Das Wichtigste in Kürze
- Die F27 Friendship ist ein zweimotoriger Turboprop-Airliner für 44 bis 52 Passagiere, entwickelt in den Fünfzigern als Nachfolger der DC-3.
- Schnellster Erkennungsweg: hoch angesetzter Flügel, Dart-Turboprops und ein konventionelles Leitwerk ohne T-Form.
- Von der Fokker 50 trennst du sie über Fenster und Propeller: wenige große ovale Fenster und schlankere Dart-Gondeln statt vieler kleiner Fenster und sechsblättriger Propeller.
- Erfolgsmodell: Mit Fokker- und Fairchild-Produktion zusammen entstanden rund 800 Maschinen – die F27 gilt als meistverkaufter europäischer Turboprop-Airliner ihrer Ära.
- Heute eine Rarität: Im Linienverkehr fliegt kaum noch eine F27, in Mitteleuropa siehst du sie fast nur noch im Museum.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Fokker F27 Friendship?
- 2.Ein Erfolg in zwei Ländern
- 3.Die Versionen im Überblick
- 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 5.F27, Fokker 50 oder HS 748?
- 6.Die F27 im deutschsprachigen Raum
- 7.Wo du die F27 heute noch antriffst
- 8.So planst du die Jagd auf eine F27
- 9.Fototipps speziell für die F27
- 10.Warum die F27 Spotter fasziniert
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Fokker (Niederlande); Lizenzbau bei Fairchild in den USA |
|---|---|
| Familie | F27-100 bis F27-700, Fairchild F-27 und FH-227; Nachfolger: Fokker 50 |
| ICAO-Typcode | F27 |
| Erstflug | 24. November 1955 (Prototyp PH-NIV) |
| Erstauslieferung | November 1958 an Aer Lingus |
| Bauzeit | 1955 bis 1987 bei Fokker, bis 1973 bei Fairchild |
| Gebaute Exemplare | rund 586 bis 592 bei Fokker (je nach Zählweise), dazu rund 200 bei Fairchild |
| Triebwerke | 2 × Rolls-Royce Dart (Turboprop) |
| Länge | rund 23,5 m (F27-200), 25,06 m (gestreckte F27-500) |
| Spannweite | 29,00 m |
| Höhe | rund 8,7 m (F27-500) |
| Sitzplätze | 44 (F27-100) bis 52 (F27-500) |
| Reisegeschwindigkeit | rund 460 bis 480 km/h |
| Max. Startgewicht | je nach Version rund 19 bis 20 t |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Schulterdecker: Der Flügel sitzt oben auf dem Rumpf, die Passagiere haben freie Sicht nach unten
- Zwei Rolls-Royce-Dart-Turboprops in langen, schlanken Gondeln unter dem Flügel
- Konventionelles Leitwerk: Höhenleitwerk am Rumpfende, kein T-Leitwerk wie bei ATR oder Dash 8
- Große, ovale Kabinenfenster in vergleichsweise geringer Zahl – die Fokker 50 hat deutlich mehr, kleinere Fenster
- Spitze, leicht nach unten geneigte Nase und ein schlanker Rumpf mit sanft ansteigendem Heck
- Typisch hoher, pfeifender Klang der Dart-Triebwerke – ganz anders als das Brummen moderner Turboprops
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Propellerflugzeug mit hoch angesetztem Flügel zieht vorbei, die Triebwerke pfeifen hell statt zu brummen, und an der Rumpfseite reihen sich große ovale Fenster: Wenn du so etwas heute noch siehst, hast du womöglich eine Fokker F27 Friendship erwischt. Der niederländische Turboprop war über Jahrzehnte das Rückgrat des europäischen Regionalverkehrs und gilt als erfolgreichster europäischer Turboprop-Airliner seiner Zeit. Hier erfährst du, woran du die F27 sicher erkennst, wie du sie von Fokker 50, HS 748 und ATR unterscheidest und wo du den Klassiker noch findest.
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Was ist die Fokker F27 Friendship?
Die F27 ist ein zweimotoriges Turboprop-Verkehrsflugzeug mit Druckkabine für 44 bis 52 Passagiere. Fokker entwickelte sie in den frühen Fünfzigerjahren mit einem klaren Ziel: Sie sollte die zahllosen Douglas DC-3 ablösen, die nach dem Krieg den Kurzstreckenverkehr dominierten. Statt Kolbenmotoren setzte Fokker auf das Turboprop-Triebwerk Rolls-Royce Dart, das sich bereits in der britischen Vickers Viscount bewährt hatte. Der Antrieb lief deutlich ruhiger und vibrationsärmer als die Sternmotoren der Vorgänger – ein echter Komfortgewinn.
Ebenso wichtig war die Entscheidung für einen hoch angesetzten Flügel. Er brachte gute Auftriebswerte, erleichterte das Beladen am Boden und gab den Passagieren freie Sicht nach unten. Konstruktiv nutzte Fokker ein Metallklebeverfahren namens Redux, mit dem sich viele Bauteile kleben statt nieten ließen. Das sparte Gewicht und verbesserte die Lebensdauer der Struktur.
Der Prototyp mit dem Kennzeichen PH-NIV hob am 24. November 1955 ab. Die beiden flugfähigen Prototypen wurden über das niederländische Institut für Flugzeugentwicklung finanziert. Weil die erste Maschine hecklastig war, bekam der zweite Prototyp einen um rund 0,9 Meter verlängerten Rumpf. Im November 1958 übernahm Aer Lingus als Erstkunde die erste Serienmaschine, im Dezember folgte der erste Linienflug. Mehr zum Hersteller selbst findest du auf der Seite zu Fokker, mehr zum Triebwerkshersteller bei Rolls-Royce.
Ein Erfolg in zwei Ländern
Schon 1956 schloss Fokker einen Lizenzvertrag mit Fairchild in den USA. Die erste in Amerika gebaute F-27 flog am 12. April 1958, also noch vor der Auslieferung an Aer Lingus. Die Fairchild-Version unterschied sich in Details: Sie hatte unter anderem ein Wetterradar in der Nase, größere Tanks und eine eingebaute Treppe. Später entwickelte Fairchild Hiller eigenständig die FH-227, eine um knapp zwei Meter gestreckte Variante mit größerer Frachttür. Die US-Produktion lief bis Juli 1973 und brachte rund 200 Maschinen hervor.
Fokker selbst baute die F27 bis 1987. Je nach Quelle stehen am Ende rund 586 bis 592 Exemplare aus niederländischer Fertigung in den Büchern. Zusammen sind es knapp 800 Flugzeuge. Damit ist die F27 das meistgebaute Nachkriegsflugzeug aus den Niederlanden und gilt als meistverkaufter europäischer Turboprop-Airliner ihrer Ära. Ihre Nachfolgerin, die Fokker 50, entstand auf Basis der F27-500, war aber in Antrieb, Cockpit und Systemen praktisch ein neues Flugzeug.
Die Versionen im Überblick
Über die lange Bauzeit hat Fokker die F27 immer wieder angepasst. Für Spotter sind vor allem die Rumpflänge und der Einsatzzweck relevant.
| Version | Besonderheit |
|---|---|
| F27-100 | Erste Serienversion, 44 Sitze |
| F27-200 | Stärkere Dart-Triebwerke, ansonsten wie die -100 |
| F27-300 Combiplane | Kombiversion für Passagiere und Fracht |
| F27-300M / -400M Troopship | Militärtransporter, in den USA als C-31A genutzt |
| F27-500 | Rumpf um rund 1,5 m verlängert, bis zu 52 Sitze, Erstflug November 1967 |
| F27-600 / -700 | Fracht- und Schnellwechselversionen |
| F27-200-MAR / Maritime Enforcer | Seeaufklärer, die Enforcer-Version bewaffnet |
| Fairchild F-27 / FH-227 | Lizenzbau in den USA, die FH-227 deutlich gestreckt |
Die gestreckte F27-500 ist rund 25 Meter lang, die frühen Versionen kommen auf etwa 23,5 Meter. Die Spannweite blieb bei allen Fokker-Versionen mit 29 Metern gleich. Wenn du also eine F27 mit auffällig langem Rumpf siehst, ist es sehr wahrscheinlich eine -500 oder eine Fairchild FH-227.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Hochdecker mit zwei Propellerturbinen gibt es viele. Die F27 verrät sich aber über eine Kombination, die bei modernen Turboprops nicht mehr vorkommt.
Leitwerk prüfen
Das Höhenleitwerk sitzt bei der F27 klassisch am Rumpfende, nicht oben auf der Seitenflosse. ATR und Dash 8 haben dagegen ein T-Leitwerk – das schließt sie sofort aus.
Fenster zählen
Die F27 hat wenige, aber große ovale Kabinenfenster. Bei der Fokker 50 sitzen viel mehr, kleinere Fenster in einer dichten Reihe.
Propeller und Gondeln ansehen
Die Dart-Triebwerke stecken in langen, schlanken Gondeln mit vierblättrigen Propellern. Sechs Blätter pro Propeller deuten auf eine Fokker 50.
Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ. Gerade bei alten Maschinen lohnt sich der Blick in eine Datenbank, denn viele F27 haben mehrfach Betreiber und Lackierung gewechselt. Wie du das Alter einer Maschine ermittelst, steht im Beitrag Flugzeugalter herausfinden.
Praxis-Tipp: auf den Klang achten
Die Rolls-Royce Dart hat einen hellen, fast pfeifenden Ton, der sich deutlich vom tiefen Brummen moderner Turboprops unterscheidet. Wer ihn einmal gehört hat, erkennt eine Dart-Maschine oft, bevor er sie sieht. Mehr dazu im Artikel Flugzeugtypen am Geräusch erkennen.
F27, Fokker 50 oder HS 748?
Die häufigste Verwechslung passiert innerhalb der Fokker-Familie. Die Fokker 50 übernahm die Grundform der F27-500, bekam aber Pratt-&-Whitney-Canada-Triebwerke mit sechsblättrigen Propellern, ein modernes Cockpit und eine neue Fensteranordnung. Ihr Typcode ist F50. Auf den ersten Blick sehen beide fast gleich aus – der Blick auf Propeller und Fenster klärt es.
Ein zweiter Kandidat ist die britische Hawker Siddeley HS 748. Sie fliegt ebenfalls mit zwei Dart-Triebwerken und stammt aus derselben Epoche, ist aber ein Tiefdecker: Der Flügel sitzt unten am Rumpf. Das siehst du aus jeder Entfernung. Auch die spätere BAe ATP, eine Weiterentwicklung der 748, hat den Flügel unten.
| Merkmal | Fokker F27 | Fokker 50 | HS 748 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | F27 | F50 | A748 |
| Flügel | hoch | hoch | tief |
| Triebwerk | Rolls-Royce Dart | Pratt & Whitney Canada PW125B | Rolls-Royce Dart |
| Propellerblätter | 4 | 6 | 4 |
| Kabinenfenster | wenige, groß und oval | viele, kleiner | kein Hauptmerkmal (Tiefdecker) |
Schnellbestimmung: zweimotoriger Turboprop
Fokker F27 Friendship
Hoher Flügel, konventionelles Leitwerk und vierblättrige Propeller ergeben das klassische F27-Bild. Achte noch auf die großen ovalen Fenster und den hellen Dart-Klang.
Fokker 50
Gleiche Grundform wie die F27, aber sechsblättrige Propeller und viele kleinere Fenster. Das spricht für die modernere Nachfolgerin.
Hawker Siddeley HS 748 oder BAe ATP
Ein Tiefdecker mit zwei Turboprops aus dieser Epoche ist eher britisch. Die HS 748 fliegt ebenfalls mit Dart-Triebwerken.
ATR oder Dash 8
Ein T-Leitwerk schließt die F27 aus. Wie du ATR 42, ATR 72 und Dash 8 auseinanderhältst, erklärt der Turboprop-Guide.
Die modernen Hochdecker wie ATR 42-300 und Dash 8-100 erkennst du am T-Leitwerk. Ausführlich vergleicht sie der Beitrag Turboprops unterscheiden.
Es spricht für die F27, wenn …
- der Flügel oben sitzt und das Höhenleitwerk am Rumpf
- du vierblättrige Propeller an schlanken Gondeln siehst
- die Kabinenfenster groß, oval und weit auseinander sind
- im Tracking-Dienst F27 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- der Rumpf auffällig lang wirkt – dann könnte es eine F27-500 oder eine Fairchild FH-227 sein
- die Maschine eine Militär- oder Behördenlackierung trägt
- du nur die Silhouette im Gegenlicht siehst
Es ist keine F27, wenn …
- ein T-Leitwerk oben auf der Seitenflosse sitzt
- die Propeller sechs Blätter haben
- der Flügel unten am Rumpf angesetzt ist
- die Triebwerke Jets sind – dann bist du eher bei der Fokker F28
Die F27 im deutschsprachigen Raum
Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz hatte die F27 ihren Platz. Nach Betreiberlisten flogen hierzulande unter anderem LTU, Condor und die DLT – die Vorgängerin der heutigen Lufthansa CityLine – Maschinen des Typs, viele davon gebraucht übernommen. Bekannt wurde die F27 außerdem bei WDL Aviation aus Köln, die den Turboprop lange im Charter- und Frachtverkehr einsetzte.
In Österreich startete die von Niki Lauda gegründete Lauda Air unter anderem mit der F27, in der Schweiz gehörte Balair zu den ursprünglichen Käufern. Im Nachbarland Luxemburg war Luxair einer der frühen europäischen Kunden. Weitere bekannte Betreiber in Europa waren Aer Lingus als Erstkunde, Braathens SAFE in Norwegen, Air UK in Großbritannien, Icelandair und Turkish Airlines.
In den USA nutzte FedEx Express F27 als Zubringer-Frachter und musterte sie bis Ende 2009 aus. Militärisch flogen die Königlich Niederländische Luftwaffe, mehrere asiatische und südamerikanische Streitkräfte sowie die US Army den Typ. Die letzte C-31A Troopship der US Army ging im September 2019 außer Dienst.
Bestandsdaten sind Momentaufnahmen
Die zivile F27-Flotte ist über die Jahre stark geschrumpft: Im Juli 2010 waren nach Flottenstatistiken noch 65 Maschinen bei fast 30 Airlines im kommerziellen Dienst, 2013 nur noch 25 und 2018 rund zehn. Neuere verlässliche Zahlen sind kaum verfügbar. Geh davon aus, dass fliegende F27 heute absolute Ausnahmen sind, und prüf jede Tour aktuell.
Wo du die F27 heute noch antriffst
Die verlässlichste Adresse ist ein Museum. Das Aviodrome in Lelystad in den Niederlanden zeigt frühe F27 aus der Anfangszeit des Programms – für Fokker-Fans ein Pflichtbesuch. Weitere Exemplare stehen unter anderem in Großbritannien, Finnland, Australien und den USA in Sammlungen. Wenn du ohnehin nach Amsterdam reist, lässt sich der Museumsbesuch gut mit einem Tag am Flughafen Schiphol verbinden; Tipps dazu liefert der Schiphol-Spotting-Guide.
Fliegende F27 sind dagegen Glückssache. Nur noch vereinzelt sind Maschinen bei kleinen Betreibern oder Luftstreitkräften im Einsatz. Welche das im Oktober 2026 genau sind, lässt sich nicht verlässlich sagen – prüf es über den Typcode F27 in einer Tracking-App.
| Ort / Gelegenheit | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Aviodrome Lelystad | sicher, aber statisch | frühe F27 als Ausstellungsstücke |
| Weitere Luftfahrtmuseen weltweit | sicher, aber statisch | Exemplare u. a. in Großbritannien, Finnland, Australien, USA |
| Militärflugplätze in Asien | gering | wenige Streitkräfte setzen den Typ vereinzelt noch ein |
| Deutsche, österreichische und Schweizer Flughäfen | sehr gering | höchstens Überführungen oder Sonderflüge |
Keine Friendship mehr verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ F27 oder ein bestimmtes Kennzeichen ein – Planetrack meldet sich, wenn die Maschine an deinem Flughafen im Anflug ist. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
So planst du die Jagd auf eine F27
Bei einem so seltenen Typ entscheidet Vorbereitung. Einen festen Flugplan gibt es nicht, du arbeitest mit Tracking-Daten, Spotter-Foren und Geduld.
Bereit für deine F27-Session?
- Ich habe in einer Tracking-App nach dem Typcode F27 gefiltert.
- Ich kenne Öffnungszeiten und Ausstellungsstand des Museums, das ich besuchen will.
- Ich weiß, wo die Sonne zur erwarteten Ankunftszeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe die Verschlusszeit für Propellerbewegung im Kopf.
Wie du Flüge live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Allgemeine Strategien für Raritäten findest du im Artikel Seltene Flugzeuge spotten, und wie du einordnest, wie besonders deine Sichtung ist, zeigt Seltenheit einer Sichtung einschätzen.
Fototipps speziell für die F27
Die F27 ist ein klassisches Propellerflugzeug mit eleganten Linien. Ein paar Punkte heben dein Bild vom reinen Belegfoto ab.
Propeller sichtbar drehen lassen
Bei zu kurzer Verschlusszeit wirken die Propeller eingefroren. Etwas längere Zeiten zeigen eine schöne Propellerscheibe. Wie du das einstellst, steht im Guide Propeller fotografieren.
Flügel von unten zeigen
Im Überflug kommt der Schulterdecker mit den langen Dart-Gondeln am besten zur Geltung. Ein Standpunkt unter der Anfluglinie liefert genau diese Ansicht.
Fenster ins Licht setzen
Die großen ovalen Fenster sind das Detail, das eine F27 von der Fokker 50 unterscheidet. Seitliches, flaches Licht macht sie im Profil gut sichtbar.
Im Museum Details sammeln
Statische Exemplare sind die Chance für Nahaufnahmen von Fahrwerk, Gondeln und Cockpit. Achte auf Hausregeln zum Fotografieren.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Wer sich generell für alte Flugzeuge interessiert, findet im Beitrag Oldtimer am Himmel erkennen weitere Klassiker.
Warum die F27 Spotter fasziniert
Die F27 steht für den Moment, in dem der Regionalverkehr ins Turbinenzeitalter wechselte. Sie brachte Druckkabine, ruhigen Turboprop-Antrieb und Panoramasicht auf Strecken, auf denen vorher Kolbenmotor-Veteranen wie die DC-3 flogen. Für Fokker war sie die Grundlage für Jahrzehnte im Verkehrsflugzeugbau: Aus ihr ging die Fokker 50 hervor, und ihr Erfolg ebnete den Weg für die Jet-Familie von F28 bis Fokker 100.
Dass heute kaum noch eine F27 fliegt, macht jede Begegnung umso wertvoller. Wer eine erwischt, sollte Kennzeichen, Ort und Datum festhalten – Sichtungen dieses Typs werden nicht häufiger.
Fazit
Hoher Flügel, Dart-Turboprops mit vier Blättern, konventionelles Leitwerk und große ovale Fenster: So erkennst du die Fokker F27 Friendship. Die Propeller und Fenster trennen sie von der Fokker 50, der Flügel von der HS 748, das Leitwerk von ATR und Dash 8. Gebaut in knapp 800 Exemplaren, ist sie im Linienverkehr praktisch verschwunden – im Museum aber nach wie vor zu erleben.
Kurzfazit
Schulterdecker mit zwei pfeifenden Dart-Turboprops und Höhenleitwerk am Rumpf: Das ist die F27. Wer sie sehen will, plant einen Besuch im Aviodrome Lelystad oder filtert in Tracking-Apps nach F27 und hofft auf eine der letzten fliegenden Maschinen.
Zusammenfassung
- Die F27 flog erstmals am 24. November 1955 und ging im Dezember 1958 bei Aer Lingus in den Liniendienst.
- Fokker baute bis 1987 rund 590 Exemplare, Fairchild in den USA bis 1973 rund 200 weitere – inklusive der gestreckten FH-227.
- Hoher Flügel, Dart-Turboprops und konventionelles Leitwerk unterscheiden sie von ATR, Dash 8 und der tiefdeckerigen HS 748.
- Im deutschsprachigen Raum flogen sie unter anderem LTU, WDL, DLT und Lauda Air; heute ist das Aviodrome in Lelystad die sicherste Adresse.
Häufige Fragen
Was ist die Fokker F27 Friendship?
Ein zweimotoriges Turboprop-Verkehrsflugzeug des niederländischen Herstellers Fokker mit Druckkabine und hoch angesetztem Flügel. Sie war als moderner Ersatz für die Douglas DC-3 gedacht, flog erstmals 1955 und war ab 1958 im Liniendienst.
Welchen ICAO-Typcode hat die F27?
Die Fokker F27 läuft unter F27. Ihre Nachfolgerin Fokker 50 hat den eigenen Code F50. In Tracking-Diensten filterst du mit dem Code gezielt nach den wenigen noch fliegenden Maschinen.
Wie unterscheide ich F27 und Fokker 50?
Die Fokker 50 basiert auf der Zelle der F27-500, ist aber praktisch ein neues Flugzeug. Am schnellsten erkennst du sie an den sechsblättrigen Propellern und den Pratt-&-Whitney-Triebwerken. Außerdem hat sie deutlich mehr, aber kleinere Kabinenfenster. Die F27 zeigt wenige große ovale Fenster und vierblättrige Propeller an schlanken Dart-Gondeln.
Was ist der Unterschied zwischen F27-100, -200 und -500?
Die F27-100 war die erste Serienversion mit 44 Sitzen. Die -200 bekam stärkere Dart-Triebwerke. Die F27-500 hat einen um rund 1,5 Meter verlängerten Rumpf für bis zu 52 Passagiere und flog erstmals im November 1967. Dazu kommen Fracht-, Kombi- und Militärversionen wie die -300 Combiplane, die -400M Troopship und die Seeaufklärer-Varianten.
Was hat Fairchild mit der F27 zu tun?
Fokker vergab 1956 eine Lizenz an Fairchild, die das Flugzeug für den nordamerikanischen Markt baute. Die erste in den USA gefertigte F-27 flog am 12. April 1958. Später entwickelte Fairchild Hiller daraus eigenständig die gestreckte FH-227. Die US-Produktion endete 1973.
Wo sehe ich heute noch eine Fokker F27?
Am sichersten im Aviodrome in Lelystad in den Niederlanden, das frühe F27 ausstellt. Fliegende Exemplare sind extrem selten geworden: Schon 2018 waren nach Flottenstatistiken nur noch rund zehn Maschinen bei sieben Airlines im kommerziellen Einsatz. Dazu kommen einzelne Militärmaschinen. Ob eine davon gerade fliegt, prüfst du über den Typcode F27 in einer Tracking-App.
Warum hat die F27 einen hoch angesetzten Flügel?
Der Schulterdecker brachte mehrere Vorteile: Die Maschine ließ sich am Boden leichter beladen, und die Passagiere hatten freie Sicht nach unten, ohne dass der Flügel im Weg war. Für ein Kurzstreckenflugzeug, das auch von einfachen Plätzen aus operiert, war das ideal.
Fokker F27 Friendship sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Fokker 50
Hoher Flügel, sechsblättrige Propeller und eine lange Reihe kleiner Fenster: Die Fokker 50 war der letzte Turboprop aus den Niederlanden. Heute fliegt sie nur noch bei wenigen Betreibern – so findest und erkennst du sie.
RegionaljetFokker F28 Fellowship
Der erste Jet aus Amsterdam: Die Fokker F28 Fellowship flog 1967 zum ersten Mal, brachte Hecktriebwerke und aufklappbaren Heckkonus in die Fokker-Familie und ist heute fast nur noch im Museum zu sehen.
RegionaljetFokker 100
Zwei Tay-Triebwerke am Heck, ein hohes T-Leitwerk und ein Heckkonus, der sich bei der Landung aufklappt: Die Fokker 100 ist der größte Verkehrsjet, den Fokker je gebaut hat – und heute ein seltener Fang.
TurbopropHawker Siddeley HS 748
Tiefdecker, zwei pfeifende Rolls-Royce-Dart-Turboprops und ein Fahrwerk für Schotterpisten: Die HS 748 war Großbritanniens Antwort auf die Fokker F27 – als Airliner, Frachter und Militärtransporter. Heute ist sie ein seltener Fang.
HistorischVickers Viscount
Riesige ovale Fenster, vier pfeifende Rolls-Royce-Dart-Turbinen und ein Platz in den Geschichtsbüchern: Die Vickers Viscount brachte 1953 als erstes Turboprop-Flugzeug den Linienverkehr in Schwung. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo du die letzten Exemplare findest.
TurbopropATR 42-300/320
Hochdecker, T-Leitwerk und nur vier Blätter pro Propeller: Die ATR 42-300 und -320 sind die erste Generation des ATR-Turboprops. Heute triffst du sie vor allem als Frachter. So erkennst du sie.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Fokker
Fokker war über Jahrzehnte der große Name der niederländischen Luftfahrt: erst Jagdflugzeuge im Ersten Weltkrieg, dann die F.VII, später F27, F28, Fokker 50, 70 und 100. 1996 ging der Hersteller pleite. Hier erfährst du, wie es dazu kam, was vom Unternehmen geblieben ist und wo du Fokker-Typen heute noch vor die Linse bekommst.
HerstellerRolls-Royce
Britischer Triebwerkshersteller mit über hundert Jahren Luftfahrtgeschichte: Die Trent-Familie treibt A330, A350, A380 und Boeing 787 an, die Business-Jet-Triebwerke kommen aus Dahlewitz bei Berlin. Für Spotter ist Rolls-Royce die Frage hinter der Frage – welcher Antrieb hängt eigentlich unter dem Flügel?
MuseumAviodrome Lelystad
Das Aviodrome in Lelystad ist das große Luftfahrtmuseum der Niederlande. Draußen steht mit der PH-BUK „Louis Blériot“ der letzte Klassik-Jumbo von KLM, den das Museum 2004 für einen symbolischen Euro kaufte und den du heute von innen besichtigen kannst. Drinnen warten eine Lockheed Constellation, eine flugfähige DC-2 in den Farben der legendären Uiver und eine dichte Fokker-Sammlung – direkt neben dem Flughafen Lelystad.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
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