Auslieferungs- und Überführungsflüge verfolgen: So erwischst du Ferry Flights

Neue Jets auf dem Weg zur Airline, Leasing-Rückläufer und Flugzeuge auf dem Weg in die Wüste: Wie du Ferry Flights auf dem Radar erkennst, woher sie kommen und wie du sie gezielt vor die Linse bekommst.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Ferry Flight heißt: ohne Fluggäste von A nach B. Dazu gehören Auslieferungen neuer Flugzeuge, Wechsel zwischen Airlines oder Leasinggebern, Werftflüge und der letzte Flug in ein Abstelllager.
  • Die Startorte sind berechenbar: Neue Airbus-Jets verlassen vor allem Toulouse, Hamburg-Finkenwerder, Tianjin und Mobile, neue Boeing-Maschinen starten in der Regel in Everett, Seattle (Boeing Field) oder North Charleston.
  • Kennzeichen und Hex-Code verraten viel: Ein Testkennzeichen wie F-WW… oder D-AV… zeigt ein Flugzeug vor der Übergabe. Wechselt die Maschine das Registerland, bekommt sie meist auch einen neuen 24-Bit-Hex-Code.
  • Ziele wie Teruel oder Tarbes sind ein Signal: Fliegt ein Jet ohne Linienflugnummer in eines der großen Abstell- und Recyclingzentren, ist das oft eine Ausmusterung oder eine Langzeitparkposition.
  • Planung schlägt Zufall: Wer Alarme auf Kennzeichen, Typen und Airlines setzt und die Historie eines Flugzeugs kennt, erwischt Überführungen deutlich häufiger.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist ein Überführungsflug? Die kurze Antwort
  2. 2.Neue Flugzeuge: der Weg vom Werk zur Airline
  3. 3.Gebrauchte Flugzeuge: Leasing, Verkauf, Werft
  4. 4.Der letzte Flug: Ausmusterung und Einlagerung
  5. 5.Ferry Flights auf dem Flugradar erkennen
  6. 6.Route und Reichweite: Warum Ferry Flights Umwege fliegen
  7. 7.So planst du deine Ferry-Sichtung Schritt für Schritt
  8. 8.Welche Ferry-Jagd passt zu dir?
  9. 9.Worauf du achten solltest
  10. 10.Fazit

Ein fabrikneuer Langstreckenjet mit frischer Lackierung, ein Leasingflugzeug noch in den Farben der alten Airline, ein Veteran auf seinem letzten Flug in die spanische Hochebene: Auslieferungs- und Überführungsflüge gehören zu den spannendsten Bewegungen am Himmel. Sie tauchen nicht im Flugplan auf, folgen keiner festen Route und sind oft nach wenigen Stunden vorbei. Dieser Guide zeigt dir, wie du Ferry Flights auf dem Flugradar erkennst, welche Orte als Start und Ziel typisch sind und wie du aus einem Zufallsfund eine planbare Sichtung machst.

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Was ist ein Überführungsflug? Die kurze Antwort

Ein Überführungsflug (Ferry Flight) bringt ein Flugzeug ohne zahlende Fluggäste von einem Ort zum anderen. An Bord sitzt in der Regel nur die Crew, manchmal ergänzt um Techniker oder Vertreter der Airline. Für Spotter lassen sich die Flüge grob in vier Gruppen einteilen:

  • Auslieferungsflüge: Ein neues Flugzeug fliegt vom Herstellerwerk zur Heimatbasis der Airline.
  • Betreiberwechsel: Eine Maschine wechselt nach Ende eines Leasingvertrags oder nach einem Verkauf zu einer anderen Airline.
  • Werft- und Lackierflüge: Ein Flugzeug fliegt zu einem Wartungsbetrieb, zu einer Lackierhalle oder zu einem Umbau, etwa zum Frachter.
  • Ausmusterung und Einlagerung: Ein Jet fliegt in ein Abstell- oder Recyclingzentrum, entweder zum Parken oder zum Zerlegen.

Allen gemeinsam ist: Sie stehen nicht im öffentlichen Flugplan. Du findest sie über Flugradar-Daten, Kennzeichen-Historien und die Community – und nur selten durch Zufall genau dann, wenn du am Zaun stehst.

24 Bitlang ist der Hex-Code, über den ADS-B ein Flugzeug identifiziert
75 %der Airbus-Auslieferungen 2024 starteten laut Airbus mit SAF-Beimischung
2013eröffnete Boeing sein Auslieferungszentrum in Everett

Neue Flugzeuge: der Weg vom Werk zur Airline

Bevor ein neues Verkehrsflugzeug zu seiner Airline fliegt, hat es eine kleine Flugkarriere hinter sich. Der Ablauf unterscheidet sich je nach Hersteller im Detail, folgt aber einem ähnlichen Muster: Die fertig montierte Maschine absolviert einen oder mehrere Produktionstestflüge mit Crews des Herstellers. Danach prüft die Airline das Flugzeug, inklusive eines Abnahmeflugs. Erst dann gehen Eigentum und Papiere über, das Flugzeug bekommt sein endgültiges Kennzeichen – und startet zum Auslieferungsflug.

Wie du die Flüge vor der Übergabe auf dem Radar erkennst, beschreibt der Guide Testflüge und Werksflüge verfolgen ausführlich. Für dich als Ferry-Jäger ist vor allem wichtig: Wer die Testflüge einer Maschine sieht, weiß, dass die Auslieferung nicht mehr weit ist.

Airbus: Toulouse, Hamburg, Tianjin, Mobile

Airbus betreibt Auslieferungszentren unter anderem in Toulouse, Hamburg-Finkenwerder, im chinesischen Tianjin und in Mobile im US-Bundesstaat Alabama; dazu kommt für die A220 das Werk in Mirabel bei Montreal. Großraumflugzeuge wie die A350-900 gehen in Toulouse an die Kunden, Maschinen der A320-Familie wie die A321neo verlassen alle vier großen Standorte.

Typisch für Airbus sind die Testkennzeichen: In Toulouse tragen neue Flugzeuge Kennzeichen aus der Serie F-WW…, in Finkenwerder solche wie D-AV… oder D-AX…. Bei Testflügen taucht häufig ein Callsign mit dem Präfix AIB auf. Erst kurz vor der Übergabe wechselt die Maschine auf das Kennzeichen der Airline. Mehr zur Systematik findest du im Artikel über Testkennzeichen von Herstellern.

Wenn du vor Ort sein willst: Rund um den Flughafen Toulouse-Blagnac bietet der Spot an der Aeroscopia einen Blick auf das Geschehen, Tipps für die ganze Region stehen im Guide Planespotting in Toulouse. Für das Werk an der Elbe hilft dir der Artikel Airbus Finkenwerder spotten.

Boeing: Everett, Seattle, North Charleston

Bei Boeing verteilen sich die Auslieferungen auf mehrere Standorte im Raum Seattle und in South Carolina. Das Delivery Center in Everett am Paine Field öffnete 2013 und war für die Großraumtypen ausgelegt. Die 737 entsteht vor allem in Renton und fliegt nach dem Erstflug zum Boeing Field in Seattle, wo die letzten Arbeiten und weitere Testflüge vor der Übergabe stattfinden; ein Teil der Maschinen für chinesische Kunden wird in einem Completion Center in Zhoushan fertiggestellt. Die Boeing 787-9 und ihre Schwestern baut Boeing seit der Entscheidung von 2020 nur noch in North Charleston.

Für Spotter auf Reisen ist der Future-of-Flight-Spot am Paine Field eine gute Adresse. Von Europa aus siehst du Boeing-Auslieferungen meist erst, wenn sie den Atlantik schon überquert haben – etwa eine neue 737 MAX 8 auf dem Weg zu einer europäischen Airline.

Auslieferungsflüge mit Extra-Tank

Airbus bietet Kunden an, ihre neuen Flugzeuge mit einer Beimischung nachhaltigen Flugkraftstoffs (SAF) zu übernehmen. Nach Angaben des Herstellers startete 2024 die große Mehrheit der Auslieferungen mit einer solchen Beimischung. Für dich bedeutet das: Manche Airlines machen aus dem Auslieferungsflug ein kleines Medienereignis – und kündigen ihn vorher in den eigenen Kanälen an.

Gebrauchte Flugzeuge: Leasing, Verkauf, Werft

Mindestens genauso spannend wie Neuauslieferungen sind Überführungen gebrauchter Maschinen. Ein großer Teil der weltweiten Flotte gehört Leasinggesellschaften, die ihre Flugzeuge nach Vertragsende an den nächsten Kunden weitergeben. Dazwischen liegen oft Werftaufenthalte, Kabinenumbauten und eine neue Lackierung. Warum viele dieser Flugzeuge zwischenzeitlich in Irland, Bermuda oder Malta registriert sind, erklärt der Artikel Offshore-Registrierungen und Leasing.

Für dich entstehen dabei besondere Motive:

  • Mischlackierungen: Ein Flugzeug fliegt noch im Design der alten Airline, aber schon mit neuem Kennzeichen – oder ganz in Weiß, nachdem die alte Lackierung entfernt wurde.
  • Ungewohnte Betreiber an ungewohnten Orten: Eine asiatische oder südamerikanische Maschine taucht auf einem Werftflughafen in Europa auf.
  • Werftbesuche: Wartungsbetriebe wie Lufthansa Technik in Hamburg ziehen Flugzeuge vieler Airlines an, die du sonst kaum zu sehen bekommst.

Bei solchen Wechseln ändert sich oft das Kennzeichen. Wie das abläuft und wie du ein Flugzeug über mehrere Registrierungen hinweg verfolgst, beschreibt der Guide Umregistrierungen verstehen.

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Der letzte Flug: Ausmusterung und Einlagerung

Wenn eine Airline Flugzeuge ausmustert, fliegen viele davon nicht direkt zum Schrottplatz, sondern zunächst in ein Abstell- und Recyclingzentrum. Trockenes Klima verlangsamt Korrosion, deshalb liegen solche Standorte oft in Hochebenen oder Wüsten. In Europa ist der Flughafen Teruel in Spanien das bekannteste Beispiel: Er hat keinen Passagierverkehr und dient als Wartungs- und Abstellbasis für das Unternehmen Tarmac Aerosave, das außerdem Standorte in Tarbes und Toulouse betreibt. Mehr Hintergründe und weitere Standorte weltweit findest du im Artikel über Flugzeugfriedhöfe und Boneyards.

Ein Flug nach Teruel ist allerdings kein sicheres Todesurteil. Viele Flugzeuge werden dort nur geparkt, gewartet und später reaktiviert oder an neue Betreiber verkauft. Erst wenn eine Maschine dort Triebwerke abgibt und über Monate nicht mehr bewegt wird, spricht einiges für die Zerlegung.

Für Spotter ist der Abflug am Heimatflughafen oft emotionaler als die Ankunft am Ziel. Gerade bei Typen, die eine Airline komplett ausflottet – denk an die Abschiede von Vierstrahlern wie der A380 bei mehreren Airlines während der Pandemie –, finden sich viele Spotter zum letzten Start ein. Wie du solche Momente planst, erklärt der Guide Abschieds- und Erstflüge spotten.

Ferry Flights auf dem Flugradar erkennen

Auf der Karte sieht ein Überführungsflug zunächst aus wie jeder andere Flug. Erst die Details verraten ihn. Diese Merkmale solltest du kennen:

Merkmal Was du siehst Was es bedeuten kann
Callsign ungewöhnliche Nummer, Hersteller-Präfix oder nur das Kennzeichen Testflug, Auslieferung oder Überführung ohne Linienflugnummer
Startflughafen Werk wie Toulouse, Finkenwerder, Everett, Boeing Field, North Charleston Neuauslieferung, vor allem bei fabrikneuer Seriennummer
Zielflughafen Abstellzentrum oder Werft ohne Linienverkehr der Airline Einlagerung, Ausmusterung oder Wartung
Kennzeichen Testkennzeichen oder frisch gewechseltes Registerland Flugzeug kurz vor oder kurz nach der Übergabe
Hex-Code neuer Code bei gleichem Flugzeug Umregistrierung in ein anderes Land
Route Zwischenstopps auf Island, in Kanada oder anderen Tankstopps Reichweitenbegrenzte Überführung über den Ozean

Besonders wichtig ist der Hex-Code. Die 24-Bit-Adresse, über die ein Flugzeug per ADS-B erkennbar ist, stammt aus dem Adressblock des Registerlandes. Wechselt die Maschine von einem französischen Testkennzeichen auf ein Kennzeichen eines anderen Landes, bekommt sie meist eine neue Adresse. Was genau dahintersteckt, erklärt der Artikel ICAO-24-Bit-Adresse (Hex-Code). Wer ein Flugzeug gezielt suchen will, findet im Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen die passenden Werkzeuge.

Hilfreich ist auch der Blick auf das Callsign. Bei Überführungen nutzen Airlines oft Sondernummern statt regulärer Flugnummern, manche Flüge laufen schlicht unter dem Kennzeichen. Den Unterschied zwischen beiden Angaben erläutert der Artikel Callsign und Flugnummer.

Wenn der Ferry Flight auf der Karte fehlt

Manche Überführungen werden auf kommerziellen Flugradar-Seiten gefiltert oder sind nur per MLAT sichtbar, etwa wenn ältere Flugzeuge mit eingeschränkter Transponder-Ausstattung unterwegs sind. Ungefilterte Netzwerke wie ADS-B Exchange zeigen oft mehr. Warum Flugzeuge manchmal ganz fehlen, erklärt der Artikel Warum ein Flugzeug nicht auf Flightradar erscheint.

Route und Reichweite: Warum Ferry Flights Umwege fliegen

Ein Überführungsflug folgt nicht immer der kürzesten Linie. Großraumflugzeuge fliegen ihre Auslieferung meist nonstop, auch über Ozeane. Bei zweistrahligen Flugzeugen über Wasser gelten dafür die ETOPS-Regeln, die bestimmen, wie weit sich die Maschine von einem geeigneten Ausweichflughafen entfernen darf – Details im Artikel ETOPS erklärt.

Kleinere Flugzeuge mit begrenzter Reichweite, etwa Turboprops oder Regionaljets, überqueren den Nordatlantik dagegen oft in mehreren Etappen. Zwischenstopps auf Island, Grönland oder in Kanada sind dabei üblich. Für europäische Spotter heißt das: Am Flughafen Keflavik tauchen immer wieder ungewöhnliche Gäste auf, die auf dem Weg zwischen Nordamerika und Europa nachtanken.

Auch Flugzeuge, deren Lufttüchtigkeitszeugnis vorübergehend nicht gültig ist, können überführt werden. Im Zuständigkeitsbereich der EASA gibt es dafür die Fluggenehmigung (Permit to Fly), die für bestimmte Zwecke und unter festgelegten Bedingungen erteilt wird – etwa für den Flug in eine Werkstatt. Solche Flüge können mit Einschränkungen verbunden sein, zum Beispiel bei Flughöhe oder Strecke, was sich auf dem Radar manchmal durch ungewöhnliche Profile zeigt.

So planst du deine Ferry-Sichtung Schritt für Schritt

Überführungsflüge werden selten Wochen vorher angekündigt. Mit einem festen Ablauf erhöhst du deine Chancen trotzdem deutlich.

1. Kandidaten finden

Beobachte, welche Airlines neue Flugzeuge erwarten oder Typen ausflotten. Pressemitteilungen, Fachmedien und die Community liefern hier die ersten Hinweise.

2. Kennzeichen und Seriennummer zuordnen

Suche das konkrete Flugzeug in Registerdatenbanken und Flottenlisten. Notier dir Testkennzeichen, späteres Kennzeichen und – falls bekannt – den Hex-Code.

3. Testflüge beobachten

Fliegt die Maschine rund um das Werk, rückt die Übergabe näher. Mehrere Testflüge in wenigen Tagen sind ein typisches Zeichen für die Endphase.

4. Alarme setzen

Richte Benachrichtigungen auf Kennzeichen, Typ und Airline ein. Wie das bei verschiedenen Diensten funktioniert, zeigt der Guide Alarme in der Flugverfolgung einrichten.

5. Route abschätzen

Liegt dein Spot unter der wahrscheinlichen Flugroute oder am Zielflughafen? Bei der Ankunft an der Heimatbasis hast du die besten Chancen auf ein Bild.

6. Sichtung dokumentieren

Halte Datum, Kennzeichen, Flughafen und Anlass fest. Gerade bei Überführungen ist der Kontext später oft genauso spannend wie das Foto.

Wichtig für Schritt 5: Bei der Ankunft an der Heimatbasis gibt es manchmal einen Wasserbogen der Flughafenfeuerwehr, und das neue Flugzeug wird auf einer gut sichtbaren Position abgestellt. Das sind die Momente, die viele Spotter mit Überführungen verbinden.

Welche Ferry-Jagd passt zu dir?

Nicht jeder Spotter hat dieselben Möglichkeiten. Je nach Wohnort und Zeitbudget lohnen sich unterschiedliche Strategien.

Am Heimatflughafen warten, wenn …

  • deine Airline vor Ort neue Flugzeuge erwartet
  • du flexibel kurzfristig zum Spot kommst
  • du die Ankunftsseremonie mitnehmen willst

Am Werk spotten, wenn …

  • du in der Nähe von Finkenwerder oder Toulouse wohnst
  • du Testkennzeichen und Herstellerfarben sammelst
  • dich die ganze Bandbreite an Kunden interessiert

Lieber am Radar bleiben, wenn …

  • die Überführung weit entfernt startet und landet
  • Zeit und Route noch völlig unklar sind
  • du die Flugdaten nur für deine Sammlung dokumentieren willst

Worauf du achten solltest

  • Gerüchte prüfen. Im Netz kursieren viele Termine für Auslieferungen. Verlässlich ist erst, was die Airline selbst bestätigt oder was sich auf dem Radar zeigt.
  • Kennzeichenwechsel einplanen. Ein Flugzeug kann innerhalb weniger Tage zwei verschiedene Kennzeichen und Hex-Codes nutzen. Wer nur auf einen Wert achtet, verpasst die Hälfte.
  • Zeitzonen beachten. Auslieferungen aus den USA oder China landen oft zu ungewohnten Uhrzeiten in Europa.
  • Nicht jede Überführung ist ein Abschied. Bevor du einen Flug nach Teruel oder Tarbes als „letzten Flug“ teilst, prüf, ob die Maschine nur geparkt wird.
  • Sicherheit vor Bild. Auch bei besonderen Ankünften gilt: öffentliche Wege und ausgewiesene Bereiche, keine Zäune überwinden. Mehr dazu im Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Bist du bereit für die nächste Überführung?

Hak ab, was du vorbereitet hast – am Ende siehst du, ob deine Ferry-Jagd steht.

  • Ich kenne Kennzeichen und Seriennummer des Flugzeugs.
  • Ich weiß, ob die Maschine noch unter einem Testkennzeichen fliegt.
  • Ich habe einen Alarm auf Kennzeichen, Typ oder Airline gesetzt.
  • Ich habe den wahrscheinlichen Zielflughafen und die Ankunftszeit im Blick.
  • Ich habe einen Spot mit Sicht auf die erwartete Landebahn ausgewählt.
  • Ich weiß, wie ich das Flugzeug finde, wenn sich der Hex-Code ändert.

Jede Überführung im eigenen Hangar

Poste deine Sichtungen mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot und teile besondere Ankünfte mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Auslieferungs- und Überführungsflüge sind die Bewegungen, die kein Flugplan kennt – und gerade deshalb so reizvoll. Wer weiß, wo neue Flugzeuge starten, welche Orte typische Ziele für ausgemusterte Jets sind und wie Kennzeichen und Hex-Codes bei einem Betreiberwechsel springen, findet Ferry Flights nicht mehr nur durch Zufall. Testflüge rund um das Werk sind dein Frühwarnsystem, Alarme auf Kennzeichen und Typ erledigen den Rest. Und wenn es mal nicht klappt, bleibt die Flugspur: Auch sie ist ein Stück Geschichte des Flugzeugs.

Kurzfazit

Ferry Flights erkennst du an Startort, Callsign, Ziel und Kennzeichenhistorie. Beobachte Testflüge als Hinweis auf eine bevorstehende Auslieferung, rechne mit wechselnden Kennzeichen und Hex-Codes und setz Alarme auf das konkrete Flugzeug – dann erwischst du auch Überführungen, die in keinem Flugplan stehen.

Zusammenfassung

  • Überführungsflüge sind Flüge ohne zahlende Passagiere, die ein Flugzeug an einen neuen Ort, zu einem neuen Betreiber oder in die Werft bringen.
  • Bei Neuauslieferungen läuft die Kette typischerweise so: Erstflug unter Testkennzeichen, Abnahmeflug mit dem Kunden, Umregistrierung auf das endgültige Kennzeichen, dann der eigentliche Auslieferungsflug.
  • Auf Flugradar-Karten erkennst du Ferry Flights an ungewöhnlichen Callsigns, fehlenden Flugnummern, untypischen Strecken und Zielen ohne Linienverkehr.
  • Für ausgemusterte Flugzeuge sind trockene Abstellflughäfen wie Teruel in Spanien typische Endstationen – manche Jets kehren aber nach Monaten von dort wieder in den Dienst zurück.

Häufige Fragen

Was ist ein Ferry Flight?

Ein Ferry Flight, auf Deutsch Überführungsflug, ist ein Flug ohne zahlende Passagiere und meist ohne Fracht, der ein Flugzeug an einen anderen Ort bringt. Typische Anlässe sind die Auslieferung eines neuen Flugzeugs an die Airline, ein Betreiberwechsel, ein Werftaufenthalt, eine Umlackierung oder der Flug in ein Abstell- oder Recyclingzentrum.

Wie erkenne ich einen Auslieferungsflug auf dem Flugradar?

Achte auf den Startflughafen, das Callsign und die Historie. Startet ein fabrikneues Flugzeug aus Toulouse, Hamburg-Finkenwerder, Everett, Seattle oder North Charleston direkt in Richtung Heimatbasis einer Airline, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Auslieferung. Oft hat die Maschine nur wenige Tage vorher noch unter einem Testkennzeichen Flüge rund um das Werk absolviert.

Warum ändert sich der Hex-Code bei einer Überführung?

Der 24-Bit-Hex-Code ist an das Registerland gebunden. Jeder Staat hat einen eigenen Adressblock. Wechselt ein Flugzeug zum Beispiel von einem französischen Testkennzeichen auf ein Kennzeichen eines anderen Landes, bekommt es in der Regel eine neue Adresse aus dem Block dieses Landes. Wer nur auf den alten Hex-Code achtet, verliert das Flugzeug dann aus den Augen.

Wo landen ausgemusterte Flugzeuge?

Häufig in spezialisierten Abstell- und Recyclingzentren mit trockenem Klima. In Europa sind Teruel in Spanien sowie Tarbes und Toulouse in Frankreich bekannte Standorte, die vom Unternehmen Tarmac Aerosave betrieben werden. In Nordamerika und Australien gibt es weitere große Wüstenlager. Nicht jedes Flugzeug dort wird verschrottet – viele werden nur geparkt und später reaktiviert oder an neue Betreiber verkauft.

Darf ein Flugzeug ohne gültiges Lufttüchtigkeitszeugnis überführt werden?

Unter Umständen ja. Im Zuständigkeitsbereich der EASA gibt es dafür die Fluggenehmigung (Permit to Fly). Sie wird für festgelegte Zwecke und Bedingungen erteilt, etwa wenn das Lufttüchtigkeitszeugnis vorübergehend nicht gültig ist, das Flugzeug aber sicher fliegen kann – zum Beispiel für einen Überführungsflug in die Werft.

Sind Überführungsflüge selten?

Als Ereignis nicht – jeden Tag sind weltweit zahlreiche Überführungen unterwegs. Selten ist aber die Kombination aus Typ, Airline und Ort. Ein fabrikneuer Jet einer fernen Airline über Deutschland oder ein Flugzeug in der Lackierung eines Vorbesitzers auf dem Weg zu seinem neuen Betreiber ist für viele Spotter ein Highlight.

PT

Planetrack Redaktion

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