Airbus A330 MRTT

Ein grauer A330 mit Tankbehältern unter den Flügeln und einem langen Ausleger unter dem Heck: Der A330 MRTT ist der meistgenutzte Tanker außerhalb der USA. So erkennst du ihn, so unterscheidest du NATO-Flotte, Voyager und Phénix – und hier siehst du ihn.

Auch bekannt als: Multi Role Tanker Transport · KC-30A · Voyager KC2 · Voyager KC3 · MRTT Phénix · CC-330 Husky · KC-330 Cygnus

FrankreichAirbusMilitärflugzeugeICAO-Typcode: A33210 Min. Lesezeit

2007

Erstflug

111 t

Treibstoff an Bord

91

Bestellungen (Stand 2026)

60,30 m

Spannweite

Das Wichtigste in Kürze

  • Der A330 MRTT ist ein militärisch umgebauter A330-200: Tanker, Transporter und fliegende Intensivstation in einem Flugzeug.
  • Er ist der führende Tanker außerhalb der USA: Laut Airbus 91 Bestellungen und 67 ausgelieferte Maschinen.
  • Schnellster Erkennungsweg: A330-Silhouette plus Pods unter den Flügeln, oft zusätzlich ein Ausleger unter dem Heck.
  • Für Spotter in Deutschland zentral: Die NATO-Tankerflotte MMF fliegt von Eindhoven und vom militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn.
  • Viele Namen, ein Typ: Voyager (Großbritannien), Phénix (Frankreich), KC-30A (Australien), CC-330 Husky (Kanada), KC-330 Cygnus (Südkorea).
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist der Airbus A330 MRTT?
  2. 2.Geschichte: vom A310 zum Standard-Tanker
  3. 3.Drei Wege, Treibstoff abzugeben
  4. 4.Die wichtigsten Betreiber
  5. 5.So erkennst du den A330 MRTT
  6. 6.Wo du den A330 MRTT spotten kannst
  7. 7.Fototipps für den A330 MRTT
  8. 8.Ausblick: A330 MRTT+
  9. 9.Fazit

Steckbrief

Hersteller / UmbauAirbus; Basis A330-200 aus Toulouse, militärischer Umbau in Getafe (Spanien)
RolleLuftbetankung, Passagier- und Frachttransport, MedEvac
ICAO-TypcodeA332 (wie der zivile A330-200)
Erstflug15. Juni 2007
IndienststellungJuni 2011 bei der australischen Luftwaffe (KC-30A)
Triebwerke2 × Rolls-Royce Trent 700 oder General Electric CF6, je nach Kunde
Länge58,80 m
Spannweite60,30 m
Höhe17,40 m
Treibstoff111 t in den Standardtanks, ohne Zusatztanks im Frachtraum
Nutzlastbis 45 t
Passagierebis rund 300 (Herstellerangabe)
BetankungssystemeTankausleger ARBS am Heck, zwei Schlauchbehälter unter den Flügeln, optional Rumpf-Schlauchsystem
Bestellungen / Auslieferungen91 bestellt, 67 ausgeliefert (Airbus, Stand Herbst 2026)

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Rumpf, Flügel und Leitwerk eines A330-200: zwei Triebwerke, große aufgesetzte Winglets, mittellanger Großraumrumpf
  • Zwei Schlauchbehälter (Pods) weit außen unter den Flügeln
  • Bei vielen Kunden ein langer Tankausleger (Boom), der unter dem Heck angeklappt liegt
  • Kleine Verkleidungen für Kameras und Scheinwerfer unter dem Heck, über die der Tankoperator aus dem Cockpit arbeitet
  • Graue Militärlackierung; bei der RAF Kennungen ZZ3xx; bei der NATO-Flotte niederländische Kennungen im Format T-0xx
  • Klassische Airbus-Nase ohne dunkle Fenstermaske, zwei Gänge in der Kabine

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein grauer Großraum-Airbus hebt in Köln/Bonn ab, unter den Flügeln hängen zwei schlanke Behälter, unter dem Heck liegt ein langer Ausleger: Das ist der Airbus A330 MRTT. Außerhalb der USA hat er sich zum Standard-Tanker entwickelt, und weil die NATO-Tankerflotte zum Teil im Rheinland stationiert ist, kommt er auch deutschen Spottern regelmäßig vor die Linse. Diese Seite zeigt dir, was den Tanker ausmacht, wie du ihn vom zivilen A330 und von Boeing-Tankern unterscheidest und welche Betreiber du kennen solltest.

Tanker sauber dokumentieren

Mit Planetrack hältst du jede MRTT-Sichtung mit Foto, Typ, Kennung, Betreiber und Spot fest und sammelst die verschiedenen Tankerflotten in deinem Hangar. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist der Airbus A330 MRTT?

Der A330 MRTT ist die militärische Version des Passagierjets Airbus A330-200. Das Kürzel steht für „Multi Role Tanker Transport“: Ein Flugzeug übernimmt drei Aufgaben, für die Luftwaffen früher getrennte Muster brauchten. Es betankt Kampfjets und Transporter in der Luft, bringt Soldaten und Material in Einsatzgebiete und fliegt als fliegendes Lazarett Verwundete und Schwerkranke nach Hause.

Der Clou liegt im Treibstoff. Laut Airbus fasst der MRTT 111 Tonnen Kerosin allein in den Standardtanks des A330 – also in Flügeln und Mitteltank. Zusatztanks im Frachtraum sind nicht nötig, der Unterflurraum bleibt für Paletten und Gepäck frei. Gleichzeitig kann die Maschine bis zu 45 Tonnen Nutzlast mitnehmen. Auf einem typischen Einsatz rund 1.250 Seemeilen vom Startplatz entfernt gibt sie nach Herstellerangaben bis zu 70 Tonnen Treibstoff an andere Flugzeuge ab.

Gebaut wird der Tanker in zwei Schritten. Die „grünen“ A330-200 entstehen auf der normalen Endmontagelinie in Toulouse. Anschließend fliegen sie ins spanische Getafe bei Madrid, wo Airbus Defence and Space Tanksysteme, Bedienstation, Militärelektronik und Selbstschutz einbaut. Mehr zum Konzern dahinter findest du auf der Seite zu Airbus, die Endmontage am Flughafen Toulouse-Blagnac beschreibt der Guide Planespotting in Toulouse.

111 tTreibstoff in den Standardtanks des A330
91Bestellungen laut Airbus, Stand Herbst 2026
A332ICAO-Typcode, identisch mit dem zivilen A330-200

Geschichte: vom A310 zum Standard-Tanker

Airbus hatte die Idee eines Mehrzweck-Tankers zuerst mit dem kleineren A310 MRTT erprobt, den die Luftwaffe und Kanada aus gebrauchten Passagierjets umbauen ließen. Der A330 MRTT ist die deutlich größere Weiterentwicklung. Sein Erstflug fand am 15. Juni 2007 statt.

Erstkunde war Australien. Die Royal Australian Air Force übernahm ihre erste Maschine – dort KC-30A genannt – im Juni 2011, nachdem die Entwicklung des neuen Tankauslegers länger gedauert hatte als vorgesehen. In dieser Phase gab es auch zwei bekannte Zwischenfälle: Im Januar 2011 brach bei einer Testbetankung über dem Atlantik der Ausleger ab, im September 2012 löste er sich über Spanien bei einem weiteren Testflug. In beiden Fällen landete der Tanker sicher.

Den großen Durchbruch brachte Großbritannien. Die Royal Air Force least ihre Tanker über das Konsortium AirTanker und nennt sie Voyager. Es folgten unter anderem Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Singapur, Südkorea, Frankreich und die multinationale NATO-Flotte. In den USA scheiterte der Typ dagegen: Eine Variante namens KC-45A gewann 2008 zunächst einen Wettbewerb der US Air Force, der Auftrag ging nach einer Neuausschreibung aber an Boeing und die KC-46 Pegasus.

Laut Airbus ist der Tanker seit 2014 im Kampfeinsatz und hat mehr als 340.000 Flugstunden gesammelt. Seit 2022 ist zudem eine automatische Luftbetankung (A3R) zugelassen, bei der der Ausleger ohne manuelle Steuerung den Tankstutzen des Empfängers ansteuert.

Drei Wege, Treibstoff abzugeben

Was einen A330 MRTT von außen am deutlichsten verrät, sind seine Tanksysteme. Welche davon verbaut sind, hängt vom Kunden ab – und genau daran unterscheidest du die Flotten.

Ausleger am Heck (ARBS)

Ein langer, steuerbarer Ausleger unter dem Rumpfheck für Flugzeuge mit Tankstutzen, etwa F-16, F-35A oder große Transporter. Laut Airbus fließen bis zu 3.600 kg Treibstoff pro Minute.

Pods unter den Flügeln

Zwei Schlauchbehälter weit außen unter den Tragflächen für Flugzeuge mit Tanksonde wie Eurofighter, Rafale oder A400M. Zwei Empfänger können gleichzeitig tanken.

Schlauch im Rumpf

Optional eine Schlaucheinheit im Heck für große Empfänger mit Sonde. Die britischen Voyager KC3 sind damit ausgestattet.

Bedient wird das alles von einer Station im Cockpit hinter den Piloten. Der Tankoperator schaut nicht aus einem Fenster am Heck wie bei der alten KC-135, sondern arbeitet über Kameras und Bildschirme. Die zugehörigen Kamera- und Lichtverkleidungen unter dem Heck sind ein gutes Detailmerkmal auf Nahaufnahmen.

Ausleger oder nicht?

Fehlt der Ausleger unter dem Heck, ist es trotzdem ein MRTT, solange die Pods unter den Flügeln hängen. Die RAF-Voyager fliegen grundsätzlich ohne Ausleger, weil britische Kampfjets mit Tanksonde arbeiten.

Die wichtigsten Betreiber

Der A330 MRTT läuft weltweit unter vielen Bezeichnungen. Für Spotter in Europa sind vor allem drei Flotten relevant, dazu kommen Gäste aus Übersee bei Übungen und Airshows.

NATO-Flotte MMF: Eindhoven und Köln

Die Multinational MRTT Fleet (MMF) ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer europäischer Staaten, darunter Deutschland, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Norwegen und Tschechien; Dänemark, Schweden und Finnland sind später dazugekommen. Die Flugzeuge gehören der NATO, sind aber als niederländische Militärflugzeuge registriert. Du erkennst sie an Kennungen im Format T-0xx und am niederländischen Hoheitszeichen.

Die erste Maschine kam Ende Juni 2020 nach Eindhoven, wo die gemeinsame Einheit ihre Hauptbasis hat. Am Flughafen Eindhoven teilen sich zivile Airlines und Luftwaffe die Piste, sodass du die Tanker dort zwischen Billigfliegern siehst. Ein zweiter Standort ist der militärische Teil des Flughafens Köln/Bonn in Wahn. Die dort stationierten Maschinen sind vor allem für strategische Verwundetentransporte der Luftwaffe ausgerüstet und haben die Aufgaben der früheren A310 MRTT übernommen. Die Einsätze koordiniert das European Air Transport Command in Eindhoven.

Stand Oktober 2026

Die MMF wächst noch: Zusätzliche Flugzeuge und ein weiterer Standort in Dänemark sind beschlossen. Wie viele Tanker gerade wo stationiert sind, prüfst du am besten aktuell über Spotter-Datenbanken.

Großbritannien: Voyager

Die Royal Air Force verfügt über 14 Voyager, die das Konsortium AirTanker über eine private Finanzierung bereitstellt. Stationiert sind sie in RAF Brize Norton in Oxfordshire bei den Staffeln No. 10 und No. 101, eine Maschine ist auf den Falklandinseln. Es gibt zwei Versionen: Der Voyager KC2 trägt nur die Flügel-Pods, der KC3 zusätzlich die Rumpf-Schlaucheinheit. Die Kennungen liegen im Bereich ZZ3xx.

Ein Sonderfall ist die ZZ336 „Vespina“. Sie dient als Regierungs- und VIP-Flugzeug und trägt seit 2020 eine Lackierung in den Farben des Union Jack – ein beliebtes Ziel für Spotter, wenn die britische Regierung auf Reisen ist. Mehr zu solchen Flügen erklärt der Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.

Frankreich: Phénix

Die französische Luft- und Raumfahrtstreitkraft nennt ihre Tanker MRTT Phénix. Frankreich hat insgesamt 15 Maschinen bestellt; die erste kam im Herbst 2018 in Dienst. Hauptstandort ist Istres in Südfrankreich. Die Phénix ersetzen dort die älteren Boeing C-135FR und tragen auch die Tankerrolle für die nukleare Abschreckung. Für Verwundetentransporte gibt es ein eigenes Intensivmodul namens Morphée.

Weitere Betreiber weltweit

Land Bezeichnung Hinweis
Australien KC-30A Erstkunde, Indienststellung 2011
Saudi-Arabien A330 MRTT Erste Maschine 2013, weitere bestellt
Vereinigte Arabische Emirate A330 MRTT Erste Auslieferung 2013
Singapur A330 MRTT Erste Maschine 2018
Südkorea KC-330 Cygnus Erste Maschine 2018
Spanien A330 MRTT Erste Maschine 2025 im Dienst
Kanada CC-330 Husky Ersatz für die CC-150 Polaris, erste Maschine 2023

Kanada ist ein Spezialfall: Die CC-330 Husky ersetzen die alten A310-Polaris, darunter die beiden Tanker CC-150T. Einige Husky stammen aus gebrauchten zivilen A330-200 und fliegen zunächst als Transporter. Spannend für die Vorgeschichte: Mehrere der Polaris-A310 flogen ursprünglich bei der kanadischen Airline Wardair.

So erkennst du den A330 MRTT

Die Grundform kennst du vom Passagier-A330. Entscheidend sind die militärischen Anbauten. Drei Schritte reichen für eine sichere Bestimmung.

A330-Silhouette prüfen

Zwei Triebwerke, große aufgesetzte Winglets, Airbus-Nase ohne Maske und ein mittellanger Großraumrumpf: Das ist die A330-200-Basis.

Unter die Flügel schauen

Hängen weit außen zwei schlanke Behälter, ist es ein Tanker. Ein ziviler A330 hat dort nichts.

Heck und Kennung lesen

Ein Ausleger unter dem Heck schließt die RAF-Voyager aus. Die Kennung – T-0xx, ZZ3xx oder eine nationale Nummer – bestimmt die Flotte endgültig.

Merkmal A330 MRTT A310 MRTT Boeing KC-46
Basis A330-200 A310-300 Boeing 767
Rumpf lang, breit kurz, gedrungen schlanker, schmaler
Flügelspitze großes Winglet Wingtip Fence keine Winglets
Pods unter den Flügeln ja ja ja
Ausleger am Heck bei vielen Kunden nein ja
Nase runde Airbus-Nase runde Airbus-Nase 767-Nase, kantigere Cockpitfenster

Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der Boeing KC-46 Pegasus und der älteren Boeing KC-767. Beide basieren auf der 767, die schmaler und kürzer wirkt. Der Vierstrahler KC-135 Stratotanker ist dagegen schon an der Triebwerkszahl ausgeschlossen. Wer A330 und A340 generell sicher trennen will, findet die Grundlagen im Beitrag A330 oder A340?. Den großen Überblick über alle Tankerflotten bietet der Guide Tankflugzeuge erkennen.

Es spricht für einen A330 MRTT, wenn …

  • ein A330 mit großen Winglets zwei Behälter unter den Flügeln trägt
  • ein Ausleger unter dem Heck liegt und die Nase die runde Airbus-Form zeigt
  • die Kennung T-0xx, ZZ3xx oder eine Phénix-Kennung lautet

Sieh genauer hin, wenn …

  • ein grauer A330 ohne Pods auftaucht – das kann ein reiner Militärtransporter oder ein Regierungsflieger sein
  • die Maschine sehr kurz wirkt – dann ist es eher ein A310

Es ist kein A330 MRTT, wenn …

  • du vier Triebwerke siehst
  • die Nase die kantigeren Cockpitfenster der Boeing 767 zeigt
  • kleine Wingtip Fences statt großer Winglets an den Flügelspitzen sitzen

Tanker-Alarm für deinen Flughafen

Richte Sichtungs-Alarme für Typen, Kennzeichen und Betreiber ein – Planetrack meldet dir, wenn ein Tanker einen Flughafen in deiner Nähe anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Wo du den A330 MRTT spotten kannst

Für Spotter im Westen Deutschlands ist Köln/Bonn die erste Adresse. Die NATO-Tanker teilen sich die Pisten mit Fracht-, Ferien- und Billigfliegern, sodass du sie bei einem normalen Spotting-Tag mitnehmen kannst. Ein guter Start ist die Besucherterrasse am Flughafen Köln/Bonn; weitere Standorte beschreibt der Planespotting-Guide Köln/Bonn. Gerade die MedEvac-Flüge kommen allerdings ohne Fahrplan – wer gezielt sucht, braucht Tracking.

Ort Betreiber Trefferchance
Köln/Bonn NATO-Flotte (MMF) mittel, unregelmäßig
Eindhoven NATO-Flotte (MMF), Hauptbasis hoch
RAF Brize Norton Voyager hoch, Spotten nur von öffentlichen Flächen
Istres Phénix hoch, militärisches Sperrgebiet beachten
Airshows wie RIAT oder ILA verschiedene gut, oft als Static Display

Bei Großveranstaltungen stehen MRTT gern am Boden zum Anschauen. Beim Royal International Air Tattoo in Fairford und auf der ILA Berlin sind Tanker verschiedener Nationen regelmäßig vertreten. Wie du Militärverkehr live verfolgst, erklärt der Beitrag Militärflugzeuge online verfolgen. Bevor du an einem Fliegerhorst die Kamera auspackst, lies die Regeln für das Fotografieren an Militärflugplätzen.

Bereit für die Tanker-Jagd?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich kenne die Kennungen und Rufzeichen der Tankerflotte, die ich suche.
  • Ich nutze einen Tracking-Dienst, der auch Militärverkehr anzeigt.
  • Mein Standpunkt liegt auf öffentlichem Gelände.
  • Ich weiß, aus welcher Richtung die Maschinen heute landen und wie das Licht steht.

Fototipps für den A330 MRTT

Ein Tanker ist mehr als ein grauer A330 – die Anbauten machen das Bild. Wähle deshalb Perspektiven, die Pods und Ausleger zeigen. Im Anflug schräg von unten siehst du beide Flügelbehälter und den angeklappten Ausleger gleichzeitig. Im reinen Seitenprofil verschwinden die Pods oft hinter den Triebwerken.

Graue Militärlackierungen schlucken Licht. Mit der Sonne im Rücken und flachem Licht am Morgen oder Abend kommen Kennungen und Konturen deutlich besser heraus als in der Mittagssonne. Wer Archivqualität will, notiert neben Datum und Ort auch Rufzeichen und Kennung – bei Militärflotten ist das der einzige Weg, einzelne Zellen später sicher zuzuordnen. Wie Bundeswehr-Kennungen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen.

Ausblick: A330 MRTT+

Airbus hat mit dem A330 MRTT+ eine Weiterentwicklung auf Basis des A330neo vorgestellt. Sie fliegt mit Rolls-Royce-Trent-7000-Triebwerken, einer größeren Spannweite und einem höheren Höchstabfluggewicht. Laut Hersteller sinkt der Treibstoffverbrauch um bis zu acht Prozent. Äußerlich erkennst du die neue Generation an den großen Triebwerken und den geschwungenen Flügelspitzen der A330-900. Für Spotter bedeutet das: Auch in den kommenden Jahren wird der A330-Tanker zum Bild an europäischen Militärflugplätzen gehören.

Fazit

Der A330 MRTT hat das Prinzip des Mehrzweck-Tankers groß gemacht. Aus einem zivilen A330-200 wird ein Flugzeug, das tankt, transportiert und Leben rettet – und das von Australien bis Kanada fliegt. Für Spotter in Deutschland ist er dank der NATO-Flotte in Köln/Bonn und Eindhoven gut erreichbar, und die vielen Betreiber machen ihn zu einem lohnenden Sammelobjekt.

Kurzfazit

A330-Silhouette mit großen Winglets, zwei Pods unter den Flügeln, oft ein Ausleger am Heck: Das ist der A330 MRTT. In Deutschland triffst du ihn am ehesten in Köln/Bonn, in Europa außerdem in Eindhoven, Brize Norton und Istres.

Zusammenfassung

  • Airbus baut den A330 MRTT aus dem zivilen A330-200: Endmontage in Toulouse, militärischer Umbau im spanischen Getafe.
  • Er betankt per Ausleger und per Schlauch, transportiert bis zu rund 300 Passagiere oder Fracht und fliegt Verwundete aus.
  • Die Luftwaffe nutzt ihn über die multinationale NATO-Flotte, die britische RAF als Voyager, Frankreich als Phénix.
  • Typcode A332, Kennung und Betreiber unterscheiden ihn im Tracking vom Passagier-A330.

Häufige Fragen

Was bedeutet MRTT?

MRTT steht für Multi Role Tanker Transport. Das Flugzeug kann andere Maschinen in der Luft betanken und gleichzeitig Passagiere, Fracht oder Patienten befördern. Der Treibstoff steckt in den normalen Flügel- und Mitteltanks, sodass der Frachtraum für Ladung frei bleibt.

Welchen ICAO-Typcode hat der A330 MRTT?

Einen eigenen Code gibt es nicht. Der Tanker läuft wie der zivile A330-200 unter A332. In Tracking-Diensten erkennst du ihn daher am Betreiber, an der militärischen Kennung und am Rufzeichen.

Welche Betankungssysteme hat der A330 MRTT?

Je nach Kunde drei: den Tankausleger ARBS am Heck für Flugzeuge mit Tankstutzen (etwa F-16, F-35A, C-17), zwei Schlauchbehälter unter den Flügeln für Maschinen mit Tanksonde (etwa Eurofighter, Rafale, A400M) und optional eine Schlaucheinheit im Rumpfheck für große Empfänger. Die britischen Voyager haben keinen Ausleger.

Wo ist die NATO-Tankerflotte stationiert?

Die Multinational MRTT Fleet hat ihre Hauptbasis auf dem Fliegerhorst Eindhoven in den Niederlanden. Ein Teil der Flugzeuge ist am militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn (Wahn) stationiert und dort vor allem für Verwundetentransporte der Luftwaffe ausgerüstet. Die Flugzeuge gehören der NATO und tragen niederländische Kennungen.

Was ist der Unterschied zwischen Voyager KC2 und KC3?

Beide sind A330 MRTT der Royal Air Force ohne Tankausleger. Der KC2 hat nur die beiden Flügelbehälter, der KC3 zusätzlich eine Schlaucheinheit im Rumpfheck, mit der er auch große Flugzeuge betanken kann.

Wie unterscheide ich den A330 MRTT von der Boeing KC-46?

Die KC-46 Pegasus basiert auf der schlankeren Boeing 767 und hat die typische 767-Nase mit kantigeren Cockpitfenstern. Der A330 MRTT ist länger, breiter und zeigt die rundere Airbus-Nase sowie die großen, senkrecht aufgesetzten A330-Winglets.

Wo sehe ich den A330 MRTT in Deutschland?

Am ehesten am Flughafen Köln/Bonn, wo NATO-Tanker vom militärischen Teil aus starten. Daneben tauchen Phénix, Voyager und andere MRTT bei Airshows, Übungen und Verlegungen auf. Wann genau, verraten dir Militär-Tracking und Spotter-Foren.

Airbus A330 MRTT sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Verwandte Flugzeugtypen

Militär

Airbus A310 MRTT

Ein kurzer Großraum-Airbus in Grau, zwei Tankbehälter unter den Flügeln und ein großes Frachttor vorn links: Der A310 MRTT war Tanker, Transporter und fliegende Intensivstation der Luftwaffe und der kanadischen Air Force. So erkennst du ihn und kennst seine Geschichte.

Großraum

Airbus A330-200

Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.

Militär

Boeing KC-46 Pegasus

Eine graue 767 mit Tankausleger unter dem Heck und Schlauchbehältern unter den Flügeln: Die KC-46 Pegasus ist der neue Standard-Tanker der US Air Force – und eines der umstrittensten Rüstungsprogramme der letzten Jahre. So erkennst du sie und so ordnest du ihre Geschichte ein.

Militär

Boeing KC-767

Eine graue 767 mit Tankausleger unter dem Heck: Die KC-767 ist Boeings erster Tanker auf 767-Basis. Nur neun Exemplare fliegen – in Italien, Japan und Kolumbien. So erkennst du sie und trennst sie von der KC-46.

Militär

Boeing KC-135 Stratotanker

Schmaler Rumpf, vier dicke Triebwerke, ein langer Ausleger unter dem Heck: Die KC-135 Stratotanker betankt seit 1957 die Flugzeuge der US Air Force – und ist bis heute der häufigste Tanker der Welt. So erkennst du die Varianten und wo du sie in Europa erwischst.

Militär

Airbus A400M Atlas

Vier Turboprops mit sichelförmigen Achtblatt-Propellern, hoch angesetzter Flügel, T-Leitwerk und eine große Heckrampe: Der A400M ist Europas Militärtransporter. So erkennst du ihn sicher und weißt, wo du ihn siehst.

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Wo du die Airbus A330 MRTT siehst

Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

Passende Guides aus dem Blog

TT

Planetrack Redaktion

Die Flugzeugtypen-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung an Flughäfen, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

← Alle Flugzeugtypen von Airbus