Das Wichtigste in Kürze
- bmi regional ist historisch: Die Airline stellte den Flugbetrieb am 16. Februar 2019 ein und ging in die Insolvenzverwaltung.
- Die Wurzeln liegen in Schottland: Gegründet 1987 als Business Air, ab 1996 Teil der British-Midland-Familie.
- Codes zuletzt: IATA BM, ICAO BMR, Rufzeichen „MIDLAND“ – vorher liefen GNT und „GRANITE“ bzw. „KITTIWAKE“.
- Die Flotte war reine Embraer: 14 ERJ-145 und 3 ERJ-135, als die Airline schloss.
- Für deutsche Spotter wichtig: München war eine Basis, dazu kamen Ziele wie Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Nürnberg, Saarbrücken und Rostock-Laage.
Inhaltsverzeichnis
- 1.bmi regional im Überblick
- 2.Von Business Air zu flybmi: die Geschichte
- 3.Codes und Rufzeichen im Wandel
- 4.Die Flotte: kleine Embraer-Jets
- 5.ERJ-145 oder ERJ-135? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du bmi regional erkennst
- 7.Netz und Partner: bmi regional in Deutschland
- 8.Das Ende im Februar 2019
- 9.Alte Sichtungen richtig dokumentieren
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | BM |
|---|---|
| ICAO-Code | BMR |
| Rufzeichen | MIDLAND |
| Drehkreuze | EMA, ABZ, BRS |
| Status | Historisch – Flugbetrieb am 16. Februar 2019 eingestellt, anschließend Insolvenzverwaltung |
| Geschäftsmodell | Regionalairline mit Linienflügen, Codeshares und Flügen im Auftrag anderer Airlines |
| Gründung | 1987 als Business Air in Schottland, erste Linienflüge 1988 mit Saab 340 |
| Namen | Business Air, British Midland Commuter (ab 1998), bmi regional (ab 2001), flybmi (ab Juli 2018) |
| Sitz | Zuletzt Pegasus Business Park am Flughafen East Midlands; Einsatzzentrale in Aberdeen |
| Eigentümer | Bis 2012 Teil von British Midland (bmi), danach Sector Aviation Holdings, ab 2015 Airline Investments Limited (gemeinsam mit Loganair) |
| Wichtigste Basen | Aberdeen (ABZ), Bristol (BRS) und München (MUC), dazu East Midlands und weitere Stationen |
| Flotte bei Einstellung | 17 Embraer-Regionaljets: 14 ERJ-145 (49 Sitze) und 3 ERJ-135 (37 Sitze) |
| Frühere Typen | Embraer EMB 110 Bandeirante, Saab 340, BAe 146-300 |
| Allianz | Keine eigene Mitgliedschaft; bis 2012 über bmi im Umfeld der Star Alliance |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich bmi regional?
- Kleiner Regionaljet mit zwei Triebwerken am Heck und T-Leitwerk – fast immer eine Embraer ERJ-145 oder die kürzere ERJ-135
- Schriftzug „bmi regional“ bzw. ab Juli 2018 „flybmi“ am Rumpf, das Logo knüpfte weiter an die bmi-Marke an
- Britisches Kennzeichen mit G-, viele Jets mit der Serie G-RJX… (etwa G-RJXA)
- Flugnummer mit BM, auf Trackern das ICAO-Rufzeichen BMR – heute nur noch in alten Logs und Fotodatenbanken
- Typische Einsätze: kurze Linien zwischen britischen Regionalflughäfen und Zielen in Deutschland, Skandinavien, Belgien und Italien
Wer zwischen 2001 und 2019 an einem deutschen Regionalflughafen stand, kennt das Bild vielleicht: ein kleiner Jet mit zwei Triebwerken am Heck, britischem Kennzeichen und dem Schriftzug „bmi regional“. bmi regional war eine der ungewöhnlicheren Airlines Europas – zu groß, um nur Zubringer zu sein, zu klein für ein eigenes Drehkreuz, und mit einer Geschichte, die von Schottland über die British-Midland-Familie bis zu einer letzten Phase als flybmi reicht. Seit Februar 2019 ist die Airline Geschichte. Diese Seite zeigt dir, wie du alte Sichtungen richtig einordnest und warum Fotos dieser Jets heute Sammlerstücke sind.
Auch Archivfotos gehören in den Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – auch die bmi-regional-ERJ aus deinem Fotoarchiv. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
bmi regional im Überblick
bmi regional war eine britische Regionalairline, die von 1987 bis Februar 2019 bestand. Zuletzt hatte sie ihren Sitz im Pegasus Business Park am Flughafen East Midlands, die Einsatzzentrale blieb seit der Gründung in Aberdeen. Die wichtigsten Basen waren Aberdeen, Bristol und – für deutsche Spotter besonders interessant – München. Dazu kamen weitere Stationen in Großbritannien, Belgien und Schweden.
Das Geschäftsmodell war gemischt: eigene Linienflüge zwischen Regionalflughäfen, Strecken in Kooperation mit großen Netzwerk-Airlines und Flüge im Auftrag anderer Gesellschaften. Gerade diese Mischung macht die Airline für Spotter spannend, denn hinter einer Lufthansa- oder Brussels-Airlines-Flugnummer konnte durchaus ein britischer Embraer-Jet stecken.
Von Business Air zu flybmi: die Geschichte
Die Geschichte beginnt nicht in den englischen Midlands, sondern in Schottland. Im September 1987 entstand Business Air aus dem Zusammenschluss der Business Air Centre mit dem schottischen Geschäft von Euroair. Im April 1988 startete der Linienverkehr – mit Saab 340, einem typischen Turboprop jener Zeit für dünne Strecken.
1987/88: Business Air
Gründung in Schottland, Linienflüge ab April 1988 mit Saab 340. Rufzeichen „GRANITE“.
1996–2001: in der bmi-Familie
Die Muttergesellschaft von British Midland übernimmt Business Air. Ab Dezember 1998 heißt sie British Midland Commuter.
2001–2012: bmi regional
Umfirmierung in British Midland Regional Ltd., Auftritt als bmi regional mit neuem ICAO-Code BMR.
2012–2018: eigenständig
Nach dem Verkauf der bmi an IAG wird die Regionaltochter herausgelöst und fliegt mit neuen Eigentümern weiter.
2018/19: flybmi und Ende
Im Juli 2018 Umbenennung in flybmi, am 16. Februar 2019 Einstellung des Flugbetriebs.
Die Jahre in der British-Midland-Familie prägten den Namen. Die Mutter bmi British Midland gehörte zeitweise teilweise und ab 2009 ganz Lufthansa. Als die Lufthansa Group die bmi im April 2012 an die International Airlines Group verkaufte, wanderte das Heathrow-Geschäft zu British Airways. Die Regionaltochter und der Low-Cost-Ableger bmibaby passten nicht in diese Pläne. Während bmibaby im selben Jahr eingestellt wurde, fand bmi regional einen Käufer: Sector Aviation Holdings, hinter der unter anderem die Business-Air-Gründer standen. Ab Oktober 2012 flog die Airline eigenständig.
2015 kam der nächste Umbau. bmi regional wurde Teil der Airline Investments Limited (AIL), zu der auch Loganair gehörte. Die beiden blieben eigenständige Airlines, arbeiteten aber per Codeshare zusammen. Im Juli 2018 benannte sich bmi regional nach der eigenen Internetadresse in flybmi um. Ein komplett neues Erscheinungsbild war das nicht: Das Logo wurde nicht neu entworfen, sondern knüpfte an die bekannte bmi-Marke an.
Rufzeichen als Zeitstempel
Das Rufzeichen verrät dir bei alten Funkmitschnitten oder Logs die Epoche: „GRANITE“ steht für die Business-Air-Zeit bis 2001, „KITTIWAKE“ für die Jahre 2001 bis 2012 und „MIDLAND“ für die eigenständige Phase bis 2019. Mehr zu den Kennungen erklärt der Guide zu IATA- und ICAO-Codes.
Codes und Rufzeichen im Wandel
In gut 30 Jahren wechselte die Airline mehrfach ihre Kennung. Für die Auswertung alter Fotos und Logbücher lohnt sich deshalb eine Übersicht:
| Zeitraum | IATA-Code | ICAO-Code | Rufzeichen |
|---|---|---|---|
| 1987–1998 | II | GNT | GRANITE |
| 1998–2001 | BD | GNT | GRANITE |
| 2001–2012 | BM (in Quellen uneinheitlich) | BMR | KITTIWAKE |
| 2012–2019 | BM | BMR | MIDLAND |
Ein Detail fällt auf: Zwischen 1998 und 2001 flog die Regionaltochter mit dem IATA-Code BD, den auch British Midland selbst nutzte. Ab 2001 wird für bmi regional der Code BM geführt; offiziell angekündigt wurde der Wechsel auf BM laut einigen Quellen erst im Oktober 2012, als die Airline eigenständig wurde. Das Rufzeichen „MIDLAND“ übernahm bmi regional erst, als die alte Mutter 2012 in British Airways aufging – die Verbindung zum Namen British Midland blieb so bis zum Schluss hörbar.
Die Flotte: kleine Embraer-Jets
Als flybmi im Februar 2019 aufgab, bestand die Flotte aus 17 Embraer-Regionaljets. Zuvor hatte die Airline über die Jahre verschiedene Typen eingesetzt, vom Turboprop bis zum vierstrahligen Jet.
| Typ | Rolle | Sitze | Zeitraum | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Embraer ERJ-145 | Rückgrat der Flotte | 49 | bis 2019 (14 Stück zuletzt) | Längere Variante, viele mit G-RJX…-Kennzeichen |
| Embraer ERJ-135 | Für dünne Strecken | 37 | bis 2019 (3 Stück zuletzt) | Deutlich kürzerer Rumpf, sonst sehr ähnlich |
| Saab 340 | Turboprop der Anfangsjahre | – | Business-Air-Zeit | Zweimotoriger Propeller-Regionalflieger |
| Embraer EMB 110 Bandeirante | Früher Typ | – | historisch | Kleiner Turboprop aus Brasilien |
| BAe 146-300 | Früher Typ | – | historisch | Vierstrahliger Hochdecker |
Die Embraer ERJ-145 war das Arbeitspferd der letzten Jahre: ein schlanker Regionaljet mit zwei Triebwerken am Heck und T-Leitwerk, gebaut vom brasilianischen Hersteller Embraer. Die ERJ-135 ist die verkürzte Schwester mit weniger Sitzen. Bei bmi regional kam sie dort zum Einsatz, wo selbst 49 Plätze zu viel waren. Auch die Anfänge der Airline sind auf eigenen Typenseiten dokumentiert: die Saab 340 und die Embraer EMB 110 Bandeirante.
2018 prüfte die Airline noch größere Muster wie den Embraer 190 oder den Bombardier CRJ900 als Nachfolger. Zu einer Bestellung kam es nicht mehr.
Ehemalige bmi-Jets im Blick
Setz frühere bmi-regional-Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn eine dieser Maschinen bei ihrem heutigen Betreiber in deiner Nähe landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
ERJ-145 oder ERJ-135? So unterscheidest du sie
Auf alten Fotos sind die beiden Embraer-Varianten leicht zu verwechseln. Bemalung, Triebwerke, Leitwerk und Cockpit sind gleich – der Unterschied steckt in der Länge.
Das spricht für die ERJ-145
- Langer, sehr schlanker Rumpf mit vielen Fenstern hinter dem Flügel
- 49 Sitze bei bmi regional
- In Trackern und Logs als E145 geführt
Das spricht für die ERJ-135
- Sichtbar gedrungenerer Rumpf, weniger Fensterreihen
- Insgesamt kompaktere Proportionen
- 37 Sitze bei bmi regional
- In Trackern und Logs als E135 geführt
Wenn du unsicher bist, hilft das Kennzeichen: Über das britische Register lässt sich zu jedem G-Kennzeichen der genaue Typ abfragen. Wie das funktioniert, erklärt der Artikel zu britischen G-Kennzeichen. Einen Überblick über ähnliche Jets wie CRJ, Avro RJ und E-Jets bietet der Guide Regionaljets erkennen.
Woran du bmi regional erkennst
Für die Zuordnung alter Fotos helfen dir vor allem drei Merkmale:
- Schriftzug am Rumpf: „bmi regional“ bis Juli 2018, danach „flybmi“. Das Logo knüpfte durchgehend an die bmi-Marke an.
- Flugzeugtyp: In den letzten Jahren fast immer ERJ-145 oder ERJ-135 – ein Heck mit zwei Triebwerken und T-Leitwerk ist ein starker Hinweis.
- Kennzeichen: Britisches G-, viele Maschinen trugen Kennzeichen der Serie G-RJX…, zum Beispiel G-RJXA.
Weil die Airline über Codeshares mit großen Partnern flog, solltest du die Flugnummer nicht mit dem Betreiber verwechseln. Ein Lufthansa-Flug ab München konnte in Wahrheit ein bmi-regional-Jet sein. Für dein Logbuch zählt der Betreiber – also das, was am Rumpf steht und was das Kennzeichen verrät.
Achtung Verwechslung
Nach 2019 flogen ehemalige bmi-regional-Jets zum Teil bei Loganair weiter – mit gleichem Kennzeichen, aber neuer Bemalung. Ein Foto eines ehemaligen bmi-regional-Jets aus dem Jahr 2020 zeigt deshalb nicht mehr bmi regional. Notiere immer Datum und Betreiber, nicht nur das Kennzeichen.
Netz und Partner: bmi regional in Deutschland
Für deutsche Spotter war bmi regional eine der sichtbarsten britischen Regionalairlines. München war eine eigene Basis. Ab Sommer 2015 übernahm die Airline dort in Abstimmung mit Lufthansa Strecken wie Bern, Lüttich und Rotterdam, die zuvor Lufthansa CityLine geflogen war; später kam unter anderem Brünn hinzu. Mit Lufthansa bestand seit 2014 ein Codeshare-Abkommen. Wer damals am Besucherhügel am Flughafen München stand, hatte gute Chancen auf einen bmi-regional-Jet zwischen den Lufthansa-Maschinen.
Zum Ende flog flybmi außerdem unter anderem Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Nürnberg, Saarbrücken und Rostock-Laage an. Mit Brussels Airlines bestand eine besonders enge Zusammenarbeit: Ab 2014 flog bmi regional die Strecke Brüssel–Bristol im Auftrag der Belgier, dazu kamen Verbindungen wie Newcastle–Brüssel, und zum Schluss war eine ERJ-145 für Brussels Airlines unterwegs.
| Partner | Art der Zusammenarbeit | Beispiele |
|---|---|---|
| Lufthansa | Codeshare und Kooperation | Strecken ab München |
| Brussels Airlines | Codeshare und Flüge im Auftrag | Brüssel–Bristol, Newcastle–Brüssel |
| Loganair | Codeshare, gleiche Eigentümer ab 2015 | Verbindungen innerhalb Großbritanniens |
| Air Dolomiti, Air France, Turkish Airlines | Codeshare | Anschlüsse an deren Netze |
Daneben flog die Airline zeitweise Werksshuttles für Industrieunternehmen, etwa bis 2015 für Airbus zwischen britischen Standorten und Toulouse. Solche Flüge standen nicht im regulären Flugplan – Fotos davon sind entsprechend selten.
Gute Chancen auf ehemalige bmi-Jets heute, wenn …
- du Kennzeichen aus deinem Archiv im Register gegenprüfst und ihren aktuellen Betreiber kennst
- du an britischen Regionalflughäfen spottest, an denen Embraer-Regionaljets noch unterwegs sind
Prüf es vorher, wenn …
- du dich auf ältere Spotterberichte zu Loganair-Einsätzen verlässt – Flotten ändern sich laufend
Keine Chance mehr auf …
- die originale bmi-regional- oder flybmi-Bemalung im Liniendienst – die Airline gibt es seit Februar 2019 nicht mehr
Das Ende im Februar 2019
Am 16. Februar 2019 stellte flybmi den Flugbetrieb ein, sagte alle Flüge ab und beantragte die Insolvenzverwaltung. Betroffen waren 376 Beschäftigte in Großbritannien, Deutschland, Schweden und Belgien. Die Airline begründete den Schritt mit mehreren Faktoren: gestiegenen Treibstoff- und CO2-Kosten – letztere auch, weil britische Airlines wegen des Brexits nur noch eingeschränkt am EU-Emissionshandel teilnehmen konnten –, verlorenen Flugaufträgen in Europa durch die Brexit-Unsicherheit und dem harten Wettbewerb im Regionalverkehr. Die Eigentümer hatten nach Angaben der Airline über sechs Jahre mehr als 40 Millionen Pfund investiert und waren nicht bereit, weiter nachzuschießen.
Branchenbeobachter sahen den Brexit eher als einen Faktor unter mehreren. Regionalairlines mit kleinen Jets standen in jenen Jahren generell unter Druck: hohe Kosten pro Sitz, starke Konkurrenz durch Low-Cost-Airlines und wenig Spielraum bei den Preisen. Nur ein Jahr später traf es mit Flybe eine weitere große britische Regionalairline. Einen Überblick über diese und andere Fälle gibt der Artikel Große Airline-Pleiten in Europa.
Ganz verschwand das Netz nicht. Loganair übernahm im März 2019 einige Strecken ab Aberdeen (nach Bristol, Oslo und Esbjerg) und ab Newcastle (nach Brüssel und Stavanger) und setzte ab Aberdeen dafür Embraer 145 ein. Auch ein großer Teil der Flotte wechselte zur Schwester-Airline. Wer sich für den heutigen Stand der britischen Regionalszene interessiert, findet bei Loganair und Eastern Airways die nächsten Verwandten.
Sicherheit und Regeln
Auch wenn du gezielt nach ehemaligen bmi-Jets suchst: Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus, respektiere Zäune und Absperrungen und lass Drohnen in Flughafennähe am Boden. Was erlaubt ist, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Alte Sichtungen richtig dokumentieren
Fotos von bmi regional sind heute Zeitdokumente. Damit sie auch in zehn Jahren noch auswertbar sind, lohnt sich eine saubere Erfassung. Ein guter Startpunkt ist der Heimatflughafen der Airline: Am East Midlands Aeropark hattest du die Embraer-Flotte der Airline jahrelang direkt vor der Linse.
Archiv-Check bmi regional
- Vollständiges Kennzeichen (G-…)
- Typ: ERJ-145 oder ERJ-135
- Name am Rumpf: bmi regional oder flybmi
- Datum der Aufnahme
- Flughafen und Spot
- Flugnummer und Codeshare-Partner, falls bekannt
Wie du ein Logbuch dauerhaft strukturierst, zeigt der Guide Sichtungen dokumentieren. Und wenn du die Regionalairlines Europas insgesamt einordnen willst, hilft der Überblick Regionalairlines in Europa.
Häufige Verwechslungen
- bmi regional mit bmi British Midland gleichsetzen – die Mutter flog größere Jets ab Heathrow und ging 2012 in British Airways auf, die Regionaltochter flog bis 2019 weiter.
- bmi regional mit bmibaby verwechseln – bmibaby war der Low-Cost-Ableger mit Boeing 737 und wurde 2012 eingestellt.
- flybmi für eine neue Airline halten – flybmi war nur der neue Name ab Juli 2018, Gesellschaft und Flotte blieben gleich.
- Lufthansa-Flugnummer mit Lufthansa-Jet gleichsetzen – ab München flog oft bmi regional unter LH-Codeshare.
- ERJ-135 als ERJ-145 notieren – die kürzere Variante erkennst du an Rumpflänge und Fensterzahl.
- Spätere Loganair-Fotos als bmi regional einordnen – gleiche Kennzeichen, aber anderer Betreiber.
Dein Stück Airline-Geschichte
Poste deine bmi-regional-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ und Flughafen und tausch dich in der Community mit anderen Spottern aus, die die Embraer-Jets noch erlebt haben. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
bmi regional war über drei Jahrzehnte ein fester Bestandteil des europäischen Regionalverkehrs: gegründet als Business Air in Schottland, groß geworden in der British-Midland-Familie und zuletzt eigenständig mit einer kompakten Embraer-Flotte unterwegs. Für deutsche Spotter war die Airline vor allem in München und an kleineren Flughäfen präsent, oft versteckt hinter Lufthansa-Flugnummern. Seit Februar 2019 gibt es sie nicht mehr – umso wertvoller sind gut dokumentierte Fotos mit Kennzeichen, Datum und Ort.
Kurzfazit
bmi regional (IATA BM, ICAO BMR, zuletzt flybmi) war eine historische britische Regionalairline mit Embraer ERJ-145 und ERJ-135. Den Flugbetrieb stellte sie am 16. Februar 2019 ein; ein Teil der Jets flog danach bei Loganair weiter.
Zusammenfassung
- bmi regional begann als schottische Business Air und wurde über die British-Midland-Jahre zum Regionalarm der bmi.
- Nach dem Verkauf der bmi an IAG 2012 flog die Regionaltochter eigenständig weiter, ab 2015 unter einem Dach mit Loganair.
- Im Juli 2018 kam der Name flybmi, sieben Monate später war Schluss – die Airline nannte Treibstoff- und CO2-Kosten sowie Brexit-Unsicherheit als Gründe.
- Fotos von bmi-regional-Jets sind heute Archivmaterial: Kennzeichen, Datum und Ort machen sie für die Sammlung wertvoll.
Häufige Fragen
Gibt es bmi regional noch?
Nein. Die Airline, die zuletzt als flybmi auftrat, stellte am 16. Februar 2019 den Flugbetrieb ein und sagte alle Flüge ab. Danach übernahmen Insolvenzverwalter die Abwicklung. bmi regional ist damit eine historische Airline.
Welche Codes hatte bmi regional?
Zuletzt flog bmi regional mit dem IATA-Code BM, dem ICAO-Code BMR und dem Rufzeichen „MIDLAND“. Als Business Air nutzte die Airline den ICAO-Code GNT mit dem Rufzeichen „GRANITE“; zwischen 2001 und 2012 lautete das Rufzeichen „KITTIWAKE“. Wer alte Logbücher auswertet, sollte diese Wechsel kennen.
Was ist der Unterschied zwischen bmi regional und bmi British Midland?
British Midland (bmi) war die größere Mutter-Airline mit Basis in London-Heathrow und East Midlands. bmi regional war ihre Regionaltochter mit kleinen Jets. Als IAG die bmi 2012 von Lufthansa kaufte und in British Airways eingliederte, wurde bmi regional abgespalten und an neue Eigentümer verkauft – sie flog danach noch gut sechs Jahre eigenständig weiter.
Welche Flugzeuge flog bmi regional?
Zuletzt ausschließlich Embraer-Regionaljets: 14 ERJ-145 mit 49 Sitzen und 3 ERJ-135 mit 37 Sitzen. In früheren Jahren hatte die Airline auch Embraer Bandeirante, Saab 340 und BAe 146-300 im Einsatz.
Warum ging flybmi pleite?
Die Airline nannte gestiegene Treibstoff- und CO2-Kosten, verlorene Aufträge in Europa wegen der Brexit-Unsicherheit und den harten Wettbewerb im Regionalverkehr. Die Eigentümer waren nach eigenen Angaben nicht mehr bereit, weiteres Geld nachzuschießen.
Was ist mit den Flugzeugen passiert?
Ein Großteil der Embraer-Jets ging nach der Einstellung an die Schwester-Airline Loganair, die auch einige Strecken ab Aberdeen und Newcastle übernahm. Welche Maschinen heute noch fliegen, prüfst du am besten über das Kennzeichen im britischen Register oder in Fotodatenbanken.
Welche deutschen Flughäfen flog bmi regional an?
München war eine eigene Basis, dazu kamen zum Ende hin unter anderem Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Nürnberg, Saarbrücken und Rostock-Laage. Mehrere Verbindungen ab München entstanden in Zusammenarbeit mit Lufthansa, mit der ab 2014 ein Codeshare bestand.
War bmi regional Mitglied der Star Alliance?
Nicht als eigenes Mitglied. Bis 2012 gehörte sie über die Mutter bmi zum Umfeld der Star Alliance. Zuletzt war die Airline über Codeshares mit Lufthansa, Brussels Airlines, Air Dolomiti, Turkish Airlines und Air France vernetzt, gehörte aber keiner Allianz an.
bmi regional im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer ERJ 145
Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.
FlugzeugtypEmbraer ERJ 135
Der kürzeste Jet der ERJ-Familie: Die ERJ 135 ist eine um rund 3,5 Meter gekürzte ERJ 145 mit 37 Sitzen, Hecktriebwerken und T-Leitwerk – und die Basis für den Businessjet Legacy 600.
FlugzeugtypSaab 340
Tiefdecker, zwei Vierblatt-Propeller, ein ganz normales Leitwerk und ein kurzer, rundlicher Rumpf: Der Saab 340 ist der schwedische Klassiker unter den Regional-Turboprops. So erkennst du ihn und weißt, wo er heute noch fliegt.
FlugzeugtypEmbraer EMB 110 Bandeirante
Tiefdecker, zwei PT6-Turboprops, rund 15 bis 21 Sitze: Mit dem Bandeirante begann 1968 die Geschichte von Embraer. So erkennst du den brasilianischen Zubringer-Klassiker und findest die letzten Exemplare.
Weitere Airlines
bmi British Midland
Historische britische Airline (1938–2012) aus den East Midlands: von der Flugschule in Derby zur zweitgrößten Airline in London-Heathrow, Star-Alliance-Mitglied, zuletzt Lufthansa-Tochter und 2012 von IAG übernommen und in British Airways eingegliedert.
RegionalLoganair
Schottlands Regionalairline verbindet Inseln, Highlands und britische Städte – mit ATR-Turboprops, Embraer-Jets, Twin Ottern auf dem Strand von Barra und Islandern auf dem kürzesten Linienflug der Welt.
Low-Costbmibaby
Historische britische Low-Cost-Airline (2002–2012): der Billigableger von bmi British Midland mit Boeing 737-300 und 737-500, Heimat East Midlands, Ziele bis nach Köln/Bonn und München – eingestellt nach dem Verkauf der bmi an IAG.
RegionalFlybe
Historische britische Regionalairline aus Exeter: Aus Jersey European wurde Flybe, zeitweise Europas größte Regionalairline und weltweit größter Betreiber der Dash 8 Q400. Nach der Pleite im März 2020 folgte 2022 ein Neustart aus Birmingham, der im Januar 2023 endete.
RegionalEastern Airways
Historische britische Regionalairline (1997–2025) mit Sitz am Flughafen Humberside: bekannt für die Jetstream 41, Ölindustrie-Shuttles ab Aberdeen, Saab 2000, Embraer-Jets und zuletzt E190-Flüge im Auftrag von KLM.
NetzwerkLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Embraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
FlughafenFlughafen East Midlands
Tagsüber Ferienflieger, nachts Frachter im Minutentakt: East Midlands bei Castle Donington ist Großbritanniens wichtigster reiner Frachtflughafen, Heimat von DHL Air UK und UK-Drehkreuz von UPS – und mit dem Aeropark direkt an der Piste ein Pflichtziel für Frachter-Fans.
FlughafenFlughafen Bristol
Ein Flughafen auf dem Hochplateau: Bristol liegt auf rund 190 Metern über dem Meer südwestlich der Stadt, hat nur eine Bahn – und ist mit über zehn Millionen Passagieren eine der wichtigsten easyJet-Basen Großbritanniens.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
Wo du bmi regional vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
East Midlands Aeropark am Flughafen East Midlands
Museum und Spotterhügel in einem: Im East Midlands Aeropark stehst du rund 170 Meter neben der Piste des größten auf Fracht spezialisierten Flughafens Großbritanniens – und zwischen den DHL- und UPS-Frachtern warten ein Vulcan-Bomber, eine VC10-Nase und ein Nimrod.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
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