Das Wichtigste in Kürze
- Die Falcon 900 ist der große Dreistrahler der zweiten Generation: Erstflug 1984, Zulassung 1986, über vier Jahrzehnte Bauzeit von der Ur-900 bis zur 900LX.
- Schnellster Erkennungsweg: drei Triebwerke am Heck plus ein breiter, rund 20 Meter langer Rumpf.
- Bewährte Basis: Den superkritischen Flügel übernahm Dassault fast unverändert von der Falcon 50, der Rumpf ist eine Neukonstruktion mit rund 80 Prozent mehr Kabinenvolumen.
- Varianten trennt meist nur das Kennzeichen: Nur die 900LX fällt durch ihre Winglets auf; alle laufen gemeinsam unter F900.
- Beliebter Regierungsjet: unter anderem bei der Schweiz, Frankreich, Italien, Großbritannien und Portugal im Einsatz – oft an Businessjet-Flughäfen wie Genf, Le Bourget oder Rom-Ciampino zu sehen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Dassault Falcon 900?
- 2.Varianten: von der 900 bis zur 900LX
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.Falcon 900, 50, 2000 oder 7X?
- 5.Falcon 900 oder ein anderer großer Businessjet?
- 6.Die Falcon 900 als Regierungsjet
- 7.Wo du die Falcon 900 antriffst
- 8.Spotting in Genf und Zürich
- 9.Fototipps speziell für die Falcon 900
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Dassault Aviation (Frankreich) |
|---|---|
| Familie | Falcon-Dreistrahler (Falcon 50, 900, 7X, 8X) |
| ICAO-Typcode | F900 (alle Varianten) |
| Grundlage | Flügel der Falcon 50, neuer, deutlich breiterer Rumpf |
| Erstflug | 21. September 1984 in Bordeaux-Mérignac |
| Zulassung | März 1986 (Frankreich und USA) |
| Erste Auslieferung | Dezember 1986 |
| Gebaute Exemplare | nach gängigen Angaben über 500 über alle Varianten |
| Triebwerke | 3 × Honeywell (ex Garrett) TFE731: -5AR bzw. -5BR bei 900 bis 900C (rund 20–21 kN), -60 bei EX, DX und LX (je 22,2 kN) |
| Länge | 20,21 m |
| Spannweite | 19,33 m, mit Winglets (900LX) 21,38 m |
| Höhe | 7,55 m |
| Kabine | rund 10,1 m lang, 2,34 m breit, 1,88 m hoch |
| Passagiere | typisch 12 bis 14, maximal 19 (je nach Einrichtung) |
| Reichweite | rund 7.000 km (900) bis rund 8.800 km (900LX, 8 Passagiere, NBAA-Reserven) |
| Max. Startgewicht | rund 20,6 t (900B/C) bis rund 22 t (EX/LX) |
| Reisegeschwindigkeit | maximal um Mach 0,84, Langstrecke um Mach 0,75 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Drei Triebwerke am Heck: zwei seitlich am Rumpf, das dritte mittig im Rumpfende, gespeist über einen Lufteinlass oben vor dem Seitenleitwerk
- Deutlich voluminöserer Rumpf als bei der Falcon 50, mit langer Reihe ovaler Kabinenfenster – rund 20 m Gesamtlänge
- Höhenleitwerk etwa auf halber Höhe am Seitenleitwerk, von hinten ein Kreuz – kein T-Leitwerk, und höher angesetzt als bei 7X und 8X
- Die 900LX trägt hochgezogene Blended Winglets; ältere Varianten haben glatte Flügelspitzen, manche EX wurden nachgerüstet
- Gegenüber 7X und 8X sichtbar kürzer und gedrungener, mit kürzerer Fensterreihe
- In Tracking-Diensten als F900 geführt – unabhängig von der Variante
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein weißer Businessjet rollt zur Piste, am Heck sitzen drei Triebwerke, und der Rumpf wirkt deutlich kräftiger als bei einer kleinen Falcon 50. Die Fensterreihe ist lang, die Flügelspitzen tragen vielleicht hochgezogene Winglets: Das ist sehr wahrscheinlich eine Dassault Falcon 900. Sie war ab Mitte der 1980er Jahre die Antwort von Dassault auf die großen Kabinen von Gulfstream und Bombardier und wurde in immer neuen Varianten bis zur 900LX weitergebaut. Regierungen, Konzerne und Charterfirmen fliegen sie bis heute. Wie du sie erkennst, von ihren Schwestern trennst und wo du gute Chancen auf eine Sichtung hast, liest du hier.
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Was ist die Dassault Falcon 900?
Die Falcon 900 ist ein dreistrahliger Langstrecken-Businessjet mit großer Kabine von Dassault Aviation. Die Kabine ist rund 10,1 Meter lang, 2,34 Meter breit und 1,88 Meter hoch. Typisch eingerichtet nimmt sie 12 bis 14 Passagiere auf, in dichter Bestuhlung bis zu 19. Je nach Variante reicht der Sprit für rund 7.000 bis 8.800 Kilometer – genug für Nonstop-Flüge von Europa an die US-Ostküste.
Die Idee entstand Anfang der 1980er Jahre. Die Falcon 50 hatte bewiesen, dass ein Dreistrahler-Businessjet funktioniert, doch ihr schmaler Rumpf stammte noch von der Falcon 20. Konkurrenten wie die Gulfstream III und die Challenger 601 boten deutlich mehr Platz. Dassault startete deshalb das Projekt FGF – Falcon Gros Fuselage, also Falcon mit großem Rumpf. Das Rezept: den bewährten superkritischen Flügel der Falcon 50 fast unverändert übernehmen und einen völlig neuen, breiteren Rumpf mit rund 80 Prozent mehr Kabinenvolumen darunter setzen. Dazu kamen Werkstoffe aus dem Kampfflugzeugbau wie Kevlar, Kohlefaser und Titan. Konstruiert wurde die Maschine mit Dassaults eigener CAD-Software CATIA.
Öffentlich vorgestellt wurde die Falcon 900 im Mai 1983. Der Prototyp hob am 21. September 1984 in Bordeaux-Mérignac zum Erstflug ab. Die französische Zulassung folgte im März 1986, die US-Zulassung kurz danach, die erste Maschine ging im Dezember 1986 an einen Kunden. Über alle Varianten entstanden nach gängigen Angaben mehr als 500 Exemplare. Aus der Falcon 900 leitete Dassault später die zweistrahlige Falcon 2000 ab, und die Erfahrungen flossen in die Falcon 7X ein.
Varianten: von der 900 bis zur 900LX
Über die lange Bauzeit hat Dassault die Falcon 900 mehrfach modernisiert. Von außen sehen fast alle Varianten gleich aus – mit einer Ausnahme.
| Variante | Merkmale | Triebwerke |
|---|---|---|
| Falcon 900 | Ursprungsversion ab 1986, Reichweite rund 7.000 km | 3 × TFE731-5AR-1C |
| Falcon 900B | ab 1991, mehr Schub und Steigleistung, rund 7.400 km | 3 × TFE731-5BR-1C |
| Falcon 900C | ab 2000, Zelle der 900B mit Glascockpit (Primus 2000) | 3 × TFE731-5BR-1C |
| Falcon 900EX | Zulassung 1996, Zusatztanks, Glascockpit, rund 8.300 km | 3 × TFE731-60 |
| Falcon 900EX EASy | EX mit Vier-Bildschirm-Cockpit EASy von Dassault und Honeywell | 3 × TFE731-60 |
| Falcon 900DX | 2004 vorgestellt, EASy ohne Zusatztanks, günstiger, kürzere Reichweite als die EX | 3 × TFE731-60 |
| Falcon 900LX | 2008 angekündigt, Zulassung 2010, Blended Winglets, rund 8.800 km | 3 × TFE731-60 |
| Falcon 900MSA | Seeüberwachung für die japanische Küstenwache, Radar und Abwurfluke | wie Basisversion |
Die 900EX war der große Sprung: Die TFE731-60 liefern je rund 22,2 Kilonewton Schub und arbeiten mit digitaler Triebwerksregelung, zusätzliche Tanks verlängern die Reichweite. Schon bei der Erprobung 1995 flog eine 900EX nonstop von London-Luton nach Las Vegas. Mit dem EASy-Cockpit zogen große Bildschirme und eine Cursorsteuerung ins Cockpit ein, die spätere Ausbaustufe EASy II brachte unter anderem synthetische Sicht.
Die 900LX erkennst du als einzige Variante schon von Weitem: Sie trägt Blended Winglets, entwickelt zusammen mit Aviation Partners. Sie verlängern die Spannweite von 19,33 auf 21,38 Meter und senken den Verbrauch, die Reichweite steigt laut Dassault auf rund 4.750 Seemeilen. Vorsicht: Für die 900EX gab es die Winglets auch zum Nachrüsten. Eine Falcon 900 mit Winglets ist also nicht automatisch eine LX – hier hilft nur das Kennzeichen samt Baunummer. Mehr zum Triebwerkshersteller, früher als Garrett bekannt, findest du auf der Seite zu Honeywell Aerospace.
Produktionsstand
Die 900LX ist die letzte Serienversion. Branchenberichte aus dem Jahr 2026 melden, dass seit Mitte 2025 kaum noch Neuflugzeuge ausgeliefert wurden. Eine offizielle Ankündigung zum Produktionsende ist uns mit Stand Oktober 2026 nicht bekannt – an der großen Flotte im Betrieb ändert das ohnehin nichts.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Viele Businessjets sehen sich ähnlich: weißer Rumpf, Triebwerke am Heck, kaum Beschriftung. Bei der Falcon 900 grenzen dich drei Schritte sicher ein.
Triebwerke zählen
Zwei Triebwerke hängen seitlich am Heck, das dritte sitzt mittig im Rumpfende. Es bekommt seine Luft über einen Einlass oben auf dem Rumpf vor dem Seitenleitwerk und einen S-förmigen Kanal. Drei Triebwerke heißen bei heutigen Businessjets praktisch immer: Dassault Falcon.
Größe und Leitwerk einschätzen
Rund 20 Meter Länge, kräftiger Rumpf, lange Fensterreihe: Damit liegt die Falcon 900 zwischen der kleinen Falcon 50 und den langen 7X und 8X. Das Höhenleitwerk sitzt etwa auf halber Höhe der Seitenflosse – höher als bei 7X und 8X, wo es tief am Fuß sitzt.
Typcode prüfen
Den Ausschlag gibt der Tracking-Dienst oder die Kennzeichen-Abfrage: F900 steht für die ganze Familie, FA50 für die kleine Schwester, FA7X und FA8X für die Nachfolger.
Ein T-Leitwerk wie bei Gulfstream, Learjet oder Global gibt es bei keiner Falcon dieser Familie. Wie du Gondeln und Triebwerksanordnungen allgemein liest, erklärt der Beitrag Triebwerke erkennen.
Praxis-Tipp: Erst das Kennzeichen
Die Varianten der Falcon 900 unterscheiden sich außen kaum. Fotografiere bei jeder Sichtung zuerst das Kennzeichen am Rumpfheck – damit klärst du Variante, Baujahr und Betreiber. Wie du Präfixe liest, steht im Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen, das Baujahr ermittelst du mit dem Guide Flugzeugalter herausfinden.
Falcon 900, 50, 2000 oder 7X?
Die Falcon-Familie hat viele ähnlich aussehende Modelle. Die Tabelle ordnet die Falcon 900 ein.
| Merkmal | Falcon 50 | Falcon 900 | Falcon 2000 | Falcon 7X |
|---|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | FA50 | F900 | F2TH | FA7X |
| Triebwerke | 3 | 3 | 2 | 3 |
| Rumpf | schmal, rund 18,5 m | breit, rund 20,2 m | Querschnitt der 900, kürzere Kabine | breit, rund 23,4 m |
| Höhenleitwerk | halbe Höhe | halbe Höhe | halbe Höhe | tief am Fuß |
| Steuerung | konventionell | konventionell | konventionell | Fly-by-Wire |
Die häufigste Verwechslung ist die Falcon 2000: gleicher Rumpfquerschnitt, gleiche Fensterform, aber nur zwei Triebwerke und kein Einlass oben am Heck. Die Falcon 50 ist kleiner und schmaler, ihr Flügel wirkt im Verhältnis zum Rumpf groß. Die Falcon 7X und die gestreckte Falcon 8X sind rund drei bis vier Meter länger, haben einen schlankeren, gestreckten Gesamteindruck und ein tief sitzendes Höhenleitwerk. Die zweistrahlige Falcon 6X schließt du schon über die Triebwerkszahl aus.
Falcon 900 oder ein anderer großer Businessjet?
Außerhalb der Falcon-Familie wird die Falcon 900 vor allem mit großen Zweistrahlern verwechselt, die eine ähnliche Kabinengröße haben. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: großer Businessjet mit Hecktriebwerken
Dassault Falcon 900
Drei Hecktriebwerke, Kreuzleitwerk und ein breiter, rund 20 Meter langer Rumpf ergeben das typische Bild. Welche Variante es ist, klärt das Kennzeichen.
Ein Zweistrahler
Ohne Einlass oben am Heck ist es keine Falcon 900 – infrage kommen etwa Falcon 2000, Challenger 604 oder eine Gulfstream mit T-Leitwerk.
Falcon 7X oder 8X
Die jüngeren Dreistrahler sind deutlich länger, und ihr Höhenleitwerk sitzt direkt über dem mittleren Triebwerk.
Die Bombardier Challenger 604 hat eine ähnlich breite Kabine, aber nur zwei Triebwerke und ein T-Leitwerk. Die Gulfstream G450 und ihre Vorgängerin GIV erkennst du an den großen ovalen Fenstern und ebenfalls am T-Leitwerk. Wer Airliner-Klassiker kennt, sieht in der Falcon 900 übrigens eine Verwandte der Boeing 727 und der Lockheed TriStar: Auch dort sitzt ein Triebwerk mittig im Heck, gespeist über einen S-Kanal. Einen Überblick über alle gängigen Businessjets bietet der Guide Gulfstream, Global, Falcon, Citation und Challenger unterscheiden.
Die Falcon 900 als Regierungsjet
Reichweite, große Kabine und drei Triebwerke machten die Falcon 900 zu einem der beliebtesten VIP-Jets ihrer Zeit. Die Mehrheit fliegt zwar für Unternehmen, Privatbesitzer und Charterfirmen, doch die Liste der staatlichen Betreiber ist lang – von Spanien und Portugal über Nigeria, Namibia und Südafrika bis nach Bolivien und Venezuela.
Schweiz: Der Lufttransportdienst des Bundes nutzt seit 2013 eine Falcon 900EX EASy mit der Kennung T-785. Heimatbasis ist der Flughafen Bern-Belp.
Frankreich: Die Regierungsstaffel ET 60 / ETEC setzt seit Jahrzehnten Falcon 900 ein. Die ältesten Exemplare stammen noch aus den späten 1980er Jahren, daneben fliegt die Staffel modernere Falcon-Typen.
Italien: Das 31° Stormo in Rom-Ciampino übernahm ab 2005 Falcon 900EX, die beim Militär als VC-900A geführt werden; die EASy-Version heißt VC-900B.
Großbritannien: Die Royal Air Force bestellte 2022 als Ersatz für ihre BAe 146 zwei Falcon 900LX, die dort Envoy IV CC1 heißen. Sie flogen anfangs unter zivilem Vertrag.
Japan: Die Küstenwache nutzt Seeüberwachungsversionen mit Suchradar und einer Luke, über die Rettungsmittel abgeworfen werden.
Auch Belgien, Australien, Griechenland und Malaysia flogen die Falcon 900 früher als Staatsjet. Ein trauriges Kapitel ist der 14. September 1999: Bei einer Falcon 900B der griechischen Regierung trennte sich im Sinkflug auf Bukarest der Autopilot, das Flugzeug geriet in heftige Schwingungen, sieben Passagiere kamen ums Leben. Mehr zum Spotten von Staatsmaschinen erfährst du im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.
Staatsflüge sind nicht planbar
Regierungs- und Militärflüge stehen nicht im Flugplan, und viele Betreiber filtern ihre Daten in Tracking-Diensten. Rechne bei Staatsbesuchen und Gipfeltreffen mit erweiterten Sicherheitsbereichen und halte dich an Absperrungen.
Wo du die Falcon 900 antriffst
Businessjets fliegen keine festen Linien. Die Falcon 900 taucht dort auf, wo ihre Betreiber hinwollen – und wegen der großen Flotte ist sie an europäischen Businessjet-Flughäfen ein regelmäßiger Gast. Gerade die frühen Varianten werden aber seltener, eine gut erhaltene Ur-900 oder 900B ist inzwischen ein schöner Fang.
Schweiz: Der Flughafen Genf hat dichten Businessjet-Verkehr, Tipps vor Ort liefert der Guide Planespotting in Genf. Am Flughafen Zürich bringt das Weltwirtschaftsforum in Davos jeden Januar einen Schwung Regierungs- und Geschäftsflieger; mehr dazu im Guide Planespotting in Zürich.
Frankreich: Der Flughafen Paris-Le Bourget ist einer der wichtigsten Businessjet-Flughäfen Europas und alle zwei Jahre Schauplatz der Paris Air Show. Die Regeln fürs Fotografieren stehen im Beitrag Fotografieren an französischen Flughäfen.
Italien: Am Flughafen Rom-Ciampino teilt sich der zivile Verkehr den Platz mit dem Regierungsgeschwader – eine gute Adresse für italienische Staatsjets.
Deutschland: Auch deutsche Charterbetreiber und Behörden setzen die Falcon 900 ein. An großen Flughäfen wie dem Flughafen Hamburg lohnt sich deshalb ein Blick auf die Vorfelder der allgemeinen Luftfahrt.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Genf | hoch | Ganzjährig viel Businessjet-Verkehr |
| Paris-Le Bourget | hoch | Dassaults Heimatmarkt, großer Businessjet-Flughafen |
| Zürich (Januar, WEF) | mittel bis hoch | Viele Regierungs- und Geschäftsflieger in kurzer Zeit |
| Rom-Ciampino | mittel | Regierungs- und Geschäftsverkehr |
| Bern-Belp | niedrig bis mittel | Heimat des Schweizer Bundesratsjets T-785 |
Wie du Flüge live verfolgst und was ADS-B-Daten verraten, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Keine Falcon 900 mehr verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ F900 oder einzelne Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, sobald eine Falcon 900 anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting in Genf und Zürich
In Genf ist die Aussichtsterrasse der naheliegende Startpunkt: Der Flughafen hat nur eine große Piste, jeder Businessjet kommt an derselben Stelle vorbei. In Zürich sind der Butzenbüel und die Zuschauerterrasse B gute Ausgangspunkte. Welche Piste gerade genutzt wird, hängt vom Wind ab – wie du das vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Bereit für die Falcon-900-Jagd?
- Ich habe geprüft, ob am Zielflughafen gerade eine Messe oder ein Gipfel stattfindet.
- Ich habe einen Tracking-Dienst mit Filter auf F900 offen.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe genug Brennweite für Maschinen auf entfernten Vorfeldern dabei.
Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Allgemeine Tipps zu Geschäftsreisejets liefert der Guide Businessjets spotten.
Fototipps speziell für die Falcon 900
Mit rund 20 Metern Länge ist die Falcon 900 zwar ein großer Businessjet, aber immer noch kleiner als jeder Regionaljet. Das hat Folgen für Ausrüstung und Bildgestaltung.
Brennweite einplanen
Businessjets parken oft auf abgelegenen Vorfeldern. Für formatfüllende Bilder brauchst du mehr Brennweite als bei Linienjets – welche Objektive sich eignen, steht im Guide Brennweite fürs Planespotting.
Das Heck zeigen
Der Einlass für das dritte Triebwerk ist das Erkennungszeichen. Ein Seitenprofil oder ein leicht schräger Blick von hinten macht den Typ auf dem Foto eindeutig.
Winglets ins Bild nehmen
Bei einer 900LX gehören die hochgezogenen Flügelspitzen dazu. Fotografiere sie so, dass sich die Winglets gegen den Himmel oder einen ruhigen Hintergrund abheben.
Weiß braucht Licht im Rücken
Die meisten Falcon 900 sind überwiegend weiß. Mit der Sonne im Rücken bleiben Fenster und Zierlinien sichtbar, im Gegenlicht verschwimmt alles. Belichte eher etwas knapper.
Wann das Licht an deinem Spot passt, kannst du vorab berechnen – der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot zeigt, wie. Wenn du gerade erst startest, bringt dich Planespotting für Einsteiger schnell auf Kurs.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die Falcon 900, wenn …
- drei Triebwerke am Heck sitzen, eines mittig im Rumpfende
- der Rumpf breit wirkt und rund 20 Meter lang ist
- das Höhenleitwerk etwa auf halber Höhe der Seitenflosse sitzt
- im Tracking-Dienst F900 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- Winglets zu sehen sind – das ist eine 900LX oder eine nachgerüstete 900EX
- der Rumpf schmal und kurz wirkt – dann eher eine Falcon 50
- Radar unter dem Rumpf sitzt – dann eine Behörden- oder Überwachungsversion
Es ist keine Falcon 900, wenn …
- du nur zwei Triebwerke siehst – dann etwa Falcon 2000 oder 6X
- ein T-Leitwerk zu sehen ist
- der Rumpf sehr lang ist und das Höhenleitwerk tief sitzt – dann Falcon 7X oder 8X
Fazit
Die Falcon 900 machte aus dem Dreistrahler-Konzept der Falcon 50 einen echten Langstrecken-Businessjet mit großer Kabine. Über vier Jahrzehnte hat Dassault sie von der Ur-900 bis zur 900LX weiterentwickelt, und als Regierungsjet ist sie in vielen Ländern bis heute im Dienst. Für Spotter ist sie ein dankbares Motiv: häufig genug, um sie regelmäßig zu sehen, und mit genug Varianten, damit die Sammlung spannend bleibt.
Kurzfazit
Drei Hecktriebwerke, breiter Rumpf von rund 20 Metern, Kreuzleitwerk auf halber Höhe: Das ist die Falcon 900. Winglets verraten meist die 900LX, den Rest klärt das Kennzeichen – gezielt suchst du mit dem Typcode F900 an Businessjet-Flughäfen wie Genf, Le Bourget oder Ciampino.
Zusammenfassung
- Dassault entwickelte die Falcon 900 Anfang der 1980er Jahre als Falcon mit großem Rumpf, um mit Gulfstream III und Challenger 601 bei der Kabinengröße gleichzuziehen.
- Vom Erstflug 1984 bis zur 900LX entstanden mehrere Varianten: 900, 900B, 900C, 900EX, 900EX EASy, 900DX und 900LX, dazu Sonderversionen für die Küstenwache Japans.
- Drei Hecktriebwerke trennen sie von fast allen Businessjets; der breite, mittellange Rumpf trennt sie von der kleineren Falcon 50 und den längeren 7X und 8X.
- Zahlreiche Regierungen und Streitkräfte nutzen oder nutzten sie als VIP-Transporter, darunter der Schweizer Lufttransportdienst, die französische ETEC und die Royal Air Force.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Falcon 900?
Alle Varianten von der Ur-900 bis zur 900LX laufen gemeinsam unter F900. Die kleinere Falcon 50 erscheint als FA50, die längeren Schwestern als FA7X und FA8X, die zweistrahlige Falcon 2000 als F2TH. Mit F900 filterst du in Tracking-Diensten gezielt nach der Falcon 900, musst die Variante aber über das Kennzeichen klären.
Was bedeuten die Kürzel B, C, EX, DX und LX?
Die 900B brachte ab 1991 stärkere Triebwerke und mehr Reichweite, die 900C kombinierte diese Zelle ab 2000 mit einem Glascockpit. Die 900EX (ab 1996) bekam TFE731-60-Triebwerke und zusätzliche Tanks, die 900EX EASy ein Vier-Bildschirm-Cockpit. Die 900DX war eine günstigere EASy ohne Zusatztanks, die 900LX eine EX mit Blended Winglets.
Wie unterscheide ich Falcon 900 und Falcon 50?
Beide haben drei Triebwerke am Heck und ein Kreuzleitwerk. Die Falcon 50 ist aber rund 1,7 Meter kürzer und hat einen schmalen Rumpf mit dem Querschnitt der Falcon 20. Die Falcon 900 wirkt voluminöser, ihr Rumpf passt im Verhältnis besser zum Flügel. Sicher bist du mit dem Typcode: FA50 oder F900.
Wie unterscheide ich Falcon 900 und Falcon 2000?
Die Falcon 2000 ist aus der Falcon 900 abgeleitet und teilt ihren Rumpfquerschnitt, hat aber nur zwei Triebwerke und eine kürzere Kabine. Das sicherste Merkmal ist der fehlende Lufteinlass oben vor dem Seitenleitwerk. Im Tracking steht F2TH für die Falcon 2000.
Wird die Falcon 900 noch gebaut?
Die letzte Serienversion ist die 900LX. Branchenberichte aus dem Jahr 2026 sprechen davon, dass Neuauslieferungen seit Mitte 2025 praktisch zum Erliegen gekommen sind; eine offizielle Ankündigung des Produktionsendes durch Dassault ist uns mit Stand Oktober 2026 nicht bekannt. Als modernere Langstrecken-Dreistrahler bietet Dassault die 7X-Familie mit der 8X an.
Was ist die Envoy IV?
So heißen die beiden Falcon 900LX, die die Royal Air Force als Nachfolger der BAe 146 für Regierungs- und VIP-Flüge nutzt. Sie wurden 2022 übernommen und zunächst unter zivilem Vertrag betrieben. Die militärische Bezeichnung lautet Envoy IV CC1.
Wo sehe ich eine Falcon 900?
An Flughäfen mit viel Geschäftsreise- und Regierungsverkehr, etwa in Genf, Paris-Le Bourget, Zürich, Rom-Ciampino oder Bern-Belp. Weil Businessjets keinen festen Flugplan haben, hilft ein Tracking-Dienst mit Filter auf F900 am meisten.
Dassault Falcon 900 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Dassault Falcon 50
Klein, schlank und mit drei Triebwerken am Heck: Die Falcon 50 begründete 1976 die Dreistrahler-Tradition von Dassault und flog jahrzehntelang Staatsgäste und Regierungen. So erkennst du den Klassiker heute noch.
BusinessjetDassault Falcon 2000
Zwei Triebwerke am Heck, der Querschnitt einer Falcon 900 und seit 2009 meist Winglets: Die Falcon 2000 ist Dassaults meistgebaute Großraum-Falcon. So erkennst du sie und trennst die Varianten.
BusinessjetDassault Falcon 7X
Drei Triebwerke am Heck, Sidesticks statt Steuerhorn: Die Falcon 7X war 2005 der erste Businessjet mit voller Fly-by-Wire-Steuerung. So erkennst du sie und trennst sie von der fast gleichen Falcon 8X.
BusinessjetDassault Falcon 8X
Drei Triebwerke am Heck, eines davon mitten im Rumpf: Die Falcon 8X ist der größte Dreistrahler im aktuellen Dassault-Programm. So erkennst du sie und trennst sie von der fast gleichen Falcon 7X.
BusinessjetDassault Falcon 6X
Zwei Triebwerke am Heck, ein auffällig voluminöser Rumpf und dahinter die laut Dassault breiteste Kabine der Geschäftsluftfahrt: Die Falcon 6X ist der große Zweistrahler aus Frankreich. So erkennst du sie.
BusinessjetDassault Falcon 20
Mit ihr begann die Falcon-Familie, mit ihr startete Federal Express 1973 den Nachtexpress – und als Zieldarsteller fliegt sie bis heute: Die Falcon 20 ist ein Businessjet mit erstaunlichem Lebenslauf.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Dassault Aviation
Dassault Aviation baut in Frankreich Kampfjets und die Businessjets der Falcon-Familie. Für Spotter heißt das: Rafale auf Airshows und Militärflugplätzen, Falcons auf jedem größeren Flughafen mit Geschäftsreiseverkehr – und mit ein paar Merkmalen am Heck lassen sich die Modelle sicher auseinanderhalten.
HerstellerHoneywell Aerospace
Der Zulieferer aus Phoenix baut keine Flugzeuge, steckt aber in fast jedem: Hilfsturbinen im Heck von 737 und A320, Glascockpits in Business-Jets, Warnsysteme gegen Bodenberührung und Triebwerke wie TFE731 und HTF7000. Seit Juni 2026 ist Honeywell Aerospace ein eigenständiges Unternehmen.
FlughafenFlughafen Genf
Zweitgrößter Flughafen der Schweiz mit nur einer Piste – dafür der längsten des Landes. Genf lebt von easyJet, SWISS und einer der stärksten Business-Aviation-Szenen Europas. Mit der kostenlosen Terrasse Panorama und dem Bahnhof direkt am Terminal ist er außerdem eines der bequemsten Spotting-Ziele der Schweiz.
FlughafenFlughafen Paris-Le Bourget
Hier landete Lindbergh 1927, hier steht das Art-déco-Terminal von 1937, und alle zwei Jahre zeigt die Luftfahrtindustrie hier auf der Paris Air Show ihre Neuheiten. Linienflüge gibt es in Le Bourget längst nicht mehr – dafür Falcon, Gulfstream und Global in einer Dichte, die in Europa kaum ein anderer Flughafen erreicht.
Wo du die Dassault Falcon 900 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Aussichtsterrasse Flughafen Genf
Im vierten Stock von Terminal 1 schaust du über das Vorfeld auf die längste Piste der Schweiz und die Jurakette dahinter. Die Terrasse Panorama kostet nichts, du kommst ohne Sicherheitskontrolle hinein – und dank Business-Aviation, easyJet-Basis und Langstreckengästen wird es selten langweilig. Einziger Haken: Sie ist nur von Mitte März bis Ende Oktober offen.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
BesucherterrasseZuschauerterrasse B Flughafen Zürich
Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.
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