Das Wichtigste in Kürze
- Aurigny ist die Airline von Guernsey und gehört seit 2003 vollständig der Inselregierung, den States of Guernsey.
- Codes: IATA GR, ICAO AUR, Rufzeichen „AYLINE“.
- Die Flotte ist auf die ATR 72-600 vereinheitlicht – der einzige Jet, eine Embraer 195, ging im Mai 2024.
- Alderney wird mit Twin Otter angeflogen, die Isles of Scilly Skybus in Aurigny-Farben betreibt; die Dornier 228NG ist seit Anfang 2026 Geschichte.
- Trislander-Legende: Aurigny war 1971 Erstbetreiberin des dreimotorigen Britten-Norman-Musters und flog es bis 2017.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | GR |
|---|---|
| ICAO-Code | AUR |
| Rufzeichen | AYLINE |
| Drehkreuze | GCI |
| Geschäftsmodell | Regionalairline mit Linienflügen zwischen den Kanalinseln, Großbritannien und dem europäischen Festland |
| Sitz | Am Flughafen Guernsey (GCI), Kanalinseln |
| Gegründet | 1964 als Glos Air, seit 1968 Aurigny Air Services; Flugbetrieb ab 1. März 1968 |
| Eigentümer | States of Guernsey (Inselregierung), seit der Verstaatlichung im Mai 2003 |
| Drehkreuz | Guernsey (GCI), dazu Alderney (ACI) als zweiter Schwerpunkt |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand Mitte 2026) | Rund sechs ATR 72-600; auf den Alderney-Strecken fliegen DHC-6 Twin Otter, die Isles of Scilly Skybus in Aurigny-Farben stellt |
| Historische Typen | Britten-Norman Trislander (1971–2017), Saab 340, Embraer 195 (2014–2024), Dornier 228NG (2015–2026) |
| Markenzeichen | Weiß-gelbe Bemalung mit Aurigny-Schriftzug |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Aurigny?
- Weißer Rumpf mit gelben Akzenten und dem Schriftzug „Aurigny“
- Heute fast immer eine ATR 72-600 – Hochdecker mit zwei Propellerturbinen und T-Leitwerk
- Britisches G-Kennzeichen, oft mit Bezug zu Guernsey, etwa G-ORAI, G-OGFC, G-PEMB oder G-PBOT
- Auf Alderney-Strecken eine kleine DHC-6 Twin Otter von Skybus mit festem Fahrwerk in Aurigny-Farben
- Flugnummer beginnt mit GR, auf dem Tracker steht AUR
- Im Funk meldet sich die Crew mit dem Rufzeichen „AYLINE“
Aurigny ist eine der kleinsten Airlines, die du an großen britischen Flughäfen regelmäßig siehst – und eine der eigenwilligsten. Hinter dem weiß-gelben Schriftzug steckt die Fluggesellschaft der Kanalinsel Guernsey, die der Inselregierung gehört, über Jahrzehnte das dreimotorige Kuriosum Trislander flog und heute konsequent auf die ATR 72-600 setzt. Diese Seite zeigt dir, was Aurigny ausmacht, welche Flugzeuge du erwarten kannst und woran du die Airline sicher erkennst.
Jede ATR einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und siehst auf einen Blick, welche Aurigny-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Aurigny im Überblick
Aurigny Air Services ist die Airline von Guernsey, der zweitgrößten Kanalinsel vor der Küste der Normandie. Der Name ist kein Zufall: „Aurigny“ ist die französische Bezeichnung für die Nachbarinsel Alderney – und genau dort begann die Geschichte. Gegründet wurde das Unternehmen im Januar 1964 als Glos Air, im Februar 1968 erhielt es den heutigen Namen, und am 1. März 1968 nahm Aurigny den Flugbetrieb auf. Gründer war Sir Derrick Bailey.
Seit Mai 2003 gehört Aurigny vollständig den States of Guernsey, also der Regierung der Insel. Zuvor war die Airline in privater Hand. 2024 wurde die zwischengeschaltete Holdinggesellschaft aufgelöst, seitdem hält die Inselregierung die Airline direkt. Für Guernsey ist Aurigny damit weit mehr als ein Verkehrsunternehmen: Die Flüge sind die wichtigste schnelle Verbindung zum britischen Festland, und die Strecken nach Alderney gelten als Lebensader der kleinen Nachbarinsel.
Eine Besonderheit für die Einordnung: Guernsey ist eine Kronbesitzung der britischen Krone, gehört aber weder zum Vereinigten Königreich noch zur EU. Trotzdem fliegt Aurigny mit britischen G-Kennzeichen, und das Netz ist eng mit Großbritannien verflochten. Deshalb findest du Aurigny bei uns unter den britischen Airlines.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code GR: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafel, Bordkarte und in Flugplänen.
- ICAO-Code AUR: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen AYLINE: so meldet sich die Crew im Funk.
Das Rufzeichen „AYLINE“ ist ein schönes Beispiel dafür, dass Funkrufzeichen nicht immer dem Markennamen entsprechen. Wer zum ersten Mal einen Mitschnitt aus Gatwick oder Southampton hört, erkennt Aurigny nicht sofort. Auf dem Tracker hilft dagegen der Code AUR – und die Flugnummer GR mit dreistelliger Zahl. Wie du ADS-B-Daten am Spot sinnvoll liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter; den Einstieg in die App liefert die Flightradar24-Anleitung.
Der Rekordflug GR678
Am 25. August 2025 wurde ein gewöhnlicher Aurigny-Flug von Guernsey nach Manchester zum Internetphänomen: Zeitweise verfolgten mehr als 1,3 Millionen Menschen die ATR G-ORAI auf Flightradar24 – ohne erkennbaren Anlass. Die Airline konnte sich das selbst nicht erklären. Wer ein Kennzeichen gezielt verfolgen will, findet im Artikel Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen die passenden Werkzeuge.
Von der Trislander zur ATR: die Geschichte
Die Geschichte von Aurigny ist zugleich eine Geschichte ungewöhnlicher Flugzeuge. Die wichtigsten Etappen im Überblick:
1968: Erster Flug
Aurigny nimmt am 1. März 1968 den Flugbetrieb auf – mit kleinen Propellermaschinen für die kurzen Hüpfer zwischen den Inseln.
1971: Erste Trislander
Im Juli 1971 bringt Aurigny als erste Airline überhaupt die dreimotorige Britten-Norman Trislander in den Liniendienst.
2014: Der Jet kommt
Nach dem Rückzug von Flybe aus Gatwick übernimmt Aurigny die London-Strecke allein und beschafft eine Embraer 195.
2024–2026: Nur noch Turboprops
Die Embraer geht im Mai 2024, die Dornier 228NG Anfang 2026. Übrig bleiben die ATR-Flotte und die Twin Otter für Alderney.
Zwischen diesen Wegmarken liegen viele kleine Kapitel. Ab 1999 setzte Aurigny auch Saab 340 ein, etwa nach London-Stansted. 2009 kamen Verbindungen nach Stansted und East Midlands hinzu, im Winter flog Aurigny eine Zeit lang sogar nach Grenoble für Skiurlauber. 2011 zog sich die Konkurrentin Blue Islands aus Alderney zurück, seitdem ist Aurigny auf dieser Strecke allein. Und als Kuriosum gilt: Bereits 1977 verbannte Aurigny das Rauchen von allen Flügen – sie gilt damit als eine der ersten, wenn nicht die erste Airline mit Rauchverbot an Bord.
Die Trislander und „Joey“
Kein Flugzeug prägte das Bild von Aurigny so sehr wie die Britten-Norman Trislander. Der Typ ist eine verlängerte Islander mit einem dritten Kolbenmotor, der hoch oben im Seitenleitwerk sitzt – ein Anblick, den du sonst bei kaum einem Flugzeug findest. Die Maschine flog erstmals im September 1970, insgesamt entstanden nur 80 Exemplare, und mit ihren kurzen Start- und Landestrecken war sie wie gemacht für die winzigen Inselflugplätze. Aurigny war nicht nur Erstbetreiberin, sondern auch die größte Nutzerin des Typs.
Die bekannteste Maschine war G-JOEY – „Joey“ –, die auf Guernsey so etwas wie das Maskottchen der Airline war. Am 28. Juni 2015 machte Joey ihren letzten Flug. Sie blieb auf Guernsey und ist seit Januar 2019 in einem Indoor-Spielplatz ausgestellt. Die letzten Trislander verließen die Flotte 2017. Wer heute eine Trislander sehen will, muss nach Museumsstücken oder sehr wenigen Einzelexemplaren suchen.
Die Flotte heute
Seit 2023 verfolgt Aurigny eine klare Strategie: eine Flotte, ein Typ. Die Airline begründete das mit zuverlässigerem Betrieb, weniger Ersatzteilvielfalt und einfacherem Tausch, wenn ein Flugzeug ausfällt. Auf der Strecke Guernsey–Gatwick verbraucht die ATR nach Angaben von Aurigny pro Passagier rund 36 Prozent weniger Treibstoff als der zuvor eingesetzte Jet.
| Typ | Status (Stand 2026) | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| ATR 72-600 | rund sechs Flugzeuge, teils geleast | Alle Strecken außer Alderney | Kennzeichen mit Guernsey-Bezug, drei Maschinen mit ClearVision-Kamera für Nebel |
| DHC-6 Twin Otter (Serie 300) | zwei Alderney-Flugzeuge plus Reserve, gestellt von Isles of Scilly Skybus | Alderney–Guernsey und Alderney–Southampton | Kleiner Hochdecker mit festem Fahrwerk in Aurigny-Farben |
| Dornier 228NG | ausgemustert Anfang 2026 | früher Alderney-Strecken | G-OAUR und G-ETAC, über 32.000 Starts und Landungen seit 2015 |
| Embraer 195 | ausgemustert Mai 2024 | früher vor allem Gatwick | Einziger Jet der Firmengeschichte |
| Britten-Norman Trislander | ausgemustert 2017 | Inselverkehr ab 1971 | G-JOEY auf Guernsey erhalten |
Die ATR 72-600 ist damit das Flugzeug, das du bei Aurigny fast immer siehst. Hersteller ist das französisch-italienische Unternehmen ATR. Die Flotte wuchs in den letzten Jahren schrittweise: Im Juli 2024 kam mit G-PEMB die vierte ATR, Ende November 2024 mit G-PBOT die fünfte, und im Januar 2026 kündigte Aurigny eine sechste, ebenfalls geleaste ATR an. Weil Leasingflugzeuge teils noch in der Farbe des Vorbetreibers ankommen – G-PEMB etwa traf in Rot-Weiß ein die Umlackierung war erst für den folgenden Winter vorgesehen –, lohnt sich bei Neuzugängen ein genauer Blick.
Aurigny gibt ihren ATR gern Namen und Kennzeichen mit Bezug zur Insel. G-ORAI erinnert an das Rugbyteam Guernsey Raiders, G-OGFC an den Guernsey Football Club, G-PEMB an den Strand von Pembroke und G-PBOT an die Bucht Petit Bot. Dazu kommt G-OATR. Für Sammler ist das ein Glücksfall: Die Kennzeichen sind leicht zu merken und erzählen ein Stück Inselgeschichte.
Nur noch G-PBOT fehlt?
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Alderney: die Twin-Otter-Strecke
Die Verbindung nach Alderney ist der spannendste Teil des Aurigny-Netzes. Die Insel hat nur einen kleinen Flugplatz mit kurzen Pisten, eine ATR kann dort nicht sinnvoll eingesetzt werden. Deshalb flog Aurigny hierher jahrzehntelang mit der Trislander und ab 2015 mit zwei Dornier 228NG. Seit November 2025 übernehmen DHC-6 Twin Otter der Serie 300 diese Aufgabe. Sie gehören nicht Aurigny selbst, sondern werden von Isles of Scilly Skybus im Rahmen eines Leasingvertrags gestellt, tragen aber die Aurigny-Bemalung. Die letzte Dornier 228NG verabschiedete sich im Februar 2026 mit einer Wasserfontäne bei der Ankunft in Guernsey.
Der Wechsel lief nicht reibungslos. In den ersten Monaten fielen viele Flüge aus, vor allem wegen des Wetters, im März 2026 demonstrierten rund 200 Menschen am Flughafen Alderney. Aurigny und Skybus kündigten daraufhin an, eine zusätzliche Twin Otter in Guernsey zu stationieren, eigene Alderney-Crews auszubilden und ab Oktober 2026 zwei fest zugeordnete Flugzeuge für die Insel einzusetzen, dazu Reservemaschinen von Skybus. Weil es auf Alderney zeitweise keinen Treibstoff gibt, müssen die kleinen Maschinen auf längeren Abschnitten wie nach Southampton zudem mit begrenzter Zuladung fliegen.
Achtung Verwechslung
Eine Twin Otter in Aurigny-Farben ist nicht automatisch eine Aurigny-Maschine im rechtlichen Sinn. Flugzeug und Wartung stellt Skybus. Auf dem Tracker kann deshalb ein anderer Betreiber-Code auftauchen, obwohl die Flugnummer mit GR beginnt. Notier im Zweifel Kennzeichen und Bemalung getrennt.
Woran du Aurigny erkennst
Die Bemalung von Aurigny ist weiß mit gelben Akzenten und dem Schriftzug „Aurigny“ am Rumpf. Gelb ist die Erkennungsfarbe der Airline: Auch geleaste Neuzugänge wie G-PEMB werden in Weiß-Gelb umlackiert. Im Zusammenspiel mit dem Flugzeugtyp ist die Zuordnung danach meist schnell klar.
Das spricht für Aurigny
- ATR 72-600 in Weiß-Gelb mit Aurigny-Schriftzug
- G-Kennzeichen wie G-ORAI, G-OGFC, G-PEMB, G-PBOT oder G-OATR
- Flugnummer GR, Tracker-Code AUR
- Herkunft oder Ziel Guernsey (GCI) oder Alderney (ACI)
Das spricht eher dagegen
- Jet statt Turboprop – seit Mai 2024 fliegt Aurigny keinen Jet mehr
- ATR mit anderem Kennzeichen-Präfix, etwa aus Frankreich oder Irland
- Flug ohne Bezug zu den Kanalinseln
Wenn du eine ATR 72 von Aurigny von einer älteren ATR 72-500 anderer Airlines unterscheiden willst, helfen Details an Kabine und Cockpit. Der Guide Turboprops unterscheiden zeigt dir, wie du ATR 42, ATR 72 und Dash 8 auseinanderhältst und woran du die Generationen erkennst. Zum Vergleich lohnt sich auch der Blick auf die Seite zur ATR 72-500.
Streckennetz und wo du Aurigny spottest
Das Netz ist klein, aber dicht getaktet. Die wichtigste Strecke ist Guernsey–London-Gatwick mit mehreren täglichen Umläufen; seit Flybe sich 2014 zurückzog, fliegt Aurigny sie allein. Für Sommer 2026 hat Aurigny außerdem drei tägliche Flüge nach Southampton wieder aufgenommen, nachdem Blue Islands im November 2025 den Betrieb eingestellt hatte. Dazu kommen Verbindungen nach Manchester und weiteren britischen Regionalflughäfen sowie saisonale Ziele. Weil sich das Angebot von Saison zu Saison verschiebt, gilt: Prüf vor der Tour den aktuellen Flugplan.
Am leichtesten erwischst du Aurigny am Flughafen London-Gatwick, wo die ATR zwischen den großen Jets angenehm auffällt. Auch am Flughafen Manchester ist Aurigny Gast; dort eignet sich der Runway Visitor Park gut für Turboprops im Anflug. Wer den britischen Regionalverkehr insgesamt erkunden will, findet bei Loganair und Eastern Airways weitere Kandidaten.
Gute Chancen auf Aurigny, wenn …
- du in Gatwick, Southampton oder Manchester stehst und GR-Flüge im Plan sind
- du direkt auf Guernsey oder Alderney bist
- Sommer ist und zusätzliche Saisonstrecken laufen
Prüf es vorher, wenn …
- du nach alten Berichten planst – Ziele wie Stansted, East Midlands oder Grenoble wechselten mehrfach
- Nebel über den Kanalinseln liegt, denn dann kommt es häufig zu Verspätungen
Eher kein Aurigny-Tag, wenn …
- du in Deutschland spottest – Linienflüge dorthin sind die Ausnahme
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen. An kleinen Inselflugplätzen liegt der Zaun oft nah an der Piste – das ist kein Freibrief, Absperrungen zu übersteigen. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Fototipps für Aurigny-Turboprops
Aurigny fliegt ausschließlich Propellerflugzeuge, und das verändert deine Kameraeinstellungen. Mit sehr kurzen Verschlusszeiten frierst du die Propeller ein – sie wirken dann wie stillstehend, was bei Turboprops unnatürlich aussieht. Besser sind längere Zeiten, bei denen sich eine Propellerscheibe zeigt. Wie du das Verhältnis aus Verschlusszeit und Schärfe findest, erklärt Propeller fotografieren. Bei der Twin Otter mit ihrem festen Fahrwerk und dem schlanken Rumpf lohnt sich außerdem eine seitliche Perspektive, die die markante Silhouette betont.
Kleine Flugplätze wie Alderney oder Guernsey bieten oft kurze Wege und eine entspannte Atmosphäre. Allgemeine Tipps dazu findest du im Artikel Spotting an kleinen Regionalflughäfen, einen Überblick über die Branche im Beitrag zu Regionalairlines in Europa. Und wenn du deine Sichtungen nach Kennzeichen ordnest, hilft dir der Guide zu britischen G-Kennzeichen beim Entschlüsseln.
Häufige Verwechslungen
- Aurigny mit Blue Islands verwechseln – beide waren auf den Kanalinseln aktiv; Blue Islands stellte den Flugbetrieb im November 2025 ein, seitdem fliegt Aurigny etwa Guernsey–Southampton allein.
- Guernsey für einen Teil Großbritanniens halten – die Insel ist eine Kronbesitzung mit eigener Regierung, auch wenn die Flugzeuge G-Kennzeichen tragen.
- Die Twin Otter als Aurigny-eigenes Flugzeug notieren – die Maschinen stellt Isles of Scilly Skybus, Aurigny liefert Marke und Flugnummer.
- Eine Embraer 195 von Aurigny erwarten – der einzige Jet verließ die Flotte im Mai 2024.
- Die Dornier 228NG noch suchen – sie flog Anfang 2026 zum letzten Mal für Aurigny.
- AYLINE nicht zuordnen können – das Rufzeichen gehört zu Aurigny, auch wenn es anders klingt.
Aurigny im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die ganze Airline, werde bei Anflug und Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Aurigny ist klein, staatlich und voller Geschichte. Die Airline von Guernsey brachte 1971 die Trislander in den Liniendienst, flog zehn Jahre lang einen einzigen Jet und hat sich inzwischen ganz auf Turboprops eingestellt. Für Spotter heißt das: ATR 72-600 in Weiß-Gelb an britischen Flughäfen, eine Twin Otter auf der Alderney-Strecke und Kennzeichen, die Geschichten von Inselbuchten und Sportvereinen erzählen. Wer die Kanalinseln besucht, kann mit etwas Glück an einem Tag die ganze aktuelle Flotte sehen.
Kurzfazit
Aurigny (IATA GR, ICAO AUR) ist die staatliche Airline der Kanalinsel Guernsey. Heute fliegt sie fast nur ATR 72-600, für Alderney kommen Twin Otter von Skybus in Aurigny-Farben zum Einsatz – Trislander, Embraer und Dornier sind Geschichte.
Zusammenfassung
- Aurigny ist eine kleine, staatliche Regionalairline von der Kanalinsel Guernsey – Guernsey ist eine Kronbesitzung und gehört nicht zum Vereinigten Königreich.
- Im Alltag siehst du von Aurigny fast nur ATR 72-600 in Weiß-Gelb, vor allem in London-Gatwick, Southampton und Manchester.
- Für Spotter besonders reizvoll: die [Twin Otter](/flugzeugtypen/de-havilland-canada/de-havilland-canada-dhc-6-twin-otter) auf der Alderney-Strecke und die Geschichte der Trislander, deren berühmteste Maschine „Joey“ auf Guernsey erhalten ist.
- Flugnummer GR, Tracker-Code AUR und G-Kennzeichen mit Guernsey-Bezug ordnen jede Sichtung eindeutig zu.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Aurigny?
Der IATA-Code von Aurigny ist GR, der ICAO-Code AUR. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „AYLINE“.
Wem gehört Aurigny?
Aurigny gehört vollständig den States of Guernsey, also der Regierung der Kanalinsel. Verstaatlicht wurde die Airline im Mai 2003; seit 2024 hält die Inselregierung sie direkt, nachdem die zwischengeschaltete Holding aufgelöst wurde.
Ist Aurigny eine britische Airline?
Jein. Guernsey ist eine Kronbesitzung der britischen Krone, aber kein Teil des Vereinigten Königreichs und auch nicht Teil der EU. Die Flugzeuge von Aurigny tragen allerdings britische G-Kennzeichen, und das Streckennetz ist stark auf Großbritannien ausgerichtet. Deshalb ordnen wir Aurigny unter Großbritannien ein.
Welche Flugzeuge fliegt Aurigny?
Das Rückgrat ist die ATR 72-600; Mitte 2026 standen rund sechs Exemplare in der Flotte. Für die Strecken nach Alderney kommen DHC-6 Twin Otter zum Einsatz, die Isles of Scilly Skybus in Aurigny-Farben betreibt. Jets hat Aurigny seit dem Abgang der Embraer 195 im Mai 2024 nicht mehr.
Was war die Trislander „Joey“?
G-JOEY war die bekannteste Britten-Norman Trislander von Aurigny und so etwas wie das Maskottchen der Airline. Ihren letzten Flug machte sie am 28. Juni 2015. Die Maschine blieb auf Guernsey erhalten und ist seit 2019 in einem Indoor-Spielplatz ausgestellt.
Warum fliegt Aurigny nach Alderney nicht mit der ATR?
Der Flughafen Alderney ist sehr klein und hat kurze Pisten. Dafür braucht es kurzstartfähige Kleinflugzeuge – früher die Trislander, dann die Dornier 228NG und seit Ende 2025 die DHC-6 Twin Otter. Weil es auf Alderney zeitweise keinen Treibstoff gibt, ist die Zuladung auf längeren Abschnitten zusätzlich begrenzt.
Wo kann ich Aurigny spotten?
Am einfachsten am Heimatflughafen Guernsey und in Alderney. In Großbritannien fliegt Aurigny unter anderem London-Gatwick, die wichtigste Strecke, sowie Southampton und Manchester an. Das Netz ändert sich saisonal – prüf vorher den aktuellen Flugplan.
Was hatte es mit dem Rekordflug GR678 auf sich?
Am 25. August 2025 verfolgten auf Flightradar24 zeitweise mehr als 1,3 Millionen Menschen den ganz normalen Flug GR678 von Guernsey nach Manchester, durchgeführt mit der ATR G-ORAI. Einen besonderen Anlass gab es offenbar nicht; Flightradar24 selbst sprach vom größten Interesse, das je einer ATR 72 gegolten habe.
Aurigny im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
ATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypATR 72-500
Sechs Propellerblätter, Hochdecker, T-Leitwerk – und von außen fast nicht von der -600 zu unterscheiden: Die ATR 72-500 ist die meistgebaute ATR 72 vor der aktuellen Generation. So grenzt du sie sauber ab.
FlugzeugtypDornier 228
Langer, kantiger Rumpf, schlanker Hochdeckerflügel mit schräg abgeschnittenen Spitzen: Die Dornier 228 fliegt seit 1981 Inselstrecken, Küstenwache und Forschung. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypDe Havilland Canada DHC-6 Twin Otter
Hochdecker mit Flügelstreben, starres Fahrwerk, zwei schlanke PT6-Turboprops: Die Twin Otter landet auf Strand, Wasser, Schnee und Schotter. So erkennst du den kanadischen Klassiker.
FlugzeugtypEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
FlugzeugtypSaab 340
Tiefdecker, zwei Vierblatt-Propeller, ein ganz normales Leitwerk und ein kurzer, rundlicher Rumpf: Der Saab 340 ist der schwedische Klassiker unter den Regional-Turboprops. So erkennst du ihn und weißt, wo er heute noch fliegt.
Weitere Airlines
Loganair
Schottlands Regionalairline verbindet Inseln, Highlands und britische Städte – mit ATR-Turboprops, Embraer-Jets, Twin Ottern auf dem Strand von Barra und Islandern auf dem kürzesten Linienflug der Welt.
RegionalEastern Airways
Historische britische Regionalairline (1997–2025) mit Sitz am Flughafen Humberside: bekannt für die Jetstream 41, Ölindustrie-Shuttles ab Aberdeen, Saab 2000, Embraer-Jets und zuletzt E190-Flüge im Auftrag von KLM.
RegionalFlybe
Historische britische Regionalairline aus Exeter: Aus Jersey European wurde Flybe, zeitweise Europas größte Regionalairline und weltweit größter Betreiber der Dash 8 Q400. Nach der Pleite im März 2020 folgte 2022 ein Neustart aus Birmingham, der im Januar 2023 endete.
RegionalAir UK
Historische britische Regionalairline (1980–1998), entstanden aus Air Anglia, British Island Airways und zwei kleineren Gesellschaften. Air UK flog Fokker-Turboprops und BAe 146 ab Norwich und Stansted, geriet schrittweise unter KLM-Kontrolle und hieß ab 1998 KLM uk.
FrachtChannel Express
Historische britische Fracht- und Charterairline aus Bournemouth: Mit Blumen von Guernsey fing es an, später flogen Herald, Lockheed Electra, Fokker F27 und Airbus A300 Post, Zeitungen und Expresspakete. 2006 ging die Gesellschaft in Jet2.com auf – Code EXS und Rufzeichen CHANNEX leben bis heute weiter.
Regionalbmi regional
Historische britische Regionalairline (1987–2019): von Business Air in Aberdeen über die bmi-Familie zur eigenständigen flybmi mit Embraer-Jets, die bis zur Insolvenz im Februar 2019 auch viele deutsche Flughäfen anflog.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
ATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
FlughafenFlughafen London-Gatwick
Eine einzige Hauptbahn, über 40 Millionen Passagiere im Jahr und orange Airbusse im Minutentakt: Gatwick ist Londons zweitgrößter Flughafen und ein Lehrstück dafür, wie viel Verkehr eine Bahn tragen kann. Für Spotter heißt das: kaum Leerlauf, viel easyJet, dazu Langstrecke von TUI, Norse, British Airways und den Golf-Carriern.
FlughafenFlughafen Manchester
Größter Flughafen außerhalb Londons und Heimat einer der bekanntesten Spotter-Szenen Europas: Zwei parallele Bahnen in Ringway, ein bunter Mix aus Ferienfliegern, Low-Cost-Airlines und Golf-Langstrecke – und mit dem Runway Visitor Park ein offizieller Aussichtspunkt samt Concorde.
Wo du Aurigny vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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