Planespotting in Manchester: Spots rund um den Flughafen neben dem Runway Visitor Park

Der Runway Visitor Park ist der bekannteste Spot in Manchester, aber längst nicht der einzige. Dieser Guide zeigt dir die Alternativen an beiden Pisten – vom Biergarten am Pistenkopf bis zu den Hügeln auf der Südseite – und wann sich welcher Standort lohnt.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202614 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Pisten, zwei Spot-Welten: Auf der Nordwestseite von Runway 1 (05L/23R) liegen Runway Visitor Park, Airport Pub und die Parkhäuser, auf der Südostseite von Runway 2 (05R/23L) die naturbelassenen Hügel und Feldwege der Southside.
  • Meist wird nach Südwesten geflogen: Laut Flughafen betrifft Ostwind nur rund ein Fünftel der Bewegungen im Jahr. Im Normalfall landen die Maschinen auf der 23R.
  • Zweibahnbetrieb nur tagsüber: Bei Westwind wird dann auf Runway 1 gelandet und von Runway 2 gestartet. Zwischen 22 und 6 Uhr ist Runway 2 aus Planungsgründen tabu.
  • Das Licht entscheidet den Spot: Die Southside funktioniert vom Morgen bis zum frühen Nachmittag, die Nordseite mit Visitor Park und Airport Pub erst am späten Nachmittag und Abend.
  • Für die Southside brauchst du keine Leiter, aber gute Schuhe: Die Hügel liegen erhöht, die Wege sind nach Regen matschig, und Infrastruktur gibt es dort keine.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Manchester in Kürze: der große Flughafen im Norden
  2. 2.Zwei Pisten und wie sie genutzt werden
  3. 3.Der Klassiker als Ausgangspunkt: Runway Visitor Park
  4. 4.Spots an Runway 1: die Nordseite
  5. 5.Spots an Runway 2: die Southside
  6. 6.Der Verkehr: Ferienflieger, Golf-Carrier und Asien
  7. 7.Licht und Tagesplanung
  8. 8.Fotografieren in Großbritannien
  9. 9.Anreise, Hotels und Ausrüstung
  10. 10.Manchester im Vergleich und als Reiseziel
  11. 11.Fazit

Ein Jet2-Jet mit rotem Leitwerk schwebt auf die 23R ein, auf der anderen Seite des Flughafens hebt eine Emirates-A380 von der 23L ab, und im Biergarten an der Ringway Road gehen die Kameras hoch. Planespotting in Manchester heißt für die meisten zuerst: Runway Visitor Park. Der offizielle Besucherpark ist großartig, aber er ist nicht der einzige gute Ort. Rund um die beiden Pisten gibt es eine Handvoll bewährter Spots, die zu anderen Tageszeiten und Betriebsrichtungen ihre Stärken ausspielen. Dieser Guide zeigt dir, welche das sind, wie du hinkommst und wann sich welcher Standort lohnt.

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Manchester in Kürze: der große Flughafen im Norden

Der Flughafen Manchester (IATA MAN, ICAO EGCC) liegt im Stadtteil Ringway, rund elf Kilometer südwestlich der Innenstadt an der Autobahn M56. 1938 öffnete er als Ringway Airport, heute betreibt ihn die Manchester Airports Group. Gemessen an den Passagieren ist er der größte britische Flughafen außerhalb Londons: 2025 zählte er rund 32,1 Millionen Fluggäste und gut 203.000 Flugbewegungen.

Für Spotter ist Manchester vor allem wegen seiner Mischung interessant. Ferienflieger und Low-Cost-Airlines sorgen für Masse, Golf-Carrier und asiatische Langstrecke für Großraumjets, und das alles verteilt sich auf zwei lange Parallelbahnen.

2parallele Pisten mit gut 3.000 m
32,1 Mio.Passagiere im Jahr 2025
~20 %der Bewegungen bei Ostwind
1938Eröffnung als Ringway Airport

Zwei Pisten und wie sie genutzt werden

Manchester hat zwei parallele, gegeneinander versetzte Bahnen in Südwest-Nordost-Richtung. Runway 1 (05L/23R) ist die ältere, nördliche Bahn mit 3.048 Metern. Sie liegt nah an den Terminals und am Runway Visitor Park. Runway 2 (05R/23L) ging 2001 in Betrieb, ist 3.050 Meter lang und liegt weiter südöstlich, ein gutes Stück Richtung Südwesten verschoben. Die A538 läuft in Tunneln unter beiden Bahnen hindurch, der Fluss Bollin wurde für Runway 2 unter die Piste verlegt. Die Tunnel werden für die Spots auf der Südseite noch wichtig.

Die Grundregeln, die der Flughafen selbst beschreibt:

  • Betriebsrichtung: Meist wird Richtung 23 geflogen, also nach Südwesten. Ostwindlagen betreffen nach Flughafenangaben rund 20 Prozent der Bewegungen im Jahr.
  • Zweibahnbetrieb bei Westwind: Landungen auf Runway 1 (23R), Starts von Runway 2 (23L).
  • Zweibahnbetrieb bei Ostwind: Landungen auf Runway 2 (05R), Starts von Runway 1 (05L).
  • Einbahnbetrieb: Außerhalb der Spitzen und nachts läuft alles über Runway 1. Zwischen 22 und 6 Uhr darf Runway 2 nur bei Wartung an Runway 1 oder im Notfall genutzt werden.

Die Zeitfenster für den Zweibahnbetrieb hängen vom Flugplan ab und sind im Sommer deutlich länger als im Winter. Ein Spotterführer nannte für 2025 werktags Zweibahnbetrieb etwa von 6:15 bis 20 Uhr und am Wochenende kürzere Fenster – solche Zeiten ändern sich aber mit jedem Flugplan. Verlass dich nicht auf feste Uhrzeiten, sondern schau am Spottingtag in einen Flugtracker. Wie du die Richtung zuverlässig deutest, erklären Betriebsrichtung am Flughafen verstehen und Windy und andere Wetterkarten für Spotter. Die Logik hinter Bezeichnungen wie 23R und 05L steht in Pistenbezeichnungen am Flughafen.

Konfiguration Was passiert wo Passende Spots
Westbetrieb, zwei Bahnen Landung 23R, Start 23L Airport Pub, Parkhaus T3, Southside-Hügel
Westbetrieb, eine Bahn Start und Landung 23R Runway Visitor Park, Airport Pub, Parkhaus T3
Ostbetrieb, zwei Bahnen Landung 05R, Start 05L Woodend Lane, Runway Visitor Park
Ostbetrieb, eine Bahn Start und Landung 05L Runway Visitor Park, Hügel am 05L-Anflug

Der Klassiker als Ausgangspunkt: Runway Visitor Park

Bevor es um die Alternativen geht, kurz zur Basis: Der Runway Visitor Park an der Nordwestseite von Runway 1 ist der offizielle Besucherpark des Flughafens. Ein erhöhter Aussichtsbereich, Café, Toiletten, Shop und ausgestellte Flugzeuge wie die Concorde G-BOAC machen ihn zum entspanntesten Spot der Stadt. Sein Nachteil ist das Licht: Du schaust nach Südosten, gute Fotos gelingen vor allem ab dem späten Nachmittag. Und Runway 2 liegt von dort weit entfernt. Genau hier kommen die anderen Spots ins Spiel. Alle Details zum Park stehen im Spot-Guide, die Geschichte des Überschalljets in Die Geschichte der Concorde.

Spots an Runway 1: die Nordseite

Airport Pub an der Ringway Road

Der Airport Pub der Brauerei Robinsons liegt nahe am Nordostende der Piste, also dort, wo bei Westbetrieb die Anflüge auf die 23R über die Schwelle kommen. Der große Biergarten schaut aufs Flughafengelände, die Maschinen kommen tief über dich hinweg. Für Bodenaufnahmen steht ein Zaun im Weg, für Anflüge im Endteil ist der Spot aber stark. Gutes Licht hast du vom Nachmittag bis zum Sonnenuntergang, besonders an Sommerabenden. Ein Telezoom von etwa 50 bis 300 Millimetern reicht völlig.

Pluspunkte: Essen, Getränke, Toiletten und Spielbereiche für Kinder. Der Parkplatz ist kostenpflichtig, und an Sommerabenden ist hier viel los. Bedenke, dass es ein normaler Pub ist: Wer den ganzen Tag einen Tisch belegt, sollte auch etwas bestellen.

Oberstes Parkdeck am Terminal 3

Vom obersten Deck des Parkhauses am Terminal 3 blickst du auf Runway 1 und die Rollwege davor. Bei Westbetrieb siehst du Landungen und Starts auf der 23R sowie das Aufreihen zum Start, dazu Rollverkehr zwischen Piste und Terminal. Das Licht passt ab dem späten Mittag bis zum Abend. Parkende Flugzeuge, Bodengeräte, Hitzeflimmern und Triebwerksabgase können stören. Im Terminal selbst findest du Toiletten und Verpflegung.

Rund um die Terminals wird seit Jahren umgebaut. Terminal 1 ist größtenteils geschlossen, sein Eingangsbereich läuft seit 2026 unter dem Namen Terminal 3, Parkhäuser werden neu geordnet, und Spotter berichten, dass Personal sie gelegentlich weitergeschickt hat. Nimm die Parkhäuser deshalb eher als Bonus mit, etwa wenn du ohnehin am Terminal bist, und prüf den aktuellen Stand vor Ort.

Langzeitparkplatz an der B5166: lieber nicht

Ältere Spotterführer nennen auch den Langzeitparkplatz jenseits der Bahnlinie an der Styal Road als Spot für Anflüge auf die 23R. Dort warnen Schilder vor dem Abschleppen, und die Polizei hat auch Fußgänger schon weggeschickt. Für einen entspannten Spottertag ist der Airport Pub die bessere Wahl.

Spots an Runway 2: die Southside

Auf der Südostseite von Runway 2 liegen die Spots, an denen viele erfahrene Fotografen ihre besten Manchester-Bilder machen. Infrastruktur gibt es hier keine, dafür erhöhte Standorte über dem Zaun und Licht vom Morgen bis zum frühen Nachmittag. Ausgangspunkt für fast alle ist der Bereich um das Hotel Airport Inn an der A538 (Wilmslow Road) bei Styal. Dort gibt es kostenpflichtige Parkplätze, von denen aus du zu Fuß weitergehst.

Hügel an der Altrincham Road

Hinter dem Airport Inn führt ein Weg auf einen Hügel am Zaun von Runway 2, ein zweiter kleiner Erdhügel liegt ein Stück weiter an der Altrincham Road. Hier stehst du nah an der Piste und siehst Starts und Landungen auf der 05R/23L, bei Westbetrieb besonders gut das Aufreihen auf der 23L. Runway 1 liegt in der Ferne ebenfalls im Blick. Am ersten Hügel hilft ein kleiner Tritt bei manchen Motiven, Pflicht ist er nicht. Das Licht passt im Sommer vom Sonnenaufgang bis zum frühen Nachmittag, im Winter fast den ganzen Tag. Für Großraumjets reicht hier schon eine kurze Brennweite, ein Zoom von 18 bis 300 Millimetern deckt alles ab.

Hügel für Starts von der 23L

Folgst du vom Airport Inn dem Weg an der A538 entlang in Richtung Südwesten, kommst du an der Feuerwache der Southside vorbei zu den Tunneln unter Runway 2. Links davor führt eine kleine Fußgängerbrücke zu einem Pfad, der nach etwa zehn Minuten oberhalb der Piste endet. Auf rund 400 Metern findest du hier deinen Lieblingswinkel für Starts von der 23L. Gehst du links durch den Tunnel und danach rund 300 Meter weiter, erreichst du eine Reihe von Betonblöcken mit Blick auf die abhebenden Maschinen von der anderen Seite. Dort ist das Licht erst am späten Nachmittag im Sommer gut, im Winter hast du Gegenlicht.

Woodend Lane für Landungen auf der 05R

Bei Ostbetrieb ist die Woodend Lane am Südwestende von Runway 2 der Spot der Wahl. Du parkst am Straßenrand, ein schmaler, leicht zu übersehender Pfad führt in wenigen Minuten zu einem erhöhten Punkt an der Piste. Von hier siehst du ausschließlich Landungen auf der 05R, die dafür aus kurzer Distanz. Das Licht passt im Sommer bis zum frühen Nachmittag, im Winter ganztags. Ein Airbus A330 passt hier schon bei gut 50 Millimetern formatfüllend ins Bild.

Hügel und Felder am Südwestende von Runway 1

Hinter dem Tunnel nach rechts erreichst du nach rund 20 Minuten Fußweg einen Hügel am Zaun von Runway 1, der sich für Landungen auf der 05L eignet. Die Flughafensicherheit bittet hier, drei Meter Abstand zum Zaun zu halten. Wachsende Bäume verdecken im Sommer zunehmend die Sicht. Noch weiter draußen, im Feld mit der Anflugbefeuerung der 05L, fotografierst du abends Starts von der 23R, die direkt auf dich zu steigen. Unter 300 Millimetern brauchst du hier nicht anzufangen, und der umzäunte Bereich der Befeuerung ist selbstverständlich tabu.

Southside heißt: alles selbst mitbringen

An den Hügeln an Runway 2 gibt es weder Toiletten noch Verpflegung oder Mülleimer. Nimm Getränke, Proviant und Regenschutz mit und deinen Müll wieder mit nach Hause. Die Wege sind nach Regen rutschig, halte Abstand zum Zaun und lass die Drohne zu Hause – wie streng die Regeln sind, steht in Drohnen am Flughafen. Allgemeine Tipps für den Zaun liefert Richtiges Verhalten am Flughafenzaun.

23 oder 05? Vor der Abfahrt wissen

Die Wetter-, Wind- und Pistendaten in Planetrack zeigen dir, in welche Richtung Manchester gerade fliegt, und der Sonnenstand-Planer verrät, ob die Southside oder die Nordseite das bessere Licht hat. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Der Verkehr: Ferienflieger, Golf-Carrier und Asien

Den Grundtakt in Manchester geben die Ferien- und Low-Cost-Airlines vor. Jet2 und TUI Airways haben hier große Basen, dazu kommen easyJet und Ryanair, die in Terminal 3 abgefertigt wird. Entsprechend häufig siehst du Boeing 737-800 und A321neo. TUI setzt für Fernziele auch die Boeing 787-9 ein.

Für Langstrecke sorgt zunächst Virgin Atlantic mit Verbindungen in die USA und die Karibik. Das Highlight für viele Besucher ist aber der Golf-Verkehr: Emirates bringt seit 2010 den Airbus A380 nach Manchester, Qatar Airways und Etihad Airways fliegen ebenfalls regelmäßig. Aus Asien kommen unter anderem Singapore Airlines und Cathay Pacific, aus Mitteleuropa Lufthansa, Swiss und KLM. Welche Verbindungen an deinem Tag tatsächlich bedient werden, ändert sich mit Saison und Flugplan. Prüf das vor dem Besuch.

Großraumjets wie A350, 787 und 777-300ER sind in Manchester also keine Seltenheit. Wie du sie auseinanderhältst, zeigen A350 oder 787 unterscheiden und Boeing 777 und 787 unterscheiden. Wer Kennzeichen sammelt, findet bei den britischen Airlines jede Menge G-Registrierungen – mehr dazu in Britische G-Kennzeichen.

Licht und Tagesplanung

Die Pisten verlaufen von Südwest nach Nordost. Die Southside-Spots liegen südöstlich der Bahnen und schauen nach Nordwesten, die Nordseite mit Visitor Park und Airport Pub schaut nach Südosten. Daraus ergibt sich ein klarer Tagesrhythmus:

Tageszeit Empfohlener Spot Was du bekommst
Morgen bis früher Nachmittag (Westbetrieb) Hügel an der Altrincham Road, Hügel für 23L-Starts Starts von der 23L mit Sonne im Rücken
Morgen bis früher Nachmittag (Ostbetrieb) Woodend Lane Landungen auf der 05R aus kurzer Distanz
Später Mittag bis Abend Parkhaus T3 Bewegungen auf der 23R, Rollverkehr
Nachmittag bis Sonnenuntergang Airport Pub, Runway Visitor Park Anflüge auf die 23R, Abendlicht im Sommer
Abend im Sommer Feld an der 05L-Anflugbefeuerung, Betonblöcke Starts von der 23R auf dich zu, Starts von der 23L von der Gegenseite

Ein guter Plan an einem Sommertag mit Westwind: vormittags an die Southside, mittags eine Pause im Visitor Park mit Blick auf die Museumsflugzeuge, abends in den Biergarten des Airport Pub. Im Winter funktioniert die Southside oft den ganzen Tag, die Nordseite dagegen kaum. An warmen Tagen solltest du über den langen Asphalt hinweg mit Hitzeflimmern rechnen – Strategien dagegen stehen in Hitzeflimmern vermeiden, die genaue Sonnenplanung in Sonnenstand am Fotospot planen. Und weil Nordengland für Wolken bekannt ist, lohnt auch ein Blick in Planespotting bei schlechtem Wetter.

Fotografieren in Großbritannien

Von öffentlichem Grund aus darfst du in Großbritannien grundsätzlich fotografieren. Die Polizei hat an Flughäfen aber weitreichende Befugnisse, Personen anzusprechen. Bleib gelassen, erklär dein Hobby und zeig auf Nachfrage deine Bilder. Spotterführer raten in Großbritannien von Leitern am Zaun ab – in Manchester brauchst du sie dank der Hügel ohnehin kaum. Alle Hintergründe fasst Spotten in Großbritannien zusammen, allgemeine Hinweise für Reisen mit Kamera stehen in Spotten im Ausland.

Keine A380-Landung in Manchester verpassen

Mit Sichtungs-Alarmen beobachtest du Kennzeichen, Typen, Airlines und Special Liveries – Planetrack benachrichtigt dich, wenn deine Wunschmaschine Manchester anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Anreise, Hotels und Ausrüstung

Der Flughafen hat einen eigenen Bahnhof und eine Haltestelle der Straßenbahn Metrolink. Für den Terminalbereich und den Airport Pub kommst du damit gut zurecht. Die Southside-Spots und die Woodend Lane erreichst du realistisch nur mit Auto, Fahrrad oder Taxi. Wer mehrere Spots an einem Tag kombinieren will, ist mit einem Mietwagen am flexibelsten.

Als Übernachtungsbasis bieten sich zwei Varianten an: Das Radisson Blu ist über die überdachten Fußwege des Skylink mit Terminals und Bahnhof verbunden. Ob du ein Zimmer mit Blick aufs Flughafengelände bekommst, ist nicht garantiert – frag beim Buchen nach. Das Airport Inn an der A538 ist dagegen der praktische Ausgangspunkt für die Southside, weil die meisten Hügel zu Fuß erreichbar sind. Mehr Ideen sammelt Hotels mit Pistenblick in Europa.

Bei der Ausrüstung deckt ein Zoom bis 300 Millimeter fast alle Spots ab. Für das Feld an der Anflugbefeuerung und für Kennzeichen am Visitor Park darf es länger sein. Gute Schuhe sind an der Southside wichtiger als das dritte Objektiv. Mehr dazu in Das richtige Objektiv fürs Planespotting und der Ausrüstungs-Checkliste. Wenn du mit dem Flugzeug anreist, hilft Kameraausrüstung im Handgepäck.

Manchester im Vergleich und als Reiseziel

Gegenüber den Londoner Flughäfen hat Manchester einen großen Vorteil: einen offiziellen, legalen Aussichtspunkt mit Infrastruktur und dazu mehrere entspannte Außenspots. Heathrow bietet mehr Langstrecke, Gatwick mehr Exoten – der Heathrow-Guide und der Gatwick-Guide helfen beim Vergleich. Wer eine Englandreise plant, kann Manchester gut mit dem Aeropark am Flughafen East Midlands oder dem RAF Museum in Cosford verbinden. Weitere Ziele sammelt Die besten Spotting-Spots in Europa.

Die Spots abseits des Parks passen, wenn …

  • du am Vormittag ohne Gegenlicht fotografieren willst
  • du Starts von Runway 2 aus der Nähe suchst
  • du mit Auto unterwegs bist und gern ein Stück zu Fuß gehst

Kombinieren lohnt sich, wenn …

  • du morgens Southside und abends Airport Pub verbinden willst
  • du zwischendurch die Concorde im Visitor Park besuchen möchtest

Bleib lieber im Visitor Park, wenn …

  • du mit kleinen Kindern unterwegs bist und Toiletten in der Nähe brauchst
  • du ohne Auto anreist und keine langen Fußwege magst

Bist du bereit für Manchester?

Hak ab, was du vor der Abfahrt geklärt hast.

  • Ich habe Wind und Betriebsrichtung geprüft: meist 23, bei Ostwind 05.
  • Ich weiß, ob gerade Zweibahnbetrieb läuft oder alles über Runway 1 geht.
  • Ich plane Southside für den Vormittag und die Nordseite für den Abend.
  • Ich weiß, wann die Langstreckenjets an meinem Tag kommen.
  • Getränke, Proviant und Regenschutz sind eingepackt.
  • Ich habe feste Schuhe für die matschigen Wege an der Southside.
  • Keine Drohne im Gepäck.

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Fazit

Manchester ist mehr als sein Besucherpark. Der Runway Visitor Park bleibt der bequemste Einstieg, doch wer das Licht ernst nimmt, landet morgens an den Hügeln der Southside und abends im Biergarten am Pistenkopf der 23R. Zwei lange Pisten, ein klarer Wechsel zwischen Ein- und Zweibahnbetrieb und ein Verkehrsmix aus Ferienfliegern, Golf-Carriern und Asien-Langstrecke sorgen dafür, dass du den ganzen Tag beschäftigt bist. Prüf Wind und Flugplan, pack für die Southside alles Nötige ein und bleib im Gespräch mit Sicherheitsleuten gelassen – dann zeigt sich Manchester von seiner besten Seite.

Kurzfazit

Vormittags an die Hügel an Runway 2, bei Ostwind an die Woodend Lane, nachmittags und abends in den Airport Pub oder den Visitor Park. Wind checken, Proviant einpacken, Drohne zu Hause lassen – dann liefert Manchester von Jet2 bis A380 alles, was Nordengland zu bieten hat.

Zusammenfassung

  • Manchester ist der größte britische Flughafen außerhalb Londons und bietet neben dem offiziellen Runway Visitor Park mehrere bewährte Spots an beiden Pisten.
  • Bei Westbetrieb lohnen der Airport Pub am Pistenkopf der 23R und das Parkhaus am Terminal 3 für Landungen, die Hügel an der Southside für Starts von der 23L.
  • Bei Ostbetrieb landen die Maschinen auf der 05R – dann ist der erhöhte Spot an der Woodend Lane erste Wahl.
  • Plane den Tag nach Sonne und Betriebsrichtung: morgens Southside, abends Nordseite. Wer kein Auto hat, sollte sich auf Visitor Park, Airport Pub und Terminalbereich konzentrieren.

Häufige Fragen

Welche Spots gibt es in Manchester außer dem Runway Visitor Park?

Die bekanntesten sind der Airport Pub an der Ringway Road am Pistenkopf der 23R, das oberste Parkdeck am Terminal 3 mit Blick auf Rollwege und Runway 1 sowie mehrere Hügel und Feldwege auf der Southside entlang von Runway 2. Bei Ostbetrieb kommt der erhöhte Spot an der Woodend Lane für Landungen auf der 05R dazu.

Welche Piste wird in Manchester meistens genutzt?

Weil in Großbritannien Westwinde vorherrschen, fliegt Manchester meist in Richtung 23. Nach Angaben des Flughafens betreffen Ostwindlagen nur rund 20 Prozent der Bewegungen im Jahr. Im Zweibahnbetrieb wird bei Westwind auf Runway 1 (23R) gelandet und von Runway 2 (23L) gestartet, bei Ostwind auf der 05R gelandet und von der 05L gestartet.

Wann ist in Manchester Zweibahnbetrieb?

Nur tagsüber und vor allem in den Spitzenzeiten. Die Genehmigung für Runway 2 schließt ihre Nutzung zwischen 22 und 6 Uhr aus, außer bei Wartungsarbeiten an Runway 1 oder im Notfall. Die genauen Zeitfenster schwanken mit dem Flugplan und sind im Sommer länger als im Winter. In ruhigen Phasen läuft der gesamte Verkehr über Runway 1.

Brauche ich in Manchester eine Leiter?

In der Regel nicht. Die Southside-Spots liegen auf Hügeln oberhalb des Zauns, der Runway Visitor Park hat einen erhöhten Aussichtsbereich. Lediglich am Aussichtshügel hinter dem Airport Inn hilft ein kleiner Tritt mit zwei, drei Stufen bei manchen Motiven über den Zaun. Spotterführer raten in Großbritannien generell von Leitern am Zaun ab, weil sie unnötig Aufmerksamkeit erregen.

Kann man im Airport Pub wirklich Flugzeuge beobachten?

Ja. Der Biergarten des Airport Pub an der Ringway Road liegt nahe am Pistenkopf der 23R, die Anflüge kommen tief über das Gelände herein. Für Fotos am Boden steht allerdings ein Zaun im Weg. Am besten passt das Licht ab dem Nachmittag. Der Parkplatz ist kostenpflichtig.

Komme ich ohne Auto zu den Southside-Spots?

Schwierig. Die Hügel an Runway 2 liegen abseits der Terminals, und öffentliche Verkehrsmittel fahren dort kaum. Viele Spotter parken am Hotel Airport Inn an der A538 und gehen zu Fuß weiter, teils 15 bis 20 Minuten. Ohne Auto bleibt dir ein Taxi oder Fahrdienst für die letzte Strecke.

Darf ich in Großbritannien am Flughafen fotografieren?

Von öffentlichem Grund aus grundsätzlich ja. Polizei und Sicherheitsdienst dürfen dich aber ansprechen und fragen, was du machst. Bleib freundlich, halte Abstand zum Zaun und folge Anweisungen. Die Hintergründe stehen im Beitrag Spotten in Großbritannien.

PT

Planetrack Redaktion

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