der ersten Generation abgeben, hat Hop zwischen Juli 2023 und Ende 2025 noch mehrere gebrauchte E190 übernommen, darunter F-HBLV, F-HBLX, F-HBLY, F-HBLZ, F-HBQA, F-HBQB, F-HBQC und F-HBQE. Gleichzeitig gehen die ältesten E170 nach und nach – im August 2025 etwa F-HBXM. Das Durchschnittsalter der Flotte liegt laut deutschsprachiger Wikipedia bei rund 14 Jahren.
Ob es ein E170 oder ein E190 ist, erkennst du am schnellsten an der Rumpflänge und der Zahl der Fenster zwischen Tür und Flügel. Die Details erklärt der Guide Embraer E170, E175, E190 und E195 auseinanderhalten.
Die letzte E170 noch erwischen?
Richte Sichtungs-Alarme für Kennzeichen oder Typen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn das Flugzeug anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Ausgemusterte Typen: CRJ, ATR und ERJ
Wer ältere Hop-Fotos sortiert, trifft auf deutlich mehr Typen. Die Flottengeschichte spiegelt die drei Vorgänger wider:
- ATR 42 und ATR 72: die Turboprops aus dem Airlinair-Erbe wurden ab Ende 2018 schrittweise abgegeben; die letzten ATR 72-600 verließen Hop im Februar 2020.
- Embraer ERJ 145: im Mai 2020 mit sofortiger Wirkung stillgelegt; zuvor flog Régional auch die kürzere ERJ 135.
- CRJ100, CRJ700 und CRJ1000: die Bombardier-Jets aus dem Erbe von Brit Air. Die letzte CRJ1000 verließ die Flotte im Dezember 2022.
Gerade die CRJ1000 ist eine kleine Besonderheit: Brit Air war Erstkunde dieser gestreckten Version, und mit einer CRJ1000 hob auch der allererste HOP!-Flug ab. Hersteller war Bombardier. Wie du CRJ und E-Jets im Feld unterscheidest – Hecktriebwerke beim CRJ, Triebwerke unter dem Flügel beim Embraer –, erklärt der Artikel Regionaljets erkennen.
Typisch Hop heute
- Embraer E170 oder E190
- Triebwerke unter den Flügeln
- Bemalung im Stil der Air France
- Tracker zeigt HOP, Flugnummer AF
Typisch Hop von früher
- CRJ mit Triebwerken am Heck oder ATR-Turboprop
- Großer „HOP!“-Schriftzug mit Ausrufezeichen
- Flugnummer mit A5
- Oft fotografiert in Orly, Lille oder Brest
Woran du Air France Hop erkennst
Seit der Umbenennung ist Hop optisch nah an der Mutter: weißer Rumpf, Air-France-Schriftzug, das bekannte Leitwerk. Damit ist die Bemalung allein kein sicheres Unterscheidungsmerkmal mehr. Viel zuverlässiger ist der Flugzeugtyp. Air France selbst fliegt im Kurz- und Mittelstreckennetz Airbus-Typen, aber keine E-Jets. Siehst du also einen Embraer in Air-France-Farben, ist das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Hop.
Den zweiten Beleg liefert das Kennzeichen. Hop-Flugzeuge sind in Frankreich registriert und tragen ein F-H…-Kennzeichen. Wie du Kennzeichen grundsätzlich liest, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Achtung Verwechslung
Auch KLM Cityhopper fliegt Embraer-Jets für die Gruppe Air France-KLM – allerdings in KLM-Blau und mit niederländischen PH-Kennzeichen. Ein E-Jet mit Air-France-Leitwerk und F-Kennzeichen ist dagegen Hop.
Air France Hop spotten
Die wichtigsten Orte für Hop-Sichtungen sind die beiden Drehkreuze. Am Flughafen Paris-Charles de Gaulle fliegt Hop Zubringer aus Frankreich und Europa in das Langstreckennetz der Air France; Tipps zu Standorten findest du im Spotting-Guide für Paris-CDG. Der Flughafen Lyon ist die zweite Basis – hier hast du gute Chancen, an einem Tag mehrere Hop-E-Jets zu sehen.
Auch in Deutschland ist Hop unterwegs. Je nach Flugplan fliegen Hop-Embraer Verbindungen zwischen deutschen Großflughäfen und Paris oder Lyon; genannt werden unter anderem Berlin, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart. Weil Air France je nach Nachfrage zwischen eigenen Airbussen und Hop-Jets wechselt, lohnt sich vor jeder Tour ein Blick in den Tracker.
Gute Chancen auf Hop, wenn …
- du in Paris-CDG oder Lyon spottest
- auf deinem Flughafen AF-Flüge nach Lyon oder mit Embraer im Plan stehen
- du morgens oder abends spottest, wenn Zubringer auf die Langstreckenwellen abgestimmt sind
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – Strecken und Gerät wechseln oft
- die Strecke saisonal zwischen Airbus und Embraer wechselt
Eher kein Hop-Tag, wenn …
- du in Paris-Orly auf Inlandsflüge hoffst – dort fliegt Hop seit der Umstrukturierung nicht mehr als Basisbetreiber
Fotografieren in Frankreich
An französischen Flughäfen gelten eigene Regeln, und Sicherheitskräfte schauen genau hin. Bleib auf öffentlich zugänglichen Flächen und informier dich vorher im Artikel Fotografieren an französischen Flughäfen.
Hop im französischen Regionalverkehr
Hop steht am Ende einer langen Reihe französischer Regionalairlines. Viele frühere Namen sind heute nur noch historisch: Air Littoral aus Montpellier, Brit Air oder Régional selbst. Andere Gesellschaften wie CityJet, die zeitweise ebenfalls zum Air-France-Umfeld gehörte, haben ihren Weg außerhalb des Konzerns fortgesetzt. Einen Überblick über die Szene gibt der Artikel Regionalairlines in Europa.
Häufige Verwechslungen
- Hop für Air France halten – die Flugnummer ist AF, durchführende Airline ist aber Hop. Typ und ICAO-Code entscheiden.
- Jeden Air-France-Embraer für einen Fehler halten – Air France selbst fliegt keine E-Jets, Hop schon.
- KLM Cityhopper und Hop verwechseln – beide fliegen Embraer, aber in unterschiedlichen Farben und mit PH- bzw. F-Kennzeichen.
- Alte CRJ- oder ATR-Fotos als aktuelle Sichtung notieren – diese Typen sind bei Hop seit 2020 bzw. 2022 Geschichte.
- E170 und E190 verwechseln – der Rumpflängenunterschied ist deutlich, wenn du Fenster und Proportionen vergleichst.
- HOP! und Air France Hop als zwei Airlines führen – es ist dieselbe Gesellschaft mit neuem Namen.
Hop im Blick behalten
Beobachte Kennzeichen, Typen oder Airlines und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air France Hop ist eine Airline, die man leicht übersieht: Flugnummer von Air France, Bemalung von Air France – und doch eine eigene Gesellschaft mit eigener Geschichte. Aus Brit Air, Régional und Airlinair entstanden, hat sie sich vom Mix aus ATR, CRJ und Embraer zu einem reinen E-Jet-Betreiber entwickelt. Wer auf den Typ achtet und den ICAO-Code HOP im Tracker prüft, ordnet jede Sichtung richtig zu – und wer alte Fotos mit CRJ1000 oder ATR im Archiv hat, besitzt ein Stück französischer Regionalluftfahrt.
Kurzfazit
Air France Hop (IATA A5, ICAO HOP) ist die Regionaltochter der Air France mit heute reiner Embraer-E170/E190-Flotte. Ein E-Jet in Air-France-Farben ist fast immer Hop – Typ und Tracker-Code verraten es.
Zusammenfassung
- Air France Hop ist das Ergebnis von drei Regionalairlines, die Air France 2013 unter einer Marke zusammengeführt hat.
- Für Spotter ist Hop heute ein E-Jet-Betreiber: E170 und E190 in Air-France-Farben, die auf dem Tracker mit dem Code HOP auftauchen.
- Spannend sind die Spuren der Vorgänger – CRJ von Brit Air, Embraer von Régional und ATR von Airlinair prägten die ersten Jahre.
- In Deutschland begegnet dir Hop auf Zubringerflügen nach Paris-CDG und Lyon, je nach Flugplan auch an großen Flughäfen wie Frankfurt, Hamburg, Berlin oder Stuttgart.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen HOP! und Air France Hop?
Es ist dieselbe Airline. Unter dem Namen HOP! startete die Regionaltochter im März 2013 mit eigener Marke und Bemalung. Am 1. Februar 2019 kündigte Air France die Umbenennung in Air France Hop an; seit dem 1. September 2019 laufen alle Flüge unter Air-France-Flugnummern, und die Flugzeuge tragen nach und nach die Air-France-Optik.
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air France Hop?
Der IATA-Code ist A5, der ICAO-Code HOP. Der IATA-Code stammt ursprünglich von Airlinair. Weil Hop-Flüge seit 2019 mit AF-Flugnummern verkauft werden, siehst du A5 auf der Anzeigetafel praktisch nie – auf Flugtrackern taucht dagegen oft der ICAO-Code HOP auf.
Aus welchen Airlines ist Hop entstanden?
Aus drei Regionaltöchtern der Air France: Brit Air aus Morlaix in der Bretagne (CRJ-Betreiber), Régional aus Bouguenais bei Nantes (Embraer-Betreiber) und Airlinair aus Rungis bei Paris (ATR-Betreiber). Zum Start 2013 brachten sie zusammen rund 100 Flugzeuge mit. 2015 kündigte Air France-KLM an, die drei Marken bis 2017 vollständig unter HOP! zu vereinen.
Welche Flugzeuge fliegt Air France Hop?
Nur noch Embraer-Jets: den E170 mit 76 Sitzen und den E190 mit rund 100 Sitzen. Je nach Quelle umfasst die Flotte 2026 rund 36 bis 39 Flugzeuge, dabei überwiegen die E190. Zwischen 2023 und Ende 2025 kamen noch mehrere gebrauchte E190 hinzu.
Fliegt Hop noch CRJ oder ATR?
Nein. Die ATR 42 und ATR 72 wurden zwischen 2018 und Anfang 2020 ausgeflottet, die ERJ 145 im Mai 2020. Die letzte CRJ1000 verließ die Flotte im Dezember 2022. Fotos von Hop-CRJ oder Hop-ATR sind damit historische Aufnahmen.
Gehört Air France Hop zu SkyTeam?
Hop fliegt als Teil der Air France und damit im Umfeld der Allianz SkyTeam. Passagiere sammeln Meilen bei Flying Blue, dem Vielfliegerprogramm von Air France und KLM.
Wo kann ich Air France Hop in Deutschland sehen?
Hop fliegt Zubringerstrecken zu den Drehkreuzen Paris-CDG und Lyon. Deutschsprachige Wikipedia-Quellen nennen unter anderem Berlin, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart als Ziele. Welche Strecken gerade mit Hop-Flugzeugen statt mit Air-France-Airbussen fliegen, ändert sich mit dem Flugplan – prüf das am besten kurz vorher im Tracker.
Woran erkenne ich, ob ein Air-France-Flug von Hop durchgeführt wird?
Am Flugzeugtyp und am ICAO-Code. Steht ein Embraer E170 oder E190 in Air-France-Farben vor dir, ist es praktisch immer Hop – die Mutter Air France selbst setzt keine E-Jets ein. Auf dem Tracker zeigt der Code HOP statt AFR, wer wirklich fliegt.
Air France Hop im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer E170
Der kleinste E-Jet der ersten Generation: Die E170 brachte 2004 bei LOT die ganze Familie in den Liniendienst, wird nicht mehr gebaut und ist in Europa ein Auslaufmodell. So trennst du sie von der fast identischen E175.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypBombardier CRJ1000
Der CRJ1000 ist das Maximum dessen, was aus dem schlanken Canadair-Rumpf herauszuholen war: rund 39 Meter lang, bis zu 104 Sitze, Triebwerke am Heck. Heute fliegt der größte CRJ fast nur noch in Spanien – so erkennst du ihn und so findest du ihn.
FlugzeugtypBombardier CRJ700
Der CRJ700 ist der Ur-Typ der gestreckten CRJ-Familie: rund 32 Meter lang, um die 70 Sitze, Triebwerke am Heck. Bei Lufthansa CityLine ist er seit 2015 Geschichte, in den USA fliegt er weiter. So trennst du ihn sicher vom längeren CRJ900.
FlugzeugtypBombardier CRJ100/CRJ200
Klein, schlank, Triebwerke am Heck: Der CRJ100/200 war der erste Canadair Regional Jet und startete 1992 bei Lufthansa CityLine. In Europa ist er fast verschwunden, in den USA fliegt er noch – so erkennst du den 50-Sitzer sicher.
FlugzeugtypEmbraer ERJ 145
Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.
FlugzeugtypATR 72-500
Sechs Propellerblätter, Hochdecker, T-Leitwerk – und von außen fast nicht von der -600 zu unterscheiden: Die ATR 72-500 ist die meistgebaute ATR 72 vor der aktuellen Generation. So grenzt du sie sauber ab.
FlugzeugtypATR 42-500
Mit der ATR 42-500 bekam der kleine ATR-Turboprop Mitte der Neunziger Sechsblatt-Propeller, stärkere Triebwerke und eine neue Kabine. So erkennst du sie und trennst sie von älteren und jüngeren ATR 42.
Weitere Airlines
Air France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
RegionalBrit Air
Historische Regionalairline aus Morlaix in der Bretagne. Brit Air startete 1973 als Lufttaxi, flog ATR, Saab 340 und Fokker 100, brachte CRJ700 und CRJ1000 als Erstkunde in den Liniendienst und ging ab 2013 in HOP! auf.
RegionalKLM Cityhopper
Die Regionaltochter von KLM fliegt ab Amsterdam-Schiphol mit einer reinen Embraer-Flotte durch Europa – in voller KLM-Bemalung und unter KL-Flugnummern. Wer sie erkennen will, schaut auf Typ und Kennzeichen.
Low-CostTransavia France
Die französische Low-Cost-Airline der Air France-KLM-Gruppe: Hauptbasis Paris-Orly, Regionalbasen von Lyon bis Bordeaux, eine Flotte im Wechsel von der Boeing 737-800 zum Airbus A320neo – und dieselben grünen Farben wie die niederländische Schwester.
RegionalAir Littoral
Historische französische Regionalairline aus Montpellier. Air Littoral begann 1972 mit einer Islander, brachte die ATR 42 als Erstkunde in den Liniendienst, flog zuletzt CRJ100 und ATR 42-500 und wurde im Februar 2004 eingestellt.
CharterCityJet
Irische Regionalairline, die 1994 London City mit Dublin verband und heute nur noch als ACMI-Anbieter fliegt: CityJet setzt CRJ900 in SAS-Farben ab Kopenhagen und Stockholm ein – früher waren es BAe 146 und Avro RJ85.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Air France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
AllianzSkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
HerstellerEmbraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
HerstellerBombardier
Bombardier hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und Learjet, Canadair und de Havilland Canada unter einem Dach vereint. Heute baut der Konzern aus Montreal nur noch Businessjets – und die siehst du an Genf, Le Bourget oder Nizza öfter, als du denkst.
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