Das Wichtigste in Kürze
- Die Jetstream 41 ist ein 29-sitziger Regional-Turboprop von British Aerospace, entstanden als stark gestreckte Weiterentwicklung der 19-sitzigen Jetstream 31.
- Schnellster Erkennungsweg: Fünfblatt-Propeller plus schlanker Tiefdecker-Rumpf plus Kreuzleitwerk.
- Von der Jetstream 31/32 trennst du sie über Rumpflänge und Propeller: deutlich länger und fünf statt vier Blätter.
- Nur 100 Exemplare wurden ausgeliefert, im Mai 1997 kündigte BAe das Produktionsende an.
- In Großbritannien ist der Linieneinsatz Geschichte: Mit dem Ende von Eastern Airways im Herbst 2025 verschwanden die letzten britischen Passagier-J41. Im Tracking erscheint der Typ als JS41.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Jetstream 41?
- 2.Technik: was die J41 anders macht
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.Jetstream 41 oder Jetstream 31?
- 5.Jetstream 41, Saab 340, Brasilia oder Dornier 328?
- 6.Betreiber: von der Isle of Man bis Kolumbien
- 7.Warum die J41 ein Nischenprodukt blieb
- 8.Fototipps für die Jetstream 41
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | British Aerospace (heute BAE Systems) |
|---|---|
| Familie | Jetstream 31/32 (19 Sitze), Jetstream 41 (29 Sitze) |
| ICAO-Typcode | JS41 |
| Erstflug | 25. September 1991 |
| Europäische Zulassung | 23. November 1992 |
| US-Zulassung | 9. April 1993 |
| Erstauslieferung | 25. November 1992 an Manx Airlines |
| Produktionsende | im Mai 1997 angekündigt, 100 ausgelieferte Exemplare |
| Triebwerke | 2 × AlliedSignal (Garrett) TPE331-14GR/HR, anfangs 1.500 WPS, später 1.650 WPS |
| Propeller | Fünfblatt, McCauley, rund 2,90 m Durchmesser |
| Länge | 19,25 m |
| Spannweite | 18,29 m |
| Höhe | 5,74 m |
| Sitzplätze | 29, Anordnung 2+1 |
| Besatzung | 2 Piloten, 1 Flugbegleiter |
| Max. Startgewicht | rund 10,9 t |
| Max. Reisegeschwindigkeit | rund 546 km/h (295 Knoten) in 20.000 ft |
| Reichweite | rund 1.430 km mit 29 Passagieren und IFR-Reserven |
| Dienstgipfelhöhe | 26.000 ft (rund 7.900 m) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Fünfblatt-Propeller: Die kleinere Jetstream 31/32 hat nur vier Blätter pro Propeller
- Tiefdecker mit durchgehendem Flügel unter dem Rumpf – darunter sitzt eine deutliche Verkleidung, die den Bauch nach unten verlängert
- Langer, schlanker Rumpf mit kleinen, ovalen Fenstern – rund 4,9 m länger als bei der Jetstream 31
- Höhenleitwerk etwa auf halber Höhe der Seitenflosse – das typische Kreuzleitwerk der Jetstream-Familie
- Spitz zulaufende, lange Nase, die dem Rumpf ein schnittiges Profil gibt
- Mit gut 19 m Länge etwa so lang wie ein Saab 340, aber deutlich schmaler im Rumpfquerschnitt
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker Turboprop rollt heran, die Flügel sitzen tief unter dem Rumpf, an jedem Triebwerk wirbeln fünf Propellerblätter, und das Höhenleitwerk hängt auf halber Höhe der Seitenflosse: Das könnte eine BAe Jetstream 41 sein. Der britische 29-Sitzer war in den 1990er und 2000er Jahren ein vertrauter Anblick an Regionalflughäfen in Großbritannien und den USA, heute ist er vielerorts verschwunden. Auf dieser Seite erfährst du, wie du die J41 sicher erkennst, wie du sie von der kleineren Jetstream 31 und anderen Turboprops trennst und wo du sie noch antriffst.
JS41 im Hangar abhaken
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Was ist die Jetstream 41?
Die Jetstream 41 ist ein zweimotoriger Regional-Turboprop für 29 Passagiere, gebaut von British Aerospace, dem heutigen BAE Systems. Sie ist die große Schwester der Jetstream 31, eines 19-Sitzers, dessen Wurzeln bis zum britischen Hersteller Handley Page zurückreichen. Mit der J41 wollte BAe Ende der 1980er Jahre in die damals boomende 30-Sitzer-Klasse vorstoßen und dort gegen den Saab 340, die Embraer EMB 120 Brasilia und die Dornier 328 antreten.
Statt eines völlig neuen Flugzeugs wählten die Ingenieure eine radikale Streckung: Der Rumpf wuchs um rund 4,9 Meter, aufgeteilt auf ein Segment von gut 2,5 Metern vor dem Flügel und eines von knapp 2,4 Metern dahinter. Trotz der optischen Verwandtschaft wurde der Rumpf dabei neu konstruiert. Auch der Flügel bekam mehr Spannweite und überarbeitete Querruder und Klappen.
Der Erstflug fand am 25. September 1991 statt. Die europäische Zulassung folgte am 23. November 1992, die US-amerikanische am 9. April 1993. Die J41 gilt als erster Turboprop, der sowohl nach den europäischen JAR-25- als auch nach den amerikanischen FAR-25-Vorschriften zugelassen wurde – also nach denselben Regeln wie große Verkehrsflugzeuge. Erstkunde war Manx Airlines von der Isle of Man, die ihre erste Maschine am 25. November 1992 übernahm.
Technik: was die J41 anders macht
Die auffälligste konstruktive Änderung betrifft den Flügel. Bei der Jetstream 31 läuft der Flügelholm quer durch die Kabine, Passagiere steigen im Gang über eine Stufe. Bei der J41 wanderte der Flügel unter den Rumpf. Der Gang ist dadurch eben, und in der großen Verkleidung an der Flügelwurzel entstand zusätzlicher Gepäckraum. Von außen siehst du das als deutlich ausgeprägten „Bauch“ unter der Rumpfmitte.
Angetrieben wird die J41 von zwei TPE331-14GR/HR-Turboprops von AlliedSignal, ursprünglich als Garrett-Triebwerk bekannt. Anfangs leisteten sie 1.500 Wellen-PS, später wurden sie auf 1.650 WPS angehoben. Sie treiben Fünfblatt-Propeller von McCauley mit rund 2,90 Metern Durchmesser an. Die TPE331-Familie ist für ihren durchdringenden, hohen Klang bekannt – auch das ein Hinweis, wenn du den Typ hörst, bevor du ihn siehst.
Im Cockpit setzte BAe auf ein elektronisches Fluginstrumentensystem mit vier Bildschirmen von Honeywell und eine neu gestaltete Frontscheibe. Zur Besatzung gehören zwei Piloten und eine Flugbegleiterin oder ein Flugbegleiter. Mit 29 Passagieren und Instrumentenflug-Reserven kommt die J41 rund 1.430 Kilometer weit, die maximale Reisegeschwindigkeit liegt bei etwa 295 Knoten in rund 20.000 Fuß Höhe. Damit ist sie für einen Turboprop ihrer Größe recht flott.
| Kennzahl | Jetstream 31 | Jetstream 41 |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | JS31 / JS32 | JS41 |
| Länge | 14,37 m | 19,25 m |
| Spannweite | 15,85 m | 18,29 m |
| Sitzplätze | 18–19 | 29 |
| Triebwerk | Garrett TPE331-10 | AlliedSignal TPE331-14 |
| Propellerblätter | 4 | 5 |
| Flügel | Holm durch die Kabine | unter dem Rumpf durchlaufend |
Version per Kennzeichen klären
Von weitem sehen sich Jetstream 31 und 41 ähnlich. Sicher wirst du mit dem Kennzeichen: Damit findest du in Registern und Datenbanken Typ, Baujahr und Vorbesitzer. Wie das geht, zeigt der Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen. Für britische Maschinen hilft dir zusätzlich der Beitrag zu britischen G-Kennzeichen.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Kleine Turboprops verwechselt man leicht. Bei der Jetstream 41 kommst du mit drei gezielten Blicken aber sicher ans Ziel.
Blätter zählen
Fünf Blätter pro Propeller sind bei Turboprops dieser Größe selten. Saab 340, Brasilia und Jetstream 31 haben vier, die Dornier 328 hat sechs. Bei kurzer Belichtungszeit oder am Boden kannst du sie gut zählen.
Leitwerk ansehen
Das Höhenleitwerk sitzt bei der J41 etwa auf halber Höhe der Seitenflosse – weder ganz unten am Rumpf wie beim Saab 340 noch ganz oben als T-Leitwerk wie bei Brasilia oder Dornier 328.
Rumpf und Bauch prüfen
Der Rumpf ist lang und schmal, mit kleinen ovalen Fenstern. Darunter zeichnet sich die große Verkleidung ab, in der der Flügel unter dem Rumpf durchläuft.
Dazu kommt die lange, spitz zulaufende Nase, die der J41 ein schnittiges Profil gibt. Wer einmal Jetstream 31 und 41 nebeneinander gesehen hat, erkennt die gestreckte Variante später schon an den Proportionen: Vor dem Flügel sitzen sichtbar mehr Fenster, das Flugzeug wirkt fast schon „gedehnt“.
Jetstream 41 oder Jetstream 31?
Das ist die naheliegendste Verwechslung, schließlich teilen beide Typen Namen, Grundform und Kreuzleitwerk. Drei Punkte trennen sie zuverlässig.
- Länge: Die J41 ist knapp fünf Meter länger. Bei der Jetstream 31 wirkt der Rumpf im Verhältnis zur Spannweite kurz und kompakt, bei der 41 überwiegt der Rumpf.
- Propeller: Vier Blätter heißt Jetstream 31 oder 32, fünf Blätter heißt Jetstream 41.
- Flügelansatz: Bei der 41 ist die große Verkleidung unter dem Rumpf deutlicher, weil der Flügel komplett unter der Kabine hindurchläuft.
Im Flugplan nimmt dir der Typcode die Arbeit ab: JS31 und JS32 stehen für die kleinen Jetstreams, JS41 für die gestreckte Version. Die Jetstream 31 ist übrigens deutlich häufiger, weil sie in weit größeren Stückzahlen gebaut wurde und lange als Zubringer und Trainingsflugzeug diente.
Jetstream 41, Saab 340, Brasilia oder Dornier 328?
In der 30-Sitzer-Klasse gibt es mehrere ähnlich große Turboprops. Der Finder hilft dir, in drei Schritten einzugrenzen. Eine ausführliche Übersicht zu weiteren Typen bietet der Beitrag Turboprops unterscheiden.
Schnellbestimmung: Turboprop der 30-Sitzer-Klasse
BAe Jetstream 41
Fünfblatt-Propeller, Kreuzleitwerk und ein langer, schmaler Tiefdecker-Rumpf sind das typische J41-Bild. Wirkt der Rumpf kurz und siehst du nur vier Blätter, prüf die Jetstream 31.
Saab 340
Tiefdecker mit klassischem Leitwerk am Rumpfende und Vierblatt-Propellern passt zum Saab 340. Sein Rumpf ist deutlich rundlicher als der der Jetstream.
Embraer EMB 120 Brasilia
Tiefdecker mit T-Leitwerk und Vierblatt-Propellern deutet auf die Brasilia, den brasilianischen Konkurrenten der J41.
Dornier 328
Hochdecker mit T-Leitwerk und Sechsblatt-Propellern ist das Bild der Dornier 328. Mit der Jetstream hat sie optisch wenig gemein.
Zwei weitere Kandidaten tauchen gelegentlich auf: Die Beechcraft 1900D ist ein 19-Sitzer mit T-Leitwerk und kleinen Zusatzflossen am Heck, die Fairchild Swearingen Metro ein sehr schlanker 19-Sitzer mit winzigen Fenstern. Beide sind kürzer als die J41 und haben ein anderes Leitwerk. Der deutlich größere Bruder aus dem eigenen Haus, die BAe ATP, ist mit rund 70 Sitzen in einer ganz anderen Liga unterwegs.
Betreiber: von der Isle of Man bis Kolumbien
Die Einsatzgeschichte der J41 spielt vor allem in Großbritannien und den USA. Vieles in diesem Abschnitt ist inzwischen Luftfahrtgeschichte.
Großbritannien: Manx, Loganair und Eastern Airways
Den Anfang machte Manx Airlines, die ab Ende 1992 mit der J41 von der Isle of Man aus flog. Auch Loganair setzte den Typ 1993 und 1994 kurzzeitig ein; nach einer Umstrukturierung gingen die Strecken außerhalb Schottlands samt Flugzeugen an Manx über.
Zum bekanntesten britischen Betreiber wurde aber Eastern Airways. Die Regionalairline vom Flughafen Humberside übernahm ihre erste J41 im Jahr 2002 und baute den Typ über die folgenden Jahre zum Rückgrat ihrer Flotte aus. Die Jetstreams flogen ab Aberdeen Shuttle-Verbindungen für die Ölindustrie, etwa auf die Shetlandinseln nach Sumburgh, dazu staatlich geförderte Strecken wie Aberdeen–Wick. Ab 2017 waren J41 auch im Franchise für Flybe unterwegs.
Ende Oktober 2025 stellte Eastern Airways den Flugbetrieb ein, im November 2025 folgte die Administration. Zu diesem Zeitpunkt gehörten noch sieben Jetstream 41 zur Flotte. Mit dem Aus der Airline endete der Linieneinsatz des Typs in Großbritannien.
Flotten ändern sich schnell
Bei einem so kleinen und alten Typ kann jeder Verkauf oder jede Ausmusterung das Bild verändern. Prüf vor einer gezielten Tour, ob ein Betreiber die J41 aktuell noch einsetzt – am besten per Typ-Filter JS41 in einem Tracking-Dienst.
USA: der größte Markt
In den USA fand die J41 ihre größten Kunden. Trans States Airlines betrieb mit 25 Maschinen die größte Flotte weltweit und flog sie unter Marken wie American Connection, Delta Connection und Trans World Express. Auch Atlantic Coast Airlines setzte den Typ als United Express ein. Diese Zeit ist längst vorbei, die US-Regionalairlines sind auf Regionaljets und größere Turboprops umgestiegen.
Afrika, Asien und Lateinamerika
Nach dem Ausstieg der großen Betreiber wanderten viele J41 in andere Weltregionen. In Südafrika flog Airlink den Typ, in Kolumbien startete EasyFly, heute Clic, 2007 mit der Jetstream 41 und musterte die letzte Maschine 2019 aus. Weitere frühere Betreiber waren unter anderem Yeti Airlines in Nepal, Venezolana in Venezuela und Origin Pacific in Neuseeland. Militärisch nutzt die thailändische Armee den Typ.
Laut gängigen Nachschlagewerken waren im Januar 2025 nur noch rund 20 Jetstream 41 im kommerziellen Dienst, unter anderem bei Proflight Zambia in Sambia, Malu Aviation im Kongo, FlyPelican in Australien und Guna Airlines in Nepal. Durch das Ende von Eastern Airways dürfte die Zahl seitdem weiter gesunken sein. Wie sich der europäische Regionalmarkt insgesamt verschoben hat, liest du im Beitrag Regionalairlines in Europa.
| Region | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Südliches Afrika | mittel | Einzelne Betreiber, etwa in Sambia |
| Nepal und Südasien | niedrig bis mittel | Kleine Flotten im Inlandsverkehr |
| Großbritannien | sehr niedrig | Linieneinsatz mit Eastern Airways 2025 beendet |
| DACH-Raum | sehr niedrig | Höchstens Überführungen, Charter oder Einzelbesuche |
Keine Jetstream mehr verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, sobald eine J41 deinen Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Warum die J41 ein Nischenprodukt blieb
Die Jetstream 41 kam spät in einen Markt, der schon gut besetzt war. Saab 340 und Brasilia flogen seit Mitte der 1980er Jahre, die Dornier 328 folgte kurz nach der J41. Gleichzeitig begann in den 1990er Jahren der Siegeszug der kleinen Regionaljets, die viele Airlines den Turboprops auf längeren Strecken vorzogen.
BAe versuchte gegenzusteuern: Im Januar 1996 kam die J41 unter das Dach von Aero International (Regional), einem gemeinsamen Vertriebsverbund der ATR-Partner Aérospatiale und Alenia mit British Aerospace. Der Durchbruch blieb trotzdem aus. Im Mai 1997 kündigte BAe das Ende der Produktion an, nachdem 100 Maschinen ausgeliefert waren. Den vierstrahligen Regionaljet aus derselben Firmengeschichte, die BAe 146 und ihre Avro-RJ-Nachfolger, kennst du vielleicht eher.
Der Prototyp mit dem Kennzeichen G-JMAC ist Berichten zufolge in Liverpool zu sehen, betreut von einer Heritage-Gruppe am früheren Flughafen Speke. Wenn du einen Abstecher planst, prüf vorher, ob und wann er zugänglich ist.
Fototipps für die Jetstream 41
Die J41 ist ein kleines, aber dankbares Motiv: lange Nase, schlanke Linie und gleich zwei Fünfblatt-Propeller, die bei richtiger Belichtung schöne Scheiben ziehen.
Propeller nicht einfrieren
Bei sehr kurzen Verschlusszeiten stehen die Blätter still, als wäre das Triebwerk aus. Mit längerer Belichtung und Mitziehen bekommst du eine sichtbare Propellerscheibe. Details erklärt der Guide Propeller fotografieren.
Seitenprofil wählen
Die Streckung des Rumpfs und das Kreuzleitwerk kommen im Profil am besten zur Geltung. Genau diese Ansicht zeigt den Unterschied zur Jetstream 31.
Brennweite anpassen
Mit gut 19 Metern Länge und 18 Metern Spannweite ist die J41 klein. An großen Flughäfen brauchst du mehr Brennweite als bei einem Jet, an Regionalplätzen kommst du oft näher heran.
Licht planen
Bei einem seltenen Gast zählt jeder Versuch. Prüf vorher, wo die Sonne zur Ankunftszeit steht, damit du nicht im Gegenlicht stehst.
Wo du an kleinen Plätzen gut stehst, erklärt der Beitrag Spotting an Regionalflughäfen. Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du direkt an der Spot-Karte, wann das Licht an deinem Standpunkt passt. Und wie du einordnest, ob deine J41 ein echter Glücksfall ist, steht im Beitrag Wie selten ist meine Sichtung? – Tipps für die gezielte Jagd auf Raritäten findest du unter Seltene Flugzeuge spotten.
Bereit für eine seltene Jetstream?
- Ich habe eine JS41 im Tracking-Dienst oder Flugplan gefunden.
- Ich kenne die voraussichtliche Landerichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
- Ich habe eine Verschlusszeit für sichtbare Propellerbewegung eingeplant.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die Jetstream 41, wenn …
- du fünf Blätter pro Propeller zählst
- das Höhenleitwerk etwa auf halber Höhe der Seitenflosse sitzt
- der Rumpf lang und schmal wirkt, der Flügel tief darunter
- im Tracking-Dienst JS41 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- der Rumpf auffällig kurz wirkt – dann könnte es eine Jetstream 31 oder 32 sein
- du die Propeller nicht zählen kannst, weil sie auf Bildern verwischt sind
- du die Maschine nur frontal oder im Gegenlicht siehst
Es ist keine Jetstream 41, wenn …
- die Flügel oben auf dem Rumpf sitzen (Dornier 328, ATR, Dash 8)
- das Höhenleitwerk ganz oben auf der Seitenflosse sitzt (Brasilia, Beechcraft 1900D)
- das Höhenleitwerk unten am Rumpfende angesetzt ist (Saab 340)
- du nur vier oder sechs Blätter pro Propeller zählst
Fazit
Die Jetstream 41 ist ein Stück britischer Regionalluftfahrt, das nie den großen Durchbruch schaffte, aber über drei Jahrzehnte treue Dienste leistete. Fünfblatt-Propeller, Kreuzleitwerk und der lange, schmale Rumpf mit dem Flügel darunter machen sie unverwechselbar, sobald du die Kombination einmal verinnerlicht hast. Seit dem Ende von Eastern Airways ist sie aus dem britischen Linienverkehr verschwunden, und mit nur 100 gebauten Exemplaren wird jede Sichtung zu einem kleinen Highlight.
Kurzfazit
Fünf Blätter pro Propeller, Höhenleitwerk auf halber Flossenhöhe, langer schmaler Rumpf: Das ist die Jetstream 41. Wer sie heute erwischen will, setzt auf einen Typ-Alarm für JS41 und plant im Zweifel eine Reise nach Afrika oder Asien ein.
Zusammenfassung
- Die Jetstream 41 flog erstmals im September 1991 und kam ab November 1992 bei Manx Airlines in den Liniendienst.
- Mit 29 Sitzen zielte sie auf dieselbe Klasse wie Saab 340, Embraer Brasilia und Dornier 328, blieb mit 100 Auslieferungen aber ein Nischenprodukt.
- Größter Betreiber war Trans States Airlines in den USA, in Europa prägte vor allem Eastern Airways über gut zwei Jahrzehnte das Bild des Typs.
- Fünfblatt-Propeller, Kreuzleitwerk und der unter dem Rumpf durchlaufende Flügel unterscheiden sie sicher von verwandten Turboprops.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Jetstream 41?
Die Jetstream 41 läuft in Flugplänen und Tracking-Diensten unter JS41. Die kleineren Schwestern Jetstream 31 und 32 haben eigene Codes (JS31 und JS32). Mit dem Code kannst du gezielt nach dem Typ filtern.
Was ist der Unterschied zwischen Jetstream 31 und Jetstream 41?
Die Jetstream 41 ist um rund 4,9 m gestreckt und bietet 29 statt 19 Sitze. Der Rumpf wurde neu konstruiert, der Flügel sitzt unter dem Rumpf, sodass in der Kabine keine Stufe über dem Flügelholm entsteht. Außerdem hat sie stärkere TPE331-14-Triebwerke mit Fünfblatt-Propellern statt der vier Blätter der Jetstream 31.
Wie viele Jetstream 41 wurden gebaut?
British Aerospace lieferte 100 Exemplare aus, bevor im Mai 1997 das Produktionsende verkündet wurde. Im Vergleich zur Jetstream 31 oder zum Saab 340 ist das eine kleine Stückzahl, was jede Sichtung heute zu etwas Besonderem macht.
Wer war Erstkunde der Jetstream 41?
Die erste Maschine ging am 25. November 1992 an Manx Airlines von der Isle of Man. Kurz darauf folgten Kunden in den USA, wo der Typ seinen größten Markt fand.
Fliegt die Jetstream 41 noch in Großbritannien?
Im Linienverkehr nicht mehr. Eastern Airways war über Jahre der wichtigste britische Betreiber und hatte zuletzt noch sieben J41 in der Flotte. Die Airline stellte den Flugbetrieb Ende Oktober 2025 ein und ging im November 2025 in die Administration. Ob einzelne Maschinen danach anderswo weiterfliegen, prüfst du am besten über das Kennzeichen.
Wo kann ich heute noch eine Jetstream 41 sehen?
Laut gängigen Nachschlagewerken waren Anfang 2025 nur noch rund 20 Maschinen im kommerziellen Einsatz, vor allem in Afrika und Asien, etwa in Sambia und Nepal, dazu einzelne in Australien. Dazu kommen Einzelstücke bei Charterbetreibern. Im DACH-Raum ist die J41 eine absolute Ausnahme – ein Typ-Alarm auf JS41 ist hier der sinnvollste Weg.
Warum hat die Jetstream 41 den Flügel unter dem Rumpf?
Bei der Jetstream 31 läuft der Flügelholm durch die Kabine, Passagiere müssen über eine Stufe im Gang steigen. Bei der J41 wurde der Flügel unter den Rumpf verlegt. Der Gang bleibt eben, und in der Flügelwurzel-Verkleidung entstand zusätzlicher Gepäckraum.
BAe Jetstream 41 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
BAe Jetstream 31/32
Klein, schlank, tiefer Flügel und ein unverwechselbar kreischender Garrett-Sound: Die Jetstream 31/32 war jahrzehntelang der Zubringer auf Britanniens Regionalstrecken – und ist heute ein seltener Fang.
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Tiefdecker, zwei Turboprops mit sechs Blättern, gepfeiltes Seitenleitwerk: Die BAe ATP war Großbritanniens letzter eigener Regional-Turboprop. Ihre längste Karriere erlebte sie als Nachtfrachter bei West Atlantic in Skandinavien.
TurbopropSaab 340
Tiefdecker, zwei Vierblatt-Propeller, ein ganz normales Leitwerk und ein kurzer, rundlicher Rumpf: Der Saab 340 ist der schwedische Klassiker unter den Regional-Turboprops. So erkennst du ihn und weißt, wo er heute noch fliegt.
TurbopropEmbraer EMB 120 Brasilia
Tiefdecker, T-Leitwerk, zwei Vierblatt-Propeller und rund 30 Sitze: Die EMB 120 Brasilia war in den 1980er- und 1990er-Jahren ein Arbeitstier der US-Regionalairlines. Heute ist sie vor allem als Frachter und Exot unterwegs.
TurbopropDornier 328
Schlanker Rumpf, T-Leitwerk, sechs Propellerblätter pro Seite und erstaunlich schnell: Die Dornier 328 ist das letzte komplett in Deutschland entwickelte Verkehrsflugzeug. So erkennst du den seltenen Turboprop aus Oberpfaffenhofen.
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