Das Wichtigste in Kürze
- Das ET 60 ist keine Airline, sondern eine Staffel der französischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte für Präsident, Regierung und MedEvac.
- Rufzeichen COTAM: COTAM 0001 – genannt „Cotam Unité“ – ist für den Präsidenten reserviert, COTAM 0002 für den Premierminister.
- Der Präsidenten-A330 F-RARF ist ein ehemaliger Air-Caraïbes-Jet und fliegt seit November 2010 für den Élysée.
- Die Falcon-Flotte besteht aus Falcon 7X, 2000LX und 900; zwei Falcon 8X lösen die alten Falcon 900 ab.
- Basis ist Villacoublay, der A330 steht in Évreux, Passagiere steigen meist in Orly zu.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Rufzeichen | COTAM |
|---|---|
| Drehkreuze | VIY |
| Art | Transportstaffel der Armée de l'air et de l'espace, keine Airline im zivilen Sinn |
| Aufgaben | Flüge für Staatspräsident, Premierminister und Regierung, Delegationen, Personal des Verteidigungsministeriums sowie medizinische Evakuierungen |
| Wurzeln | GAEL, 1945 in Le Bourget gegründet und kurz darauf nach Villacoublay verlegt; 1991 als ETEC 00.065 zusammengeführt, 1995 Übernahme der GLAM-Flotte |
| Standort | Base aérienne 107 Villacoublay (LFPV) südwestlich von Paris; der A330 ist in Évreux-Fauville stationiert |
| Personal | rund 150 Angehörige (Stand 2022) |
| Flotte (Stand 2026) | 1 Airbus A330-200, 2 Falcon 7X, 2 Falcon 2000LX, 2 Falcon 900, 3 Super Puma VIP; zwei Falcon 8X als Ersatz der Falcon 900 angemietet |
| Kennzeichnung | Militärische Registrierungen im Format F-RAxx, z. B. F-RARF (A330), F-RAFA und F-RAFB (Falcon 7X) |
| Rufzeichen | COTAM plus Nummer; COTAM 0001 („Cotam Unité“) für den Präsidenten, COTAM 0002 für den Premierminister |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Escadron de transport 60 (ET 60)?
- Weißer Rumpf mit dem Schriftzug „République Française“ und der Trikolore am Seitenleitwerk
- Beim A330 prangt das Wappen der Präsidentschaft an der Tür – das erste Präsidentenflugzeug mit diesem Detail
- Registrierung im Format F-RAxx statt eines zivilen F-Gxxx- oder F-Hxxx-Kennzeichens
- Auf dem Tracker und im Funk als COTAM mit vierstelliger Nummer, „COTAM 0001“ ist der Präsident
- Falcon 7X und 8X erkennst du an drei Triebwerken am Heck und dem S-förmigen Einlauf des Mitteltriebwerks
- Abstellung auf dem Militärgelände in Villacoublay oder auf abgesperrten Positionen in Orly – nicht an den Passagiergates
Ein weißer A330 mit Trikolore am Leitwerk rollt in Orly zur Startbahn, im Funk meldet sich „COTAM Unité“ – für Spotter ist das einer der seltensten Momente im französischen Luftraum. Hinter den Regierungsfliegern Frankreichs steht das Escadron de transport 60 (ET 60), lange bekannt als ETEC. Die Staffel fliegt ohne Flugplan, ohne Flugnummer und ohne Buchungssystem. Diese Seite zeigt dir, wer das ET 60 ist, welche Typen dazugehören, wie du Rufzeichen und Registrierungen liest und wo du realistische Chancen hast.
Cotam Unité nicht mehr verpassen
Mit Planetrack legst du Sichtungs-Alarme für einzelne Kennzeichen wie F-RARF oder für Typen wie die Falcon 7X an und wirst bei Anflug und Landung benachrichtigt – ideal für Flugzeuge ohne Flugplan. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Das ET 60 im Überblick
Das ET 60 ist keine Airline, auch wenn es hier neben Air France und Air Caraïbes steht. Es ist eine Transportstaffel der Armée de l’air et de l’espace, der französischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. Ihre wichtigsten Passagiere sind der Staatspräsident und der Premierminister. Dazu kommen Regierungsmitglieder, ausländische Delegationen und Personal des Verteidigungsministeriums. Eine zweite, weniger sichtbare Aufgabe ist die medizinische Evakuierung: Eine Falcon steht ständig dafür bereit, bei Bedarf auch eine zweite. So flog die Staffel zum Beispiel 2011 Dutzende verwundete Soldaten aus Afghanistan nach Frankreich.
Mit rund 150 Angehörigen (Stand 2022) ist das ET 60 deutlich kleiner als die deutsche Flugbereitschaft des BMVg. Dafür ist die Flotte kompakt und stark auf Businessjets aus französischer Produktion ausgerichtet – Dassault Aviation ist nicht weit, der Hersteller sitzt ebenfalls im Großraum Paris.
Von GAEL über ETEC zum ET 60
Die Geschichte der Staffel ist eine Geschichte von Zusammenlegungen und neuen Namen. Wer alte Spotterfotos sortiert, begegnet deshalb mehreren Bezeichnungen für fast dieselbe Einheit:
- 1945 – GAEL: Die Groupe aérien d’entraînement et de liaison entsteht im Sommer 1945 am heutigen Flughafen Paris-Le Bourget und zieht bald darauf nach Villacoublay. Parallel fliegt dort seit März 1945 die GLAM (Groupe de liaisons aériennes ministérielles), die eigentliche Regierungsstaffel.
- 1969 bis 1984: Der GAEL wird mehrfach aufgeteilt – in Einheiten für Verbindungsflüge, Ausbildung und Kalibrierung von Navigationsanlagen.
- 1991 – ETEC 00.065: Die Einheiten werden wieder zusammengeführt und heißen nun Escadron de transport, d’entraînement et de calibration. Im Alltag sprach man trotzdem weiter vom GAEL.
- 1995 – Ende der GLAM: Kurz nach dem Amtsantritt von Präsident Jacques Chirac wird die GLAM im Juli 1995 aufgelöst, offiziell, um die Ausgaben des Präsidialamts zu senken. Ihre Flugzeuge wandern zur ETEC, die Hubschrauber zur Hubschrauberstaffel 3/67 „Parisis“.
- 2007: Die Kalibrierflüge mit Mystère-Falcon 20 enden; diese Aufgabe übernimmt eine eigene Einheit.
- Heute – ET 60: Die Staffel firmiert als Escadron de transport 60. Im Juni 2025 feierte sie ihr 80-jähriges Bestehen und besiegelte dabei eine Partnerschaft mit der 32. Squadron der Royal Air Force, die in Großbritannien ähnliche Aufgaben hat.
Für dich als Spotter heißt das: Ein Foto mit dem Vermerk „ETEC“ oder „GAEL“ zeigt meist dieselbe Staffel wie eins mit „ET 60“ – entscheidend ist die Registrierung.
Rufzeichen und Registrierungen lesen
Bei einer Airline schaust du auf Flugnummer und Kennzeichen. Beim ET 60 läuft das anders:
- Kein IATA-Code: Es gibt keine Tickets, also auch keinen zweistelligen Airline-Code.
- Rufzeichen COTAM: Die Flüge melden sich mit COTAM und einer vierstelligen Nummer. Der Name geht auf das frühere Transportkommando der Luftwaffe zurück.
- COTAM 0001 – „Cotam Unité“: Diese Nummer ist dem Staatspräsidenten vorbehalten, ganz gleich, ob er im A330, in einer Falcon oder im Hubschrauber sitzt.
- COTAM 0002: reserviert für den Premierminister. Die übrigen Nummern vergibt der Élysée nach eigenem Protokoll.
- Registrierung F-RAxx: Statt zivilen Kennzeichen wie F-GZNA tragen die Flugzeuge militärische Registrierungen, die mit F-R beginnen.
Die Logik der F-R-Registrierungen hilft dir beim Sortieren: F-RARF ist der A330, F-RAFA und F-RAFB sind die beiden Falcon 7X, F-RAFP eine der Falcon 900. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.
| Registrierung | Typ | Rolle |
|---|---|---|
| F-RARF | Airbus A330-200 | Präsidentenflugzeug für Langstrecke und große Delegationen |
| F-RAFA, F-RAFB | Dassault Falcon 7X | Präsident und Premierminister, Reserve für den A330 |
| F-RAFP u. a. | Dassault Falcon 900 | Regierungsflüge, werden durch Falcon 8X ersetzt |
| zwei Maschinen | Dassault Falcon 2000LX | Regierung, Delegationen, MedEvac |
| drei Maschinen | Aérospatiale Super Puma (VIP) | Hubschraubertransfers im Großraum Paris |
Tracker richtig lesen
Militär- und Regierungsflüge erscheinen auf öffentlichen Trackern nicht immer vollständig. Siehst du einen COTAM-Flug, gleich Typ und Registrierung ab, bevor du ihn notierst. Wie du solche Flüge findest, steht im Guide Militärflugzeuge online verfolgen.
Die Flotte: vom Super Puma bis zum A330
Die Flotte des ET 60 ist klein genug, um sie theoretisch komplett abzuhaken. In der Praxis brauchst du dafür viel Geduld und etwas Reisebereitschaft.
Airbus A330-200 F-RARF – der „Cotam Unité“
Das Aushängeschild ist ein einzelner Airbus A330-200. Er flog vorher bei Air Caraïbes und trug unter anderem die Kennzeichen F-OPTP und F-GRTP, in der Testphase dann F-ZWUG. Frankreich kaufte ihn gebraucht; den Ausbau der Kabine übernahm das Unternehmen Plus 33 in Blagnac bei Toulouse. Laut veröffentlichten Zahlen kostete das Gesamtprojekt rund 176 Millionen Euro, davon etwa 60 Millionen für den Kauf und gut 90 Millionen für den Umbau.
Seinen ersten Einsatz flog der A330 am 11. November 2010, als Präsident Nicolas Sarkozy zum G20-Gipfel nach Seoul reiste. In der Presse hieß er schnell „Air Sarko One“, später „Air Hollande One“. An Bord sind eine private Suite für den Präsidenten, ein Büro- und Salonbereich, ein Konferenzraum für zwölf Personen, ein Kommunikationsraum, eine kleine Sanitätsstation und eine Kabine für bis zu 60 Begleitpersonen vorgesehen. 2016 bekam das Flugzeug in Mérignac ein Infrarot-Schutzsystem gegen Lenkflugkörper.
Wichtig für deine Planung: Die Piste in Villacoublay ist nur gut 1.800 Meter lang. Der A330 ist deshalb auf der Luftwaffenbasis Évreux-Fauville in der Normandie stationiert. Der Präsident steigt in der Regel am Flughafen Paris-Orly zu.
Wenn du A330 und A340 auf Distanz unterscheiden willst, hilft der Artikel A330 oder A340?.
Dassault Falcon 7X – die Präsidenten-Falcons
Die zwei Dassault Falcon 7X mit den Registrierungen F-RAFA und F-RAFB kamen im Juli 2009 und im Mai 2010. Sie ersetzten ältere Falcon 900 und fliegen sowohl den Präsidenten als auch den Premierminister. Gleichzeitig sind sie die Reserve, falls der A330 ausfällt. Die französische Presse taufte die erste Falcon 7X 2009 scherzhaft „Carla One“ – eine Anspielung auf Carla Bruni-Sarkozy und die Air Force One.
Die 7X ist ein Dreistrahler mit elektronischer Flugsteuerung, einer der ersten Businessjets mit Fly-by-Wire. Die drei Triebwerke am Heck machen sie leicht erkennbar.
Falcon 2000LX und Falcon 900 – die Arbeitspferde
Zwei Falcon 2000LX kamen 2011 und 2012 in die Flotte. Als Zweistrahler sind sie schnell von den dreistrahligen Falcons zu unterscheiden. Sie fliegen vor allem Regierungsmitglieder und kleinere Delegationen.
Die beiden Falcon 900 stammen aus den Jahren 1987 und 1990 und sind damit die ältesten Jets der Staffel. Ihre Tage sind gezählt: 2026 berichtete die französische Wirtschaftspresse, dass die Luftwaffe zwei Dassault Falcon 8X auf unbestimmte Zeit anmietet, um die Falcon 900 zu ersetzen. Wann genau die 900 ausgeflottet werden, ist offen – wer sie noch im Hangar braucht, sollte nicht zu lange warten.
Falcon 900, 7X und 8X sehen sich auf den ersten Blick ähnlich, weil alle drei Dreistrahler sind. Tipps zum Unterscheiden findest du im Beitrag Businessjet-Typen unterscheiden.
Super Puma VIP – die Hubschrauber
Drei Super Puma in VIP-Ausstattung ergänzen die Flotte. Sie sind seit 1984 im Einsatz und kamen um 2005 von der Hubschrauberstaffel 3/67 „Parisis“ zum ET 60. Technisch gehören sie zur Familie, aus der der heutige Airbus H215 von Airbus Helicopters hervorgegangen ist.
Die ganze Flotte im Hangar
Setz F-RARF, F-RAFA, F-RAFB und die übrigen Falcons auf deine Wunschliste und hak sie in deinem Hangar ab, sobald du sie erwischt hast. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Ausgemustert: A319CJ, DC-8 und die alten Falcons
In Archivfotos stößt du auf Typen, die du beim ET 60 heute nicht mehr siehst:
- Airbus A319 CJ: Zwei Corporate Jets mit den Registrierungen F-RBFA und F-RBFB flogen ab 2002 für den Präsidenten. Nach Ankunft des A330 wurden sie 2011 verkauft; F-RBFB ging an den Senegal, F-RBFA an einen Käufer in Singapur.
- Douglas DC-8: Die GLAM setzte für weite Reisen unter anderem DC-8 ein.
- Falcon 50: Drei Falcon 50 kamen 1995 von der GLAM; die letzte verließ die Staffel 2013.
- Falcon 20: Mystère-Falcon 20 flogen ab 1972 Verbindungs- und Kalibrierflüge, die letzten bis 2007.
- Frühe Typen wie Nord 262, MS.760 Paris, MH 1521 Broussard, Twin Otter und die Sud Aviation Caravelle der GLAM gehören zur älteren Geschichte.
Eine Besonderheit am Rand: Unter François Mitterrand reiste der Präsident auf weiten Strecken häufig mit der Concorde – betrieben von Air France, nicht von der Staffel. Mehr dazu in der Geschichte der Concorde.
Nicht verwechseln: Die Daher TBM in Villacoublay gehören heute zum Escadron de transport 41 „Verdun“, nicht zum ET 60. Und die Tankflugzeuge vom Typ A330 MRTT sehen zwar ähnlich aus wie der Präsidenten-A330, sind aber graue Militärtransporter einer anderen Einheit.
Woran du französische Regierungsflieger erkennst
Die Regierungsflotte trägt ein klares Design: weißer Rumpf, Schriftzug „République Française“ und die Trikolore am Leitwerk. Beim A330 sitzt zusätzlich das Wappen der Präsidentschaft an der Tür – er war das erste französische Präsidentenflugzeug mit diesem Detail.
Lackierung prüfen
Weiß mit Trikolore und „République Française“ heißt Regierungsflotte, Grau heißt militärischer Transport oder Tanker.
Triebwerke zählen
Zwei Triebwerke bei einer Falcon bedeuten 2000LX, drei Triebwerke 7X, 8X oder 900.
Registrierung lesen
F-RA am Rumpf zeigt dir ein Staatsluftfahrzeug, die letzten Buchstaben die einzelne Maschine.
Sauber notieren
Notiere Registrierung, Typ und Ort – „Cotam Unité“ ist ein Rufzeichen, kein bestimmtes Flugzeug.
Achtung Verwechslung
Auch andere Staaten fliegen weiße Regierungsjets mit Nationalfarben, und manche Delegation kommt in einer gecharterten Falcon. Erst Schriftzug und Registrierung klären die Herkunft. Wie du Staatsflieger aus aller Welt einordnest, steht im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.
Das ET 60 spotten
Die Flüge des ET 60 stehen in keinem Flugplan. Deine Chancen hängen davon ab, wo du stehst und was politisch gerade passiert.
Villacoublay ist die Heimatbasis, liegt aber auf dem Gebiet von Vélizy-Villacoublay, Jouy-en-Josas und Bièvres und ist ein reiner Militärflugplatz ohne Besucherbereich. Fotos vom Gelände sind keine gute Idee – mehr dazu im Beitrag Militärflugplätze fotografieren.
Paris-Orly ist für den A330 der wichtigste Ort, weil der Präsident hier meist an Bord geht. Starts und Landungen siehst du von öffentlichen Bereichen rund um den Flughafen; die Abstellpositionen selbst sind bei solchen Anlässen abgesperrt.
Paris-Le Bourget ist der große Businessjet-Flughafen der Hauptstadt. Hier tauchen Falcons aller Art auf, und während der Paris Air Show ist Staatsbesuch keine Seltenheit. Ein Besuch im Musée de l’Air et de l’Espace lohnt sich ohnehin – dort steht ein Stück der französischen Luftfahrtgeschichte, die auch die Regierungsstaffel geprägt hat.
Gipfel und Staatsbesuche bringen das ET 60 an Flughäfen in ganz Europa. Wer in Berlin, Brüssel oder Wien spottet, sollte die Nachrichtenlage im Blick behalten, wenn ein Treffen mit französischer Beteiligung ansteht.
Gute Chancen, wenn …
- eine Auslandsreise des Präsidenten oder Premierministers angekündigt ist
- ein Gipfel oder Staatsbesuch in deiner Nähe stattfindet
- du in Orly oder Le Bourget Zeit mitbringst
Prüf es vorher, wenn …
- du dich nur auf Tracker verlässt – Regierungsflüge fehlen dort manchmal
- Aussichtspunkte wegen Sicherheitslagen gesperrt sein könnten
Eher kein Erfolg, wenn …
- du am Zaun in Villacoublay auf Fotos hoffst – das ist Militärgelände
Wenn du ohnehin in Paris bist, kombiniere den Ausflug mit einem Tag am Großflughafen – der Planespotting-Guide für Paris-CDG zeigt dir die besten Plätze am Flughafen Paris-Charles de Gaulle. Für das passende Licht hilft dir der Artikel Sonnenstand planen.
Sicherheit und Regeln
Rund um Regierungsmaschinen gelten verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen, folge den Anweisungen von Polizei und Gendarmerie und betritt keine Sperrzonen. Allgemeine Hinweise findest du in Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Das ET 60 für eine Airline halten – es ist eine Staffel der Luftwaffe ohne Ticketverkauf und ohne IATA-Code.
- „Cotam Unité“ für ein Flugzeug halten – es ist das Rufzeichen des Präsidenten, egal in welcher Maschine er sitzt.
- Den A330 MRTT mit F-RARF verwechseln – der Tanker ist grau, der Präsidenten-A330 weiß mit Trikolore.
- Falcon 7X, 8X und 900 gleichsetzen – alle haben drei Triebwerke, unterscheiden sich aber in Länge und Details.
- Die TBM dem ET 60 zuordnen – sie fliegen in Villacoublay für das ET 41.
- Alte A319CJ noch suchen – sie wurden 2011 verkauft und fliegen heute für andere Betreiber.
Deine Regierungsflieger-Sichtung teilen
Poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot, sammle Likes und Kommentare in der Community und plane mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht für den nächsten Versuch. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Das Escadron de transport 60 ist Frankreichs exklusivste Flotte: ein einziger A330, eine Handvoll Falcons und drei Super Puma, dazu kein Flugplan. Wer die Rufzeichen COTAM 0001 und 0002 kennt, F-R-Registrierungen lesen kann und Orly, Le Bourget und die Nachrichtenlage im Blick behält, macht aus Zufallstreffern eine planbare Jagd. Und mit dem Wechsel von der Falcon 900 zur Falcon 8X lohnt sich gerade jetzt ein genauer Blick auf die Flotte.
Kurzfazit
Das ET 60 (früher ETEC, Rufzeichen COTAM) fliegt von Villacoublay aus für Präsident und Regierung. Der Präsidenten-A330 F-RARF steht in Évreux und startet meist in Orly, die Falcons erkennst du an Trikolore, „République Française“ und einer Registrierung im Format F-RAxx.
Zusammenfassung
- Französische Regierungsflieger erkennst du an weißem Rumpf, Trikolore, „République Française“ und einer Registrierung im Format F-RAxx.
- Das Highlight ist der A330-200 F-RARF, die Brot-und-Butter-Flotte sind die Dassault Falcons.
- Villacoublay ist ein reiner Militärflugplatz; realistische Chancen hast du in Orly, Le Bourget und an Flughäfen mit Gipfeln oder Staatsbesuchen.
- Flugpläne gibt es nicht. Nachrichtenlage, Tracker und Geduld sind dein Werkzeug – fotografiert wird nur von öffentlichem Gelände.
Häufige Fragen
Was ist das Escadron de transport 60?
Das Escadron de transport 60 (ET 60), früher ETEC genannt, ist eine Transportstaffel der Armée de l'air et de l'espace. Sie fliegt den französischen Staatspräsidenten, den Premierminister, Regierungsmitglieder, ausländische Delegationen und Personal des Verteidigungsministeriums. Außerdem hält sie Falcons für medizinische Evakuierungen bereit.
Was bedeutet „Cotam Unité“?
COTAM ist das Rufzeichen der Flüge. COTAM 0001, im Sprachgebrauch „Cotam Unité“, ist dem Staatspräsidenten vorbehalten – egal, in welchem Luftfahrzeug der Luftwaffe er sitzt. COTAM 0002 steht für den Premierminister. Umgangssprachlich wird auch der Präsidenten-A330 selbst „Cotam Unité“ genannt.
Welche Flugzeuge fliegt das ET 60?
Stand 2026: einen Airbus A330-200 (F-RARF), zwei Dassault Falcon 7X (F-RAFA, F-RAFB), zwei Falcon 2000LX, zwei Falcon 900 aus den Jahren 1987 und 1990 sowie drei Super Puma in VIP-Ausstattung. Für die Falcon 900 hat die Luftwaffe zwei Falcon 8X angemietet.
Woher stammt der Präsidenten-A330?
Der A330-200 flog zuvor bei Air Caraïbes. Frankreich kaufte ihn gebraucht und ließ ihn bei der Firma Plus 33 in Blagnac zum Regierungsflugzeug umbauen. Seinen ersten Präsidentenflug absolvierte er am 11. November 2010 zum G20-Gipfel in Seoul. Bevor er die Registrierung F-RARF bekam, trug er unter anderem F-OPTP und F-GRTP.
Wo ist das ET 60 stationiert?
Die Staffel sitzt auf der Base aérienne 107 Villacoublay südwestlich von Paris. Die Piste dort ist nur gut 1.800 Meter lang; der A330 ist deshalb auf der Basis Évreux-Fauville stationiert, und der Präsident steigt in der Regel in Paris-Orly zu.
Welchen ICAO- oder IATA-Code hat das ET 60?
Einen IATA-Code gibt es nicht, weil die Staffel keine Tickets verkauft. Im Funk und auf Trackern erscheinen die Flüge mit dem Rufzeichen COTAM und einer Nummer. Am Flugzeug selbst hilft dir die Registrierung im Format F-RAxx weiter.
Fliegt der französische Präsident noch die Airbus A319?
Nein. Die beiden A319CJ (F-RBFA und F-RBFB) flogen von 2002 bis zur Ankunft des A330. 2011 wurden sie verkauft, eine davon an den Senegal. Ältere Präsidentenflotten umfassten unter anderem DC-8, Falcon 50 und Falcon 900 des 1995 aufgelösten GLAM.
Wo kann ich französische Regierungsflieger spotten?
Am realistischsten in Paris-Orly, wo der Präsident meist einsteigt, und bei Gipfeln oder Staatsbesuchen an anderen europäischen Flughäfen. Villacoublay ist ein Militärflugplatz ohne öffentliche Spotterbereiche. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Orten und meide Sperrzonen.
Escadron de transport 60 (ET 60) im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypDassault Falcon 7X
Drei Triebwerke am Heck, Sidesticks statt Steuerhorn: Die Falcon 7X war 2005 der erste Businessjet mit voller Fly-by-Wire-Steuerung. So erkennst du sie und trennst sie von der fast gleichen Falcon 8X.
FlugzeugtypDassault Falcon 8X
Drei Triebwerke am Heck, eines davon mitten im Rumpf: Die Falcon 8X ist der größte Dreistrahler im aktuellen Dassault-Programm. So erkennst du sie und trennst sie von der fast gleichen Falcon 7X.
FlugzeugtypDassault Falcon 900
Drei Triebwerke am Heck, ein breiter Rumpf und über vier Jahrzehnte Bauzeit: Die Falcon 900 machte den Dreistrahler-Businessjet groß und fliegt bis heute Regierungen und Unternehmen. So erkennst du sie und ihre Varianten von 900B bis 900LX.
FlugzeugtypDassault Falcon 2000
Zwei Triebwerke am Heck, der Querschnitt einer Falcon 900 und seit 2009 meist Winglets: Die Falcon 2000 ist Dassaults meistgebaute Großraum-Falcon. So erkennst du sie und trennst die Varianten.
FlugzeugtypAirbus Helicopters H215 (AS332 Super Puma / AS532 Cougar)
Vier Rotorblätter, offener Heckrotor, einziehbares Radfahrwerk und ein kantiger, langer Rumpf: Die Super Puma fliegt seit 1978 für Ölfirmen, Polizei und Luftwaffen. Heute heißt sie H215 – so erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypDassault Falcon 50
Klein, schlank und mit drei Triebwerken am Heck: Die Falcon 50 begründete 1976 die Dreistrahler-Tradition von Dassault und flog jahrzehntelang Staatsgäste und Regierungen. So erkennst du den Klassiker heute noch.
Weitere Airlines
Air France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
NetzwerkAir Caraïbes
Die Airline der französischen Antillen: Sitz auf Guadeloupe, Langstrecke ab Paris-Orly mit Airbus A350 und A330, ein ATR-Netz zwischen den Inseln – und French Bee als Schwester im selben Konzern.
StaatsflugFlugbereitschaft des BMVg
Der Lufttransportverband der Luftwaffe für Regierung, Parlament und Bundeswehr: drei Airbus A350-900, A319, A321 und A321LR, Bombardier Global 5000 und 6000 sowie Cougar-Hubschrauber – mit militärischen Kennungen statt Kennzeichen und Basen in Köln/Bonn und Berlin.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Dassault Aviation
Dassault Aviation baut in Frankreich Kampfjets und die Businessjets der Falcon-Familie. Für Spotter heißt das: Rafale auf Airshows und Militärflugplätzen, Falcons auf jedem größeren Flughafen mit Geschäftsreiseverkehr – und mit ein paar Merkmalen am Heck lassen sich die Modelle sicher auseinanderhalten.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerAirbus Helicopters
Der größte Hubschrauberhersteller der Welt hat deutsch-französische Wurzeln: Zentrale in Marignane, zweites Standbein in Donauwörth. Von dort kommen H135 und H145 – die Hubschrauber, die du in Deutschland als Rettungs-, Polizei- und Bundeswehrmaschinen am häufigsten siehst.
FlughafenFlughafen Paris-Orly
Der zweite große Pariser Flughafen: knapp 35 Millionen Passagiere, strenge Nachtruhe und ein Deckel für die Flugbewegungen, seit 2026 mit Transavia France als wichtigster Airline – und mit Air Caraïbes, French Bee und Corsair die Adresse für französische Langstrecke in die Überseegebiete.
Wo du Escadron de transport 60 (ET 60) vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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