Das Wichtigste in Kürze
- Eastern Airways war eine britische Regionalairline aus Humberside, die von 1997 bis Oktober 2025 flog.
- Codes: IATA T3, ICAO EZE, Rufzeichen „EASTFLIGHT“.
- Die Jetstream 41 prägte die Flotte über zwei Jahrzehnte, dazu kamen Saab 2000, Embraer-Jets und ATR 72-600.
- Viel Arbeit im Hintergrund: Shuttles für die Öl- und Gasindustrie, Franchise für Flybe und zuletzt E190-Flüge für KLM.
- Ende 2025: Nach dem Auslaufen des KLM-Auftrags stellte Eastern am 27. Oktober 2025 den Betrieb ein.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | T3 |
|---|---|
| ICAO-Code | EZE |
| Rufzeichen | EASTFLIGHT |
| Drehkreuze | HUY, ABZ, NQY |
| Status | Historisch – Flugbetrieb am 27. Oktober 2025 eingestellt, Insolvenzverwaltung (Administration) seit 6. November 2025 |
| Geschäftsmodell | Regionalairline mit Linienflügen, staatlich geförderten Strecken (Public Service Obligation), Charter- und Shuttle-Flügen für die Energiebranche sowie Wet-Lease für andere Airlines |
| Gegründet | 1997 von Bryan Huxford und Richard Lake; erster Linienflug am 1. Dezember 1997 von Humberside nach Aberdeen |
| Sitz | Schiphol House am Flughafen Humberside bei Kirmington, North Lincolnshire |
| Betriebsgenehmigung | Über die 1999 übernommene Air Kilroe Limited aus Manchester |
| Eigentümer | Gründer Richard Lake; 2014 bis 2019 mehrheitlich bzw. vollständig bei der Bristow Group, danach wieder bei Lake |
| Wichtige Standorte | Humberside (HUY), Aberdeen (ABZ) und Newquay (NQY), zeitweise auch Southampton, Cardiff und Bristol |
| Flotte bei Einstellung | rund 16 Flugzeuge: BAe Jetstream 41, ATR 72-600, Embraer 170 und Embraer 190 |
| Frühere Typen | Swearingen Metro, BAe Jetstream 32, Saab 2000, Embraer ERJ-135 und ERJ-145, kurzzeitig eine Dornier 328 |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Eastern Airways?
- Lange Zeit der Jetstream-41-Betreiber Großbritanniens: kleiner Turboprop mit Tiefdecker-Flügel unter dem Rumpf und 29 Sitzen
- Zeitweise bis zu acht Saab 2000 mit sechsblättrigen Propellern und auffallend langem, schlankem Rumpf
- Zuletzt Embraer 190 im Wet-Lease für KLM – Flugnummern von KLM, betrieben von Eastern mit britischen G-Kennzeichen
- ATR 72-600 vor allem für Shuttle-Flüge der Energiebranche ab Aberdeen
- Flugnummern mit T3, auf dem Tracker EZE, im Funk „EASTFLIGHT“
- Britische Kennzeichen mit dem Präfix G-
Wenn in deinem Fotoarchiv eine kleine Jetstream 41 mit britischem Kennzeichen auftaucht, stehen die Chancen gut, dass es eine Maschine von Eastern Airways ist. Die Regionalairline aus dem Norden Englands war nie groß und nie besonders laut, aber sie war fast drei Jahrzehnte lang überall dort unterwegs, wo der britische Regionalverkehr kleine Flugzeuge brauchte: zwischen Humberside und Aberdeen, auf Ölindustrie-Shuttles, auf geförderten Inselstrecken und zuletzt sogar für KLM. Im Oktober 2025 war Schluss. Diese Seite zeigt dir, woran du Eastern-Flugzeuge erkennst, welche Typen in der Flotte steckten und wie du alte Sichtungen sauber zuordnest.
Jetstream, Saab, E190 – alles im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen fest – auch die Regionalflieger von Airlines, die es heute nicht mehr gibt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Eastern Airways im Überblick
Eastern Airways war eine britische Regionalairline mit Sitz am Flughafen Humberside bei Kirmington in North Lincolnshire. Gegründet wurde sie im November 1997 von Bryan Huxford und Richard Lake. Der Anlass war ganz praktisch: KLM UK hatte sich von der Strecke Humberside–Aberdeen zurückgezogen, und Eastern sprang ein. Am 1. Dezember 1997 startete der erste Linienflug, geflogen mit einer geleasten Swearingen Metro – einem schmalen Turboprop, der damals typisch für kleine Zubringerstrecken war.
Im Februar 1999 übernahm Eastern den Linienbetrieb von Air Kilroe aus Manchester. Damit kamen eine eigene Betriebsgenehmigung und zwei Jetstream 32 in die Firma. Über die Air Kilroe Limited lief das Luftverkehrsbetreiberzeugnis bis zum Ende – ein Detail, das dir in Registerauszügen und alten Flugplänen begegnen kann.
Den großen Wachstumsschub brachte das Jahr 2003: Am 30. März übernahm Eastern zwölf Flugzeuge samt Strecken von British Airways CitiExpress, der damaligen Regionaltochter von British Airways. Für BA flog Eastern danach unter anderem Verbindungen zwischen der Isle of Man und London City.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code T3: stand in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und Tickets.
- ICAO-Code EZE: erschien im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen EASTFLIGHT: so meldeten sich die Besatzungen im Funk.
Bei Eastern lohnt sich der genaue Blick, denn ein großer Teil der Flüge lief nicht unter eigener Nummer. Im Franchise für Flybe trugen die Flüge BE-Nummern, im Wet-Lease für KLM die Nummern der Niederländer. Wer tatsächlich flog, verrät in solchen Fällen das Kennzeichen oder der ICAO-Betreibercode in historischen Tracker-Daten. Wie Flugnummer und Rufzeichen zusammenhängen, erklärt der Artikel Callsign und Flugnummer, die Systematik der Codes findest du unter IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Alte Sichtungen nachträglich prüfen
Du hast eine E190 auf einem KLM-Flug in Humberside oder Teesside fotografiert? Gleich das Kennzeichen ab: Britische G-Kennzeichen sprechen für Eastern, niederländische PH-Kennzeichen für KLM Cityhopper selbst. Wie das mit Flugradar-Historien klappt, zeigt der Guide Sichtungen mit ADS-B-Logs abgleichen.
Die Flotte: ein Spiegel des britischen Regionalverkehrs
Kaum eine britische Airline hat in so kurzer Zeit so viele verschiedene Regionaltypen eingesetzt. Zum Zeitpunkt der Einstellung im Herbst 2025 sah die Flotte laut Flottenübersichten ungefähr so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| BAe Jetstream 41 | 7 | 29 | Linie, Energie-Shuttles, geförderte Strecken | Flügel unter dem Rumpf, zwei Propeller |
| ATR 72-600 | 4 | 70–72 | Shuttle-Flüge ab Aberdeen, Newquay–Gatwick | Hochdecker mit T-Leitwerk |
| Embraer 170 | 1 | 76 | u. a. Flüge für KLM | Kleinster E-Jet, Triebwerke unter den Flügeln |
| Embraer 190 | 4 | 100 | Wet-Lease für KLM | Längerer Rumpf als die E170 |
Jetstream 41: das Markenzeichen
Die BAe Jetstream 41 kam 2002 in die Flotte und stellte danach bis zum Schluss den Großteil der Flugzeuge. Der Turboprop des britischen Herstellers British Aerospace, heute Teil von BAE Systems, bietet rund 29 Sitze und ist eine gestreckte Weiterentwicklung der Jetstream 31/32. Der wichtigste Unterschied: Bei der 41 läuft der Flügel unterhalb der Kabine durch, sodass Passagiere nicht mehr über den Holm steigen müssen. Eastern betrieb sogar einen eigenen Jetstream-41-Simulator, den die Airline 2006 kaufte.
Für Spotter ist die Jetstream 41 heute ein echter Seltenheitsfang. Neue Exemplare werden seit Jahrzehnten nicht mehr gebaut, und mit Eastern ist einer der letzten größeren Betreiber in Europa verschwunden. Wenn dir eine noch vor die Linse kommt, lohnt sich das Foto doppelt.
Saab 2000 und Embraer-Regionaljets
Ab 2003 setzte Eastern zunächst geleaste Embraer-Regionaljets ein, die später durch die Saab 2000 ersetzt wurden. Bis 2013 wuchs die Saab-Flotte auf bis zu acht Maschinen, einige davon kamen gebraucht von der Schweizer Crossair und anderen europäischen Airlines. Die Saab 2000 ist leicht zu erkennen: ein langer, schmaler Rumpf, hoch angesetzte Triebwerke und sechsblättrige Propeller. Für British Airways flog Eastern mit der Saab 2000 unter anderem zwischen der Isle of Man und London City, und eine Maschine trug eine Werbebemalung für die Region „Aberdeen City and Shire“.
Im Juli 2010 bekam Eastern mit einer Embraer ERJ 135 mit 37 Sitzen wieder einen eigenen Jet, ein zweites Exemplar wurde geleast. Eingesetzt wurden sie vor allem für Charterflüge nach Mittel- und Osteuropa. Auch die etwas längere ERJ 145 war zeitweise für Eastern unterwegs, anfangs geleast. Beide Typen verschwanden vor dem Ende der Airline wieder; zum Zeitpunkt der Einstellung stand kein Exemplar mehr in der Flottenliste.
ATR 72-600 und E-Jets
Im September 2017 kam die erste von zunächst zwei ATR 72-600. Sie flog zwischen Aberdeen und Scatsta auf den Shetlandinseln im Auftrag des Hubschrauber-Betreibers Bristow – Arbeitsverkehr für die Öl- und Gasindustrie, der für Passagiere unsichtbar, für Spotter in Aberdeen aber gut sichtbar war. Zuletzt gehörten vier ATR 72-600 zur Flotte.
Die Embraer E170 und vor allem die Embraer E190 waren die größten Flugzeuge, die Eastern je betrieb. Wie du die verschiedenen E-Jets sicher auseinanderhältst, erklärt der Artikel Embraer E-Jets unterscheiden.
Die Jetstream 41 fehlt dir noch?
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Die Geschichte in Etappen
Eastern Airways hat in knapp drei Jahrzehnten viele Rollen gespielt. Die wichtigsten Stationen im Zeitraffer:
1997–2003: Aufbau
Start mit einer Metro auf Humberside–Aberdeen, Übernahme von Air Kilroe, erste Jetstream 41 und die zwölf Flugzeuge von BA CitiExpress.
2003–2014: Wachstum
Saab 2000 und Embraer-Jets, Charter nach Osteuropa, 2010 der Kauf von Air Southwest, die ein Jahr später wieder eingestellt wurde.
2014–2020: Bristow und Flybe
Die Bristow Group übernimmt Eastern, ab 2017 Flüge im Flybe-Franchise. 2019 kauft Richard Lake die Airline zurück.
2020–2025: Eigene Marke und KLM
Nach der Flybe-Pleite wieder eigene Marke, geförderte Strecken, Energie-Shuttles und ab 2024 E190-Flüge für KLM – bis zum Aus im Oktober 2025.
Bristow und das Flybe-Franchise
Im Februar 2014 übernahm der Hubschrauber-Konzern Bristow Group 60 Prozent an Eastern, 2018 folgte der Rest. Die Marke blieb erhalten. Für Bristow war Eastern vor allem als Zubringer für die Offshore-Industrie interessant: Arbeiter wurden mit Flächenflugzeugen nach Aberdeen und auf die Shetlands gebracht, von dort ging es per Hubschrauber weiter. Noch 2024 erhielt Eastern eine siebenjährige Verlängerung, um für Bristow Shuttle-Flüge zwischen Aberdeen und Sumburgh im Auftrag von BP mit der Jetstream 41 zu fliegen.
Ab dem 29. Oktober 2017 flog Eastern ihre Linienflüge im Franchise für Flybe, mit BE-Flugnummern. Die damals gestarteten Strecken in die schottischen Highlands hielten aber nicht lange; die letzte davon wurde bis Ende 2018 wieder gestrichen. Im Mai 2019 verkaufte Bristow die Eastern-Gruppe an Richard Lake zurück.
Nach Flybe: Southampton, Newquay und Wick
Als Flybe am 5. März 2020 zusammenbrach, flog Eastern wieder unter eigener Marke und eröffnete eine Basis in Southampton. Von dort ging es unter anderem nach Belfast City, Dublin, Aberdeen, Leeds Bradford, Teesside, Manchester und Newcastle. Zeitweise kamen Flüge nach Gibraltar dazu, die nach einem Jahr wieder eingestellt wurden.
Wichtig waren in dieser Zeit die staatlich geförderten Strecken, sogenannte Public Service Obligations. Von 2015 an flog Eastern die walisische Inlandsverbindung Cardiff–Anglesey, bis die walisische Regierung den Vertrag beendete. Im Dezember 2021 bekam Eastern den Auftrag für Newquay–London-Gatwick, im April 2022 für Aberdeen–Wick ganz im Norden Schottlands. Ab 2015 flog Eastern außerdem einige geförderte Inlandsstrecken in Frankreich.
Der KLM-Auftrag und das Ende
Im März 2024 begann das Kapitel, das vielen Spottern zuletzt in Erinnerung blieb: Eastern flog Embraer 190 im Wet-Lease für KLM. Die Flüge verbanden Amsterdam mit britischen Regionalflughäfen wie Humberside, Teesside, Manchester, Glasgow, Newcastle und Norwich; später kamen eine Basis in Bristol sowie Flüge ab Cardiff dazu. Bis März 2025 waren vier E190 im Einsatz, zeitweise flog auch die E170 für KLM. Die Flugzeuge trugen britische Kennzeichen, flogen aber unter KLM-Flugnummern – ein Fall für genaues Hinschauen.
KLM beendete den Auftrag am 5. Oktober 2025. Wenige Wochen später, am 27. Oktober 2025, zeigte Eastern die Absicht zur Bestellung von Insolvenzverwaltern an und stellte alle Flüge ein. Ende Oktober wurde der Großteil der Belegschaft entlassen, am 6. November 2025 folgte die formelle Administration. Die geförderte Strecke Newquay–Gatwick übernahm ab dem 23. November 2025 übergangsweise Skybus im Auftrag des Cornwall Council, die Verbindung Aberdeen–Wick fiel zunächst weg. Mehr zum Muster solcher Zusammenbrüche liest du im Überblick Große Airline-Pleiten in Europa.
Stand der Dinge
Eastern Airways fliegt seit Ende Oktober 2025 nicht mehr. Was mit einzelnen Flugzeugen passiert, ist von Maschine zu Maschine unterschiedlich – manche wechseln zu neuen Betreibern, andere werden abgestellt. Den aktuellen Verbleib eines Kennzeichens prüfst du am besten im britischen Luftfahrzeugregister G-INFO.
Woran du Eastern Airways erkennst
Da die Airline nicht mehr fliegt, geht es beim Erkennen heute vor allem um dein Archiv – und um Flugzeuge, die nach dem Aus noch eine Weile in Eastern-Farben herumstehen oder überführt werden. Die wichtigsten Hinweise:
- Der Typ: Eine Jetstream 41 mit britischem Kennzeichen war über viele Jahre fast immer eine Eastern-Maschine.
- Das Kennzeichen: Alle eigenen Flugzeuge trugen das britische Präfix G-. Wie du solche Kennzeichen liest, erklärt der Artikel Britische G-Kennzeichen.
- Der Code auf dem Tracker: In historischen Daten steht EZE für Flüge unter eigener Nummer.
- Fremde Flugnummern: Saab-Flüge für British Airways, Linienflüge mit Flybe-Nummern und E190 auf KLM-Flügen – bei Eastern verriet die Flugnummer nicht immer den Betreiber.
Jetstream 41
- Tiefdecker, Flügel unter dem Rumpf
- Rund 29 Sitze, sehr kompakt
- Auf Trackern als JS41 geführt
Saab 2000
- Ebenfalls Tiefdecker, aber deutlich länger
- Sechsblättrige Propeller
- Auf Trackern als SB20 geführt
Beim Fotografieren der Turboprops gilt dasselbe wie bei allen Propellerflugzeugen: Mit zu kurzer Belichtungszeit frieren die Propeller ein und das Flugzeug wirkt wie ein Modell. Wie du sichtbare Bewegung hinbekommst, zeigt Propeller fotografieren. Den Unterschied zwischen ATR, Dash 8 und anderen Turboprops erklärt Turboprops unterscheiden.
Achtung Verwechslung
Eastern Airways hat nichts mit der historischen US-Airline Eastern Air Lines zu tun, die 1991 den Betrieb einstellte. Ähnlicher Name, völlig andere Firma, anderes Land und ganz andere Flugzeuge.
Einordnung: Eastern im britischen Regionalverkehr
Eastern Airways steht exemplarisch für ein Geschäftsmodell, das in Großbritannien typisch ist: kleine Flugzeuge, dünne Strecken und viel Arbeit im Auftrag anderer. Wer die Airline verstehen will, schaut am besten auf ihre Nachbarn. Loganair ist der schottische Gegenpart, der ebenfalls stark von Inland- und Inselstrecken lebt und nach dem Flybe-Aus wuchs. bmi regional teilte mit Eastern Aberdeen als wichtigen Standort und endete schon 2019. Und Flybe selbst war über Jahre Partner und Konkurrent zugleich.
Einen größeren Überblick über die Branche gibt der Artikel Regionalairlines in Europa. Wer an kleinen Plätzen wie Humberside, Teesside oder Wick spottet, findet praktische Tipps unter Spotting an kleinen Regionalflughäfen.
Gute Chancen auf Eastern-Spuren, wenn …
- du dein Archiv von Aberdeen, Humberside, Newquay oder Southampton durchsiehst
- du E190-Fotos aus britischen Regionalflughäfen zwischen 2024 und 2025 hast
- du Jetstream 41 bei neuen Betreibern suchst und Kennzeichen-Historien prüfst
Prüf es genau, wenn …
- ein Flug eine BE- oder KL-Nummer trug
- eine Saab auf einem British-Airways-Flug unterwegs war
- du nach älteren Flugplänen oder Reiseberichten planst
Kein Eastern-Tag, wenn …
- du nach Oktober 2025 einen Eastern-Linienflug erwartest – die Airline fliegt nicht mehr
Häufige Verwechslungen
- Eastern Airways mit Eastern Air Lines verwechseln – britische Regionalairline aus Humberside gegen historische US-Großairline.
- E190 auf KLM-Flügen automatisch KLM Cityhopper zuschreiben – zwischen 2024 und 2025 kann auch Eastern dahinterstecken.
- Jetstream 41 und Jetstream 31/32 vertauschen – die 41 ist länger, und der Flügel sitzt unter dem Rumpf.
- Saab 2000 und Saab 340 verwechseln – die Saab 340 ist kürzer und hat vierblättrige Propeller.
- Codeshare- und Franchise-Nummern mit dem Betreiber gleichsetzen – das Kennzeichen entscheidet.
- Eastern noch im Flugplan erwarten – der Betrieb endete am 27. Oktober 2025.
Wie du einzelne Maschinen über ihr Kennzeichen sauber zuordnest, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Wie selten eine Jetstream-Sichtung inzwischen ist, kannst du mit Wie selten ist meine Sichtung? einschätzen.
Dein Archiv, deine Geschichte
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Fazit
Eastern Airways war keine Airline für große Schlagzeilen, sondern eine für die Lücken im Netz. Von der ersten Metro auf Humberside–Aberdeen über die Jetstream-41-Flotte, Saab 2000 und Embraer-Jets bis zu den E190 für KLM hat sie fast drei Jahrzehnte britischen Regionalverkehr geprägt. Seit Oktober 2025 ist diese Geschichte abgeschlossen. Für Spotter bleiben die Fotos – und mit den Codes T3 und EZE sowie den G-Kennzeichen ordnest du sie zuverlässig zu.
Kurzfazit
Eastern Airways (IATA T3, ICAO EZE) war eine britische Regionalairline aus Humberside, die von 1997 bis Oktober 2025 flog. Markenzeichen war die Jetstream 41, dazu kamen Saab 2000, Embraer-Jets und ATR 72-600 – zuletzt flog sie E190 im Auftrag von KLM.
Zusammenfassung
- Eastern Airways war über fast drei Jahrzehnte ein fester Bestandteil des britischen Regionalverkehrs – oft auf Strecken, die kaum eine andere Airline bediente.
- Für Spotter war vor allem die Typenvielfalt spannend: Jetstream 41, Saab 2000, ERJ-135/145, ATR 72-600 und Embraer E-Jets.
- Mit den Codes T3 und EZE ordnest du alte Fotos und Logbuch-Einträge sauber zu; das Kennzeichen zeigt dir die einzelne Maschine.
- Seit Ende Oktober 2025 fliegt Eastern nicht mehr. Die Flugzeuge tauchen – falls überhaupt – bei neuen Betreibern und in neuer Bemalung wieder auf.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Eastern Airways?
Der IATA-Code war T3, der ICAO-Code EZE. Im Funk meldete sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „EASTFLIGHT“. Bei Flügen im Auftrag von KLM oder Flybe trugen die Flüge allerdings die Flugnummern der Auftraggeber.
Gibt es Eastern Airways noch?
Nein. Eastern Airways hat am 27. Oktober 2025 alle Flüge eingestellt und eine Absicht zur Bestellung von Insolvenzverwaltern angezeigt. Ende Oktober wurde der Großteil der Belegschaft entlassen, am 6. November 2025 ging die Airline formell in die Administration, also das britische Insolvenzverfahren.
Welche Flugzeuge flog Eastern Airways zuletzt?
Zum Zeitpunkt der Einstellung bestand die Flotte laut Flottenübersichten aus rund 16 Flugzeugen: sieben BAe Jetstream 41 mit 29 Sitzen, vier ATR 72-600, einer Embraer 170 und vier Embraer 190. Saab 2000 und die kleinen Embraer ERJ-135/145 waren da schon nicht mehr im Einsatz.
Was hatte Eastern Airways mit KLM zu tun?
Ab März 2024 flog Eastern Embraer 190 im Wet-Lease für KLM, also mit eigener Crew und Technik, aber unter KLM-Flugnummer. Die Flüge verbanden Amsterdam mit britischen Regionalflughäfen wie Humberside, Teesside, Bristol, Norwich oder Glasgow. KLM beendete den Auftrag am 5. Oktober 2025.
War Eastern Airways Teil von Flybe?
Nicht als Tochter, aber ab dem 29. Oktober 2017 flog Eastern im Franchise für Flybe; die Linienflüge trugen damals BE-Flugnummern. Nach der Pleite von Flybe im März 2020 flog Eastern wieder unter eigener Marke und übernahm einige frei gewordene Strecken, unter anderem ab Southampton.
Wer fliegt heute die früheren Eastern-Strecken?
Das hängt von der Strecke ab. Die geförderte Verbindung Newquay–London-Gatwick übernahm im November 2025 übergangsweise Skybus im Auftrag des Cornwall Council. Andere Strecken wie Aberdeen–Wick fielen zunächst ersatzlos weg. Prüf für deinen Flughafen am besten den aktuellen Flugplan.
Was ist das Besondere an der Jetstream 41?
Die Jetstream 41 ist ein britischer Regional-Turboprop von British Aerospace mit rund 29 Sitzen. Anders als bei der kleineren Jetstream 31/32 läuft der Flügel unter dem Rumpf durch, damit die Kabine ohne Holm-Stufe auskommt. Eastern war einer der wichtigsten Betreiber und setzte den Typ von 2002 bis zur Einstellung ein.
Eastern Airways im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
BAe Jetstream 41
Ein schlanker Tiefdecker mit Fünfblatt-Propellern, kreuzförmigem Leitwerk und einem Flügel, der unter dem Rumpf durchläuft: Die Jetstream 41 ist die gestreckte 29-Sitzer-Version der Jetstream 31. So erkennst du sie und weißt, wo sie heute noch fliegt.
FlugzeugtypSaab 2000
Tief angesetzte Flügel, sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der für einen Turboprop ungewöhnlich lang wirkt: Der Saab 2000 war Schwedens schneller Regionalflieger. So erkennst du ihn und findest die letzten Exemplare.
FlugzeugtypEmbraer ERJ 145
Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.
FlugzeugtypEmbraer ERJ 135
Der kürzeste Jet der ERJ-Familie: Die ERJ 135 ist eine um rund 3,5 Meter gekürzte ERJ 145 mit 37 Sitzen, Hecktriebwerken und T-Leitwerk – und die Basis für den Businessjet Legacy 600.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
Weitere Airlines
Loganair
Schottlands Regionalairline verbindet Inseln, Highlands und britische Städte – mit ATR-Turboprops, Embraer-Jets, Twin Ottern auf dem Strand von Barra und Islandern auf dem kürzesten Linienflug der Welt.
RegionalFlybe
Historische britische Regionalairline aus Exeter: Aus Jersey European wurde Flybe, zeitweise Europas größte Regionalairline und weltweit größter Betreiber der Dash 8 Q400. Nach der Pleite im März 2020 folgte 2022 ein Neustart aus Birmingham, der im Januar 2023 endete.
Regionalbmi regional
Historische britische Regionalairline (1987–2019): von Business Air in Aberdeen über die bmi-Familie zur eigenständigen flybmi mit Embraer-Jets, die bis zur Insolvenz im Februar 2019 auch viele deutsche Flughäfen anflog.
RegionalKLM Cityhopper
Die Regionaltochter von KLM fliegt ab Amsterdam-Schiphol mit einer reinen Embraer-Flotte durch Europa – in voller KLM-Bemalung und unter KL-Flugnummern. Wer sie erkennen will, schaut auf Typ und Kennzeichen.
RegionalAurigny
Die Airline der Kanalinsel Guernsey gehört der Inselregierung, fliegt heute fast nur noch ATR 72-600 und war Erstbetreiberin der dreimotorigen Britten-Norman Trislander.
RegionalAir UK
Historische britische Regionalairline (1980–1998), entstanden aus Air Anglia, British Island Airways und zwei kleineren Gesellschaften. Air UK flog Fokker-Turboprops und BAe 146 ab Norwich und Stansted, geriet schrittweise unter KLM-Kontrolle und hieß ab 1998 KLM uk.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Air France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
HerstellerBAE Systems
BAE Systems ist der größte Luftfahrt- und Rüstungskonzern Großbritanniens. Für Spotter steckt dahinter ein ganzes Stück Luftfahrtgeschichte: der vierstrahlige Jumbolino BAe 146/Avro RJ, der Trainer Hawk der Red Arrows und die britische Seite von Tornado, Eurofighter und F-35.
HerstellerEmbraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
FlughafenFlughafen London-Gatwick
Eine einzige Hauptbahn, über 40 Millionen Passagiere im Jahr und orange Airbusse im Minutentakt: Gatwick ist Londons zweitgrößter Flughafen und ein Lehrstück dafür, wie viel Verkehr eine Bahn tragen kann. Für Spotter heißt das: kaum Leerlauf, viel easyJet, dazu Langstrecke von TUI, Norse, British Airways und den Golf-Carriern.
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