Das Wichtigste in Kürze
- IATA SZG, ICAO LOWS: zweitgrößter Flughafen Österreichs, 2025 mit rund 1,77 Millionen Passagieren.
- Eine Piste, eine Hauptrichtung: Die Bahn 15/33 ist 2.750 m lang, nur die 15 hat ein ILS – deshalb kommen die meisten Landungen von Norden über Bayern.
- Winter-Samstage sind der Höhepunkt: Ski-Charter, vor allem aus Großbritannien und Skandinavien, füllen das Vorfeld. An Spitzentagen zählt der Flughafen rund 180 Bewegungen.
- Hangar-7 direkt gegenüber: Die Flugzeugsammlung der Flying Bulls ist ein Ziel für sich.
- 100 Jahre Luftverkehr: Der erste Linienflug landete am 16. August 1926; bis 2033 wird die Terminallandschaft für rund 105 Millionen Euro erneuert.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Was du als Spotter wissen solltest
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Hundert Jahre auf dem Exerzierfeld
- 8.Eine Piste im Becken
- 9.Anflugverfahren: Warum fast alles von Norden kommt
- 10.Der Winter-Samstag: Charter im Minutentakt
- 11.Wer sonst in Salzburg fliegt
- 12.Hangar-7: Oldtimer vor der Bergkulisse
- 13.Spotten in Salzburg: Terrasse und Zaun
- 14.Betriebszeiten und Rhythmus
- 15.Terminalprojekt 2027–2033
- 16.Salzburg im Vergleich
- 17.Fazit
- 18.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | SZG |
|---|---|
| ICAO-Code | LOWS |
| Betreiber | Salzburger Flughafen GmbH – Gesellschafter sind das Land Salzburg (75 %) und die Stadt Salzburg (25 %) über ihre Beteiligungsgesellschaften |
| Lage | Im Salzburger Becken im Stadtteil Maxglan, rund 4 km vom Stadtzentrum; die deutsche Grenze verläuft direkt an der Westseite des Geländes |
| Höhe | 430 m über dem Meer |
| Start- und Landebahn | Eine Bahn: 15/33, 2.750 m lang und 45 m breit, Ausrichtung Nordwest–Südost, dazu 100 m Stoppfläche am Nordende |
| Anflughilfen | ILS/DME nach CAT II/III auf die Piste 15, dazu RNAV-(GNSS)-Verfahren, NDB und PAPI laut Flughafen |
| Größtes Muster | Laut Flughafen bis zur Boeing 747-400 |
| Terminals | Terminal 1 (eröffnet 1966) und das kleinere amadeus terminal 2, ausgelegt auf den Spitzenverkehr der Winter-Samstage |
| Verkehr 2025 | 1.774.454 Passagiere, 14.747 Bewegungen im Linien- und Charterverkehr, 41.258 Bewegungen der Allgemeinen Luftfahrt, rund 9.300 t Fracht |
| Betriebszeiten | Starts und Landungen von 6 bis 23 Uhr; gewerbliche Landungen nach 22 Uhr nur mit leisen Mustern, nachts nur Ambulanzflüge |
| Für Spotter relevant | Kostenlose Besucherterrasse am Terminal 1, Hangar-7 der Flying Bulls auf der Ostseite, Ski-Charter an Winter-Samstagen |
| Offizielle Website | www.salzburg-airport.com |
Tätigkeitsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Salzburg aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Salzburg
- Eine Landung auf der Piste 15 aus Norden fotografiert – die Standardrichtung in Salzburg
- Einen der seltenen Anflüge auf die Piste 33 von Süden erwischt
- An einem Winter-Samstag mindestens drei verschiedene Charter- oder Ferienairlines notiert
- Ein Flugzeug vor der Kulisse von Untersberg oder Festung Hohensalzburg abgelichtet
- Eine Maschine der Flying Bulls am Hangar-7 gesehen
- Einen Business Jet auf dem Vorfeld der Allgemeinen Luftfahrt notiert
- Das Kennzeichen jeder Sichtung festgehalten – bei vielen A320 und 737 der einzige Weg zur sauberen Zuordnung
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Kompakter Flughafen: Vorfeld, Piste und Hangar-7 liegen in einem Blickfeld
- Kostenlose Besucherterrasse, mit dem Obus direkt aus der Stadt erreichbar
- Alpenkulisse, die kaum ein anderer Verkehrsflughafen im deutschsprachigen Raum bietet
- Winter-Samstage mit Ski-Chartern aus halb Europa
- Viel Allgemeine Luftfahrt und Business Aviation als Ergänzung zum Linienverkehr
Wo es hakt
- Unter der Woche und außerhalb der Saison wenig Linienverkehr
- Großraumflugzeuge sind die Ausnahme
- Landungen kommen fast immer aus Norden – die Motivvielfalt ist begrenzt
- Bei Schnee und Glatteis bleibt die Besucherterrasse gesperrt, ausgerechnet in der Chartersaison
- Der Terminalumbau ab 2027 kann Zugänge und Blickachsen verändern
Unter der Woche wirkt Salzburg wie ein gemütlicher Regionalflughafen: ein paar Abflüge nach Frankfurt, Hamburg oder Istanbul, dazwischen Business Jets und Sportflugzeuge. Dann kommt ein Samstag im Februar, und auf dem Vorfeld stehen Ferienjets aus Großbritannien, Skandinavien und den Niederlanden dicht an dicht, während im Norden schon die nächsten Landungen über Bayern hereinschweben. Dazu eine Piste mit Bergpanorama, der Hangar-7 direkt gegenüber und eine kostenlose Terrasse – kaum ein Flughafen im deutschsprachigen Raum ist so klein und gleichzeitig so fotogen.
Dein SZG-Logbuch
Ski-Charter, Business Jets und Oldtimer am Hangar-7 mit Kennzeichen, Typ und Spot festhalten – genau dafür gibt es Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Hundert Jahre auf dem Exerzierfeld
Der Flughafen liegt dort, wo schon 1912 der Flugpionier Karl Illner vor Tausenden Zuschauern über das Maxglaner Exerzierfeld flog. 1925 wurde das Gelände eingeebnet, am 16. August 1926 öffnete der städtische Flugplatz – mit einer Sommerlinie der Luft Hansa von München über Salzburg nach Bad Reichenhall. Ein Jahr später verband die österreichische ÖLAG Wien, Salzburg und Innsbruck. Damit gehört Salzburg zu den ältesten Verkehrsflughäfen Österreichs und hat 2026 sein hundertjähriges Jubiläum gefeiert.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz erweitert und erhielt eine befestigte Bahn in Ost-West-Richtung. Nach Kriegsende übernahmen die US-Truppen, und aus dem Flugplatz wurde erstmals offiziell der „Salzburg Airport“. Schon im August 1947 lief der zivile Verkehr wieder an. Die eigentliche Weichenstellung kam 1960: Eine neue, zunächst 2.200 Meter lange Nord-Süd-Piste ging in Betrieb – die Achse, auf der bis heute alles landet. 1966 folgte zur Festspieleröffnung das Passagierterminal, das als Terminal 1 bis heute in Betrieb ist.
In den Jahrzehnten danach spiegelte Salzburg die Geschichte der Verkehrsluftfahrt wider: 1968 die erste Lufthansa-Boeing 737, 1974 die Boeing 707 des US-Präsidenten Nixon, 1988 ein Besuch der British-Airways-Concorde. Mit der Zeit wurde Salzburg zudem ein Ziel für Winter- und Sommercharter, vor allem aus Großbritannien, und 2001 landete mit Ryanair die erste Low-Cost-Airline. Nach Angaben des Flughafens hat Ryanair seitdem rund vier Millionen Fluggäste von und nach Salzburg befördert.
Eine Piste im Becken
Das Layout ist schnell erklärt: eine Bahn, 15/33, 2.750 Meter lang und 45 Meter breit, in Nordwest-Südost-Richtung. Die Terminals und das Hauptvorfeld liegen auf der Westseite, gegenüber auf der Ostseite stehen der Hangar-7 und die Hallen der Allgemeinen Luftfahrt, im Norden ein eigenes Vorfeld für Polizei, Rettungshubschrauber, Aeroclub und kleinere Betreiber. Die deutsche Grenze verläuft unmittelbar westlich des Geländes – wer am Zaun spottet, steht teils nur wenige hundert Meter von Bayern entfernt.
Bis 2012 hieß die Bahn noch 16/34. Weil sich das Erdmagnetfeld langsam verschiebt, passte man die Bezeichnung an die neue magnetische Ausrichtung an. Ältere Fotos und Logbücher tragen deshalb noch die alte Nummer. 2019 wurde die Piste in einer fünfwöchigen Totalsperre erneuert; am 28. Mai landete als erste Maschine ein Jet der Eurowings, die 2017 in Salzburg ihre zweite österreichische Basis nach Wien eröffnet hatte.
| Bereich | Lage | Was du dort siehst |
|---|---|---|
| Piste 15/33 | Mitte des Geländes, Nordwest–Südost | Starts und Landungen, meist Landung 15 aus Norden |
| Hauptvorfeld | Westseite vor Terminal 1 und 2 | Abfertigung ohne Fluggastbrücken, Boarding zu Fuß oder per Bus |
| Hangar-7 | Ostseite gegenüber dem Terminal | Flugzeuge der Flying Bulls, Business Jets |
| GAC-Vorfeld Nord | Nordende | Polizei, Rettungshubschrauber, Aeroclub, Allgemeine Luftfahrt |
Anflugverfahren: Warum fast alles von Norden kommt
Salzburg liegt im Salzburger Becken, und direkt südlich des Flughafens ragt der Untersberg auf, dahinter folgen die Salzburger und Berchtesgadener Alpen. Ein klassischer, gerader Instrumentenanflug von Süden ist in diesem Gelände schwierig. Deshalb ist nur die Piste 15 mit einem Instrumentenlandesystem ausgerüstet; laut Flughafen erlaubt es Anflüge bis Kategorie CAT II/III, also auch bei sehr schlechter Sicht. Das Grundprinzip dahinter erklärt der Beitrag ILS-Anflug erklärt.
Die Folge ist ein Verfahren, das Spotter an kaum einem anderen Flughafen in dieser Form sehen: Gelandet wird überwiegend auf der 15 aus Norden, gestartet wird häufig auf der 33 – ebenfalls Richtung Norden. Fachleute sprechen von einem Opposite Runway Procedure: An- und Abflüge nutzen dieselbe Seite des Flughafens, nur in entgegengesetzter Richtung auf der Bahn. Dafür muss die Flugsicherung Lücken zwischen Landungen und Starts einplanen, was die Kapazität begrenzt.
Weil der Norden auf deutsches Staatsgebiet zeigt, läuft der Großteil der An- und Abflüge über den Rupertiwinkel und Freilassing. Die Auswirkungen des Flughafens auf das Nachbarland regelt ein deutsch-österreichischer Vertrag vom Dezember 1967, den der Bundestag 1974 ratifizierte. Auf bayerischer Seite gibt es seit Jahren Forderungen, den Verkehr gleichmäßiger zu verteilen – etwa durch mehr Anflüge von Süden. Ein satellitengestützter RNP-Anflug auf die Piste 33, der aus südlicher Richtung durch den Tennengau führt, wird seit dem Sommer 2011 erprobt. Für dich heißt das: Landungen auf die 33 von Süden sind möglich, aber die Ausnahme.
Anflug 15 lesen lernen
Die Landungen kommen aus Nordwesten über Freilassing, die Abflüge auf der 33 drehen meist wieder nach Norden ab. Wer am Anflug der 15 steht, sieht deshalb oft beides: Landungen im Endanflug und kurz danach Starts, die über ihn hinwegsteigen. Welche Routen dabei geflogen werden, erklärt der Beitrag zu SID und STAR.
Gelegentlich drehen Wind und Wetter das Bild trotzdem. Bei kräftigem Nordwestwind kann es sinnvoll sein, auf der 33 zu landen; ob und wie das geschieht, entscheidet die Flugsicherung im Einzelfall. Prüf vor deinem Besuch die aktuellen Bewegungen in einer Flugverfolgung oder in den Flugspuren, die der Flughafen öffentlich zeigt. Hintergründe zu solchen Portalen findest du unter Fluglärm- und Flugspurportale, das Grundprinzip der Pistenwahl unter Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Wind und Piste im Blick
Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen – so weißt du vor der Abfahrt, ob in Salzburg die 15 oder ausnahmsweise die 33 läuft. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Der Winter-Samstag: Charter im Minutentakt
Was Salzburg für Spotter besonders macht, ist der Rhythmus der Wintersaison. Die Skigebiete im Salzburger Land, im Salzkammergut und in Tirol liegen in Busreichweite, und viele Pauschalreisen wechseln am Wochenende. Deshalb ballt sich der Charterverkehr an den Samstagen zwischen Weihnachten und Ostern. Die Ski-Charter kommen vor allem aus Großbritannien und Skandinavien, dazu reisen Urlauber aus weiteren Märkten über Linienverbindungen an.
Wie stark diese Spitzen sind, zeigen die Zahlen des Flughafens: Für den 14. und 21. Februar 2026 meldete er jeweils rund 180 Flugbewegungen – an einem Tag also etwa so viel wie sonst in vier bis fünf durchschnittlichen Tagen. Auslöser waren die „Half Term Holidays“, die einwöchigen Schulferien in England. Zum Vergleich: Übers Jahr gerechnet kommt Salzburg auf rund 40 Bewegungen im Linien- und Charterverkehr pro Tag.
Für den Andrang gibt es ein eigenes Gebäude. Das amadeus terminal 2 entstand Anfang der 2000er-Jahre und ist ausdrücklich auf den Samstagsverkehr des Wintercharters ausgelegt. Außerhalb der Wintersaison nutzt der Flughafen es auch als Veranstaltungsort.
Ferientermine prüfen
Britische Half-Term-Wochen und skandinavische Winterferien bringen die dichtesten Samstage. Die Termine findest du in den Schulkalendern der Länder.
Flugplan des Tages ansehen
Die Ankunftstafel des Flughafens zeigt, wann die Charterwellen kommen. Wer früh am Platz ist, erlebt oft die erste Landungswelle am späten Vormittag.
Wetter und Schnee einkalkulieren
Bei Schneefall oder Glatteis sperrt der Flughafen die Besucherterrasse. Plane für solche Tage einen Ausweichstandort am Zaun ein.
Enteisung beobachten
An kalten Tagen werden Maschinen vor dem Start enteist – ein Motiv, das es im Sommer nicht gibt.
Kennzeichen notieren
Viele Charter fliegen mit A320, A321 und 737 – das Kennzeichen hilft dir später beim Sortieren.
Was du bei Kälte, Schnee und kurzem Licht an Ausrüstung brauchst, fasst Planespotting im Winter zusammen. Warum Flugzeuge vor dem Start mit orangem oder grünem Fluid besprüht werden, erklärt Enteisung von Flugzeugen, und den Unterschied zwischen Charter und Linie findest du in Charterflug und Linienflug.
Wer sonst in Salzburg fliegt
Außerhalb der Ski-Samstage prägen Linien- und Ferienflüge das Bild. Nach Angaben des Flughafens sind Frankfurt mit bis zu vier täglichen Verbindungen, Düsseldorf, Hamburg und Berlin feste Ziele im Deutschland-Verkehr, bedient von Eurowings und Lufthansa. Turkish Airlines fliegt seit 2013 nach Istanbul, inzwischen bis zu zweimal täglich, und flydubai verbindet Salzburg mit Dubai.
Nach London geht es mit der BA-Tochter BA Euroflyer der British Airways nach Gatwick und mit Ryanair nach Stansted. Transavia fliegt nach Amsterdam, im Winter laut Flughafen zusätzlich nach Eindhoven und Rotterdam. Skandinavien ist über Norwegian und SAS nach Kopenhagen angebunden, im Sommer 2026 kam mit SkyAlps eine Verbindung nach Rom hinzu. Dazu kommen Ferienziele von Mallorca über Antalya bis Hurghada. Welche Strecken in welcher Saison laufen, wechselt mit jedem Flugplan; was der Wechsel zwischen Sommer- und Winterflugplan für dich bedeutet, steht unter IATA-Sommer- und Winterflugplan.
Eine Lücke fällt historisch Interessierten auf: Austrian Airlines stellte 2020 ihre Inlandsverbindung Salzburg–Wien ein. Wer die rot-weiß-roten Jets heute sehen will, ist am Flughafen Wien besser aufgehoben.
| Segment | Beispiele (Stand 2025/26) | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Deutschland-Verkehr | Eurowings, Lufthansa | A319, A320 |
| Zubringer zu Drehkreuzen | Turkish Airlines, flydubai | A320-Familie, 737 MAX 8 |
| Low-Cost und Städteflüge | Ryanair, Transavia, BA Euroflyer | 737-800, A320-Familie |
| Ski-Charter (Winter-Samstage) | Ferienairlines aus Großbritannien und Skandinavien | A320, A321, 737 |
| Allgemeine Luftfahrt | Business Jets, Polizei, Rettung, Aeroclub | Jets, Turboprops, Hubschrauber, Kleinflugzeuge |
Auch beim Typenspektrum ist Salzburg klar ein Schmalrumpfflughafen. Laut Flughafen ist er für Muster bis zur Boeing 747-400 ausgelegt, und einzelne Großraumbesuche gibt es immer wieder – 2016 landete etwa die Boeing 747-8 des Emirs von Kuwait. Im Alltag bleiben solche Gäste aber Ausnahmen. Lautere Altmuster wie Boeing 727, 737-200, DC-10 oder die MD-80-Reihe dürfen laut Flughafen in Salzburg gar nicht landen.
Hangar-7: Oldtimer vor der Bergkulisse
Auf der Ostseite der Piste steht seit 2003 ein Gebäude, das du von fast jedem Spot aus siehst: der gläserne Hangar-7. Er beherbergt die Flugzeugsammlung der Flying Bulls, die zum Red-Bull-Umfeld gehören, und ist zugleich Restaurant- und Veranstaltungsort. Gewartet werden die Flugzeuge im benachbarten Hangar-8. Zur Sammlung gehören historische Muster wie eine Douglas DC-6 und eine North American B-25 Mitchell, die bei schönem Wetter auch in der Luft zu sehen sind.
Der Hangar-7 ist frei zugänglich und lohnt einen eigenen Besuch. Details zur Ausstellung stehen im Eintrag zum Hangar-7 Salzburg, die besten Blickwinkel von außen im Spot-Guide Hangar-7 am Flughafen Salzburg.
Spotten in Salzburg: Terrasse und Zaun
Der bequemste Startpunkt ist die Besucherterrasse am Terminal 1. Sie ist laut Flughafen täglich geöffnet und kostenlos, erreichbar über das Restaurant im ersten Stock, und mit den Obuslinien 2 und 10 kommst du direkt aus der Stadt hin. Von dort blickst du nach Osten über das Vorfeld auf die Piste und den Hangar-7, im Hintergrund die Berge. Weil du nach Osten schaust, ist der Nachmittag die beste Zeit; vormittags stehst du im Gegenlicht. Alle Details findest du im Spot-Guide zur Besucherterrasse Flughafen Salzburg.
Wer näher an die Piste will, findet rund um den Zaun weitere Positionen, die der Flughafen selbst für Spotter nennt: einen Hügel an einem der Ausgänge, die Bereiche an den Rollhalten sowie den Anflug und den Aufsetzbereich der Piste 15. Weil die meisten Landungen aus Norden kommen, ist der Anflug 15 die wichtigste Ergänzung zur Terrasse. Bei der Planung des Lichts hilft dir der Beitrag Sonnenstand am Fotospot planen, und für die Bahn hinter dem Vorfeld solltest du ein längeres Tele dabeihaben – mehr dazu unter Objektiv und Brennweite.
Grenze, Zaun und Felder
Rund um den Flughafen grenzen Privatgrund, landwirtschaftliche Flächen und die Staatsgrenze an. Betritt keine Felder, bleib auf öffentlichen Wegen und halte dich an Absperrungen – auch mit Leiter oder Stativ. Was in Österreich für Spotter gilt, fasst Planespotting in Österreich zusammen.
Ski-Charter nicht verpassen
Mit Planetrack setzt du Airlines, Typen und Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars und bekommst einen Sichtungs-Alarm, sobald sie Salzburg anfliegen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Betriebszeiten und Rhythmus
Salzburg hat klare Betriebszeiten. Starts und Landungen sind laut Flughafen von 6 bis 23 Uhr möglich; gewerbliche Landungen nach 22 Uhr nur mit Mustern, die unter einem festgelegten Lärmwert bleiben. Nachts sind nur Ambulanzflüge erlaubt. Für Sichtflug-Platzrunden gelten engere Fenster, an Sonn- und Feiertagen finden sie gar nicht statt.
Für dich bedeutet das: Unter der Woche verteilt sich der Verkehr auf einige Wellen am Morgen, zur Mittagszeit und am Abend, dazwischen sorgt die Allgemeine Luftfahrt für Bewegung. An Winter-Samstagen läuft der Betrieb nahezu ohne Pause. Österreichische Maschinen erkennst du am Kennzeichen-Präfix OE – die Systematik dahinter erklärt Österreichische OE-Kennzeichen.
Terminalprojekt 2027–2033
Die beiden Terminals stammen aus unterschiedlichen Epochen und sind räumlich getrennt. Im Rahmen der Terminalerneuerung verbindet der Flughafen in den nächsten Jahren das Hauptterminal von 1966 und das amadeus terminal 2 zu einer zusammenhängenden Anlage. Für die Erneuerung bis 2033 nennt er ein Investitionsvolumen von rund 105 Millionen Euro, die Hauptbauarbeiten beginnen laut Planung Anfang 2027. Im September 2026 begannen die Arbeiten für den Abriss des alten Hangar 2 – der erste sichtbare Schritt, der Platz für die Erweiterung am Terminal 2 schafft.
Für Spotter heißt das: In den kommenden Jahren können sich Zugänge, Blickachsen und auch die Besucherterrasse verändern. Prüf vor jedem Besuch die Hinweise auf der Website des Flughafens.
Salzburg passt zu dir, wenn …
- du Flugzeuge vor Bergkulisse fotografieren willst
- du Ski-Charter und ungewöhnliche Ferienairlines suchst
- du einen kompakten, einsteigerfreundlichen Flughafen bevorzugst
Bedingt geeignet, wenn …
- du nur unter der Woche Zeit hast
- du im Winter auf die Terrasse angewiesen bist
Eher woanders, wenn …
- du regelmäßig Großraumflugzeuge sehen willst
- du hohe Bewegungszahlen an jedem Tag erwartest
Salzburg im Vergleich
Innerhalb Österreichs ist Salzburg nach dem Flughafen Wien die Nummer zwei – mit deutlichem Abstand, aber mit dem stärkeren Wintercharter. Ähnlich gelagert ist der Flughafen Innsbruck: ebenfalls ein Alpenflughafen mit Ski-Samstagen und anspruchsvollen Anflügen im Inntal, von dessen Besucherterrasse du ähnliche Bergmotive bekommst.
Jenseits der Grenze liegt der Flughafen München mit A380, A350 und Langstreckenverkehr – ein guter Kontrast zum Charterbetrieb in Salzburg. Weitere österreichische Regionalflughäfen sind Linz und Graz.
Fazit
Der Flughafen Salzburg ist klein, aber alles andere als langweilig. Eine Piste mit Bergkulisse, ein Anflugverfahren, das fast den gesamten Verkehr über Bayern hereinführt, und ein Wintercharter, der an Samstagen die Bewegungszahlen vervielfacht, machen ihn zu einem Flughafen, den du zur richtigen Zeit besuchen musst. Dazu kommen hundert Jahre Geschichte und mit dem Hangar-7 eine Sammlung, die es so an keinem anderen Verkehrsflughafen gibt.
Plane deinen Besuch nach Saison, Wochentag und Licht: Winter-Samstag, Nachmittag, Terrasse oder Anflug 15 – dann zeigt Salzburg, was in ihm steckt.
Kurzfazit
SZG ist Österreichs zweitgrößter Flughafen und der Alpen-Klassiker für Ski-Charter. Landungen kommen fast immer von Norden auf die 15, der Höhepunkt sind die Winter-Samstage – und der Hangar-7 ist die beste Zugabe.
Zusammenfassung
- Salzburg ist ein kleiner Flughafen mit großer Kulisse: eine Piste, zwei Terminals und dahinter die Berge.
- Die Lage im Becken bestimmt das Anflugverfahren – gelandet wird fast immer aus Norden auf die 15, gestartet oft wieder Richtung Norden.
- Unter der Woche dominiert Linien- und Ferienverkehr mit Schmalrumpfjets, an Winter-Samstagen verwandelt der Ski-Charter den Platz.
- Mit Besucherterrasse, Spots am Zaun und dem Hangar-7 ist Salzburg einer der einsteigerfreundlichsten Flughäfen Österreichs.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Salzburg?
Der IATA-Code ist SZG, der ICAO-Code LOWS. SZG findest du auf Bordkarten und Gepäckanhängern, LOWS nutzen Flugsicherung, Flugpläne der Piloten und viele Flugverfolgungsdienste.
Wie lang ist die Piste in Salzburg?
Laut Flughafen ist die einzige Bahn 15/33 2.750 Meter lang und 45 Meter breit, am Nordende kommt eine 100 Meter lange Stoppfläche hinzu. In älteren Quellen findest du teils andere Werte und die frühere Bezeichnung 16/34, die 2012 geändert wurde.
Warum wird in Salzburg fast immer von Norden gelandet?
Nur die Piste 15 ist mit einem Instrumentenlandesystem ausgerüstet, und südlich des Flughafens steigt das Gelände mit dem Untersberg und den Salzburger Alpen schnell an. Deshalb kommen die meisten Anflüge aus Norden über bayerisches Gebiet. Gestartet wird häufig auf der 33, also ebenfalls Richtung Norden. Wie ein ILS-Anflug funktioniert, erklärt der Beitrag ILS-Anflug erklärt.
Wann ist in Salzburg am meisten los?
In der Wintersaison an Samstagen, wenn die Skiurlauber wechseln. Besonders dicht wird es in den britischen Schulferien: Für den 14. und 21. Februar 2026 meldete der Flughafen jeweils rund 180 Flugbewegungen, ausgelöst durch die „Half Term Holidays“ in England.
Wer betreibt den Flughafen Salzburg?
Die Salzburger Flughafen GmbH. Ihre Gesellschafter sind das Land Salzburg mit 75 Prozent und die Stadt Salzburg mit 25 Prozent, jeweils über Beteiligungsgesellschaften.
Wo kann ich in Salzburg spotten?
Der einfachste Einstieg ist die kostenlose Besucherterrasse am Terminal 1. Dazu nennt der Flughafen selbst mehrere Positionen am Zaun, etwa an Rollhalten und im Anflug auf die 15. Auf der Ostseite lohnt der Hangar-7.
Gibt es in Salzburg Nachtflüge?
Nein. Starts und Landungen sind laut Flughafen von 6 bis 23 Uhr möglich, gewerbliche Landungen zwischen 22 und 23 Uhr nur mit besonders leisen Mustern. Nachts sind nur Ambulanzflüge erlaubt. Für Platzrunden und nichtgewerbliche Flüge gelten engere Zeiten.
Landen in Salzburg auch Großraumflugzeuge?
Selten. Der Flughafen ist laut eigenen Angaben für Muster bis zur Boeing 747-400 ausgelegt, im Alltag dominieren aber Schmalrumpfjets wie A320 und Boeing 737-800. Großraumflugzeuge tauchen vor allem bei Sonderflügen, Staatsbesuchen oder großen Veranstaltungen auf.
Sichtungen rund um Flughafen Salzburg sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Eurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
FR / RYRRyanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
OS / AUAAustrian Airlines
Österreichs Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Wien: seit 2009 Teil der Lufthansa Group, seit 2000 in der Star Alliance – und mitten im größten Flottenumbau seit Jahren.
TK / THYTurkish Airlines
Die türkische Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 1933 gegründet, seit 2008 in der Star Alliance und mit dem Drehkreuz Istanbul eine der Airlines, die die meisten Länder der Welt anfliegt.
HV / TRATransavia
Die Low-Cost-Tochter von KLM aus den Niederlanden: Basen in Amsterdam, Rotterdam, Eindhoven und Brüssel, eine Flotte im Umbruch von der Boeing 737-800 zum Airbus A321neo und eine französische Schwester unter gleichem Namen.
BA / BAWBritish Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
FZ / FDBflydubai
Die zweite Airline aus Dubai: flydubai fliegt ausschließlich Boeing 737, verbindet Dubai mit über 125 Zielen und taucht im deutschsprachigen Raum vor allem in Salzburg und Basel auf – ein Fall für gezielte Spotting-Ausflüge.
Typische Flugzeuge
Airbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypDouglas DC-6
Vier Sternmotoren, Druckkabine, Bugradfahrwerk: Die Douglas DC-6 war nach dem Zweiten Weltkrieg eines der wichtigsten Langstreckenflugzeuge der Welt. Heute fliegt sie noch als Frachter in Alaska – und als blank polierte DC-6B der Flying Bulls aus Salzburg. So erkennst du sie und so bekommst du sie vor die Linse.
Spotting-Spots rund um Flughafen Salzburg
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Besucherterrasse Flughafen Salzburg
Die Besucherterrasse am Terminal 1 ist der einfachste Einstieg ins Spotting in Salzburg: kostenlos, mit dem Obus erreichbar und mit Blick über das Vorfeld auf die Piste 15/33, den Hangar-7 und die Salzburger Berge. An Winter-Samstagen wird sie zum Treffpunkt der Szene.
MuseumHangar-7 am Flughafen Salzburg
In der gläsernen Halle an der Ostseite des Salzburger Flughafens stehen die Oldtimer der Flying Bulls – von der Douglas DC-6B über die B-25J bis zur Corsair. Der Eintritt ist frei, und mit der Besucherterrasse auf der anderen Pistenseite wird daraus ein kompletter Spottertag.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Innsbruck
Die Besucherterrasse im Terminal des Flughafens Innsbruck ist kostenlos, ohne Sicherheitskontrolle erreichbar und blickt über das Vorfeld auf die Piste 08/26 vor der Nordkette. Unter der Woche ist es ruhig, an Winter-Wochenenden füllen Ski-Charter aus Großbritannien, den Niederlanden und Skandinavien das Vorfeld.
SpotterhügelSpotterhügel Flughafen Wien
Seit die Besucherterrasse auf Terminal 3 geschlossen ist, führt in Wien kaum ein Weg am Spotterhügel vorbei: ein vom Flughafen aufgeschütteter Erdhügel östlich der Piste 16/34, kostenlos, rund um die Uhr erreichbar und morgens mit der Sonne im Rücken.
Weitere Einträge
Hangar-7 Salzburg
Der Hangar-7 am Flughafen Salzburg ist Ausstellungshalle, Gourmet-Adresse und Heimat der Flying Bulls zugleich. Unter einer gläsernen Kuppel stehen flugfähige Klassiker wie die frühere Tito-DC-6B, eine B-25J, eine P-38 Lightning und eine Corsair – bei freiem Eintritt und direkt gegenüber der Besucherterrasse.
FlughafenFlughafen Wien-Schwechat
Größter Flughafen Österreichs und Drehkreuz von Austrian Airlines: zwei sich kreuzende Pisten, ein Terminal 3 im Umbau, starker Low-Cost-Verkehr – und seit dem Aus der Besucherterrasse ein Spotterhügel als wichtigster legaler Standpunkt.
FlughafenFlughafen Innsbruck
Ein Flughafen mitten im Gebirge: eine 2.000-Meter-Piste im engen Inntal, Anflüge mit Spezialtraining für die Crews, Föhn als ständiger Begleiter – und an Winter-Samstagen ein Vorfeld voller Skicharter aus Großbritannien, den Niederlanden und Skandinavien.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
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