Das Wichtigste in Kürze
- Mahan Air ist die größte private Airline Irans, gegründet 1991 in Kerman, heute mit Sitz und Drehkreuzen in Teheran.
- Codes: IATA W5, ICAO IRM, Rufzeichen „MAHAN AIR“.
- Die Flotte besteht aus gebrauchten Flugzeugen: A340-300 und A340-600, dazu A310, A300-600R, Avro RJ und einzelne Boeing-Großraumjets.
- Seit 2011 steht Mahan Air auf der US-Sanktionsliste; die USA werfen der Airline Unterstützung der Quds-Einheit der Revolutionsgarden vor.
- In Deutschland fliegt Mahan Air seit Januar 2019 nicht mehr; vorher waren Düsseldorf und München angebunden.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Mahan Air im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Sanktionen: Was sie bedeuten
- 4.Die Flotte: Airbus-Klassiker aus zweiter Hand
- 5.Historische Flottenkapitel
- 6.A340-300 oder A340-600? So unterscheidest du sie
- 7.Das Streckennetz
- 8.Woran du Mahan Air erkennst
- 9.Mahan Air spotten: wo und wie
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | W5 |
|---|---|
| ICAO-Code | IRM |
| Rufzeichen | MAHAN AIR |
| Drehkreuze | IKA, THR |
| Geschäftsmodell | Private Netzwerk-Airline mit Inlandsnetz und Strecken in den Nahen Osten, nach Asien und Russland |
| Sitz | Teheran, Iran |
| Gegründet | 1991 in Kerman, Flugbetrieb seit 1992 |
| Eigentümer | Mol-Al-Movahedin-Stiftung (Institut) |
| Drehkreuze | Teheran-Imam Khomeini (IKA) und Teheran-Mehrabad (THR) |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand 2026, laut Flottenübersichten) | Airbus A340-300, A340-600 und eine A340-200, wenige A310-300 und A300-600R, Boeing 747-400 und 777-200ER, Avro RJ/BAe 146, Fokker 50 – viele davon abgestellt |
| US-Sanktionen | Seit 12. Oktober 2011 vom US-Finanzministerium gelistet (Executive Order 13224) |
| Deutschland | Betriebserlaubnis für Linienflüge seit 21. Januar 2019 durch das Luftfahrt-Bundesamt ausgesetzt |
| Kennzeichen | Iranisches Präfix EP- |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Mahan Air?
- Iranisches Kennzeichen mit EP- und drei Buchstaben am Heck
- Schriftzug „Mahan Air“ am weißen Rumpf, Firmenlogo am Leitwerk
- Auffallend alte Airbus-Typen: A340-300, A340-600, A310 und A300-600R
- Vierstrahler A340 auf Strecken, auf denen andere Airlines längst Zweistrahler fliegen
- Auf Trackern IRM im Rufzeichen, die Flugnummer beginnt mit W5
- Viele Flugzeuge mit langer Vorgeschichte bei anderen Airlines – ein Blick in die Kennzeichenhistorie lohnt sich
Mahan Air ist eine Airline, die du eher aus Nachrichten über Sanktionen kennst als vom Spotterzaun. Irans größte private Fluggesellschaft steht seit 2011 auf der US-Sanktionsliste, darf seit 2019 nicht mehr nach Deutschland fliegen und hält gleichzeitig Typen am Leben, die in Europa fast verschwunden sind: Airbus A340, A310 und A300. Für Spotter ist genau das spannend – jede Mahan-Sichtung ist selten, und fast jedes Flugzeug hat eine lange Vorgeschichte bei anderen Airlines.
Seltene Vierstrahler nicht verpassen
Mit Planetrack setzt du Kennzeichen, Typen wie den A340 oder ganze Airlines auf deine Alarmliste und wirst bei Anflug oder Landung benachrichtigt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Mahan Air im Überblick
Mahan Air ist eine private iranische Netzwerk-Airline mit Sitz in Teheran. Gegründet wurde sie 1991 in Kerman im Südosten des Landes; ihren Namen hat sie von der Kleinstadt Mahan in der Provinz Kerman. Im Jahr darauf startete der Flugbetrieb – damals mit zwei Tupolew Tu-154M auf Inlandsstrecken. Mahan war damit die erste private Airline des Iran. Eigentümerin ist eine Stiftung, das Mol-Al-Movahedin-Institut.
Schnell kam mit Damaskus das erste Auslandsziel dazu, Mitte der 1990er-Jahre auch Frachtflüge mit Iljuschin Il-76. Ab 1999 setzte Mahan dann auf westliche Flugzeuge – aber nicht neu vom Hersteller, sondern gebraucht aus Drittländern. Das prägt die Airline bis heute. 2004 verlegte sie den Großteil ihres Betriebs an den neuen internationalen Flughafen Imam Khomeini südlich von Teheran, der Inlandsverkehr läuft weiter auch über den älteren Stadtflughafen Mehrabad.
Neben der staatlichen Iran Air ist Mahan Air die bekannteste Fluggesellschaft des Landes. Einer Allianz gehört sie nicht an, Mitglied der IATA ist sie seit 2001.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code W5: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und im Ticket.
- ICAO-Code IRM: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen MAHAN AIR: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Der IATA-Code mit Ziffer verwirrt Einsteiger gern, ist aber völlig normal: IATA-Codes bestehen aus zwei Zeichen, und eines davon darf eine Zahl sein. Warum es überhaupt zwei Code-Systeme gibt, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes.
Tracker richtig lesen
Mahan-Flugzeuge sind teils schwer zu verfolgen: Manche Flüge tauchen nur lückenhaft auf, und bei Überführungen wechseln Kennzeichen und Hex-Codes. Wie du ein einzelnes Flugzeug trotzdem im Blick behältst, zeigt der Guide Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Die Sanktionen: Was sie bedeuten
Keine andere iranische Airline steht so oft im Mittelpunkt politischer Auseinandersetzungen wie Mahan Air. Für Spotter ist das mehr als Hintergrund – die Sanktionen erklären, warum die Flotte so aussieht, wie sie aussieht, und warum du Mahan in Europa nicht mehr siehst.
| Jahr | Maßnahme | Folge |
|---|---|---|
| 2011 | Listung durch das US-Finanzministerium (12. Oktober) | Keine Geschäfte mit US-Personen, US-Vermögen eingefroren |
| 2016 | Saudi-Arabien sperrt seinen Luftraum für Mahan | Umwege auf Strecken Richtung Westen und Süden |
| 2018 | USA steigen aus dem Atomabkommen aus | Lizenzen für bestellte neue Flugzeuge werden widerrufen |
| 2019 | Deutschland setzt die Betriebserlaubnis aus (21. Januar), Frankreich und Italien folgen | Ende der Linienflüge nach Düsseldorf, München, Paris und Mailand |
| 2020 | Spanien entzieht die Verkehrsrechte | Ende der Flüge nach Barcelona |
| 2024 | EU-Sanktionen im Zusammenhang mit iranischen Waffenlieferungen an Russland | Weitere Isolation in Europa |
Die US-Regierung begründete die Listung 2011 damit, dass Mahan Air die Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarden unterstütze – mit Transporten von Personal, Geld und Waffen, auch für die Hisbollah. Für dich wichtig sind die praktischen Folgen:
- Kein Neukauf: Airbus und Boeing dürfen nicht direkt liefern. Nach dem Atomabkommen von 2015 vereinbarte Mahan zwar Verträge über neue Flugzeuge, sie platzten aber nach dem US-Ausstieg 2018.
- Gebrauchte Flugzeuge über Umwege: Viele Mahan-Maschinen kamen über Zwischenhändler und Drittländer in den Iran. Bei Überführungen wechseln Kennzeichen und Zwischenstationen oft, was die Nachverfolgung erschwert.
- Ersatzteile sind knapp: Mehrere Flugzeuge stehen dauerhaft am Boden und dienen teils als Teilespender.
Landeverbot oder Betriebsverbot?
In Deutschland ist oft von einem „Landeverbot“ die Rede. Genau genommen hat das Luftfahrt-Bundesamt 2019 die Betriebserlaubnis für Linienflüge von und nach Deutschland ausgesetzt – mit Verweis auf außen- und sicherheitspolitische Interessen. Ein technisches EU-Flugverbot gab es dagegen schon einmal von 2007 bis 2008, damals wegen fehlender Sicherheitsausrüstung an Bord.
Die Flotte: Airbus-Klassiker aus zweiter Hand
Die Flotte von Mahan Air ist ein Querschnitt durch die Airbus-Geschichte der 1980er- bis 2000er-Jahre. Laut Flottenübersichten zählen dazu (Stand 2026):
| Typ | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Airbus A340-300 | Langstrecke und dichte Mittelstrecke | Größte Airbus-Teilflotte, viele davon aber abgestellt |
| Airbus A340-600 | Langstrecke | 2015 als Gruppe gebraucht übernommen, von Virgin Atlantic und Hi Fly |
| Airbus A340-200 | Sonderfall | Einzelstück, seit 2023 bei Mahan |
| Airbus A310-300 | Mittelstrecke | Nur noch wenige Exemplare, einst das Rückgrat |
| Airbus A300-600R | Mittelstrecke | Einer der letzten Passagierbetreiber weltweit |
| Boeing 747-400 | Großraum | Einzelstück, weitgehend inaktiv |
| Boeing 777-200ER | Langstrecke | 2025 und 2026 gebraucht zugekommen, Herkunft u. a. NokScoot und Saudia |
| Avro RJ/BAe 146 | Inland und Regionalstrecken | Vierstrahliger Regionaljet, zahlenmäßig größte Teilflotte |
| Fokker 50 | Regional | Turboprop, kaum noch aktiv |
Wie viele dieser Flugzeuge tatsächlich fliegen, ist schwer zu sagen. Die Flottenlisten unterscheiden sich, und ein großer Teil der Maschinen gilt als inaktiv. Rechne deshalb nicht damit, jedes Kennzeichen aus der Datenbank auch am Himmel zu sehen.
Das Herzstück ist der Airbus A340-300. Mahan setzt den Vierstrahler nicht nur auf der Langstrecke ein, sondern auch auf Strecken in die Nachbarregion, auf denen andere Airlines längst Zweistrahler fliegen. Die gestreckte A340-600 ist noch eindrucksvoller: Mit über 75 Metern Länge gehört sie zu den längsten Verkehrsflugzeugen überhaupt. Eine Rarität ist die kurze A340-200, von der weltweit nur noch wenige Exemplare unterwegs sind.
Daneben stehen zwei Typen, die für die Geschichte der Airline stehen: der Airbus A310 und der A300-600. Mit dem A310 – 2002 kamen zwei gebrauchte Exemplare von Turkish Airlines – baute Mahan sein Auslandsnetz auf, unter anderem nach Düsseldorf, Birmingham und Manchester. Eine besonders bekannte Maschine war eine ehemalige A310 der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums, die Mahan 2011 über einen Zwischenhändler übernahm und 2015 an eine andere iranische Airline weitergab. Die A340-600 stammen dagegen von Virgin Atlantic und Hi Fly.
Ergänzt wird die Flotte von der Boeing 777-200ER, einer Boeing 747-400, Regionaljets vom Typ Avro RJ100 und BAe 146-300 sowie der Turboprop Fokker 50.
Die A310 fehlt noch im Hangar?
Halte jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot fest und setz fehlende Typen auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Historische Flottenkapitel
Einige Typen sind bei Mahan bereits Geschichte und tauchen nur noch auf alten Fotos auf:
- Tupolew Tu-154M: Mit zwei dieser Dreistrahler begann 1992 der Flugbetrieb.
- Il-76TD: Frachter aus den 1990er-Jahren.
- Airbus A300B4 und A300B2: Die ersten westlichen Jets ab 1999; die letzte A300B2 musterte Mahan 2015 aus.
- Airbus A320: In den 2000er-Jahren nur kurzzeitig und in kleiner Zahl im Einsatz.
- Boeing 747-300: Auch die Jumbo-Version mit dem verlängerten Oberdeck gehörte zeitweise zur Flotte.
Für Spotter, die sich für Typenvielfalt interessieren, ist Mahan damit ein Paradebeispiel für den langsamen Abschied der Vierstrahler und älteren Großraumjets. Den Hintergrund dazu liefert der Artikel über das Ende der Vierstrahler.
A340-300 oder A340-600? So unterscheidest du sie
Beide Versionen fliegen bei Mahan nebeneinander und tragen dieselbe Bemalung. Ein paar Merkmale helfen dir beim Sortieren.
Das spricht für die A340-600
- Auffallend langer, schlanker Rumpf
- Größere Triebwerke (Rolls-Royce Trent 500)
- Zusätzliches Fahrwerk in der Rumpfmitte mit vier Rädern
- Auf Trackern als A346 geführt
Das spricht für die A340-300
- Kürzerer Rumpf, gedrungenere Proportionen
- Kleinere CFM56-Triebwerke mit schmalen Gondeln
- Mittleres Fahrwerk mit nur zwei Rädern
- Auf Trackern als A343 geführt
Und wenn du unsicher bist, ob überhaupt ein A340 vor dir steht: Zähl die Triebwerke. Der eng verwandte A330 hat zwei, der A340 vier. Mehr Details findest du im Guide A330 oder A340?.
Das Streckennetz
Mahan Air fliegt ein dichtes Inlandsnetz von Teheran aus, unter anderem nach Kerman und Maschhad, die als wichtige Nebenstandorte gelten. International konzentriert sich das Netz auf Länder, mit denen der Iran politisch und wirtschaftlich verbunden ist oder die keine Sanktionen gegen die Airline verhängt haben – etwa am Golf, in der Türkei, in Russland, im Irak und in Asien, zum Beispiel China.
Westeuropa ist dagegen seit 2019 weitgehend weggefallen. Früher war das anders: Mahan flog nach Düsseldorf und München, nach Paris, Mailand und Barcelona und zeitweise nach Großbritannien. Ab 2003 kooperierte Mahan sogar mit der Düsseldorfer LTU.
Flugplan prüfen
Such auf Trackern nach W5-Flugnummern oder dem Rufzeichen IRM an deinem Zielflughafen.
Typ abgleichen
Prüf in den Flugdaten der letzten Tage, welches Muster auf der Strecke eingesetzt wurde – A340, A310 oder doch ein Regionaljet.
Kennzeichen notieren
Das EP-Kennzeichen zeigt dir, welche Maschine fliegt. Ein Blick in die Historie verrät, wo sie früher unterwegs war.
Kurzfristig planen
Strecken und Flugzeugeinsatz ändern sich bei Mahan oft. Plane mit wenigen Tagen Vorlauf statt Wochen im Voraus.
Woran du Mahan Air erkennst
Die Bemalung ist schlicht: weißer Rumpf, Schriftzug „Mahan Air“ und das Firmenlogo am Leitwerk. Viel wichtiger als die Farben sind aber zwei andere Merkmale. Erstens das Kennzeichen mit EP- am Heck – das iranische Präfix, gefolgt von drei Buchstaben. Zweitens die Typen selbst: Ein A340, A310 oder A300-600R in Passagierkonfiguration ist heute so selten, dass schon das Muster ein starker Hinweis ist.
Weil fast alle Flugzeuge gebraucht übernommen wurden, lohnt sich der Blick auf die Vorgeschichte. Viele Mahan-A340 flogen vorher bei europäischen oder asiatischen Airlines. Wie du das Alter und die Stationen eines Flugzeugs nachverfolgst, erklärt der Artikel zu Flugzeug-Kennzeichen.
Achtung Verwechslung
Auch Iran Air und andere iranische Airlines tragen EP-Kennzeichen und fliegen teils ähnlich alte Airbus-Typen. Verlass dich nicht nur auf das Präfix, sondern achte auf Schriftzug und ICAO-Code: IRM steht für Mahan Air.
Mahan Air spotten: wo und wie
In Mitteleuropa stehen die Chancen schlecht. Seit den Verboten in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien gibt es keine regelmäßigen Mahan-Flüge mehr an den großen Flughäfen wie Düsseldorf oder München. Wer Mahan sehen will, muss reisen – oder auf einen Zufall hoffen.
Gute Chancen auf Mahan Air, wenn …
- du an einem Flughafen in der Nachbarregion des Iran bist, der aktuell W5-Flüge im Plan hat
- du einen Spot mit Blick auf die Landebahn hast und den Flugplan vorher geprüft hast
- du flexibel bist und kurzfristig auf Änderungen reagieren kannst
Prüf es vorher, wenn …
- du nach alten Spotterberichten planst – viele Ziele sind gestrichen
- ein Flughafen in Istanbul, am Golf oder in Asien früher Mahan-Flüge hatte
Eher kein Mahan-Tag, wenn …
- du in Deutschland, Frankreich, Italien oder Spanien spottest
- du gezielt in den Iran reisen willst, um zu fotografieren – das ist riskant
Zwei realistische Ziele sind Drehkreuze im Nahen Osten und am Bosporus. Wenn du ohnehin eine Reise planst, helfen dir die Guides zu Planespotting in Dubai und Planespotting in Istanbul. Informier dich vorher genau über die Regeln vor Ort, etwa mit den Artikeln zu den Regeln in den Emiraten und zu den Regeln in der Türkei.
Sicherheit geht vor
Fotografieren an Flughäfen kann in manchen Ländern schnell als Spionage gewertet werden – im Iran gilt das besonders. Reise nicht gezielt zum Spotten dorthin, beachte Reisewarnungen und fotografiere nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist. Was in Deutschland gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Mahan Air für die Staatsairline halten – Mahan ist privat, die Flag-Carrier-Airline ist Iran Air.
- Jedes EP-Kennzeichen Mahan zuordnen – auch andere iranische Airlines nutzen das Präfix. Erst der ICAO-Code IRM bestätigt Mahan.
- A340 mit A330 verwechseln – vier Triebwerke bedeuten A340.
- A340-300 und A340-600 gleichsetzen – Länge, Triebwerke und Mittelfahrwerk verraten die Version.
- Ein Kennzeichen in der Datenbank für aktiv halten – viele Mahan-Flugzeuge sind seit Jahren abgestellt.
- Das deutsche Verbot für ein EU-Flugsicherheitsverbot halten – 2019 ging es um außen- und sicherheitspolitische Gründe, nicht um die Technik.
Seltene Airlines im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder Typen wie die A340-600 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Mahan Air ist eine Airline zwischen Luftfahrt und Weltpolitik. Sanktionen haben die Flotte geformt, Verbote haben sie aus Europa verdrängt – und gerade dadurch fliegt sie Typen, die anderswo längst im Museum oder auf dem Schrottplatz stehen. Wer eine Mahan-A340 oder gar eine A310 vor die Linse bekommt, hat eine echte Seltenheit im Logbuch. Wie selten genau, kannst du mit dem Guide zur Seltenheit von Sichtungen einschätzen.
Kurzfazit
Mahan Air (IATA W5, ICAO IRM) ist Irans größte private Airline mit einer Flotte aus gebrauchten Airbus A340, A310 und A300. Seit 2011 unter US-Sanktionen und seit 2019 nicht mehr in Deutschland – spotten kannst du sie heute vor allem im Nahen Osten und in Asien.
Zusammenfassung
- Mahan Air erkennst du am EP-Kennzeichen, am Schriftzug „Mahan Air“ und an Typen, die anderswo längst verschwunden sind – vor allem dem Airbus A340.
- Sanktionen verhindern den Kauf neuer Flugzeuge bei Airbus und Boeing; die Flotte wurde über Jahrzehnte aus gebrauchten Maschinen zusammengesetzt.
- Ein großer Teil der Flotte ist abgestellt. Ein Kennzeichen in der Datenbank heißt nicht, dass die Maschine noch fliegt.
- In Mitteleuropa bekommst du Mahan Air seit den Verboten in Deutschland, Frankreich und Italien nicht mehr vor die Linse – realistische Chancen gibt es eher an Drehkreuzen im Nahen Osten und in Asien.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Mahan Air?
Der IATA-Code von Mahan Air ist W5, der ICAO-Code IRM. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „MAHAN AIR“. Auf Flugtrackern taucht meist IRM samt Flugnummer auf.
Ist Mahan Air eine staatliche Airline?
Nein. Mahan Air gilt als größte private Airline des Iran und war bei ihrem Start 1992 die erste private Fluggesellschaft des Landes. Eigentümerin ist eine Stiftung, das Mol-Al-Movahedin-Institut. Die staatliche Flag-Carrier-Airline ist Iran Air.
Warum steht Mahan Air unter US-Sanktionen?
Das US-Finanzministerium hat Mahan Air am 12. Oktober 2011 gelistet. Begründung: Die Airline habe die Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarden finanziell, materiell und technisch unterstützt, etwa beim Transport von Personal und Waffen, auch für die Hisbollah. US-Personen dürfen seitdem keine Geschäfte mit Mahan Air machen, Vermögen in den USA ist eingefroren.
Fliegt Mahan Air nach Deutschland?
Nein, nicht mehr. Das Luftfahrt-Bundesamt setzte am 21. Januar 2019 die Betriebserlaubnis für Linienflüge von und nach Deutschland mit sofortiger Wirkung aus und verwies auf außen- und sicherheitspolitische Interessen. Bis dahin flog Mahan Air nach Düsseldorf und München. Frankreich und Italien folgten 2019 mit eigenen Verboten.
Welche Flugzeuge fliegt Mahan Air?
Das Rückgrat der Langstrecke sind gebrauchte Airbus A340-300 und A340-600, dazu kommt eine A340-200. Außerdem stehen wenige A310-300 und A300-600R, eine Boeing 747-400, Boeing 777-200ER sowie Avro RJ/BAe 146 und Fokker 50 in den Flottenlisten. Viele dieser Flugzeuge sind allerdings abgestellt, die Zahl der aktiven Maschinen schwankt stark.
Warum fliegt Mahan Air so alte Flugzeuge?
Weil Sanktionen den direkten Kauf bei Airbus und Boeing verhindern. Nach dem Atomabkommen 2015 schloss Mahan zwar Vereinbarungen über neue Flugzeuge, doch nach dem Ausstieg der USA 2018 wurden die Exportlizenzen widerrufen. Die Airline ist deshalb auf gebrauchte Maschinen angewiesen, die oft über Umwege in den Iran gelangen.
Wo kann ich Mahan Air spotten?
Am sichersten in Teheran selbst – dort ist Spotten aber heikel und wird nicht empfohlen. Außerhalb des Iran fliegt Mahan Air vor allem in die Nachbarregion, etwa an den Golf, in die Türkei, nach Russland und nach Asien. Welche Ziele aktuell bedient werden, ändert sich oft. Prüf vor einer Reise den aktuellen Flugplan und die Sichtungen der letzten Wochen.
Mahan Air im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 777-200ER
Die 777-200ER ist die Langstrecken-777 der ersten Generation: kürzer als die 300ER, ohne schräge Flügelspitzen und mit drei möglichen Triebwerken. So erkennst du sie sicher – auch in Wien.
FlugzeugtypAirbus A340-300
Vier schlanke Triebwerke, ein drittes Fahrwerksbein unter dem Rumpf und der Rumpf einer A330: Die A340-300 ist Airbus’ klassischer Langstrecken-Vierstrahler – und verschwindet gerade aus Europas Flotten. So erkennst du sie, solange es noch geht.
FlugzeugtypAirbus A340-600
Über 75 Meter lang, vier Triebwerke, ein Mittelfahrwerk mit vier Rädern: Die A340-600 ist der längste Airbus, der je gebaut wurde. Im Oktober 2026 verabschiedet Lufthansa den Typ – so erkennst du ihn und wo du ihn noch findest.
FlugzeugtypAirbus A340-200
Vier Triebwerke, ein Mittelfahrwerk und ein Rumpf, der kürzer ist als die eigene Spannweite: Die A340-200 ist die kleinste und seltenste A340. Nur 28 Exemplare entstanden – heute begegnen dir die letzten fast nur noch als Regierungs- und VIP-Jets.
FlugzeugtypAirbus A310
Kurz, bullig, mit kleinen Zäunen an den Flügelspitzen: Die A310 war Airbus’ zweiter Großraumjet und lange in Deutschland zu Hause. Heute ist sie eine Rarität – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypAirbus A300-600
Der erste Großraum-Twin der Welt lebt heute vor allem als Frachter weiter: Die A300-600 fliegt nachts für DHL, FedEx und UPS. So erkennst du sie und findest sie vor deiner Linse.
FlugzeugtypBoeing 747-400
Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.
Weitere Airlines
Iran Air
Der iranische Flag Carrier ist seit Jahrzehnten von Sanktionen geprägt: Er flog den letzten Airbus A300B4 und die letzten 747SP im Liniendienst – und hat Europa seit Oktober 2024 nicht mehr im Flugplan.
NetzwerkConviasa
Venezuelas staatliche Airline aus Maiquetía: eine der letzten Betreiberinnen des Airbus A340 im Linienverkehr, seit 2020 auf der US-Sanktionsliste und mit einem Langstreckennetz, das vor allem politischen Partnern folgt.
NetzwerkIraqi Airways
Die staatliche Airline des Irak fliegt seit 1946 und hat Krieg, Sanktionen und Jahre am Boden hinter sich. Heute betreibt sie eine bunt gemischte Flotte – und steht seit 2015 auf der EU-Flugsicherheitsliste.
NetzwerkAeroflot
Russlands nationale Airline mit Drehkreuz Moskau-Scheremetjewo: einst die größte Fluggesellschaft der Welt, heute mit Airbus- und Boeing-Flotte unter Sanktionen und seit 2022 aus dem EU-Luftraum verbannt.
NetzwerkEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
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