Malmö Aviation

Historische schwedische Airline (1981–2016) mit Sitz in Malmö und Drehkreuz Stockholm-Bromma. Malmö Aviation flog Geschäftsreisende mit BAe 146 und Avro RJ zwischen Schwedens Großstädten und nach Europa und ging 2016 in BRA Braathens Regional Airlines auf.

Auch bekannt als: Malmö Aviation AB · Braathens Regional Aviation · TF

SchwedenSchwedenRegionalfluggesellschaftenIATA: TFICAO: SCW11 Min. Lesezeit

1981–2016

Eigener Flugbetrieb unter dem Namen

TF

IATA-Code

SCW

ICAO-Code

BMA

Drehkreuz Stockholm-Bromma

Das Wichtigste in Kürze

  • Malmö Aviation ist eine historische schwedische Airline: gegründet 1981 in Malmö, ab 2016 Teil von BRA Braathens Regional Airlines.
  • Codes: IATA TF, ICAO SCW, Rufzeichen „SCANWING“.
  • Bromma statt Arlanda: Nach der Deregulierung 1992 flog Malmö Aviation ab dem stadtnahen Flughafen Stockholm-Bromma.
  • Vierstrahler-Spezialist: BAe 146 und später Avro RJ85 und RJ100 prägten die Flotte über Jahrzehnte.
  • Braathens-Verbindung: 1998 übernahm die norwegische Braathens, ab 2001 gehörte die Airline zur Braganza-Gruppe der Familie Braathen.
  • Ungeflogene Zukunft: Malmö Aviation sollte Erstkunde der Bombardier CS100 werden, zog sich 2014 aber aus dieser Rolle zurück.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Malmö Aviation im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Die Geschichte in Etappen
  4. 4.Bromma: der Flughafen, der alles prägte
  5. 5.Die Flotte: BAe 146, Avro RJ und ein paar Ausnahmen
  6. 6.Woran du Malmö Aviation erkennst
  7. 7.Das Ende: aus Malmö Aviation wird BRA
  8. 8.Malmö Aviation und ihre Zeitgenossen
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeTF
ICAO-CodeSCW
RufzeichenSCANWING
DrehkreuzeBMA
StatusHistorisch – 2016 mit Sverigeflyg zu BRA Braathens Regional Airlines verschmolzen
GeschäftsmodellLinienflüge im schwedischen Inland mit Fokus auf Geschäftsreisende, dazu Charter im Auftrag von Reiseveranstaltern
Gegründet1981 in Malmö, anfangs ohne Linienverkehr
SitzMalmö, Schweden
DrehkreuzStockholm-Bromma (BMA)
EigentümerAb 1998 Braathens (Norwegen), ab 2001 eigenständig im Besitz von Braganza (Familie Braathen)
Prägende TypenBAe 146 und Avro RJ85/RJ100, in der Frühzeit auch Turboprops
NachfolgerBRA Braathens Regional Airlines; die Gesellschaft selbst firmierte danach als Braathens Regional Aviation

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Malmö Aviation?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Schriftzug „Malmö Aviation“ am Rumpf eines vierstrahligen Schulterdeckers
  • Fast immer eine BAe 146 oder Avro RJ – vier Triebwerke unter einem hoch angesetzten Flügel, T-Leitwerk
  • Schwedisches Kennzeichen mit SE-
  • Typische Aufnahmeorte: Stockholm-Bromma, Göteborg-Landvetter, Malmö, Umeå oder London City
  • Sonderbemalung: eine Avro RJ100 mit dem Logo des schwedischen Fußballverbands, genutzt für Reisen der Nationalmannschaft
  • Heute nur noch auf historischen Fotos zu finden – der eigene Flugbetrieb endete 2016

Wenn du in Schweden nach Fotos aus den 1990er- und 2000er-Jahren suchst, auf denen ein vierstrahliger Regionaljet vor einem kleinen Stadtflughafen steht, ist die Chance hoch, dass du auf Malmö Aviation triffst. Die Airline machte den Flughafen Stockholm-Bromma wieder zum Linienflughafen, setzte jahrzehntelang auf BAe 146 und Avro RJ und war eng mit der norwegischen Braathens-Familie verbunden. Hier erfährst du, wie aus einer kleinen Flugschule eine Inlandsairline für Geschäftsreisende wurde, woran du ihre Flugzeuge auf alten Bildern erkennst und warum der Name 2016 aus dem Flugplan verschwand.

Historische Airline

Malmö Aviation flog bis 2016 unter eigenem Namen und ging dann in BRA Braathens Regional Airlines auf. Alle Angaben auf dieser Seite beziehen sich auf die historische Gesellschaft. Der IATA-Code TF wird heute von BRA genutzt.

Malmö Aviation im Überblick

Malmö Aviation war eine schwedische Airline mit Sitz in Malmö, gegründet 1981. In den ersten Jahren war sie noch keine Linienairline, sondern vor allem im Bedarfs- und Frachtverkehr unterwegs. Ende der 1980er-Jahre flog sie unter anderem Fracht für den Expressdienst TNT, mit BAe 146-200 in der Frachtversion und mit Turboprops wie der Fokker F27 Friendship.

Zu Beginn der 1990er-Jahre änderte sich das Profil. 1991 kamen Linienflüge nach Hamburg und London in den Flugplan. Nach der Liberalisierung des schwedischen Inlandsluftverkehrs 1992 wagte die Airline den Schritt, der sie bekannt machte: Linienflüge ab dem stadtnahen Flughafen Stockholm-Bromma, unter anderem nach Göteborg, Malmö und London City. Damit stand sie in direkter Konkurrenz zu SAS und der damaligen Inlandsairline Linjeflyg, die ihren Stockholmer Inlandsverkehr inzwischen in Arlanda bündelten.

Malmö Aviation zielte vor allem auf Geschäftsreisende, für die die kurze Anreise aus der Stockholmer Innenstadt nach Bromma ein starkes Argument war. An Bord gab es Zeitungen, Mahlzeiten und heiße Tücher. Mehrfach wurde die Airline bei den Grand Travel Awards in Stockholm als beste Inlandsairline Schwedens ausgezeichnet.

TFIATA-Code der historischen Airline
SCWICAO-Code im Flugplan
SCANWINGRufzeichen im Funk

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code TF: stand vor den Flugnummern, auf Bordkarten und in Flugplänen.
  • ICAO-Code SCW: diente der Flugsicherung zur Kennung der Flüge.
  • Rufzeichen SCANWING: so meldeten sich die Crews im Funk – ein Name, der mit „Malmö“ auf den ersten Blick nichts zu tun hat.

Der IATA-Code TF lebt bei der Nachfolgerin BRA Braathens Regional Airlines weiter. Wenn du alte Flugpläne auswertest, gehört eine TF-Flugnummer vor 2016 also zu Malmö Aviation, danach zu BRA. Wie IATA- und ICAO-Codes zusammenspielen, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes. Warum Rufzeichen oft ganz anders klingen als der Airline-Name, liest du unter Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.

Vierstrahler im eigenen Hangar

Mit Planetrack hältst du BAe 146, Avro RJ und andere Regionalklassiker mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen fest – und baust dir Stück für Stück deine eigene Sammlung auf. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Die Geschichte in Etappen

1981: Start als Allrounder

Gründung in Malmö. Die junge Gesellschaft ist zunächst im Bedarfs- und Frachtverkehr aktiv, später auch für TNT.

1991–1993: Einstieg in den Linienverkehr

1991 kommen Hamburg und London in den Flugplan. Im Februar 1992 wird die Airline an CityAir Scandinavia verkauft, im April 1993 entsteht unter dem Dach von Wiklund Inter Trade die Malmö Aviation Schedule.

Ab 1992: Bromma wird Heimat

Mit der Liberalisierung des Inlandsverkehrs startet Malmö Aviation Linienflüge ab Stockholm-Bromma nach Göteborg, Malmö und London City.

1998–2001: Teil von Braathens

Im August 1998 übernimmt die norwegische Braathens die volle Kontrolle; Anfang 1999 wird ihre schwedische Tochter, die frühere Transwede, in Malmö Aviation integriert.

2001–2015: Eigenständig unter Braganza

Nach der Übernahme von Braathens durch SAS wird Malmö Aviation im Dezember 2001 herausgelöst und gehört fortan der Braganza-Gruppe der Familie Braathen. Die Avro-RJ-Flotte prägt diese Jahre.

2016: Aufgehen in BRA

Im Februar 2016 bündeln Malmö Aviation und Sverigeflyg ihren Flugbetrieb unter der Marke BRA Braathens Regional Airlines. Die Gesellschaft firmiert danach als Braathens Regional Aviation.

Die Braathens-Jahre

Die Verbindung zur Familie Braathen ist der rote Faden der zweiten Hälfte der Geschichte. 1998 übernahm die norwegische Braathens SAFE die volle Kontrolle über Malmö Aviation. Anfang 1999 wurde die schwedische Braathens-Tochter, die aus der früheren Transwede hervorgegangen war, in Malmö Aviation integriert. Transwede hatte zuvor eigene Inlandsstrecken ab Arlanda geflogen, die Strecke nach Malmö aber bereits 1995 wieder aufgegeben.

Als SAS 2001 die norwegische Braathens kaufte, blieb Malmö Aviation aus rechtlichen Gründen außen vor. Die Airline wurde wieder eigenständig und gehörte nun über die Holding Braganza der Familie Braathen. 2007 bündelte Braganza seine schwedischen Luftfahrtbeteiligungen in der Holding Braathens Aviation; später kam auch die Regionalairline Sverigeflyg dazu. Umeå entwickelte sich neben Bromma, Göteborg und Malmö zu einem der wichtigsten Ziele; Ende 2015 plante die Airline dort sogar eine eigene Basis, zunächst mit einer Saab 2000.

Bromma: der Flughafen, der alles prägte

Ohne Bromma ist Malmö Aviation nicht zu verstehen. Der 1936 eröffnete Flughafen im Westen Stockholms war einst das Tor der Stadt zur Welt. Mit der Eröffnung von Stockholm-Arlanda wanderte der internationale Verkehr ab 1962 dorthin, 1984 folgten auch die Inlandsflüge von SAS und Linjeflyg. Erst die Liberalisierung 1992 brachte wieder Linienverkehr nach Bromma – und Malmö Aviation war die Airline, die ihn prägte.

Bromma hat Eigenheiten, die die Flottenwahl beeinflussen: eine einzige Piste von knapp 1.670 Metern Länge, Nachtflugverbote und strenge Lärmgrenzwerte, die für Linienflüge noch schärfer ausfallen als für andere Flüge. Ein kompakter, vergleichsweise leiser Regionaljet mit guten Kurzstartfähigkeiten passte da ins Bild – und genau das war die BAe-146-Familie.

Zu den wichtigsten Zielen gehörten neben Göteborg-Landvetter auch Malmö und Umeå. Ins Ausland ging es unter anderem nach London City, Brüssel und Nizza. Dazu kamen Charterflüge im Sommer wie im Winter, in der kalten Jahreszeit etwa in die Alpen nach Salzburg. Wie sich Linien- und Charterverkehr unterscheiden, erklärt der Artikel Charterflug und Linienflug.

Bromma heute

BRA hat Bromma Ende 2024 verlassen und fliegt seitdem von Arlanda. Wenn du in Stockholm spotten willst, ist der Spotterhügel in Arlanda die erste Adresse. Mit Planetrack findest du dort Anreise, bestes Licht und Community-Fotos direkt auf der Spot-Karte. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Die Flotte: BAe 146, Avro RJ und ein paar Ausnahmen

Malmö Aviation war über weite Strecken ein Betreiber der BAe-146-Familie. Ein genaues Jahr-für-Jahr-Protokoll lässt sich aus den verfügbaren Quellen nicht sauber rekonstruieren, die wichtigsten Muster sind aber gut belegt:

Typ Zeitraum Einsatz Spotter-Hinweis
Fokker F27 späte 1980er Fracht, frühe Jahre Hochdecker-Turboprop
BAe 146-200 / 146-200QT ab Ende der 1980er Fracht für TNT, später Linie „QT“ steht für Quiet Trader, die Frachtversion
Avro RJ85 2000er–2016 Inland und Charter 95 Sitze, kürzer als die RJ100
Avro RJ100 2000er–2016 Rückgrat im Linienverkehr 112 Sitze, länger als die RJ85
Saab 2000 um 2013–2016 Ergänzung Turboprop, teils im Verbund mit Schwestergesellschaften

Im Frühjahr 2013 bestand die Flotte aus rund einem Dutzend Avro RJ, ganz überwiegend RJ100, ergänzt um eine Saab 2000. Zeitweise flog zudem eine RJ100 der färöischen Atlantic Airways für Malmö Aviation.

BAe 146: der Einstieg

Die BAe 146-200 begleitete Malmö Aviation von der Frachtzeit bis in den Linienverkehr. Die Frachtversion 146-200QT flog für TNT – dieselbe Kombination aus Frachtdienst und leisem Vierstrahler kennst du auch von ASL Airlines Belgium, der früheren TNT Airways. Für Bromma war der Typ ideal: kurze Pisten, steile Anflüge und ein für die Zeit niedriger Lärmpegel. Die Schwestermodelle 146-100 und 146-300 unterscheiden sich vor allem durch die Rumpflänge.

Avro RJ85 und RJ100: das Rückgrat

In den 2000er-Jahren übernahmen die modernisierten Avro-RJ-Versionen. Die Avro RJ100 entspricht in der Länge der 146-300 und war mit 112 Sitzen das Arbeitspferd. Die kürzere Avro RJ85 mit 95 Sitzen flog im Inland und auf Charterstrecken. Gegenüber der BAe 146 bekam die RJ unter anderem neue Triebwerke und ein modernisiertes Cockpit – äußerlich sind die Unterschiede klein. Die kürzeste Version der Familie ist die Avro RJ70.

Gebaut wurden alle Versionen von British Aerospace, heute Teil von BAE Systems. Dass vierstrahlige Kurzstreckenjets heute fast ganz verschwunden sind, erklärt der Artikel Das Ende der Vierstrahler.

Avro RJ auf der Wunschliste

Setz seltene Typen wie Avro RJ85 oder RJ100 auf deine Wunschliste – Planetrack benachrichtigt dich, wenn einer in deiner Nähe anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Die CSeries, die nie kam

Für die Nachfolge der Avro-Flotte hatte Malmö Aviation einen großen Schritt geplant: Die Airline sollte Erstkunde der Bombardier CS100 werden. Im September 2014 gab sie diese Rolle ab; erster Betreiber wurde 2016 die Swiss. Die Bestellung über fünf CS100 und fünf CS300 führte nie zu Auslieferungen an Malmö Aviation. Die CSeries fliegt heute als Airbus A220-100 und A220-300; mehr zum ursprünglichen Hersteller findest du unter Bombardier.

Woran du Malmö Aviation erkennst

Auf alten Fotos ist Malmö Aviation meist leicht zuzuordnen, wenn du auf drei Dinge achtest:

  • Der Typ: Ein vierstrahliger Schulterdecker mit T-Leitwerk ist fast immer eine BAe 146 oder Avro RJ. Andere Jets hatte Malmö Aviation im Liniendienst kaum.
  • Das Kennzeichen: Schwedische Registrierungen beginnen mit SE-.
  • Der Ort: Bromma, Göteborg-Landvetter, Malmö, Umeå, London City oder Brüssel sind typische Kulissen.

Hinzu kam mindestens eine Sonderbemalung: Eine Avro RJ100 trug um 2009 das Logo des schwedischen Fußballverbands und brachte die Nationalmannschaft zu ihren Spielen. Wie du solche Sonderlackierungen findest und einordnest, zeigt der Artikel Special Liveries finden.

Spricht für Malmö Aviation

  • Schriftzug „Malmö Aviation“ am Rumpf
  • BAe 146 oder Avro RJ mit SE-Kennzeichen
  • Aufnahme aus Bromma, Göteborg, Malmö oder London City
  • Foto aus der Zeit vor 2016

Spricht dagegen

  • Schriftzug „BRA“ – dann ist es schon die Nachfolgerin
  • ATR 72 statt Vierstrahler
  • Foto nach 2016

Nach Fusionen gab es oft Übergangsphasen, in denen Flugzeuge noch Elemente der alten Marke trugen. Mehr dazu erklären die Artikel über Hybrid- und Mischlackierungen und Wenn Airlines ihr Design wechseln.

Das Ende: aus Malmö Aviation wird BRA

Im Februar 2016 legten Malmö Aviation und Sverigeflyg ihren Flugbetrieb zusammen. Das Ziel: eine gemeinsame Marke für den schwedischen Inlandsmarkt statt zweier Namen. Die Wahl fiel auf BRA Braathens Regional Airlines – „bra“ heißt auf Schwedisch „gut“. Malmö Aviation flog danach kein eigenes Netz mehr, sondern firmierte als Braathens Regional Aviation und stellte Flugzeuge mitsamt Besatzungen für BRA bereit, also im Prinzip als Wet-Lease-Anbieter innerhalb der Gruppe.

Die Avro-Ära endete in den folgenden Jahren; BRA setzte zunehmend auf Turboprops vom Typ ATR 72-600, zeitweise auch auf die Saab 2000. In der Corona-Krise 2020 musste BRA den Flugbetrieb für mehrere Wochen aussetzen und ging in ein Rekonstruktionsverfahren. Ende 2024 verließ BRA Bromma und fliegt seitdem ab Arlanda im Wet-Lease für SAS.

Malmö Aviation und ihre Zeitgenossen

  • SAS: Der große Konkurrent in Arlanda – und 2001 der Käufer von Braathens, wodurch Malmö Aviation wieder eigenständig wurde.
  • Linjeflyg: Schwedens klassische Inlandsairline, die 1993 in SAS aufging – genau in der Zeit, in der Malmö Aviation in Bromma groß wurde.
  • NextJet: Eine weitere schwedische Regionalairline, die bis 2018 vor allem kleinere Orte anflog.
  • West Atlantic: Ebenfalls schwedisch, aber im Frachtgeschäft – ein Bereich, aus dem auch Malmö Aviation stammt.
  • TUI fly Nordic und Novair: Schwedische Ferienflieger; TUI fly Nordic geht auf den Charterzweig der Transwede zurück.

Einen Überblick über Regionalairlines in ganz Europa – von früher bis heute – bietet der Artikel Regionalairlines in Europa. Und wenn du alte Bilder auswerten möchtest, hilft Oldtimer am Himmel erkennen.

Häufige Verwechslungen

  • Malmö Aviation mit dem Flughafen Malmö gleichsetzen – trotz des Namens war Bromma das Drehkreuz, Malmö nur Sitz und eines von mehreren Zielen.
  • BAe 146 und Avro RJ für verschiedene Flugzeugfamilien halten – die RJ ist eine Weiterentwicklung der 146 mit neuen Triebwerken und Cockpit.
  • Den Code TF nur BRA zuordnen – vor 2016 stand er für Malmö Aviation.
  • Braathens SAFE und BRA verwechseln – die norwegische Braathens SAFE ging in SAS auf, BRA ist die schwedische Airline der Familie Braathen.

Deine Regionaljet-Sichtungen sauber sortiert

Poste Fotos von BAe 146, Avro RJ oder ATR mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot, tausch dich in der Community mit anderen Fans skandinavischer Luftfahrt aus und behalte deine Sammlung im Hangar im Blick. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Malmö Aviation war keine große Airline, aber eine mit klarem Profil: Geschäftsreisende, kurze Wege und ein stadtnaher Flughafen. Aus einem kleinen Fracht- und Schulbetrieb wurde nach 1992 die Airline, die Stockholm-Bromma wieder zum Linienflughafen machte. Für Spotter steht sie für eine Zeit, in der BAe 146 und Avro RJ in Schweden zum Alltag gehörten. Heute lebt sie im Code TF und in BRA weiter – und auf alten Fotos, auf denen du Schriftzug und SE-Kennzeichen genau ansehen solltest.

Kurzfazit

Malmö Aviation (IATA TF, ICAO SCW) war eine historische schwedische Airline von 1981 bis 2016 mit Drehkreuz in Stockholm-Bromma. Bekannt ist sie für ihre BAe-146- und Avro-RJ-Flotte und die enge Verbindung zur Familie Braathen. 2016 ging sie in BRA Braathens Regional Airlines auf.

Zusammenfassung

  • Malmö Aviation begann 1981 als kleiner Anbieter ohne Linienverkehr und wurde in den 1990ern zu einer Inlandsairline für Geschäftsreisende.
  • Ihr Markenkern war der Flughafen Stockholm-Bromma: kurze Wege in die Innenstadt, kurze Piste und strenge Lärmregeln – ein Revier für leise Regionaljets wie BAe 146 und Avro RJ.
  • Über Braathens und später Braganza war die Airline eng mit der norwegischen Familie Braathen verbunden.
  • Live spotten kannst du Malmö Aviation nicht mehr; ihre Nachfolgerin BRA fliegt heute ATR 72 und ist von Bromma nach Arlanda umgezogen.

Häufige Fragen

Gibt es Malmö Aviation heute noch?

Nein, nicht als eigene Airline. 2016 legten Malmö Aviation und Sverigeflyg ihren Flugbetrieb unter der gemeinsamen Marke BRA Braathens Regional Airlines zusammen. Die Gesellschaft Malmö Aviation firmierte danach als Braathens Regional Aviation und stellte Flugzeuge samt Besatzung für BRA bereit.

Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Malmö Aviation?

Malmö Aviation nutzte den IATA-Code TF und den ICAO-Code SCW, im Funk mit dem Rufzeichen „SCANWING“. Den IATA-Code TF führt heute BRA Braathens Regional Airlines weiter. Flugnummern mit TF aus der Zeit vor 2016 gehören also zu Malmö Aviation.

Welche Flugzeuge flog Malmö Aviation?

In der Frühzeit flog die Airline unter anderem Frachtflüge, auch mit BAe 146-200 in der Frachtversion. Im Linienverkehr prägte die BAe 146 die 1990er, später die modernisierten Avro RJ85 und Avro RJ100. 2013 bestand die Flotte aus rund einem Dutzend Avro RJ, ganz überwiegend RJ100, dazu kam eine Saab 2000.

Warum war Bromma für Malmö Aviation so wichtig?

Bromma liegt deutlich näher an der Stockholmer Innenstadt als Arlanda – ein Argument, das gerade Geschäftsreisende überzeugte. Nach der Liberalisierung des schwedischen Inlandsverkehrs 1992 nahm Malmö Aviation von dort Flüge nach Göteborg, Malmö und London City auf.

Was hat Malmö Aviation mit Braathens zu tun?

Die norwegische Airline Braathens übernahm Malmö Aviation 1998 und legte sie mit ihrer schwedischen Tochter, der früheren Transwede, zusammen. Als SAS 2001 Braathens kaufte, wurde Malmö Aviation aus rechtlichen Gründen herausgelöst und blieb im Besitz der Familie Braathen über deren Holding Braganza. Daraus ging später BRA hervor.

Hätte Malmö Aviation den Airbus A220 geflogen?

Das war vorgesehen: Malmö Aviation galt als Erstkunde für die Bombardier CS100, den heutigen Airbus A220-100, und hatte je fünf CS100 und CS300 bestellt. Im September 2014 gab die Airline die Rolle als Erstkunde ab; erster Betreiber wurde 2016 die Swiss. Ausgeliefert wurde an Malmö Aviation keine einzige Maschine.

Malmö Aviation im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

BAe 146-200

Hoher Flügel, vier kleine Triebwerke, Muschel-Heck: Die BAe 146-200 ist die mittlere und meistgesehene Version des britischen Vierstrahlers. Heute fliegt sie vor allem als Löschflugzeug über Nordamerika.

Flugzeugtyp

BAe 146-100

Die BAe 146-100 ist die kürzeste und älteste Version des vierstrahligen britischen Regionaljets – Ausgangspunkt der ganzen Jumbolino-Familie und jahrzehntelang das Flugzeug der Royal Family.

Flugzeugtyp

BAe 146-300

Die längste Version der BAe 146 hat rund 100 Sitze, vier Triebwerke und einen hohen Flügel. Als leiser Nachtfrachter „Quiet Trader“ fliegt sie in Australien bis heute.

Flugzeugtyp

BAe 146 / Avro RJ85

Hoch angesetzter Flügel, vier kleine Triebwerke, T-Leitwerk und eine Heckklappe als Luftbremse: Der Avro RJ85 ist eines der markantesten Regionalflugzeuge überhaupt – und inzwischen eine echte Rarität.

Flugzeugtyp

Avro RJ100 / BAe 146-300

Der Avro RJ100 ist die längste Version der vierstrahligen BAe-146-Familie – über Jahre das Arbeitspferd von Crossair, Swiss und Brussels Airlines und heute ein seltener Gast am Himmel.

Flugzeugtyp

Avro RJ70

Der Avro RJ70 ist die modernisierte Fassung der BAe 146-100 – gleicher kurzer Rumpf, neue Triebwerke, digitales Cockpit. Mit nur zwölf gebauten Exemplaren ist er das seltenste Serienmitglied der ganzen Jumbolino-Familie.

Flugzeugtyp

Fokker F27 Friendship

Hoher Flügel, zwei Rolls-Royce-Dart-Turboprops und große ovale Fenster: Die Fokker F27 Friendship war Europas erfolgreichster Turboprop-Airliner ihrer Zeit. Heute ist sie ein echter Sammlerfang.

Flugzeugtyp

Saab 2000

Tief angesetzte Flügel, sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der für einen Turboprop ungewöhnlich lang wirkt: Der Saab 2000 war Schwedens schneller Regionalflieger. So erkennst du ihn und findest die letzten Exemplare.

Flugzeugtyp

Airbus A220-100

Kurz, bullig, mit überraschend großen Triebwerken: Die A220-100 begann als Bombardier CS100 und wird seltener. So erkennst du die kleine Schwester der A220-Familie sicher.

Flugzeugtyp

Airbus A220-300

Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

ATR 72-600

Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.

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