Airbus Helicopters H215 (AS332 Super Puma / AS532 Cougar)

Vier Rotorblätter, offener Heckrotor, einziehbares Radfahrwerk und ein kantiger, langer Rumpf: Die Super Puma fliegt seit 1978 für Ölfirmen, Polizei und Luftwaffen. Heute heißt sie H215 – so erkennst du sie und ihre Varianten.

Auch bekannt als: Super Puma · AS332 · AS 332 L1 · AS532 Cougar · H215M · TH89 · TH98 · AS332 L1e

FrankreichAirbusHubschrauberICAO-Typcode: AS3212 Min. Lesezeit

AS32

ICAO-Typcode

1978

Erstflug

2

Makila-Turbinen

4,5 t

Außenlast

Das Wichtigste in Kürze

  • Die H215 ist der aktuelle Name der Super Puma, eines schweren zweimotorigen Transporthubschraubers, der seit 1978 fliegt.
  • Zivil hieß sie AS332, militärisch seit 1990 AS532 Cougar – heute H215 und H215M.
  • Schnellster Erkennungsweg: vier Hauptrotorblätter, offener Heckrotor und ein einziehbares Radfahrwerk an einem großen, kantigen Rumpf.
  • Von der H225 trennst du sie am sichersten über die Blattzahl: Die H225 hat fünf Hauptrotorblätter.
  • In der Schweiz ist die Super Puma das Arbeitstier der Luftwaffe, in Deutschland fliegt sie bei der Bundespolizei, als Cougar bei der Flugbereitschaft.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Airbus H215?
  2. 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  3. 3.Super Puma, Cougar, H215: die Varianten
  4. 4.H215, H225 oder Puma?
  5. 5.Wo du die Super Puma antriffst
  6. 6.Spotting mit Rücksicht: Militär und Einsätze
  7. 7.Fototipps speziell für die Super Puma
  8. 8.Militärische Linie: von der Cougar zur H215M
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerAérospatiale, später Eurocopter, heute Airbus Helicopters
FamilieSA 330 Puma → AS332 Super Puma / AS532 Cougar → H215 / H215M
ICAO-TypcodeAS32
Erstflug Super Puma13. September 1978
Militärische BezeichnungAS532 Cougar (seit 1990), heute H215M
Triebwerke (H215)2 × Safran Makila 1A1, je rund 1.400 kW laut Airbus
Hauptrotor4 Blätter
Heckrotoroffen, 5 Blätter
Fahrwerkeinziehbares Bugradfahrwerk
Passagiere (H215)bis 19 zivil, bis 22 Soldaten
Außenlastbis 4.500 kg
Reisegeschwindigkeit (H215)252 km/h
Reichweite (H215, lange Kabine)866 km
Endmontage H215Brașov, Rumänien (Verlagerung im November 2015 angekündigt)

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Großer, kantiger Rumpf mit langer Kabine und großen Schiebetüren
  • Hauptrotor mit vier Blättern – die Weiterentwicklung H225 hat fünf
  • Offener Heckrotor mit fünf Blättern am Ende des Heckauslegers, kein Fenestron
  • Einziehbares Radfahrwerk: Bugrad vorn, das Hauptfahrwerk verschwindet in seitlichen Verkleidungen am Rumpf
  • Zwei Turbinen in einer breiten Verkleidung oben auf dem Rumpf, direkt vor dem Rotormast
  • Kleine Bauchflosse unter dem Heckausleger, die den Super Puma vom älteren Puma unterscheidet

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein großer, eckiger Hubschrauber donnert tief über das Tal, unter dem Rumpf baumelt ein Löschwasserbehälter, und der Rotor klingt eher nach Lastwagen als nach Libelle: In der Schweiz ist das ziemlich sicher eine Super Puma der Luftwaffe. Offiziell heißt sie inzwischen Airbus Helicopters H215, militärisch H215M, früher AS332 Super Puma und AS532 Cougar. Hier erfährst du, wie du den Klassiker unter den schweren Zweimotorern sicher erkennst, wie du ihn von Puma und H225 trennst und wo du ihn in Deutschland, der Schweiz und auf der Nordsee vor die Linse bekommst.

Super Puma für deinen Hangar

Mit Planetrack hältst du jede Super-Puma-Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen oder Kennung und Spot fest – vom Bundespolizei-Hubschrauber bis zum Cougar der Schweizer Luftwaffe. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist die Airbus H215?

Die H215 ist ein schwerer zweimotoriger Mehrzweckhubschrauber. Airbus beschreibt ihn als Arbeitstier für Transport, Such- und Rettungsdienst, Polizei, Brandbekämpfung, Bauarbeiten, Montage an Stromleitungen und militärische Aufgaben. Laut Hersteller nimmt die zivile Version bis zu 19 Passagiere mit, in militärischer Bestuhlung bis zu 22 Soldaten. An den Lasthaken kann sie bis zu 4,5 Tonnen hängen, und für Löscheinsätze trägt sie bis zu 4.000 Liter Wasser pro Abwurf.

Angetrieben wird die H215 von zwei Turbinen vom Typ Safran Makila 1A1 mit jeweils rund 1.400 Kilowatt. Airbus nennt eine Reisegeschwindigkeit von 252 km/h und für die Version mit langer Kabine eine Reichweite von 866 Kilometern. Mit Zusatztanks bleibt sie mehr als sechs Stunden in der Luft. Cockpit und Autopilot hat Airbus von der modernen H225 übernommen, die Maschine ist für Vereisungsbedingungen zugelassen.

Die Geschichte beginnt viel früher. Aérospatiale entwickelte die Super Puma in den 1970er-Jahren als vergrößerte und stärkere Version der SA 330 Puma. Der erste Prototyp der AS332 hob am 13. September 1978 ab. Danach entstand eine ganze Familie: kurze und um 76 Zentimeter verlängerte Rümpfe, zivile Versionen mit dem Kürzel L, militärische mit B oder M. 1990 bekamen die Militärversionen einen eigenen Namen, AS532 Cougar. Bis 2019 wurden rund 1.000 Super Puma gebaut.

Als Eurocopter zu Airbus Helicopters wurde, stellte der Hersteller auf die neue Namenslogik um: Die zivile AS332 L1e heißt seitdem H215, die Militärversion H215M. Im November 2015 kündigte Airbus an, die Endmontage nach Brașov in Rumänien zu verlegen. Mehr zum Hersteller findest du auf den Seiten zu Airbus Helicopters und zum Mutterkonzern Airbus, mehr zum Triebwerkshersteller bei Safran.

AS32ICAO-Typcode der Super-Puma-Familie
1978Erstflug des Super-Puma-Prototyps
50+Länder, in denen die Familie laut Airbus fliegt

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Große Hubschrauber mit Radfahrwerk gibt es einige. Bei der Super Puma helfen dir drei Beobachtungen, die auch aus größerer Entfernung funktionieren.

Rotorblätter zählen

Die Super Puma hat vier Hauptrotorblätter. Fünf Blätter an einem sonst sehr ähnlichen Hubschrauber deuten auf die H225 – im Zweifel hilft das Kennzeichen.

Aufs Heck schauen

Am Ende des Heckauslegers dreht ein offener Heckrotor mit fünf Blättern, kein ummantelter Fenestron wie bei H135, H145 oder H160. Darunter sitzt eine kleine Bauchflosse.

Fahrwerk prüfen

Ein Bugrad vorn, zwei Hauptfahrwerke in seitlichen Verkleidungen am Rumpf, im Flug eingefahren. Kufen hat die Super Puma nie.

Dazu kommt das Gesamtbild: ein langer, eher kantiger Rumpf mit großen Schiebetüren, eine breite Triebwerksverkleidung auf dem Dach und eine relativ kurze Nase. Wenn du einmal ein paar Bilder nebeneinander gesehen hast, erkennst du den bulligen Umriss auch im Gegenlicht. Die letzte Gewissheit liefert das Kennzeichen bzw. die militärische Kennung. Wie zivile Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen; Schweizer Besonderheiten findest du unter Schweizer HB-Kennzeichen.

Praxis-Tipp: Fahrwerk im Landeanflug

Kurz vor der Landung fährt die Super Puma ihr Fahrwerk aus. Wenn du im Anflug drei Räder unter einem großen, vierblättrigen Hubschrauber siehst, bist du schon sehr nah an der Bestimmung.

Super Puma, Cougar, H215: die Varianten

Die vielen Namen verwirren selbst erfahrene Spotter. Die Tabelle sortiert die wichtigsten Linien.

Bezeichnung Einsatz Besonderheit
AS332 C / C1 zivil kurzer Rumpf
AS332 L / L1 zivil um 76 cm verlängerter Rumpf, Offshore-Standard der 1980er- und 1990er-Jahre
AS332 L2 zivil weiterentwickelte Version mit neuem Rotor und Makila 1A2
AS332 B / M / M1 militärisch (bis 1990) kurzer bzw. langer Rumpf, z. B. Schweizer TH89
AS532 Cougar UL / AL / U2 / A2 militärisch (ab 1990) Transport, bewaffnet bzw. weiterentwickelt
AS532 SC Marine Seeziel- und U-Boot-Abwehr, Seenotrettung
H215 zivil (aktuell) früher AS332 L1e, moderne Avionik
H215M militärisch (aktuell) Nachfolgename der Cougar

Für Spotter wichtig: Der Typcode AS32 unterscheidet diese Varianten nicht. Ob vor dir eine alte L1 aus den 1980ern oder eine fabrikneue H215 steht, klärst du über das Kennzeichen und eine Registerabfrage. Wie du das Alter einer Maschine ermittelst, steht im Beitrag Flugzeugalter herausfinden.

H215, H225 oder Puma?

Die häufigsten Verwechslungen passieren innerhalb der eigenen Familie. Die ältere SA 330 Puma ist der Ursprung, die H225 die modernere und schwerere Weiterentwicklung. Der Finder hilft beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: großer Airbus-Hubschrauber

Drei Fragen, eine Einschätzung. Kennzeichen oder Kennung bleiben die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Super Puma / Cougar / H215

Vier Blätter, Bauchflosse, einziehbares Fahrwerk und ein langer, kantiger Rumpf: Das ist das typische Super-Puma-Bild. Kennung oder Kennzeichen verraten, ob es eine zivile AS332, eine Cougar oder eine neue H215 ist.

Wahrscheinlich

Airbus H225 (EC225 / EC725 Caracal)

Fünf Hauptrotorblätter an einem Super-Puma-Rumpf sprechen für die H225. Sie ist schwerer, moderner und militärisch als Caracal unterwegs.

Wahrscheinlich

SA 330 Puma

Ohne Bauchflosse und mit etwas kleinerem Rumpf deutet vieles auf den Vorgänger hin. Im Flugbetrieb ist er im DACH-Raum selten geworden, in Museen findest du ihn eher.

Außerhalb der Familie sind die Sikorsky S-92 und die Airbus H175 die typischen Offshore-Konkurrenten. Die S-92 hat ebenfalls vier Blätter, aber einen runderen, höheren Rumpf mit anderer Nasenform. Die H175 trägt fünf Blätter und eine glattere, modernere Form. Im militärischen Bereich begegnen dir als schwere Transporter eher die CH-53 mit sechs bis sieben Blättern oder die dreimotorige AW101. Einen Überblick über alle gängigen Muster liefert der Guide Hubschraubertypen erkennen.

Wo du die Super Puma antriffst

Schweiz: das Arbeitstier der Luftwaffe

Nirgends im deutschsprachigen Raum ist die Super Puma so präsent wie in der Schweiz. Die Luftwaffe erhielt 1987 drei Maschinen als TH86 und ab 1991 zwölf weitere als TH89 (AS332 M1); die ersten drei wurden später auf den TH89-Standard gebracht. Diese 15 Super Puma tragen die Kennungen T-311 bis T-325. Dazu kommen die Cougar (AS532 UL) als TH98 mit Kennungen ab T-331, darunter eine VIP-Version. Zwei Maschinen der Flotte gingen bei Unfällen verloren: 2011 im Maderanertal und im September 2016 am Gotthard-Hospiz.

Eingesetzt werden die Maschinen von mehreren Lufttransportstaffeln mit Standorten unter anderem in Alpnach, Dübendorf und Payerne. Ihr Alltag ist vielseitig: Truppentransport, Unterstützung von Polizei und Grenzwachtkorps, Suchflüge, Messflüge für Bundesstellen und vor allem Löscheinsätze mit Wasserbehälter. Auch im Ausland waren Schweizer Super Puma unterwegs, etwa ab 1999 in Albanien und im Kosovo, 2005 nach dem Tsunami auf Sumatra und mehrfach bei Waldbränden in Südeuropa, darunter 2017 in Portugal und 2021 sowie 2023 in Griechenland.

Wer die Maschinen in Aktion erleben will, achtet auf Vorführungen des Super Puma Display Teams, das mit einer Super Puma oder einer Cougar auftritt. Statische Exponate rund um die Schweizer Militärluftfahrt findest du im Flieger Flab Museum Dübendorf, das direkt am Flugplatz Dübendorf liegt. Was du beim Fotografieren in der Schweiz rechtlich beachten musst, steht im Beitrag Planespotting in der Schweiz.

Deutschland: Bundespolizei und Flugbereitschaft

Die Bundespolizei (früher Bundesgrenzschutz) flog zunächst die SA 330 Puma und stellte später auf die Super Puma in der zivilen Version AS332 L1 um. Sie ist dort der größte Transporthubschrauber der Flotte und bringt vor allem Einsatzkräfte schnell an ihren Einsatzort, hilft aber auch bei Katastrophenlagen und unterstützt bei Waldbränden.

Militärisch sind in Deutschland vor allem die drei AS532 Cougar der Flugbereitschaft BMVg mit den Kennungen 82+01 bis 82+03 interessant. Sie bringen Regierungsmitglieder auf kurzen Strecken ans Ziel und sind seit Oktober 2025 am BER stationiert. Von der Besucherterrasse am Flughafen Berlin hast du also eine Chance auf einen Cougar. Wie du Regierungsmaschinen gezielt erwischst, erklärt der Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.

Offshore: die Nordsee-Legende

Über Jahrzehnte war die Super Puma der Hubschrauber für den Pendelverkehr zu Bohrinseln und Plattformen in der Nordsee, von Aberdeen bis Westnorwegen. Diese Geschichte hat auch dunkle Kapitel: 1992 stürzte eine AS332 L im East-Shetland-Becken ab, 11 von 17 Menschen an Bord starben. 2009 verunglückte eine AS332 L2 auf dem Rückflug von der Miller-Plattform vor Schottland, keiner der 16 Insassen überlebte. 2013 kamen bei einem Absturz einer L2 nahe den Shetlandinseln vier Menschen ums Leben. Nach dem Unglück einer H225 vor Norwegen im April 2016 sprach die EASA im Juni 2016 vorübergehend ein Flugverbot für die H225 LP und die AS332 L2 aus. Mehr dazu und zum heutigen Offshore-Verkehr steht auf der Seite zum Flughafen Bergen.

Heute dominieren in der Nordsee modernere Muster, die klassische Super Puma ist dort deutlich seltener geworden. Wie du Offshore- und Behördenhubschrauber auf dem Flugradar findest, erklärt der Guide Hubschrauber auf dem Flugradar verfolgen.

Ort Trefferchance Warum
Schweizer Militärflugplätze wie Alpnach, Dübendorf, Payerne hoch Heimat von Super Puma und Cougar der Luftwaffe
Schweizer Alpen bei Waldbränden oder Transporteinsätzen mittel Löscheinsätze und Materialtransporte
Bundespolizei-Standorte mittel Super Puma als Transporthubschrauber
Flughafen Berlin (BER) niedrig bis mittel Cougar der Flugbereitschaft
Nordsee-Offshorebasen niedrig Super Puma dort weitgehend abgelöst

Flotten ändern sich

Die Super Puma fliegen bei vielen Betreibern seit Jahrzehnten, Ersatzbeschaffungen und Ausmusterungen verschieben das Bild laufend. Prüf vor einer gezielten Tour die aktuellen Angaben von Luftwaffe, Bundespolizei oder Betreiber und verlass dich nicht auf ältere Listen.

AS32 auf die Wunschliste

Setz in Planetrack die Super Puma oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Spotting mit Rücksicht: Militär und Einsätze

Die Super Puma ist fast immer im Dienst unterwegs: bei Polizeilagen, Löscheinsätzen oder im militärischen Flugbetrieb. Das verlangt ein bisschen Fingerspitzengefühl.

Bereit für deine Super-Puma-Session?

Hak ab, was für dich selbstverständlich ist.

  • Ich stehe auf öffentlichem Grund und halte Zufahrten und Landeplätze frei.
  • Ich halte großen Abstand – der Rotorabwind eines schweren Hubschraubers ist enorm.
  • Ich kenne die Fotoregeln rund um militärische Anlagen.
  • Bei Waldbränden oder Unfällen stehe ich niemandem im Weg.
  • Kamera eingestellt: Verschlusszeit passt zur gewünschten Rotorunschärfe.

Was rund um Kasernen und Militärflugplätze erlaubt ist, steht im Beitrag Militärflugplatz fotografieren: Regeln. Entspannter wird es an Flugtagen und Tagen der offenen Tür, an denen Hubschrauber oft statisch ausgestellt sind. Allgemeine Tipps zu Drehflüglern findest du im Guide Hubschrauber spotten.

Fototipps speziell für die Super Puma

Bei der Super Puma lohnt sich die Mühe besonders: großer Rumpf, markantes Fahrwerk und – bei Löscheinsätzen – ein Wasserbehälter am Seil machen das Motiv lebendig.

Rotor in Bewegung zeigen

Belichte länger als bei Jets, damit die Blätter verwischen. Die großen Rotoren drehen langsamer als bei kleinen Hubschraubern, schon moderat lange Zeiten erzeugen eine schöne Scheibe. Mach Serien und zieh sauber mit.

Fahrwerk ausgefahren erwischen

Im Anflug oder beim Abheben ist das dreibeinige Radfahrwerk sichtbar – ein Detail, das den Typ auf dem Foto eindeutig macht.

Außenlast mit Abstand

Mit Wasserbehälter oder Lastnetz wird das Bild erzählerisch. Nimm etwas weniger Brennweite, damit Hubschrauber, Seil und Last komplett aufs Bild passen.

Kennung dokumentieren

Mach zusätzlich ein Bild, auf dem Kennzeichen oder militärische Kennung lesbar sind. Nur damit kannst du die Variante später sauber zuordnen.

Die Technik ist dieselbe wie bei Propellermaschinen; Details stehen im Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit. Wann das Licht an deinem Standort passt, planst du mit dem Sonnenstand-Guide.

Militärische Linie: von der Cougar zur H215M

Die militärische Super Puma ist weltweit verbreitet. Neben der Schweiz und der deutschen Flugbereitschaft zählen oder zählten unter anderem die niederländischen Luftstreitkräfte, Albanien und die rumänische Marine zu den militärischen Nutzern. Rumänien bestätigte im März 2024 den Kauf von zwei H215M für Einsätze über See – passend zur Endmontage im eigenen Land.

Militärische Super Puma und Cougar tragen Kennungen statt ziviler Kennzeichen und tauchen nicht immer in Tracking-Diensten auf. Wie du Militärflüge trotzdem verfolgst, erklärt der Beitrag Militärflugzeuge online verfolgen. Ältere Exemplare der Puma-Familie findest du außerdem in Sammlungen wie dem Hubschraubermuseum Bückeburg.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die Super Puma, wenn …

  • du vier Hauptrotorblätter und einen offenen Heckrotor siehst
  • ein einziehbares Radfahrwerk mit Bugrad unter dem Rumpf sitzt
  • eine kleine Bauchflosse unter dem Heckausleger erkennbar ist
  • im Tracking-Dienst AS32 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • der Hubschrauber etwas kleiner wirkt und keine Bauchflosse hat – dann kann es eine Puma sein
  • du die Blätter im Flug nicht sicher zählen kannst
  • ein Offshore-Betreiber dahintersteht – dann kommen auch S-92 und H175 infrage

Es ist keine Super Puma, wenn …

  • du fünf Hauptrotorblätter zählst – dann eher H225 oder H175
  • ein Fenestron im Heck sitzt, wie bei der H145
  • der Hubschrauber auf Kufen steht
  • du drei Turbinen oder zwei Rotoren siehst

Fazit

Die Super Puma ist ein echter Dauerläufer: 1978 erstmals in der Luft, über Jahrzehnte das Rückgrat der Nordsee-Offshoreflüge und bis heute das Arbeitstier der Schweizer Luftwaffe. Vier Blätter, offener Heckrotor und einziehbares Radfahrwerk liefern den Typ, Kennzeichen oder Kennung die Variante. Ob AS332, Cougar oder H215 – für deinen Hangar zählt sie als einer der prägenden schweren Hubschrauber Europas.

Kurzfazit

Großer, kantiger Rumpf, vier Rotorblätter, offener Heckrotor, Bugradfahrwerk: Das ist die Super Puma alias H215. Am besten triffst du sie in der Schweiz bei Luftwaffe und Löscheinsätzen, in Deutschland bei der Bundespolizei und als Cougar am BER.

Zusammenfassung

  • Die Super Puma entstand bei Aérospatiale als vergrößerte und stärkere Weiterentwicklung der SA 330 Puma und flog am 13. September 1978 zum ersten Mal.
  • Über Jahrzehnte prägte sie den Offshore-Verkehr in der Nordsee, dazu Polizei, Such- und Rettungsdienst, Brandbekämpfung und Truppentransport in Dutzenden Ländern.
  • Nach der Umbenennung von Eurocopter in Airbus Helicopters heißt die zivile Version H215, die militärische H215M; die Endmontage ist nach Rumänien gewandert.
  • Zum Bestimmen reichen Blattzahl, Heckrotor, Fahrwerk und Rumpfform; das Kennzeichen oder die militärische Kennung bestätigt die Variante.

Häufige Fragen

Sind Super Puma, Cougar und H215 derselbe Hubschrauber?

Im Kern ja. AS332 Super Puma ist die ursprüngliche Bezeichnung. 1990 bekamen die militärischen Versionen den eigenen Namen AS532 Cougar. Seit Eurocopter zu Airbus Helicopters wurde, läuft die zivile Linie als H215 (früher AS332 L1e) und die militärische als H215M. Im Spotteralltag sagen die meisten einfach Super Puma.

Welchen ICAO-Typcode hat die Super Puma?

Die Familie läuft in Flugplänen und Tracking-Diensten in der Regel unter AS32, und zwar für zivile Super Puma, Cougar und H215 gleichermaßen. Die Weiterentwicklung H225 hat einen eigenen Code. Für die genaue Variante brauchst du das Kennzeichen oder die militärische Kennung.

Wie unterscheide ich H215 und H225?

Zähl die Hauptrotorblätter: Die H215 hat vier, die H225 (früher EC225) fünf. Die H225 wirkt zudem moderner, hat eine überarbeitete Nase und ist schwerer. Rumpfform, offener Heckrotor und Radfahrwerk sind dagegen sehr ähnlich, weil beide auf der Super Puma basieren.

Wie unterscheide ich Super Puma und Puma?

Die ältere SA 330 Puma ist etwas kleiner und leichter. Ein gutes Merkmal ist die kleine Bauchflosse unter dem Heckausleger, die die Super Puma hat. Dazu kommen die stärkeren Makila-Turbinen in einer breiteren Verkleidung. Bei der deutschen Bundespolizei hat die Super Puma die Puma abgelöst.

Was bedeuten TH89 und TH98?

Das sind die Schweizer Bezeichnungen: TH89 steht für die Super Puma (AS332 M1) der Luftwaffe, TH98 für die Cougar (AS532 UL). Die Super Puma tragen Kennungen von T-311 bis T-325, die Cougar ab T-331.

Wo sehe ich in Deutschland eine Super Puma?

Am ehesten bei der Bundespolizei, die den Typ als Transporthubschrauber einsetzt, etwa an der Küste für Einsätze über See. Dazu kommen die drei Cougar der Flugbereitschaft, die seit Oktober 2025 am BER stationiert sind. Welche Station gerade welche Maschinen fliegt, prüfst du am besten aktuell.

Wird die H215 noch gebaut?

Airbus bietet die H215 weiter an und kündigte im November 2015 an, die Endmontage nach Brașov in Rumänien zu verlegen. Rumänien hat 2024 auch zwei H215M für die Marine bestellt. Neu gebaute Maschinen sind aber deutlich seltener als die vielen älteren Super Puma, die weltweit noch fliegen.

Airbus Helicopters H215 (AS332 Super Puma / AS532 Cougar) sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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TT

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