Planespotting in Paris-Charles de Gaulle: Spots, Pistensystem und Fotogenehmigung

Vier parallele Pisten, ein riesiges Gelände und eine Fotogenehmigung, die du kennen solltest: Dieser Guide erklärt das Doublet-System von Paris-CDG, zeigt die bewährten Spots an Nord- und Südseite und hilft dir, deinen Tag rund um Roissy zu planen.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Doublets, klare Aufgaben: CDG hat vier parallele Ost-West-Pisten. Die äußeren Bahnen 09L/27R (Norden) und 08R/26L (Süden) dienen hauptsächlich Landungen, die inneren 09R/27L und 08L/26R hauptsächlich Starts.
  • Der Wind bestimmt die Richtung: Bei Westwind wird auf 27/26 gelandet und gestartet, bei Ostwind auf 09/08. Im langjährigen Mittel überwiegt die Westbetriebsrichtung.
  • Fotogenehmigung beachten: Für das Fotografieren an der Plattform Roissy verlangen die Behörden eine schriftliche Genehmigung. Die Anfrage geht an die staatlichen Sicherheitsbehörden und braucht Vorlauf.
  • Weite Wege: Zwischen den Spots liegen oft längere Fahrten oder weite Fußwege. Ein Auto und ein Tele ab etwa 300 mm machen das Leben leichter.
  • Morgens ist Langstreckenzeit: Viele Langstreckenflüge aus Amerika, Afrika und Asien landen in den Morgenstunden – die ergiebigste Zeit des Tages.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Planespotting in Paris-CDG: die kurze Antwort
  2. 2.Das Pistensystem: zwei Doublets, außen landen, innen starten
  3. 3.Fotogenehmigung: ohne Papier geht es nicht
  4. 4.Die Spots an der Nordseite
  5. 5.Die Spots an der Südseite
  6. 6.Terminals, Hotels und die Concorde
  7. 7.Der perfekte Spotting-Tag in CDG
  8. 8.Was du in CDG vor die Linse bekommst
  9. 9.Anreise, Wege und Ausrüstung
  10. 10.Paris als Spotting-Ziel
  11. 11.Fazit

Du stehst auf dem kleinen Hügel an der Gendarmerie, die Sonne im Rücken, und eine Boeing 777 nach der anderen hebt von der 27L ab. Eine halbe Stunde später dreht der Wind, und plötzlich startet alles in die andere Richtung – auf der anderen Seite eines Geländes, das größer ist als manche Kleinstadt. Planespotting in Paris-Charles de Gaulle ist großartig, aber es belohnt Vorbereitung: Du musst das Pistensystem lesen können, die Fotogenehmigung im Blick haben und wissen, welcher Spot bei welcher Betriebsrichtung lohnt. Dieser Guide hilft dir dabei.

CDG-Sichtungen direkt festhalten

Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot – und sammelst die Air-France-Flotte Stück für Stück in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Planespotting in Paris-CDG: die kurze Antwort

Der Flughafen Paris-Charles de Gaulle (IATA CDG, ICAO LFPG) liegt rund 23 Kilometer nordöstlich der Pariser Innenstadt bei Roissy-en-France und ist seit März 1974 in Betrieb. Er ist das Heimatdrehkreuz der Air France und der wichtigste Flughafen der SkyTeam-Allianz in Frankreich. 2025 zählte er gut 72 Millionen Passagiere und damit einen Platz unter den verkehrsreichsten Flughäfen Europas.

Für dich als Spotter heißt das: viel Verkehr, viele Langstreckentypen, aber keine bequeme Aussichtsterrasse. Gespottet wird an Feldern, Hügeln und Straßenrändern rund um das Gelände. Wer das Pistensystem versteht, eine Fotogenehmigung hat und mobil ist, erlebt hier einen der abwechslungsreichsten Spotting-Tage des Kontinents.

4parallele Pisten in zwei Doublets
4200 mLänge der 09R/27L, der längsten Bahn
72 Mio.Passagiere im Jahr 2025
1974Eröffnung des Flughafens

Das Pistensystem: zwei Doublets, außen landen, innen starten

Die vier Bahnen von CDG liegen in zwei Paaren, den sogenannten Doublets. Das Nord-Doublet besteht aus der 09L/27R und der 09R/27L, das Süd-Doublet aus der 08L/26R und der 08R/26L. Zwischen den beiden Paaren liegen die Terminals, die Vorfelder und die Zone rund um Roissypôle. Warum die Bahnen 08 und 09 heißen, obwohl sie fast parallel sind, erklärt der Beitrag Pistenbezeichnungen am Flughafen.

Piste Doublet Länge (ca.) Hauptnutzung
09L/27R Nord, außen 2700 m Landungen
09R/27L Nord, innen 4200 m Starts
08L/26R Süd, innen 4100 m Starts
08R/26L Süd, außen 2700 m Landungen

Das Prinzip ist leicht zu merken: Die äußeren, kürzeren Bahnen nehmen hauptsächlich Landungen auf, die inneren, langen Bahnen hauptsächlich Starts. So können Landungen und Starts in jedem Doublet unabhängig voneinander laufen, und die startenden Maschinen müssen keine Landebahn kreuzen. In ruhigen Phasen wird laut Spotter-Guides gelegentlich auch auf den inneren Bahnen gelandet – verlass dich also nicht blind darauf.

Westbetrieb und Ostbetrieb

Welche Richtung geflogen wird, bestimmt der Wind. Bei Westwind läuft der Betrieb face à l’ouest: Landungen auf 27R und 26L, Starts auf 27L und 26R. Bei Ostwind heißt es face à l’est: Landungen auf 09L und 08R, Starts auf 09R und 08L. Im langjährigen Mittel überwiegt die Westbetriebsrichtung, einzelne Monate können aber ganz anders aussehen. Wie Wind und Betriebsrichtung grundsätzlich zusammenhängen, erklärt der Ratgeber Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Betriebsrichtung Landungen Starts Lohnende Spots
Westbetrieb 27R, 26L 27L, 26R Gendarmerie-Hügel (27L), Le Mesnil-Amelot (27R), Friedhof Tremblay und Cargo-Gebiet (26R)
Ostbetrieb 09L, 08R 09R, 08L Hundepark (09L), Virage Météo (09R), Friedhof Tremblay und Aéroville (08R), Pappeln an der Südseite (08L)

Nord oder Süd?

Beide Doublets sind gleichzeitig aktiv, und du wirst nie den gesamten Verkehr von einem Punkt aus sehen. Viele Spotter beobachten, dass Air France und ihre Regionaltochter überwiegend die Südseite nutzen. Auf der Nordseite tauchen häufiger Star-Alliance-Airlines und die Frachtmaschinen von FedEx Express auf, deren Europa-Drehkreuz in CDG liegt. Willst du gezielt eine bestimmte Maschine erwischen, prüf im Flugtracker, auf welcher Bahn sie landet, und wähle das Doublet danach.

Wind, Pisten und Alarm in einer App

Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen und benachrichtigt dich, wenn ein gesuchtes Kennzeichen oder eine Special Livery im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Fotogenehmigung: ohne Papier geht es nicht

Das ist der wichtigste Unterschied zu deutschen Flughäfen: In Roissy-Charles de Gaulle ist das Fotografieren von Flugzeugen nur mit schriftlicher Genehmigung erlaubt, und laut Spotter-Guides gilt das inzwischen auch für Orly und Le Bourget. Zuständig sind die staatlichen Sicherheitsbehörden der Pariser Flughäfen. Laut aktuellen Spotter-Guides stellst du die Anfrage per E-Mail, am besten auf Französisch, legst eine Ausweiskopie bei und nennst Zeitraum und geplante Standorte. Die Bearbeitung kann mehrere Wochen dauern, und Ausländer erhalten nach diesen Berichten derzeit keine mehrjährigen Genehmigungen mehr.

Kontrolliert wird nicht überall gleich streng. Am ehesten fragen Polizei oder Flughafenpersonal an Spots direkt am Zaun nach dem Papier, bei Spots weiter draußen im Feld seltener. Plane trotzdem so, als würdest du kontrolliert: Genehmigung und Ausweis gehören in die Kameratasche. Mehr zu den Rechtsfragen im Ausland liest du in Spotten im Ausland, zum Verhalten bei Kontrollen in Polizeikontrolle beim Spotten.

Verfahren vor der Reise prüfen

Zuständigkeit, Kontaktadresse und Bearbeitungszeit für die Fotogenehmigung haben sich in den vergangenen Jahren mehrfach geändert. Die Angaben hier entsprechen dem Stand Oktober 2026 – prüf das aktuelle Verfahren rechtzeitig bei den zuständigen französischen Behörden.

Die Spots an der Nordseite

Gendarmerie-Hügel: Starts auf der 27L

Der kleine Hügel im Feld nahe der Gendarmerie ist einer der beliebtesten Spots an der Nordseite. Du parkst am Besucherparkplatz der Gendarmerie und gehst rund 100 Meter ins Feld. Bei Westbetrieb rotieren die Starts auf der 27L vor dir. Im Sommer passt das Licht etwa zwischen 10 und 16 Uhr, im Winter den ganzen Tag. Für Großraumflugzeuge reichen rund 300 mm, für Schmalrumpfjets eher 400 mm. Eine Leiter brauchst du nicht – nur die Hundestaffel in der Nähe sorgt für Hintergrundgeräusche.

Virage Météo: Rollwege und Starts auf der 09R

Ein paar Minuten zu Fuß weiter liegt der Bereich an der Kurve beim Wetterdienst, unter Spottern als Virage Météo bekannt. Hier siehst du Rollverkehr auf den Rollwegen und bei Ostbetrieb die Starts auf der 09R. Das Spektrum reicht vom Weitwinkel für rollende Maschinen bis zum Tele. Eine Leiter hilft hier, um über den Zaun zu fotografieren. Parken direkt am Spot ist nicht möglich, Spotter stellen das Auto an der Gendarmerie ab. Ohne Auto kommst du mit dem Bus ab Roissypôle in die Zone Technique.

Hundepark: Landungen auf der 09L

Für Ostbetrieb ist das Feld westlich des Geländes beim Hundepark eine bewährte Adresse. Du fährst an den Air-France-Hallen und dem FedEx-Frachtbereich vorbei Richtung Westen und zuletzt über einen holprigen Feldweg. Die Landungen auf der 09L kommen über das Feld herein, sind aber weit entfernt – für Schmalrumpfjets brauchst du rund 500 mm. Die Gegend ist abgelegen und nicht besonders gepflegt, nimm also nur mit, was du brauchst, und lass nichts sichtbar im Auto liegen.

Le Mesnil-Amelot: Landungen auf der 27

Bei Westbetrieb kommen die Landungen von Osten über das Dorf Le Mesnil-Amelot. Spotter parken nahe einer stillgelegten Straße am Ortsrand und laufen zu ihrer Position. Mit einem Zoom bis etwa 300 mm bekommst du die Anflüge auf 27R und 27L formatfüllend. Im Ort gibt es Restaurants und Hotels – praktisch, wenn du mehrere Tage bleibst.

Die Spots an der Südseite

Friedhof Tremblay-en-France: 08R und 26R

Am Friedhof am nördlichen Ortsrand von Tremblay-en-France siehst du bei Ostbetrieb die Landungen auf der 08R und bei Westbetrieb Starts auf der 26R. Ist das Tor offen, nutzt du den Parkplatz, ein kleiner Hügel davor verbessert den Blickwinkel. Stromleitungen stören teilweise, lassen aber Lücken. Selbstverständlich gilt hier: leise, respektvoll und ohne Picknick zwischen den Gräbern.

Aéroville und Feldweg: Landungen auf der 08R

Am Einkaufszentrum Aéroville südlich des Geländes kannst du ebenfalls Landungen auf der 08R fotografieren. Das Licht passt hier nur von Mai bis August, früh am Morgen oder am Abend. Der Vorteil: Toiletten, Essen und Getränke sind nah. Nahe dem Postzentrum (Hub Postal) gibt es weitere Spots für die 08R an einem Feldweg, die mit dem Bus ab Roissypôle erreichbar sind – praktisch für alle, die mit der RER B anreisen.

Pappeln und Regenbecken: Starts auf der 08L, Landungen auf der 26L

Östlich der Feldspots an der Südseite liegen zwei weitere Standorte mit Blick auf das Süd-Doublet. An einer Reihe Pappeln fotografierst du Starts auf der 08L, an einem Regenrückhaltebecken vor allem Landungen auf der 26L. Seit Leitplanken die Haltebucht absperren, ist das Parken dort schwierig. Im Sommer flimmert über den langen Bahnen oft die Luft – die Tipps aus Hitzeflimmern vermeiden helfen.

Cargo-Gebiet: Starts auf der 26R am Sommerabend

Im Frachtbereich an der Südseite fotografierst du an Sommerabenden die Starts auf der 26R mit Licht von hinten. Das Fenster ist schmal – etwa Mai bis August, ab dem frühen Abend –, aber wenn es passt, lohnt es sich. Achte auf den Lkw-Verkehr und park nicht auf Firmenparkplätzen wie dem von UPS.

Terminals, Hotels und die Concorde

Eine öffentliche Aussichtsterrasse gibt es in CDG nicht. Wer Vorfeld und Kennzeichen sehen will, bucht ein Zimmer mit Blick: Das Sheraton direkt über dem Bahnhof an Terminal 2 schaut auf Rollwege und das Vorfeld vor 2C, wo laut Spotter-Guides häufig Großraumjets der Golf-Airlines stehen, etwa der Airbus A380 von Emirates oder Qatar Airways. Auch einige Hotels in Roissypôle zwischen den Terminals bieten aus höheren Etagen Blick auf Rollwege. Mehr Ideen sammelt der Beitrag Hotels mit Pistenblick in Europa.

Auf dem Flughafengelände steht außerdem die ausgemusterte Air-France-Concorde F-BVFF. Sie ist von außen zu sehen und ein beliebtes Motiv für einen kurzen Stopp. Die Geschichte des Überschalljets erzählt Die Concorde. Beim Fotografieren in und an den Terminals gelten eigene Regeln, die Fotografieren im Terminal zusammenfasst.

Der perfekte Spotting-Tag in CDG

1. Am Vorabend: Wind und Genehmigung prüfen

Kommt der Wind aus Westen, planst du für die 27er- und 26er-Bahnen, bei Ostwind für 09 und 08. Genehmigung und Ausweis legst du direkt zur Kamera.

2. Früher Morgen: Langstrecken-Ankünfte

Die Morgenstunden bringen viele Langstreckenflüge. Bei Westbetrieb stehst du in Le Mesnil-Amelot für die Landungen auf der 27, bei Ostbetrieb am Friedhof Tremblay oder an Aéroville für die 08R.

3. Vormittag bis Nachmittag: die Allrounder

Zwischen 10 und 16 Uhr haben viele Spots gutes Licht. Bei Westbetrieb ist der Gendarmerie-Hügel ideal, bei Ostbetrieb der Hundepark für die 09L oder die Pappeln an der Südseite.

4. Mittag: Tracker-Check und Pause

Prüf, ob sich die Betriebsrichtung geändert hat. Für Essen und Toiletten bieten sich Aéroville, die Terminals oder Roissypôle an.

5. Sommerabend: Cargo-Gebiet

Von Mai bis August hast du im Frachtbereich bei Westbetrieb abends Licht von hinten auf die Starts der 26R – ein schöner Abschluss.

Die genauen Lichtfenster hängen von Datum und Spot ab. Wie du sie berechnest, zeigt Sonnenstand planen. Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du direkt auf der Spot-Karte, wann die Sonne an deinem Standort im Rücken steht. Welche Langstreckenflüge wann ankommen, ordnet Wann Langstreckenflüge in Europa landen ein.

Welcher CDG-Spot passt gerade?

Drei Fragen – am Ende bekommst du eine Empfehlung für den nächsten Standort.

Empfehlung

Gendarmerie-Hügel

Bei Westbetrieb starten die Flugzeuge auf der 27L direkt vor dir. Gutes Licht etwa von 10 bis 16 Uhr, keine Leiter nötig.

Empfehlung

Hundepark an der 09L

Bei Ostbetrieb kommen die Landungen auf der 09L über das Feld. Abgelegen, also gut vorbereitet anreisen.

Empfehlung

Le Mesnil-Amelot

Bei Westbetrieb kommen die Landungen auf der 27R und 27L über den Ort herein. Restaurants und Hotels in der Nähe.

Empfehlung

Cargo-Gebiet an der 26R

Von Mai bis August hast du abends Licht von hinten auf die Starts der 26R. Auf Lkw achten.

Empfehlung

Hotel mit Vorfeldblick

Unabhängig von der Betriebsrichtung: Vom Sheraton an Terminal 2 oder aus Hotels in Roissypôle siehst du Vorfeld, Rollwege und Kennzeichen.

Was du in CDG vor die Linse bekommst

Paris ist der beste Ort, um die Air-France-Flotte zu sammeln. Auf der Langstrecke siehst du den Airbus A350-900, die Boeing 777-300ER und 777-200ER sowie die Boeing 787-9. Auf Kurz- und Mittelstrecke fliegen der Airbus A220-300 und Modelle der A320-Familie. Dazu kommen Embraer-Regionaljets von Air France Hop. Welcher Langstreckenjet welcher ist, erklären A350 oder 787? und Boeing 777 und 787 unterscheiden.

Neben der Air France ist CDG ein Treffpunkt für Airlines aus aller Welt: SkyTeam-Partner wie Delta, die Golf-Carrier, Gesellschaften aus Afrika und dem Indischen Ozean wie Air Austral, dazu easyJet mit einer Basis in Paris. Im Frachtbereich stehen die Boeing 777F von FedEx und weitere Frachter – Tipps dazu in Frachtflugzeuge erkennen und Express-Integratoren DHL, FedEx und UPS.

Gesuchtes Kennzeichen nicht verpassen

In CDG landen Sonderlackierungen und seltene Gäste oft zwischen zwei Wellen Linienverkehr. Mit Sichtungs-Alarmen für Kennzeichen, Typen, Airlines und Special Liveries meldet dir Planetrack, wenn ein gesuchtes Flugzeug im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Anreise, Wege und Ausrüstung

Unter Terminal 2 liegt ein Bahnhof mit TGV-Halt, die RER B fährt aus der Pariser Innenstadt zu beiden großen Terminalbereichen. Für die Spots draußen am Zaun ist das allerdings nur der erste Schritt: Die Busse ab Roissypôle bringen dich in die Zone Technique und die Frachtgebiete, viele Spots erreichst du danach nur zu Fuß. Auch mit dem Auto kostet der Wechsel zwischen zwei Standorten wegen der großen Wege oft viel Zeit. Nimm Essen und Wasser mit und lass keine Wertsachen sichtbar im Wagen.

Wegen der großen Abstände zu den inneren Bahnen ist ein Telezoom bis mindestens 300 mm sinnvoll, für Schmalrumpfjets eher 400 bis 500 mm. Mehr dazu steht in Objektiv fürs Planespotting. Leitern sind in CDG offiziell nicht erlaubt, viele Feldspots kommen aber ohne aus. Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren – die Grundlagen fasst Drohnen am Flughafen zusammen. Und weil Bauarbeiten in CDG immer wieder Zugänge verändern, gilt: Prüf kurz vor dem Besuch in aktuellen Spotterforen, ob dein Spot noch erreichbar ist.

Bist du startklar für CDG?

Hak ab, was du vor dem Losfahren geklärt hast.

  • Ich habe eine gültige Fotogenehmigung oder sie rechtzeitig beantragt.
  • Ich habe die Windrichtung und damit die Betriebsrichtung geprüft.
  • Ich weiß, ob ich Nord- oder Süd-Doublet besuchen will.
  • Ich kenne Parkmöglichkeit oder Busverbindung meines Spots.
  • Ich habe ein Tele ab etwa 300 mm dabei.
  • Ich habe Essen, Wasser und einen Ausweichspot eingeplant.

Paris als Spotting-Ziel

Im Vergleich zu Schiphol mit seinem Pistenpuzzle ist das System in CDG übersichtlicher, die Logistik aber anspruchsvoller. Wer schon in Heathrow gespottet hat, kennt das Prinzip getrennter Lande- und Startbahnen. Rund um Paris lohnen außerdem der Flughafen Paris-Orly und das Musée de l’Air et de l’Espace in Le Bourget, wo in ungeraden Jahren auch die Paris Air Show stattfindet. Weitere Ziele stellt Die besten Spotting-Spots in Europa vor.

Deine CDG-Spots in einer App

Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht, Sonnenstand-Planer, Pisten- und Windinfos und dein Hangar mit Wunschliste – Planetrack bündelt alles für deinen Spotting-Tag in Paris. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Fazit

Planespotting in Paris-Charles de Gaulle ist kein Spaziergang zur Besucherterrasse, sondern ein Tag mit Plan. Das Pistensystem ist schnell verstanden: außen wird gelandet, innen gestartet, und der Wind entscheidet über Ost- oder Westbetrieb. Die eigentliche Hürde sind Fotogenehmigung, weite Wege und wechselnde Zugänge. Wer das vorbereitet, wird mit einer riesigen Air-France-Flotte, Langstreckenjets aus aller Welt und Frachtern belohnt.

Kurzfazit

CDG (LFPG) hat vier Pisten in zwei Doublets: Landungen auf den äußeren Bahnen 09L/27R und 08R/26L, Starts auf den inneren. Kümmere dich früh um die Fotogenehmigung, prüf vorher den Wind und plane mit Auto. Bei Westbetrieb sind Gendarmerie-Hügel und Le Mesnil-Amelot erste Wahl, bei Ostbetrieb Hundepark und Friedhof Tremblay.

Zusammenfassung

  • Paris-Charles de Gaulle ist Frankreichs größter Flughafen, Heimatdrehkreuz der Air France und europäisches Drehkreuz von FedEx. Gespottet wird nicht an einer Terrasse, sondern an Straßen, Hügeln und Feldwegen rund um das große Gelände.
  • Das Pistensystem ist einfach zu lesen: außen wird gelandet, innen gestartet, und der Wind entscheidet, ob Ost- oder Westbetrieb herrscht. Welches der beiden Doublets du besuchst, hängt von deinem Ziel ab – Air France fliegt viel über die Südseite.
  • Bewährte Spots sind der Hügel an der Gendarmerie für Starts auf der 27L, das Feld beim Hundepark für Landungen auf der 09L, der Friedhof von Tremblay-en-France für die 08R und Le Mesnil-Amelot für Landungen auf der 27.
  • Plane die Fotogenehmigung früh, prüf vor der Abfahrt die Betriebsrichtung und rechne damit, dass sich Zugänge durch Bauarbeiten ändern.

Häufige Fragen

Wie viele Pisten hat Paris-Charles de Gaulle?

Vier, alle parallel in Ost-West-Richtung und in zwei Paaren angeordnet. Im Norden liegen die 09L/27R (rund 2700 m) und die 09R/27L (rund 4200 m), im Süden die 08L/26R (gut 4100 m) und die 08R/26L (rund 2700 m). Die kurzen äußeren Bahnen nehmen vor allem Landungen auf, die langen inneren vor allem Starts.

Brauche ich in CDG eine Fotogenehmigung?

Ja. Am Flughafen Roissy-Charles de Gaulle ist das Fotografieren von Flugzeugen nur mit schriftlicher Genehmigung der zuständigen staatlichen Stellen erlaubt. Spotter-Guides berichten, dass die Bearbeitung Wochen dauern kann und Ausländer derzeit keine mehrjährigen Genehmigungen mehr erhalten. Prüf das aktuelle Verfahren rechtzeitig vor der Reise.

Welche Seite ist für Air France besser, Nord oder Süd?

Nach Erfahrung vieler Spotter nutzt Air France überwiegend das südliche Doublet. Auf der Nordseite siehst du dagegen häufiger Star-Alliance-Airlines sowie FedEx. Eine feste Regel ist das aber nicht – die Flugsicherung verteilt den Verkehr nach Bedarf.

Gibt es in CDG eine Besucherterrasse?

Eine klassische Aussichtsterrasse wie in Amsterdam gibt es nicht. Spotter weichen auf Hotels mit Vorfeldblick aus, etwa das Sheraton direkt an Terminal 2 oder die Hotels in Roissypôle, oder fotografieren von den Spots am Gelände aus.

Darf ich in CDG eine Leiter benutzen?

Offiziell sind Leitern in CDG nicht erlaubt. Viele der Feld- und Hügelspots kommen ohne Leiter aus. Was rechtlich grundsätzlich gilt, erklärt der Beitrag Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.

Wie komme ich ohne Auto zu den Spots?

Mit der RER B oder dem TGV bis zum Flughafen und dann mit Bussen ab Roissypôle in die Zone Technique oder die Frachtgebiete. Einige Spots erreichst du so, viele andere nur mit langen Fußwegen. Wer mehrere Spots an einem Tag besuchen will, ist mit dem Auto deutlich flexibler.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

Mehr Artikel aus Spots in Europa →

Weiterlesen in Spots in Europa

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Passende Spotting-Spots

Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

← Zurück zum Blog