Flughafen Salzburg

Österreichs zweitgrößter Flughafen hat nur eine Piste, einen Anflug fast immer von Norden über Bayern und einen Wintersamstag, der aus dem ruhigen Regionalflughafen einen der spannendsten Charterplätze der Alpen macht – mit Hangar-7 und Bergkulisse als Zugabe.

Auch bekannt als: Salzburg Airport W. A. Mozart · Salzburg Airport · Flughafen Salzburg-Maxglan · Salzburger Flughafen GmbH (Betreiber)

ÖsterreichÖsterreichFlughäfenSZG / LOWSseit 192612 Min. Lesezeit

SZG

IATA-Code

LOWS

ICAO-Code

2.750 m

einzige Piste 15/33

1926

erster Linienflug

Das Wichtigste in Kürze

  • IATA SZG, ICAO LOWS: zweitgrößter Flughafen Österreichs, 2025 mit rund 1,77 Millionen Passagieren.
  • Eine Piste, eine Hauptrichtung: Die Bahn 15/33 ist 2.750 m lang, nur die 15 hat ein ILS – deshalb kommen die meisten Landungen von Norden über Bayern.
  • Winter-Samstage sind der Höhepunkt: Ski-Charter, vor allem aus Großbritannien und Skandinavien, füllen das Vorfeld. An Spitzentagen zählt der Flughafen rund 180 Bewegungen.
  • Hangar-7 direkt gegenüber: Die Flugzeugsammlung der Flying Bulls ist ein Ziel für sich.
  • 100 Jahre Luftverkehr: Der erste Linienflug landete am 16. August 1926; bis 2033 wird die Terminallandschaft für rund 105 Millionen Euro erneuert.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Was du als Spotter wissen solltest
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Hundert Jahre auf dem Exerzierfeld
  8. 8.Eine Piste im Becken
  9. 9.Anflugverfahren: Warum fast alles von Norden kommt
  10. 10.Der Winter-Samstag: Charter im Minutentakt
  11. 11.Wer sonst in Salzburg fliegt
  12. 12.Hangar-7: Oldtimer vor der Bergkulisse
  13. 13.Spotten in Salzburg: Terrasse und Zaun
  14. 14.Betriebszeiten und Rhythmus
  15. 15.Terminalprojekt 2027–2033
  16. 16.Salzburg im Vergleich
  17. 17.Fazit
  18. 18.Häufige Fragen

Steckbrief

IATA-CodeSZG
ICAO-CodeLOWS
BetreiberSalzburger Flughafen GmbH – Gesellschafter sind das Land Salzburg (75 %) und die Stadt Salzburg (25 %) über ihre Beteiligungsgesellschaften
LageIm Salzburger Becken im Stadtteil Maxglan, rund 4 km vom Stadtzentrum; die deutsche Grenze verläuft direkt an der Westseite des Geländes
Höhe430 m über dem Meer
Start- und LandebahnEine Bahn: 15/33, 2.750 m lang und 45 m breit, Ausrichtung Nordwest–Südost, dazu 100 m Stoppfläche am Nordende
AnflughilfenILS/DME nach CAT II/III auf die Piste 15, dazu RNAV-(GNSS)-Verfahren, NDB und PAPI laut Flughafen
Größtes MusterLaut Flughafen bis zur Boeing 747-400
TerminalsTerminal 1 (eröffnet 1966) und das kleinere amadeus terminal 2, ausgelegt auf den Spitzenverkehr der Winter-Samstage
Verkehr 20251.774.454 Passagiere, 14.747 Bewegungen im Linien- und Charterverkehr, 41.258 Bewegungen der Allgemeinen Luftfahrt, rund 9.300 t Fracht
BetriebszeitenStarts und Landungen von 6 bis 23 Uhr; gewerbliche Landungen nach 22 Uhr nur mit leisen Mustern, nachts nur Ambulanzflüge
Für Spotter relevantKostenlose Besucherterrasse am Terminal 1, Hangar-7 der Flying Bulls auf der Ostseite, Ski-Charter an Winter-Samstagen
Offizielle Websitewww.salzburg-airport.com

Tätigkeitsfelder

Linienverkehr – Zubringer zu Drehkreuzen wie Frankfurt und Istanbul, dazu Städteverbindungen nach Deutschland, London, Amsterdam und Skandinavien
Ferien- und Charterverkehr – im Sommer Abflüge in den Süden, im Winter Ski-Charter aus Großbritannien, Skandinavien und anderen Märkten
Allgemeine Luftfahrt und Business Aviation – eigenes Vorfeld im Norden mit Polizeihubschraubern, Rettungsflug, Aeroclub und Geschäftsreiseverkehr
Luftfracht – Frachtgebäude mit Lager, Kühl- und Tiefkühlräumen sowie Gefahrgutlager
Besucherangebote – Besucherterrasse, Führungen für Gruppen und Veranstaltungen im Terminal 2

Struktur & Marken

Secport Security Services GmbH – 2012 gegründete Sicherheitstochter des Flughafens

Geschichte im Zeitraffer

1926Am 16. August eröffnet der städtische Flugplatz auf dem früheren Exerzierfeld in Maxglan. Die Luft Hansa fliegt im Sommer die Strecke München–Salzburg–Bad Reichenhall.
1927Die österreichische ÖLAG verbindet Wien, Salzburg und Innsbruck im Linienverkehr.
1939–1945Im Krieg wird der Platz erweitert und eine befestigte Bahn 10/28 gebaut. Ab Mai 1945 übernehmen die Amerikaner, der Platz heißt erstmals Salzburg Airport.
1947Der zivile Luftverkehr startet im August wieder – Salzburg ist laut Flughafen der erste österreichische Platz, der wieder an den europäischen Linienverkehr angebunden wird.
1960Am 1. Juli geht eine neue, 2.200 m lange Nord-Süd-Piste in Betrieb – die Grundlage der heutigen Bahn.
1966Das neue Passagierterminal öffnet am 25. Juli, pünktlich zu den Salzburger Festspielen.
1968Mit einer Lufthansa-Boeing 737 landet am 26. September der erste Jet dieses Typs in Salzburg.
1983Ab 1983 sind durch Einbeziehung der vorhandenen Stoppfläche 2.550 m Bahnlänge nutzbar.
2001Im April startet Ryanair mit Flügen nach London – die erste Low-Cost-Airline am Flughafen.
2003Der Hangar-7 mit der Flugzeugsammlung der Flying Bulls eröffnet. Für den Wintercharter entstand Anfang der 2000er-Jahre das zweite Terminal.
2012Wegen der Verschiebung des magnetischen Nordpols wird die Piste von 16/34 in 15/33 umbenannt.
2017Eurowings eröffnet in Salzburg ihre zweite österreichische Basis nach Wien.
2019Die Piste wird in einer fünfwöchigen Sperre erneuert; am 28. Mai landet als erste Maschine eine Eurowings auf der neuen Bahn.
2026Der Flughafen feiert 100 Jahre Linienluftverkehr und startet im September mit dem Abriss des alten Hangar 2 die Vorarbeiten für das Terminalprojekt 2027–2033.

Flughafen Salzburg aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Flughafen Salzburg

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Eine Landung auf der Piste 15 aus Norden fotografiert – die Standardrichtung in Salzburg
  • Einen der seltenen Anflüge auf die Piste 33 von Süden erwischt
  • An einem Winter-Samstag mindestens drei verschiedene Charter- oder Ferienairlines notiert
  • Ein Flugzeug vor der Kulisse von Untersberg oder Festung Hohensalzburg abgelichtet
  • Eine Maschine der Flying Bulls am Hangar-7 gesehen
  • Einen Business Jet auf dem Vorfeld der Allgemeinen Luftfahrt notiert
  • Das Kennzeichen jeder Sichtung festgehalten – bei vielen A320 und 737 der einzige Weg zur sauberen Zuordnung

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Kompakter Flughafen: Vorfeld, Piste und Hangar-7 liegen in einem Blickfeld
  • Kostenlose Besucherterrasse, mit dem Obus direkt aus der Stadt erreichbar
  • Alpenkulisse, die kaum ein anderer Verkehrsflughafen im deutschsprachigen Raum bietet
  • Winter-Samstage mit Ski-Chartern aus halb Europa
  • Viel Allgemeine Luftfahrt und Business Aviation als Ergänzung zum Linienverkehr

Wo es hakt

  • Unter der Woche und außerhalb der Saison wenig Linienverkehr
  • Großraumflugzeuge sind die Ausnahme
  • Landungen kommen fast immer aus Norden – die Motivvielfalt ist begrenzt
  • Bei Schnee und Glatteis bleibt die Besucherterrasse gesperrt, ausgerechnet in der Chartersaison
  • Der Terminalumbau ab 2027 kann Zugänge und Blickachsen verändern

Unter der Woche wirkt Salzburg wie ein gemütlicher Regionalflughafen: ein paar Abflüge nach Frankfurt, Hamburg oder Istanbul, dazwischen Business Jets und Sportflugzeuge. Dann kommt ein Samstag im Februar, und auf dem Vorfeld stehen Ferienjets aus Großbritannien, Skandinavien und den Niederlanden dicht an dicht, während im Norden schon die nächsten Landungen über Bayern hereinschweben. Dazu eine Piste mit Bergpanorama, der Hangar-7 direkt gegenüber und eine kostenlose Terrasse – kaum ein Flughafen im deutschsprachigen Raum ist so klein und gleichzeitig so fotogen.

Dein SZG-Logbuch

Ski-Charter, Business Jets und Oldtimer am Hangar-7 mit Kennzeichen, Typ und Spot festhalten – genau dafür gibt es Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Hundert Jahre auf dem Exerzierfeld

Der Flughafen liegt dort, wo schon 1912 der Flugpionier Karl Illner vor Tausenden Zuschauern über das Maxglaner Exerzierfeld flog. 1925 wurde das Gelände eingeebnet, am 16. August 1926 öffnete der städtische Flugplatz – mit einer Sommerlinie der Luft Hansa von München über Salzburg nach Bad Reichenhall. Ein Jahr später verband die österreichische ÖLAG Wien, Salzburg und Innsbruck. Damit gehört Salzburg zu den ältesten Verkehrsflughäfen Österreichs und hat 2026 sein hundertjähriges Jubiläum gefeiert.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz erweitert und erhielt eine befestigte Bahn in Ost-West-Richtung. Nach Kriegsende übernahmen die US-Truppen, und aus dem Flugplatz wurde erstmals offiziell der „Salzburg Airport“. Schon im August 1947 lief der zivile Verkehr wieder an. Die eigentliche Weichenstellung kam 1960: Eine neue, zunächst 2.200 Meter lange Nord-Süd-Piste ging in Betrieb – die Achse, auf der bis heute alles landet. 1966 folgte zur Festspieleröffnung das Passagierterminal, das als Terminal 1 bis heute in Betrieb ist.

1,77 Mio.Passagiere im Jahr 2025
14.747Bewegungen im Linien- und Charterverkehr 2025
2.750 mLänge der einzigen Piste
~180Bewegungen an Winter-Spitzentagen 2026

In den Jahrzehnten danach spiegelte Salzburg die Geschichte der Verkehrsluftfahrt wider: 1968 die erste Lufthansa-Boeing 737, 1974 die Boeing 707 des US-Präsidenten Nixon, 1988 ein Besuch der British-Airways-Concorde. Mit der Zeit wurde Salzburg zudem ein Ziel für Winter- und Sommercharter, vor allem aus Großbritannien, und 2001 landete mit Ryanair die erste Low-Cost-Airline. Nach Angaben des Flughafens hat Ryanair seitdem rund vier Millionen Fluggäste von und nach Salzburg befördert.

Eine Piste im Becken

Das Layout ist schnell erklärt: eine Bahn, 15/33, 2.750 Meter lang und 45 Meter breit, in Nordwest-Südost-Richtung. Die Terminals und das Hauptvorfeld liegen auf der Westseite, gegenüber auf der Ostseite stehen der Hangar-7 und die Hallen der Allgemeinen Luftfahrt, im Norden ein eigenes Vorfeld für Polizei, Rettungshubschrauber, Aeroclub und kleinere Betreiber. Die deutsche Grenze verläuft unmittelbar westlich des Geländes – wer am Zaun spottet, steht teils nur wenige hundert Meter von Bayern entfernt.

Bis 2012 hieß die Bahn noch 16/34. Weil sich das Erdmagnetfeld langsam verschiebt, passte man die Bezeichnung an die neue magnetische Ausrichtung an. Ältere Fotos und Logbücher tragen deshalb noch die alte Nummer. 2019 wurde die Piste in einer fünfwöchigen Totalsperre erneuert; am 28. Mai landete als erste Maschine ein Jet der Eurowings, die 2017 in Salzburg ihre zweite österreichische Basis nach Wien eröffnet hatte.

Bereich Lage Was du dort siehst
Piste 15/33 Mitte des Geländes, Nordwest–Südost Starts und Landungen, meist Landung 15 aus Norden
Hauptvorfeld Westseite vor Terminal 1 und 2 Abfertigung ohne Fluggastbrücken, Boarding zu Fuß oder per Bus
Hangar-7 Ostseite gegenüber dem Terminal Flugzeuge der Flying Bulls, Business Jets
GAC-Vorfeld Nord Nordende Polizei, Rettungshubschrauber, Aeroclub, Allgemeine Luftfahrt

Anflugverfahren: Warum fast alles von Norden kommt

Salzburg liegt im Salzburger Becken, und direkt südlich des Flughafens ragt der Untersberg auf, dahinter folgen die Salzburger und Berchtesgadener Alpen. Ein klassischer, gerader Instrumentenanflug von Süden ist in diesem Gelände schwierig. Deshalb ist nur die Piste 15 mit einem Instrumentenlandesystem ausgerüstet; laut Flughafen erlaubt es Anflüge bis Kategorie CAT II/III, also auch bei sehr schlechter Sicht. Das Grundprinzip dahinter erklärt der Beitrag ILS-Anflug erklärt.

Die Folge ist ein Verfahren, das Spotter an kaum einem anderen Flughafen in dieser Form sehen: Gelandet wird überwiegend auf der 15 aus Norden, gestartet wird häufig auf der 33 – ebenfalls Richtung Norden. Fachleute sprechen von einem Opposite Runway Procedure: An- und Abflüge nutzen dieselbe Seite des Flughafens, nur in entgegengesetzter Richtung auf der Bahn. Dafür muss die Flugsicherung Lücken zwischen Landungen und Starts einplanen, was die Kapazität begrenzt.

Weil der Norden auf deutsches Staatsgebiet zeigt, läuft der Großteil der An- und Abflüge über den Rupertiwinkel und Freilassing. Die Auswirkungen des Flughafens auf das Nachbarland regelt ein deutsch-österreichischer Vertrag vom Dezember 1967, den der Bundestag 1974 ratifizierte. Auf bayerischer Seite gibt es seit Jahren Forderungen, den Verkehr gleichmäßiger zu verteilen – etwa durch mehr Anflüge von Süden. Ein satellitengestützter RNP-Anflug auf die Piste 33, der aus südlicher Richtung durch den Tennengau führt, wird seit dem Sommer 2011 erprobt. Für dich heißt das: Landungen auf die 33 von Süden sind möglich, aber die Ausnahme.

Anflug 15 lesen lernen

Die Landungen kommen aus Nordwesten über Freilassing, die Abflüge auf der 33 drehen meist wieder nach Norden ab. Wer am Anflug der 15 steht, sieht deshalb oft beides: Landungen im Endanflug und kurz danach Starts, die über ihn hinwegsteigen. Welche Routen dabei geflogen werden, erklärt der Beitrag zu SID und STAR.

Gelegentlich drehen Wind und Wetter das Bild trotzdem. Bei kräftigem Nordwestwind kann es sinnvoll sein, auf der 33 zu landen; ob und wie das geschieht, entscheidet die Flugsicherung im Einzelfall. Prüf vor deinem Besuch die aktuellen Bewegungen in einer Flugverfolgung oder in den Flugspuren, die der Flughafen öffentlich zeigt. Hintergründe zu solchen Portalen findest du unter Fluglärm- und Flugspurportale, das Grundprinzip der Pistenwahl unter Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Wind und Piste im Blick

Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen – so weißt du vor der Abfahrt, ob in Salzburg die 15 oder ausnahmsweise die 33 läuft. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.

Der Winter-Samstag: Charter im Minutentakt

Was Salzburg für Spotter besonders macht, ist der Rhythmus der Wintersaison. Die Skigebiete im Salzburger Land, im Salzkammergut und in Tirol liegen in Busreichweite, und viele Pauschalreisen wechseln am Wochenende. Deshalb ballt sich der Charterverkehr an den Samstagen zwischen Weihnachten und Ostern. Die Ski-Charter kommen vor allem aus Großbritannien und Skandinavien, dazu reisen Urlauber aus weiteren Märkten über Linienverbindungen an.

Wie stark diese Spitzen sind, zeigen die Zahlen des Flughafens: Für den 14. und 21. Februar 2026 meldete er jeweils rund 180 Flugbewegungen – an einem Tag also etwa so viel wie sonst in vier bis fünf durchschnittlichen Tagen. Auslöser waren die „Half Term Holidays“, die einwöchigen Schulferien in England. Zum Vergleich: Übers Jahr gerechnet kommt Salzburg auf rund 40 Bewegungen im Linien- und Charterverkehr pro Tag.

Für den Andrang gibt es ein eigenes Gebäude. Das amadeus terminal 2 entstand Anfang der 2000er-Jahre und ist ausdrücklich auf den Samstagsverkehr des Wintercharters ausgelegt. Außerhalb der Wintersaison nutzt der Flughafen es auch als Veranstaltungsort.

Ferientermine prüfen

Britische Half-Term-Wochen und skandinavische Winterferien bringen die dichtesten Samstage. Die Termine findest du in den Schulkalendern der Länder.

Flugplan des Tages ansehen

Die Ankunftstafel des Flughafens zeigt, wann die Charterwellen kommen. Wer früh am Platz ist, erlebt oft die erste Landungswelle am späten Vormittag.

Wetter und Schnee einkalkulieren

Bei Schneefall oder Glatteis sperrt der Flughafen die Besucherterrasse. Plane für solche Tage einen Ausweichstandort am Zaun ein.

Enteisung beobachten

An kalten Tagen werden Maschinen vor dem Start enteist – ein Motiv, das es im Sommer nicht gibt.

Kennzeichen notieren

Viele Charter fliegen mit A320, A321 und 737 – das Kennzeichen hilft dir später beim Sortieren.

Was du bei Kälte, Schnee und kurzem Licht an Ausrüstung brauchst, fasst Planespotting im Winter zusammen. Warum Flugzeuge vor dem Start mit orangem oder grünem Fluid besprüht werden, erklärt Enteisung von Flugzeugen, und den Unterschied zwischen Charter und Linie findest du in Charterflug und Linienflug.

Wer sonst in Salzburg fliegt

Außerhalb der Ski-Samstage prägen Linien- und Ferienflüge das Bild. Nach Angaben des Flughafens sind Frankfurt mit bis zu vier täglichen Verbindungen, Düsseldorf, Hamburg und Berlin feste Ziele im Deutschland-Verkehr, bedient von Eurowings und Lufthansa. Turkish Airlines fliegt seit 2013 nach Istanbul, inzwischen bis zu zweimal täglich, und flydubai verbindet Salzburg mit Dubai.

Nach London geht es mit der BA-Tochter BA Euroflyer der British Airways nach Gatwick und mit Ryanair nach Stansted. Transavia fliegt nach Amsterdam, im Winter laut Flughafen zusätzlich nach Eindhoven und Rotterdam. Skandinavien ist über Norwegian und SAS nach Kopenhagen angebunden, im Sommer 2026 kam mit SkyAlps eine Verbindung nach Rom hinzu. Dazu kommen Ferienziele von Mallorca über Antalya bis Hurghada. Welche Strecken in welcher Saison laufen, wechselt mit jedem Flugplan; was der Wechsel zwischen Sommer- und Winterflugplan für dich bedeutet, steht unter IATA-Sommer- und Winterflugplan.

Eine Lücke fällt historisch Interessierten auf: Austrian Airlines stellte 2020 ihre Inlandsverbindung Salzburg–Wien ein. Wer die rot-weiß-roten Jets heute sehen will, ist am Flughafen Wien besser aufgehoben.

Segment Beispiele (Stand 2025/26) Typisches Flugzeugbild
Deutschland-Verkehr Eurowings, Lufthansa A319, A320
Zubringer zu Drehkreuzen Turkish Airlines, flydubai A320-Familie, 737 MAX 8
Low-Cost und Städteflüge Ryanair, Transavia, BA Euroflyer 737-800, A320-Familie
Ski-Charter (Winter-Samstage) Ferienairlines aus Großbritannien und Skandinavien A320, A321, 737
Allgemeine Luftfahrt Business Jets, Polizei, Rettung, Aeroclub Jets, Turboprops, Hubschrauber, Kleinflugzeuge

Auch beim Typenspektrum ist Salzburg klar ein Schmalrumpfflughafen. Laut Flughafen ist er für Muster bis zur Boeing 747-400 ausgelegt, und einzelne Großraumbesuche gibt es immer wieder – 2016 landete etwa die Boeing 747-8 des Emirs von Kuwait. Im Alltag bleiben solche Gäste aber Ausnahmen. Lautere Altmuster wie Boeing 727, 737-200, DC-10 oder die MD-80-Reihe dürfen laut Flughafen in Salzburg gar nicht landen.

Hangar-7: Oldtimer vor der Bergkulisse

Auf der Ostseite der Piste steht seit 2003 ein Gebäude, das du von fast jedem Spot aus siehst: der gläserne Hangar-7. Er beherbergt die Flugzeugsammlung der Flying Bulls, die zum Red-Bull-Umfeld gehören, und ist zugleich Restaurant- und Veranstaltungsort. Gewartet werden die Flugzeuge im benachbarten Hangar-8. Zur Sammlung gehören historische Muster wie eine Douglas DC-6 und eine North American B-25 Mitchell, die bei schönem Wetter auch in der Luft zu sehen sind.

Der Hangar-7 ist frei zugänglich und lohnt einen eigenen Besuch. Details zur Ausstellung stehen im Eintrag zum Hangar-7 Salzburg, die besten Blickwinkel von außen im Spot-Guide Hangar-7 am Flughafen Salzburg.

Spotten in Salzburg: Terrasse und Zaun

Der bequemste Startpunkt ist die Besucherterrasse am Terminal 1. Sie ist laut Flughafen täglich geöffnet und kostenlos, erreichbar über das Restaurant im ersten Stock, und mit den Obuslinien 2 und 10 kommst du direkt aus der Stadt hin. Von dort blickst du nach Osten über das Vorfeld auf die Piste und den Hangar-7, im Hintergrund die Berge. Weil du nach Osten schaust, ist der Nachmittag die beste Zeit; vormittags stehst du im Gegenlicht. Alle Details findest du im Spot-Guide zur Besucherterrasse Flughafen Salzburg.

Wer näher an die Piste will, findet rund um den Zaun weitere Positionen, die der Flughafen selbst für Spotter nennt: einen Hügel an einem der Ausgänge, die Bereiche an den Rollhalten sowie den Anflug und den Aufsetzbereich der Piste 15. Weil die meisten Landungen aus Norden kommen, ist der Anflug 15 die wichtigste Ergänzung zur Terrasse. Bei der Planung des Lichts hilft dir der Beitrag Sonnenstand am Fotospot planen, und für die Bahn hinter dem Vorfeld solltest du ein längeres Tele dabeihaben – mehr dazu unter Objektiv und Brennweite.

Grenze, Zaun und Felder

Rund um den Flughafen grenzen Privatgrund, landwirtschaftliche Flächen und die Staatsgrenze an. Betritt keine Felder, bleib auf öffentlichen Wegen und halte dich an Absperrungen – auch mit Leiter oder Stativ. Was in Österreich für Spotter gilt, fasst Planespotting in Österreich zusammen.

Ski-Charter nicht verpassen

Mit Planetrack setzt du Airlines, Typen und Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars und bekommst einen Sichtungs-Alarm, sobald sie Salzburg anfliegen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Betriebszeiten und Rhythmus

Salzburg hat klare Betriebszeiten. Starts und Landungen sind laut Flughafen von 6 bis 23 Uhr möglich; gewerbliche Landungen nach 22 Uhr nur mit Mustern, die unter einem festgelegten Lärmwert bleiben. Nachts sind nur Ambulanzflüge erlaubt. Für Sichtflug-Platzrunden gelten engere Fenster, an Sonn- und Feiertagen finden sie gar nicht statt.

Für dich bedeutet das: Unter der Woche verteilt sich der Verkehr auf einige Wellen am Morgen, zur Mittagszeit und am Abend, dazwischen sorgt die Allgemeine Luftfahrt für Bewegung. An Winter-Samstagen läuft der Betrieb nahezu ohne Pause. Österreichische Maschinen erkennst du am Kennzeichen-Präfix OE – die Systematik dahinter erklärt Österreichische OE-Kennzeichen.

Terminalprojekt 2027–2033

Die beiden Terminals stammen aus unterschiedlichen Epochen und sind räumlich getrennt. Im Rahmen der Terminalerneuerung verbindet der Flughafen in den nächsten Jahren das Hauptterminal von 1966 und das amadeus terminal 2 zu einer zusammenhängenden Anlage. Für die Erneuerung bis 2033 nennt er ein Investitionsvolumen von rund 105 Millionen Euro, die Hauptbauarbeiten beginnen laut Planung Anfang 2027. Im September 2026 begannen die Arbeiten für den Abriss des alten Hangar 2 – der erste sichtbare Schritt, der Platz für die Erweiterung am Terminal 2 schafft.

Für Spotter heißt das: In den kommenden Jahren können sich Zugänge, Blickachsen und auch die Besucherterrasse verändern. Prüf vor jedem Besuch die Hinweise auf der Website des Flughafens.

Salzburg passt zu dir, wenn …

  • du Flugzeuge vor Bergkulisse fotografieren willst
  • du Ski-Charter und ungewöhnliche Ferienairlines suchst
  • du einen kompakten, einsteigerfreundlichen Flughafen bevorzugst

Bedingt geeignet, wenn …

  • du nur unter der Woche Zeit hast
  • du im Winter auf die Terrasse angewiesen bist

Eher woanders, wenn …

  • du regelmäßig Großraumflugzeuge sehen willst
  • du hohe Bewegungszahlen an jedem Tag erwartest

Salzburg im Vergleich

Innerhalb Österreichs ist Salzburg nach dem Flughafen Wien die Nummer zwei – mit deutlichem Abstand, aber mit dem stärkeren Wintercharter. Ähnlich gelagert ist der Flughafen Innsbruck: ebenfalls ein Alpenflughafen mit Ski-Samstagen und anspruchsvollen Anflügen im Inntal, von dessen Besucherterrasse du ähnliche Bergmotive bekommst.

Jenseits der Grenze liegt der Flughafen München mit A380, A350 und Langstreckenverkehr – ein guter Kontrast zum Charterbetrieb in Salzburg. Weitere österreichische Regionalflughäfen sind Linz und Graz.

Fazit

Der Flughafen Salzburg ist klein, aber alles andere als langweilig. Eine Piste mit Bergkulisse, ein Anflugverfahren, das fast den gesamten Verkehr über Bayern hereinführt, und ein Wintercharter, der an Samstagen die Bewegungszahlen vervielfacht, machen ihn zu einem Flughafen, den du zur richtigen Zeit besuchen musst. Dazu kommen hundert Jahre Geschichte und mit dem Hangar-7 eine Sammlung, die es so an keinem anderen Verkehrsflughafen gibt.

Plane deinen Besuch nach Saison, Wochentag und Licht: Winter-Samstag, Nachmittag, Terrasse oder Anflug 15 – dann zeigt Salzburg, was in ihm steckt.

Kurzfazit

SZG ist Österreichs zweitgrößter Flughafen und der Alpen-Klassiker für Ski-Charter. Landungen kommen fast immer von Norden auf die 15, der Höhepunkt sind die Winter-Samstage – und der Hangar-7 ist die beste Zugabe.

Zusammenfassung

  • Salzburg ist ein kleiner Flughafen mit großer Kulisse: eine Piste, zwei Terminals und dahinter die Berge.
  • Die Lage im Becken bestimmt das Anflugverfahren – gelandet wird fast immer aus Norden auf die 15, gestartet oft wieder Richtung Norden.
  • Unter der Woche dominiert Linien- und Ferienverkehr mit Schmalrumpfjets, an Winter-Samstagen verwandelt der Ski-Charter den Platz.
  • Mit Besucherterrasse, Spots am Zaun und dem Hangar-7 ist Salzburg einer der einsteigerfreundlichsten Flughäfen Österreichs.

Häufige Fragen

Was sind die Codes des Flughafens Salzburg?

Der IATA-Code ist SZG, der ICAO-Code LOWS. SZG findest du auf Bordkarten und Gepäckanhängern, LOWS nutzen Flugsicherung, Flugpläne der Piloten und viele Flugverfolgungsdienste.

Wie lang ist die Piste in Salzburg?

Laut Flughafen ist die einzige Bahn 15/33 2.750 Meter lang und 45 Meter breit, am Nordende kommt eine 100 Meter lange Stoppfläche hinzu. In älteren Quellen findest du teils andere Werte und die frühere Bezeichnung 16/34, die 2012 geändert wurde.

Warum wird in Salzburg fast immer von Norden gelandet?

Nur die Piste 15 ist mit einem Instrumentenlandesystem ausgerüstet, und südlich des Flughafens steigt das Gelände mit dem Untersberg und den Salzburger Alpen schnell an. Deshalb kommen die meisten Anflüge aus Norden über bayerisches Gebiet. Gestartet wird häufig auf der 33, also ebenfalls Richtung Norden. Wie ein ILS-Anflug funktioniert, erklärt der Beitrag ILS-Anflug erklärt.

Wann ist in Salzburg am meisten los?

In der Wintersaison an Samstagen, wenn die Skiurlauber wechseln. Besonders dicht wird es in den britischen Schulferien: Für den 14. und 21. Februar 2026 meldete der Flughafen jeweils rund 180 Flugbewegungen, ausgelöst durch die „Half Term Holidays“ in England.

Wer betreibt den Flughafen Salzburg?

Die Salzburger Flughafen GmbH. Ihre Gesellschafter sind das Land Salzburg mit 75 Prozent und die Stadt Salzburg mit 25 Prozent, jeweils über Beteiligungsgesellschaften.

Wo kann ich in Salzburg spotten?

Der einfachste Einstieg ist die kostenlose Besucherterrasse am Terminal 1. Dazu nennt der Flughafen selbst mehrere Positionen am Zaun, etwa an Rollhalten und im Anflug auf die 15. Auf der Ostseite lohnt der Hangar-7.

Gibt es in Salzburg Nachtflüge?

Nein. Starts und Landungen sind laut Flughafen von 6 bis 23 Uhr möglich, gewerbliche Landungen zwischen 22 und 23 Uhr nur mit besonders leisen Mustern. Nachts sind nur Ambulanzflüge erlaubt. Für Platzrunden und nichtgewerbliche Flüge gelten engere Zeiten.

Landen in Salzburg auch Großraumflugzeuge?

Selten. Der Flughafen ist laut eigenen Angaben für Muster bis zur Boeing 747-400 ausgelegt, im Alltag dominieren aber Schmalrumpfjets wie A320 und Boeing 737-800. Großraumflugzeuge tauchen vor allem bei Sonderflügen, Staatsbesuchen oder großen Veranstaltungen auf.

Sichtungen rund um Flughafen Salzburg sammeln

Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

EW / EWG

Eurowings

Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.

FR / RYR

Ryanair

Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.

OS / AUA

Austrian Airlines

Österreichs Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Wien: seit 2009 Teil der Lufthansa Group, seit 2000 in der Star Alliance – und mitten im größten Flottenumbau seit Jahren.

TK / THY

Turkish Airlines

Die türkische Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 1933 gegründet, seit 2008 in der Star Alliance und mit dem Drehkreuz Istanbul eine der Airlines, die die meisten Länder der Welt anfliegt.

HV / TRA

Transavia

Die Low-Cost-Tochter von KLM aus den Niederlanden: Basen in Amsterdam, Rotterdam, Eindhoven und Brüssel, eine Flotte im Umbruch von der Boeing 737-800 zum Airbus A321neo und eine französische Schwester unter gleichem Namen.

BA / BAW

British Airways

Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.

FZ / FDB

flydubai

Die zweite Airline aus Dubai: flydubai fliegt ausschließlich Boeing 737, verbindet Dubai mit über 125 Zielen und taucht im deutschsprachigen Raum vor allem in Salzburg und Basel auf – ein Fall für gezielte Spotting-Ausflüge.

Typische Flugzeuge

Spotting-Spots rund um Flughafen Salzburg

Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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