Das Wichtigste in Kürze
- Die Falcon 2000 ist eine zweistrahlige, verkürzte Falcon 900: gleicher Kabinenquerschnitt, aber ein Triebwerk weniger und weniger Reichweite.
- Schnellster Erkennungsweg: zwei Hecktriebwerke plus Kreuzleitwerk – Challenger, Legacy, Praetor und Gulfstream G280 haben ein T-Leitwerk.
- Winglets trennen Generationen: 2000LX, S und LXS tragen sie ab Werk, die frühen 2000 und 2000EX meist nicht.
- Alle Varianten laufen unter F2TH. Ob EX, LX oder LXS, klärst du über Kennzeichen und Registerabfrage.
- Häufiger Gast in Europa: Mit rund 700 Exemplaren im Dienst triffst du die Falcon 2000 an fast jedem Flughafen mit Geschäftsreiseverkehr.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Dassault Falcon 2000?
- 2.Die Varianten im Überblick
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.Falcon 2000, 900 oder 6X?
- 5.Falcon 2000, Challenger oder Legacy?
- 6.Militär-, Behörden- und Regierungsversionen
- 7.Wo du die Falcon 2000 antriffst
- 8.Spotting in Genf, Zürich, München und Le Bourget
- 9.Fototipps speziell für die Falcon 2000
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Dassault Aviation (Frankreich) |
|---|---|
| Familie | Falcon (u. a. Falcon 900, 2000, 6X, 7X, 8X) |
| ICAO-Typcode | F2TH |
| Grundlage | verkürzte, zweistrahlige Ableitung der Falcon 900 |
| Vorstellung | als „Falcon X“ Ende der 1980er-Jahre in Le Bourget |
| Erstflug | 4. März 1993 (Prototyp F-WNAV) |
| Zulassung | November 1994 (Frankreich), Februar 1995 (FAA) |
| Erste Auslieferung | März 1995 |
| Varianten | 2000, 2000EX, EX EASy, DX, LX, S, LXS sowie Militär- und Behördenversionen |
| Triebwerke (Ur-Version) | 2 × CFE738-1-1B |
| Triebwerke (ab 2000EX) | 2 × Pratt & Whitney Canada PW308C, je rund 31 kN Schub |
| Länge (2000LXS) | 20,23 m |
| Spannweite (2000LXS) | 21,38 m |
| Höhe (2000LXS) | 7,11 m |
| Kabine (2000LXS) | 7,98 m lang, 2,34 m breit, 1,88 m hoch |
| Passagiere | 8 bis 10 (typische Einrichtung) |
| Reichweite 2000LXS (Herstellerangabe) | 4.000 nm, rund 7.400 km (mit 8 Passagieren) |
| Max. Startgewicht (2000LXS) | rund 19,4 t |
| Höchstgeschwindigkeit (MMO) | Mach 0,86 |
| Max. Flughöhe | 47.000 ft |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Triebwerke seitlich am Heck – kein drittes Triebwerk im Rumpf, damit klar abgegrenzt von Falcon 50, 900, 7X und 8X
- Kreuzleitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt ein Stück oberhalb der Rumpfoberkante am Seitenleitwerk, nicht ganz oben wie beim T-Leitwerk
- Rumpfquerschnitt und Fensterform wie bei der Falcon 900, der Rumpf ist aber kürzer und endet hinter der Kabine in einem schlanken Heckkonus
- Winglets an den Flügelspitzen bei 2000LX, 2000S und 2000LXS sowie nachgerüsteten Exemplaren; ältere 2000, EX und DX meist ohne
- Gepfeilter Flügel mit Vorflügeln an der Vorderkante; S und LXS haben zusätzlich wieder Vorflügel am inneren Flügelteil
- In Tracking-Diensten fast immer als F2TH geführt – die Variante verrät erst das Kennzeichen
Aktualisiert: Oktober 2026 – Auf dem Vorfeld der allgemeinen Luftfahrt steht ein weißer Businessjet mit zwei Triebwerken am Heck. Der Rumpf sieht aus wie bei einer großen Falcon, die Fenster auch – aber das dritte Triebwerk fehlt. Dann hast du sehr wahrscheinlich eine Dassault Falcon 2000 vor dir, den zweistrahligen Ableger der Falcon 900. Mit rund 700 Exemplaren im Dienst gehört sie zu den häufigsten großen Businessjets in Europa. Hier liest du, wie du sie sicher erkennst, wie sich EX, LX, S und LXS unterscheiden und wo die Chancen auf eine Sichtung besonders gut sind.
F2TH im Hangar abhaken
Mit Planetrack hältst du jede Falcon-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Flughafen und Spot fest und baust dir deine eigene Businessjet-Sammlung auf. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Dassault Falcon 2000?
Die Falcon 2000 ist ein zweistrahliger Businessjet von Dassault Aviation für meist acht bis zehn Passagiere. Ihre Idee war von Anfang an simpel: Dassault nahm die dreistrahlige Falcon 900, kürzte den Rumpf, strich ein Triebwerk und passte den Flügel an. Heraus kam ein Flugzeug mit der breiten Kabine eines Langstreckenjets, aber geringeren Betriebskosten. Der Kabinenquerschnitt von 2,34 Metern Breite und 1,88 Metern Höhe entspricht dem der großen Falcons, was die 2000 von vielen Konkurrenten ihrer Klasse abhebt.
Vorgestellt wurde das Projekt Ende der 1980er-Jahre unter dem Namen Falcon X auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget. Als Partner für Entwicklung und Fertigung holte Dassault die italienische Alenia an Bord. Der Prototyp mit dem Kennzeichen F-WNAV hob am 4. März 1993 zum Erstflug ab. Im November 1994 folgte die französische Zulassung, im Februar 1995 die der US-Behörde FAA. Die erste Serienmaschine ging im März 1995 an einen Kunden in Südafrika.
Die Falcon 2000 war als Nachfolgerin der kleineren Falcon 20 und der Falcon 200 gedacht und schlug eine Brücke zwischen den mittleren Jets und den großen Dreistrahlern. Gegenüber der Falcon 900 behielt sie Leitwerk, einen Großteil des Rumpfs und viele Systeme bei, was die Entwicklungskosten niedrig hielt. Am Flügel entfielen zunächst die inneren Vorflügel – ein Detail, das bei den späteren Varianten S und LXS wieder zurückkehrte.
Die Varianten im Überblick
Über drei Jahrzehnte hat Dassault die Falcon 2000 immer wieder überarbeitet. Die Grundform blieb gleich, deshalb erkennst du die Varianten von außen nur an wenigen Details.
| Variante | Zulassung | Triebwerke | Erkennungsdetail |
|---|---|---|---|
| Falcon 2000 | 1994/1995 | CFE738-1-1B | ohne Winglets, ältere Triebwerksgondeln |
| Falcon 2000EX | 2003 | PW308C | meist ohne Winglets |
| 2000EX EASy | 2004 | PW308C | wie EX, neues Honeywell-Cockpit innen |
| Falcon 2000DX | 2007 | PW308C | wie EX, reduzierte Reichweite |
| Falcon 2000LX | 2009 | PW308C | Winglets ab Werk |
| Falcon 2000S | 2013 | PW308C | Winglets, innere Vorflügel |
| Falcon 2000LXS | 2013 | PW308C | Winglets, innere Vorflügel |
Die Ur-Version fliegt mit dem CFE738, einem Gemeinschaftsprojekt von General Electric und AlliedSignal. Die 2000EX brachte die Pratt-&-Whitney-Canada-Triebwerke PW308C mit deutlich mehr Schub und größeren Tanks. Kurz darauf zog mit dem EASy-Cockpit auf Basis des Honeywell Primus Epic die Bildschirm-Avionik der großen Falcons ein. Die 2000DX war eine Version mit geringerer Reichweite für Kunden, die vor allem kürzere Strecken fliegen.
Mit der 2000LX wurden 2009 die Blended Winglets von Aviation Partners serienmäßig – die Firma bietet sie auch als Nachrüstsatz für ältere Falcon 2000 an. Deshalb ist das Merkmal „Winglets“ allein kein sicherer Hinweis auf eine LX. Die 2000S und die 2000LXS erhielten Anfang 2013 ihre europäische Zulassung durch die EASA, die Auslieferungen begannen im selben Jahr. Beide haben wieder Vorflügel am inneren Flügelteil, die zusammen mit den Winglets Start- und Landestrecken verkürzen. Die 2000S hat weniger Tankvolumen und damit weniger Reichweite.
Laut Dassault schafft die 2000LXS 4.000 nautische Meilen mit acht Passagieren, also rund 7.400 Kilometer. Das reicht nonstop etwa von Paris nach New York. Die unfaktorierte Landestrecke gibt der Hersteller mit rund 690 Metern an, die Anfluggeschwindigkeit mit 105 Knoten. Dassault nennt außerdem steile Anflüge wie in London City und Lugano als Einsatzfelder.
Praxis-Tipp: Winglets sind nur ein Indiz
Viele ältere Falcon 2000 und 2000EX haben die Winglets nachträglich bekommen. Fotografiere deshalb immer auch das Kennzeichen und prüfe die Seriennummer im Register. Mit Planetrack ordnest du die Sichtung danach Typ, Flughafen und Spot zu.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Große Businessjets mit zwei Hecktriebwerken gibt es viele. Mit drei Blicken grenzt du die Falcon 2000 trotzdem zuverlässig ein.
Triebwerke zählen
Zwei Triebwerke seitlich am Heck, kein Lufteinlass oben auf dem Rumpf vor dem Seitenleitwerk. Damit fallen Falcon 50, 900, 7X und 8X weg – die haben alle drei Triebwerke.
Leitwerk anschauen
Das Höhenleitwerk sitzt ein Stück oberhalb des Rumpfs am Seitenleitwerk, nicht ganz oben. Challenger, Legacy, Praetor, G280 und Citation Latitude tragen dagegen ein T-Leitwerk.
Typcode prüfen
Im Tracking-Dienst steht F2TH. Die zweistrahlige Schwester Falcon 6X läuft als FA6X, die Falcon 900 als F900. Die genaue Variante verrät das Kennzeichen.
Wie Kennzeichen aufgebaut sind und welches Land hinter welchem Präfix steckt, erklärt der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen. Wie du eine bestimmte Maschine gezielt im Blick behältst, zeigt der Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Falcon 2000, 900 oder 6X?
Innerhalb der eigenen Familie ist die Verwechslungsgefahr am größten. Die Tabelle hilft beim Einordnen.
| Merkmal | Falcon 2000 | Falcon 900 | Falcon 6X | Falcon 7X |
|---|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | F2TH | F900 | FA6X | FA7X |
| Triebwerke | 2 | 3 | 2 | 3 |
| Steuerung | konventionell | konventionell | Fly-by-Wire | Fly-by-Wire |
| Kabinenquerschnitt | wie 900 | Basis | größer | wie 900 |
| Wirkung auf dem Vorfeld | kompakt | länger | massig | lang, schlank |
Die Falcon 900 ist die Mutter der 2000 und sieht ihr verblüffend ähnlich. Der schnellste Unterschied ist das mittlere Triebwerk mit dem Lufteinlass oben auf dem Heck. Die Falcon 6X ist der moderne große Zweistrahler von Dassault und spielt in einer höheren Klasse. Sie ist deutlich größer, die Kabine höher und breiter. Die dreistrahligen Falcon 7X und Falcon 8X scheiden schon über die Triebwerkszahl aus, ebenso die ältere Falcon 50.
Falcon 2000, Challenger oder Legacy?
Im Segment der großen mittleren Businessjets triffst du in Europa vor allem Bombardier Challenger, Embraer Legacy und Praetor sowie Gulfstream G280. Der Finder grenzt sie ein.
Schnellbestimmung: großer Zweistrahler mit Hecktriebwerken
Dassault Falcon 2000
Zwei Hecktriebwerke, Kreuzleitwerk und der schlanke Falcon-Rumpf passen zur Falcon 2000. Die Variante klärt das Kennzeichen.
Bombardier Challenger 600-Serie
T-Leitwerk und der bauchige Rumpf sprechen für eine Challenger 604, 605 oder 650.
Embraer Legacy 600/650
Der lange Rumpf mit vielen Fenstern verrät die Regionaljet-Herkunft der Legacy.
Die Challenger 650 und die kleinere Challenger 300/350 setzen auf T-Leitwerke, ebenso die Embraer Legacy 600 und die Gulfstream G280. Am ähnlichsten wirkt noch die Cessna Citation Sovereign, die ebenfalls ein Kreuzleitwerk hat. Sie ist aber kleiner und hat einen schmaleren Rumpf mit kleineren Fenstern. Eine Übersicht über die wichtigsten Familien bietet der Beitrag Businessjet-Typen unterscheiden.
Militär-, Behörden- und Regierungsversionen
Die robuste Zelle und die guten Kurzstreckenleistungen haben die Falcon 2000 auch für Staaten interessant gemacht. Frankreich nutzt sie in der Flotte für Regierungs- und Präsidentenflüge, Bulgarien und Slowenien setzen sie als Regierungsflugzeug ein. Für die Seeüberwachung gibt es die Versionen MRA und MSA mit Radar, Sensoren und Beobachtungsfenstern. Die japanische Küstenwache hat solche Maschinen bestellt.
Die französische Marine hat die Falcon 2000 Albatros ausgewählt, eine aus der MRA-Version abgeleitete Seeüberwachungsversion. Von außen erkennst du diese Versionen an zusätzlichen Antennen, Verkleidungen unter dem Rumpf und häufig an grauer Bemalung. Wie du Staats- und Militärmaschinen am besten erwischst, liest du im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.
Wo du die Falcon 2000 antriffst
Businessjets fliegen keine festen Linien, sondern dorthin, wo ihre Besitzer und Charterkunden hinwollen. Bei der Falcon 2000 kommt dir die große Stückzahl zugute: An Flughäfen mit nennenswertem Geschäftsreiseverkehr ist sie fast ein Stammgast. Zu den Betreibern gehören Charter- und Managementfirmen, Unternehmen, Privatbesitzer und Fractional-Ownership-Programme in Europa und Nordamerika.
Schweiz: Der Flughafen Genf ist für Falcon-Fans einer der besten Orte in Europa, mit ganzjährig starkem Businessjet-Verkehr. Am Flughafen Zürich bringt das Weltwirtschaftsforum im Januar einen Ansturm großer Jets. Einen Überblick über Spots und Abläufe in Genf gibt der Planespotting-Guide Genf.
Frankreich: Am Flughafen Paris-Le Bourget, Europas großem Businessjet-Flughafen, ist die Falcon praktisch zu Hause. In Nizza sorgt die Côte d’Azur vor allem im Sommer und zum Filmfestival in Cannes für viel Verkehr – mehr dazu auf der Seite zum Flughafen Nizza. Endmontiert werden die Falcons im südfranzösischen Bordeaux-Mérignac.
Deutschland, Österreich, Luxemburg: Am Flughafen München bringen Messen und die Sicherheitskonferenz zusätzlichen Geschäfts- und Regierungsverkehr. In Salzburg lohnen Festspielzeit und Wintersaison, und der Flughafen Luxemburg ist Heimat mehrerer Businessjet-Betreiber.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Paris-Le Bourget | sehr hoch | Europas Businessjet-Zentrum, Heimspiel für Dassault |
| Genf | hoch | Ganzjährig starker Businessjet-Verkehr |
| Nizza (Sommer) | hoch | Saisonaler Andrang an der Côte d’Azur |
| Zürich, München | mittel bis hoch | Geschäftsverkehr, WEF und Sicherheitskonferenz |
| Salzburg, Luxemburg | mittel | Saisonal bzw. ansässige Betreiber |
Keine Flugpläne, viele Überraschungen
Businessjets stehen nicht im veröffentlichten Flugplan, und manche Betreiber lassen ihre Daten in Tracking-Diensten filtern. Plane mit Wahrscheinlichkeiten statt festen Zeiten und schau während deiner Session immer wieder nach F2TH.
Keine Falcon mehr verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ F2TH oder einzelne Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, sobald eine Falcon 2000 anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting in Genf, Zürich, München und Le Bourget
In Genf ist die Aussichtsterrasse der naheliegende Startpunkt: Mit nur einer großen Piste kommt jeder Jet an derselben Stelle vorbei. In Zürich sind der Butzenbüel und die Zuschauerterrasse B gute Ausgangspunkte. In München bietet der Besucherhügel einen guten Blick auf Vorfeld und Pisten, in Salzburg die Besucherterrasse.
In Le Bourget verbindest du Spotting mit Geschichte: Das Musée de l’Air et de l’Espace liegt direkt am Flughafen, und in ungeraden Jahren zeigt Dassault auf der Paris Air Show seine aktuellen Falcons.
Bereit für die Falcon-Jagd?
- Ich habe geprüft, ob am Zielflughafen gerade Messen oder Gipfel stattfinden.
- Ich habe einen Tracking-Dienst mit Filter auf F2TH offen.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe genug Brennweite für Maschinen auf entfernten Vorfeldern dabei.
Welche Piste gerade genutzt wird, hängt vom Wind ab – wie du die Betriebsrichtung vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Fototipps speziell für die Falcon 2000
Mit gut 20 Metern Länge ist die Falcon 2000 kleiner als jeder Airliner. Plane mehr Brennweite ein und konzentriere dich auf die Details, die sie von ihren Schwestern unterscheiden.
Seitenprofil mit Heck
Ein klares Seitenprofil zeigt Kreuzleitwerk, zwei Triebwerke und die Fensterreihe – damit ist das Bild eindeutig. Welche Objektive sich eignen, steht im Guide Brennweite fürs Planespotting.
Winglets ins Bild nehmen
Ein Winkel leicht von vorn oder hinten macht die Winglets sichtbar und hilft später bei der Einordnung der Variante.
Weiß braucht Licht im Rücken
Die meisten Falcons sind fast komplett weiß. Mit der Sonne im Rücken bleiben Linien und Fenster sichtbar, bei Gegenlicht verschwimmt alles. Belichte eher knapper.
Schnell bereit sein
Mit rund 105 Knoten Anfluggeschwindigkeit ist die LXS langsam und braucht wenig Piste. Halte dich bereit, bevor sie hinter Hangars verschwindet.
Wann das Licht passt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Weitere Tipps für die ganze Klasse stehen im Beitrag Businessjets spotten.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die Falcon 2000, wenn …
- zwei Triebwerke seitlich am Heck sitzen und kein drittes im Rumpf
- das Höhenleitwerk ein Stück über dem Rumpf am Seitenleitwerk sitzt
- der Rumpf den breiten Falcon-Querschnitt mit großen Fenstern zeigt
- im Tracking-Dienst F2TH als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- die Maschine deutlich größer und massiger wirkt – dann eher Falcon 6X
- du nur die Front siehst und das Heck verdeckt ist – dann kann es auch eine Falcon 900 sein
- der Jet kleiner wirkt, mit schmalem Rumpf – dann eher eine Citation Sovereign
Es ist keine Falcon 2000, wenn …
- du drei Triebwerke siehst – dann ist es eine Falcon 50, 900, 7X oder 8X
- ein T-Leitwerk zu sehen ist
- die Triebwerke unter den Flügeln hängen
Wie Typcodes wie F2TH aufgebaut sind, erklärt der Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Fazit
Die Falcon 2000 ist der Arbeitsesel unter den großen Falcons: seit 1995 im Dienst, immer wieder modernisiert und in Europa an fast jedem Businessjet-Flughafen zu sehen. Zwei Hecktriebwerke und das Kreuzleitwerk trennen sie von Challenger, Legacy und Co., das fehlende dritte Triebwerk von Falcon 900 und 7X. Die Variante ist die eigentliche Herausforderung – Winglets helfen, sicher bist du erst mit dem Kennzeichen.
Kurzfazit
Zwei Triebwerke am Heck, Kreuzleitwerk und der breite Falcon-Rumpf: Das ist eine Falcon 2000. Wer gezielt sucht, filtert nach F2TH, plant Genf, Le Bourget oder Nizza ein und klärt EX, LX oder LXS über das Kennzeichen.
Zusammenfassung
- Dassault entwickelte die Falcon 2000 als zweistrahlige Ableitung der Falcon 900, Partner bei Entwicklung und Fertigung war die italienische Alenia. Der Erstflug fand am 4. März 1993 statt, ausgeliefert wird seit März 1995.
- Mit der 2000EX kamen 2003 die stärkeren PW308C-Triebwerke, später folgten EASy-Cockpit, DX, LX mit Winglets und 2013 die Versionen 2000S und 2000LXS mit zusätzlichen inneren Vorflügeln.
- Zwei Hecktriebwerke und das Kreuzleitwerk trennen sie von den Dreistrahlern der eigenen Familie und von den T-Leitwerk-Konkurrenten.
- Neben Firmen, Privatbesitzern und Charterbetreibern fliegen auch Regierungen, Luftstreitkräfte und Küstenwachen die Falcon 2000, etwa als Seeüberwachungsflugzeug Albatros für die französische Marine.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Falcon 2000?
Die Falcon 2000 läuft unter F2TH. Den Code nutzen Tracking-Dienste für praktisch alle Varianten, von der Ur-Version über die 2000EX bis zur 2000LXS. Vereinzelt taucht in Datenbanken für neuere Versionen auch ein abweichender Code auf. Wenn du gezielt suchst, filterst du am besten nach F2TH und prüfst die Variante dann über das Kennzeichen.
Was ist der Unterschied zwischen Falcon 2000EX, LX und LXS?
Die 2000EX brachte 2003 die Triebwerke PW308C und mehr Reichweite. Die 2000LX ist im Kern eine 2000EX mit dem modernen EASy-Cockpit und ab Werk montierten Winglets von Aviation Partners. Die 2000LXS bekam 2013 zusätzlich Vorflügel am inneren Flügelteil, die Start- und Landestrecken verkürzen. Von außen erkennst du vor allem die Winglets, die feineren Unterschiede am Flügel sind ohne Nahaufnahme kaum zu sehen.
Was ist die Falcon 2000S?
Die 2000S ist eine Variante mit dem Flügel der 2000LXS, aber geringerer Tankkapazität und daher kürzerer Reichweite. Sie wurde 2013 zugelassen und richtete sich an Kunden, die vor allem mittlere Strecken fliegen und kurze Pisten nutzen wollen. Äußerlich unterscheidet sie sich praktisch nicht von der LXS.
Wie unterscheide ich die Falcon 2000 von der Falcon 900?
Zähl die Triebwerke. Die Falcon 900 hat drei, eines davon mittig im Heck mit Lufteinlass oben auf dem Rumpf. Die Falcon 2000 hat nur zwei. Kabinenquerschnitt, Fensterform und Leitwerk sind dagegen sehr ähnlich, weil die 2000 direkt von der 900 abgeleitet ist.
Wie unterscheide ich Falcon 2000 und Falcon 6X?
Beide sind zweistrahlige Falcons, die Falcon 6X ist aber deutlich größer und hat eine höhere, breitere Kabine. Auf dem Vorfeld wirkt sie massiger und länger. Im Tracking-Dienst ist der Fall eindeutig: Die 6X läuft als FA6X, die 2000 als F2TH.
Welche Triebwerke hat die Falcon 2000?
Die ursprüngliche Falcon 2000 fliegt mit zwei CFE738-1-1B, einem Gemeinschaftstriebwerk von General Electric und AlliedSignal (heute Honeywell). Ab der 2000EX setzt Dassault auf die Pratt & Whitney Canada PW308C mit rund 7.000 lbf, also gut 31 Kilonewton Schub pro Triebwerk.
Gibt es militärische Versionen der Falcon 2000?
Ja. Für die Seeüberwachung gibt es Versionen mit Radar und Sensoren, etwa für die japanische Küstenwache und als Falcon 2000 Albatros für die französische Marine. Außerdem nutzen mehrere Staaten die Falcon 2000 als Regierungs- und VIP-Flugzeug, darunter Frankreich, Bulgarien und Slowenien.
Dassault Falcon 2000 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Dassault Aviation
Dassault Aviation baut in Frankreich Kampfjets und die Businessjets der Falcon-Familie. Für Spotter heißt das: Rafale auf Airshows und Militärflugplätzen, Falcons auf jedem größeren Flughafen mit Geschäftsreiseverkehr – und mit ein paar Merkmalen am Heck lassen sich die Modelle sicher auseinanderhalten.
FlughafenFlughafen Genf
Zweitgrößter Flughafen der Schweiz mit nur einer Piste – dafür der längsten des Landes. Genf lebt von easyJet, SWISS und einer der stärksten Business-Aviation-Szenen Europas. Mit der kostenlosen Terrasse Panorama und dem Bahnhof direkt am Terminal ist er außerdem eines der bequemsten Spotting-Ziele der Schweiz.
FlughafenFlughafen Zürich
Der größte Flughafen der Schweiz hat drei Pisten in drei Richtungen, ein Betriebskonzept, das mit Uhrzeit und Wetter wechselt, und ein offizielles Netz von Spotterpunkten rund um den Zaun. Wer die Konzepte kennt, steht in Zürich fast immer am richtigen Ort.
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Wo du die Dassault Falcon 2000 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Aussichtsterrasse Flughafen Genf
Im vierten Stock von Terminal 1 schaust du über das Vorfeld auf die längste Piste der Schweiz und die Jurakette dahinter. Die Terrasse Panorama kostet nichts, du kommst ohne Sicherheitskontrolle hinein – und dank Business-Aviation, easyJet-Basis und Langstreckengästen wird es selten langweilig. Einziger Haken: Sie ist nur von Mitte März bis Ende Oktober offen.
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