Das Wichtigste in Kürze
- Die ERJ 135 ist die kürzeste Version der ERJ-Familie: eine um rund 3,5 Meter gekürzte ERJ 145 mit bis zu 37 statt 50 Sitzen.
- Hohe Gemeinsamkeit: ERJ 135, 140 und 145 teilen den Großteil ihrer Teile und eine gemeinsame Musterberechtigung für Piloten.
- Legacy-Basis: Aus der ERJ 135 entstand der Businessjet Legacy 600 und später die Legacy 650 – erkennbar an Winglets und Zusatztanks.
- Ein Typ der Jahrtausendwende: In Europa flog sie unter anderem bei Luxair, British Midland und bmi regional, in den USA bei Continental Express und American Eagle.
- Heute selten: Stand Oktober 2026 fliegen nur noch wenige ERJ 135 im Linien- oder Charterverkehr, vor allem in den USA beim Charteranbieter JSX.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Embraer (São José dos Campos, Brasilien) |
|---|---|
| Familie | ERJ-Familie (ERJ 135, ERJ 140, ERJ 145) |
| ICAO-Typcode | E135 |
| Programmstart | 1997 |
| Erstflug | 4. Juli 1998 |
| Indienststellung | Juli 1999 (Continental Express und American Eagle) |
| Triebwerke | 2 × Rolls-Royce AE 3007 (A-Reihe), am Heck montiert |
| Länge | rund 26,33 m |
| Spannweite | 20,04 m |
| Höhe | 6,76 m |
| Kabine | drei Sitze pro Reihe (1+2), ein Gang |
| Sitzplätze | bis zu 37 |
| Reichweite | ER rund 2.500 km, LR rund 3.200 km (je nach Quelle und Beladung) |
| Max. Startgewicht | rund 20 t (ERJ 135LR) |
| Status | Produktion der ERJ-Familie 2020 beendet, nur noch wenige Exemplare im Liniendienst |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk – das typische Layout der ERJ-Familie
- Sehr kurzer, schlanker Rumpf mit auffallend langer, spitzer Nase – im Verhältnis zur Länge wirkt die Nase noch dominanter als bei der ERJ 145
- Gerade Flügelspitzen ohne Winglets – das trennt sie vom Businessjet Legacy 600/650
- Nur wenige Fenster hinter der Tür: Der Rumpf ist rund 3,5 m kürzer als bei der ERJ 145
- Fahrwerk und Flügel sitzen weit hinten, die Kabine endet kurz vor den Triebwerken
Kurz, schlank und mit einer Nase, die fast nicht aufhören will: Die Embraer ERJ 135 ist das kleinste Mitglied der ERJ-Familie und für viele Spotter ein Stück Regionalflug-Nostalgie. Um die Jahrtausendwende flog sie für Continental Express, American Eagle, Luxair, British Midland und viele kleinere Airlines, heute ist sie selten geworden. Spannend bleibt sie trotzdem – nicht zuletzt, weil aus ihr der Businessjet Legacy 600 hervorging, der unter demselben Typcode durch die Trackingdienste geistert. Hier erfährst du, woran du die ERJ 135 erkennst, wie sie sich von ERJ 145 und Legacy unterscheidet und wo du sie noch erwischst.
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Was ist die Embraer ERJ 135?
Die ERJ 135 ist ein zweistrahliger Regionaljet von Embraer und gehört zur ERJ-Familie, deren Grundmodell die ERJ 145 mit 50 Sitzen ist. Mitte der 1990er-Jahre fragten Airlines nach einem noch kleineren Jet für dünne Strecken, auf denen 50 Plätze zu viel waren. Embraer antwortete 1997 mit dem Programmstart der ERJ 135: Statt eine neue Maschine zu entwickeln, kürzten die Ingenieure den Rumpf der ERJ 145 um rund 3,5 Meter – je ein Rumpfstück vor und hinter dem Flügel fiel weg.
Das Ergebnis flog im Juli 1998 zum ersten Mal, nach verbreiteten Angaben am 4. Juli. Die Zulassung durch die brasilianischen Behörden, die US-amerikanische FAA und die europäische JAA folgte 1999. Im Juli 1999 brachten Continental Express und American Eagle den Typ in den Liniendienst, als europäischer Erstkunde hatte sich bereits 1997 die französische Flandre Air festgelegt.
Weil die ERJ 135 so eng mit der ERJ 145 verwandt ist, teilen sich beide den Großteil ihrer Teile und Systeme. Für Airlines war das ein starkes Argument: Piloten der ERJ 135, der ERJ 140 und der ERJ 145 fliegen mit einer gemeinsamen Musterberechtigung, Wartung und Ersatzteillager lassen sich zusammenlegen. Eine Airline konnte also kleine und große Jets mischen, ohne zwei getrennte Flotten aufzubauen.
Technik und Kabine
Äußerlich folgt die ERJ 135 dem klassischen Muster vieler Regionaljets ihrer Zeit: zwei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und ein schmaler Rumpf mit tief angesetztem Flügel. Als Antrieb dienen zwei Mantelstromtriebwerke der Rolls-Royce-Reihe AE 3007A, die je nach Version rund 31 bis 33 kN Startschub liefern. Schubumkehrer waren eine Option, nicht jede Maschine hat sie.
Die Kabine ist schmal: drei Sitze pro Reihe, links ein Einzelsitz, rechts ein Doppelsitz, dazwischen ein Gang. Maximal passen 37 Passagiere hinein. Die Passagiertür sitzt vorne links und hat eine integrierte Treppe – praktisch für Flughäfen ohne Fluggastbrücken oder Treppenfahrzeuge. Eine Reisegeschwindigkeit von bis zu Mach 0,78 und eine Dienstgipfelhöhe von 37.000 Fuß machen die ERJ 135 für Regionalstrecken schneller als die Turboprops, die sie oft ersetzt hat.
Es gibt zwei Hauptvarianten:
- ERJ 135ER (Extended Range): die Basisversion.
- ERJ 135LR (Long Range): mehr Treibstoff an Bord und stärkere Triebwerke, damit eine höhere Reichweite von je nach Quelle rund 3.200 Kilometern und ein maximales Startgewicht von etwa 20 Tonnen.
Von außen siehst du den Unterschied zwischen ER und LR nicht. Für dich als Spotter zählt ohnehin eher die Abgrenzung zu den Geschwistern und zum Businessjet.
E135 ist nicht immer ein Airliner
Unter dem ICAO-Code E135 laufen in vielen Trackingdiensten nicht nur Airline-Jets, sondern auch Businessjets der Legacy-Reihe. Filterst du nach E135, prüf Betreiber und Kennzeichen. Wie Typcodes aufgebaut sind, erklärt der Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.
Die ERJ-Familie im Vergleich
Die drei Linienversionen unterscheiden sich vor allem in der Rumpflänge und Sitzzahl. Achtung: Die ERJ 140 teilt sich den Typcode E135 mit der ERJ 135. Flügel, Triebwerke, Leitwerk und Cockpit sind praktisch identisch.
| Modell | ICAO-Code | Länge | Sitze |
|---|---|---|---|
| ERJ 135 | E135 | rund 26,3 m | bis 37 |
| ERJ 140 | E135 | rund 28,5 m | bis 44 |
| ERJ 145 | E145 | rund 29,9 m | bis 50 |
Die ERJ 140 liegt mit 44 Sitzen zwischen den beiden und ist rund 1,4 Meter kürzer als die ERJ 145. Sie entstand vor allem für den US-Markt, wo Pilotenverträge die Größe der Regionaljets begrenzten. Die ERJ 135 ist die kürzeste der drei – je weniger Fenster du zwischen Tür und Flügel zählst, desto wahrscheinlicher hast du sie vor dir.
Layout prüfen
Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, lange spitze Nase und ein schmaler Rumpf: Dann bist du in der ERJ-Familie oder bei einem verwandten Muster.
Proportionen einschätzen
Wirkt der Rumpf zwischen Cockpit und Flügel auffallend kurz, spricht viel für die ERJ 135. Bei der ERJ 145 liegt deutlich mehr Rumpf vor dem Flügel.
Flügelspitzen ansehen
Gerade Flügelenden ohne Winglets: Airliner. Nach oben gebogene Winglets: Legacy 600 oder 650.
Kennzeichen bestätigen
Am Ende sorgt das Kennzeichen für Gewissheit. Gleich es mit einer Datenbank oder deinem Tracking ab.
Von der ERJ 135 zur Legacy 600
Die vielleicht wichtigste Ableitung der ERJ 135 fliegt heute gar nicht für Airlines. Im Jahr 2000 stellte Embraer auf der Farnborough Airshow einen Businessjet auf Basis der ERJ 135 vor, zunächst als Legacy 2000, ab Mitte der 2000er-Jahre als Legacy 600 vermarktet. Für die Umwandlung erhielt der Jet zusätzliche Treibstofftanks im Heck und vor dem Flügel, Winglets, eine überarbeitete Flügel-Rumpf-Verkleidung und ein modernisiertes Cockpit. Statt 37 Passagieren reisen in der Kabine typischerweise 13 Personen in mehreren Bereichen – dafür mit viel größerer Reichweite.
2002 kam der Businessjet auf den Markt, ab 2011 ergänzte die Legacy 650 mit noch mehr Reichweite das Programm. 2020 stellte Embraer den Verkauf der Legacy 650 ein. Bis dahin waren rund 290 Legacy 600/650 entstanden – deutlich mehr als ERJ 135 für Airlines. Daneben gab es mit dem Legacy Shuttle eine Version ohne Zusatztanks und mit 19 bis 37 Sitzen in Airliner-Bestuhlung.
Für Spotter heißt das: Ein „E135“ auf dem Radar ist heute mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Businessjet. Wenn du Geschäftsreiseflugzeuge ohnehin magst, lohnt sich ein Blick in den Guide Businessjets spotten.
| Merkmal | ERJ 135 (Airliner) | Legacy 600/650 |
|---|---|---|
| Flügelspitzen | gerade, ohne Winglets | mit Winglets |
| Kabine | bis 37 Sitze, 1+2 | Business-Kabine, meist um 13 Sitze |
| Kennzeichen | Airline-Register | oft private oder Charter-Kennzeichen |
| Standort am Flughafen | Airline-Gates, Vorfeld | General-Aviation-Terminal |
Häufige Verwechslungen
Neben der eigenen Familie gibt es weitere Regionaljets mit ähnlichem Layout:
| Verwechslung | Woran du sie trennst |
|---|---|
| Embraer ERJ 145 | rund 3,5 m längerer Rumpf, mehr Fenster vor dem Flügel |
| Embraer Legacy 600 | Winglets an den Flügelspitzen, Businessjet-Lackierung |
| Bombardier CRJ200 | kürzere, rundere Nase, vier Sitze pro Reihe, Winglets |
| Dornier 328JET | Triebwerke unter den Flügeln, Hochdecker-Layout |
Die CRJ200 ist der klassische Konkurrent aus Kanada und war in den USA oft bei denselben Regionalairlines unterwegs. Sie wirkt mit ihrer kürzeren Nase und den Winglets deutlich anders, sobald du beide Typen einmal nebeneinander gesehen hast. Einen Überblick über alle kleinen Jets gibt der Beitrag Regionaljets unterscheiden.
Es ist eine ERJ 135, wenn …
- ein Jet mit Hecktriebwerken und T-Leitwerk einen sehr kurzen Rumpf mit langer Nase hat
- die Flügelspitzen gerade und ohne Winglets enden
- dein Tracking E135 und eine Airline oder einen Linien-Charterbetreiber anzeigt
Sieh genauer hin, wenn …
- du die Maschine nur von vorn siehst – dann sind ERJ 135, 140 und 145 kaum zu trennen
- das Tracking E135 meldet, aber kein Airline-Rufzeichen auftaucht
- eine Airline mehrere ERJ-Versionen im gleichen Design fliegt
Es ist keine ERJ 135, wenn …
- Winglets an den Flügelspitzen sitzen – dann eher Legacy oder CRJ
- die Triebwerke unter den Flügeln hängen
- du vier Sitze pro Reihe zählst
Betreiber: gestern und heute
Die große Zeit der ERJ 135 lag zwischen 1999 und den frühen 2010er-Jahren. In den USA gehörten Continental Express, unterwegs für Continental Airlines und betrieben von ExpressJet, und American Eagle, heute Envoy Air, zu den Erstkunden. American Eagle flog eine gemischte Flotte aus ERJ 135 und ERJ 145 für American Airlines. Auch Chautauqua Airlines setzte den Typ ein.
In Europa war die ERJ 135 bei vielen kleineren Gesellschaften zu Hause. Historische Betreiber waren unter anderem:
- Luxair ab dem Flughafen Luxemburg, die ERJ 135 und ERJ 145 einsetzte, bevor sie auf andere Muster umstieg.
- British Midland und später bmi regional – die britische Regionalairline hatte bis zu ihrem Ende im Februar 2019 noch drei ERJ 135 neben 14 ERJ 145 in der Flotte.
- Loganair, die laut Flottenübersichten von 2019 bis 2022 auch ERJ 135 einsetzte, bevor ATR-Turboprops sie ersetzten.
- Eastern Airways, die ab 2010 ERJ 135 mit 37 Sitzen flog. Die Airline selbst hat den Flugbetrieb im Oktober 2025 eingestellt.
- Kleinere Gesellschaften wie Flandre Air in Frankreich, City Airline in Schweden und Jetmagic in Irland – allesamt längst Geschichte.
Außerhalb Europas und der USA flog die ERJ 135 zum Beispiel bei der südafrikanischen Airlink. Dazu kommen Regierungs- und Militärbetreiber: Die belgische Luftkomponente nutzte zwei ERJ 135 und zwei ERJ 145 von 2001 bis 2020 für Personen- und VIP-Transporte, in Thailand nutzt unter anderem die Marine die ERJ 135LR. Wie du solchen Maschinen auf die Spur kommst, zeigt der Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.
Und heute? Stand Oktober 2026 ist der wichtigste aktive Betreiber der US-Anbieter JSX. Er fliegt ERJ 135 und ERJ 145 mit jeweils 30 Sitzen als öffentlicher Charter von kleinen Terminals aus, unter anderem in Las Vegas, Burbank, Dallas Love Field und Orange County. Daneben sind einzelne Exemplare bei kleineren Charter- und Regierungsbetreibern unterwegs. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist eine ERJ 135 im Linienverkehr inzwischen ein echter Glücksfall.
Keine seltene E135 mehr verpassen
Planetrack benachrichtigt dich per Sichtungs-Alarm, wenn ein beobachteter Typ, eine Airline oder ein bestimmtes Kennzeichen im Anflug ist – ideal für Raritäten wie die ERJ 135. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting-Tipps für die ERJ 135
Die ERJ 135 ist einer der kleinsten Jets, die im Linienverkehr unterwegs waren. Das wirkt sich auf deine Planung aus.
- Tracking clever nutzen. Setz E135 als Filter, prüf aber jedes Ergebnis auf Betreiber und Kennzeichen, um Legacy-Businessjets auszusortieren. Wie du Flugbewegungen am besten verfolgst, steht im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
- Viel Brennweite einplanen. Mit gut 26 Metern Länge füllt die ERJ 135 das Bild bei gleicher Entfernung deutlich weniger aus als ein Mittelstreckenjet. Welche Brennweite sinnvoll ist, erklärt der Beitrag Objektiv fürs Planespotting.
- Seitenansicht wählen. Weil die Rumpflänge das entscheidende Merkmal gegenüber der ERJ 145 ist, sind Seitenaufnahmen im Anflug oder beim Rollen am aussagekräftigsten.
- Licht vorher planen. Bei schlanken Rümpfen und kleinen Fenstern bringt seitliches Licht die Details. Wie du den Sonnenstand berechnest, liest du im Guide zum Sonnenstand.
Wer die ERJ 135 gezielt jagen will, hat in den USA die besten Karten. Am Flughafen Las Vegas, wo JSX eine Basis betreibt, ist der Sunset Park ein bekannter Spot mit Blick auf die Anflüge. Plane dabei, dass JSX von separaten Terminals startet und die Maschinen nicht an den großen Gates stehen.
Sicherheit geht vor
Bleib bei Fotos immer auf öffentlich zugänglichen Flächen. Gerade an kleinen Charter- und General-Aviation-Terminals sind Absperrungen und Hinweisschilder verbindlich. Was erlaubt ist, fasst der Artikel Ist Planespotting erlaubt? zusammen.
Warum die ERJ 135 so schnell verschwand
Die ERJ 135 war ein Kind ihrer Zeit. Ende der 1990er-Jahre ersetzten Airlines weltweit Turboprops durch kleine Jets, weil Passagiere sie als moderner und schneller empfanden. Doch die Wirtschaftlichkeit eines Jets mit nur 37 Sitzen hängt stark am Treibstoffpreis. Als die Kerosinkosten in den 2000er-Jahren stiegen, wurde die Rechnung für so kleine Jets immer schwieriger: Die Kosten pro Sitz lagen deutlich über denen größerer Muster.
Viele Airlines parkten ihre ERJ 135 deshalb früh oder stiegen auf größere Regionaljets wie die Embraer E175 um, andere kehrten zu sparsamen Turboprops zurück. Embraer beendete die Produktion der gesamten ERJ-Familie 2020 nach über 1.200 gebauten Flugzeugen. Die ERJ 135 machte daran mit gut 130 Bestellungen laut Branchenberichten nur einen kleinen Anteil aus. Ihr Erbe lebt vor allem im Businessjet-Segment weiter.
Bereit für die ERJ-135-Jagd?
- Ich habe E135 im Tracking als Filter gesetzt und weiß, dass dort auch Legacy-Businessjets auftauchen.
- Ich erkenne den Unterschied zur ERJ 145 an der Rumpflänge.
- Ich achte auf die Flügelspitzen: ohne Winglets Airliner, mit Winglets Legacy.
- Ich habe einen aktiven Betreiber und einen passenden Flughafen gefunden.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich, Brennweite und Licht passen.
Fazit
Die Embraer ERJ 135 ist die kompakteste Interpretation der ERJ-Familie: eine gekürzte ERJ 145 mit 37 Sitzen, Hecktriebwerken und langer Nase. Als Airliner hatte sie nur eine kurze Blütezeit, als Basis der Legacy 600 und 650 dagegen eine lange zweite Karriere. Für Spotter ist sie heute eine Rarität – in Europa fast verschwunden, in den USA bei wenigen Betreibern noch zu finden. Wenn du sie siehst, halt sie fest.
Kurzfazit
Hecktriebwerke, T-Leitwerk, sehr kurzer Rumpf mit langer Nase und Flügelspitzen ohne Winglets: Das ist die ERJ 135. Mehr Rumpf vor dem Flügel bedeutet ERJ 140 oder 145, Winglets bedeuten Legacy. Im Tracking steht sie als E135 – aber nicht jeder E135 ist ein Airliner.
Zusammenfassung
- Die Embraer ERJ 135 ist ein zweistrahliger Regionaljet mit bis zu 37 Sitzen, der 1998 erstmals flog und 1999 in den Liniendienst kam.
- Technisch ist sie eine gekürzte ERJ 145 mit gleichem Cockpit, gleichen Triebwerken und gemeinsamer Musterberechtigung.
- Vom Businessjet Legacy 600/650 trennst du sie über die fehlenden Winglets, von der ERJ 145 über den deutlich kürzeren Rumpf.
- In Europa ist der Typ aus den Linienflotten weitgehend verschwunden; wer ihn sehen will, hat in den USA, bei Regierungs- und Militärbetreibern oder bei Businessjet-Ablegern die besten Chancen.
Häufige Fragen
Was ist die Embraer ERJ 135?
Ein zweistrahliger Regionaljet des brasilianischen Herstellers Embraer. Er ist die kürzeste Version der ERJ-Familie, zu der auch ERJ 140 und ERJ 145 gehören. Die ERJ 135 bietet bis zu 37 Sitze in einer 1+2-Anordnung, hat zwei Rolls-Royce-Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk. Der Erstflug war am 4. Juli 1998, im Juli 1999 kam sie in den Liniendienst.
Welchen ICAO-Typcode hat die ERJ 135?
Die ERJ 135 läuft unter dem Code E135. Derselbe Code gilt auch für die ERJ 140 und den Businessjet Legacy 600, der technisch auf der ERJ 135 beruht – in Tracking-Diensten tauchen diese Maschinen deshalb ebenfalls als E135 auf. Achte deshalb auf Kennzeichen, Betreiber und Rufzeichen, bevor du einen „E135“ als Airliner verbuchst.
Wie unterscheide ich ERJ 135 und ERJ 145?
Über die Rumpflänge: Die ERJ 145 ist rund 3,5 Meter länger und hat entsprechend mehr Fenster zwischen Tür und Flügel. Die ERJ 135 wirkt dagegen kurz und fast gedrungen, die lange Nase sticht stärker hervor. Ohne direkten Vergleich ist das schwierig – dann helfen Kennzeichen und Typcode (E135 gegenüber E145).
Wie unterscheide ich ERJ 135 und Legacy 600?
Das wichtigste Merkmal sind die Winglets: Die Legacy 600 und 650 tragen nach oben gebogene Flügelspitzen, die Airliner-Version hat gerade Flügelenden ohne Winglets. Dazu kommen Businessjet-Lackierungen, private Kennzeichen und meist ein Einsatz an Geschäftsfliegerterminals statt an Airline-Gates.
Wie viele Sitze hat die ERJ 135?
Maximal 37 Sitze in einer 1+2-Anordnung mit einem Gang. Einige Betreiber haben weniger Plätze eingebaut – der US-Charteranbieter JSX fliegt seine ERJ 135 zum Beispiel mit 30 Sitzen und mehr Beinfreiheit.
Was ist der Unterschied zwischen ERJ 135ER und ERJ 135LR?
ER steht für Extended Range und war die Basisversion. Die LR (Long Range) hat mehr Treibstoff an Bord, etwas stärkere Triebwerkseinstellungen und damit mehr Reichweite. Von außen siehst du den Unterschied nicht.
Wird die ERJ 135 noch gebaut?
Nein. Embraer hat die Produktion der gesamten ERJ-Familie 2020 beendet. Insgesamt entstanden über 1.200 Flugzeuge der Familie, die ERJ 135 macht davon nur einen kleinen Teil aus. Laut Branchenberichten wurden gut 130 ERJ 135 bestellt.
Wo kann ich die ERJ 135 heute noch sehen?
Am ehesten in den USA: Der Charteranbieter JSX fliegt Stand Oktober 2026 neben ERJ 145 auch ERJ 135, unter anderem ab Las Vegas, Burbank und Dallas Love Field. In Europa sind die Linienbetreiber verschwunden; gelegentlich tauchen Regierungs- oder Sondermaschinen auf. Prüf vor dem Spottag im Tracking, ob tatsächlich eine E135 unterwegs ist.
Embraer ERJ 135 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Embraer ERJ 145
Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.
RegionaljetEmbraer ERJ 140
Der Regionaljet, der wegen eines Pilotenvertrags existiert: Die ERJ 140 ist eine ERJ 145 mit 44 statt 50 Sitzen, fast ausschließlich für American Eagle gebaut und heute aus dem Liniendienst verschwunden.
BusinessjetEmbraer Legacy 600/650
Ein Regionaljet im Maßanzug: Die Legacy 600 und 650 sind aus der ERJ 135 entstanden – mit Winglets, Zusatztanks und Business-Kabine für rund 13 bis 14 Gäste. Bis 2020 baute Embraer 289 Stück.
RegionaljetEmbraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
RegionaljetBombardier CRJ100/CRJ200
Klein, schlank, Triebwerke am Heck: Der CRJ100/200 war der erste Canadair Regional Jet und startete 1992 bei Lufthansa CityLine. In Europa ist er fast verschwunden, in den USA fliegt er noch – so erkennst du den 50-Sitzer sicher.
RegionaljetFairchild Dornier 328JET
Ein Jet mit Flügel oben auf dem Rumpf, zwei Triebwerken darunter und T-Leitwerk: Die 328JET aus Oberpfaffenhofen ist einer der seltensten Regionaljets überhaupt. So erkennst du sie, und hier fliegt sie heute.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Embraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
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Britischer Triebwerkshersteller mit über hundert Jahren Luftfahrtgeschichte: Die Trent-Familie treibt A330, A350, A380 und Boeing 787 an, die Business-Jet-Triebwerke kommen aus Dahlewitz bei Berlin. Für Spotter ist Rolls-Royce die Frage hinter der Frage – welcher Antrieb hängt eigentlich unter dem Flügel?
FlughafenFlughafen Las Vegas Harry Reid (LAS)
Vom Wüstenflugplatz Alamo Field zum Tor in die Glücksspielmetropole: vier Pisten direkt am Strip, Southwest-737 im Minutentakt, Spielautomaten im Terminal, die geheimnisvollen weißen Janet-Jets – und ein offizieller Spotterplatz mit der Sonne im Rücken.
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Ein kleiner Passagierflughafen mit einer der größten Frachtdrehscheiben Europas: Am Findel sitzen Luxair und Cargolux, auf der einzigen, rund vier Kilometer langen Bahn rollen täglich Boeing-747-Frachter – für Spotter eine der letzten Hochburgen des Jumbos.
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