Das Wichtigste in Kürze
- Ein Typ, zwei Länder: Die Concorde wurde gemeinsam von der französischen Sud Aviation (ab 1970 Aérospatiale) und der British Aircraft Corporation gebaut, die Olympus-Triebwerke von Rolls-Royce und Snecma.
- Nur 20 Flugzeuge: zwei Prototypen (001, 002), zwei Vorserienmaschinen (101, 102) und 16 Serienflugzeuge (201 bis 216). Je sieben flogen im Linienbetrieb bei Air France und British Airways.
- Varianten 101 und 102 bezeichnen bei Serienflugzeugen keine Bauform, sondern den Betreiber: 101 für Air France, 102 für British Airways. Nicht verwechseln mit den Vorserien-Seriennummern 101 und 102.
- 18 Exemplare sind erhalten, fast alle in Museen oder an Flughäfen. In Deutschland steht F-BVFB im Technik Museum Sinsheim.
- Historischer Typ: Seit November 2003 fliegt keine Concorde mehr. Spotten heißt hier: Museumsexemplare und Kennzeichen sammeln.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Sud Aviation/Aérospatiale (Frankreich) und British Aircraft Corporation (Großbritannien) |
|---|---|
| Status | historisch – Linienbetrieb 1976 bis 2003, keine Maschine flugfähig |
| ICAO-Typcode | CONC |
| Erstflug | 2. März 1969 (Prototyp 001, Toulouse) |
| Gebaute Exemplare | 20 (2 Prototypen, 2 Vorserie, 16 Serie) |
| Triebwerke | 4 × Rolls-Royce/Snecma Olympus 593 Mk 610 mit Nachbrenner |
| Schub je Triebwerk | rund 140 kN trocken, rund 169 kN mit Nachbrenner |
| Länge | 61,66 m (Serie) |
| Spannweite | 25,6 m |
| Höhe | 12,2 m |
| Rumpfbreite | rund 2,87 m außen, rund 2,62 m innen |
| Flügelfläche | rund 358 m² |
| Max. Startgewicht | rund 185 t |
| Treibstoff | rund 119.600 l |
| Reisegeschwindigkeit | rund Mach 2,0 (gut 2.150 km/h) |
| Dienstgipfelhöhe | rund 18.300 m |
| Reichweite | rund 7.200 km |
| Sitzplätze | 92 bis 120, bei Air France und British Airways typischerweise 100 |
| Cockpit-Crew | 3 (zwei Piloten, ein Flugingenieur) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Schlanker, geschwungener Deltaflügel ohne separates Höhenleitwerk – das Heck trägt nur das Seitenleitwerk
- Spitze, absenkbare Nase: bei Museumsexemplaren oft in Lande- oder Rollstellung nach unten geneigt
- Vier Triebwerke in zwei kastenförmigen Gondeln direkt unter dem Flügel, je zwei nebeneinander
- Sehr langer, dünner Rumpf mit auffallend kleinen Kabinenfenstern
- Hohe, lange Fahrwerksbeine mit je vier Rädern am Hauptfahrwerk und ein kleines Hecksporn-Rad unter dem Rumpfende
- Kennzeichen beginnen mit F- (Air France und französische Testflugzeuge) oder G- (British Airways und britische Testflugzeuge)
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Rumpf wie ein Pfeil, ein Flügel wie ein Papierflieger und eine Nase, die sich nach unten neigt: Die Concorde erkennst du auch ohne Vorwissen. Fliegen siehst du sie allerdings nicht mehr – seit 2003 ist der Typ Geschichte. Auf dieser Seite geht es deshalb um das, was Spotter heute noch mit ihr anfangen können: die Technik im Detail, die Unterschiede zwischen Prototyp, Vorserie und Serie, alle 20 Seriennummern mit Kennzeichen und den Standort jedes erhaltenen Exemplars. Die Entstehungsgeschichte, den Linienbetrieb und das Ende erzählt der Magazinartikel Die Geschichte der Concorde.
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Was ist die Concorde?
Die Concorde ist ein vierstrahliges Überschall-Verkehrsflugzeug für rund 100 Passagiere. Großbritannien und Frankreich vereinbarten das Projekt 1962 und teilten Arbeit und Kosten. Auf französischer Seite baute Sud Aviation, die 1970 in der neu gegründeten Aérospatiale aufging. Auf britischer Seite war es die British Aircraft Corporation, die 1977 Teil von British Aerospace wurde. Daher kommt die Doppelbezeichnung „Aérospatiale/BAC“. Die Olympus-Triebwerke entwickelten Rolls-Royce und das französische Snecma, heute Teil von Safran. Die Nachfolger der britischen Seite gehören heute zu BAE Systems, das französische Erbe lebt bei Airbus weiter.
Endmontiert wurde an zwei Orten: in Toulouse und in Filton bei Bristol. Daher die beiden Kennzeichen-Familien: Maschinen aus Toulouse trugen französische F-Kennzeichen, Maschinen aus Filton britische G-Kennzeichen. Im Liniendienst flogen die Concordes von 1976 bis 2003 nur bei Air France und British Airways, je sieben Exemplare.
Technik: was Mach 2 verlangt
Die Concorde war kein schnelles Verkehrsflugzeug, sondern ein Überschallflugzeug mit Kabine. Fast jedes Detail, das du am Museumsexemplar siehst, erklärt sich aus dieser Aufgabe.
Der Deltaflügel
Der Flügel ist ein schlanker, geschwungener Delta mit rund 358 Quadratmetern Fläche – eine sogenannte ogivale Form. Ein Höhenleitwerk gibt es nicht. Gesteuert wird um die Quer- und Längsachse mit Rudern an der Flügelhinterkante, den Elevons. Bei hoher Geschwindigkeit hat diese Form wenig Widerstand. Im Langsamflug erzeugt sie Auftrieb über Wirbel an der Vorderkante, braucht dafür aber einen großen Anstellwinkel. Die Concorde landete deshalb mit deutlich angehobener Nase, und beim Abheben stieg der Anstellwinkel auf rund 18 Grad. Damit das Heck dabei nicht aufsetzt, sitzt unter dem Rumpfende ein kleines Hecksporn-Rad.
Nase und Visier
Damit die Crew bei diesem Anstellwinkel die Piste sieht, ist die Nase absenkbar: auf 5 Grad zum Rollen und Starten, auf 12,5 Grad zur Landung. Im Reiseflug ist sie oben, und ein Visier schiebt sich vor die Frontscheiben, um sie vor Hitze und Luftströmung zu schützen. Beim Absenken fährt das Visier zuerst in die Nase. Im Museum steht die Concorde fast immer mit abgesenkter Nase – das typische Bild, das Spotter mit ihr verbinden.
Triebwerke und Lufteinläufe
Vier Olympus 593 Mk 610 sitzen paarweise in zwei Gondeln unter dem Flügel. Jedes liefert trocken rund 140 kN, mit Nachbrenner rund 169 kN Schub. Der Nachbrenner lief beim Start und beim Beschleunigen durch den Bereich um Mach 1. Den Reiseflug bei rund Mach 2 schaffte die Concorde ohne ihn. Entscheidend sind die variablen Lufteinläufe: Bewegliche Rampen in der eckigen Gondel bremsen die Luft vor dem Verdichter von Überschall auf Unterschall ab, gesteuert über einen Digitalrechner. Hinten sitzen bewegliche Düsenklappen, die zugleich als Schubumkehr dienen.
Treibstoff als Trimmgewicht
Die Concorde fasste rund 119.600 Liter Kerosin. Ein Teil davon diente als bewegliche Masse: Beim Übergang in den Überschallflug wandert der Druckpunkt des Flügels nach hinten. Statt mit den Rudern dagegenzuhalten, pumpte der Flugingenieur Treibstoff in hintere Trimmtanks und verlagerte so den Schwerpunkt; beim Abbremsen ging es umgekehrt.
Fly-by-Wire und Cockpit
Die Steuerung war als erste in einem Verkehrsflugzeug elektrisch übertragen, damals noch analog. Im Cockpit saßen drei Personen: zwei Piloten und ein Flugingenieur. Die Kabine ist mit innen rund 2,62 Metern schmal; vier Sitze pro Reihe, kleine Fenster, wegen der großen Flughöhe und der Druckbelastung.
Praxis-Tipp für den Museumsbesuch
Achte beim Fotografieren auf die Details, die nur die Concorde hat: die eckigen Triebwerkseinläufe von vorn, das Hecksporn-Rad, die abgesenkte Nase von der Seite und die feine Flügelwölbung schräg von hinten. Eine komplette Serie zeigt mehr als die übliche Frontalansicht.
Varianten: Prototyp, Vorserie, Serie
Weil nur 20 Flugzeuge gebaut wurden, ist fast jede Maschine ein Unikat. Grob lassen sich vier Gruppen unterscheiden.
| Gruppe | Seriennummern | Kennzeichen | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Prototypen (Concorde 001/002) | 001, 002 | F-WTSS, G-BSST | kürzerer Rumpf, Visier mit nur kleinen Sichtfenstern |
| Vorserie | 101, 102 | G-AXDN, F-WTSA | Erprobung von Verbesserungen; 102 hatte als erste die Form der Serie |
| Entwicklungsflugzeuge der Serie | 201, 202 | F-WTSB, G-BBDG | Serienstandard, aber nie im Liniendienst |
| Serie für Airlines | 203 bis 216 | F-B… und G-BOA… | Variante 101 (Air France) bzw. 102 (British Airways) |
Die Prototypen hatten ein Visier, das nur durch kleine Fenster Sicht nach vorn erlaubte. Für die Serie wurde es überarbeitet und voll verglast, unter anderem nach Einwänden der US-Luftfahrtbehörde FAA. Bei den Vorserienmaschinen flossen Änderungen ein, die bei den Prototypen erkannte Widerstandsprobleme beheben mussten: neu gewölbte Flügel, geänderte Flügelspitzen und ein verlängerter Heckkonus. Die Vorserien-102 (F-WTSA) zeigte als erste die Form der späteren Serienflugzeuge.
Für Verwirrung sorgen die Nummern 101 und 102, denn sie stehen für zwei verschiedene Dinge. Als Seriennummern bezeichnen sie die beiden Vorserienmaschinen. Als Varianten-Kennung stehen sie für die Serienflugzeuge: Concorde 101 sind die Air-France-Maschinen, Concorde 102 die von British Airways. Technisch gibt es zwischen beiden nur kleine Ausstattungsunterschiede, von außen erkennst du die Variante am Kennzeichen, nicht an der Form.
Eine verbesserte Concorde B mit größerem Flügel, Vorflügeln, mehr Treibstoff und stärkeren Triebwerken wurde nach Betriebsbeginn entworfen, aber nie gebaut. Wer den sowjetischen Gegenentwurf vergleichen will, findet ihn bei der Tupolew Tu-144 und im Artikel zur Tu-144-Geschichte.
Alle 20 Concordes mit Kennzeichen
Die Liste ist dein Werkzeug fürs Sammeln: Seriennummer, Haupt-Kennzeichen, Erstflug und heutiger Status. Stand der Standorte ist Oktober 2026; Ausstellungsbedingungen ändern sich, deshalb vor jedem Besuch beim Museum oder Flughafen prüfen.
| Nr. | Kennzeichen | Erstflug | Betreiber | Status (Stand Oktober 2026) |
|---|---|---|---|---|
| 001 | F-WTSS | 2. März 1969 | Prototyp | Musée de l’Air et de l’Espace, Le Bourget |
| 002 | G-BSST | 9. April 1969 | Prototyp | Fleet Air Arm Museum, Yeovilton |
| 101 | G-AXDN | 17. Dezember 1971 | Vorserie | IWM Duxford |
| 102 | F-WTSA | 10. Januar 1973 | Vorserie | Musée Delta, Athis-Mons bei Orly |
| 201 | F-WTSB | 6. Dezember 1973 | Testflugzeug | Aeroscopia, Toulouse |
| 202 | G-BBDG | 1974 | Testflugzeug | Brooklands Museum, Weybridge |
| 203 | F-BTSC | 31. Januar 1975 | Air France | 2000 bei Gonesse verunglückt |
| 204 | G-BOAC | 27. Februar 1975 | British Airways | Flughafen Manchester |
| 205 | F-BVFA | 27. Oktober 1975 | Air France | Udvar-Hazy Center, Virginia |
| 206 | G-BOAA | 5. November 1975 | British Airways | National Museum of Flight, East Fortune |
| 207 | F-BVFB | 6. März 1976 | Air France | Technik Museum Sinsheim |
| 208 | G-BOAB | 18. Mai 1976 | British Airways | Flughafen Heathrow, abgestellt, nicht öffentlich |
| 209 | F-BVFC | 9. Juli 1976 | Air France | Aeroscopia, Toulouse |
| 210 | G-BOAD | 25. August 1976 | British Airways | Intrepid Museum, New York |
| 211 | F-BVFD | 10. Februar 1977 | Air France | 1994 verschrottet |
| 212 | G-BOAE | 17. März 1977 | British Airways | Flughafen Grantley Adams, Barbados |
| 213 | F-BTSD | 26. Juni 1978 | Air France | Musée de l’Air et de l’Espace, Le Bourget |
| 214 | G-BOAG | 21. April 1978 | British Airways | Museum of Flight, Seattle |
| 215 | F-BVFF | 26. Dezember 1978 | Air France | Flughafen Paris-Charles de Gaulle |
| 216 | G-BOAF | 20. April 1979 | British Airways | Aerospace Bristol, Filton |
Zweit-Kennzeichen und Besonderheiten
Viele Concordes trugen mehr als ein Kennzeichen – spannend für alle, die Registrierungen sammeln.
- Testkennzeichen: Französische Maschinen flogen vor der Auslieferung mit F-W-Kennzeichen, etwa F-WTSC für die spätere F-BTSC. Die F-BTSD war zeitweise als F-WJAM unterwegs, die F-BVFF als F-WJAN. Wie solche Werksregistrierungen funktionieren, erklärt der Beitrag zu Testkennzeichen von Herstellern.
- Umregistrierung: G-BOAG lief ursprünglich als G-BFKW, bevor sie in die G-BOA-Reihe von British Airways eingegliedert wurde. Zur Systematik britischer Kennzeichen siehe Britische G-Kennzeichen.
- Braniff-Kennzeichen: Von Januar 1979 bis Mai 1980 flog Braniff International Airways Concordes im Unterschallbetrieb zwischen Washington-Dulles und Dallas/Fort Worth. Für jeden Umlauf wurden US-Kennzeichen über die französischen bzw. britischen Markierungen geklebt, etwa N94FA für F-BVFA oder G-N94AD/N94AD für G-BOAD.
- Lücke in der Reihe: Bei Air France gibt es keine F-BVFE – die Reihe springt von F-BVFD zu F-BVFF.
Standorte können sich ändern
G-BOAD wurde 2023 vom Intrepid Museum zur Restaurierung abtransportiert und kehrte im März 2024 zurück. G-BOAE in Barbados ist seit Schließung der dortigen Ausstellung nur eingeschränkt zu sehen, G-BOAB in Heathrow steht in der Obhut von British Airways und ist nicht öffentlich zugänglich. Prüf vor jeder Reise den aktuellen Stand.
Museumsexemplare für Spotter
Weil keine Concorde mehr fliegt, gilt: Jede Sichtung ist ein Museumsbesuch oder ein Blick über einen Flughafenzaun. Hier die Ziele, sortiert nach Region.
Deutschland: F-BVFB im Technik Museum Sinsheim ist das einzige Original im Land, zusammen ausgestellt mit einer Tu-144. Sinsheim gehört zum Verbund mit dem Technik Museum Speyer.
Frankreich: Im Musée de l’Air et de l’Espace stehen der Prototyp F-WTSS und die Serienmaschine F-BTSD – ein direkter Vergleich von Prototypen- und Serienvisier. Wie du den Besuch mit Spotting verbindest, steht beim Spot Musée de l’Air am Flughafen Le Bourget. In Toulouse zeigt Aeroscopia gleich zwei Exemplare, F-WTSB und F-BVFC; der Spot Aeroscopia in Toulouse-Blagnac liegt direkt am Airbus-Werksflughafen. F-BVFF steht am Flughafen Paris-Charles de Gaulle.
Großbritannien: Die meisten Concordes stehen hier. G-BOAF bei Aerospace Bristol ist die zuletzt gebaute und zuletzt geflogene Maschine – mehr zum Standort beim Spot Aerospace Bristol in Filton. G-BOAC am Runway Visitor Park Manchester kombinierst du mit aktuellem Linienverkehr. Dazu kommen G-AXDN im Imperial War Museum Duxford, G-BBDG im Brooklands Museum, G-BOAA im National Museum of Flight East Fortune und der Prototyp G-BSST im Fleet Air Arm Museum Yeovilton.
USA: F-BVFA steht im Udvar-Hazy Center direkt am Flughafen Dulles, G-BOAG im Museum of Flight Seattle und G-BOAD auf dem Pier des Intrepid Museum in New York.
1. Ziel wählen
Starte mit gut zugänglichen Exemplaren wie Sinsheim, Le Bourget oder Bristol. Heathrow und Barbados sind eher Glückstreffer.
2. Halle oder Freigelände?
Freiluftexponate brauchen passendes Licht, Hallenexponate eine ruhige Hand oder höhere ISO. Kläre vorab, wo die Maschine steht.
3. Kennzeichen dokumentieren
Fotografiere das Kennzeichen mit, so ist die Zuordnung zur Seriennummer später eindeutig.
4. Liste abhaken
Trag die Sichtung mit Ort und Datum ein. So siehst du, wie viele der 18 Exemplare dir noch fehlen.
Wie du deine Sichtungen ordentlich festhältst, erklärt Sichtungen dokumentieren. Weitere Klassiker-Ziele findest du in Seltene Flugzeuge spotten.
Concorde-Spots auf der Karte
Die Spot-Karte in Planetrack zeigt dir Museen und Flughafen-Spots mit Anreise, bestem Licht und Community-Fotos – ideal für deine Concorde-Tour. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Concorde, Tu-144 oder Nachbau?
Verwechseln kannst du die Concorde im Grunde nur mit der Tu-144 – oder mit einem Nachbau.
Es ist eine Concorde, wenn …
- die vier Triebwerke paarweise in zwei getrennten Gondeln unter dem Flügel sitzen
- hinter dem Cockpit keine ausklappbaren Zusatzflügel zu sehen sind
- ein Kennzeichen aus der Liste oben am Rumpf steht
Sieh genauer hin, wenn …
- die vier Triebwerke dicht nebeneinander in einem breiten Block unter der Rumpfmitte sitzen
- hinter dem Cockpit kleine ausklappbare Vorflügel (Canards) zu sehen sind – dann spricht viel für eine Serien-Tu-144
Kein Original ist es, wenn …
- das Kennzeichen zu keiner der 20 Maschinen passt
- das Museum es als Replik oder Nachbau ausweist – wie die Concorde-Nachbildung, die in der Flugausstellung Hermeskeil als Museumscafé dient
Größenvergleich gefällig? Die Concorde war länger als eine Boeing 757-200, aber mit rund 25,6 Metern Spannweite schmaler als ein Airbus A320. Aus derselben Zeit wie die Concorde stammen auch die Sud Aviation Caravelle und die BAC One-Eleven – die Unterschalljets der beiden Partnerfirmen.
Fazit
Die Concorde ist ein Typ, den du nicht mehr im Anflug erwischst, aber umso gezielter sammeln kannst. Deltaflügel, absenkbare Nase und Doppelgondeln machen sie unverwechselbar, die Seriennummer erzählt die Geschichte jeder einzelnen Maschine. Mit 18 erhaltenen Exemplaren in Europa, den USA und der Karibik ist sie eines der schönsten Langzeitprojekte für Spotter.
Kurzfazit
20 gebaut, 18 erhalten, Typcode CONC: Die Concorde erkennst du an Delta, Nase und Doppelgondeln. Wer sie sammeln will, arbeitet die Kennzeichenliste ab – von Sinsheim über Le Bourget und Bristol bis Seattle.
Zusammenfassung
- Die Concorde ist das einzige Überschall-Verkehrsflugzeug, das über Jahrzehnte im Linienbetrieb flog. Technisch prägen sie Deltaflügel, absenkbare Nase, Nachbrenner-Triebwerke mit variablen Lufteinläufen und Treibstoff als Trimmgewicht.
- Prototypen, Vorserie und Serie unterscheiden sich vor allem bei Visier, Heckkonus und Flügelfeinheiten. Die Serienflugzeuge sind von außen praktisch gleich.
- Jede der 20 Maschinen ist über Seriennummer und Kennzeichen eindeutig zuzuordnen. Viele trugen im Lauf ihres Lebens mehrere Registrierungen, etwa für Testflüge oder die Braniff-Kooperation.
- Für Spotter ist die Concorde ein Sammelprojekt: 18 Exemplare in Frankreich, Großbritannien, Deutschland, den USA und Barbados – mit sehr unterschiedlicher Zugänglichkeit.
Häufige Fragen
Wie viele Concordes wurden gebaut?
Insgesamt 20: die Prototypen 001 und 002, die Vorserienmaschinen 101 und 102 sowie 16 Serienflugzeuge mit den Nummern 201 bis 216. Die ersten beiden Serienmaschinen (201 und 202) blieben Test- und Entwicklungsflugzeuge, die übrigen 14 gingen an Air France und British Airways.
Was bedeuten Concorde 101 und Concorde 102?
Hier gibt es eine Doppelbelegung. Als Seriennummer stehen 101 und 102 für die beiden Vorserienflugzeuge G-AXDN und F-WTSA. Als Variantenbezeichnung der Serienflugzeuge steht 101 für die Air-France-Maschinen und 102 für die British-Airways-Maschinen. Äußerlich unterscheiden sich die Serien-Varianten kaum.
Welchen ICAO-Typcode hat die Concorde?
Der Typcode lautet CONC. In Live-Tracking-Diensten taucht er praktisch nicht mehr auf, weil seit 2003 keine Concorde fliegt. In Datenbanken und Logbüchern hilft er dir trotzdem beim Sortieren.
Wie viele Concordes existieren heute noch?
Achtzehn. Verloren sind nur F-BTSC, die im Juli 2000 bei Gonesse abstürzte, und F-BVFD, die 1994 verschrottet wurde. Von F-BVFD sind nur einzelne Teile erhalten.
Wo kann ich in Deutschland eine Concorde sehen?
Die einzige originale Concorde in Deutschland ist F-BVFB (Seriennummer 207) im Technik Museum Sinsheim. Sie steht dort zusammen mit einer Tupolew Tu-144. Öffnungszeiten prüfst du am besten direkt beim Museum.
Welche Concorde flog zuletzt?
Die letzte Concorde in der Luft war G-BOAF (216), zugleich das zuletzt gebaute Exemplar. Sie landete am 26. November 2003 in Filton bei Bristol und steht heute bei Aerospace Bristol.
Warum hat die Concorde eine absenkbare Nase?
Deltaflügel brauchen bei langsamem Flug einen hohen Anstellwinkel. Mit hochgezogener Nase hätten die Piloten bei Start und Landung die Piste nicht gesehen. Deshalb ließ sich die Nase für Rollen und Start auf 5 Grad und für die Landung auf 12,5 Grad absenken. Im Reiseflug schützte ein Visier die Frontscheiben.
Fliegt irgendwo noch eine Concorde?
Nein. Seit dem Überführungsflug von G-BOAF im November 2003 ist keine Concorde mehr geflogen. Einige Exemplare werden gelegentlich am Boden bewegt oder restauriert, flugfähig ist aber keines.
Aérospatiale/BAC Concorde sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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