Das Wichtigste in Kürze
- Der Saab 340 ist ein 30- bis 36-sitziger Regional-Turboprop aus Schweden, ursprünglich gemeinsam mit Fairchild entwickelt und von 1983 bis 1999 gebaut.
- Schnellster Erkennungsweg: Tiefdecker plus normales (nicht T-förmiges) Leitwerk plus Vierblatt-Propeller.
- Vom größeren Saab 2000 trennst du ihn über Länge und Propeller: Der 2000 ist deutlich gestreckter und hat Sechsblatt-Propeller.
- In Skandinavien und Großbritannien ist der Typ im Passagierverkehr weitgehend Geschichte – Loganair hat ihre Saab 340 Anfang 2024 ausgemustert.
- Im Flugplan und in Tracking-Apps erscheint der Typ als SF34.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der Saab 340?
- 2.Die Versionen: 340A, 340B und 340B Plus
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.Saab 340 oder Saab 2000?
- 5.Saab 340, ATR, Dash 8 oder Dornier 328?
- 6.Betreiber in Skandinavien und Großbritannien
- 7.Wo der Saab 340 heute fliegt
- 8.Ein kurzer Blick auf die Geschichte
- 9.Fototipps für Turboprops wie den Saab 340
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Saab (anfangs gemeinsam mit Fairchild) |
|---|---|
| Familie | Saab 340A, 340B, 340B Plus; Nachfolger Saab 2000 |
| ICAO-Typcode | SF34 |
| Programmstart | Januar 1980 als Saab-Fairchild SF340 |
| Erstflug | 25. Januar 1983 |
| Erstauslieferung | 6. Juni 1984 an Crossair |
| Produktionsende | 1999 (letzte Auslieferung im Juni 1999) |
| Gebaute Exemplare | rund 459 |
| Endmontage | Linköping, Schweden |
| Triebwerke | 2 × General Electric CT7 (340A: CT7-5A2, 340B: CT7-9B) |
| Propeller | Vierblatt, rund 3,35 m Durchmesser |
| Länge | 19,73 m |
| Spannweite | 21,44 m (340B) |
| Höhe | 6,97 m |
| Sitzplätze | 30 bis 36, meist 34 |
| Reisegeschwindigkeit | rund 520 km/h |
| Reichweite | rund 1.350 km mit 34 Passagieren (340B) |
| Cockpit | 2 Piloten |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Tiefdecker: Die Flügel sitzen unten am Rumpf – anders als bei ATR und Dash 8, die Schulterdecker sind
- Konventionelles Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt am Rumpfende, nicht oben auf der Seitenflosse wie beim T-Leitwerk
- Zwei Vierblatt-Propeller an schlanken Triebwerksgondeln, die nach vorn über die Flügelvorderkante hinausragen
- Kurzer, rundlicher Rumpf von knapp 20 m Länge
- Hauptfahrwerk, das in die Triebwerksgondeln einfährt
- Große, nach hinten gepfeilte Seitenflosse, die in einer langen Rückenflosse ausläuft
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner Zweimot mit brummenden Vierblatt-Propellern, die Flügel unten am Rumpf, das Leitwerk ganz klassisch hinten: Wenn dir so etwas vor die Linse kommt, lohnt sich ein zweiter Blick. Gut möglich, dass es ein Saab 340 ist – ein Flugzeug, das über Jahrzehnte den Regionalverkehr in Skandinavien und Großbritannien geprägt hat und in Mitteleuropa inzwischen zu den echten Seltenheiten gehört. Hier erfährst du, wie du ihn sicher erkennst, wie du ihn vom Saab 2000 und anderen Turboprops trennst und wo du ihn heute noch antriffst.
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Was ist der Saab 340?
Der Saab 340 ist ein zweimotoriger Regional-Turboprop für 30 bis 36 Passagiere, am häufigsten mit 34 Sitzen. Er entstand als Gemeinschaftsprojekt: Im Januar 1980 kündigten der schwedische Konzern Saab und der US-Hersteller Fairchild ein gemeinsames Zubringerflugzeug an, das zunächst SF340 hieß. Saab übernahm Rumpf, Seitenflosse und Endmontage im schwedischen Linköping, Fairchild lieferte Flügel, Höhenleitwerk und Triebwerksgondeln. Die Arbeitsteilung lag bei etwa 65 zu 35.
Der Erstflug fand am 25. Januar 1983 statt. Schon im Juni 1984 übernahm die Schweizer Crossair die erste Serienmaschine – die Regionalairline aus Basel war damit Erstkunde und trug den Typ früh in den mitteleuropäischen Luftraum. Fairchild stieg 1985 aus dem Programm aus, nachdem rund 40 Maschinen gemeinsam entstanden waren. Ab dann war der Typ ein reines Saab-Produkt und hieß schlicht Saab 340.
Bis zum Produktionsende 1999 wurden rund 459 Exemplare gebaut, die letzte Auslieferung erfolgte im Juni 1999. Damit gehört der 340 zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops seiner Generation. Sein größerer Bruder, der Saab 2000, knüpfte an das Konzept an, blieb aber deutlich seltener. Nach dem 340 und dem 2000 zog sich Saab aus dem zivilen Flugzeugbau zurück und konzentrierte sich auf Militärtechnik wie den JAS 39 Gripen.
Die Versionen: 340A, 340B und 340B Plus
Für Spotter sind die Varianten von außen schwer zu unterscheiden. Trotzdem lohnt es sich, die Unterschiede zu kennen, denn in Datenbanken und Registern taucht die genaue Version auf.
| Version | Gebaut | Triebwerk | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| 340A | 159 | GE CT7-5A2 | Erste Serienversion ab 1984 |
| 340B | 200 | GE CT7-9B | Stärkere Triebwerke, breiteres Höhenleitwerk, mehr Leistung bei Hitze und Höhe |
| 340B Plus | 100 | GE CT7-9B | Ab 1994, aktive Lärm- und Vibrationsdämpfung, verlängerte Flügelspitzen serienmäßig |
Die aktive Lärmdämpfung der 340B Plus arbeitet mit Mikrofonen und Gegenschall in der Kabine und senkt den Geräuschpegel im Reiseflug spürbar. Einen Teil der späten 340B gab es bereits mit diesem System. Bei vielen späten Maschinen wanderte zudem die Toilette von hinten nach vorn hinter das Cockpit, um mehr Gepäckraum zu schaffen.
Dazu kommen Frachtumbauten (340AF und 340BF), die seit Anfang der 2000er Jahre aus ehemaligen Passagiermaschinen entstanden. Mit ihnen fliegen kleinere Frachtairlines Expressgut über kurze Strecken – ein Grund, warum der Typ auch nach dem Rückzug aus dem Linienverkehr weiter auftaucht.
Version per Kennzeichen klären
Ob 340A, 340B oder Frachter: Von außen hilft dir oft nur das Kennzeichen weiter. Damit findest du in Registern und Datenbanken Version, Baujahr und Vorbesitzer. Wie das geht, zeigt der Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Turboprops sehen auf den ersten Blick oft ähnlich aus. Beim Saab 340 kommst du mit drei Beobachtungen aber schnell ans Ziel.
Wo sitzt der Flügel?
Der Saab 340 ist ein Tiefdecker: Die Flügel sind unten am Rumpf angesetzt. Die in Europa häufigen ATR und Dash 8 haben ihre Flügel dagegen oben auf dem Rumpf.
Wie sieht das Leitwerk aus?
Das Höhenleitwerk sitzt am Rumpfende, unterhalb der Seitenflosse. Viele Konkurrenten wie Dornier 328 oder Embraer Brasilia tragen es dagegen oben als T-Leitwerk.
Blätter zählen
Vier Blätter pro Propeller sprechen für den 340. Siehst du sechs Blätter an einem deutlich längeren Rumpf, ist es eher ein Saab 2000.
Zusätzlich wirkt der Rumpf kurz und rund, die Triebwerksgondeln ragen weit vor die Flügelvorderkante, und das Hauptfahrwerk verschwindet beim Einfahren in den Gondeln. Mit etwas Übung reicht dir schon die Silhouette im Anflug.
Saab 340 oder Saab 2000?
Der Saab 2000 ist der größere Nachfolger des 340 und folgt einer ähnlichen Grundauslegung als Tiefdecker. Verwechseln kannst du die beiden vor allem auf Fotos ohne Größenvergleich.
| Merkmal | Saab 340 | Saab 2000 |
|---|---|---|
| Länge | 19,73 m | gut 27 m |
| Sitzplätze | 30–36 | rund 50 |
| Propeller | Vierblatt | Sechsblatt |
| Triebwerk | GE CT7 | Rolls-Royce AE 2100 |
| Wirkung im Profil | gedrungen, rundlich | lang und schlank |
Im Bild zeigt sich der Unterschied am deutlichsten im Verhältnis von Rumpf zu Flügel: Beim 2000 sitzen vor dem Flügel sichtbar mehr Fenster, die Nase wirkt länger. Die Propeller mit sechs Blättern sind bei guten Lichtverhältnissen gut zu zählen – solange du nicht zu kurz belichtest.
Saab 340, ATR, Dash 8 oder Dornier 328?
Bei den Regional-Turboprops gibt es eine ganze Reihe von Verwechslungskandidaten. Der Finder hilft dir, in drei Schritten einzugrenzen. Eine ausführliche Übersicht zu den Konkurrenten bietet der Beitrag Turboprops unterscheiden.
Schnellbestimmung: kleiner Regional-Turboprop
Saab 340
Tiefdecker, klassisches Leitwerk und Vierblatt-Propeller sind das typische Saab-340-Bild. Wirkt der Rumpf sehr lang und siehst du sechs Blätter, prüf den Saab 2000.
ATR, Dash 8 oder Dornier 328
Flügel oben und T-Leitwerk deuten auf einen Schulterdecker wie ATR 42/72, Dash 8 oder Dornier 328. Der Saab 340 ist es nicht.
Embraer EMB 120 Brasilia
Tiefdecker mit T-Leitwerk und Vierblatt-Propellern passt zur Brasilia, dem direkten Konkurrenten des Saab 340 aus Brasilien.
Die Schulterdecker ATR 42-600 und Dash 8-100 schließt du über die Flügelposition sofort aus. Kniffliger ist die Embraer EMB 120 Brasilia: Sie ist ebenfalls ein Tiefdecker ähnlicher Größe, trägt ihr Höhenleitwerk aber oben auf der Seitenflosse. Die Dornier 328 wiederum hat Flügel oben und ein T-Leitwerk – mit dem Saab hat sie optisch wenig gemein.
Betreiber in Skandinavien und Großbritannien
Der Saab 340 war über rund drei Jahrzehnte ein typisches Bild an nordeuropäischen Regionalflughäfen. Heute hat sich das stark gewandelt – vieles in diesem Abschnitt ist Luftfahrtgeschichte.
Skandinavien: die Heimatregion
In Schweden flogen zahlreiche Regionalairlines den Typ aus heimischer Produktion, darunter Skyways, Swedair und später NextJet, die 2018 den Betrieb einstellte. Auch unter der Marke von SAS war der 340 zeitweise unterwegs. In Finnland setzten unter anderem Blue1, Finnaviation und Finncomm Airlines auf Saab, in Norwegen kleinere Gesellschaften wie Norving. Gemeinsam ist ihnen: Sie fliegen den Typ heute nicht mehr, viele von ihnen existieren nicht mehr.
Ein Grund für den Rückzug ist der Generationswechsel. Moderne Turboprops wie die ATR 72-600 bieten mehr Sitze und niedrigere Kosten pro Platz, und die Zulieferkette für Ersatzteile eines seit 1999 nicht mehr gebauten Flugzeugs wird dünner. Wie sich der Regionalmarkt insgesamt verschoben hat, liest du im Beitrag Regionalairlines in Europa.
Militärisch hielt Schweden dem Typ länger die Treue: Die Luftwaffe nutzte ihn als Transporter (Tp 100) und vor allem als Frühwarnflugzeug S 100 Argus mit dem Erieye-Radar. Als Nachfolger bestellte Schweden 2022 den GlobalEye auf Basis eines Geschäftsreisejets. Wer sich für die schwedische Luftfahrtgeschichte rund um Saab interessiert, findet im Flygvapenmuseum in Linköping einen guten Anlaufpunkt – Linköping ist zugleich der Ort, an dem die Saab 340 endmontiert wurden.
Großbritannien: Loganair und die Inseln
In Großbritannien war der 340 vor allem mit Loganair verbunden. Die schottische Airline flog ihn ab 1999, zeitweise in den Farben von British Airways und später im Franchise von Flybe. 2017 präsentierte Loganair ihre eigene, neue Lackierung erstmals an einem Saab 340B-Frachter. Ihre Basis in Glasgow machte den Flughafen Glasgow über Jahre zu einem der besten Orte für Saab-Fotos in Europa.
Im Januar 2024 hat Loganair ihre letzten Saab 340 ausgemustert und durch ATR-Turboprops ersetzt. Der letzte Umlauf am 25. Januar 2024 fiel genau auf den 41. Jahrestag des Saab-340-Erstflugs. Den größeren Saab 2000 hatte die Airline bereits 2020 abgegeben. Weitere frühere britische Betreiber waren etwa Manx Airlines und – auf der Kanalinsel Guernsey – Aurigny. Zumindest bis Mitte der 2010er Jahre setzte außerdem die Cranfield University einen Saab 340 als fliegendes Labor in der Ausbildung ein.
Flotten ändern sich schnell
Bei einem so alten Typ kann jede Ausmusterung oder jeder Verkauf das Bild verändern. Prüf vor einer gezielten Tour, ob ein Betreiber den Saab 340 aktuell noch einsetzt – am besten per Typ-Filter SF34 in einem Tracking-Dienst.
Wo der Saab 340 heute fliegt
Der Schwerpunkt hat sich weit weg von Europa verlagert. Der größte Betreiber ist die australische Rex Regional Express, die im August 2025 57 Saab 340 in der Flotte hatte und damit die weltweit größte Saab-340-Flotte betreibt. Weitere aktive Maschinen fliegen unter anderem in Amerika, oft bei Fracht- und Charterunternehmen. Laut gängigen Nachschlagewerken waren 2023 noch rund 250 Saab 340 im aktiven Dienst – genaue aktuelle Zahlen schwanken.
In Europa begegnet dir der Typ nur noch bei wenigen kleineren Fracht- und Charterbetreibern. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er deshalb eine echte Seltenheit, die eher zufällig an Regionalflughäfen oder auf Frachtvorfeldern auftaucht. Wie du solche Glücksfälle einordnest, erklärt der Beitrag Wie selten ist meine Sichtung?.
| Region | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Australien | hoch | Rex betreibt die größte Saab-340-Flotte der Welt |
| Skandinavien | niedrig | Passagierbetreiber sind weitgehend verschwunden |
| Großbritannien | niedrig | Loganair hat 2024 ausgemustert, nur Einzelstücke |
| DACH-Raum | sehr niedrig | Sporadische Fracht- und Charterflüge, Überführungen |
Keinen Saab mehr verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen ein – Planetrack meldet sich, sobald ein Saab 340 deinen Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Ein kurzer Blick auf die Geschichte
Der Saab 340 erlebte nicht nur Erfolge. Neben dem Erstkunden Crossair, der den Typ vom Flughafen Zürich und Basel aus intensiv einsetzte, flog auch KLM Cityhopper den 340 in den 1990er Jahren. Bei beiden Airlines gab es tödliche Unfälle, die zu intensiven Untersuchungen führten, etwa der Absturz von Crossair-Flug 498 im Jahr 2000 kurz nach dem Abheben in Zürich. Über die gesamte Einsatzzeit gilt der Typ dennoch als solides, robustes Arbeitstier, das gerade auf kurzen Pisten und bei rauem Wetter seine Stärken ausspielt.
Dass der 340 bis heute in Australien, Amerika und als Frachter fliegt, mehr als 25 Jahre nach der letzten Auslieferung, spricht für seine Konstruktion.
Fototipps für Turboprops wie den Saab 340
Der Saab 340 ist kein großes Motiv, aber ein dankbares. Die kompakte Form passt gut ins Bild, und mit drehenden Propellern wirkt jede Aufnahme lebendig.
Propeller nicht einfrieren
Bei sehr kurzen Belichtungszeiten stehen die Propeller still im Bild, als wäre das Triebwerk aus. Mit etwas längerer Verschlusszeit und Mitziehen bekommst du eine schöne Propellerscheibe. Details erklärt der Guide Propeller fotografieren.
Seitenprofil wählen
Die Kombination aus Tiefdecker und klassischem Leitwerk kommt im Profil oder leicht schräg von vorn am besten zur Geltung.
Brennweite anpassen
Mit knapp 20 Metern Länge ist der 340 klein. An Regionalflughäfen kommst du oft näher heran, brauchst an großen Flughäfen aber mehr Brennweite als bei einem Jet.
Licht planen
Gerade bei seltenen Gästen zählt jeder Versuch. Prüf vorher, wo die Sonne zur Ankunftszeit steht, damit du nicht im Gegenlicht stehst.
Wo du an kleineren Plätzen gut stehst, erklärt der Beitrag Spotting an Regionalflughäfen. Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du direkt an der Spot-Karte, wann das Licht an deinem Standpunkt passt.
Bereit für einen seltenen Saab?
- Ich habe einen SF34 im Tracking-Dienst oder Flugplan gefunden.
- Ich kenne die voraussichtliche Landerichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
- Ich habe eine Verschlusszeit für sichtbare Propellerbewegung eingeplant.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für den Saab 340, wenn …
- die Flügel unten am Rumpf sitzen
- das Höhenleitwerk am Rumpfende angesetzt ist
- du vier Blätter pro Propeller zählst
- im Tracking-Dienst SF34 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- der Rumpf auffällig lang wirkt – dann könnte es ein Saab 2000 sein
- du die Maschine nur frontal oder im Gegenlicht siehst
- ein Tiefdecker ähnlicher Größe vor dir steht, dessen Leitwerk du nicht erkennst – die Brasilia sieht ähnlich aus
Es ist kein Saab 340, wenn …
- die Flügel oben auf dem Rumpf sitzen (ATR, Dash 8, Dornier 328)
- das Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse sitzt
- du sechs Blätter pro Propeller zählst
- ein langer Radarbalken auf dem Rumpf liegt – dann ist es die Frühwarnversion
Fazit
Der Saab 340 ist ein Stück nordeuropäischer Regionalluftfahrt-Geschichte. Tiefdecker, klassisches Leitwerk und Vierblatt-Propeller machen ihn unverwechselbar, sobald du die Kombination einmal verinnerlicht hast. Während er in Skandinavien und Großbritannien aus dem Linienverkehr weitgehend verschwunden ist, fliegt er in Australien noch in großer Zahl – und in Europa nur noch bei wenigen kleineren Betreibern. Das macht jede Sichtung hier zu einem kleinen Highlight.
Kurzfazit
Flügel unten, Leitwerk hinten, vier Blätter pro Propeller: Das ist der Saab 340. Wer ihn im DACH-Raum erwischen will, setzt auf einen Typ-Alarm für SF34 und hält an Regionalflughäfen und Frachtvorfeldern die Augen offen.
Zusammenfassung
- Der Saab 340 flog erstmals im Januar 1983, Erstkunde war die Schweizer Crossair; bis 1999 entstanden rund 459 Maschinen in den Versionen 340A, 340B und 340B Plus.
- Über Jahrzehnte prägte er den Regionalverkehr in Schweden, Finnland, Norwegen und Großbritannien, heute fliegen dort kaum noch Passagier-340.
- Größter Betreiber ist inzwischen die australische Rex; in Europa fliegt der Typ nur noch bei wenigen kleineren Betreibern, oft in der Fracht oder in Spezialrollen.
- Tiefdecker-Bauweise, klassisches Leitwerk und Vierblatt-Propeller unterscheiden ihn sicher von ATR, Dash 8, Dornier 328 und Embraer Brasilia.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat der Saab 340?
Der Saab 340 läuft in Flugplänen und Tracking-Diensten unter SF34. Das Kürzel erinnert an die ursprüngliche Bezeichnung Saab-Fairchild SF340. Der Nachfolger Saab 2000 hat einen eigenen Code.
Warum hieß der Saab 340 anfangs SF340?
Das Programm startete 1980 als Partnerschaft zwischen Saab und dem US-Hersteller Fairchild. Fairchild baute unter anderem Flügel, Leitwerk und Triebwerksgondeln, stieg aber 1985 aus. Danach übernahm Saab alle Arbeiten, und aus dem SF340 wurde der Saab 340.
Was ist der Unterschied zwischen Saab 340A, 340B und 340B Plus?
Die 340A ist die erste Serienversion mit CT7-5A2-Triebwerken. Die 340B bekam stärkere CT7-9B-Triebwerke und ein breiteres Höhenleitwerk. Die 340B Plus brachte ab 1994 unter anderem eine aktive Lärm- und Vibrationsdämpfung in der Kabine und verlängerte Flügelspitzen. Von außen sind die Versionen schwer zu trennen, das Kennzeichen schafft Klarheit.
Wie unterscheide ich Saab 340 und Saab 2000?
Der Saab 2000 ist mit gut 27 Metern rund siebeneinhalb Meter länger und hat Sechsblatt-Propeller statt der vier Blätter des 340. Im Profil wirkt der 2000 schlank und gestreckt, der 340 eher gedrungen.
Fliegt der Saab 340 noch in Großbritannien?
Im Linien-Passagierverkehr kaum noch. Loganair, über Jahre der bekannteste britische Betreiber, hat ihre Saab 340 im Januar 2024 ausgemustert und durch ATR ersetzt. Vereinzelt sind noch Maschinen in Spezialrollen unterwegs – ob ein bestimmtes Exemplar noch aktiv ist, prüfst du am besten über das Kennzeichen.
Wo kann ich heute noch einen Saab 340 sehen?
Die größte Flotte betreibt die australische Rex mit 57 Maschinen (Stand August 2025). In Europa ist der Typ nur noch bei wenigen kleineren Betreibern zu finden und taucht in Deutschland, Österreich und der Schweiz nur sporadisch auf. Ein Typ-Alarm auf SF34 ist hier der zuverlässigste Weg.
Gibt es militärische Versionen des Saab 340?
Ja. Die bekannteste ist die Frühwarnversion mit dem Erieye-Radar, in Schweden als S 100B bzw. S 100D Argus bezeichnet. Sie trägt einen langen, flachen Radarbalken auf dem Rumpf. Daneben nutzte die schwedische Luftwaffe den Typ als Transporter (Tp 100), und die japanische Küstenwache setzt eine Such- und Rettungsversion ein.
Saab 340 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
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