Dassault Falcon 50

Klein, schlank und mit drei Triebwerken am Heck: Die Falcon 50 begründete 1976 die Dreistrahler-Tradition von Dassault und flog jahrzehntelang Staatsgäste und Regierungen. So erkennst du den Klassiker heute noch.

Auch bekannt als: Falcon 50 · Mystère-Falcon 50 · Falcon 50EX · Falcon 50M Surmar

FrankreichDassault AviationBusinessjetsICAO-Typcode: FA5013 Min. Lesezeit

FA50

ICAO-Typcode

1976

Erstflug

3

Triebwerke

352

Gebaute Exemplare

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Falcon 50 ist der Urahn aller Falcon-Dreistrahler: Erstflug 1976, Bauzeit bis 2008, insgesamt 352 Exemplare.
  • Schnellster Erkennungsweg: drei Triebwerke am Heck plus ein auffällig kurzer, schmaler Rumpf.
  • Technischer Meilenstein: Sie war das erste zivile Flugzeug mit einem superkritischen Flügel, der später als Basis für Falcon 900 und 2000 diente.
  • Regierungen und Streitkräfte in Europa, Afrika, Nahost und Lateinamerika nutzten sie als VIP-Transporter; die französische Marine fliegt eine Überwachungsversion.
  • Heute ein Klassiker: Die Flotte schrumpft, jede Sichtung lohnt sich – prüf vorab im Tracking-Dienst nach FA50.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Dassault Falcon 50?
  2. 2.Varianten: von der Falcon 50 zur 50EX und Surmar
  3. 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  4. 4.Falcon 50, 20, 900 oder 7X?
  5. 5.Falcon 50 oder ein anderer Dreistrahler?
  6. 6.Die Falcon 50 als Regierungsjet
  7. 7.Die Marineversion: Falcon 50M Surmar
  8. 8.Wo du die Falcon 50 antriffst
  9. 9.Spotting in Genf und Zürich
  10. 10.Fototipps speziell für die Falcon 50
  11. 11.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  12. 12.Fazit

Steckbrief

HerstellerDassault Aviation (Frankreich)
FamilieFalcon-Dreistrahler (Falcon 50, 900, 7X, 8X)
ICAO-TypcodeFA50
GrundlageRumpfquerschnitt der zweistrahligen Falcon 20, neuer Flügel und drittes Triebwerk
Erstflug7. November 1976 in Bordeaux-Mérignac
ZulassungFebruar 1979 (Frankreich), März 1979 (USA)
Bauzeit1976 bis 2008
Gebaute Exemplare352, davon rund 100 als Falcon 50EX
Triebwerke3 × Honeywell (ex Garrett) TFE731: -3-1C bei der Falcon 50, -40 bei der 50EX, je rund 16,5 kN Schub
Länge18,52 m
Spannweite18,86 m
Höhe6,98 m
Kabinerund 7,2 m lang, 1,86 m breit, 1,80 m hoch
Passagiere8 bis 10 (je nach Einrichtung)
Reichweiterund 5.700 bis 5.800 km, je nach Version und Reserveannahmen
Max. Startgewichtrund 17,6 t (Falcon 50), rund 18 t (50EX)
Reisegeschwindigkeittypisch um Mach 0,80

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Drei Triebwerke am Heck: zwei seitlich am Rumpf, das dritte mittig im Rumpfende, gespeist über einen Lufteinlass oben vor dem Seitenleitwerk
  • Mit rund 18,5 m Länge der kleinste und kompakteste Falcon-Dreistrahler – deutlich kürzer als Falcon 900, 7X und 8X
  • Höhenleitwerk etwa auf halber Höhe am Seitenleitwerk, sodass beide von hinten ein Kreuz bilden – kein T-Leitwerk
  • Schmaler Rumpf mit dem Querschnitt der älteren Falcon 20 und einer kurzen Reihe ovaler Kabinenfenster
  • Gepfeilter Flügel ohne Winglets im Originalzustand; manche Maschinen tragen nachgerüstete, hochgezogene Blended Winglets
  • In Tracking-Diensten als FA50 geführt, die größere Falcon 900 als F900, die 7X als FA7X

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner, weißer Businessjet rollt zur Piste, und am Heck sitzen nicht zwei, sondern drei Triebwerke. Der Rumpf ist kurz und schmal, die Fensterreihe überschaubar: Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Dassault Falcon 50. Sie war 1976 der erste Dreistrahler des französischen Herstellers und legte den Grundstein für Falcon 900, 7X und 8X. Jahrzehntelang flog sie Präsidenten, Minister und Manager. Heute ist sie ein Klassiker, der seltener wird. Wie du sie erkennst, von den größeren Schwestern trennst und wo du noch Chancen auf eine Sichtung hast, liest du hier.

FA50 im Hangar abhaken

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Was ist die Dassault Falcon 50?

Die Falcon 50 ist ein dreistrahliger Businessjet mittlerer Größe von Dassault Aviation. Je nach Einrichtung nimmt sie acht bis zehn Passagiere auf, die Kabine ist rund 7,2 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,80 Meter hoch. Die Reichweite liegt je nach Version und Reserveannahmen bei rund 5.700 bis 5.800 Kilometern – genug für viele Atlantikquerungen und Flüge quer durch Nordamerika ohne Zwischenstopp.

Genau das war das Ziel, als Dassault Anfang der 1970er Jahre mit der Entwicklung begann. Die zweistrahlige Falcon 20 hatte sich gut verkauft, war für den Atlantik aber zu knapp bemessen. Die Lösung: den bewährten Rumpfquerschnitt der Falcon 20 übernehmen, einen neuen Flügel bauen und ein drittes Triebwerk ins Heck setzen. In der Frühphase lief das Projekt sogar unter dem Arbeitsnamen Falcon 20-3. Drei Triebwerke hatten damals einen handfesten Vorteil: Für zweistrahlige Flugzeuge galten strenge Regeln, wie weit sie sich von einem Ausweichflughafen entfernen dürfen. Dreistrahler waren davon ausgenommen.

Der Prototyp hob am 7. November 1976 in Bordeaux-Mérignac zum Erstflug ab. Kurz danach entschied Dassault, das Flugzeug mit einem superkritischen Flügel auszustatten – ein Profil, das bei hohen Unterschallgeschwindigkeiten weniger Widerstand erzeugt. Mit diesem Flügel flog der Prototyp im Mai 1977 erneut, und die Falcon 50 wurde damit zum ersten zivilen Flugzeug mit dieser Technik. Die Zulassung in Frankreich folgte im Februar 1979, in den USA im März 1979. Gebaut wurde arbeitsteilig: Der Rumpf kam aus Saint-Nazaire, die Flügel aus Colomiers, Endmontage und Flugerprobung fanden in Mérignac statt.

Bis zum Produktionsende 2008 entstanden 352 Falcon 50, davon die letzten rund 100 als modernisierte Falcon 50EX. Ihr Nachfolger im Programm ist die Falcon 7X; der superkritische Flügel der 50 diente als Basis für Falcon 900 und Falcon 2000.

FA50ICAO-Typcode in Flugplänen und Tracking-Diensten
352gebaute Exemplare von 1976 bis 2008
18,52 mLänge – der kürzeste Falcon-Dreistrahler

Varianten: von der Falcon 50 zur 50EX und Surmar

Die Falcon 50 hat über drei Jahrzehnte Bauzeit nur wenige Hauptvarianten hervorgebracht, die von außen schwer zu trennen sind.

Variante Merkmale Triebwerke
Falcon 50 Ursprungsversion, Analog-Cockpit, Hilfstriebwerk optional; 252 gebaut 3 × TFE731-3-1C
Falcon 50EX Erstflug 1996, Glascockpit (Collins Pro Line 4), digitale Triebwerksregelung, Hilfstriebwerk serienmäßig; rund 100 gebaut 3 × TFE731-40
Falcon 50M Surmar Seeüberwachung für die französische Marine, Radar, Wärmebildsensor, Beobachtungsfenster, abwerfbare Rettungsinseln wie Basisversion
Umgerüstete Ex-Regierungsjets Ehemalige Maschinen der französischen Luftwaffe, für die Marine auf Überwachungsaufgaben umgebaut wie Basisversion

Die Falcon 50EX wurde 1995 angekündigt und löste die Basisversion vollständig ab. Ihre TFE731-40-Triebwerke arbeiten laut Herstellerangaben rund sieben Prozent effizienter und brauchen seltener in die Wartung. Von außen siehst du den Unterschied praktisch nicht – hier hilft nur das Kennzeichen samt Baunummer. Mehr zum Triebwerkshersteller, der früher unter dem Namen Garrett firmierte, findest du auf der Seite zu Honeywell Aerospace.

Ein Detail, das du bei manchen Maschinen siehst: Für die Falcon 50 und 50EX gibt es nachrüstbare Blended Winglets, entwickelt von Dassault und Aviation Partners. Eine Falcon 50 mit hochgezogenen Flügelspitzen ist also kein Fall für einen anderen Typ, sondern ein modernisiertes Exemplar.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Viele Businessjets sehen sich ähnlich: weißer Rumpf, Triebwerke am Heck, kaum Beschriftung. Bei der Falcon 50 hilft dir ein Merkmal, die meisten Konkurrenten auf einen Schlag auszuschließen.

Triebwerke zählen

Zwei Triebwerke hängen seitlich am Heck, das dritte sitzt mittig im Rumpfende. Seine Luft bekommt es über einen Einlass oben auf dem Rumpf vor dem Seitenleitwerk und einen S-förmigen Kanal. Drei Triebwerke heißen bei Businessjets fast immer: Dassault Falcon.

Rumpflänge einschätzen

Mit rund 18,5 Metern ist die Falcon 50 der Zwerg unter den Falcon-Dreistrahlern. Der Rumpf wirkt schmal, die Fensterreihe kurz. Falcon 900, 7X und 8X sind sichtbar länger und voluminöser.

Typcode prüfen

Den Ausschlag gibt der Tracking-Dienst oder die Kennzeichen-Abfrage: FA50 steht für Falcon 50 und 50EX, F900 für die größere Schwester.

Ein weiteres Detail am Heck: Das Höhenleitwerk sitzt etwa auf halber Höhe am Seitenleitwerk, von hinten bilden beide ein Kreuz. Ein T-Leitwerk wie bei Gulfstream, Learjet oder Global gibt es bei keiner Falcon dieser Generation. Wie du Gondeln und Triebwerksanordnungen allgemein liest, erklärt der Beitrag Triebwerke erkennen.

Praxis-Tipp: Erst das Kennzeichen

Falcons parken oft auf abgelegenen Vorfeldern der allgemeinen Luftfahrt. Fotografiere bei jeder Sichtung zuerst das Kennzeichen am Rumpfheck – damit klärst du Typ, Variante und Betreiber zweifelsfrei. Wie du Präfixe liest, steht im Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen.

Falcon 50, 20, 900 oder 7X?

Die Falcon-Familie hat über die Jahrzehnte viele ähnlich aussehende Modelle hervorgebracht. Die Tabelle ordnet die Verwandtschaft der Falcon 50 ein.

Merkmal Falcon 20 Falcon 50 Falcon 900 Falcon 7X
ICAO-Typcode FA20 FA50 F900 FA7X
Triebwerke 2 3 3 3
Rumpf schmal schmal (Querschnitt der 20) breiter, länger breiter, deutlich länger
Steuerung konventionell konventionell konventionell Fly-by-Wire
Status Klassiker Produktion 2008 beendet in mehreren Varianten bis zur 900LX gebaut jüngeres Programm

Die Falcon 20 ist der Vorgänger und hat nur zwei Triebwerke – ohne Einlass oben auf dem Rumpf. Die Falcon 900 übernahm Flügel und Dreistrahler-Layout der 50, bekam aber einen neuen, breiteren Rumpf. Sie ist die häufigste Verwechslung: Steht nur eine Maschine vor dir, hilft das Verhältnis von Rumpf zu Flügel – bei der 50 wirkt der Flügel im Vergleich groß. Die Falcon 7X und die gestreckte Falcon 8X sind modernere Langstrecken-Dreistrahler, rund fünf bis sechs Meter länger als die 50 und mit einem Höhenleitwerk tief am Fuß des Seitenleitwerks.

Falcon 50 oder ein anderer Dreistrahler?

Drei Triebwerke im Heck haben nicht nur Falcons. Gerade bei älteren Maschinen lohnt der zweite Blick. Der Finder grenzt mit drei Fragen ein.

Schnellbestimmung: kleiner Jet mit Hecktriebwerken

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Dassault Falcon 50

Drei Hecktriebwerke, gepfeilter Flügel und ein kurzer, schmaler Rumpf ergeben das typische Bild. Ob Falcon 50 oder 50EX, klärt das Kennzeichen.

Wahrscheinlich

Ein Zweistrahler

Ohne dritten Einlass auf dem Rumpf ist es keine Falcon 50 – infrage kommen etwa Falcon 20 oder 2000, eine HS 125 oder ein anderer Businessjet.

Wahrscheinlich

Jakowlew Jak-40

Der sowjetische Regionaljet hat ebenfalls drei Hecktriebwerke, aber einen fast geraden Flügel und ein T-Leitwerk. Er ist in Mitteleuropa heute eine Rarität.

Die Jakowlew Jak-40 ist die klassische Verwechslung aus Osteuropa, die Hawker Siddeley HS 125 ein Zweistrahler mit ähnlich kompakter Silhouette. Und wer die großen Airliner der 1960er und 70er kennt, sieht in der Falcon 50 eine Art Mini-Boeing 727: Auch dort sitzt ein Triebwerk mittig im Heck, gespeist über einen S-Kanal. Einen Überblick über die Unterscheidung der gängigen Businessjets bietet der Guide Gulfstream, Global, Falcon, Citation und Challenger unterscheiden.

Die Falcon 50 als Regierungsjet

Kaum ein Businessjet ist so eng mit Staatsflügen verbunden wie die Falcon 50. Ihre Kombination aus Reichweite, Kurzstartfähigkeit und dem Sicherheitsgefühl von drei Triebwerken machte sie in den 1980er und 1990er Jahren zu einem beliebten VIP-Transporter. Die Mehrheit der gebauten Maschinen flog zwar für Unternehmen und Privatbesitzer, doch die Liste der staatlichen Betreiber ist lang: Sie reicht von Spanien, Portugal und Italien über Marokko, Jordanien und Südafrika bis nach Venezuela und Bolivien.

Schweiz: Der Lufttransportdienst des Bundes betrieb von 1996 bis 2013 eine Falcon 50 mit dem militärischen Kennzeichen T-783. Seit 2002 flog daneben bereits eine größere Falcon 900EX für die Bundesbehörden.

Frankreich: Die Regierungsstaffel der Luftwaffe, die heutige ET 60 / ETEC, übernahm 1995 drei Falcon 50 aus der aufgelösten Regierungsstaffel GLAM; die letzte verließ die Staffel 2013. Ehemalige Regierungsjets wurden später für die französische Marine umgebaut.

Italien: Die italienische Luftwaffe stellte ab 1985 vier Falcon 50 beim 31° Stormo in Rom-Ciampino in Dienst. Zwischen 1999 und 2006 ersetzten Falcon 900 zwei der vier Maschinen; in der heutigen Flotte des Geschwaders mit Gulfstream, Falcon 900EX und Airbus A319 ist der Typ nicht mehr aufgeführt.

Portugal: Die Esquadra 504 der portugiesischen Luftwaffe auf der Base Aérea Nr. 6 in Montijo setzt Falcon 50 neben Falcon 900 für Regierungs-, Transport- und Ambulanzflüge ein. Wie viele Falcon 50 dort aktuell noch fliegen, prüfst du am besten vor einem Besuch.

Die bekannteste und tragischste Episode ist der 6. April 1994: Eine Falcon 50 der ruandischen Regierung mit den Präsidenten von Ruanda und Burundi an Bord wurde im Anflug auf Kigali abgeschossen, alle Insassen starben. Der Anschlag gilt als Auslöser des Völkermords in Ruanda. Mehr zum Spotten von Staatsmaschinen erfährst du im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.

Staatsflüge sind nicht planbar

Regierungs- und Militärflüge stehen nicht im Flugplan, und viele Betreiber filtern ihre Daten in Tracking-Diensten. Rechne bei Staatsbesuchen und Gipfeltreffen außerdem mit erweiterten Sicherheitsbereichen und halte dich an Absperrungen.

Die Marineversion: Falcon 50M Surmar

Ein besonders interessantes Motiv ist die Falcon 50M Surmar der französischen Marine. Statt Ledersesseln trägt sie ein Seeraumradar unter dem Rumpf, einen Wärmebildsensor und große Beobachtungsfenster. Über eine Klappe kann sie Rettungsinseln für Schiffbrüchige abwerfen. Die ersten Maschinen kamen ab Ende 1999 zur Flottille 24F in Lann-Bihoué in der Bretagne. Ergänzt wurde die Flotte bis 2016 durch umgebaute ehemalige Regierungsjets der Luftwaffe, insgesamt kamen acht Maschinen zusammen. 2024 bekamen die Surmar-Maschinen einen neuen Wärmebild- und Kamerasensor.

Langfristig löst die Falcon 2000 Albatros die Marine-Falcons ab; nach aktuellem Stand bleiben einige Falcon 50 noch bis etwa 2030 im Dienst. Die Marine-Falcons tauchen vor allem an der französischen Küste und in den Überseegebieten auf, gelegentlich aber auch bei Flugshows und Übungen.

Wo du die Falcon 50 antriffst

Businessjets fliegen keine festen Linien. Die Falcon 50 taucht dort auf, wo ihre Betreiber hinwollen, und das sind heute vor allem kleinere Charterfirmen, Unternehmen, Privatbesitzer und einige Staaten. Weil die Flotte altert und schrumpft, wird jede Sichtung seltener – ein guter Grund, sie in die Sammlung aufzunehmen. Wie du einschätzt, wie besonders ein Fang ist, erklären die Beiträge Seltene Flugzeuge spotten und Wie selten ist meine Sichtung?.

Schweiz: Der Flughafen Genf ist mit seinem dichten Businessjet-Verkehr ein Klassiker für Falcon-Fans; Tipps vor Ort liefert der Guide Planespotting in Genf. Am Flughafen Zürich bringt das Weltwirtschaftsforum in Davos jeden Januar einen Schwung Regierungs- und Geschäftsflieger; Spots und Abläufe erklärt der Guide Planespotting in Zürich.

Frankreich: Der Flughafen Paris-Le Bourget ist einer der wichtigsten Businessjet-Flughäfen Europas und alle zwei Jahre Schauplatz der Paris Air Show. Wer dort fotografieren möchte, sollte die Regeln kennen – Details im Beitrag Fotografieren an französischen Flughäfen.

Italien: Am Flughafen Rom-Ciampino teilt sich der zivile Verkehr den Platz mit dem Regierungsgeschwader – ein guter Ort für Staats- und Geschäftsjets.

Ort Trefferchance Warum
Genf mittel Ganzjährig viel Businessjet-Verkehr, auch ältere Muster
Paris-Le Bourget mittel Dassaults Heimatmarkt, großer Businessjet-Flughafen
Zürich (Januar, WEF) mittel Viele Regierungs- und Geschäftsflieger in kurzer Zeit
Rom-Ciampino niedrig bis mittel Regierungs- und Geschäftsverkehr
Deutsche Großflughäfen niedrig Unregelmäßige Einzelankünfte

Wie du Flüge live verfolgst und was ADS-B-Daten verraten, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.

Keine Falcon 50 mehr verpassen

Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ FA50 oder einzelne Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, sobald eine Falcon 50 anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Spotting in Genf und Zürich

In Genf ist die Aussichtsterrasse der naheliegende Startpunkt. Der Flughafen hat nur eine große Piste, jeder Businessjet kommt also an derselben Stelle vorbei. In Zürich sind der Butzenbüel und die Zuschauerterrasse B gute Ausgangspunkte. Welche Piste gerade genutzt wird, hängt vom Wind ab – wie du das vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Bereit für die Falcon-50-Jagd?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe geprüft, ob am Zielflughafen gerade ein größeres Ereignis stattfindet.
  • Ich habe einen Tracking-Dienst mit Filter auf FA50 offen.
  • Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
  • Ich habe genug Brennweite für Maschinen auf entfernten Vorfeldern dabei.

Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Allgemeine Tipps zu Geschäftsreisejets liefert der Guide Businessjets spotten.

Fototipps speziell für die Falcon 50

Mit gut 18,5 Metern Länge ist die Falcon 50 kleiner als jeder Regionaljet. Das hat Folgen für Ausrüstung und Bildgestaltung.

Brennweite einplanen

Für formatfüllende Bilder brauchst du deutlich mehr Brennweite als bei Linienjets, besonders auf GA-Vorfeldern. Welche Objektive sich eignen, steht im Guide Brennweite fürs Planespotting.

Das Heck zeigen

Die drei Triebwerke sind das Erkennungszeichen. Ein Seitenprofil mit sichtbarem Einlass auf dem Rumpf oder ein leicht schräger Blick von hinten macht den Typ auf dem Foto eindeutig.

Weiß braucht Licht im Rücken

Die meisten Falcon 50 sind überwiegend weiß. Mit der Sonne im Rücken bleiben Fenster und Zierlinien sichtbar, im Gegenlicht verschwimmt alles. Belichte eher etwas knapper.

Kurze Landestrecke

Die Falcon 50 kommt mit einer Landestrecke von deutlich unter einem Kilometer aus und ist schnell langsam. Sei bereit, bevor sie hinter Hangars abbiegt.

Wann das Licht an deinem Spot passt, kannst du vorab berechnen – der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot zeigt, wie. Wenn du gerade erst startest, bringt dich Planespotting für Einsteiger schnell auf Kurs.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die Falcon 50, wenn …

  • drei Triebwerke am Heck sitzen, eines mittig im Rumpfende
  • der Rumpf kurz und schmal wirkt, mit kurzer Fensterreihe
  • Höhen- und Seitenleitwerk von hinten ein Kreuz bilden
  • im Tracking-Dienst FA50 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • der Rumpf voluminöser wirkt – dann eher eine Falcon 900
  • Winglets an den Flügelspitzen sitzen – das kann eine nachgerüstete Falcon 50 sein
  • Radar und Beobachtungsfenster zu sehen sind – dann ist es eine Marineversion

Es ist keine Falcon 50, wenn …

  • du nur zwei Triebwerke siehst – dann etwa Falcon 20 oder 2000
  • ein T-Leitwerk zu sehen ist
  • der Flügel fast gerade ist – dann eher eine Jak-40
  • der Rumpf auffällig lang ist und das Höhenleitwerk tief sitzt – dann Falcon 7X oder 8X

Fazit

Die Falcon 50 ist der Ursprung einer ganzen Dreistrahler-Dynastie. Mit ihrem superkritischen Flügel und dem dritten Triebwerk im Heck setzte sie 1976 Maßstäbe, und als Regierungsjet hat sie Luftfahrt- und Zeitgeschichte geschrieben. Heute ist sie ein Klassiker, der an Businessjet-Flughäfen wie Genf, Le Bourget oder Zürich noch auftaucht – aber jedes Jahr ein bisschen seltener.

Kurzfazit

Drei Hecktriebwerke, kurzer und schmaler Rumpf, Kreuzleitwerk: Das ist die Falcon 50. Den Rest klärt der Typcode FA50 – wer gezielt sucht, filtert im Tracking-Dienst danach und plant Businessjet-Flughäfen wie Genf oder Le Bourget ein.

Zusammenfassung

  • Dassault entwickelte die Falcon 50 in den 1970er Jahren aus der Falcon 20, um mit drei Triebwerken Atlantik- und US-Transkontinentalflüge ohne Zwischenstopp zu schaffen.
  • Von 1976 bis 2008 entstanden 352 Maschinen; die letzten rund 100 als modernisierte Falcon 50EX mit TFE731-40 und Glascockpit.
  • Drei Hecktriebwerke trennen sie von fast allen Businessjets, die kurze Rumpflänge und der Typcode FA50 von Falcon 900, 7X und 8X.
  • Als Regierungsjet war sie unter anderem bei der Schweizer Luftwaffe, in Italien, Portugal und Frankreich im Einsatz; die französische Marine nutzt die Falcon 50M Surmar zur Seeüberwachung.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die Falcon 50?

Die Falcon 50 und die Falcon 50EX laufen gemeinsam unter FA50. Die größere Falcon 900 erscheint als F900, die zweistrahlige Falcon 20 als FA20. Mit FA50 filterst du in Tracking-Diensten gezielt nach dem kleinen Dreistrahler.

Warum hat die Falcon 50 drei Triebwerke?

Dassault wollte in den 1970er Jahren einen Businessjet, der nonstop über den Atlantik und quer durch die USA fliegt. Für zweistrahlige Flugzeuge galten damals strenge Regeln für Flüge fern von Ausweichflughäfen, Dreistrahler waren davon nicht betroffen. Dazu kommen Reserven bei Starts von kurzen oder hoch gelegenen Pisten.

Wie unterscheide ich Falcon 50 und Falcon 900?

Beide haben drei Triebwerke am Heck und ein Kreuzleitwerk. Die Falcon 900 hat aber einen deutlich breiteren und längeren Rumpf mit mehr Fenstern. Die Falcon 50 wirkt schmal und gedrungen, ihr Rumpf entspricht im Querschnitt dem der Falcon 20. Sicher bist du mit dem Typcode: FA50 oder F900.

Was ist die Falcon 50EX?

Die modernisierte Variante, die 1996 erstmals flog und die Basisversion in der Produktion komplett ablöste. Sie hat sparsamere TFE731-40-Triebwerke mit digitaler Regelung, ein Glascockpit von Rockwell Collins und serienmäßig ein Hilfstriebwerk. Von außen ist sie kaum von der normalen Falcon 50 zu unterscheiden – hier hilft nur das Kennzeichen.

Was ist die Falcon 50M Surmar?

Eine Seeüberwachungsversion der französischen Marine mit Radar unter dem Rumpf, Wärmebildsensor und großen Beobachtungsfenstern. Sie kann Rettungsinseln abwerfen und ist bei der Flottille 24F in Lann-Bihoué in der Bretagne stationiert. Dazu kamen umgebaute ehemalige Regierungsmaschinen der französischen Luftwaffe; insgesamt flogen acht Falcon 50 bei der Flottille.

Wo sehe ich heute noch eine Falcon 50?

Am ehesten an Flughäfen mit viel Geschäftsreise- und Regierungsverkehr, etwa in Genf, Paris-Le Bourget, Rom-Ciampino oder Zürich. Planbar ist das kaum, weil Businessjets keinen festen Flugplan haben. Ein Tracking-Dienst mit Filter auf FA50 ist dein bester Helfer.

Welche Rolle spielte die Falcon 50 beim Völkermord in Ruanda?

Am 6. April 1994 wurde eine Falcon 50 mit den Präsidenten von Ruanda und Burundi im Anflug auf Kigali von Raketen getroffen, alle Insassen starben. Der Abschuss gilt als Auslöser des Völkermords in Ruanda.

Dassault Falcon 50 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Planetrack Redaktion

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